Fade to black
Tja, da bin ich wieder und das vieeeel eher als ich gehofft hatte. Glücklicherweise verfügt das Hotel in dem ich untergebracht wurde über einen Anschluss zum Internet. Also frohe Ostern aus Rumänien und vor allem, danke für die Reviews
Alex Black: Du solltest wirklich weiter lesen . Ich verspreche das ich nichts ohne Erklärung stehen lassen werde. Es freut mich, das meine Fiction dir gefällt.
Julea: Danke das ist ja Super das du meine Story super findest. Und was Sirius angeht, lass dich überraschen. Ich glaube ich hab da mal ne wirklich gute Idee gehabt.
StarHeyoka: Wie gesagt, weiter lesen ich lasse niemanden dumm sterben. Und du hast richtig interpretiert grins. Zu guter letzt wollte ich noch anmerken, ich bin ungeduldig (Har gebt mir Reviews! Oder Kaffee! Har Har ;-) )
SteffiMGN: Nein, die Idee habe ich nicht von Dark Angel sondern von Metal Gear Solid.
schoko: Großes Sorry! Du hast ja recht ! Ich bin dummerweise von mir als dreizehnjähriger ausgegangen. Hab die Altersfreigabe daher erhöht. Danke für den Hinweis.
Anisha Carol: Danke und hier geht es weiter ;-)
Stupor-mg: Hey, danke. Lange Review, das gefällt mir ;-) Es freut mich das Ron dir gefällt. Mir ist er in den meisten Fics vom Charakter her zu verschroben und unsymphatisch. Halt das Anhängsel mit dem sich kaum einer befasst. Schade eigentlich. Was deine Vermutung zu Derek angeht, Ja. Ist er, aber das wird noch näher beleuchtet. Ich werde auch versuchen ein wenig Regelmäßiger und nicht mehr soviel zu posten. Eigentlich hatte ich damit gerechnet die nächsten ein bis zwei Monate im tiefsten Rumänien ohne Internetanschluss zu hocken und wollte los werden was ich schon geschrieben hatte um mich auf neues zu konzentrieren. Aber wie man sieht hatte ich Glück. Es wird aber keine Riesen post mehr geben ;-)
Und viel Spaß mit deinem Aldi Fahrrad
So, jetzt habe ich euch genug auf die Folter gespannt.
Viel Spaß.
10. Lily mag das!
Harry und Ron verbrachten die Nacht in der Krankenstation.
Wegen dem Überfall fiel der Unterricht am nächsten Tag aus, da alle Lehrer die Sicherheitszauber von Hogwarts überprüfen mussten. Dennoch mussten sie eine ganze Weile mit Madame Pomfrey diskutieren um in der Krankenstation bleiben zu dürfen, aber schließlich lies sie die beiden gewähren.
Harry hatte Nicht die geringste Lust sich jetzt seinen Mitschülern auszusetzen, die ihn nur wieder mit ihren endlosen Fragen Löchern würden. Aber wirklich schlafen hatte er auch nicht können, ebenso wenig wie Ron, für den die Betten einen Tick zu klein waren.
Als sie am nächsten Morgen eifrig über eine Hausaufgabe diskutierten, bekamen sie auch Besuch von Dereks Ehefrau.
Amy sah
die beiden Übernächtigten Jungen Kopfschüttelnd an,
nachdem sie die Krankenstation betreten hatte.
„Ich
wollte nur sagen, das Derek gestern Abend nach Sibirien aufgebrochen
ist. Wir erwarten ihn Morgen oder vielleicht schon heute Abend
zurück. Je nachdem wie stark der Widerstand ist den es zu
brechen gilt."
Harry
schenkte ihr ein lächeln. Er kannte sie zwar nicht so gut wie
Ron, aber er mochte diese Frau.
„Danke
für die Infos. Ich wollte sowieso Nachfragen. Wie geht es dem
Mädchen?"
„Du meinst Lily?"
Harry hatte einen Klos im Hals und Ron sah unbehaglich drein.
Amy lächelte und erklärte: „Ich weiß das es unangenehm für dich ist, das sie diesen Namen angenommen hat. Daran ist allerdings Mr. Black schuld. Er hat ihr einen Namen gegeben und nun müssen wir es Durchziehen."
Harry seufzte und fragte: „Kannst du mir sagen wer oder besser was sie ist?"
Amys
lächeln verschwand und ein bitterer Ausdruck umschattete ihr
schönes Gesicht.
„Sie ist
eine Waffe. Geboren aus Sünden und Grausamkeit. Eine Dienerin,
ein Werkzeug ohne Identität. Geleitet von Angst, Wut und blinder
Disziplin. Sie ist eine der Les a Fant Terrible, eines der
schrecklichen Kinder. Die geheime Armee des Finsteren Lords."
„Eine Waffe?", flüsterte Ron.
Amy nickte und ihre Augen schimmerten feucht.
„Sie wird in diesem Alter schon mehr Menschen getötet haben als die meisten Todesser in einem Leben. Das ist der Zweck zu dem sie erschaffen wurde."
Harry sah
sie betreten an.
„Was
meinst du mit erschaffen?"
„Das beredest du lieber mit Derek. Ich habe nicht das Recht es dir zu erklären. Es wäre Falsch."
Das war nicht was Harry hören wollte. „Aber Derek sagte du hättest Erfahrung mit Les a Fant Terrible. Warum erklärst du es dann nicht?"
„Es stimmt. Ich habe Erfahrung mit ihnen. Derek ist einer von ihnen. Jarod auch. Außerdem wurden meine Eltern von welchen getötet."
Die Farbe
wich aus den Gesichtern der Jungen. Harry verfluchte sich im stillen.
Hätte er bloß sein viel zu Großes Maul gehalten!
Er wollte
Amy einen entschuldigenden Blick zuwerfen und war überrascht das
sie milde lächelte.
„Das ist
kein Grund so betreten zu gucken. Es ist schon sehr lange her.
