Das neue Kapitel ist da :)!

Tja, die Ausbeute an Reviews war sehr, sehr spärlich. Ein einziges. Nun, selbst für nur eine Leserin würde ich regelmäßig updaten (bzw. im Moment tu ich das sogar), aber ein paar mehr wären auch nicht schlecht. Ich hoffe, dass es dieses Mal besser wird!

Disclamer: Mir gehört nichts außer die Handlung. Die Figuren und die Orte gehören Joanne K. Rowling. Ich verdiene mit dieser Geschichte kein Geld!

Nun, viel Spaß bei...

Kapitel 4: Die Ankündigung

HERMINE:

An diesem Morgen hatte sich eine regelrechte Menschentraube vor dem schwarzen Brett gebildet. Ich quetschte mich zwischen den Schülern durch und las den Zettel, der über Nacht aufgehängt worden war.

Ankündigung

An alle Schüler und Schülerinnen der Schule Hogwarts für Hexerei und Zauberei:

Alle Schüler kommen am Anfang der Mittagspause bitte in die große Halle.

Dumbledore hat Ihnen allen etwas Wichtiges mitzuteilen.

Ich fragte mich, was Dumbledore uns mitteilen wollte. Es musste etwas ungeheuer Wichtiges sein, sonst würde der Schulleiter nie alle in die Große Halle rufen lassen.

Am Gryffindor-Tisch saßen schon Harry und Ron. Und Seamus erblickte ich weiter hinten. Mit Ginny. Gleich am Morgen ein kleiner Stich ins Herz. Ich setzte mich zu meinen besten Freunden und bemühte mich, nicht in die Richtung zu gucken, wo die Sonny Ginnys rotes Haar wie geschmolzenes Kupfer wirken ließ und Seamus sich angeregt mit ihr unterhielt und lachte.

„Hi!", begrüßte ich Ron und Harry.

„Hallo!", sagten die Beiden gleichzeitig.

„Na, wieder normal?", fragte Ron betont lässig.

„Ich bin immer normal!", fauchte ich schlecht gelaunt. Erst Seamus und Ginny turtelnd, dann auch noch Rons blöde Fragen, die sich eindeutig auf den gestrigen Tag bezogen.

„Jaaaah, gestern warst du wirklich ausgesprochen normaal! Wirklich!", sagte Ron mit einem Unterton in der Stimme, der mich wahnsinnig machte, weil er so schrecklich ironisch war.

„Bloß weil es dir so vorkam, als ob ich gestern anders als sonst..."

Mir? Nur mir soll das aufgefallen sein? Harry, war sie gestern normal oder nicht?"

Harry zuckte mit den Schultern. „Na ja..." Ron und ich starrten ihn beide beschwörend an, ganz nach dem Motto ´´Sei auf meiner Seite´´.

„Geht so...", sagte Harry, der Frage ausweichend.

„Siehst du!", rief Ron triumphierend. „Du warst nicht normal!"

„Ich war normal!"

„Warst du nicht!"

„Und ob!"

„Stimmt doch gar nicht!"

„Natürlich!"

„Nein!"

„Doch!"

„Worum geht es denn?", mischte sich jemand in den hitzigen Streit ein. Es war Ginny.

„Hermine benimmt sich komisch!", erklärte ihr Ron.

„Oh nein! Er redet Quatsch!"

„Tu ich nicht! Weißt du, Ginny, erst kommt sie gestern zu spät zum Unterricht. Ausgerechnet sie! Und dann auch noch zu Zaubertränke, obwohl sie genau weiß, dass sie sich damit Nachsitzen einhandelt! Und dann baggert sie Seamus an! Hermine baggert ihn an!"

Ich wurde rot und bereute es zum mindestens hunderten Mal, dass ich diesen verfluchten Satz gesagt hatte. „Mach dir nichts draus!", hallte er in meinem Kopf wieder. „Mach dir nichts draus!"

Ginny lachte. Es klang künstlich. Es sah unecht aus. Sie sah mir kurz in die Augen. Prüfend, wer nun die Wahrheit sagte. Ich wich ihrem Blick aus.

