Huhuuu,
wir befinden uns auf den letzten Metern bei den beiden Süssen... Kommen sie also zusammen oder wird Draco nun zum alleinerziehenden Daddy, da Harry verschwunden bzw. Selbstmord begangen hat? Hmm, die die mich kennen wissen, dass ich nur in meinen Oneshots meine Lieblinge sterben lasse ;)
Sora
"Draco, wo ist Harry", fragte Hermine als er seine Tochter abholen wollte. Er fand sie schlafend auf der Couch.
"In seinen Räumen nehme ich an", sagte Draco kühl und nahm Lily auf seine Arme.
"Was ist passiert?" Fragte sie sofort.
"Nichts was dich was angeht, Granger", erwiderte er und ging an ihr vorbei zu seinen Räumlichkeiten in den dritten Stock. Schritte waren die ganze Zeit hinter ihm und er wusste, daß Granger ihm folgen würde, bis sie eine Antwort erhielt. Nur kam sie nicht dazu, denn vor Draco's Portrait stand Severus und hielt ihm etwas entgegen.
"Draco, sag mir, daß du Potter nicht die Hölle heiß gemacht hast, wegen Cissa's Erbe", sagte er und rieb sich mit der anderen Hand den Nacken.
"Natürlich, meine Mutter hat jahrelang darin Geld vor meinem Vater versteckt, damit ich kein Todesser werde kann und auch Dinge, damit ich jederzeit ein neues Leben aufbauen kann, ohne etwas missen zu müssen', sagte Draco. Er betrat seine Räume und brachte Lily in ihr Zimmer. In seinem Wohnzimmer saßen nun Granger und Severus.
"Malfoy, du elendes Arschloch", begann Hermine und legte gleichzeitig einen Stillezauber über das Zimmer. "Wie bescheuert kann ein Mensch sein! Harry hat das Verlies dir schon vor vielen Jahren überschrieben. Die warten in Gringotts nur noch auf deine Unterschrift. Ich möchte gar nicht wissen, wie Harry es jetzt geht", sagte sie und wollte aus dem Zimmer stürmen.
"Ich glaube nicht, dass er in seinen Räumen ist, Ms. Granger", sagte Snape.
"Wie meinen sie das?" Fragte sie und blieb stehen.
"Ich habe die Dinge durchgesehen, welche er mir für Draco gegeben hat. Es ist Liliana's Geburtsurkunde, Unterlagen für ihr Sorgerecht, und ein beglaubigtes Schreiben, dass Draco der Vater ist. Madame Pomfrey hat es angefertigt. Hinzu kommen einige weitere schreiben über Harrys Finanzen und schließlich ein Testament", sagte der Mann.
"Nein", sagte Hermine und ging mit aller Wut auf Draco los. "Du Schwein, du bist an allem Schuld, wenn er sich was angetan hat, bringe ich dich um. Er liebt dich und du behandelst ihn wie den letzten Dreck. Er gibt dir alles, was er hat und lässt sich sogar von dir quälen." Ihre linke Faust traf seinen Kiefer und die Rechte in seine Magengrube. Aber Draco bemerkte kaum das Blut in seinem Mund oder den Schmerz in seinem Magen. Er sah nur hinter ihr her, wie sie rennend die Räume verließ.
„Draco, folge ihr und suche ihn", sagte Severus.
"Ich kann nicht', sagte er.
"Dray, du musst. Er ist Lilys Vater und er bedeutet dir so viel.
"Ja, schon. Aber ich bin nicht der Richtige", flüsterte der Blonde und bewegte sich noch immer nicht vom Platz.
"Er wird es verstehen und dich trotzdem lieben", sagte Severus und stupste ihn etwas an in Richtung Ausgang.
"Oh ja? Er weiß nicht wie abgefuckt ich bin."
