Fade to black
Disclaimer: Alles gehört J.K.Rowling, wie sicher alle wissen. Nur die Figuren die ich erfunden hab gehören mir und den Rest kennt ihr ja ;)
Und direkt das erste Kapitel hinterher
Viel Spaß!
1. Beginn eines Neuen Lebens
„Ha, na komm schon Bella, das kannst du doch besser oder?", spottete Sirius ehe ihn der Rote Lichtstrahl mitten auf der Brust traf. Dann fiel er hinten über in den Vorhang, das Gesicht hatte einen leichten Ausdruck der Überraschung angenommen.
Bellatrix Lestrange lachte, ehe sie sich verwandelte. Eine bleiche Gestalt mit glühend roten Augen starrte ihn an.
„Nun Harry Potter, du hast mich zu oft geärgert. Nun stirb. Avaada Kedavra!"
Ein schrilles Sirren und ein blendend grünes Licht, gefolgt von einem hohen und kalten Lachen...
Harry Potter fuhr aus seinem unruhigen Schlaf.
Wieder ein Alptraum. Schon wieder.
Seid er gestern aus Hogwarts in den Ligusterweg zurückgekehrt war, war er wieder in einen tiefen Zustand der Trauer zurückgefallen.
Es war leicht den starken zu spielen wenn seine Freunde ihn beobachteten. Es war leicht all das für einen Augenblick zu verdrängen wenn er nur nicht mehr die Sorge in den Gesichtern seiner Freunde sehen musste.
Doch nun war er wieder hier. Dort wo man sich nur darum sorgte das etwas von seinen Magischen Kräften bekannt wurde. Dort wo man ihn nicht als ein fühlendes Wesen sondern als etwas anormales, etwas abartiges betrachtete.
Hier in dieser Abgeschiedenheit konnte er wieder seinen Gedanken nachhängen. Und sie hielten viel Trauer und Selbstvorwürfe für ihn bereit.
Es war für die anderen leicht gewesen tröstende Worte zu geben.
„Es ist nicht deine Schuld Harry.", hatte Hermine gesagt. „Mach dir keine Selbstvorwürfe."
Sie hatten leicht Reden. Sie waren nicht auf die Illusion von Voldemort hereingefallen. Hätte er doch nur Okkulumentik gelernt wie sie es von ihm verlangt hatten. Hätte er doch nur auf die anderen gehört anstatt sich allem zu widersetzen weil er glaubte er allein hätte die Weisheit das Böse zu bezwingen.
Wie dem auch sei, er bezweifelte das es etwas bringen würde hier herumzusitzen und Trübsal zu blasen. Da konnte er genauso gut aufstehen.
Ein blick auf seinen Wecker sagte ihm das es bereits halb neun war. Also würde es schon etwas zum Frühstück geben.
Er lies das Rollo seines Fensters hinauf und Sonnenlicht flutete den Raum.
Er war noch nicht lange genug hier um ein Chaos anzurichten, so das es noch relativ ordentlich aussah.
Er begab sich zu seinem Schrank in dem er alle seine Muggelkleider hortete. Sie waren von seinen ehemals fetten Cousin Dudley, so das sie ihm um einige Nummern zu weit waren, aber es war alles was er an Muggelkleidung besaß, daher hatte er keine Wahl. Auch wenn er sich selbst als Modischen Kapitalverbrecher an die Polizei ausliefern wollte wenn er diese Sachen trug.
Außerdem stellte er nach einem langen Prüfenden Blick in den Spiegel fest, dass er immer noch zu dürr und zu klein für sein alter war.
Zwar war nun der Babyspeck aus seinen Zügen verschwunden und offenbarten einen ziemlich attraktiven sechzehnjährigen, aber mit seinen Furchterregenden ein Meter und siebzig war er immer noch ein Gnom.
Außerdem könnte er sich verstecken wenn er sich Seitwärts neben seinen Besen stellte.
Na gut, so schlimm war es dann doch nicht.
Die gute Küche in Hogwarts hatte dafür gesorgt das er nicht gerade abgemagert wirkte, aber ein paar Wochen in der Liebevollen Obhut der Dursleys würden ihn wieder aussehen lassen als käme er aus einem Entwicklungsland.
Und diese Unförmige ewig geflickte Brille gehörte ebenfalls auf die Liste modischer Todsünden.
Das Problem war, das er eben nur Zauberergold besaß. Doch was er benötigte konnte er nur in der Muggelwelt erwerben.
Selbst wenn er etwas von seinem Gold wechseln könnte, würde er dennoch weder einen Optiker, noch ein Bekleidungsgeschäft erreichen können.
Harry drängte seine Gedanken in den Hintergrund, als er hörte wie sein Cousin das Zimmer verließ und sich nach unten in die Küche begab.
Er würde wohl mit diesen Umständen leben müssen.
Also begab er sich mit seiner Second hand Kleidung hinunter zum Frühstück.
In der Küche bot sich ihm ein noch leicht ungewohnter Anblick.
Seine Tante Petunia stand wie immer am Herd und bereitete das Frühstück. Sie sah noch immer so aus wie im letzten Jahr. Dünn und zuviel Hals und, na ja wie Tante Petunia nun mal aussah.
Sein Onkel hatte sich auch nicht verändert. Und wie üblich saß er hinter der Zeitung vergraben und Schlürfte seinen Kaffee.
Doch sein Cousin Dudley hatte sich stark verändert.
Früher war er einfach fett gewesen. Doch strenge Diät und ein mörderisches Training hatten diese beträchtliche masse an fett in Muskeln umgewandelt.
Nun wirkte er wie ein Bulldozer mit kantigem Gesicht und Borstenschnitt.
Wenn Harry richtig gehört hatte, war er nun zweimaliger Jugendmeister im Boxen geworden, was bei dieser Furchterregenden Gestalt nicht verwunderlich war.
Wortlos schlenderte Harry zu seinem Platz am Tisch und nahm sich etwas Toast und Schinken, den auch Dudley wieder essen durfte.
Niemand beachtete ihn. Die Drohung des Phönixordens waren wohl noch zu frisch, so das sie sich wohl noch nicht trauten.
Sie saßen schweigend beim Frühstück, das Harry schnell beendete.
Doch ehe er sich vom Tisch erheben konnte knurrte sein Onkel ohne von seiner Zeitung aufzusehen: „Da ist ein Brief für dich gekommen Bursche. Auf der Kommode in der Diele!"
