Huhu meine Lieben,

was lange wärt, könnte man fast schon sagen, oder? Na ja noch 2 weitere Kapitel und wir haben hier das Ende erreicht und ich hoffe ich depremiere nicht zuviele damit ;)

Eure Sora


Sie betraten die Winkelgasse und gingen ohne Umwege nach Gringotts, um ihre Galleonen gegen Euro einzutauschen. Harry hatte gerade seine Brieftasche mit den Scheinen aufgefüllt und sie wollten gehen, als der Kobold ihn zurück hielt.

"Mr. Potter, es geht noch einmal um die Bitte bezüglich der Verliese der Blacks", sagte das kleine Wesen. Harry sah etwas nervös zu Draco und wand sich dann an den Kobold.

"Können wir das nicht ein anderes Mal besprechen oder schicken sie mir eine Nachricht mit einer Eule", sagte er.

"Aber wir möchten nur wissen, welches Verließ wir überschreiben sollen an..."

"Was habe ich gerade gesagt? Ein anderes Mal bitte", sagte Harry brüsk. Der Kobold betrachtete ihn unfreundlich und schloss einfach seinen Schalter. Er war erleichtert, dass nichts heraus gekommen war. Nicht, daß es was schlechtes war, aber es war ihm unangenehm.

Bereits vor ein paar Jahren hatte Harry entdeckt, daß man ihm nach Lucius und Voldemort's Tod die Verliese der Malfoy's und auch die restlichen der Blacks, welche in Narcissa Malfoy's und Bellatrix Lestrange's Hände lagen, überschrieben hatte. Er hatte sie nicht gewollt und einen Großteil davon an Kriegsopfer und deren Familien verteilt. Noch immer hatte er soviel Gold, daß vermutlich Lily und ihre Urenkel noch im Geld schwimmen konnten.

Bei der Durchsuchung aller Verliese stellte er auch private Unterlagen und Dinge fest, wie alte Fotoalben, Familienschmuck und auch Briefe. Hierbei besonders in dem von Draco's Mutter. Wie er anhand einiger Briefe erkennen konnte, war dies das Erbe an Draco, sollte seine Mutter eines Tages nicht mehr sein. Also hatte er damals das herausgenommene Gold mit seinem eigenen ersetzt und das Verlies verschließen lassen. Der Beschluss es Draco, wenn er zurück kehrte zu geben, stand bei ihm schon immer fest. Sei es, daß er aus Feigheit davon gerannt oder ein Todesser geworden war, der Besitz stand ihm zu.

Die Räume der Malfoy's dagegen hatte er schnell zusammen mit Bill und einem seiner Teams leeren müssen. Schwarzmagische Bücher und Gegenstände waren zu Hunderten gestapelt. Nebenbei wurden auch Erbstücke anderer Familien wieder entdeckt. Harry selbst fand die Eheringe seiner Eltern zusammen mit weiterem Familienschmuck in einer alten Truhe. In ihr waren ebenso alte Briefe und Fotos. Ein unheimlich wertvoller Schatz für ihn war es gewesen und er hatte weinend über die liebevollen Briefe seiner Eltern gesessen, die Ringe stundenlang betrachtet und einige Fotos bei sich im Turm auf gehangen. Was noch interessanter war, war ein Familienstammbuch, welches Hunderte von Potter's anzeigte. Scheinbar hatte Lucius ein Vergnügen daran gehabt Opfern private und wertvolle Dinge abzunehmen.

Es gab einen großen Bericht damals von der Bergung der Gegenstände und die Rückgabe an viele Familien. Später durchsuchte man auch Malfoy Manor von oben bis unten und entdeckte in versteckten Kammern noch mehr. Das Haus wurde von allen Flüchen und verstecken bereinigt und war heute Kinderheim, welches von Harry großzügig unterstützt wurde.

"Daddy, du träumst', sagte Lily und holte ihn in die Wirklichkeit zurück. Mit Muggelverkehrsmitteln, was Draco störte, reisten sie in den Londoner Zoo. Viele Personen sammelten sich vor der Kasse, was Harry nicht verdenken konnte. Für Mitte Herbst, war es noch sehr schönes Wetter.

"Du hast die Black Verliese?" Fragte Draco neben ihm.

"Einige, ja."

"Wie kommst du daran? Ich dachte, man hätte den Inhalt an wohltätige Zwecke verteilt", sagte Draco.

"Sirius Black war mein Pate und vererbte mir seinen Teil", sagte Harry. Es war keine Lüge, aber er verschwieg, daß ihm auch alle anderen gehörten.

"Black, der Mörder?" Fragte Draco entsetzt und ließ Harry ihn anblitzen.

"Er war kein Mörder, nur damit du es weißt. Petegrew war der Geheimnisverwahrer und Mörder. Sirius wurde nach dem Krieg von jeglicher Schuld frei gesprochen." Er erzählte Draco natürlich nicht, daß er Fudge dazu gezwungen hatte.