"Ich glaube, er ist mindestens so abgefuckt wie du", erwiderte Snape und nutzt Draco's Wort mit gerümpfter Nase. "Und jetzt suche ihn, ich passe auf deine Tochter auf." Der Jüngere betrachtete seinen Paten zweifelnd, aber rannte schließlich los. Er wusste nicht, wo er suchen sollte, aber rannte schließlich vom dritten in den zweiten Stock, wo er glatt in Hermine rein lief. Bevor sie noch zu einem weiteren Schlag ausholen konnte oder Draco zur Schnecke, stoppte er sie.
"Ich weiß, dass ich ein Arsch bin und du kannst mich gerne später zusammen stauchen, aber lass uns vorher Harry finden. Entgegen deiner Meinung, liegt mir nämlich eine ganze Menge an ihm und es ist nicht wegen Lily", sagte Draco schnell. Es lag nicht an den Worten, die ihn so glaubhaft machten. Mehr an seinem Zustand. Aus seinem Mund war Blut herausgelaufen, was anfing zu trocknen, seine Haare waren zerwühlt und die Kleidung unordentlich. Aber was Hermine wirklich dazu brachte ihm zu glauben, waren die Augen, in denen Tränen glänzten.
"Später", sagte sie nur drohend und hielt ihm ein gefaltetes Pergament unter die Nase. "Das ist eine Karte von ganz Hogwarts und ich habe sie komplett durchsucht. Er ist nirgendwo."
"Karte, wie?"
"Erklärungen später! Auf jeden Fall weiß ich nicht wo er hin ist. Wir haben sogar die Kammer des Schreckens im letzten Schuljahr eingefügt, aber da ist er auch nicht. Entweder ist er von Hogsmaede appariert oder im verbotenen Wald", schlussfolgerte sie.
"Wenn er appariert ist, können wir nicht viel tun. Lass uns in den Wald gehen", sagte er und schon rannten sie los. Es war ein ebenso sinnloses unterfangen den verbotenen Wald zu durchsuchen und noch viel gefährlicher dazu. Draco hatte bereits als Kind viele Horrorgeschichten über ihn und die darin lebenden Monster gehört, aber im Moment war ihm das vollkommen egal. Alles was er wollte, war Harry zu finden.
"Es nützt nicht, Draco. Wir müssen uns trennen, dann schaffen wir mehr", sagte Hermine. Beide hielten ihre Zauberstäbe, die Licht spendeten, vor sich.
"Gut, wenn du ihn gefunden hast, lass grüne Funken in den Himmel. Oh, und rote, wenn du in Gefahr bist", sagte Draco und rannte geradeaus weiter. Er wollte und konnte keine zeit verschwenden.
Wie lange er schon unterwegs war, wusste er nicht. Ganz kurz nur blieb er stehen, um sich umzusehen. Er war sehr tief im Wald und wenn er ehrlich war, konnte er sich nicht vorstellen, wieder heraus zu finden. Ein grünes Licht, welches um einiges von ihm entfernt im Himmel auftauchte, nahm ihn gefangen und ließ ihn nach links laufen.
Seine Beine wurden schwerer und er zwang sich weiter zu laufen. Langsamer wurde er erst, als er Stimmen hörte.
"Du hast mir noch immer nicht erklärt wieso", hörte er Hermine sprechen.
"Ich habe doch gesagt, daß ich es nicht tun wollte", sagte Harry und klang verärgert. "Ich musste nur raus. Weg von allem, von ihm. Ich..."
"Und du lässt Lily zurück? Gibst einfach das Sorgerecht auf?", schrie die Frau. Draco ging näher und sah Harry auf einem umgefallenen Baum sitzen. Hermine stand mit den Händen in den Hüften vor ihm. Beide konnte er nur von der Seite erkennen.
"Ich lasse sie bei Draco, so einfach ist das. Was soll sie mit einem Vater wie mir. Ich bin seelisch am Ende und..."
"Ein Vater wie dir? Ein Vater, der sie abgöttisch liebt und alles für sie tut? Ein Vater, der sie zu einem wundervollen und klugen kleinen Mädchen erzogen hat. Du hast ihr eine so schöne Kindheit geschenkt, willst du das jetzt kaputt machen, indem du einfach abhaust?"