Es war das erste mal seid er zurückgekehrt war, das Vernon ihn ansprach.
Ohne etwas zu erwidern räumte er sein Geschirr weg und verließ die Küche.
Er fischte den offiziell wirkenden Brief von der Kommode und kehrte in sein Zimmer zurück. Erst hier sah er sich den Umschlag in Ruhe an.
Er wirkte wie ein normaler Muggelbrief, ordentlich adressiert und mit nur Einer Briefmarke.
Lächelnd erinnerte er sich an einen Brief den die Weasleys einmal geschickt hatten. Er war über und über mit Briefmarken beklebt gewesen, da sie Reinblütige Zauberer waren und sich mit Muggelbriefen nicht auskannten.
Dieser Brief dagegen kam auch aus der Magischen Welt. Harry nahm an, dass nur er den Absender erkennen konnte, sonst hätte sein Onkel Ärger gemacht. Der Absender Lautete:‚ Zentrales Regulatorenbüro der Internationalen Vereinigung der Zauberer, Wien ', daneben Prangte ein schönes Wappen in dem sich ein Schwert und ein Zauberstab kreuzten. Harry wunderte sich. Wer bei der IVZ könnte Interesse an seiner Person haben?
Harry nahm sich einen Brieföffner aus der Schublade und öffnete den Brief.
Langsam begann er den Inhalt zu lesen der da lautete:
Internationale Vereinigung der Zauberer, Zweigstelle Wien, Österreich
Zentrales Regulatorenbüro: Direktor Jos van Dijk, Niederlande
Sehr geehrter Mr. Potter,
wie ihnen sicher aus der aktuellen Presse wie auch aus Persönlicher Erfahrung bekannt ist, Ist seid mehr als einem Jahr eine Verstärkte Aktivität der Terroristischen Gruppe 1013, auch bekannt als Todesserkult, zu verzeichnen.
Der Oberste Rat der IVZ sieht diese Entwicklung mit Sorge auf ihre Sicherheit, da Sie, wie ihnen selbst bekannt sein dürfte, ein Primärziel dieser Organisation darstellen.
Aufgrund dieser Entwicklung wurde entschieden dass ihnen eine Ausbildung in Offensiven Verteidigungsmaßnahmen durch einen unserer Offiziere zugute kommen soll.
Wir möchten sie bitten diese Maßnahme gegenüber dritten Geheim zu halten, sowohl zu ihrer eigenen Sicherheit, wie auch der möglicher Mitwisser.
Noch im laufe dieses Tages, werden sie von einem Verbindungsmann des Phönixordens zum Ort der Ausbildung gebracht.
Wir bitten sie ihre Schulsachen bereitzuhalten und sich ab zehn Uhr zu Hause aufzuhalten.
Aufgrund eines speziellen Erlasses der IVZ wird ab Morgen der Beschluss zur Vernunftgemäßen Einschränkung der Zauberei Minderjähriger bei ihnen außer Kraft gesetzt
Mit Freundlichen Grüßen
Lt. Camilla Fuentes, Rekrutierungsstelle.
Harry war der Kiefer nach unten geklappt.
Er sollte Offensive Verteidigungsmaßnahmen lernen? Und was zur Hölle war ein Regulatorenbüro?
Harrys Gedanken schwirrten umher als er sich auf sein Bett setzte und den Brief noch einmal durchlas.
Er würde also hier weg kommen, sogar schon heute.
Nachdem man ihn im letzten Sommer fast gänzlich bei den Dursleys gelassen hatte, ohne Informationen oder irgendwelche Hinweise, hatte er eigentlich mit einer ähnlich überbehütenden Maßnahme in diesem Sommer gerechnet.
Nun, dieser Brief bewahrte ihn scheinbar vor einem weiteren endlosen Sommer mit Dursleyterror.
Er beschloss sofort seine Sachen zu Packen, doch da er erst seit gestern hier war, war es nicht sehr viel Arbeit für ihn.
Nachdem er
die Sachen gepackt hatte, beschloss er sich erst mal eine Weile
hinzulegen und abzuwarten.
Doch bereits nach fünf Minuten
drehte er sich von einer Seite auf die andere, unfähig ruhig zu
bleiben.
Er setzte sich auf, stand dann auf, lief ein wenig im Raum umher, ehe er sich wieder hinlegte und wieder aufstand.
‚Das wird langsam Lächerlich,' , dachte er als sich dieser Vorgang dreimal wiederholte und nur eine halbe Stunde Vergangen war.
So war das mit der Zeit. Schon beim Trimagischen Turnier in seinem vierten Jahr auf Hogwarts hatte er dass festgestellt. Freute man sich auf etwas, verging die Zeit quälend langsam, während sie zu rasen schien sobald man sich auf etwas unangenehmes vorbereitete.
Mit einem lächeln erinnerte er sich, wie er damals fieberhaft nach einer Möglichkeit gesucht hatte unter Wasser zu Atmen.
Er hätte es fast nicht geschafft, doch durch eine Intrige eines Schwarzen Magiers hatte sich schließlich in letzter Sekunde doch noch eine Möglichkeit ergeben.
Ähnlich war es ihm ergangen als er in der ersten Aufgabe gegen einen Drachen zu Kämpfen hatte. Jetzt konnte er darüber Schmunzeln, doch damals hatte ihm die Aussicht gegen einen vierzehn Meter hohen Drachen zu kämpfen einen Mordsschiss eingejagt.
Harry warf einen Blick auf die Uhr.
Gerade mal fünfzehn Minuten vergangen. Er musste sich irgendwie Beschäftigen. Vielleicht war ein Spaziergang genau das Richtige um ihn auf andere Gedanken zu bringen.
Er stand auf und verließ ohne Umwege das Haus.
Er streifte ein wenig durch die Nachbarschaft, wie er es letzten Sommer immer getan hatte.
Er kam an den Spielplatz, der von Dudley und seiner Gang schon schwer verwüstet worden war.
Er setzte sich eine Weile auf einer der Schaukeln, die der Zerstörungswut von Dudley und seinen Kumpanen entgangen war.
Versonnen betrachtete er einige der Schmierereien die Dudley oder Big D. , wie er sich nun gerne nannte mit einer Spraydose an die Wand geschmiert hatte.