„Tschüß, bis nachher!", rief Ginny und rannte aus der Halle.

„Was hatte die denn?", fragte Ron verblüfft.

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Ich und Seamus, der, wie so oft Kaugummi kaute, saßen in der Bibliothek, einen großen Stapel Bücher zwischen uns und versuchten, etwas über unser Thema in Geschichte der Zauberei rauszufinden.

„Ich frage mich,", sagte Seamus plötzlich, „wer dieses Fach erfunden oder zumindestens darauf bestanden hat, dass es unterrichtet wird."

„Wieso?", fragte ich, halb neugierig, warum er das wissen wollte, halb misstrauisch, weil er vielleicht nur von unserem Projekt ablenken wollte.

„Weil es absolut todlangweilig ist."

„Findest du?" Meine Stimme klang in meinen Ohren ziemlich nervös. Ich meine, ich hatte das allererste Mal wirklich mit ihm geredet. Das war eine völlig neue Situation für mich.

„Du nicht?", entgegnete Seamus auf meine Frage.

„Nun, manchmal nicht. Also, bei Binns schon, aber einige Lehrer gestalten das sicher sehr interessant...", sagte ich unsicher.

„Wie du meinst!", sagte Seamus achselzuckend.

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Die Lehrer ließen uns vor der Mittagspause extra ein bisschen früher raus, damit wir auch wirklich rechtzeitig in der Großen Halle ankamen.

Als sich alle in der Halle versammelt hatten und unruhig, aber auch gespannt die Neuigkeiten von Dumbledore erwarteten, kamen auch die letzten Lehrer noch und setzten sich an ihren Tisch an einer Seite der Raumes. Auch Dumbledore trat ein. Er stellte sich hinter den Lehrertisch und begann zu sprechen. Sofort wurde es in der Halle ruhig.

„Hallo und willkommen zu einem Treffen der besonderen Art! Ich habe euch etwas Wichtiges mitzuteilen, was die ganze Schule betrifft. Schüler, so wie auch Lehrer. Eine Umstellung, die vielleicht für den ein oder anderen sehr ungewöhnlich ist. Ein Lehrer wird diese Schule verlassen."

Die Schüler begannen zu tuscheln.

„Ein Lehrer verlässt Hogwarts?", flüsterte ich Harry und Ron stirnrunzelnd zu, die mir gegenüber saßen.

„Hoffentlich ist es Snape!" Ron grinste.

„Au ja! Ohne Snape würde mir die Schule vielleicht sogar Spaß machen!", sagte Harry, ebenfalls von einem Ohr zum anderen grinsend.

Dumbledore erhob wieder sein Wort. „Professor Sinistra wird uns verlassen!"

Es wurde augenblicklich still in der Halle. So still, dass man sicher eine Stecknadel hätte fallen hören können.

„Professor Sinistra wollte euch zum Abschied eine Freude machen. Heute Abend findet eine Disco in dieser Halle statt."

Alle schienen sich ziemlich zu freuen und aus dem Häuschen zu sein, nur ich nicht. Partys waren nichts für mich. Ich konnte nicht tanzen und wollte es auch deshalb nicht unbedingt.

„Trotz der Freude darüber, sollten wir den Grund, warum diese Disco stattfindet, nicht vergessen. Bitte!"

Er wies mit der Hand auf die Astronomielehrerin, die aufstand und sich räusperte.

„Liebe Schülerinnen und Schüler! Ich danke Ihnen allen, dass ich solch wunderschönen Jahre in Hogwarts verbringen durfte. Es war mir eine Freude zu sehen, wie Sie sich ständig weiterentwickelt und dazugelernt haben und wie Sie sich gefreut haben über ein Ohnegleichen."

Parvarti, die direkt neben mir saß, schluchzte. Ihre Freundin Lavender hatte auch Tränen in den Augen.

„Ich werde diese Schule niemals vergessen. Danke an alle!", beendete Professor Sinistra ihre Rede.