"Ich habe die Wahl, Hermine. Mit anzusehen, wie Draco mit ihr eine Familie schließt, sie liebt und mich über alles hasst und dann daran unterzugehen. Oder ich gehe." Draco hörte die Traurigkeit und Verzweiflung in seiner Stimme.
"Und wieso sitzt du dann hier und bist nicht gegangen?" Sie hatte sich vor ihn hingekniet und ihre Hände auf seine Wangen gelegt.
"Ich weiß nicht", gab er zu. Mit kleinen Schritten ging der Blonde näher und erst jetzt bemerkte ihn auch Hermine. Sie sah zu ihm und selbst in der Dunkelheit erkannte er die unausgesprochene Warnung in ihrem Blick. Ihr Hände lösten sich von Harry und sie erhob sich.
"Ich gehe ein paar Schritte und lass euch reden. Lass das Licht an, ich habe keine Lust auf eine weitere Suchaktion", sagte Hermine und verschwand hinter einigen Bäumen. Nur das leuchten Ihres Stabes deutete auf ihren Standort hin.
"Wieso hast du mich gesucht?" Fragte Harry. "Hast du nicht jetzt alles, was du wolltest? Deine Tochter, dein Geld und mein Verschwinden." Draco ging auf die Vorwurfsvollen Worte nicht ein und setzte sich zu ihm. Er hatte sich etwa vorgenommen und wollte sich nun nicht wegen einem Streit davon abbringen lassen.
"Nach unserem letzten Treffen in den Kerkern..."
"Was soll das, Malfoy. Ich spreche hier nicht von der Vergangenheit." Unterbrach ihn Harry.
"Lass es mich erklären, Harry. Alles erklären! Ich habe endlich den Mut dazu", sagte er. Sein Blick ruhte auf der Spitze seines Zauberstabs, die ein silbernes Licht abgab. Es blendete ihn und er ließ es erlöschen. Jedes Licht um sie beide herum war verschwunden und seufzend fing er ein weiteres Mal an zu erzählen.
"Nach unserem letzten Treffen in den Kerkern bin ich zurück in meine Räume. Meine wichtigsten Sachen waren bereits gepackt und wurden gerade nach und nach von Hauselfen an einen sicheren Ort gebracht. Meine Mutter und ich versuchten zu fliehen, nicht vor meinem Vater, sondern vor Voldemort. Mein Vater war kein liebevoller Mann, aber er hat seine Familie beschützt und als ich mich entschied, nicht vor einem Irren nieder zu knien, nahm er es hin. Er schlug ein verstecktest Haus in Frankreich vor und meine Mutter und ich machten uns bereit zu verschwinden.
Wie ich heute weiß, müssen sie etwas geahnt haben, denn statt dessen ich mit dem Portschlüssel in der Eingangshalle in dem Haus landete, befand ich mich in einem Keller, mehr einer Zelle gleich. Ich wusste, bis ich befreit wurde nicht, wo ich war. Es war ein altes Schloss Russland. Die ersten Tage und Nächte sah und hörte ich niemanden. Essen und Trinken bekam ich auch nicht in der Zeit.
Am vierten Tag kamen sie mit meiner Mutter. Todesser waren es, aber nicht irgendwelche. Mein Onkel Rodolphus, Nott und ein paar andere aus dem Inneren Kreis brachten sie. Sie drohte ihnen mit der Rache meines Vaters, aber das berührte sie nicht. Du wirst nun sicher denken, daß mein Vater sie auf uns gehetzt und verraten hat, aber das war nicht so. Es war ihre Form der Rache. Sie beneideten meinen Vater. Er war die rechte Hand Voldemort's und bekam alles, was er wollte. Man hat ihm wohl auch nachgesehen, daß ich mich nicht ihm anschloss. Wogegen andere zusehen mussten, wie ihre Kinder für den Verrat starben.