"Konnte ich ja nicht wissen", erwiderte Draco auf Harrys Ausbruch hin.

Wenig später bezahlten sie den Eintritt und liefen durch die Anlage. Immer wieder blieb Lily stehen und beobachtete erfreut die Tiere. Beide Väter mussten ihr die Schilder an den Gehegen vorlesen und sie ab und zu hochheben, so daß sie einen guten Einblick hatte.

"Papa, Daddy, kommt mal. Der sieht aus wie du, Dad", schrie sie einige Meter von ihnen entfernt. Eltern drehten sich zu dem Kind um und sahen wie sie auf ein übergroßes schwarzes Tier mit glänzendem Fell deutete. Harry lief rot an und lief zu ihr. Draco folgte langsam.

"Was habe ich dir vorher gesagt?" Fragte Harry leise und mit ruhiger Stimme. Er hatte sich vor ihr hin gekniet.

"Keine Erwähnung von Zauberei", flüsterte sie zurück. "Aber das habe ich auch nicht." "Süße, Muggel können sich nicht in Tiere verwandeln", erklärte er ruhig.

"Oh", sagte sie und ließ den Kopf hängen. "Tut mir leid, Daddy."

"Schon gut, aber passe etwas besser auf, ja?" Sie nickte und umarmte ihn dann. Er hob sie mit hoch, als er aufstand und ging näher an das Gehege.

"Hab doch recht gehabt, oder", flüsterte sie und zeigte auf das Tier. Draco stand neben ihnen und folgte ihrem Finger.

"Mmh, musst du wohl, denn ich habe mich dabei noch nie angesehen", gab er zurück.

"Animagi?" Fragte Draco und betrachtete den stolzen Panther.

"Ich wurde auf alles vorbereitet beim Training für den Endkampf. Minerva bestand darauf und ich war ihr dankbar dafür. Dennoch hätte ich nie auf diese Form getippt", antwortete Harry. Der Panther kam näher auf sie zu und richtete seine tiefschwarzen Augen auf sie.

"Doch nicht wie Daddy", sagte die Kleine enttäuscht.

"Wieso nicht, Baby?" Fragte Draco und sie streckte die Arme nach ihm aus, so daß er sie zu sich nahm.

"Dad hat ganz grüne Augen als Panther", meinte sie verschwörerisch. "Als ich noch kleiner war, bin ich dann immer auf ihm geritten und er hat mich danach abgeschleckt." Sie verzog ihre kleine Nase und sah zu ihrem Dad.

"Du hast so süß geschmeckt", sagte Harry und beugte sich vor, um ihre Wange mit einem feuchten Kuss zu bedenken. Schnell drehte sich das Mädchen fest und Harrys Lippen landeten auf Draco's. Ganz kurz nur hielt dieser Moment an, aber in Harry entbrannte ein Feuer. Dennoch löste er sich schnell von dem Blonden und versuchte entschuldigend in die entsetzten silbernen Augen zu sehen. Eine unangenehme Stille herrschte und wurde erst durch Lily unterbrochen, die wieder auf ihre Beine wollte. Sie selbst hatte erstaunlicherweise nichts vom Kuss bemerkt und zerrte sie nun weiter.

Die Spannung zwischen Harry und Draco legte sich auch den ganzen Tag nicht mehr. Beide waren froh, dass Lily zu sehr von den ganzen Eindrücken abgelenkt war und das seltsame Verhalten ihrer Eltern nicht bemerkte. Sie bewunderte die Löwen, sprach als kein Muggel in der nähe war mit den Schlangen, streichelte Ziegen und ließ sich von Affen ärgern. Zwischendurch nahmen sie Mittagessen im Zoo ein und reisten schließlich am Nachmittag zurück in die Winkelgasse.

Allerdings verließen sie diese noch vor dem Besuch in einem der Tiergeschäfte. Der Aufruhr war bei dem Anblick der Potters und des Malfoy sehr groß. Denn während am morgen kaum einer die Einkaufsstraße für Zauberer besuchte, so waren es doch jetzt um so einige. Es wusste noch nicht viele, dass Draco zurück gekehrt war und man sah ihr daher entsetzt, verängstigt aber auch mit verachtenden Blicken an. Es gab mehrere, die Draco 'zufällig' anrempelten, wobei auch fast Lily umgeworfen worden war. Harry war es bereits nach ein paar Minuten leid und er nahm seine Tochter hoch, mit der freien Hand ergriff er Draco's Arm und zerrte ihn zum Ausgang.

"Aber ich wollte mir doch die Tiere", begann Lily enttäuscht, als sie im Tropfenden Kessel standen. Harry bedeutete ihr ruhig zu sein und drückte sie in Draco's Arm, der etwas abwesend schien, und ging zum Tresen. Mit einer kleinen Schale an Flohpulver kam er wieder.