Außerdem bin ich froh das sie hier ist und nicht mehr bei
ihnen. Wir können sie Retten."
„Wie meinst du das?", fragte Ron leise.
„Wir können ihr eine Persönlichkeit geben. Im Augenblick besitzt sie noch keinerlei Selbstwertgefühl. Aber wir werden es ihr geben. Das wird ein schwieriger Prozess, aber es lohnt sich. Wenn sie auf Voldemorts Seite geblieben wäre, hätten wir sie töten müssen."
„Warum?", fragte Harry entsetzt. „Warum sie töten wenn sie doch eigentlich nichts dafür können."
Amy lächelte bitter. "Weil es die einzige Alternative ist. Kein Gefängnis kann sie halten. Niemand kann sie bekehren. Es gibt nur wenige Ausnahmen, nämlich die, die eine winzige Spur von Individualität besitzen. Aber das sind Fehlkonstruktionen. Für gewöhnlich werden sie beseitigt bevor sie Ausgebildet werden. Lily hatte Glück, das man es bei ihr nicht festgestellt hat, sonst wäre sie jetzt tot."
„Welche Grausamkeiten hat sie nur ertragen müssen?", fragte Harry bitter.
„Viele. Sie ist nie ein Kind gewesen und wird dazu nie Gelegenheit haben. Sie wird immer durch das belastet werden was sie ist. Aber wir können ihr helfen. Das ist einer der Gründe warum ich euch sehen wollte."
„Wir werden tun was wir können.", sagte Ron mit einem Lächeln.
„Dann geht bitte mit ihr Trainieren. Sie besitzt viel Destruktive Energie die einfach Raus muss. Versucht es mit Nahkampf, da wir es noch nicht riskieren wollen ihr den Zauberstab zurückzugeben. Allerdings beherrscht sie auch Stablose Magie."
Harry nickte. „Das werden wir."
„Danke Jungs. Ich muss sie jetzt wirklich hereinholen. Sie darf nicht zu lange alleine gelassen werden."
Ron
gluckste.
„Warum
dass den?"
„Weil sie so Naiv wie ein Kleinkind ist, mit dem Unterschied das sie alles was sie als bedrohlich empfindet mit schwarzer Magie Angreifen wird."
„Wieso so Naiv wie ein Kleinkind?", fragte Ron verwirrt.
„Weil sie nun mal einen geregelten Tagesablauf hatte. Es wird sie sehr erschrecken, wenn sie etwas entdeckt das sie nicht kennt. Sie ist mit ganz anderen Regeln aufgewachsen als du. Es gibt vieles was sie nicht versteht und sie weiß einfach nicht was richtig und was Falsch ist. Aber keine Sorge Ron. Ich wollte sowieso Harry bitten, das er sich erst mal um sie kümmert."
Harry hob
überrascht die Brauen.
„Warum
ich?"
Amy
lächelte.
„Sie mag
dich. Aber meine eigentlichen Gründe erfährst du erst wenn
Derek wieder da ist."
Harry war leicht genervt, gab sich aber geschlagen.
„Na gut. Bring sie her. Ich gehe dann mit ihr zum Raum der Wünsche."
„Oh, das ist kein Problem. Ich hab sie im Flur gelassen. Sie trägt einen Tarnumhang. Wartet kurz."
Sie
öffnete die Tür und sagte in den scheinbar leeren Gang:
„Lily, komm bitte rein und leg den Umhang ab!"
Amy machte
den Durchgang frei und wenige Augenblicke später, erschien das
Mädchen aus dem Nichts.Harry konnte den silbrigen
Tarnumhang erkennen, den sie in der rechten Hand hielt.
„Lily meldet sich wie befohlen.", sagte sie in einem relativ normalen Tonfall.
Harry fiel auf, das sie sich bemühte nicht wieder in ihre kalte Art zurückzufallen in der sie sich gestern gezeigt hatte. Sie lies verstohlen die Augen wandern. Wahrscheinlich war sie neugierig.
„Lily. Harry kennst du schon oder? Ich möchte das du mit ihm gehst. Du trägst den Tarnumhang bis er dir sagt das du ihn abnehmen kannst. Weiche nicht von seiner Seite und hör auf ihn."
Die Junge Frau straffte sich und sagte in militärischen Tonfall: „Verstanden und Akzeptiert. Neuer Vorgesetzter Harry James Potter. Lily ist bereit für den Einsatz."
Amy lächelte während Harry die Stirn runzelte.
„Keine Sorge. So hat sie es nun mal gelernt. Sprich einfach ganz normal mit ihr. Wenn du mich suchst, ich bin in meinem Büro."
Damit verabschiedete sie sich und lies sie alleine. Harry lies seinen Blick zu Hermine und Sara streifen, die immer noch unter dem Einfluss des Schlaftrankes standen.
Er drehte
sich um und bemerkte, das Lily neugierig geschaut hatte. Doch kaum
sah er sie an, setzte sie wieder eine unbeteiligte Miene auf.
Er
schüttelte seufzend den Kopf und sagte zu Ron: „Hier hast du
die Karte des Rumtreibers. Wenn es etwas neues gibt, sag mir bitte
Bescheid ja?"
Ron nahm
das alte Stück Pergament entgegen und nickte kurz, ehe er sich
auf seinen Stuhl setzte und nachdenklich den Kopf auf die Hände
stützte.
„Zieh dir bitte den Umhang über und Folge mir.", sagte Harry.
Lily tat
wie ihr geheißen und Harry machte sich sofort auf den Weg zum
Raum der Wünsche.
Für
den Fall der Fälle, erweiterte er seine Magische Wahrnehmung um
Lilys dunkle Aura zu erspüren, die sich nur wenige Schritte
hinter ihm befand.
Er mochte
es nicht sonderlich, das er sie nicht sehen konnte. Aber er sollte
sich nicht beklagen. Schließlich hatte er auf diese Art Hermine
vor zwei Jahren nach Hogsmeade begleitet. Nun wusste er wie blöd
sie sich vorgekommen sein musste.