In den ersten Wochen verbrachten sie die Zeit, in der sie nicht für Voldemort arbeiteten damit, meine Mutter vor meinen Augen zu quälen. Ihre Haut wurde mit heißen Eisen verbrannt, mit nicht heilenden Wunden verflucht und man verge... vergewaltigte sie mehrmals. Von allem machten sie Bilder, aber mein Vater schritt nicht ein. Severus erklärte mir später, dass mein Vater nie davon erfahren hatte. Er hatte sich für andere unortbar gemacht. Andere Todesser kamen nicht an ihn, da er sich nur noch beim Dunklen Lord befand und mein Onkel und seine Verschworenen waren nicht so dumm, es ihm vor den Augen des Lords zu geben. Auch dachten sie, die Bilder und Briefe hätten ihn erreicht und er wäre nur ein ebenso kalter Bastard." Draco zitterte und spürte einen Arm um sich herum und es störte ihn kein bisschen. Es war eher beruhigend und half ihm weiter zu sprechen.
„Nach dem Tod seines Meisters und meines Vaters töteten sie meine Mutter. Aber nicht mit einem Avada Kedavra, nein. Sie fügten ihr Schnittwunden zu, nicht tief genug, um zu töten. Tief genug aber, daß sie blutete und blutete. Ihre Zelle, gegenüber meiner, schien nur so in Blut zu schwimmen. Das ausbluten ging ihnen nicht schnell genug und sie verlor immer wieder das Bewusstsein. Schließlich hielten sie sie mit Zaubersprüchen wach und schlitzten ihren Bauch auf. Ich vergesse bis heute nicht ihre Schreie." Er weinte und sein Kopf wurde an Harry's Brust gepresst.
"Du musst nicht weiter sprechen", sagte Harry leise und seine Hand strich kreisend über seinen Rücken.
"Doch, ich muss. Wenn ich es jetzt nicht tue, dann niemals und du musst alles von mir wissen", sagte Draco stur. "Als sie tot war, wollten sie auch mich beseitigen, aber mein Onkel hatte eine bessere Idee. Er war ein kranker Bastard und ich frage mich bis heute, wieso er meine Tante geheiratet hat. Wobei sich beide verdient haben. Er hat schon immer gefallen an mir gefunden und beschloss mich für seinen und den Spaß aller anderen zu benutzen."
"Er hat dich vergewaltigt", sagte Harry leise. "Und die anderen auch."
"Du kennst meinen Onkel schlecht. Ja, er hat mich vergewaltigt, aber die anderen nicht. Er fand, er hatte den Hauptpreis verdient und erzog mich mit Schlägen, Peitschen und Flüchen zu seiner Konkubine. Als das nicht viel brachte besorgte er sich ein Halsband, was meinen Willen stoppen würde und mich zu einer Puppe machte, die alles tat, was er verlangte.
Aber ich war auch den anderen zu Diensten. Seinen Freunden und später auch gute Kunden seines Geschäftes musste ich mit dem Mund befriedigen, oder mich von ihnen erniedrigen lassen. Ich tat alles ohne zu fragen oder zu zögern, aber innerlich weigerte ich mich dagegen. Nur war das Halsband zu stark. Irgendwann besorge sich mein Onkel jemand anderes und ließ mich links liegen. Man könnte jetzt denken, dass er mich an den nächsten weitergegeben hat. Aber wie gesagt, er war ein kranker Bastard und machte sich lieber daran mich zu zerstören. Er brachte mich in die Kerker und legte mich nackt auf einen Tisch, an dem er mich festband. Dann nahm er mir mein Halsband ab. Er wollte sehen wie ich mich wehre und schreien würde. Dann holte er einen Dolch und..." Draco brach ab. Harry strich ihm weiterhin über den Rücken und versuchte ein weiteres Mal ihn vom reden abzubringen, da er sehen konnte wie schwer es für Draco war. Aber ein weiteres Mal lehnte er ab.