Einige sehr Wüste und wie Harry fand, sehr unkreative Beschimpfungen waren dabei entstanden.
Harry saß eine Weile da, als er Plötzlich ein Kribbeln im Nacken, so als ob er beobachtet wurde.
Langsam ließ er die Hand zu seinem Zauberstab gleiten und zog ihn aus der Tasche.
Dann vollführte er eine schnelle Drehung und Richtete den Zauberstab auf einen milde überraschten Remus Lupin.
„Hey Harry, komm mal runter."
„Professor Lupin? Was machen sie den hier?", fragte Harry vollkommen aus dem Konzept geraten.
„Nun, ich bin hier um dich abzuholen. Außerdem möchte ich dich bitten mich Remus zu nennen. Ich bin schon lange kein Professor mehr."
Harry wahr immer noch ein wenig Perplex.
„Wieso abholen?", fragte er einfach.
Remus lachte.
Harry fiel auf, das seine Kleidung recht ordentlich aussah. Normalerweise trug er immer schäbige Roben und wirkte müde, weil er ein Werwolf war, und kaum einer in der Magischen Welt wollte dass ein Werwolf für ihn Arbeitete.
„Wieso abholen?", echote Remus leicht amüsiert. „Du hast doch den Brief der IVZ erhalten. Nun, ich bin der Verbindungsmann vom Phönixorden."
Harry lies diese Worte in sich einwirken und ordnete erst mal seine Gedanken, die vom Schock noch durcheinanderwirbelten.
„So ist es Richtig Harry, krieg erst mal einen klaren Kopf.", sagte Remus ruhig.
Er wirkte wieder wie ein Lehrer ging es Harry durch den Kopf.
„Na, bist du wieder klar?", fragte Remus.
Harry nickte und steckte seinen Zauberstab ein.
„Wieso möchtest du mich jetzt abholen?"
Das war die erste Frage die Harry in den Sinn kam.
Remus lächelte breit und erwiderte: „Ich dachte mir, dass du vielleicht lieber früher als Später von hier weg kommen möchtest. Ich bin jedenfalls der Meinung, je früher desto besser."
Harry nickte erfreut.
„Also dann los.", sagte Remus. „Wir müssen noch deine Sachen holen. Hast du schon gepackt?"
„Ja, ungefähr drei Sekunden nachdem ich den Brief erhalten hatte.", gab Harry grinsend zu.
„Na, dann schlage ich vor wir gehen sie holen. Anschließend werden wir von Arabella per Portschlüssel weiterreisen."
Harry nickte, und gemeinsam begaben sie sich zurück zum Ligusterweg Nummer vier.
Harry und Remus liefen schweigend nebeneinander, als Harry wieder auffiel, dass Remus Kleidung sehr fiel besser aussah, als es früher der Fall gewesen war.
Er trug er eine gut passende Schwarze Leinenhose, ein leichtes weißes Hemd und gepflegt aussehende Lederhalbschuhe.
Nachdem sie einige hundert Meter gelaufen waren, nahm Harrys Neugier überhand.
„Hast du endlich einen guten Job gefunden?", rutschte es ihm heraus.
Remus grinste und erwiderte: „Nein, ich habe lediglich meinen Alten Job wieder angenommen. Einen den ich schon lange vor Hogwarts hatte."
„Und was ist das für ein Job?", fragte Harry weiter.
„Ich bin Ermittler im Regulatorenbüro der IVZ. Sie haben dort nicht so große Vorurteile gegen Werwölfe wie in Großbritannien. Obwohl ich nur einer von zwei Werwölfen bin die jemals dort Arbeiten durften.", antwortete Remus und lächelte.
„Du bist bei diesem Regulatortenbüro? Kannst du mir sagen was es damit auf sich hat? Ich habe noch nie zuvor davon gehört."
Remus grinste.
„Es ist so etwas wie Interpol bei den Muggeln. Eine Internationale Polizeielite die zum großen Teil aus ausgewählten Auroren aller IVZ Mitgliedsstaaten besteht. Eine Elite der Elite wenn du so willst."
Harry fand das sehr Interessant wie er sich selber eingestehen musste.
„Und du hast für sie gearbeitet?", fragte Harry.
Remus´ grinsen wurde breiter.
„Weißt du Harry, ich habe nach der Schule dort angefangen. Genau wie Sirius und dein Vater."
„Mein Vater und Sirius waren auch dort?"
Harry hatte zwar oft darüber nachgedacht was sein Vater nach der Schule Beruflich gemacht hatte. Aber ihm fiel auf, das er noch nie jemanden danach gefragt hatte. Das war Komisch. In den letzten Jahren war er oft genug mit Menschen zusammen gewesen die seine Eltern gekannt hatten und trotzdem waren ihm diese Fragen nie über die Lippen gekommen.
„Ja, wir waren Jungregulatoren, etwas das sehr selten ist. Nur wenige haben die Ehre direkt nach der Schule angeworben zu werden. Meistens werden nur erfahrene Auroren Rekrutiert. Nun ja, bei Sirius und deinem Vater hat es mich ehrlich gesagt nicht gewundert, da sie schon immer Genies gewesen sind. Was mich gewundert hatte, war das man jemanden wie mich haben wollte. Aber es gab nicht viel zu überlegen. Voldemort war dabei immer mehr Macht zu erlangen, also stimmten wir zu. Wir erhielten unsere Ausbildung und arbeiteten dann als Verbindungsmänner zum Phönixorden. Ich habe sehr lange Zeit dort gearbeitet, doch vor einigen Jahren habe ich den Dienst quittiert aus, nun sagen wir mal Persönlichen Gründen. Allerdings habe ich diese nun überwunden. Und da ich wegen dem Gesetz zur Kontrolle Halbblütiger Wesen hier nur Schwer einen Job finden kann dachte ich mir, warum eigentlich nicht und kehrte auf meinen Alten Posten zurück."
Harry fand diese Ausführungen ziemlich spannend.
„Was machen Regulatoren den so?", fragte er.
„Das wirst du bald selbst am eigenen Leib erfahren.", sagte Remus mit einem Schelmischen Grinsen.
Harry wollte gerade nachhacken, doch schon standen sie vor der Haustür.
„Ich schlage vor du holst jetzt deine Sachen und dann schicken wir dich los."
