Nur ein Review??? Na gut, dann soll es so sein! Hier das nächste Kapitel! Und ein Review wäre nett...

Disclamer: Nichts gehört mir, außer die Handlung. Ich verdiene it dieser Geschichte kein Geld.

Kapitel 14: Hintergangen?!

HERMINE:

Wie betäubt ging ich zwischen den Tischen hindurch zu Seamus. Ich blieb vor ihm stehen. Anklagend hielt ich den Zettel in die Höhe und versuchte, mir nicht anmerken zu lassen, dass ich den Tränen nahe war.

Hi Dean! Tut mir Leid, dass ich Hermine dir vorgezogen habe, aber durch sie komm ich sicherlich schnell an eine gute Note! Gruß, Seamus!", las er vor. „Verdammt, woher hast du den?"

„Er ist Dean aus der Tasche gefallen!" Meine Stimme zitterte ziemlich offensichtlich. „Und ich habe dir wirklich geglaubt!" Nein, ich wollte nicht heulen, nicht jetzt, vor allen Leuten. Trotzdem spürte ich, wie meine Kehle sich immer mehr zuschnürte. Schon bahnte sich die erste Träne ihren Weg.

„Hermine, der Zettel ist schon etwas älter. Von der Zeit, als ich noch nicht in dich verliebt war. Es war diese Arbeit in Geschichte der Zauberei, nur darum ging's! Ich schwör's dir!"

„Ich pfeif auf deinen Schwur!", hörte ich meine Stimme. Schrill war sie.

Ein paar Leute begannen nun sich für uns zu interessieren, aber ich stürmte aus der Großen Halle in den Gemeinschaftsraum und warf mich dann auf mein Bett im Schlafsaal.

Ich hatte wirklich geglaubt, Seamus würde etwas für mich empfinden! Es war doch klar gewesen, dass er nicht in mich verliebt war. Ein Junge wie Seamus verliebte sich nicht in Streberin Hermine Granger, dafür gab es andere Gründe, wie eben gute Noten. Und ich hatte ihm tatsächlich ein paar Mal bei den Hausaufgaben geholfen, ich Idiotin!

Ich ging Seamus den restlichen Tag aus dem Weg, doch er versuchte mich ständig irgendwo abzufangen. Ich ging einfach an ihm vorbei und ignorierte ihn total.

Das Blöde war, dass ich ständig an ihn denken musste und er mich dadurch auch vom Unterricht ablenkte und ich nichts mehr mitbekam. Dass er mir auch noch so oft wie möglich Blicke zuwarf, verbesserte die ganze Situation nicht gerade.

Überhaupt: Alle wollten mir helfen. Die Katastrophe hatte sich rasend schnell rumgesprochen.

Harry fragte mich nach Verwandlung, ob er mir irgendwie helfen könne, Lavender meinte, ich solle nur zu ihr kommen, wenn ich darüber reden wollte. Parvarti war da direkter. Sie fragte: „Mensch, Hermine, jetzt erzähl doch mal! Du kannst dich ruhig bei mir ausheulen. Was genau ist los?" Ich ließ sie stehen. Neville sagte, ihm tue die ganze Sache Leid und sogar Ron schickte mir in Zauberkunst einen Zettel: Seamus ist ein Arloch! Gib dir keine Schuld, Hermine!

Es schien keiner zu kapieren, dass sie mich nur alle in Ruhe lassen sollten. Stattdessen machten sie Seamus zum Buh-Mann des Tages, was ich wiederum nicht wollte. Einerseits war es mir selber peinlich, andererseits fing er an, mir Leid zu tun, weil ich natürlich immer noch in ihn verliebt war.

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Ginny setzte sich beim Abendessen neben mich. „Hermine, warum bist du dir so sicher, dass er lügt?"

„Beweise, Ginny! Wegen der Beweise, die total eindeutig sind!" Ich spürte, wie mir wieder die Tränen kamen.

„Was für Fakten?", fragte Ginny mich. „Meinst du den Zettel? Seamus sagt, er habe ihn geschrieben, als ihr mit dem Aufsatz in Geschichte der Zauberei angefangen habt und dass ist nun wirklich schon eine Ewigkeit her. Seit dem ist viel passiert!"

„Aber wer bewahrt einen Zettel so lange auf?"

„Wahrscheinlich hat Dean ihn in die Tasche gesteckt und ihn da vergessen."

„Sicher!", sagte ich sarkastisch.

„Warum vertraust du ihm nicht einfach?"

„Weil... weil..." Ja, warum eigentlich nicht? War es nicht genau das, was ich vor kurzem zu Ron gesagt hatte? „Ron, eine Beziehung sollte aus Vertrauen bestehen, aber du... du vertraust mir kein Stück!" Ich vertraute Seamus anscheinend auch kein Stück. Ich war genau so wie Ron!

„Ich sage es dir! Du vertraust Seamus nicht, weil ihr noch nicht so lange zusammen seid und weil es einfacher ist zu misstrauen, als zu vertrauen!"

