Fade to black
7. Arbeitsalltag
Jarod Aparierte kurz vor Mailand. Verborgen vor den Augen der Muggel gab es hier eine kleine Magische Siedlung.
Der Junge Regulator lies seinen Blick schweifen. In der Ferne konnte er Mailand erkennen. Italien war sehr malerisch, doch er war nicht hier um die Landschaft zu genießen.
Im Tageslicht war es nur schwer zu erkennen, aber das dunkle Mal schwebte über einem der Häuser in dem kleinen Magischen Dorf.
Jarod richtete seinen Zauberstab zum Himmel und murmelte einige unverständliche Worte.
Das Mal erlosch und er nickte zufrieden während er sicheren Schrittes auf den Tatort zu lief.
Das ganze Dorf so schien es, war auf den Beinen.
Überall wohin man blickte sah man besorgte oder unverhohlen Ängstliche Gesichter.
Jarod kannte das zur genüge. Das war nicht der erste und auch nicht der letzte Mordschauplatz den er besichtigen würde. Aber diese Angst die wie schwarzes Gift überall in die Herzen der Menschen sickerte war anders als sonst.
Die Menschen wussten das der dunkle Lord wieder da war. Es hatte wieder angefangen und die Menschen erinnerten sich.
Jarod war das egal. Weder hatte er Angst noch sonst was. Er hatte nur einen Job zu erledigen, einen Job den er gerne machte, egal was manch anderer dazu sagen würde.
Jarod erreichte das Haus in dem der Mord geschehen war.
Einige Auroren des Italienischen Ministeriums für Magie hielten die Schaulustigen zurück und warfen ihm Misstrauische Blicke zu.
Jarod musste unwillkürlich Grinsen.
Schon klar, mit seiner Lederhose, dem Schwarzen Metallica T-Shirt und den schweren Boots sah er nicht gerade wie ein Ermittler aus.
Er trug heute auch keinen Umhang, da es, ein sehr warmer Tag war.
Jarod erreichte die Sperre und einer der Auroren stellte sich ihm missgelaunt in den Weg und sprach auf schnellem Italienisch zu ihm. Zum Glück beherrschte er viele Sprachen, so auch Italienisch.
„Halt, Zutritt Verboten."
Jarod setzte ein selbstgefälliges Grinsen und einen ziemlich gönnerhaften Blick auf. Das trieb die meisten Leute mit Befehlsgewalt in den Wahnsinn, so auch diesen Auroren. Seine Augen verengten sich und er kniff die Lippen zusammen, da Jarod sich gar nicht stören lies.
Nach ein oder zwei Minuten beschloss er, das er den Auroren genug geärgert hatte.
Er fischte in seiner Hosentasche nach seinen Ausweiß und hielt ihm den Auroren unter die Nase.
„Major Jarod Sommer, Ermittler der IVZ.", sagte er lässig. „Ich bin gekommen um den Tatort zu besichtigen. Bringen sie mich bitte zu ihrem Vorgesetzten."
Das missgelaunte Gebaren des Auroren änderte sich Schlagartig. Er nahm Haltung an, salutierte und wies Jarod den Weg, der ein Grinsen nicht verbergen konnte.
Er liebte das.
Der Auror führte ihn in das Haus, wo viele Zauberer geschäftig herumliefen, Fotos machten und alles kleinlich auf mitgebrachten Klemmbrettern notierten.
Der Auror entfernte sich und sprach einen der Männer an, ein Zauberer um die vierzig mit einer Glatze und ziemlich dicker Hornbrille. Der Auror deutete kurz auf Jarod und ging dann wieder auf seinen Posten.
Der Zauberer kam auf Jarod zu und salutierte, was Jarod erwiderte, dann stellte er sich als Captain Toni Alleto, Leiter der Spurensicherung, vor.
„Angenehm Captain Alleto, ich bin Major Jarod Sommer, der obligatorische IVZ Ermittler."
Der Ältere Herr schenkte ihm ein Lächeln und erklärte: „Ich habe schon einiges von ihnen gehört Major. Ist schon ne Weile her, das ich einen Regulator gesehen hab. Aber nun wo sie –wissen – schon - wer wieder da ist, sollte mich das auch nicht wundern."
Jarod nickte: „Das bedeutet höchst wahrscheinlich Überstunden. Also, wer sind die Opfer?"