Harry betrat alleine dass Haus, während Remus draußen vor der Tür wartete. Keiner der Dursleys war anwesend.
Harry kümmerte es nicht. Er schnappte sich ein Blatt Papier und kritzelte eine Nachricht hin, dass er den Rest der Ferien woanders verbringen würde, ohne zu schreiben wo.
Wahrscheinlich war es sowieso Zeitverschwendung diese Nachricht zu schreiben, da Harry nicht glaubte dass einer der Dursleys sich wirklich dafür Interessieren würde wenn er einfach verschwand.
Er legte den Zettel auf den Küchentisch und ging nach oben um seine Sachen zu holen. Hedwig seine Eule war nicht da. Wahrscheinlich Jagen. Es passierte oft dass sie ein oder zwei Tage lang nicht da war und irgendwo herumstromerte.
Sie würde ihn finden, egal wo er sich aufhielt, also beschloss er ihren Käfig mitzunehmen.
Mit den Käfig und seinen sehr unhandlichen Koffer stolperte er schließlich nach draußen.
Remus grinste als er sah wie Harry sich abmühte. Er ergriff den Koffer und hob ihn mit Leichtigkeit hoch, obwohl er ziemlich schwer war. Harry konnte seine Bewunderung nicht verbergen, als er erkannte wie locker Lupin den schweren Koffer hielt.
„Einer der Vorteile wenn man ein Werwolf ist.", murmelte er belustigt.
Sie gingen dass kurze Stück zu dem Haus von Arabella Figg, eine von Harrys Nachbarn.
Jahrelang hatte er sie einfach für eine schrullige alte Dame gehalten, bis sich im letzten Jahr herausgestellt hatte, dass sie eine Squib (Ein Mensch mit Zauberern als Eltern, die jedoch selbst nicht zaubern konnten)war, die hier lebte um im Auftrag Dumbledores ein Auge auf ihn zu halten.
Kaum dass Remus Handknöchel die Tür berührt hatte, wurde sie auch schon aufgerissen.
Arabella Figg Begrüßte sie freudig und zog sie förmlich in die Diele ihres Hauses.
Sie ließ einen Wortschwall los in dem Harry viel Lob für sein Verhalten im letztem Jahr heraushörte.
Ehe sie protestieren konnten, wurden die zwei auch schon an Arabellas Küchentisch bugsiert und nur wenige Augenblicke später standen zwei dampfende Tassen Tee vor ihnen während Arabella immer weiter schnatterte.
Remus ging höflich auf die Konversation ein, während Harry sich lieber ein wenig im Hintergrund hielt.
Er war einfach zu neugierig um wirklich geduldig zu sein oder Interesse an dem Gespräch heucheln zu können.
Nach einer halben Stunde etwa, die Harry wie eine Ewigkeit vorkamen sagte Remus: „Danke für den Tee Arabella, aber wir müssen nun wirklich los. Er wartet sicher schon auf uns."
Arabella nickte ergeben und antwortete: „Sicher doch. Sicher doch. Ich werde den Portschlüssel holen. Wartet bitte einen Augenblick."
Arabella verschwand kurz aus dem Zimmer und kehrte wenig später mit einem alten Kessel zurück.
„Hier ist er.", sagte sie quietschvergnügt und stellte den Kessel vor ihnen auf den Tisch.
„Ich wünsche dir viel Glück Harry.", sagte sie.
„Danke.", erwiderte Harry mit einem kleinen Lächeln während Remus seinen Zauberstab auf den Kessel richtete und ihn so aktivierte.
„Nun Harry, bist du bereit?", fragte er.
Harry konnte nur nicken und Remus fuhr fort: „Also dann, auf drei! Eins...zwei...drei..."
Sie berührten den Portschlüssel und sofort spürte Harry das vertraute Reißen an seinem Bauchnabel, während er schnell durch einen bunten Strudel wirbelte.
Er hatte schon vorher Portschlüssel benutzt, doch dieses mal dauerte es viel länger.
Nachdem sie eine Ewigkeit um ihre eigene Achse gewirbelt waren, spürte Harry den harten Aufprall auf dem Boden und verlor sein Gleichgewicht. Remus dagegen stand sicher auf seinen Füßen und grinste ihn an.
„Bequem da unten?", fragte er mit einem Heimtückischen Grinsen.
„Ha, Ha.", erwiderte Harry lustlos und rappelte sich auf.
Er ließ seinen Blick streifen um seine Umgebung zu erkennen.
Sie waren in einem gepflegten Vorgarten gelandet, der zu einem Großen weiß verklinkertem Haus gehörte. Eine hüfthohe Hecke Grenzte den Garten von einer schmalen Straße ab, die von ähnlichen Häusern gesäumt wurde.
Er erkannte einige Passanten, die leichte Sommerroben trugen. Es war ein strahlend schöner Tag.
Remus sah ihn höchst amüsiert an, ehe er Geradewegs auf die Haustür zuging, die sich von selbst öffnete als er nahe genug herangetreten war.
Harry folgte ihm und sie Gelangten in eine geräumige Diele. Das Haus war hell und offen. Zu seiner linken führte eine geschwungene Treppe in die oberen Etagen.
Der Boden bestand aus weißen Fliesen und die Wände waren mit einer ebenfalls strahlend weißen Tapete überzogen. Einige Eingerahmte Fotos hingen dort, die meistens eine Gruppe von Männern in Uniformen zeigten.
An der anderen Seite der Wand hingen blitzblank Polierte Waffen. Verschiedene Variationen von Schwertern und drei Riesige silberne Automatische Pistolen.
Harry schaute sich neugierig um, während Lupin ihn zu einem Durchgang am Ende der Diele schob, der in eine saubere und äußerst geräumige Küche führte.
Harry sah sich um und entdeckte einen sehr großen Mann, der lässig an einem Eichenen Küchentisch saß und Gerade aus einer Tasse schlürfte.
„Tag auch.", sagte er als er die Tasse wieder abgesetzt hatte.
„Sirius?", fragte Harry verdutzt.
Aber nein, das war mit Sicherheit nicht sein Pate, auch wenn die Ähnlichkeit Verblüffend war. Geradezu Unheimlich um genau zu sein. Dennoch gab es auch unverkennbare Unterschiede.