Tosender Applaus brach los. Die Lehrerin selbst schien sich zusammenzureißen. Sie wollte anscheinend bei ihrem Abtritt keine Tränen zurücklassen, doch man sah, dass sie um ihre Fassung rang, als sie sich auf ihren Stuhl zurücksinken ließ.

„Ihr habt nun Zeit, euch für die Disco fertig zu machen. Die restlichen Schulstunden fallen aus.", sagte Dumbledore, als der Applaus langsam abklung.

Gejubel brach los.

Ich fragte mich, ob ich bei der Disco eigentlich dabei sein würde, denn ob Snape das Nachsitzen Nachsitzen sein lassen würde, da war ich mir nicht so sicher. Seamus anscheinend auch nicht. Er schaute mich unsicher über den Tisch hinweg an. Mir direkt in die Augen.

SEAMUS:

Heute hatte ich mir meinen Wecker extra früh gestellt. Ich hatte ihn verzaubert, so, dass er auch in Hogwarts funktionierte.

Es war 6°° Uhr, als er klingelte und mich aus einem blödsinnigen Traum riss, der von Hermine und Ginny und mir gehandelt hatte.

Ich ging sofort unter die Dusche. Das Wasser war eiskalt und ich schon nach wenigen Sekunden hellwach.

Als ich nach unten in den Gemeinschafstraum ging, nachdem ich angezogen war und mir schon die Zähne geputzt hatte, war noch keiner da. Der Zettel, der am schwarzen Brett hing, fiel mir sofort auf. Er war groß über alle anderen Mitteilungen gehängt worden.

Ankündigung

An alle Schüler und Schülerinnen der Schule Hogwarts für Hexerei und Zauberei:

Alle Schüler kommen am Anfang der Mittagspause bitte in die große Halle.

Dumbledore hat Ihnen allen etwas Wichtiges mitzuteilen.

Ich überlegte, was das sein sollte, was Dumbledore uns unbedingt mitteilen wollte. Vielleicht wollte er uns sagen, dass Snape den Wettbewerb Schüler-Ärgern gewonnen hatte. Vielleicht auch nicht.

Ich ließ mich in einen Sessel am warmen Kaminfeuer sinken und starrte vor mich hin. Da hörte ich Schritte, die die Treppe zum Mädchenschlafsaal runterkamen. Ginny erschien. Sie war ebenfalls schon bereit für die Schule, wenn man das Essen mal ausnahm.

„Hi!", begrüßte sie mich.

Sie kam zu mir rüber und hauchte mir einen Kuss auf die Wange. Positiv, positiv! Mich durchströmte ein Glücksgefühl. Irgendwie kam ich mir ein bisschen so vor, als hätte ich LSD genommen oder Kokain geschnupft. Ziemlich high. Dabei war es ´´nur´´ ein kleiner Kuss. Gehaucht, nur auf die Wange gehaucht.

„Hi!" Ich grinste sie an.

Ginny setzte sich mir gegenüber auf das Sofa.

„Wie geht's?", fragte sie.

„Gut! Ähm... und... und dir?"

„Oh, mir auch! Ja!"

Eine lange Pause entstand. Ich wusste nicht, was ich sagen sollte. Das LSD ließ nach. Ich wechselte wieder in den Normalzustand.

„Wollen wir schon mal essen gehen?" Das war eine gute Frage von mir.

„Okay!", stimmte Ginny zu.

Wir standen gemeinsam auf. Ginny miteiner fließenden Bewegung, ich wie ein alter Mann. Einen Wer-steht-am-elegantesten-und-anmutigsten-auf-Wettbewerb hätte sie sofort und auf der Stelle gewonnen. Und ich wäre Letzter geworden.

Sie schlüpfte als erstes durch das Porträtloch, dann kam ich. Gemeinsam gingen wir in die große Halle.

Das es noch früh am Morgen war, saßen nur vereinzelt Schüler an den Tischen. Ginny schritt voran, ich dackelte ihr hinterher, als wir uns einen Platz an dem langen Tisch der Gryffindors suchten und anfingen zu frühstücken.