Sie betraten den Raum der Wünsche und Harry erlaubte Lily, den Tarnumhang abzulegen.
Er sah
Amüsiert zu, wie sie damit Kämpfte nicht neugierig
auszusehen.
„Du
darfst dich ruhig umsehen Du musst nicht verbergen das du neugierig
bist.", sagte er und ein Lächeln kräuselte um seine
Lippen.
Sie blinzelte ihn für einen kurzen Augenblick Ängstlich an und erwiderte hastig: „Lily ist nicht neugierig."
Harry
runzelte die Stirn.
„Du
brauchst keine Angst zu haben. Ich tu dir nichts."
Nun
entglitten ihre Gesichtszüge vollkommen ihrer Kontrolle. Sie sah
ihn erstaunt und ungläubig an.
„Kein
Crucio?", fragte sie leise.
Harry war
entsetzt. Sie verhielt sich wirklich wie ein Kleinkind, das erwartete
für schlechtes benehmen bestraft zu werden. Und das auch noch
mit einem Unverzeihlichen Fluch! Unter welch bestialischen
Bedingungen hatte sie nur Leben müssen?
„Nein,
kein Crucio. Wir werden dich dafür nicht bestrafen. Es ist kein
Verbrechen neugierig zu sein und das auch zu zeigen."
Sie sah
ihn immer noch ungläubig an.
„Wirklich?"
Harry
versuchte beruhigend zu lächeln.
„Wirklich."
„Versprochen?", fragte sie vorsichtig.
Er musste
ein wenig über diese Naivität grinsen.
„Versprochen."
Das schien die Junge Frau zu beruhigen.
Sie
schaute sich um und stampfte kurz auf den mit weichen Matten
ausgelegten Boden. Harry hatte sich einen Raum gewünscht in dem
man Nahkampf trainieren konnte und der Raum hatte seinen Wunsch wie
immer erfüllt.
Sie
schaute den Jungen Mann erneut an und fragte vorsichtig: „Darf Lily
Harry Potter eine Frage stellen?"
„Natürlich darfst du das.", erwiderte er Freundlich.
„Lily hat sich gefragt was das für eine Lokalität ist."
Harry musste grinsen bei ihrer Wortwahl und Antwortete: „Ein Übungsraum. Wir üben heute Nahkampf."
Sie sah
ihn verwundert an.
„Lily
fragt sich warum der Boden so weich ist."
„Damit wir uns nicht weh tun wenn wir auf den Boden Fallen.", erklärte Harry.
Die Junge
Frau runzelte die Stirn.
„In
Lilys Parzelle war der Boden nicht weich.", stellte sie verwundert
fest.
Harry
grinste.
„Nun,
wenn du möchtest können wir ein bisschen Üben. Wir
hören auf zu kämpfen sobald einer von uns auf dem Boden
liegt."
„Verstanden!", erwiderte sie knapp.
Harry
bemerkte, das sie wieder vollkommen distanziert wirkte. So hatte sie
es wohl gelernt.
„Bist du
bereit? Ich werde dich jetzt angreifen."
„Verstanden."
Harry lächelte kurz und startete seinen Angriff. Überrascht stellte er fest, das sie verdammt gut war. Sie war schnell, hart und Präzise wie ein Skalpell. Innerhalb weniger Sekunden lag Harry mit den Rücken auf dem Boden.
„Wow!",
sagte er und rieb sich den schmerzenden Bauch. „Das war verdammt
gut!"
Lily war
zurückgetreten und sah ihn teilnahmslos an.
Harry
hatte sie eindeutig unterschätzt. Natürlich war sie gut,
schließlich war sie zu einer Waffe ausgebildet worden.
Er hatte sie falsch eingeschätzt durch ihr Erscheinungsbild und
ihre Naivität in allen anderen Lebensbereichen. Aber Kämpfen
konnte sie perfekt, das musste man ihr lassen.
Er
rappelte sich auf und grinste sie an.
„Gleich
noch mal, bereit?"
So trainierten sie für eine ganze Weile, bis Harry langsam nicht mehr konnte. Und das sollte was heißen! Er hatte immerhin eine Super Kondition. Dennoch, er hatte es nicht einmal geschafft Lily zu bezwingen. Aber deshalb war er nicht grantig. Immerhin machte er das erst seid ein paar Monaten, während sie diese Kampftechniken ihr ganzes Leben lang gelernt hatte.
„So, das war es für heute.", verkündete Harry.
Der
teilnahmslose Blick den Lily für das gesamte Training aufgesetzt
hatte, fiel von ihr ab und sie sah ziemlich elend aus.
„Harry
Potter? Lily möchte wissen wann die Mahlzeiten verteilt werden.
Lily hat Großen Hunger und ist schwach. Sie hat seid gestern
Morgen keine Rationen erhalten."
Im stillen
wunderte er sich, das sie ihren Hunger während des Trainings so
gut Kaschiert hatte. Sie sah wirklich sehr schwächlich aus, nun
da sie ihre Maske abgelegt hatte.
Er sah auf
die Armbanduhr, die Hermine ihm zum Geburtstag geschenkt hatte.
„Oh, tut
mir leid. Wir haben ja das Mittagessen verpasst. Aber kein Problem,
wir können uns in der Küche was holen. Ich glaube sowieso
nicht das ich dich in die Große Halle mitnehmen kann."
„Lily hat Hunger.", wiederholte die Junge Frau schwach.
„Zieh dir bitte den Tarnumhang über und folge mir."
Lily
wankte ein wenig. Harry musste sie ganz schön ausgelaugt haben.
Jetzt wo sie nicht mehr Kämpfen musste, merkte er erst wie
erschöpft sie war.
Er führte
sie Schnurstracks in die Küche und wurde sofort von Dobby
begrüßt, der ihn umarmte.
„Harry Potter! Dobby freut sich sie wieder zu sehen."
Harry
musste grinsen.
„Es
freut mich auch dich zu sehen Dobby."
„Was kann Dobby für Harry Potter tun?", fragte der Hauself entuthiastisch.