"Mit einem manischen Grinsen beugte er sich über meine Mitte und ich dachte er würde mir einfach mein.., du weißt schon, abschneiden. Statt dessen aber begann er meine Oberschenkel und Hüften mit tiefen Schnitten zu versehen. Ich gab ihm nicht die Genugtuung zu schreien, aber ich musste mich schwer zurück halten. Dann holte er etwas aus seiner Tasche. Einen Beutel mit einem Pulver, welches er auf die Wunden verteilte. Die offenen Stellen brannten und verätzten die Haut. Es dauerte nicht lange und mir wurde schwarz vor Augen. Er muss mich immer wieder geweckt haben, aber meine weitere Erinnerung ist brüchig. Irgendwann hat er mich wohl einfach umgedreht und das gleiche mit der Rückseite gemacht. Er achtete darauf, daß nichts über dem Bund meiner Hose zu sehen war. Damit ich mich auch weiterhin, diesmal zusammen mit seinem Spielzeug, um seine Gäste kümmern konnte.
Ich hatte kein Zeitgefühl, wie lange ich dort war. Irgendwann, ich war in meiner Zelle und wartete einmal wieder darauf nach oben geholt zu werden, kam Severus. Seine Kleidung war mit Blut getränkt und sein Zauberstab war fest in seiner Hand. Erst dachte ich, er gehört zu den anderen, aber er öffnete die Zelle, befreite mich von dem Halsband und brachte mich von dort weg. Beim rausgehen sah ich die toten Körper von Rodolphus und vielen anderen. Selbst der Junge, den mein Onkel als meinen Ersatz genommen hatte war tot. Severus erzählte später, er wurde als Schutzschild benutzt."
"Snape hat sie alle umgebracht?" Fragte Harry geschockt.
"Ja", erwiderte Draco nur und war von Harry's Worten danach überrascht.
"Gut, denn sonst hätten sie meine Rache gespürt." Er hatte den Schwarzhaarigen noch nie mit so viel Hass und Wut erlebt. Draco nahm eine seiner Hände und drückte sie an seine Brust, bevor er weiter sprach.
"Severus wollte mich nach Hogwarts bringen, aber ich weigerte mich. Ich wollte niemanden mehr sehen. Also, brachte er mich in das Haus, was von Anfang an mein Zufluchtsort hätte sein sollen."
"Ich erinnere mich an den Tag, als Snape verschwand. Er bekam am frühen morgen eine Eule und rannte aus der halle direkt in mich hinein. Er befahl mir seinen Unterricht zu übernehmen und lief weiter. Er war vollkommen neben sich. Allein schon ich und Zaubertränke. Hermine hat es dann gemacht. Auf jeden Fall war Dumbiedore sauer, dass er zwei Wochen ohne Spur untergetaucht war", sagte Harry.
"Er blieb einige Zeit bei mir und kümmerte sich um mich, aber letztendlich wollte ich allein sein. Danach besuchte er mich jedes Wochenende, sorgte für Schlaf-, Heil- und alle anderen Tränke die ich brauchte. Ich zeigte ihm sogar meine Wunden, aber heilen konnte er sie nicht. Das Gewebe ist teilweise stark vernarbt und er kannte kein Mittel für die Heilung", sprach Draco weiter.
"Wieso bist du dann zurück gekommen. Verstehe mich nicht falsch, aber an deiner Stelle hätte ich mich nie wieder hierher begeben", sagte Harry und Draco hörte die Bewunderung in seiner Stimme. Was ihn seit langem wieder etwas stolz auf sich selbst machte.
"Severus. Mein Pate zwang mich. Er meinte, hier in Hogwarts wäre etwas, was es wert wäre zurück zu kehren", sagte er und musste etwas lächeln. Sein Pate hatte recht gehabt, nur sein eigener Mut fehlte immer.
"Lily."
"Nicht nur. Lily war sicher ein Zusatzgeschenk. Weißt du, wieso ich mich nicht Voldemort anschließen wollte?"