Dieser Mann war sehr viel breiter und Muskulöser als Sirius es gewesen war. Außerdem war er mit Sicherheit mehr als zwei Meter groß und erst Mitte zwanzig. Er trug eine Schwarze Lederhose, Mottoradstiefel und ein T-Shirt mit dem Logo der Heavy Metal Band Metallica. Die größte Ähnlichkeit lag im Gesicht, auch wenn das dieses Mannes Kantiger und ein wenig schärfer Geschnitten war.
Aber der größte Unterschied zu seinem Paten bestand in der Narbe, die Vertikal durch sein Rechtes Auge verlief. Wie das Auge selbst aussah konnte Harry nicht sagen, da der Mann eine Tiefschwarze eckige Sonnenbrille trug.
Er setzte ein breites Grinsen auf als Harry ihn so ansprach und erwiderte mit einer sehr tiefen und knurrigen Stimme: „Nicht ganz. Derek Fischer ist mein Name, meines Zeichens Regulator und Hobbyarschloch. Und du bist mit Sicherheit der berühmte Harry Potter."
Harry war ein wenig desorientiert. Dieser Mann schien ein rauer Geselle zu sein. Er sprach ein sehr gutes English mit einem leichten Akzent den Harry nicht einzuordnen vermochte.
„Mach dir nichts draus. Derek ist bekannt für seinen speziellen Humor. Aber er ist ungefährlich.", sagte Remus zu ihm gewandt.
„Was soll dass den Heißen?", fragte Derek in einem gespielt beleidigten Ton.
„Das heißt, das ich nicht glaube das die leisen Stimmen in deinem Kopf sonderlich aggressiv sind."
„Du bist doch nur neidisch weil die leisen Stimmen nur zu mir sprechen.", gab Fischer lässig zurück.
Remus grinste breit und erwiderte: „Hast ja Recht. Ich bin sicher dass du mit dir schon einige Interessante Diskussionen geführt hast."
Derek schüttelte den Kopf und sagte betont ernst: „Ich rede nicht mehr mit mir weil ich festgestellt habe, das ich ein Rechthaberischer Besserwisser bin, der nie weiß wann er die Klappe zu halten hat. Durch diese Feststellung bin ich jedoch so beleidigt, dass ich beschlossen habe, vorerst kein Wort mit mir zu wechseln es sei denn, Ich entschuldige mich bei mir."
Harry sah wie Remus in schallendes Gelächter ausbrach und sich an den Tisch setzte.
Derek machte eine ausladende Bewegung auf einen Freien Stuhl und sagte: „Setz dich doch, dafür sind Stühle da."
Harry machte eine zögernde Bewegung und ließ sich auf einem Stuhl nieder.
Fischer grinste ihn an und ergriff eine Thermokanne die vor ihm auf dem Tisch stand und fragte: „Kann ich euch für ein Tässchen von diesem fürwahr herrlichen Gebräu begeistern?"
Remus grinste und erwiderte: „Ich schätze da ist Kaffee in der Kanne oder?"
Derek nickte bestätigend und Remus rollte mit den Augen.
„Manche Leute ändern sich nie. Aber was soll's, ich nehme eine."
Derek zog seinen Zauberstab unter dem Tisch hervor und schwang ihn einmal. So dass vor Harry und Remus eine Tasse erschien.
„Auch einen Harry?", fragte Fischer.
Harry nickte schüchtern.
Er wusste immer noch nicht wie er sein Gegenüber einordnen musste.
Derek goss ihnen aus der Thermokanne ein und schob ihnen Milch und Zucker zu.
Dann lehnte er sich zurück und nahm einen Tiefen Schluck aus seiner Tasse.
Harry ließ seinen Blick schweifen und entdeckte zu seiner Überraschung viele Muggelgeräte in dieser Küche.
Sie war mit einem Zehrankochfeld ausgestattet. Ebenso mit einer Mikrowelle und einem elektrischen Dosenöffner.
Remus schien Harrys Verwunderung zu bemerken und sagte: „Nicht alle Zauberer sind so blauäugig in Sachen Muggeltechnik wie es bei uns der Fall ist."
Das brachte Harry auf eine Frage, die er eigentlich schon stellen wollte seid sie hier angekommen waren.
„Wo sind wir hier den eigentlich?"
Remus lächelte und erklärte: „In Deutschland. Westdeutschland um genau zu sein. In dem kleinen Städtchen Lembeck."
Das warf Harry dann doch ein wenig aus der Bahn. Er war noch nie Außerhalb Britanniens gewesen. Er hatte noch nie ein Fremdes Land gesehen. Wenn er ehrlich war kannte er nur Little Whiging, London, den Fuchsbau und Hogwarts. Er konnte es kaum erwarten Ron und Hermine davon zu erzählen.
Als ob er seine Gedanken gelesen hätte, fing Derek an zu sprechen.
„Leider muss ich dir Mitteilen dass deine Anwesenheit hier streng geheim ist. Das bedeutet keine Eulen. Wir werden allerdings den einen oder anderen Ausflug in die Stadt unternehmen."
„Die Hälfte dieser Stadt wird von Zauberern bewohnt.", erklärte Remus.
„Und achtzig Prozent davon sind Auroren, daher ist es hier sehr sicher.", fügte Derek hinzu.
Harry nickte stumm und nippte an seinem Kaffee.
„Nicht der Gesprächigste was?", fragte Derek grinsend.
„Entschuldigung.", nuschelte Harry. „Das ist nur ein bisschen überwältigend."
Remus nickte verstehend.
„In der Tat, dass muss eine ziemliche Umstellung sein. Du warst noch nie so weit von Zuhause weg oder Harry?"
Harry nickte.
„Na, du taust schon noch auf.", meinte Derek zuversichtlich.
Remus nahm einen Schluck aus seiner Tasse und wandte sich wieder Derek zu.
„Was ist eigentlich für Harry geplant worden, wenn ich so frei sein darf zu Fragen?"
Derek nickte und antwortete: „Das volle Programm, Stufe A1."
Remus verschluckte sich an seinem Kaffee.
„Ehrlich?"
Derek nickte.
„Anordnung von Albus. Er soll alles lernen."
Harry sah zwischen den beiden Männern hin und her. Was sollte dass den bedeuten?
Remus grinste ihn breit an und meinte: „Also ehrlich Harry. Das wird ziemlich Hart. Du wirst sehr viel Arbeiten Müssen."
Harry merkte an Remus Stimme, das es wohl wirklich kein Spaziergang werden würde.
