Fade to black


Disclaimer: Nein Nein, gehört nicht mir, keine Chance.

So la la, da bin ich wieder, wie gehabt, Reviews sind sehr Inspirierend ;-)

hbt3.: Übermütig? Wer weiß, vielleicht kennt er auch nur seine Prioritäten (unschuldigesgesichtzieh)

Schnuffel.: Und mir ist es eine Freude solche Reviews zu kriegen. Danke, danke

Silvertrust.: Na gut, aber mal ehrlich. N' arroganter Typ wie Malfoy rechnet auch nicht damit, das n' Hauself ihn angreift oder? Und warum? Alexander ist doch n' super Name für nen Bösewicht. Ich hoffe du verzeihst mir diese Namenswahl. Zum Glück hat noch kein Karl-Heinz sich beschwert ;-)

Lobarie.: Der kleine Kerl dankt dir (schmatz) Nun gut, ich werde meinem dummen Rechtschreibprogramm nicht mehr Trauen. Und wenn du Beta lesen willst, warum nicht? Schick mir ne Mail und wir reden darüber. Adresse müsste in meinem Profil sein.

Roter Draconis.: Das mit dem Krank, nehm ich mal als Kompliment ;-) Und vorsicht mit dem Badewasser

Dax.: Deshalb auch das Raiting M

Vorndess.: Danke! Hoffe dieses chap kann deine Erwartungen erfüllen.

Sweet Chrissi.: Danke für das Lob. Und natürlich holen wir Herm da raus, ist doch Ehrensache. Aber dass dauert noch n' bisschen.

Viel Spaß!


18. Eine Geschichte von Schuld und Sühne
Harry hatte seinen Bericht beendet. All die Bilder von dem was er erlebt hatte waren wieder vor seinen Augen Aufgeblitzt.

„Danke dass du das alles noch einmal für uns durchlebt hast. Ich sehe nun um einiges klarer.", sagte Dumbledore mit belegter Stimme.

„Das…ist schrecklich.", wisperte Sirius kaum vernehmlich.

Erst jetzt bemerkte Harry, dass sein Gesicht feucht von den Tränen war, die er vergossen hatte. Doch er schämte sich deshalb nicht. So etwas war unwichtig geworden.

„Du hast dich sehr gut geschlagen und was dass wichtigste ist, du hast verhindert das sich diese Todesser Vollkommen an Miss Granger vergehen konnten. Ich bin sehr stolz auf dich.", sagte Dumbledore ernst.

„Das ist mir nicht wichtig. Wichtig ist, das es ihr wieder gut geht.", wisperte Harry mit gebrochener Stimme.

„Ich werde ihre Eltern hier her kommen lassen. Sie sollten heute Abend eintreffen. So lange musst du dich um sie kümmern. Lily wird dir helfen. Soweit ich weiß seid ihr die einzigen die sie an sich heran lässt. Tatsächlich gelang es Minerva nur sie in den Krankenflügel zu bringen, weil man dich hierher brachte. Filius erholt sich immer noch von dem Fluch den sie auf ihn geschleudert hat als er sich ihr nährte."

Harry lies den Kopf hängen.

Dumbledore seufzte und erklärte: „Ich muss nun in mein Büro. Gute Besserung."

Sirius, Ron und Lily waren zurückgeblieben.
Die Rothaarige stellte sich wieder an das Fußende von Hermines Bett und nahm eine wachsame Position ein.
Sirius setzte sich zu Harry an das Bett.

„Wie geht es dir?", fragte er.

„Wie ich schon sagte, den Umständen entsprechen gut."

Sirius lächelte gequält.
„Und wie geht es dir wirklich?"

Harry lies den Kopf hängen.
„Ich bin tot Sirius. Ich bin tot…"


Hermine wachte auf und stellte entsetzt fest, das sie nicht mehr bei Harry lag.
Lily eilte zu ihr und nahm sie schützend in die Arme, ehe sie die Schülerin scheinbar Mühelos hochhob und zu Harry ins Bett legte, der unter den Wachsamen Augen von Sirius döste.

