Erbe Hogwarts´ Teil 23

Gästelisten

Severus lag noch lange wach und hörte immer wieder die letzten Worte, die Sirius geflüstert hatte, bevor er eingeschlafen war.

Das waren so sanft gesprochene Worte gewesen und mit so viel Liebe, dass es ihm einen Schauer über den Körper gejagt hatte...

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Der Morgen danach war recht ruhig. Viel zu ruhig, wenn es nach dem Mann ging.

Sirius lag neben ihm und schlief noch selig. Aber zumindest die Jungen hätten schon da sein müssen. Immerhin war es schon recht spät...

Also stand Severus auf und zog sich an, um dann ins Nebenzimmer zu gehen.

Das absolut leer war.

„Wo sind die denn hin!"

Sev drehte sich um und wollte einen Schritt machen, aber da schrie er schon erschrocken auf.

„Was denn?", nuschelte Sirius, der vor ihm stand.

„Du hast mich erschreckt!", meckerte der Tränkelehrer und fuhr sich durchs Haar.

Der Vampir schaute etwas verwirrt aus der Wäsche, erwiderte aber nichts, sondern umklammerte einfach seinen Partner und legte seinen Kopf auf dessen Schulter ab. So verharrte er dann und schlief fast schon wieder im Stehen ein.

„He, Sirius! Du kannst doch hier nicht einfach so weiter schlafen!", empörte sich der Professor.

„Hm...", nuschelte der andere aber nur und ließ sich ergeben aus dem Zimmer schieben.

Severus schüttelte den Kopf über so viel Faulheit. Seinen Partner wieder ins Bett verfrachtet, machte er sich davon, die beiden Jungen zu suchen.

„Irgendwo müssen die ja stecken...", überlegte er laut und ging gedanklich alle Möglichkeiten durch.

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Draco und Deimos saßen in der Bibliothek und hatten vor sich ein paar Blätter Pergament liegen.

„Also, wen haben wir denn nun alles...?"

Der Blonde las sich die Namen durch und blickte dann zu seinem Verlobten.

„Wer denn noch?"

Deimos selbst zuckte die Schultern.

„Also, ich denke, meine Eltern werden auch kommen. Dann natürlich noch deine und ich weiß nicht, wie es mit Sevs Verwandtschaft aussieht!"

Draco nickte bestätigend.

„Also, er hat schon noch Familie, aber soviel ich weiß, nur noch wenig Kontakt. Vielleicht schreiben wir einfach Einladungen an sie und wer kommen will, der tut es?"

Der Vorschlag wurde angenommen und so setzten sie Severus´ Familie, mit einem Fragezeichen dahinter, auch mit auf die Liste.

„Gut, wer noch?"

Sie zuckten beide mit den Schultern und seufzten erneut.

„Das ist echt eine Schweinearbeit...", stöhnte Draco genervt und lehnte sich zurück.

„Also, wie wäre es mit den Zabinis? Ich meine, Blaise ist ein Freund, oder?"

Der Blonde nickte.

„Einverstanden. Aber ich will keine Lehrer dabei haben!"

Belustigt nickte Deimos.

„Ich auch nicht!"

Am Ende hatten sie dann doch eine Menge zusammen und dann mussten ja noch die Todesser des inneren Kreises dazugerechnet werden.

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Severus hatte nun soweit alles abgesucht, dass nur noch ein Ort in Betracht kam - die Bibliothek.

Und diese betrat er gerade. Nach dem ersten Schritt, konnte er die Jungen schon hören.

Sie schienen sich ja prächtig zu amüsieren.

„Guten Morgen!", grüßt er und sah die Beiden an. Der Blick wurde erwidert und es schien so, als fühlten sie sich ertappt.

„Was tut ihr da?", erkundigte sich Sev und trat hinter die Beiden, um ihnen über die Schulter zu blicken. Doch weil es noch ein Geheimnis bleiben sollte, drehten sie die Blätter um und verhinderten damit, dass der andere etwas lesen konnte.