„Damit sind deine Ferien so ziemlich im Arsch. Zumindest wirst du hier nicht viel Erholung und Entspannung finden.", meinte Derek. „Oh ja, ich werde dich so lange durch die Mangel drehen bis du auf deinem Zahnfleisch läufst. Ich hoffe du bist bereit das alles auf dich zu nehmen."
Harry sah ihn gequält an und fragte: „Habe ich eine Wahl?"
Derek grinste.
„Natürlich. Du wirst hier zu nichts gezwungen. Dass ist alles rein Freiwillig. Wenn du dass nicht machen möchtest kann ich nichts mit dir Anfangen. Noch kannst du wieder nach Hause. Doch wenn wir einmal Angefangen haben, musst du es bis zum Ende durchziehen. Dann gibt es kein zurück mehr."
Remus blickte ihn ernst an und fragte: „Bist du sicher das du dass machen möchtest. Es bedeutet Wochen von Körperlicher und Geistiger Anstrengung. Du wirst sehr viel lernen müssen. Sehr viel mehr als in der Schule will ich meinen. Du wirst kaum Zeit haben dich zu erholen."
Harry überlegte ernsthaft und schwieg für einige Minuten. Er Wägtee alles ab und kam schließlich zu dem Schluss, dass es immerhin nicht schaden könnte diese Sache durchzuziehen. Selbst wenn es anstrengend war.
„Ich mache es.", sagte Harry selbstsicher.
„Das habe ich auch erwartet.", sagte Remus mit einem leisen Lächeln.
Er setzte seine Tasse an und leerte sie. Dann sagte er: „Nun denn, ich muss los. Vielleicht schau ich mal vorbei während ihr hier euren Spaß habt."
Derek grinste und sagte: „Bis denn Remus. Und Grüß Mad Eye von mir."
„Mache ich.", erwiderte Remus grinsend. „Viel Glück Harry."
„Danke.", sagte Harry während Remus den Raum verließ.
Es legte sich kurzeitig eine wie Harry fand, peinliche Stille über die Küche, wo er nun alleine mit Derek saß.
Dieser schien ihn eine Weile zu betrachten ehe er fragte: „Du kommst nun ins sechste Jahr nicht wahr?"
„Ja.", erwiderte Harry.
„Du bist sechzehn?"
„Nein. Ich habe erst am Ende Juli Geburtstag."
Derek nickte und fragte: „Hast du vielleicht Hunger? Oder soll ich dir lieber erst mal das Haus zeigen?"
Harry nahm den letzten Schluck aus seiner Tasse und erwiderte: „Ich würde mir das Haus sehr gerne ansehen."
„Na denn.", sagte Derek und stand auf.
Harrys erster Eindruck das dieser Mann sicher Größer als zwei Meter war, wurde bestätigt als er sich erhob.
Er ging voran und musste an dem Durchgang ein wenig in die Knie gehen um nicht mit dem Kopf anzustoßen, und das obwohl der Durchgang schon höher war als normal.
Derek hielt sich Rechts und öffnete eine Tür, hinter der eine Treppe lag die nach unten in den Keller führte.
Sie gelangten in einen mit Teppichen ausgelegten Kellergang, der Taghell erleuchtet schien, wahrscheinlich durch irgendeinen Zauber.
Er öffnete eine Tür zu ihrer Rechten, die in eine Art Fitnessraum führte. Überall standen verschiedenste Fitnessgeräte herum.
„Das wird deine Persönliche kleine Hölle. Hier wirst du schwitzen wie nie zuvor in deinem Leben.", erklärte Derek mit einem Grinsen.
Harry sah sich noch einmal kurz um ehe Derek ihn zu einer Tür direkt gegenüber Führte.
Als er sie öffnete lies Harry einen beeindruckten Pfiff ertönen.
Die Tür führte in große Turnhalle in der Auch eine Art Boxring aufgestellt wurde.
„Hier wirst du auch einige schöne Lektionen lernen. Insbesondere Waffenloser Nahkampf."
Harry nickte beeindruckt und Derek führte ihn in einen Anderen Raum, der etwa doppelt so groß war wie die Klassenzimmer in Hogwarts.
„Das ist die Fluchkammer. Sie ist so verzaubert das alle Flüche hier drin nur Simuliert werden. Ich könnte dich töten, doch sobald der Feldzauber dieses Raumes aufgehoben wird, würdest du wieder Leben. Eine Geniale Mischung aus Illusionen und Fluchabsorbierende Felder. So ähnlich wie die Holodecks in der Fernsehserie Enterprise."
Harry war beeindruckt.
Derek lächelte ihn an und sagte: „Nun da du die Übungsräume kennst, zeige ich dir dein Zimmer.
Sie gingen zurück zur Treppe und kehrten ins Erdgeschoss zurück. Derek nahm Mühelos Harrys schweren Koffer, den Remus in der Diele Abgestellt hatte und wandte sich zu der Geschwungenen Treppe, die in den erste Stock führte.
Er öffnete eine Tür und betrat ein Sehr geräumiges Zimmer, in welchem ein Riesiges Bett stand. Außerdem ein Schreibtisch der sowohl mit Pergament, Federn und Tinte ausgestattet war, als auch mit einem Computer.
Es gab außerdem eine Stereoanlage und sogar einen Fernseher mit einem Videorekorder.
Derek öffnete eine andere Tür uns sagte: „Hier ist übrigens auch ein Badezimmer. Richte dich erst mal Häuslich ein. Ich habe Trainingskleidung auf dein Bett gelegt. Wenn du dich eingerichtet hast, ziehst du sie bitte an und kommst herunter."
Er schien Harry einen Augenblick zu mustern und sagte dann: „Ich schätze es könnte auch nicht schaden, dir ein paar anständige Muggelsachen zu besorgen. Wo hast du bloß diese abgetragenen Zirkuszelte her die du trägst?"
Harry errötete und begann zu erklären: „Ich habe immer nur die abgetragenen Klamotten von meinen Cousin bekommen."
Es war Harry sehr Peinlich so direkt darauf angesprochen zu werden.
Derek nickte und sagte: „Genau, Remus hat mal erwähnt das die Muggel bei denen du lebst ziemlich gemeine Bastarde sind. Mach dir nichts draus, wir besorgen dir schon was passendes."