Ron war inzwischen im Gemeinschaftsraum, um sich um Sara zu kümmern, die sich selbst die Schuld an dem ganzen gab und vor einigen Stunden einen Zusammenbruch erlitten hatte.

Harry erwachte, als Lily ihre Last auf seinem Bett ablud und richtete sich schnell auf.
Hermine klammerte sich an ihn und vergrub wieder den Kopf an seiner Schulter.
Er legte eine Hand auf ihren Rücken und schloss entspannt die Augen.
Nach einer Weile schienen die beiden wieder eingeschlafen zu sein.

Lily nahm erneut eine Wachende Position ein.

Sirius schenkte ihr ein Lächeln.
„Solltest du dich nicht langsam mal schlafen legen?"

„Negativ. Lily regeneriert sich im stehen. So kann sie wachsam bleiben und auch Leistungsfähig."

„Hier droht aber keine Gefahr."

Lily schüttelte den Kopf.
„Keine Sichtbare Gefahr. Hermine Grangers Seele wurde stark beschädigt. Lily wacht um zu beruhigen. Lily absorbiert negative Energie von den Auren die es hier gibt. Sie schützt den Geist von Hermine Granger, nicht den Körper."

Sirius verstand.
„Danke.", flüsterte er.

„Lily mag Hermine Granger.", erwiderte sie einfach als würde das alles erklären.

Sirius lächelte leicht.

Die kleine hatte sich prächtig entwickelt. Dafür dass sie keinerlei moralische Wertvorstellungen besaß, machte sie sich wirklich gut. Sie schien Instinktiv zu wissen was richtig und was Falsch war.
Lily zuckte plötzlich zusammen.

„Lily spürt zwei Muggel die sie nicht kennt. Ihre Signatur ähnelt Hermine Granger."

„Hermines Eltern werden wohl eingetroffen worden sein.", erklärte Sirius.

„Soll Lily sich tarnen?", fragte sie verunsichert.

„Nein, ich denke das ist in Ordnung.", erwiderte er gelassen.

„Hermine Grangers Eltern sind sehr wütend und Ängstlich.", sagte Lily mit Unbehagen in der Stimme.

„Das ist doch normal oder? Immerhin wurde ihre Tochter entführt und fast vergewaltigt."

„Lily mag das nicht."

Sirius lächelte leicht und erwartete die Ankunft der Grangers.
Sie kamen in Begleitung von Ron, der sie wohl in Empfang genommen hatte, da sie ihn bereits kannten.

„Wo ist meine Tochter?", fragte Mr. Granger besorgt und wütend zugleich.

„Bitte senken sie ihre Stimme. Sie schläft gerade.", erwiderte Sirius höflich. Er wusste das der Mann der ihm gegenüberstand nicht wütend auf ihn direkt war, sondern nur irrational reagierte. Wahrscheinlich wusste er noch gar nicht, was wirklich geschehen, sondern nur das seine Tochter verletzt worden war. Er musste sich überzeugen, dass sie nun in Sicherheit war ehe er sich abregen würde.

Er führte sie zu Harrys Bett, wo sie sich eng an ihn geschmiegt hatte.
Das schlafende Gesicht spiegelte nicht die Seelenpein der sie gerade ausgesetzt war. Es war entspannt und friedlich. Nichts von dem Schmerz der wachen Stunden zeigte sich. Sirius Argwöhnte, dass es irgendetwas mit Lily zu tun hatte, denn eigentlich müsste sie nun unter Alpträumen leiden.

Mr. und Mrs. Granger sogen scharf die Luft ein.
Sie konnten Hermines verkrustete Lippen und ihr geschwollenes Auge erkennen, aber die schlimmen wunden sahen sie nicht, da sie nicht Körperlicher Natur waren.

Mrs. Granger machte Anstalten sie Aufzuwecken, doch Lily hielt sie davon ab.

„Nicht wecken. Hermine Granger braucht ihren Schlaf.", sagte sie leise.