„Habt ihr Geheimnisse vor mir, oder was?"

Die Jungen nickten breit grinsend und antworteten mit einem synchronen ja!´.

„Ah ja, und wieso?"

„Darum!", erklärte Deimos schließlich und sah sich suchend nach seinem Bodyguard um.

„Wo hast du eigentlich Siri gelassen?"

Severus zuckte die Schultern.

„Ich hab ihn wieder ins Bett gebracht, er schlief an meine Schulter gelehnt, schon im Stehen ein."

Das brachte den Blonden zum Lachen und seinen Verlobten ebenfalls.

„Na ja, mittlerweile ist er sicher wieder wach und sucht dich. Ich würde zu ihm gehen, nicht, dass er dich wieder bestraft!"

Der Mann bekam schlagartig einen hochroten Kopf.

„Ich warne dich, wenn du das irgendwem erzählst!"

Mit diesen Worten stürmte er davon.

Nun aber war der junge Malfoy neugierig.

„Was sollst du wem nicht erzählen?"

Er zog ganz malfoy-like, eine Braue nach oben und sah seinen Freund von der Seite an.

„Och, nichts!"

„Sag schon!"

„Nein!"

„Sag endlich!"

„Ich will nicht!"

„Ach man!"

„Ich weiß, dass ich ein Mann bin!"

„Blödmann, das meinte ich nicht!"

„Ich weiß!"

Draco schnaubte.

„Du bist gemein!"

„Stimmt nicht, ich will nur nicht, dass du wieder vor Scham im Boden versinken willst!"

Das brachte den anderen erst einmal zum Schweigen.

„Ist das so schlimm?", fragte er dann leise nach.

Deimos lächelte spitzbübisch.

„Ich kann's dir ja mal demonstrieren!", bot er an, dass der Blonde schnell den Blickkontakt brach und die Liste anstarrte.

„He, du hast gefragt!", meinte Deimos dann und strich seinem Verlobten über die gerötete Wange.

„Ja, ich weiß! Aber sag, was hat Sirius denn mit ihm gemacht?"

Der Dunkelhaarige lächelte fröhlich und überlegte gerade, ob er sich ins Zimmer seines Paten schleichen sollte und das Spielzeug ausleihen..

Das Grinsen wurde noch größer und Draco bekam langsam ein ungutes Gefühl im Bauch.

„Was?", wollte er leise wissen. Unsicherheit schwang in seiner Stimme mit.

„Nichts, gar nichts. Ich habe nur gerade überlegt, was ich dir alles sage und was nicht. Oder, ob ich's dir demonstriere..."

Der Blonde schluckte und packte dann die Pergamente zusammen.

„Ich denke, erst mal gehen wir und schicken die Liste ab."

Damit war Deimos einverstanden. So liefen sie also erst mal in die Eulerei, um dort mit Dracos Eule, die Liste an Tom zu schicken, der sicher schon darauf wartete.

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Auf dem Rückweg träumte Deimos vor sich hin.

So bekam er auch nicht mit, als Draco ihn schon mehrfach angesprochen hatte und nun langsam richtig sauer wurde.

„DEIMOS! Ich rede mit dir!", schrie er also, dem anderen eine letzte Chance bietend.

Angeschrieener zuckte heftig zusammen und blickte dann seinen Verlobten an.

„Was denn?"

Der Blonde schnaubte.

„Ich will jetzt endlich wissen, um wie viel Uhr die Trauung ist!"

Der Dunkelhaarige zuckte die Schultern.

„Keine Ahnung, Tom hat das mit dem Priester ausgemacht. Ich weiß nur, dass wir morgens da sein sollen."

Wortlos ging Draco weiter.

„He, was ist denn?"

„Das fragst du noch? Du hast mich zehn Minuten lang ignoriert!"

Natürlich war dem Dunkelhaarigen auf der Stelle klar, was so schief hing.

„Tut mir leid, Liebling. Ich war in Gedanken und hab mir gerade überlegt, was ich dir denn nun von Siri und Sev erzählen soll..."