„Das wahrscheinliche Primärziel war wohl der Mann, Giorgio Albano, dreißig Jahre alt. Ein Muggelgeborener Zauberer, der in unserer Mysteriumsabteilung angestellt war."
„Ein Unsäglicher?"
„Genau. Und einer der besten noch dazu. Ich kannte ihn auch persönlich. Ein Freundlicher Genosse. Man konnte sich gut mit ihm unterhalten, eine Schande. Seine Frau und seine Kinder haben sie auch umgebracht. Das Mädchen war acht und ihr Bruder war vier. So ein vorgehen habe ich noch nicht gesehen. Die Täter agierten ungewöhnlich brutal."
Jarod runzelte die Stirn.
„Wie meinen sie das? Kein Standard Todesser Überfall?"
„Nein. Bei dem was wir bis jetzt herausgefunden haben können wir Folgendes mit Sicherheit sagen, nämlich das dies ein vollkommen neues Vorgehen ist. Ich hab so was noch nie gesehen. Wie sie wissen treiben die Todesser die Familien normalerweise zusammen und bedienen sich ausgiebig beim Cruciatus Fluch ehe sie die Leute mit einem Avaada Kedavra Umbringen. Manchmal gibt es auch Körperliche Misshandlungen oder sie brechen das Genick der Kinder vor den Augen der Eltern."
Jarod nickte. Er hatte zwar nie den Tatort eines Todesser Überfalls betreten, doch wurden ihre Methoden mit an der Akademie gelehrt.
„Nun Major Sommer, wir können Folgendes Rekonstruieren: Die Täter drangen etwa um drei Uhr Morgens in das Haus ein. Wir konnten Reste von Schalldichte Zauber feststellen, die darauf hindeuten, das sich die Täter so gegen die Nachbarn Abgesichert haben. Zwei Täter Überwachten die Zugänge und drei Begaben sich in den ersten Stock, wo sich die Schlafzimmer befinden. Sie Überraschten Albano und seine Muggelfrau. Sie nutzten Hochpotentielle Magie um sie außer Gefecht zu setzen was darauf hindeutet das die Täter ungewöhnlich mächtig waren. Mindestens Oberer Auroren Standard. Anschließend schafften sie die Beiden ins Wohnzimmer. Dann holten sie die Kinder. Sie scheinen sie vor den Augen der Eltern Regelrecht in Stücke Gerissen zu haben. Die Obduktion beginnt zwar erst in ein Paar Stunden, aber wir vermuten das, das Mädchen vom Kiefer an in der Mitte durchgebrochen wurde. Anschließend wurde der Junge Zusammengefaltet. Nicht mal einige der hartgesottensten Spurensucher meiner Abteilung konnten den Anblick der Leichen ertragen. Es muss schrecklich gewesen sein. Die Mutter wurde in Stücke geschnitten und als letztes starb der Mann. Sie fesselten ihn und durchtrennten die Schlagadern an seinen Beinen. Seine Augen waren so verflucht das er sie nicht schließen konnte. Außerdem war sein Kopf mit einem Zauber fixiert. Er wurde gezwungen sich alles mit anzusehen während er langsam verblutete."
Jarod nickte bedächtig.
„Sehen wir uns das ganze mal an, wenn sie nichts dagegen haben."
„Wenn sie den Anblick ertragen können. Ich habe schon sehr viele Mordschauplätze untersucht, aber hier ist sogar mir schlecht geworden."
Jarod lächelte.
„Glauben sie mir, ich hab schon so einiges gesehen. Falls ich dennoch umkippen sollte bitte ich um Whisky, der bringt mich immer auf die Beine."
Alleto grinste, dann wurden sie wieder ernst und Sie betraten das Wohnzimmer.
Jarod sah sich gründlich um.
Die Leichen lagen immer noch in Position. Die Spurensucher sahen nicht gut aus, kein Wunder bei diesem Anblick.
Jarods Augen huschten kurz über die Überreste der Kinder und der Muggelfrau, deren Körperteile überall im Raum verteilt lagen.
Er beschloss den Vestigium Zauber zu benutzen, der Die Restenergie von Auren sichtbarmachte, überall wo sie mit einem Gegenstand in Berührung gekommen waren. Diese Spuren hielten sich Tagelang.
Jarod hob den Zauberstab und sagte: „Vestigium Acclaro!"
Überall wurden Fußspuren, Hand und Körper abdrücke sichtbar.