Mrs. Granger schien den Tränen nahe.
„Was ist hier eigentlich passiert? Und warum liegt sie mit Harry in einem Bett?"

Sirius räusperte sich leise und erklärte: „Das besprechen wir am besten woanders. Wir sollten die beiden wirklich nicht stören."

Ron wandte sich an Sirius: „Ihr sollt Dereks Büro benutzen. Meine Eltern und meine Brüder sind in ihren Gästezimmern wenn ihr sie braucht. Ich werde mich jetzt weiter um Sara kümmern."

Sirius nickte dem Großen Jungen zu und wandte sich an die Grangers.

„Bitte nicht erschrecken, ich werde mich gleich in einen Hund Verwandeln. Folgen sie mir dann bitte."

„Lily bleibt hier und passt weiter auf.", wisperte die Rothaarige.

Sirius verwandelte sich, doch die Grangers waren zu besorgt um davon eingeschüchtert oder beeindruckt zu sein.

Er führte sie direkt in Dereks Büro, wo sie von dessen Inhaber bereits erwartet wurden.

Auch seine Ehefrau Amy und Jarod waren Anwesend.

Die beiden Regulatoren trugen ihre Militärisch Anmutenden Uniformen. Dass taten sie wohl um die beiden Muggel zu beruhigen, daher hatten sie die dazugehörigen Umhänge nicht angezogen.

Amy dagegen trug einen Hosenanzug. Sie hatte ihr Haar hochgesteckt und eine Aktentasche dabei. Sie wirkte wie eine Professionelle Anwältin, was sie auch war. Da sie Muggelsachen trug, fühlten die Grangers sich nicht zu deplaziert und wurden selbstsicherer.

Sirius konnte sich vorstellen, dass diese beiden sich unter so vielen Zauberern sehr Unwohl fühlen mussten. Es würde ihn nicht anders ergehen wenn er alleine in die Muggelwelt müsste.

Er verwandelte sich schnell zurück.

„Nun den, Mr. und Mrs. Granger, wenn ich ihnen die Anwesenden Vorstellen dürfte. Der Große Gentlemen in der Uniform ist Major Derek Fischer, der Gentlemen daneben Major Jarod Sommer. Die beiden sind Regulatoren der Internationalen Vereinigung der Zauberer, so etwas wie Polizisten in ihrer Welt."

Die Grangers gaben den beiden Männern die Hand.

„Die bezaubernde Junge Dame dort ist Dr. Amelia Fischer, eine Muggelanwältin die ebenfalls für die Internationale Vereinigung der Zauberer tätig ist…"

Die Grangers reichten auch ihr die Hand, dieses Mal selbstsicherer weil auch sie keine Zauberin war.

„…und ich bin Sirius Black, berüchtigter Häftling auf der Flucht und Harrys Pate."

Die Grangers erstarrten. Sirius hatte mit einer solchen Reaktion gerechnet, aber sie hatte andere Gründe als er Vermutet hatte.

„Ich möchte nicht unhöflich sein Mr. Black, aber Hermine berichtete uns sie seien Tod.", sagte Mr. Granger peinlich berührt.

„Das wurde auch einige Zeit angenommen. Ich bin noch nicht lange wieder da."

Diese Erklärung schien die Muggel zu befriedigen und Derek lud sie ein sich zu setzen.

Er bot jeden noch Tee und Kaffee an, was dankbar angenommen wurde.

„In Ordnung, könnte uns jetzt jemand erklären was Hermine zugestoßen ist.", fragte Mr. Granger besorgt.

Nun da er sich überzeugt hatte, das seine Tochter sich nicht in unmittelbarer Gefahr befand, war er sehr viel ruhiger und höflicher.

„Das ist nicht leicht zu erklären.", erwiderte Sirius mit Unbehagen. „Sie wissen von dem Krieg der gerade in unserer Welt tobt?"

Die Grangers nickten.

„Hermine erzählte uns davon bevor sie von dieser Miss Tonks abgeholt wurde.", sagte Mrs. Granger leise.