Sofort war die Neugierde wieder in dem Blonden geweckt.

„Und!", sah er ihn bettelnd an.

Deimos musste lächeln. Momentan hatte Draco solche seltsamen Stimmungsschwankungen, fast so, als ob er schwanger wäre. Was nicht sein konnte, da sie ja noch nicht miteinander geschlafen hatten...

„Das sag ich dir erst in unserem Zimmer. Ich denke, da ist es sicherer!"

„Wieso?"

„Glaub mir!"

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So erreichten sie auch den Gemeinschaftsraum und schließlich ihr Zimmer.

Draco ließ sich auf das Bett fallen und sah dann fordernd zu Deimos, dass er endlich begann, zu erzählen.

„Also, Siri hat ihn in der Bibliothek gefunden und Sev erst mal ein wenig gereizt."

„Wie, gereizt?"

Der Dunkelhaarige schüttelte amüsiert den Kopf.

„Siri hat deinem Paten einen runter geholt! In der Bibliothek!"

Das brachte den Blonden zum Erröten.

„Na ja, dann hat er ihn in ihr Zimmer gelotst und..."

Am Ende der Erzählung lag Deimos auf seinem Freund und die Hemden der beiden, wie auch die Hosen, lagen am Boden. Draco selbst glich einer überreifen Tomate und seine Augen waren von dem anderen abgewandt, der gerade seinen Körper liebkoste.

„Liebling?"

Der junge Malfoy brachte nur ein leises mh´ heraus.

„Soll ich weiter machen?"

Draco wusste nicht, was er sagen sollte, so blieb er stumm.

Und Deimos´ Hände wanderten die Seiten entlang und wo am Ende eine wieder nach oben wanderte, strich die andere weiter nach unten, über den Schritt des Liegenden.

Draco fiepte auf und sah überrascht in die Augen des anderen.

„Was..?"

Die Lippen wurden wieder verschlossen und die Hand strich fester über die Beule, die sich gebildet hatte. Jetzt musste der Blonde keuchen und er kniff die Augen zu.

„Ich zeige dir, was Siri noch mit Sev gemacht hat...", hauchte Deimos und rutschte nach unten. In der gleichen Bewegung zog er die Shorts seines Schatzes mit runter, und schmiss sie schließlich vom Bett.

Dann schoss seine Zunge heraus und leckte einmal über die Spitze des Gliedes.

Der Liegende schrie erschrocken auf. Wovon sich Deimos aber nicht beirren ließ und seine Aufgabe weiterführte. Er strich die gesamte Länge entlang und nahm den anderen dann ganz in seinen Mund. Draco wusste nicht, was zu tun war.

Einerseits waren das wunderbare Gefühle, andererseits kannte er das nicht und hatte irgendwie Angst. Also versuchte er den Schwarzhaarigen von sich zu drücken, was ihm aber nicht gelang, da er aufstöhnen musste.

Deimos hatte eine Schluckbewegung gemacht.

Während die Linke nun noch zusätzlich die Brustwarzen des anderen reizten, war die rechte Hand zu den Hoden gewandert und massierte diese.

Vollkommen überrollt, ließ Draco nun alles mit sich machen und Deimos konnte fühlen, dass sich sein Freund entspannte und nun endlich zu genießen begann.

Und es dauerte auch nicht mehr lange, bis Draco dann mit einem Schrei über die Klippe sprang und sich in den Mund seines Verlobten ergoss. Erschöpft sank er in die Laken und atmete unregelmäßig. Deimos krabbelte wieder nach oben und legte sich neben den anderen.

„War es gut?", fragte er grinsend.

Ein graues Augen wurde geöffnet und sah ihn mit nebligem Blick an.

„Einfach unbeschreiblich", nuschelte er zurück.

„Können wir öfters machen, Drache", erklärte der Schwarzhaarige.

Er erhielt nur ein Nicken.

„Und wenn wir erst mal verheiratet sind, dann eröffnen sich uns noch ganz andere Dimensionen..."

