Autor:
strumpfhase
Titel:
Wünsch dir was! – Vertrauensbruch
Gewünscht
von: araglas16
Charaktere:
Harry Potter und Severus Snape
Plot-entscheidende
Worte: Vergangenheit, böser Traum, Vertrauen fassen
A/N: Woah! Die Reaktionen (insbesondere auf Fanfiktion.de) haben mich geradezu umgehebelt. Ich denke, für die nächste Zeit ist für mich erst einmal vorgesorgt ;) (Soll heißen: Ich weiß, was ich zu tun habe wenn Freizeit vorhanden ist) Danke für eure Beteiligung und Inspiration. Ich werde alle Wünsche der Reihenfolge nach abarbeiten.
Die erste Geschichte ist ein wenig... düster. Ich wollte nicht allzu sehr ins Fanon abrutschen (ähem) und mit den Stichworten... konnte es aus genannten Gründen in meinen Augen einfach nicht fröhlich werden.
Rating:
T / PG-13
Warnung:
UST (Unresolved Sexual Tension), m/m, angedeutet Rape
Wünsch dir was! - Vertrauensbruch
Tick-Tock, Tick-Tock..
Die große Uhr an der Wand schlug mit unnachgiebiger Genauigkeit. Langsam schloss Harry wieder die Augen um von einer Welle der Müdigkeit überrollt zu werden.
.-.
Düsternis. Ein dunkler Korridor. Harry weiß nicht wohin ihn seine Beine tragen, eine Macht zieht ihn scheinbar magisch an.
Plötzlich weitere Schritte. Eine Täuschung? Er bleibt stehen. Die Schritte des anderen verstummen ebenso. Harry läuft weiter. Er wird verfolgt. Er hält an. Stille.
‚Ich werde wahnsinnig', denkt Harry verzweifelt. ‚Ich werde wahnsinnig und in diesem Labyrinth verrotten.' Er wendet sich voller Panik um. Der flackernde Schein der hochangebrachten Fackeln lässt die Welt unter ihnen dunkel. Ein Schatten. Harry zuckt zusammen. Er hat nur phantasiert... da war nicht wirklich etwas... Nein.
Tok. Tok.
Nein!
TokTokTokTokTok
Harry zittert am ganzen Körper. Er ist jetzt nah, Harry spürt ihn, hört seinen gleichmäßigen Atem.
Dann tritt die fremde Gestalt in das gespenstische Licht des Kerzenscheins. Harry will vor Überraschung aufschreien, doch seine Kehle ist wie zugeschnürt.
„Mr. ... Potter", sagt Severus Snape überlegen. „Ich habe Sie schon... erwartet." Harry erschaudert. Snape nähert sich mit bedächtigen Schritten.
„Warum so still heute, Potter? Ist Ihnen die Kunst des Sprechens verloren gegangen?", um Snapes Mund spielt ein gefährliches Lächeln.
„Wo bin ich hier, Sir?" Harry erwartet keine Antwort auf seine Frage, und doch bekommt er sie.
„Nun...
Wir befinden uns hier in den unterirdischen Gängen des Riddle
Hauses."
Riddle...
Riddle... Harrys Gedächtnis arbeitet fieberhaft. Riddle!
„Sie liefern mich Voldemort aus.", sagt Harry mit fester Stimme.
Snape lacht kurz und gellend auf. „Nein, Potter, was dich erwartet ist noch weitaus schlimmer – Du bist mir ausgeliefert."
Ein Kribbeln beginnt sich überall in Harrys Körper auszubreiten und er wird in seiner Angst unbedacht.
„Sie mieses...", er sucht nach den passenden Worten, „Nur weil sie mit ihrem verletzten scheiß Stolz nicht klarkommen! Mit etwas was vor fünfzig Jahren geschehen ist! Sie sind wirklich das allerl-"
„Nanana, Potter...", sagt Snape fast väterlich. Harry wird übel. Sehr übel.
Einen Moment später ist Snapes Körper an seinem, Snapes Hand auf Harrys Wange, Snapes Blick auf Harrys Lippen.
„Hören Sie auf...", haucht Harry schwach.
„Wieso sollte ich? Sie breiten ihre Gedanken geradezu... unverschämt vor mir aus."
„Von welchen gottverdammten Gedanken sprechen Sie?", will Harry fragen, doch in diesem Augenblick spürt er Snapes Mund auf dem seinen. Harry steht stocksteif zwischen Snapes Händen, kann sich nicht rühren und lässt Snape gewähren. Langsam, fast zögerlich, fährt dessen Zunge über Harrys Lippen.
Öffne dich!
Flüstert ihm eine betörende Stimme ins Ohr. Harrys Mund folgt widerstandslos den Wünschen des Älteren. Snapes Zunge gleitet durch seine warme Höhle, presst ihm ihren Willen auf.
Empfindungen beginnen auf einmal zu verblassen und Harry betrachtet mit träger Gleichgültigkeit den Mann vor ihm. Harry weiß, dass er weint, doch er spürt weder das Drücken hinter seinen Augen noch die Tränen, die über seine Wangen gleiten.
„Sie haben keine Macht über mich."
Snape betrachtet ihn abschätzend. „Deine Gedanken verraten dich."
Harry entfährt ein freudloses Lachen. Er betrachtet sich selbst aus weiter Ferne. Er, wie er lacht, hysterisch, und aus ihm Tränen der Angst und Verzweiflung herausbrechen.
„Führen Sie mich zu Voldemort. Ich gebe mich nicht mit einem seiner Handlanger ab."
Snapes Blick verdunkelt sich gefährlich.
„Sie werden Ihre Entscheidung noch bereuen, Potter. Heute lasse ich Sie gehen, aber bei unserer nächsten Begegnung wird Ihnen Ihr Hochmut vergehen. Oh ja!", Harry glaubt den Wahnsinn in Snapes Augen aufflackern zu sehen, „Genau wie der Vater... Genauso arrogant... genauso verwerf-"
Doch Snapes Gestalt schwindet. Die dicken Mauern werden verwischt. Alles gleitet zurück in die Bedeutungslosigkeit...
.-.
Das Laken seines Bettes klebte unangenehm an ihm und nur mühsam schälte er sich heraus. Langsam richtete er sich auf... Ekel und Hass griff nach seinem Herzen... Er atmete schwer.
„Harry?", fragte eine Stimme links neben ihm vorsichtig. „Harry, hast du schlecht geträumt?"
Ron saß neben ihm, strich langsam über Harrys Rücken. Harry konnte nichts sagen, zu schwer wog die Last. Stundenlang verharrten die beiden Freunde. Harrys Stimme durchbrach nur für einen Augenblick lang die friedliche Stille, die sich über sie gelegt hatte:
„Und ich hatte begonnen, Vertrauen zu ihm zu fassen."
.- Ende -.
Ich freue mich auf euer Feedback :) Wenn jemand an dieser Idee weiterschreiben möchte, gebe mir einfach bescheid – Ihr habt mein Einverständnis!
Nächstes Kapitel: Ron Weasley und Hermine Granger
mit
Grüner Liebe, lustigen Peinlichkeiten und bunten Kaninchen