Sirius nickte und erklärte: „Einige Spione der Terroristen die wir bekämpfen hatten Hogwarts unterwandert und versuchten eine Schülerin die mit Hermine befreundet ist zu entführen. Hermine berührte einen Brief der an diese Schülerin Adressiert war um ihn weiterzureichen, doch es war kein Brief sondern ein Portschlüssel. Das sind verzauberte Gegenstände, die einen Menschen zu einem anderen Ort transportieren. Harry fand das heraus und folgte ihr. Wie er das geschafft hat wissen wir noch nicht, aber er kam gerade noch Rechtzeitig."

„W…was haben sie m…meiner Tochter angetan?", fragte Mrs. Granger mit Tränenerstickter Stimme.

Sirius bemerkte selbst, wie ihm die Augen brannten, doch er riss sich zusammen.

„Harry berichtete uns, dass er gerade noch eine Vergewaltigung verhindern konnte. Allerdings war es fast zu spät, die Todesser waren schon sehr weit gegangen. Er tötete die Täter und kämpfte sich den Weg frei. Es gelang ihm sie wieder hier her zu bringen."

„Vergewaltigt?", fragte Mr. Granger entsetzt. Alle Alpträume eines Vaters wurden wahr.

„Nicht wirklich, wie ich bereits sagte, Harry konnte das Allerschlimmste verhindern. Sie hat jedoch ein Schweres Trauma erlitten.", sagte Sirius sachlich.

Die Grangers brauchten eine Weile um den Schock zu verarbeiten.

Sirius und die anderen gaben ihnen die Zeit die sie brauchten.

„Ich möchte sie sofort sehen…", flüsterte Mrs. Granger nach zwei oder drei Minuten.

Sirius räusperte sich um den Frosch in seinem Hals loszuwerden.

„Es gibt da etwas das sie vielleicht Wissen sollten…", begann er.

Er suchte den Blick der Grangers, die ihn nun ansahen. Er seufzte schwer und fuhr fort: „Hermine wurde wirklich sehr schwer Traumatisiert. Auch wenn sie keinen Körperlichen Schaden erlitten hat, wurde ihr Geist schwer mitgenommen. Sie…ähm…sie spricht nicht mehr und lässt nur Harry und Lily an sich heran. Andere Menschen lässt sie nicht zu nahe kommen. Vielleicht greift sie andere Menschen sogar an, wenn sie sich ihr Nähern. Sie sollten sich darauf gefasst machen von ihr zurückgestoßen zu werden."

Diese Nachricht schien die Eltern noch mehr zu schockieren.

„D…deshalb liegt sie also bei Harry im Bett?", fragte Mr. Granger leise.

„Ähm…ja. Sie wird hysterisch wenn er nicht in ihrer Nähe ist.", erwiderte Sirius ernst.

Die Grangers ließen die Köpfe hängen und spendeten einander Trost.

„Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen.", sagte Amy mit ihrer schönen und beruhigenden Stimme.
"Ich kenne ihre Tochter sehr gut. Sie wird vielleicht eine ganze Weile brauchen, aber sie wird es verarbeiten, dessen bin ich mir sicher."

Derek nickte ernst und fügte hinzu: „Der Direktor hat mich gebeten sie dazu einzuladen, eine Weile hier zu bleiben. Wir haben eine Gastwohnung für sie Vorbereitet, die ihnen zur Verfügung steht. Da sie sich hier nicht auskennen, stellen wir ihnen einen Hauselfen zur Seite, der sie führen wird. Für Nicht Magische Menschen kann es gefährlich sein, sich in Hogwarts aufzuhalten, vor allem wenn man sich nicht auskennt."

„Da ich ebenfalls eine Muggel bin wie sie, stehe ich ihnen nach dem Unterricht jederzeit als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Ihr Hauself wird mich holen falls sie mich brauchen.", ergänzte Amy die Worte ihres Mannes.

„Wir danken ihnen für die Mühe.", sagte Mr. Granger.