„Warte kurz Dobby.", erwiderte Harry und wandte sein Gesicht zu der stelle an der er die dunkle Aura seiner Begleiterin spüren konnte. „Lily? Du kannst den Tarnumhang ablegen."
Das
Plötzliche erscheinen der Jungen Frau, schien die Hauselfen
überhaupt nicht zu irritieren.
Dobby sah
sie erfreut an und fragte: „Kann Dobby jetzt etwas für Harry
Potter und die Junge Miss tun?"
Harry lächelte erneut und sagte: „Einmal Mittagessen für zwei bitte."
Dobby
nickte so eifrig, dass seine Ohren schlackerten und sofort wuselten
mehrere Hauselfen herbei die einen der Großen Tische deckten.
Sie
bugsierten Harry und eine sehr Elend und verwirrt dreinblickende Lily
die, die vielen kleinen Wesen nicht einzuordnen vermochte, zum Tisch.
„Harry Potter? Werden wir angegriffen?", fragte sie unsicher.
„Nein,
werden wir nicht. Das sind Hauselfen. Sie werden dir etwas zu essen
geben.", erwiderte Harry hastig.
Er hatte
keine Lust das sie in der Küche einen Amoklauf veranstaltete.
Aber wenigstens fragte sie nach bevor sie anfing die Hauselfen
abzuwehren.
Sie setzten sich an den gedeckten Tisch und Harry musste grinsen. Vier Sorten Fleisch, Bratkartoffeln, einige Pasteten und Gemüse standen vor ihnen und lockten mit verführerischen Düften. Erst jetzt bemerkte Harry wie Hungrig er eigentlich war.
Er wollte
sich gerade etwas nehmen als er Lilys Stimme vernahm, die verwirrt
fragte: „Harry Potter?"
Er seufzte
unwillkürlich.
„Ja
Lily."
„Was ist das?"
Diese
Frage brachte den Schwarzhaarigen vollkommen aus dem Konzept.
„Das ist
etwas zu Essen. Darf ich Fragen was du sonst immer gegessen hast?"
Lily
runzelte die Stirn.
„Les a
Fant Terrible haben immer Proteinbrei gegessen. Lily hat noch nie
solches Essen gesehen."
Harry war
bestürzt. Sie kannte noch nicht mal normales Essen! Er beschloss
es ihr einfach zu zeigen und nahm sich ein paar Kartoffeln und
Rindfleisch.
„Hier
bei uns gibt es keinen Proteinbrei. Sieh mir doch einfach zu.",
sagte er Freundlich
Sie
beobachtete ihn aufmerksam und machte alles nach.
Harry
musste erneut grinsen. Sie war wirklich wie ein Kleinkind das gerade
die Welt entdeckte.
Er häufte
sich ein paar Bratkartoffeln auf eine Gabel und steckte sie sich in
den Mund, ehe er sie genüsslich zerkaute und schluckte.
Aus den
Augenwinkeln beobachtete er Lily, die ihn genau imitierte.
Doch als
sie die Kartoffeln in den Mund gesteckt und zu kauen begonnen hatte,
stockte sie Kurz und blinzelte überrascht. Dann kaute sie
begeistert weiter und schluckte ebenfalls.
Sie
blickte Harry mit strahlenden Augen an und sagte mit Kindlicher
Begeisterung: „Lily hat beim kauen so ein seltsames Gefühl.
Lily mag dieses Gefühl! Was ist das für ein Gefühl
Harry Potter?"
Harry
musste lächeln.
„Ich
glaube das Essen schmeckt dir.", erwiderte er Freundlich.
„Lily hat beim Essen noch nie gute Gefühle gehabt.", stellte sie fest.
Harry war erstaunt wie viel dieses Mädchen Essen konnte. Und als sie Kürbissaft zu trinken bekam schien sich ihre Begeisterung sogar zu steigern.
„In Lilys Parzelle war das Gefühl bei essen und trinken immer gleich. Hier ist es immer anders.", verkündete sie verwundert.
„Bei uns ist das normal.", erklärte Harry.
Das
Mädchen strahlte begeistert.
„Lily
mag das.", stellte sie fest.
Wieder musste der junge Mann grinsen. Er kramte in seinem Umhang und holte eine Dose mit Zitronenbonbons heraus.
„Was ist das?", fragte Lily vorsichtig.
„Das sind Bonbons. Eine Süßigkeit. Man steckt sie in den Mund und lutscht sie. Möchtest du eines? Sie sind sehr lecker."
Lily
beäugte die Bonbons in seiner Hand Interessiert. Dann nahm sie
sich eines und steckte es schnell in den Mund.
Als sie es
zu Lutschen begann, führte sie sich auf wie ein Kind zu
Weihnachten.
„Das
Gefühl ist sogar noch besser als bei der Flüssigkeit.",
jubelte sie.
„Harry Potter? Lily hat noch ein ganz seltsames Gefühl. Lily möchte aufstehen und auf der Stelle springen. Außerdem möchte sie verbotene Laute machen."
„Was den für Verbotene laute?", fragte Harry verwirrt.
Lily wurde
leise und sah sich vorsichtig um. Ihr schien es unbehaglich zu sein.
Spontan erinnerte sie ihn an Dobby, wenn er etwas sagen wollte was
sich für einen Hauselfen nicht gehörte. Dann kicherte sie
leise und schlug erschrocken die Hand vor den Mund.
Wieder
blickte sie Harry Ängstlich an.
„Das war ein Lachen Lily. Das ist hier nicht Verboten. Das darfst du, das ist gut."
„Kein Crucio?", fragte sie verunsichert.
„Kein Crucio. Ich habe es dir doch versprochen oder?"
„Kein Crucio.", sagte sie überzeugt und entspannte sich merklich.
Anschließend
lutschte sie weiter mit Begeisterung an ihrem Bonbon. Dann kicherte
sie wieder und sah sich verstohlen um, gerade so als könne sie
nicht wirklich glauben das sie das dürfte.