"Es tut mir leid Lils, aber wir machen das ein anderes Mal. Die Leute waren heute etwas verrückt drauf", versuchte Harry es ihr zu erklären und wand sich dann an Draco, der noch immer etwas erstarrt wirkte. "Nimmst du sie mit? Am besten der Kamin in Snapes Büro", sprach er weiter und reichte dem Blonden die Schale.

"Was? Ja... ja, natürlich", sagte er und griff etwas von dem feinen Pulver.

"Ich komme gleich nach, okay?" Harry drückte Lily einen Kuss auf die Stirn und sah zu, wie sie im Kamin verschwanden. Schließlich marschierte er sauer zurück in die Winkelgasse. Dort hatten sich neben den Personen, welche Harry und Draco 'verfolgt' hatten auch einige Reporter aufgefunden. Nachrichtenheischend interviewten sie einige Beobachter und 'Opfer'. Als man Harry erblickte rannte man schon fast auf ihn zu.

"Mr. Potter, stimmt es, dass Draco Malfoy wieder im Land ist?" "Hat er sie bedroht?"

"Wollte er ihr Kind entführen?"

"Haben sie eine heimliche Liebschaft, mit dem Sohn eines der blutrünstigsten Todesser?" schrieen alle gleichzeitig. Die Fragen machten Harry noch wütender und einige traten bereits ein paar Schritte zurück.

"Ihre Fragen und Annahmen sind wie immer Lächerlich. Ich fasse es nicht, daß sie den Tag von mir und meiner Tochter mit ihrem ungebührlichen Verhalten zerstören. Ist ihnen eigentlich klar, dass man sie fast überrannt hat?

Draco Malfoy ist keine Bedrohung für mich, meine Tochter oder irgend jemand anderes. Er ist ebenso wie so viele andere ein Kriegsopfer und erst recht nicht für die Taten seines Vaters verantwortlich. Und wenn sie schon ihre kleinen und verlogenen Artikel schreiben wollen. Erwähnen sie doch bitte, dass wenn noch einmal meine Tochter, oder ein Freund von mir, verletzt wird ich nicht damit zögere denjenigen zu verhexen.

Ich bin unendlich enttäuscht, wie einige Menschen sich hier verhalten. Von ihren Fragen ganz abgesehen. Einen schönen Tag noch", sagte Harry und verschwand wieder im tropfenden Kessel. Doch entschied er sich dann lieber für das apparieren. So konnte er wenigstens noch etwas Dampf beim Gehen ablassen, wenn er in Hogsmaede ankam. Scheinbar war genau das ein Fehler, denn am Eingang des großen Schlosses kam ihm seine aufgelöste Tochter entgegen. Er nahm sie auf seine Arme und spürte Tränen an seinem Hals hinunter laufen.

"Hey, wieso weinst du denn, Süße", fragte er sanft. Doch jemand anderes antwortete für sie.

"Potter, wo kommst du jetzt her? Sag mal, spinnst du so einfach zu verschwinden? Ich dachte, du kommst gleich nach. Wer weiß, was dir hätte passieren können. Wir haben uns verdammt noch mal Sorgen um dich gemacht", rief Draco sauer, als er auf die beiden zukam.

"Daddy, wo warst du?", rief ein Stimmchen an seinem Ohr.

"Schatz, ich musste nur noch was erledigen. Tut mir leid, wenn ich dir damit angst gemacht habe", sagte er und wiegte sie etwas in seinem Arm. Was natürlich bei einer Siebenjährigen nicht mehr so einfach war.

"Was denn?" Fragte sie weiter. Draco war inzwischen bei ihnen und sah abwartend zu Harry.

"Mit den bösen Leuten in der Winkelgasse sprechen. Ich möchte doch nicht, daß beim nächsten Mal wieder so etwas passiert", erwiderte er.

"Ach so", sie schniefte kurz und trocknete sich mit ihren beiden Händen die Wangen von den Tränen. "Was machen wir jetzt?"

"Lily, gehst du bitte kurz noch mal zu Severus", sagte Draco.

"Will nicht", sagte sie, kuschelte sich enger an Harry und gähnte auf. "Bei Daddy bleiben."

"Ich geh nicht weg, Süße. Dein Papa will mir bestimmt nur einen Vortrag halten, weil ich einfach weg war. Ich kann dich auch zu Hermine bringen", bot er ihr an. Begeistert nickte sie und ließ sich zu ihr bringen. Stumm folgte Draco Harry, bis sie schließlich in seinem Wohnzimmer standen.