Harry nickte dankbar und Derek verließ das Zimmer.
Nachdem er alleine war, begann Harry sich ein wenig gründlicher umzusehen.
Es war ein schönes geräumiges Zimmer. Es war ausgestattet mit einem Dunkelblauen Teppich und einer Freundlichen grünen Tapete.
Er ließ sich mit einem Leichten Seufzen auf sein Bett sinken.
So lag er ein Paar Minuten da ehe er sich aufraffte und seine Sachen in dem Schrank verstaute der eine Wand einnahm.
Anschließend zog er die Sachen an, die Derek auf seinem Bett bereit gelegt hatte.
Eine schwarze Trainingshose, ein ebenfalls schwarzes T-Shirt sowie Sportsocken und leichte weiße Turnschuhe. Die Sachen saßen wie angegossen und Harry fühlte sich sehr wohl darin.
Er stellte
Hedwigs Käfig vor dem Fenster ab und verließ den Raum.
Er
lenkte seine Schritte erneut in die Küche, wo er bereits von
Derek erwartet wurde, der seine Lederhose, die Mottoradstiefel und
das Bandshirt gegen die gleichen Trainingsachen wie Harry sie auch
trug, getauscht hatte.
Er saß am Tisch, vor ihm ein Glas, gefüllt mit einer gelblichen Flüssigkeit durch die sich Rote Fäden zogen.
Derek musterte ihn und grinste.
„Schon besser. Setz dich erst mal."
Harry setzte sich und Derek begann zu erklären: „Also, zunächst mal werden wir dich ein bisschen aufpäppeln. Nimm es nicht persönlich, doch du bist ein ziemlicher Hänfling."
Harry errötete. Er wusste das er nicht gerade ein Adonis war, doch so direkt wurde er noch nie darauf angesprochen."
„Dies hier,", fuhr Derek fort und zeigte auf den Becher vor ihm, „ist ein Aufbautrank. Er baut deine Muskeln schneller auf als es normalerweise der Fall wäre. Außerdem sind gewisse Stoffe darin die deinen Körper schneller Regenerieren und den Stoffwechsel anregen. Wenn du das Zeug nimmst und zwei Wochen Trainierst, hat es den gleichen Effekt wie sechs Monate normales Training. Eine Einheit reicht für sieben Tage und nachdem man zwei Einheiten zu sich genommen hat, wird es wirkungslos. Erleichtert uns die Arbeit ungemein, schmeckt aber echt Scheiße."
Harry hörte den Ausführungen Interessiert zu. Das war ja unglaublich. Wenn es so einfach war, warum tat es dann nicht jeder.
Derek schien auch diesen Gedanken erraten zu haben und erklärte weiter: „Dieses Zug ist sehr Teuer weil es schwer herzustellen ist und einige Zutaten nur für beschränkten gebrauch zugelassen sind. Außerdem weise ich dich darauf hin das dieses Zeug bei sehr wenigen Menschen Nebenwirkungen zeigt. Wenn du das Risiko bereit bist einzugehen."
Harry erschauderte.
Das erklärte natürlich warum es nicht jeder machte.
Harry Wägtee es sorgfältig ab und überlegte eine Weile ehe er entschied, das es die Sache wert sein würde.
Er musste die Todesser schlagen. Er musste eines Tages bereit sein Voldemort gegenüberzutreten und ihm ein würdiger Gegner zu sein, und alle seine Instinkte sagten ihm, das es Richtig war das hier zu tun.
„Ich tu's.", sagte Harry bestimmt.
„Genau das wollte ich hören. Also dann, zum Wohl.", sagte Derek mit einem breiten Grinsen.
Harry ergriff das Glas und seine Lippen kräuselten sich ehe er sich einen Ruck gab und den Inhalt in einem Zug leerte.
Harry schnappte nach Luft und gab ein Würgendes Geräusch von sich.
Derek hatte Recht, es schmeckte wirklich Scheiße.
Er spürte wie es in seinem Magen grummelte. Dann fühlte er sich selbst irgendwie seltsam.
Es war als würden alle seine Körperteile einschlafen und plötzlich wieder erwachen. Er fühlte sich wacher, aufmerksamer. Die Umgebung schien plötzlich schärfer, die Farben Kräftiger und Kontrastreicher.
Er spürte eine Wärme, die mit dem Blut durch seine Adern rauschte. Außerdem fühlte er sich seltsam ruhig und entspannt.
Derek warf einen Blick auf seine Uhr und sagte: „Ich schätze die Brühe wirkt nun. Jetzt wird es Zeit für ein wenig Aktion."
Er stand auf und ging vor Harry hinunter in den Keller, geradewegs in den Fitnessraum.
Er wies Harry an, sich vor ihm aufzustellen. Dann führte er Harry Aufwärmübungen vor und erklärte auf was er zu achten hatte und wie oft er sie wiederholen sollte.
Harry beugte und streckte sich und kam sich dabei ein wenig Lächerlich vor, doch Derek kontrollierte genau die Ausführung und machte sich Notizen auf einem Klemmbrett.
Anschließend stellte er sich vor einigen Hanteln auf und zeigte Harry einige Übungen die er machen sollte.
Harry tat wie ihm geheißen und stemmte eine Ewigkeit die Hanteln in verschiedene Richtungen, bis Derek ihn anwies eine andere Übung zu machen.
Harry musste auch noch Sit ups machen, sich auf ein Laufband stellen und sich immer wieder dehnen und strecken.
Immer wenn
er dachte, das er nicht einen Sit Up, nicht einen Klimmzug oder eine
weitere Kniebeuge machen könnte, ordnete Derek drei bis vier
Minuten Pause an in denen Harry die wärme die durch ihn hindurch
floss stärker spürte.
Anschließend fühlte er
sich immer so frisch und ausgeruht als hätte er noch gar nichts
getan.
Derek erklärte das dies an dem Zaubertrank lag den er eingenommen hatte.
„Er regeneriert die Muskeln. Wenn du ihn nicht eingenommen hättest, hätten wir schon vor einiger Zeit Schluss machen müssen, weil du erstens nicht mehr könntest, und zweitens weil es sehr Schädigend für deinen Körper gewesen wäre."
Harry verstand und fuhr fort mit den Übungen die Derek ihm zeigte.
Sie hatten beinahe sechs Stunden in dem Fitnessraum verbracht als Derek Harry mit in die Küche nahm und etwas zu essen machte.