„Harry
Potter? Was ist das nun für ein seltsames Gefühl das Lily
hat?", fragte sie erneut.
Harry schenkte ihr ein Lächeln und sagte: „Ich glaube du bist Glücklich Lily. Das ist in Ordnung."
„Lilly mag das.", sagte sie überzeugt und kicherte erneut.
Harry wunderte sich ein wenig über sich selbst. Müsste er nicht eigentlich genervt sein? Tatsächlich genoss er es Regelrecht dieses Mädchen über all die ihr unbekannten Aspekte aufzuklären.
„Harry Potter?"
„Ja Lily."
„Lily ist nicht mehr Leistungsfähig. Lily würde sich gerne Regenerieren."
Harry
runzelte die Stirn.
„Regenerieren?
Du meinst Schlafen?"
„Lily möchte in ihre Lagerstätte um zu regenerieren."
Harry
nickte.
„Zieh
dir den Tarnumhang über, dann bring ich dich zu Amy.",
erwiderte er und erhob sich.
Kurz
darauf erreichten sie das Büro der Geschichtsprofessorin.
Er klopfte
und wurde hereingebeten. Mit seinen Sinnen erfühlte er wie Lily
ebenfalls in das Büro trat und schloss die Tür.
„Du kannst dich wieder zeigen Lily.", sagte er.
Das Mädchen erschien links von ihm und Amy schenkte ihnen ein Lächeln.
„Und? Wie ist es gelaufen?", fragte sie.
„Hervorragend.", erwiderte Harry. „Sie muss zwar noch viel Lernen was dass normale Leben angeht, aber Kämpfen kann sie wirklich perfekt."
Die Professorin nickte. „War doch zu erwarten oder?"
Harry
musste wieder Grinsen.
Amy wandte
sich an Lily, die immer noch Begeistert ihr Bonbon lutschte.
„Und
Lily? Wie war dein Tag?"
Das Mädchen grinste und erklärte: „Lily hat viel gelernt. Sie ist Glücklich und weiß jetzt was das ist. Lily hat ganz tolles essen und Bonbons bekommen und seltsame kleine Wesen gesehen. Harry Potter hat Lily viel erklärt. Sie mag das!"
Amy musste
lachen.
„Hört
sich so an, als hättet ihr einen Interessanten Tag gehabt."
„Sie war eine Aufmerksame Schülerin, auch wenn sie mir fast ein Loch in den Bauch gefragt hat.", bestätigte Harry.
„Amy Fischer? Lily ist nicht mehr Leistungsfähig. Sie möchte in ihre Lagerstätte um sich zu Regenerieren.", sagte die Rothaarige vorsichtig.
„Kein Problem. Leg nur eben den Umhang um, dann gehen wir auf unser Zimmer. Dort kannst du dich ausruhen."
Harry
schenkte den Anwesenden Damen noch ein Lächeln, ehe er sich
Verabschiedete und wieder zur Krankenstation ging, den Kopf voll
neuer Gedanken.
Erneut
Fragte er sich unter was für Umständen Lily aufgewachsen
war. Sie hatte nicht Lachen dürfen, keine Gefühlsregungen
zeigen oder sonst irgendwie aus der Rolle fallen dürfen.
Vor seinem
Geistigen Auge sah er ihr Ängstliches Gesicht das Fragte: „Kein
Crucio?"
Er
schüttelte sich unwillkürlich. Dann musste er ihr sogar die
Gefühle erklären die sie hatte. Und wie sie ständig
über sich selbst sprach. So als wäre sie nichts wert.
Wahrscheinlich
hatte man ihr das so eingetrichtert. Das sie entbehrlich sei und auf
Befehl zu sterben habe.
Aber andererseits, dachte er mit einen Lächeln zurück als sie sagte: „Lily mag das."
Harry
erreichte die Krankenstation und schloss die Tür.
Von dem
Geräusch der ins Schloss schnappenden Tür, schreckte Ron
auf, der noch immer so dort saß wie er ihn verlassen hatte.
„Verzeihung Professor. Wie war die Frage?", nuschelte er, ehe sich seine Augen klärten und er Harry fixierte, der darüber Lachen musste.
„Ja, ja,
ist sehr lustig oder Harry?", grummelte Ron und rieb sich die
Augen.
Er
streckte sich und blinzelte Harry an.
„Und?
Wie ist die Trainingstour mit unserer neuen Freundin gelaufen?"
Harry
lächelte mild und setzte sich Ron gegenüber.
„Sehr
Aufschlussreich. Amy hat nicht übertrieben. Wenn sie nicht
gerade Kämpft, ist sie vollkommen verloren."
Ron sah ihn mürrisch an und erwiderte: „Dann erzähl doch mal genauer!"
Und so
berichtete Harry von seinem Tag. Von Lilys Neugier und ihrer
Kindlichen Begeisterung bei allem was sie nicht kennt. Aber auch von
ihren Kampffertigkeiten und der Angst man würde sie bestrafen.
Als Harry
seine Ausführungen beendet hatte, sah Ron sehr Nachdenklich aus.
„Wenn ich mir das so anhören muss, weiß ich erst wie gut ich es hatte.", sagte er und fuhr sich unbehaglich mit den Händen durch das Haar.
Harry
nickte ernst.
„Da
hatte ich es sogar bei den Dursleys besser.", stimmte er zu.
Ron wollte
gerade etwas erwidern, als Hermine begann sich zu regen.
„Von was
redet ihr denn da?", nuschelte sie undeutlich.
Harry und Ron mussten Grinsen.
„Hey Dornrösschen. Wachst du endlich auf?", fragte Harry mit einem Grinsen.
„Mir tut jeder Knochen weh.", erwiderte Hermine schlecht gelaunt.
Ron hatte
sich unterdessen Sara zugewandt, die sich auch wieder zu Regen
begonnen hatte.
Madame
Pomfrey wuselte ins Zimmer.