Draco drehte sich auf die Seite und kuschelte sich an den anderen.

„Aber das dauert noch ein wenig."

Um ein Lachen zu verhindern, lächelte Deimos nur anzüglich.

„Na ja, ich würde nicht sagen, dass es noch lange bis zum nächsten Wochenende ist..."

„Hm, nein... das ist nicht mehr lange..."

„Ja, und dann sind wir verheiratet!"

„Mhm, dann sind wir verheiratet... – wir sind WAS!"

Schlagartig saß der Malfoy senkrecht.

„Du hast schon verstanden. Wir heiraten in ein paar Tagen."

Die graue Augen weiteten sich ungläubig.

„Warum weiß ich nichts davon?"

„Na ja, vielleicht, wegen eben dieser Reaktion? Es lässt sich auch nicht mehr aufhalten, Schatz. Aber, bevor du jetzt noch was sagst, lass mich ausreden."

Draco nickte zustimmend.

„Also, Liebling, sieh es mal so: Niemand wird dir mehr hinterher rennen, keiner mehr dich nerven, du wirst unter dem Schutz meiner Familie stehen, ich werde meine Schwankungen los und du deine.. UND, wir können so oft wir wollen, sagenhaften Sex haben!"

Der Blonde zog eine Augenbraue nach oben.

„Und was sind meine Vorteile?"

Deimos blies beleidigt die Wangen auf.

„Was soll das denn heißen! Findest du es nicht gut, mich zu heiraten?"

„Doch, aber es ist noch zu früh, meinst du nicht auch?"

Der Dunkelhaarige schüttelte den Kopf.

„Nein, ich denke nicht, dass es zu früh ist. Außerdem habe ich die Blicke von einigen Kerlen und Mädchen gesehen, die dich nur so ausziehen mit ihren Blicken! Und ich gebe dich nicht her. Wenn wir verheiratet sind, dann haben wir eine Verbindung, ich kann jederzeit herausfinden wo du bist und dir zu Hilfe kommen! Im Übrigen ekelt es mich an, wenn diese Wichte nur in deine Nähe kommen und dich allein gedanklich berühren! Ich könnte sie allesamt in der Luft zerreißen!"

Deimos hatte sich ziemlich in Rage geredet und seine Augen leuchteten gefährlich. Teile seines Körpers waren mit Schuppen überzogen und Flügel ragten aus seinem Rücken.

Draco sah das mit Bewunderung und Angst zugleich.

„Ich will dich schützen und lieben, mein Schatz", sprach Deimos sanft und strich die Wange des Blonden entlang.

„Ja, ich will dich auch lieben und schützen", antwortete der Malfoy und lächelte.

Das Aussehen des jungen Slytherin- Gryffindors normalisierte sich wieder und der Dunkelhaarige beugte sich nach vorne, um den anderen zu küssen.

„Sag, Liebling, willst du mich heiraten?"

Die Frage hatte keinerlei Zwang oder Forderung beinhaltet und Draco hatte verstanden, wieso es Deimos so wichtig war, dass sie schon jetzt heirateten.

„Ja!"

Lächelnd umarmte der Slytherin – Gryffindor seinen Verlobten.

„Weißt du, ich hatte nur solche Angst, weil ich dachte, wir müssten auch gleich Kinder haben... Dafür bin ich noch nicht bereit."

Deimos nickte verstehend.

„Ich möchte auch noch keine Kinder, Schatz. Dafür haben wir noch viel Zeit, also zerbrich dir nicht den Kopf."

Glücklich, dass sie endlich dieses Problem aus der Welt geschafft hatten, legten sie sich unter die Decke und kuschelten noch ein wenig, ehe sie dann in einen Schlaf glitten, in dem sie schöne Träume hatten...


Nja, diese kleine Szene zwischen Dray und Deim war nicht geplant... Aber langsam mussten sie halt n wenig näher kommen, gell?

Tja, wie fandet ihr es?

Bye, Psy-Puma