„Hermine, Hermine!", hörte ich plötzlich eine atemlose Stimme neben mir. Colin Creevey stand neben mir und fuchtelte aufgeregt mit seiner Kamera in der Luft herum. „Es gibt eine Prügelei! Seamus und Dean hauen sich deinetwegen die Köpfe ein, komm schnell!"

„Was?" Entsetzt starrte ich Colin an, der ungeduldig an meinem Ärmel zerrte. Ich sprang auf und zusammen stürmten wir, Ginny, Colin und ich, in die Eingangshalle, wo ein großer Tumult herrschte.

Einige schrien: „Seamus, Seamus!", wiederum andere brüllten: „Dean, Dean!" Und wieder andere riefen nur: „Kämpfen, kämpfen!" Oder: „Go! Go! Go!"

Ich bahnte mir einen Weg durch die Masse und war ausnahmsweise nicht die brave Hermine Granger, die alle kannten. Ich drängelte mich ohne Rücksicht auf irgendwelche Leute zu den Streithähnen vor.

Es waren tatsächlich Seamus und Dean, die sich da, ganz nach Muggelart, auf dem Boden rumwälzten. Fassungslos starrte ich auf die beiden Jungen, als Parvarti, die neben mir stand, mich von der Seite anquatschte: „Beeindruckend, nicht? Ich würde mich so geehrt fühlen, wenn man mal um mich so kämpfen würde!"

„Was?", fragte ich ziemlich entgeistert. Ich wollte nicht, dass sich irgendjemand wegen mir eine gebrochene Nase holte! „Ich meine: Was ist überhaupt passiert?"

Aber Lavender hörte mir nicht mehr zu, sondern klatschte begeistert im Takt mit.

Ich musste etwas tun, sofort! Ich konnte unmöglich zulassen, dass die Prügelei weiterging, schon gar nicht, wenn es dabei um mich ging.

Ich stürzte mich zwischen die beiden. „STOPP! AUFHÖREN!", schrie ich.

Plötzlich war es ganz still. Dean und Seamus sahen mich beide atemlos an. Langsam rappelten sie sich auf. Feindselig sahen sie sich an, dann holte Dean aus und schlug Seamus mit der Faust ins Gesicht. Seamus Nase fing sofort an zu bluten. „Scheiße!", fluchte er. „Verdammt, Dean!"

Alle starrten uns an, gespannt, was nun passieren würde. Würde sich Seamus auf Dean stürzen? Ihm einen Fluch aufhalsen? Würde Dean jetzt stehen bleiben oder wegrennen? Was würde Hermine tun? Man sah die Fragen förmlich in ihren Gesichtern.

Ich tat nichts von alldem, sondern nahm die beiden Jungs unsanft am Ärmel und zog sie aus dem Kreis der Schaulustigen. Ron, Harry und Ginny halfen mir und zusammen brachten wir die Jungs in den Krankenflügel.

SEAMUS:

Sie stand vor mir und ich sah, wie ihre Unterlippe zitterte. Was war bloß los?

Einen Zettel hielt sie mir unter die Nase. Ungläubig las ich: „Hi Dean! Tut mir Leid, dass ich Hermine dir vorgezogen habe, aber durch sie komm ich sicherlich schnell an eine gute Note! Gruß, Seamus! Verdammt, woher hast du den?"

Das war der Zettel, den ich Dean geschrieben hatte: Am ersten Tag, als das Geschichte der Zauberei-Projekt begann und ich nur mit Hermine Granger zusammen arbeiten wollte, um eine gute Note zu bekommen. Aber... Hermine dachte doch nicht wirklich, ich wollte sie nur ausnutzen, oder? Anscheinend schon, den sie antwortete mit zittriger Stimme: „Er ist Dean aus der Tasche gefallen! Und ich habe dir wirklich geglaubt!"

„Hermine, der Zettel ist schon etwas älter. Von der Zeit, als ich noch nicht in dich verliebt war. Es war diese Arbeit in Geschichte der Zauberei, nur darum ging's! Ich schwör's dir!", erklärte ich ihr, aber sie glaubte mir nicht.

„Ich pfeif auf deinen Schwur!", schrie sie und dann ließ sie mich einfach stehen. Sie drehte sich um und rannte davon. Alle Leute in der unmittelbaren Umgebung starrten mich an. Einige neugierig, andere wütend oder amüsiert. Für sie war ich der Idiot, der die Streberin Granger ausgenutzt hatte. Selbst wenn es nicht wahr war.

„Was glotzt ihr denn so?", fauchte ich, bevor ich mich wieder dem Essen zuwandte. Das war ja wirklich super gelaufen! Ich musste dringend mit Dean über die Sache reden.

Ich fand ihn nicht, bevor der Unterricht wieder anfing. Dann musste ich eben danach mit ihm sprechen! Er würde mich sicherlich verstehen. Und mir glauben, schließlich war er mein bester Freund!

Für die Anderen war ich allerdings der absolute Superloser. Erst jetzt stellte sich heraus, dass fast alle Hermine Granger mochten, selbst, wenn sie sie oft als Streberin bezeichneten, denn ständig bekam ich von der Seite böse Blicke her zugeworfen und einige beleidigende Briefe, mit Wörtern, die ich hier lieber nicht nenne. Ich bin immer noch Seamus, der Gentleman!