„Auf die
Minute genau.", stellte sie fest. „Wenn die Herren so freundlich
wären die Krankenstation kurz zu verlassen, dann kann ich die
Mädchen untersuchen. Ihr könnt später wiederkommen."
Ron und Harry verließen ein wenig widerwillig die Krankenstation. Erst als Madame Pomfrey zu Sara sagte, sie solle sich oben herum frei machen, beeilten sie sich und liefen Rot an.
Vor der
Tür trafen sie auf Professor Dumbledore, der sie bereits zu
erwarten schien.
Er zeigte
sich belustigt, als er ihre Verlegenen Gesichter sah.
„Ah,
Harry, Ron. Wie ich sehe sind die jungen Damen aufgewacht und
Poppy hat mit der Untersuchung begonnen."
Harry und Ron tauschten einen schnellen Blick und Dumbledore zwinkerte ihnen zu.
„Was verschafft uns die Ehre Herr Direktor?", fragte Ron gerade heraus.
Dumbledore
lächelte.
„Eigentlich
wollte ich mich nach dem Befinden von Miss Granger und Miss Spencer
erkundigen. Außerdem wollte ich Harry Fragen wie sein Tag mit
unserem neuen Gast verlaufen ist."
Harry
blinzelte kurz. Aber er war nicht überrascht. Das war immerhin
Albus Dumbledore. Natürlich wusste er davon.
„Der Tag
war sehr Interessant und auch sehr Aufschlussreich.", erwiderte
Harry.
„Dann fass es doch bitte noch einmal für mich zusammen.", sagte Dumbledore.
Und wieder erzählte Harry alles was er mit Lily erlebt hatte. Es war jedes mal ein wenig beklemmend. Aber Dumbledore lächelte zufrieden.
„Ich muss sagen, dass du sehr gute Arbeit mit ihr leistest. Ich wage zu behaupten das du ein Guter Vater sein würdest Harry."
Harry
errötete heftig und Ron gluckste schadenfroh.
Dumbledore
zwinkerte in Rons Richtung und wandte sich wieder an Harry.
„Dr.
Fischer erzählte mir, das Lily dich sehr gerne hat. Ich möchte
dich bitten dich weiterhin um sie zu kümmern. Allerdings wirst
du das sowieso wollen wenn du dich mit Derek besprochen hast."
„Wieso?", fragte Harry.
„Ich
sagte doch, das ich kein Recht habe dir das mitzuteilen. Ich hoffe du
erinnerst dich an unser Gespräch letzte Woche? Und nun
entschuldigt mich. Ich muss noch mit Poppy sprechen."
Damit
wandte sich Dumbledore an die Tür und klopfte Kräftig.
Madame
Pomfrey lies ihn und die Jungen herein.
Dumbledore
begleitete sie ihn ihr Büro, während Harry und Ron sich zu
Den Beiden Mädchen wandten, die nun von Kissen gestützt
aufrecht in ihren Betten saßen.
Ron lächelte Charmant und fragte: „Wie geht es euch?"
Hermine verzog leicht das Gesicht und erwiderte: „Beschissen. Aber Madame Pomfrey sagt das wird wieder."
Sara sah unbehaglich aus und sagte an die Allgemeinheit gerichtet: „Wenn ich euch noch ein mal als Paranoid bezeichne, zieht mir bitte etwas schweres über den Schädel."
Harry lachte und erwiderte: „Ich werde dich dran erinnern Sara."
Hermine
kicherte leicht und verzog das Gesicht.
„Hört
auf damit! Beim Lachen tut es noch ein bisschen weh."
Sie
beruhigte sich und sah die Jungen ernst an.
„Könnt
ihr uns sagen, was passiert ist? Irgendwie hab ich n' Totalen
Blackout."
Sara
nickte.
„Ich
weiß auch nur noch wie der Todesser den Cruciatus Fluch
brüllte. Anschließend waren da nur noch schmerzen und
undeutliche Nebel."
Also
schilderten Ron und Harry was geschehen war. Außerdem musste er
noch einmal von Lily erzählen.
Hermine
und Sara waren zugleich fasziniert wie entsetzt.
„Das Arme Mädchen.", sagte Hermine und ihre Augen schimmerten Feucht.
„Wann können wir sie einmal treffen?", fragte Sara bedrückt.
„Wie wäre es mit jetzt?", fragte eine weibliche Stimme von der Tür her.
Sie drehten sich um und erkannten Amy, die sie warm anlächelte.
„Amy, schön dich zu sehen.", sagte Hermine und fasste sich sofort wieder mit schmerzverzerrten Gesicht an die Rippen.
„Es freut mich zu sehen das es euch wieder einigermaßen gut geht.", sagte die Junge Professorin mit einem kleinen Lächeln. „Aber leider kann ich nicht lange bleiben. Ich muss noch einige wichtige Dinge erledigen und wollte nur Fragen ob Harry noch ein wenig auf Lily aufpassen kann. Sie war nun doch nicht so müde wie sie geglaubt hatte. Sie musste sich wohl nur vom Training erholen."
Harry
lächelte.
„Ich
sehe da kein Problem. Was steht an?"
„Du musst nicht spezielles mit ihr unternehmen. Einfach auf sie Aufpassen."
Der Junge Mann nickte und erwiderte: „In Ordnung. Soll ich sie holen?"
Amy winkte
ab.
„Nicht
nötig. Leg den Tarnumhang ab Lily. Harry passt auf dich auf bis
ich wieder Zeit habe."
„Verstanden.", antwortete eine vergnügte Stimme links von ihr.
Wenige Augenblicke später erschien das Mädchen und legte den Tarnumhang Pingelig genau zusammen.
„Das ist also Lily?", fragte Hermine freundlich.
„Positiv.", erwiderte die Rothaarige.
„Wie geht es dir?", fragte Sara Freundlich.
„Lily ist Glücklich und sie weiß was das ist.", sagte sie einfach und hopste auf Harry zu.
„Hat Harry Potter noch so eine Süßigkeit."