„Könntest du mir mal bitte den Kürbissaft geben?", fragte ich ganz Gentleman-like. Ginny schaute mich mit einer Mischung aus Verwirrung, Ungläubigkeit und einem Kurz-vor-dem-Loslachen-Blick an. Reagierten Frauen immer so auf Gentlemen?

„Klar!", sagte sie schließlich und reichte mir den Krug rüber.

„Dankeschön!" Ich war wirklich sehr galant.

Ich griff nach dem Behälter. Ginnys Hand und meine Hand berührten sich. Es fühlte sich an, als hätte sie mir einen Stromschlag verpasst und es kam wie es kommen musste: Ich ließ den Kürbissaft fallen. Der Krug zersprang in Scherben, als er auf dem Boden zerschlug und der Kürbissaft ergoss sich auf den Fliesen. Das Wasser rann in die Ritzen, lief weiter, sammelte sich manchmal.

„Wollt ihr warten, bis es sich in der ganzen Halle verteilt hat oder warum sitzt ihr da wie Statuen?" Ron. Er sah verwundert von einem zum anderen.

Ginny zückte so schnell sie konnte ihren Zauberstab. Sie sah mich nicht an. „Ratzeputz!" Der Saft verschwand, genauso wie die Überreste des Kruges.

„S-sorry!", war meine Entschuldigung. Das klang irgendwie schon nicht mehr so edel.

„Macht nichts! Kann doch jedem mal passieren!", meinte Ginny und schaute mir in die Augen. Ich begann, in ihrem Blick zu versinken. Rons Schwester wandte sich aprubt wieder ihrem Frühstück zu und zerstörte den Zauber.

„Was machst du heute denn so?", fragte das schönste Mädchen der Welt kauend.

„Och, ich weiß noch nicht so recht..."

„Lust auf ´ne Partie Schach?"

„Du wirst verlieren!", sagte ich voraus.

„Oh nein, diesmal nicht." Sie lachte.

„Oh doch!"

„Mhmh!" Sie schüttelte mit dem Kopf. „No no no!"

Ginny und ich unterhielten uns gerade über das letzte Quidditchspiel, als es ein paar Plätze weiter laut wurde.

„Siehst du!", rief Ron triumphierend. „Du warst nicht normal!"

„Ich war normal!", schrie Hermine hitzig.

„Warst du nicht!"

„Und ob!"

„Stimmt doch gar nicht!"

„Natürlich!"

„Nein!"

„Doch!"

„Worum geht es denn?", mischte sich jemand in den hitzigen Streit ein. Es war Ginny. Ich hatte nicht bemerkt wie sie aufgestanden und zu ihrem streitenden Bruder und dessen Freundin hinübergegangen war.

„Hermine benimmt sich komisch!", meinte Ron auf ihre Frage.

Es wurde langsam ziemlich still in der Großen Halle. Es schienen sich immer mehr Leute für den Streit zu interessieren.

„Oh nein! Er redet Quatsch!" Fast schon klang es ein bisschen hysterisch, so wie Hermine das sagte. Besser gesagt: kreischte!

„Tu ich nicht! Weißt du, Ginny, erst kommt sie gestern zu spät zum Unterricht. Ausgerechnet sie! Und dann auch noch zu Zaubertränke, obwohl sie genau weiß, dass sie sich damit Nachsitzen einhandelt! Und dann baggert sie Seamus an! Hermine baggert ihn an!" Ron fuchtelte beim Reden mit den Händen in der Luft herum und gestikulierte wild, um seiner Schwester deutlich zu machen, wie wahr und wichtig das war.

Mir fiel ein was Hermine gesagt hatte. Urplötzlich. „Mach dir nichts draus!" Aber damit hatte sie mich doch nicht angeflirtet! Sie war ja schließlich nicht in mich verknallt. Aber komisch war es schon. Und Hermine wurde rot bei dieser Anschuldigung. Knallrot. Vielleicht hatte sie Zauberrouge auf den Wangen? Eben war sie doch noch nicht so rot gewesen!