"Bevor du los legst: Ja, es war falsch, daß ich einfach weg bin. Aber ich lasse so etwas nicht ungeschehen. Meine Tochter hätte von den Idioten nieder getrampelt werden können. Und ich sehe es auch nicht gerne, wenn Freunde von mir behandelt werden, wie du vorhin. Deshalb bin ich auch zurück. Mein Glück, oder wie auch immer du es nennen willst, ist, daß die Presse schon da war. Im vor hinein tut es mir schon leid, was sie morgen über dich ablassen werden, aber man kann nicht sagen, daß ich es nicht versucht habe. Und nun, mach mir deine Vorhaltungen, damit ich diesen furchtbaren Tag hinter mich gebracht habe", sagte Harry und ließ sich schwer auf sein Sofa fallen. Seine Ellbogen auf den Knien abgestützt und das Gesicht in den Händen wartete er au Draco's Worte.

"Ach, du hattest einen furchtbaren Tag? Was ist mit mir? Ich wurde aus dem Bett geworfen, dann küsst du mich, wir behandeln uns wie Luft und dann werde ich wie der letzte Dreck in der Winkelgasse behandelt. Du lässt mich mit Lily einfach zurück und wir hatten keine Ahnung wo du bist, oder was du gemacht hast. Als ich in den Tropfenden Kessel reiste, wusste keiner wo du hin bist. Hinzu kommt, dass du mich angelogen hast! Aber das ist ja nicht wichtig, oder?"

"Hör mal Draco, der Kuss tut mir leid. Es war ein Unfall, okay? Außerdem haben wir schon mehr als das gemacht. Ich habe dich auch nicht wie Luft behandelt, mir war das ganze nur peinlich und ich wusste nicht, was ich tun sollte. Das in der Winkelgasse ist nicht einmal ansatzweise Schuld und ich habe versucht diese dämliche und aufdringliche Meute in die Schranken zu weisen. Und was meinst du mit belogen? Ich lüge nicht, weil ich es nämlich nicht kann!" stellte Harry klar ohne aufzublicken.

"Ach ja, dann stimmt es etwa nicht, dass du die Malfoy und sämtliche Black-Verliese besitzt? Red dich nicht raus, Severus hat es mir vorhin gesagt", sagte Draco wütend.

"Draco, ich..."

"Und red mich nicht mit Vornamen an. Du hast die Besitztümer meiner Eltern. Es macht dir sicher Spaß zu wissen, dass mein ganzes Erbe in ihnen ist, nicht wahr? Ist dir klar, dass meine Mutter in ihrem Jahrelang für mich gesammelt hat? Dinge von besonderem wert, die ich zu meiner Hochzeit bekommen sollte. Aber wie ich höre, hast du sie alle aufgelöst. Dir ist vermutlich scheißegal, was mir das bedeutet, oder? Ist ja auch kein wunder, denn schließlich hast du nie eine Familie gehabt!" warf Draco ihn vor. "Und Lily nehme ich heute Nacht zu mir, du brauchst sie also nicht abzuholen." Das Portrait fiel lautstark zu und Harrys mit viel mühe aufgebaute Mauer krachte zusammen. Er hätte ihm sagen können, daß das Verlies für ihn bereit stand, der Schlüssel in seinem Schlafzimmer lag und sogar die Kobolde wussten, dass er es bekommen sollte, aber was hätte es genützt?

Er atmete tief durch, holte aus dem Schlafzimmer besagten Schlüssel und auch die Papiere dazu. Einige weitere Schreiben und Unterlagen legte er auch bei. Nur zu Draco würde er sie nicht bringen können. Statt dessen ging er zu Snape ins Büro. Dieser saß über einigen Pergament. Die schwarzen Augen glitzerten böse, als er aufblickte.

"Hast es mal wieder geschafft, nicht wahr Potter?"

"Ich will nur was für Dra... Malfoy abgeben. Ich stör sie nicht mehr lange", sagte Harry und legte den Umschlag und den Schlüssel auf den Schreibtisch, um dann sofort zu gehen.

„Was ist zwischen dir und Draco?"

"Fragen sie ihn, aber er wird ihnen nur erzählen, was für ein furchtbarer, egoistischer und wertloser Mensch ich bin und es nie was zwischen ihm und mir geben wird. Also, was bringt es? Besonders, da es doch das ist, was sie auch denken. James Potter, wiedergeboren als sein Sohn. Natürlich, wieso auch nicht. Die Ähnlichkeit habe ich ja schon, aber keine Angst ihr alle werdet bald eure Ruhe vor mir haben", sagte Harry und ließ einen geschockten Schulleiter zurück.

Harry wanderte ziellos durch das Schloss, über die Außenanlagen in Richtung verbotener Wald. Es war bereits dunkel draußen, aber im Wald war es tiefschwarz. Seinen Zauberstab für Licht nutzte er nicht, er wanderte einfach nur weiter.

tbc.


bis zum nächsten Mal...