Der angesprochene lächelte und kramte seine Dose hervor. Lily steckte sich das dargebotene Bonbon in den Mund und kicherte verzückt.
„Lily mag das.", verkündete sie.
Sara, Ron
und Hermine warfen sich einen Blick zu, der recht mitleidig wirkte.
Amy
verabschiedete sich von ihnen und verließ die Krankenstation.
Lily sah
sich überall neugierig um und kicherte ab und zu.
„Und dieses Mädchen soll eine kaltblütige Killerin sein?", fragte Hermine verwundert.
„Lily ist eine Waffe.", verkündete das Mädchen, welches über ein sehr gutes Gehör zu Verfügen schien.
Nur einen Augenblick später traten Dumbledore und Madame Pomfrey aus ihrem Büro.
Lily schrie erschrocken auf und rauschte hinter Harry um sich zu verstecken. Ängstlich lugte sie über seine Schulter zu Dumbledore, der ihr ein Freundliches lächeln schenkte.
„Ah, Lily. Passt Harry wieder auf dich auf?", fragte er freundlich.
„Ja, Harry Potter passt auf Lily auf.", erwiderte das Mädchen mit zitternder Stimme.
Hermine und Sara runzelten verwirrt die Stirn.
Harry hatte ihnen erzählt das Sie Angst vor Dumbledore hatte. Aber es zu hören und zu sehen, waren zwei unterschiedliche Dinge.
„Ich verlasse euch jetzt. Sei ein braves Mädchen Lily und höre auf Harry. Den anderen Damen wünsche ich eine gute Genesung."
Er
zwinkerte noch einmal und verließ die Krankenstation. Madame
Pomfrey zog die Augenbrauen zusammen und begab sich wieder in ihr
Büro.
Als
Dumbledore verschwunden war, entspannte sich Lily merklich. Dann
schien sie sich des Bonbons in ihrem Mund wieder bewusst zu werden
und fuhr vergnügt damit fort es zu lutschen.
Sie wandte sich zu Hermine und musterte sie Genau.
„Harry Potter?"
„Ja."
„Lily fragt sich wer dieses Mädchen ist."
Harry lächelte und sagte: „Das ist Hermine Granger. Sie ist eine Freundin von mir."
Die
Rothaarige runzelte verwirrt die Stirn.
„Lily
kennt dieses Wort nicht Harry Potter. Was bedeutet Freundin?"
Harry lächelte.
„Eine Freundin oder ein Freund ist jemand den man gerne hat und der einen auch gerne hat."
„Ist Harry Potter Lilys Freund?", fragte sie unsicher.
„Ja, das ist er.", erwiderte Harry Freundlich.
Lily kicherte und beäugte Hermine weiter, die das Geschehen traurig verfolgte.
„Lily mag Hermine Granger. Hermine Granger sieht nett aus."
Hermine war ein wenig überrascht. Doch sie lächelte und erwiderte: „Danke Lily. Ich mag dich auch."
Die angesprochene kicherte. Dann wandte sie sich zu Sara um, die Lily interessiert beobachtet hatte.
„Sara Spencer, alter: sechzehn, Mutter: Cordelia Spencer, Größe: ein Meter siebzig, geschätzter I.Q.: einhundertzweiundsechzig, Wohnort: Canterbury, Großbritannien, Derzeitiger Aufenthaltsort: Hogwarts, Haus Gryffindor, Hobbys: Quidditch. Position: Jägerin, Begabung: Zauberkunst und Verwandlungen."
Lily
betrachtete Sara, die vollkommen perplex wirkte weil dieses Mädchen
so viel über sie zu wissen schien.
„Lily
mag Sara Spencer. Auch sie sieht nett aus."
„Danke.", erwiderte Sara verwirrt. „Darf ich Fragen warum du so viel über mich weißt?"
Lily
nickte.
„Sara
Spencer war das Primärziel von Lilys Einsatz. Lily hört das
in der Missionseinweisung."
„Ich war das Primärziel?", fragte Sara verwundert.
Harry und Ron tauschten einen unbehaglichen Blick. Diese Information hatten sie Sara verschwiegen, weil sie nicht wollten, dass sie sich die Schuld für den Angriff gab.
Lilly nickte nur und lächelte.
„Weißt du auch warum?", wollte Sara wissen.
„Lily weiß nicht warum. Lily führt Befehle aus. Aber diesen Befehl wollte sie nicht ausführen. Sie hat es Sirius Black versprochen."
„Sirius Black? Der aus Azkaban geflohen ist?", fragte Sara entsetzt.
„Was ist Azkaban?", fragte Lily verwundert.
Harry und
Ron tauschten einen weiteren Blick.
Das hatten
sie auch nicht erwähnt.
„Sirius lebt?", fragte Hermine betäubt. „Wie ist das möglich? Er...er ist doch..."
„Lilly
mag Sirius Black.", fuhr Lily verwirrt fort, die wohl nicht wusste
was sie von Saras Reaktion zu halten hatte.
„Sirius
Black war nett zu Lily. Mag Sara Spencer Sirius
Black nicht?"
„Ich glaube hier besteht einiger Aufklärungsbedarf.", sagte Ron in neutralem Tonfall.
„Das glaube ich allerdings auch.", pflichtete Harry bei.
Sara musterte die Jungen und Lily schien verwirrt.
„Hat Lily etwas falsches getan?", fragte sie Ängstlich.
Harry
löste sich von Saras Blick und wandte sich dem Mädchen zu.
„Nein,
du brauchst keine Angst zu haben"
Das schien das Mädchen zu beruhigen.
Harry gab Lily ein Buch. Er hoffte sie könne ein wenig lesen, während Ron und er die Mädchen über Sirius aufklärten. Insbesondere Sara, die nah an einer Ohnmacht schien. Doch Harry hatte seine Rechnung ohne die Vorbildhafte Todessererziehung gemacht.
„Harry Potter? Lily fragt sich wozu dieser Gegenstand gut ist.", sagte sie als er es ihr in die Hand drückte.