„Wir haben diese Spuren bereits gesichert.", gab Alleto Auskunft.
„Dessen bin ich mir sicher. Ich würde mir nur gerne ein eigenes Bild machen."
Der Italiener nickte zustimmend und Jarod murmelte die passenden Formeln um nur die Spuren anzuzeigen die zwischen drei und vier Uhr Morgens entstanden waren.
Er keuchte unwillkürlich auf, als er tiefschwarze Fußspuren auf dem Boden erkannte die von den Angreifern stammen mussten.
„Unmöglich!", sagte er.
Captain Alleto sah den jungen Regulator fragend an. Dieser Mann hatte es geschafft den schlimmsten Tatort den er in seiner langen Karriere gesehen hatte, ohne mit der Wimper zu zucken zu betreten und jetzt schien er wegen der Fußabdrücke auf dem Boden die Nerven zu verlieren.
„Sagen ihnen die Spuren etwas?", fragte er behutsam.
Jarod nickte. Er kämpfte einen Augenblick um seine Fassung zurück zu erlangen und erwiderte: „Keine Todesser. Auch Anhänger Voldemorts, aber keine Todesser."
„Wie kann ich das bitte verstehen?", fragte der Italiener Verwirrt.
Jarod sah ihm ernst in die Augen mit einem Blick der keinerlei Widerrede duldete.
„Diese Informationen unterliegen der höchsten Geheimhaltungsstufe. Bitte schicken sie ihren Bericht in unser Büro wenn sie fertig sind. Was wir besprochen haben, behandeln sie bitte Vertraulich."
Alleto sah sehr neugierig aus, aber er riss sich zusammen und erwiderte: „Wie sie Wünschen Sir."
Jarod nickte knapp und verabschiedete sich ehe er spontan disaparierte.
Captain Alleto stand weiterhin verwundert an der Tür und fragte sich was das alles zu bedeuten hatte.
"Verdammt noch mal. Wie zum Teufel machst du das?", fragte Ron genervt als Harry ohne Zauberstab ein paar bequeme Sessel heraufbeschworen hatte.
„Ich habe heimlich geübt.", grinste der Schwarzhaarige und lies sich mit einem erleichterten Stöhnen in den Sessel fallen.
Ron schüttelte den Kopf und setzte sich ebenfalls, unwillkürlich entspannte er sich.
„Es gibt wirklich nichts besseres als am Sonntag ein bisschen zu trainieren.", meinte Hermine sarkastisch und lies sich ebenfalls in einen der Sessel sinken.
Es herrschte eine Angenehme Stille im Raum. Die drei Schüler verschnauften von den Anstrengungen ihres drei Stunden Trainings. Sie hatten fast bis zur Erschöpfung Flüche gegen eine Wand gefeuert um ihre Magische Ausdauer zu erhöhen.
Nach etwa fünf Minuten sagte Harry: „Soll ich euch mal was wirklich tolles erzählen?"
„Schieß los!", meinte Ron schwächlich und Harry grinste.
„Derek hat einige Andeutungen Fallen lassen, das wir alle in den Genuss seiner Sklaventreiberei kommen."
Ron seufzte unwillig und meinte Jammervoll: „Was wollen die aus uns machen? Supersoldaten? So was wie diesen Supermann aus den Muggel Comics?"
Harry kicherte.
„Dazu wird es wohl nicht Reichen. Ich schätze Fortgeschrittener Nahkampf. Vielleicht den einen oder anderen Zauber den wir noch nicht kennen. Und Amy hat was von Theoretischen Unterricht erwähnt. Sie meinte wir hätten einen Fortgeschrittenen Regulatoren Kurs absolviert aber das Leben würde aus mehr als nur Kämpfen bestehen, daher stelle ich mich mal auf die eine oder andere Rechtsbelehrung ein."
„Also alles worüber man sich freuen kann. Wir haben ja soviel Freizeit.", erwidertre Ron sarkastisch. „Was meinst du Herm?"
Stille folgte dieser Frage.
Harry und Ron hoben verwundert die Köpfe und sahen zu Hermine, die mit angezogenen Knien dort saß, den Kopf auf die Knie gesunken und tief schlafend.
Ron musste sich ein glucksen verkneifen.
„Süß.", kommentierte er.
Harry lächelte versonnen. Ron hatte das zwar witzig gemeint, aber so wie sie da saß, das Gesicht so entspannt sah sie wirklich süß aus. Fast wie ein Engel.