„Das ist gar kein Problem. Wir alle mögen Hermine. Sie hat mir sogar mal das Leben gerettet.", erwiderte Sirius mit einem warmen lächeln.

„Und wir haben sie den ganzen Sommer lang Unterrichtet, dabei ist sie uns auch sehr ans Herz gewachsen.", fügte Jarod hinzu.

Derek nickte bestätigend.

„Sie hat uns alle auf die eine oder andere Weise bewegt. Sie haben eine wunderbare Tochter auf die sie Stolz sein können und wir alle fühlen mit ihnen. Dieses Verbrechen wird nicht ungesühnt bleiben. Wir haben die Spione die für ihr Verschwinden verantwortlich sind bereits gefasst und sie werden Bald vor Gericht gestellt."

Amy nickte und erklärte: „So wie die Dinge stehen müssen die Täter mit der Höchststrafe Rechnen. Einem Dementorenkuss."

„Einem was?", fragte Mr. Granger verwirrt.

Sirius seufzte und erklärte: „Dementoren sind gefährliche Lebewesen, die wir Zauberer benutzen um unsere Gefangenen zu bewachen. Ein Dementorenkuss beschreibt den Vorgang, die Seele eines Individuums zu entfernen. Es ist die schlimmste Strafe die man sich vorstellen kann, schlimmer als der Tod. Aber selbst eine Lebenslange Haftstrafe wäre genug. Es würde für die beiden bedeuten auf ewig ihre schlimmsten Erinnerungen wieder zu erleben, was schon viele in den Wahnsinn trieb."

Die Worte waren ihm nur schwer über die Lippen gekommen, da er sich zugleich an seine ganz eigenen Erfahrungen mit den Dementoren erinnerte.

Die Grangers schienen entsetzt.

„Das ist ja grausam.", flüsterte Mrs. Granger.

„Dessen sind wir uns Bewusst. Aber es ist unsere Art Verbrechen zu bestrafen. Sie müssen wissen dass jedem Zauberer die Mittel Böses zu tun in die Wiege gelegt werden. Zauberer brauchen keine Waffen um Schmerzen zu zufügen oder zu töten. Nur ihren Zauberstab, etwas was für uns ein Alltäglicher Gebrauchsgegenstand ist. Deshalb sind die Strafen sehr hart, um vor Machtmissbrauch abzuschrecken.", erklärte Jarod ruhig.

Schweigen folgte dieser Erklärung.

„Können sie uns sagen, wann wir zu Hermine können.", fragte Mrs. Granger fast verzweifelt.

„Wir können auf den Weg zu ihren Räumen sehen ob sie wach ist. Wenn das nicht der Fall ist, werde ich sie Rufen lassen wenn sie aufwacht.", versicherte Derek.

Der Regulator führte die Grangers zurück in die Krankenstation.

Hermine war wach.

Lily und Harry versuchten sie zum essen zu überreden.

„Nun komm schon Herm. Nimm doch ein paar Bissen. Tu es für mich.", bettelte Harry.

Hermine schüttelte den Kopf.

„Also kein Brötchen. Vielleicht etwas Rührei?", fragte der Junge, der einem Nervenzusammenbruch nahe war. Anscheinend versuchten sie schon seid einiger Zeit das verstörte Mädchen zum essen zu bewegen.

Wieder schüttelte sie den Kopf.

„Wenn du nichts isst, werde ich traurig sein.", drohte Harry.

Das schien sie zu erweichen und sie nahm einige Bissen von dem Rührei welches Lily ihr hinhielt.

Harry atmete erleichtert auf.

Die Grangers und Derek hielten sich unauffällig im Eingangsbereich auf. Keiner der drei schien ihre Anwesenheit zu bemerken.

„Hermine Granger sollte ein wenig mehr essen.", sagte Lily energisch.

Die angesprochene schien genervt von dieser Fürsorge zu sein. Anscheinend aß sie nur, damit die beiden endlich Ruhe gaben.