"Ich nehme an, weil du zu stolz bist. Außerdem ist er ein Halbblut wie ich auch", sagte Harry und zuckte mit den Schultern.
"Das sind nur kleine Gründe. Genauso wie die Vorstellung, daß er es nicht einmal schafft ein Kind zu besiegen", sagte Draco. "Aber das ist es nicht. Ich war... nein, bin verliebt. Er war der Grund. Nur war ich damals ziemlich dumm und einfältig. Als Erklärung für meine Ablehnung des Mais nahm ich die Gründe, die du schon genannt hattest. Richtig zu mir gekommen bin ich erst ein paar Tage vor meiner Abreise. Ich wollte es ihm sagen, doch dann entschied ich mich um. Es stand schon länger fest, daß ich bald verschwinden würde und wie ich die Person kannte, würde sie nach mir suchen. Aber das wäre nicht gegangen. Er hatte eine Aufgabe, also verletzte ich ihn an meinem letzten Worten so sehr mit meinen Worten." Harry's Körper war angespannt und leise murmelte er vor sich hin. Erst nach mehreren Malen verstand ihn Draco. "Nicht ich, nicht ich", sagte er wie ein Mantra immer wieder.
"Doch du", sagte Draco und nahm auch die andere Hand in seine.
"Aber du kannst dir doch denken, was ich für dich empfinde. Immer noch empfinde. Wieso hast du dann keinen Versuch gestartet?"
"Weil ich mich schäme, weil ich angst habe, weil ich ein Feigling bin und weil ich nicht gut genug für dich bin", erwiderte Draco.
"Aber..."
"Nicht aber. Harry, ich bin total entstellt und du Verdienst so viel mehr. Bis auf dir, Severus und Lily kann mich keiner anfassen, ohne daß mir übel wird oder ich vor angst wahnsinnig werde. Ich bekomme jetzt noch fast täglich Tränke, die mir helfen den Tag durchzustehen ohne in Depressionen zu verfallen. Meine Träume sind wirklich übel und ich bin mir sicher, daß ich die letzte Zeit keine hatte, weil mir Severus was ins Getränk schüttet."
"Draco, ich liebe dich", sagte Harry einfach. "Mir ist es egal, wie du aussiehst. Ich hab mich doch nicht darin verliebt. Mit schlechten Träumen und Depressionen kann auch ich mithalten. Aber mit dir zusammen wäre es vorbei und ich kümmere mich um dich. Zusammen mit Lily wären wir eine richtige Familie und nichts..."
"Harry, ich liebe dich auch, aber so einfach ist es nicht. Du weißt nicht, was du dir mit mir einhandelst. Du hast nicht einmal gesehen, wovon ich spreche", sagte Draco.
"Dann zeig sie mir, aber ich werde auch weiterhin darauf bestehen, daß du uns eine Chance gibst. Mir ist das egal. Es ist mir auch nicht einmal wichtig, ob du mit mir schlafen willst. Ich könnte mein restliches Leben ohne Sex verbringen, wenn du nur bei mir bist", sagte Harry entschieden.
"Ich... ich kann nicht", sagte Draco und stand auf. Er ließ das Licht seines Zauberstabes wieder aufleuchten und ging auf Hermine zu.
"Draco Malfoy, das tust du mir nicht an. Ich habe Jahre warten, beten und hoffen müssen, dass du das gleiche empfindest wie ich. Und dann lässt du ein paar lächerliche Narben zwischen uns kommen? Träum weiter, Malfoy", rief Harry hinterher und folgte ihm.
"Du verstehst das nicht!" schrie Draco ihn an. Beide ließen sich nicht von Hermine stören, bei welcher sie nun angekommen waren.
"Da gebe ich dir verdammt noch mal recht. Ich verstehe nicht, dass du die Chance sausen lässt mit jemanden zusammen den du vorgibst zu lieben", erwiderte Harry nicht weniger laut.