„Ey, Harry! Weilst du noch auf diesem Planeten?"
„Wie?", fragte Harry.
Ron grinste nur.
„Wollen wir sie wecken oder lieber noch etwas schlafen lassen?"
„Ich glaube wir wecken sie lieber. Sie kann in ihrem Bett weiter schlafen. Ich persönlich wäre nicht begeistert wenn ich im Raum der Wünsche aufwachen würde und..."
„Und was?", fragte Ron.
Harry grinste und konzentrierte sich kurz. Der Raum veränderte sich und wurde zu einem Schlafzimmer. Er nahm seinen Zauberstab und bugsierte Hermine sanft in das Bett. Dort deckte er sie zu und schrieb an dem Schreibtisch, der ebenfalls erschienen war eine Notiz.
Ron sah seinen Freund fragend an.
„Wenn wir sie wecken wird sie sich nur wieder auf die Arbeit stürzen. Ein bisschen Erholung wird ihr gut tun.", beantwortete Harry die ungestellte Frage.
Er betrachtete die Schlafende Hermine und lächelte versonnen.
„Solltest lieber direkt mit unter die Decke krabbeln.", murmelte Ron mit einem Grinsen in seinen Nicht vorhandenem Bart.
„Was ist?", fragte Harry etwas abwesend.
„Äh Nichts. Lass uns lieber gehen sonst wecken wir sie noch.", erwiderte Ron und zusammen verließen sie das Zimmer.
„Jetzt erkläre mir bitte, warum du mich mitten im Schuljahr sprechen musst.", forderte Derek seinen Langjährigen Partner auf.
Jarod sah seinen Freund ernst an.
„Ich war in Mailand einen Tatort besichtigen Todesserüberfall nach einer neuen und verdammt Brutalen Methode."
„Und? Ich warte auf die Pointe.", erwiderte Derek.
„Die Pointe ist Folgende. Ich hab den Spurensuchzauber angewandt und auf die Tatzeit eingestellt. Die Fußspuren waren schwarz."
Derek klappte der Kiefer runter und die Sonnenbrille rutschte ihm fast von der Nase. Er schrie kurz auf, da das einströmende Licht sein Verwundetes Auge traf und schob sie schnell wieder an ihren Richtigen Platz.
„Das ist nicht möglich Jay! Wir haben gottverdammte drei Jahre gebraucht und alle Parzellen Zerstört! Wir haben sie alle eigenhändig getötet. Es können keine Überlebt haben! Wir haben alle getötet!"
„Der Zauber lügt nicht!", erwiderte Jarod ruhig.
Derek sprang auf und lief nervös hin und her.
„Wir müssen Albus und Jos unterrichten!"
Jarod kratzte sich am Kinn und erwiderte: „Ich weiß. Aber ich wollte es erst dir erzählen. Du kannst Albus Informieren und ich werde mich am Abend mit Jos reffen. Wir müssen Maßnahmen ergreifen. Wir wissen nicht wie viele Parzellen wir übersehen haben. Er könnte über eine ganze Armee verfügen ohne das wir es wissen."
„Wie gehen wir weiter vor?", fragte Derek.
„Ich wollte den Nachrichtendienst hinzuziehen. Anschließend habe ich vor selbst abzutauchen und zu suchen. Du bleibst hier. Es ist wichtig das die drei Vorbereitet sind."
Derek stieß einen Seufzer aus und fragte: „Sollen wir es Harry sagen? Wir können es ihm nicht mehr lange vorenthalten. Er hat immerhin ein Recht es zu wissen. Verdammte Scheiße! Ich verstehe Albus nicht? Es ist genauso gut Harrys Angelegenheit wie unsere."
Jarod schüttelte den Kopf.
„Er hat genug um die Ohren. Wir sollten noch warten. Denk mal dran was mit Remus passiert ist als er es herausgefunden hatte."
Derek nickte.
„Okay Jay. Dann machen wir es so. Aber ich werde Amy informieren müssen."
„Da hab ich nichts gegen. Erstens weiß sie von ihnen und zum zweiten hat auch sie ein Anrecht darauf es zu wissen. Ich werde verschwinden und mich wieder melden wenn ich genaue Infos hab. Bis dahin bleibe ich im Untergrund."
Derek fixierte Jarod und sagte: „Viel Glück alter Freund, du wist es brauchen..."