Als aufgetischt wurde fragte Harry wer all diese Mengen essen sollte.
Zu seiner eigenen Verwunderung schaffte Harry mehr als fünfmal soviel zu essen wie es normalerweise der Fall war.
„Dein Körper benötigt soviel Nahrung um die Muskeln aufzubauen.", erklärte Derek.
„Dein Stoffwechsel läuft nun auf Hochtouren. Wir müssen dich gut Füttern oder du kippst um."
Danach gab es erst mal eine Stunde Pause, ehe Derek ihn mit in die Turnhalle nahm.
Er zeigte Harry einige Bewegungen an einer Puppe die dort aufgestellt war. Verschiedene Tritte und Schläge die er wiederholen musste.
Und so war es dann.
Harry wiederholte alle Schlagkombinationen immer und immer wieder. Erst Langsam, dann immer schneller. So lange bis er dachte er könnte diese Bewegung nicht noch einmal wiederholen. Bis Derek ihm eine neue zeigte und die Vorangegangenen wiederholen ließ.
Es war sehr dröge immer dasselbe zu tun, doch Derek versicherte ihm dass er es nur so richtig lernen würde.
Auch dies war sehr Anstrengend, so dass Harry regelmäßige Pausen einhalten musste.
Einige Stunden Später gab es ein sehr ausgiebiges Abendessen und eine weitere halbe Stunde Pause, ehe er Harry mit in den Fluchraum nahm und ihm dort Okkulumentik beibrachte.
Harry hatte bereits im letztem Jahr Okkulumentikstunden bei seinem Meistgehassten Professor, Severus Snape, gehabt.
Doch anstatt ihm zu helfen die Visionen von Voldemorts Gedanken die er immer wieder hatte zu blocken, schienen die Stunden diese Visionen noch zu Verstärken.
Derek war anders als Snape. Er erklärte Harry zuerst was er tun würde und vor allem warum und womit er zu Rechnen hatte.
„Geistige Widerstandskraft aufzubauen, ist ne echt eklige Klamotte.", sagte Derek ohne Umschweife.
„Ich werde deinen Geist immer wieder angreifen, so dass er von Selbst Widerstandskräfte entwickelt. Ich muss dir nichts erklären, es läuft von ganz alleine wenn wir erst mal an einem solchen Punkt angelangt sind. Das einzige was du zu tun hast ist vor dem Einschlafen immer wieder deinen Geist zu lösen. Versuche an nichts zu denken, lass dich treiben. Wenn die Visionen von denen Albus mir erzählt hat stärker werden, ist das nicht schlimm. Sie werden irgendwann Verschwinden, dass musst du mir einfach glauben."
Aber Harry war mit diesen Informationen noch nicht zufrieden, daher fragte er: „Warum muss mein Geist dafür Angegriffen werden? Warum muss es schlimmer werden?"
Derek grinste und fragte: „Weißt du etwas über Thai Boxer?"
Harry verneinte also erklärte Derek: „Es sind sehr starke Kämpfer, die ganz in ihrer Kunst aufgehen. Vor allem sind sie bekannt harte Tritte mit ihren Schienbeinen abzuwehren, die hart wie Stahl sind. Sie erreichen dass dadurch, dass sie sich selbst ihre Schienbeine Brechen, damit sie wieder verheilen und dadurch stärker und härter werden. Genauso ist es mit der Okkulumentik. Ich greife deinen Geist an. Wenn du dann deine Gedanken freimachst, ist es wie ein Heilprozess. Deine Geistige Wiederstandskraft wird gestärkt. Doch wenn du dich weiter mit deinen Gedanken beschäftigst, kann dein Geist sich nicht regenerieren. Daher ist es wichtig dass du vor dem Einschlafen übst."
Und Harry verstand. Hätte er dass nur vorher gewusst. Dann hätte er auch bei Snape geübt. Doch niemand hatte ihm irgendetwas erklärt.
Doch nun wusste er warum es nötig war seinen Geist zu attackieren.
Derek unterbrach Harry in seinen Gedanken, als er einen Schrank öffnete, der in die Wand eingelassen war und, wie Harry erkannte, zwei Denkarien enthielt.
„Du kannst alle Erinnerungen die du nicht zeigen willst hier hinein legen. Denke einfach an die Erinnerungen und Gedanken die du hineinlegen möchtest und Tippe mit dem Zauberstab gegen deine Schläfe und zieh sie heraus. Anschließend Kannst du sie dort ablegen. Ich muss dich dennoch warnen, ich werde dich wahrscheinlich besser kennen lernen als irgend ein anderer Mensch auf dieser Welt."
Harry nickte und begann seine Gedanken in das Denkarium zu legen.
Derek hatte jedoch noch einige Hinweise.
„Du kannst deine Gedanken nur für etwa einen Monat in einem Denkarium bewahren. Dann wirst du Kopfschmerzen bekommen, weil dein Gehirn beginnt zu streiken."
Es war ähnlich wie damals bei Snape, nur dass sich Derek nicht hämisch darüber amüsierte was er sah.
Harry hatte einiges in das Denkarium gelegt, sowie auch Derek, so dass er nicht befürchten musste irgendetwas preiszugeben dass er für sich behalten wollte.
Derek begann nun Harry anzugreifen.
Immer wieder drang er kurz in Harrys Gedanken ein und riss die Verbindung sofort wieder ab.
Er tat dies in schnellerer Folge als Snape es damals Getan hatte. Aber im Gegensatz zu seinem Professor in Zaubertränke machte Derek keine Gehässigen Bemerkungen oder Beleidigte ihn.
Harry hatte keine Ahnung wie lange sie in der Fluchkammer waren, doch Derek verkündete bald das nun Schluss sei.
Harry bekam noch etwas zu essen und wurde dann ins Bett geschickt.
„Versuch nicht über irgendetwas nachzudenken. Lass dich einfach treiben.", sagte Derek ehe Harry verschwand um sich zu Duschen.
Nachdem er sich in seinen Pyjama gehüllt hatte, fiel er erschöpft ins Bett und versuchte ernsthaft seine Gedanken zu klären. An nichts zu denken. Sich einfach treiben zu lassen.
Doch immer wieder drohten seine Gedanken zu diesem Ereignisreichen Tag zurückzuschweifen.