"Ich liebe dich, du Idiot, aber du hast keine Ahnung wovon ich rede. Willst du es wirklich sehen? Sehen, was er mir angetan hast? Denn ich weiß genau, daß du danach vor mir fliehen wirst, weil ich dich anwidere!"
"Ja, mach schon und ich beweise dir das Gegenteil", schrie Harry zurück. Hermine sah von einem zum anderen und ihre Augen wurden groß, als Draco seinen Gürtel löste und seine Jeans herunter ließ. Was Hermine dann sah, ließ ihr Tränen in die Augen treiben, der ehemalige Slytherin hatte ihnen beiden den Rücken zugewandt und legte seine rechte Pobacke frei. Für sie sah es aus, als hätte ein einige Teile des Fleisches davon und von den Schenkeln bis zu den Kniekehlen abgebissen. Die Haut war uneben und stark vernarbt. Sie selbst musste wegblicken, aber sah wieder hin, als Harry sich bewegte. Dieser kniete zu Überraschung aller anderen einfach nieder und gab einen Kuss auf die entstellte Haut. Dann zog er den erstarrten Draco zu sich herunter und drehte sein Gesicht zu sich.
"Denkst du, daß mich das stört? Und auch nichts anderes, was du mir zeigst, wird mich davon abbringen, dich zu lieben. Du bist meine große Liebe, ohne dich und Lily bin ich nichts und würde auch nicht leben können. Ich werde dich auf Händen tragen, dir die Welt und jeden Stern zu Füßen legen, wo auch immer du hin gehst, ich folge dir. Nur gib mir die Chance es alles zu beweisen", sagte Harry sanft.
"Aber sie sind so..."
"Na gut, für Bademode kannst du nicht Model stehen, aber wen stört es? Außer mir bekommt es keiner zu sehen, da du zu mir gehörst. Es geht mir nicht um dein Aussehen, obwohl ich mich in deinen Augen verlieren und ihnen keinen Wunsch abschlagen könnte", unterbrach ihn Harry.
"Kein Wunder, daß du dich bei Lily nicht durchsetzen kannst", sagte Draco und musste leicht lächeln.
"Also, was sagst du? Bilden Narbengesicht und Frettchen ein Paar? Bei einem Klassentreffen schocken wir alle. Pansy und die anderen Mädchen fallen in Ohnmacht", sagte Harry. Das brachte Draco zum Lachen.
"Du hast einen Knall, Potter", meinte Draco nur und nahm Harry einfach in die Arme als Antwort auf seine Frage.
"Ich bezweifle, daß es ein Schock wird", sagte Hermine und brachte beide Jungen dazu rot anzulaufen. Draco löste sich von seinem neuen Freund, stand auf und zog sich schnell wieder ordentlich an. Es war ihm peinlich, daß sie ihn so gesehen hatte.
"Was meinst du, Mia?"
"Na zumindest die meisten haben sich das schon zu Schulzeiten gewünscht. Die heißesten Jungs als Paar", sagte sie. "Aber da wir das ja nun geklärt haben, können wir endlich ins Schloss zurück? Ihr habt das in eurem Stadium von Liebeskrankheit vielleicht noch nicht erkannt, aber es ist schweinekalt und dunkel. Außerdem habe ich Hunger!" Damit stapfte sie voran. Draco rannte ihr schnell nach.
"Hermine, ich..." begann er.
"Du brauchst nichts zu sagen. Ja, ich habe es gesehen und ich bedauere, was auch immer du durchmachen musstest. Und Nein, ich werde kein Wort davon weitergeben. Es ist allein deine Angelegenheit, das jemanden zu zeigen. Allerdings ist Harry sehr besitzergreifend, also würde ich an deiner Stelle nicht bei jemand anderes die Hosen fallen lassen", sagte sie. Draco war ihr dankbar, daß sie es so locker nahm. Harry kam an seine andere Seite und wie automatisch fanden ihre Hände zueinander.
tbc.
bis zum letzten Kapitel dann...