Ginny lachte Ron aus, bevor sie mit einem „Tschüß, bis nachher!" abzwitscherte.

„Was hatte die denn?" Ron sah Harry verblüfft an.

Ich fragte mich das Gleiche. Das man seinen Bruder ein bisschen auslachte war ja wohl nicht der Rede wert!

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Hermine meinte heute in Geschichte der Zauberei, als wir in der Bibliothek saßen, sie finde, dass dieses Fach eigentlich gar nicht so langweilig sei, das würde an dem Lehrer liegen. Ob sie Recht hatte? Ich schaute sie gedankenverloren an. Ihre Wimpern waren wirklich schön. Fast noch schöner als Ginnys.

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„Was meinst du, will Dumbledore uns mitteilen?", fragte mich Dean.

Wir waren, wie alle Schüler, auf dem Weg in die Große Halle.

„Keine Ahnung! Vielleicht soll Du-weißt-schon-wer demnächst bei uns einziehen!"

„Oder seine Tochter!"

„Vielleicht lässt Dumbledore alle Quidditchspiele ausfallen!"

„Oder er will selber mitspielen!"

Wir brachen in Gelächter aus. Konnte man sich den Alten auf einem Besen vorstellen?

Doch der Schuldirektor wollte keine von unseren Vermutungen in Erfüllung gehen lassen.

„Hallo und willkommen zu einem Treffen der besonderen Art! Ich habe euch etwas Wichtiges mitzuteilen, was die ganze Schule betrifft. Schüler, so wie auch Lehrer. Eine Umstellung, die vielleicht für den ein oder anderen sehr ungewöhnlich ist. Ein Lehrer wird diese Schule verlassen."

„Wer könnte das sein?" Dean runzelte die Stirn.

Ich zuckte mit den Schultern. „Wer wohl? Snape hat gehört, dass Du-weißt-schon-wer nicht hier einzieht, also zieht er zu ihm!"

Dean grinste. „Alles klar!"

„Professor Sinistra wird uns verlassen!", sagte Dumbledore über das Getuschel hinweg. Und dann wurde es verdammt still. Auch Hermine war still. Ich hatte zufällig in ihre Richtung geschaut.

„Professor Sinistra wollte euch zum Anschied eine Freude machen. Heute Abend findet eine Disco in dieser Halle statt."

Da war mir klar, dass das meine Chance sein würde, um an Ginny ranzukommen. Das war ideal! Tanzen, trinken und dann knutschen! Ginny und ich würden nach dem heutigen Abend ein Paar sein! Soviel stand fest!

„Trotz der Freude darüber, sollten wir den Grund, warum diese Disco stattfindet, nicht vergessen. Bitte!"

Er wies mit der Hand auf die Astronomielehrerin, die aufstand und sich räusperte.

„Liebe Schülerinnen und Schüler! Ich danke Ihnen allen, dass ich solch wunderschönen Jahre in Hogwarts verbringen durfte. Es war mir eine Freude zu sehen, wie Sie sich ständig weiterentwickelt und dazugelernt haben und wie Sie sich gefreut haben, über ein Ohnegleichen."

Man hörte ein paar Schülerinnen schluchzen. Schülerinnen, selbstverständlich! Männer heulen sich über so was nicht die Augen aus!

„Ich werde diese Schule niemals vergessen. Danke an alle!", beendete Professor Sinistra ihre Rede.

„Bitte!", flüsterte ich.

Dean haute mir mitfühlend auf die Schulter. „Wenn du nicht Nachsitzen hättest, dann wärt ihr heute sicher zusammengekommen, du und Ginny!"

Nachsitzen! Das hatte ich total vergessen! Snape würde sicher nicht so großzügig sein und sagen: „Los, Kinderchen, hopp, hopp, auf zur Disco! Habt Spaß, so lange ihr könnt! Bücher sortieren ist stinklangweilig, geht tanzen!"

Ich warf einen Blick zu Hermine rüber. Die sah genauso aus, wie ich mich fühlte. Verwirrt, ratlos... auch sie schien nicht zu wissen, ob Snape uns den Spaß gönnen würde.