Aber all das bemerkte ich nur am Rande, meistens dachte ich an Hermine und warf ihr die ganze Zeit Blicke zu. Sie ignorierte mich. Sobald ich sie nach einer Stunde zu fassen bekam, rannte sie mir gleich wieder weg. Es war schrecklich! Ich kannte dieses Gefühl gar nicht: Ich glaube, es war wirklich Liebeskummer, aber das konnte ich gar nicht so genau sagen. Ich hatte vorher noch nie Liebeskummer gehabt.

Kurz vor dem Abendessen sah ich Dean in der Eingangshalle an einer Säule lehnen. Ich ging zu ihm hinüber.

„Hi!", begrüßte ich ihn.

„Hallo!", sagte er.

„Ich nehme an, du hast die Geschichte auch schon gehört?", seufzte ich.

„Die Geschichte von dir und Hermine? Du hättest sie angeblich ausgenutzt?"

„Genau die!"

„Und?"

„Was und?", blaffte ich ihn an.

„Stimmt sie?"

„Natürlich nicht! Wirklich nicht! Ich glaube, sie ist das einzige Mädchen, in dass ich mich jemals wirklich verliebt habe.", fügte ich noch leise hinzu. Ich hasste es, über Gefühle zu reden. Ich war ein Junge, mann!

„Das einzige Mädchen, über dass du deinen Freund ganz vergessen hast..."

„Bitte?" Verdutzt schaute ich ihn an. Er starrte zurück. „Bist du etwa eifersüchtig?", fragte ich ihn.

„Quatsch! Aber es ist doch immer so: Du kriegst immer ein Mädchen ab und ich nie eins!"

„W-Was? Dean, was redest du da für einen Schwachsinn?", fragte ich völlig verblüfft. Super, überall gab es lauter Eifersuchtsdramen, aber so eines? Der beste Freund ist eifersüchtig, weil sein Freund sich ständig mit der Freundin trifft? Das war doch kindisch! Obwohl... Ich hatte mich wirklich nur mit Hermine beschäftigt. Ich... Ich hatte Dean ganz vergessen, dachte ich kleinlaut.

„Ich rede keinen Schwachsinn!", meinte Dean. „Es ist die Wahrheit! Forsch doch mal in deinem unterbelichteten Hirn herum!"

Ich war sprachlos. Völlig sprachlos. Mein angeblich bester Freund beschimpfte mich, weil er eifersüchtig war! Moment mal! Richtig, das war es! Mir fiel es wie Schuppen von den Augen. „Du hast den Zettel nicht unabsichtlich verloren, stimmt's?"

„Und wenn es so wäre?"

„Sag mir, dass das nicht wahr ist! Du bist doch mein Freund!"

„Wäre ich das, hättest du mich garantiert nicht so schnell vergessen. Außerdem hast du mich ja ersetzt gekriegt: Hermine ist zwar ein Mädchen, aber mit ihr kann man nicht nur reden, sondern auch rumknutschen!"

Blind vor Wut stürzte ich mich auf ihn. Dieser Bastard! An meinen Zauberstab, mit dem ich ihn hätte verfluchen können, dachte ich in diesem Moment überhaupt nicht.

Wir lieferten uns einer wilden Prügelei. Nur am Rande bekam ich mit, wie sich immer mehr Zuschauer um uns herum versammelten und irgendwelche Sachen riefen und klatschten. Ich nahm an, dass die meisten auch unseren Streit, der ja auch immer lauter geworden war, mitverfolgt hatten.

Es wurde immer hitziger und Dean und ich hätten uns sicherlich noch ernsthaft gegenseitig verletzt, als ich plötzlich einen Schatten auf uns zukommen sah und eine Stimme hörte, klar und deutlich über die ganzen Rufe hinweg: „STOPP! AUFHÖREN!"

Mit einem Mal war es totenstill. Ich war völlig außer Atem und mir sicher, dass ich wie ein Trottel aussah wie ich so auf dem Boden lag und zu Hermine emporstarrte.

Langsam setzte ich mich auf. Ich hatte Kopfschmerzen, mann-oh-mann!

Ich guckte zu Dean hinüber, der mich ebenfalls feindselig anstarrte. Und ohne Vorwarnung schlug er mir ins Gesicht. Blut quoll aus meiner Nase. „Scheiße!", fluchte ich. „Verdammt, Dean!"

Er war doch mein Freund! Konnte Eifersucht einen so zu Grunde richten? Dass man sogar solche Aktionen unternahm? Wahrscheinlich schon, davon hatte ich eigentlich, wenn ich es Recht überlegte, auch nicht so viel Ahnung.

Ich spürte, wie mich jemand unsanft packte und wurde sogleich auch aus dem Kreis der Schaulustigen hinausgezogen. Ich roch Hermines Duft neben mir, sah Dean und Ron und Harry und Ginny. Sie brachten uns zu Madame Pomfrey.