Ein
bestürzter Ausdruck huschte über die Gesichter der Schüler.
Besonders Hermine schien entsetzt.
„Das ist
ein Buch Lily. Weißt du nicht mal was ein Buch ist?"
„Nicht böse mit Lily sein.", sagte das Mädchen eingeschüchtert durch Harrys heftige Reaktion.
Dieser wurde sofort wieder ruhig.
„Keine sorge. Ich bin nicht böse auf dich, sondern auf die Menschen bei denen du bisher Leben musstest. Es ist erschreckend das sie dir das lesen nicht beigebracht haben."
Lily
entspannte sich merklich und lächelte vorsichtig.
„Was ist
lesen?"
Hermine und auch Sara schienen den Tränen nahe.
„Also Lily.", erklärte Harry geduldig. „Dies ist ein Buch. In einem Buch sind Wörter geschrieben die man lesen kann. Es ist als würde man Wörter malen und wiedererkennen. Auf diese Art werden Geschichten und Wissen verewigt."
„Lily versteht das nicht.", erwiderte das Mädchen und verzog ein wenig das Gesicht.
„Na, dann müssen wir dir lesen und schreiben beibringen.", mischte sich Hermine ein.
Lily
nickte begeistert.
„Lily
möchte lernen. Lily mag Hermine Granger."
Hermine lächelte.
Harry
kümmerte sich weiter um Lily und bemühte sich ihr alles zu
erklären was sie nicht kannte oder nicht verstand.
Ron klärte
während dessen die Mädchen über Sirius auf. Zunächst
erklärte er mit Hermines Hilfe den Sachverhalt um Sirius
Unschuld. Anschließend gab Ron das wieder was sie über
Sirius derzeitige Situation wussten und das Derek eine
Regulatoreneinheit anführte, die ihn Befreien sollte.
Sara war ein wenig geschockt (Obwohl kurz vor einem Kollaps die bessere Beschreibung wäre).
„Sirius Black ist also unschuldig.", flüsterte sie. „Das kann ich irgendwie nicht wirklich glauben."
„Solltest du aber.", sagte Harry. „Er ist unschuldig in Azkaban gewesen und er hat viel gegen die Todesser unternommen seid er geflohen ist. Mir kannst du das glauben. Und bitte, bewahre dieses Geheimnis für dich. Ich vertraue darauf das du es nicht herumerzählst."
Sara sah
Harry an und lächelte leicht.
„Da es
deine Eltern waren die er angeblich Verraten hat glaube ich dir
natürlich. Und ich verspreche nichts auszuplaudern."
Harry nickte ihr zu und spürte dann wie jemand schüchtern an seinem Umhang zupfte.
Er drehte
sich um und erkannte Lily, die wieder einen Ängstlichen Ausdruck
im Gesicht hatte.
„Lily
hat eine Frage.", wisperte sie. Es schien ihr Richtig unangenehm.
Wahrscheinlich war sie in der Vergangenheit dafür bestraft
worden.
„Dann Frag doch einfach.", sagte Harry mit einer beruhigenden Stimme um ihr zu zeigen, dass sie keine Angst haben musste.
„Lily fühlt sich immer unwohl zu dieser Zeit im Mondzyklus.", flüsterte das Mädchen verschüchtert. „Und Lily fängt dann immer an zwischen den Beinen zu bluten. Ist Lily Krank Harry Potter?"
Der Kopf des Jungen Mannes nahm sofort einen dunkelroten Farbton an, während er Lily fassungslos anstarrte.
Ron, Hermine und Sara brachen bei seinem Anblick in Schallendes Gelächter aus. Sie verstummten jedoch als sie den Panischen Ausdruck auf Lily Gesicht erkannten.
„Kein Crucio.", flehte sie Verzweifelt und sofort sahen die anderen im Raum sehr betreten drein.
„Nicht böse auf Lily sein. Lily hat gar nicht gefragt. Lily will es gar nicht wissen."
Die Verzweiflung in ihrer Stimme war fast nicht zu ertragen.
„Beruhige dich Lily. Niemand ist böse auf dich.", versicherte Harry schnell.
Das Mädchen sah ihn ungläubig und immer noch mit Angst in den Augen an.
„Harry Potter ist Rot im Gesicht. Harry Potter ist böse auf Lily.", beharrte sie.
„Nein, ist er nicht.", mischte sich Hermine ein. „Deine Frage war Harry Peinlich. Davon wird man auch Rot im Gesicht.", erklärte sie.
„Lily versteht das nicht.", erwiderte das Mädchen. Man konnte hören, dass sie kurz davor war in Tränen auszubrechen.
„Dann erkläre ich es dir.", sagte Hermine beruhigend.
„Also, du hast ihm eine Frage gestellt die nur Mädchen etwas angeht. Harry kann es nur schlecht erklären und es ist ihm sehr unangenehm. Aber er ist nicht böse, er weiß nur nicht was er sagen soll Richtig Harry?"
„Ähm Ja.", erwiderte dieser.
„Du Silberzüngiger Teufel.", spottete Ron und kassierte einen giftigen Blick von Harry.
Hermine lächelte Lily an und sagte: „Was du jeden Monat hast, ist deine Regel. Setz dich einfach zu mir und ich erkläre es dir."
Nun schien
Ron ein wenig nervös zu werden.
„Ähm,
ich…ich bin dann mal spazieren…oder so.", nuschelte er.
„Ron Weasley wird auch Rot im Gesicht.", stellte Lily verwundert fest.
„Äh, ja…Hermine erklärt es dir. Komm Harry, wir gehen zu Hagrid. Ich könnte n' guten Tee vertragen."
Harry nickte heftig und wandte sich ein letztes mal Lily zu.
„Du hörst bitte auf das was Hermine dir sagt. Ich komme später wieder."
„Lily hat verstanden.", erwiderte das Mädchen und schien das Verhalten der Verlegenen Jungs genau zu studieren.
„Oh Mann, war das Peinlich.", murmelte Harry als er Ron hinaus begleitete…