Als Hermine den Teller geleert hatte, lies Derek die Grangers vor.

Die Eltern verzweifelten fast, als ihre eigene Tochter vor ihnen zurückwich und sich an Harry klammerte.

Dieser sah die Grangers schmerzerfüllt an.

„Hermine. Nicht doch. Sieh, es sind deine Eltern. Willst du sie denn gar nicht begrüßen?"

Sie schüttelte ihren Kopf, den sie an seiner Schulter vergraben hatte. Schaute noch nicht einmal auf.

Harry blickte wieder entschuldigend zu den Grangers, die verzweifelt darüber wirkten von ihrer Tochter abgelehnt zu werden.

„Es tut mir leid.", sagte er an sie gewandt.

Mrs. Granger schüttelte sich.

„Nein! Dir muss nichts leid tun Harry. Wir wissen was du für sie getan hast. Dein Pate, Mister Black hat uns alles erzählt. Tatsächlich müssen wir dir danken. Immerhin hast du dein Leben Riskiert um sie zu Retten."

Harry seufzte.

„Nur wegen mir gerät sie doch ständig in die Schusslinie."

Hermine fuhr hoch, Packte ihn an der Schulter und blickte ihm Intensiv in die Augen wobei sie heftig den Kopf schüttelte.

„Hermine Granger sagt, dass Harry Potter aufhören soll Schwachsinn zu verzapfen.", kommentierte Lily überflüssigerweise.

Die Grangers nickten.

„Wir wissen von Voldemort. Wärst du es nicht, wäre es halt jemand anderes den er auf dem Kieker hat. Wahrscheinlicher ist, das Hermine erst gar nicht so alt geworden wäre, wenn du nicht wärst.", sagte Mr. Granger ruhig.

Was sollte Harry dagegen sagen?

Mrs. Granger sah dem jungen Mann ernst in die Augen.

„Pass bloß auf meine Tochter auf, hörst du?"

„Wir bleiben hier im Schloss. Morgen kommen wir wieder vorbei.", fügte Mr. Granger hinzu.

Harry nickte und erwiderte: „Ich werde auf sie Aufpassen, mit meinem Leben, das schwöre ich."

Die Grangers nickten ihm noch einmal zu und ließen sich von Derek, der sich dezent im Hintergrund gehalten hatte, zu ihren Räumen führen.


Es war tiefe Nacht als Sara den Gemeinschaftsraum verlies. Niemand wusste davon, nicht mal Ron, der sich wirklich Rührend um sie gekümmert hatte.

Aber er verstand es einfach nicht!

Genau so wenig wie Ginny und die anderen Weasleys, die versucht hatten ihr Trost zu Spenden.

Es war ihre Schuld, ihre Allein! Sie war dafür Verantwortlich was Hermine passiert war, es hätte sie treffen sollen und nicht ihre Freundin. Sie sollte jetzt im Krankensaal liegen mit den Erinnerungen an…an…

Sie konnte nicht mal daran denken was ihrer Freundin zugestoßen war.

Als Sara mit ihrer Mutter nach England gezogen war, hatte sie sehr Große Angst empfunden. Schon in Amerika hatte sie nicht viele Freunde gehabt, da sie so strebsam gewesen war. Nun sollte sie in einem Land zur Schule gehen, an das sie sich nicht mal erinnern konnte.

Sie hatte Angst gehabt nicht akzeptiert zu werden, eine vollkommene Außenseiterin zu werden.

Doch dann traf sie den Großen Harry Potter im Zug. Er war so Freundlich und Hilfsbereit gewesen und sowieso ganz anders als sie ihn sich Vorgestellt hatte.
Natürlich hatte sie gewusst, das er in Hogwarts war und noch dazu in ihrem Alter. Aber nie hätte sie gedacht, dass sie sich mit ihm unterhalten, geschweige denn sich mit ihm Anfreunden würde.

Sie hatte immer gedacht er wäre eine Art unantastbarer Halbgott. Zum Glück hatte sie sich geirrt.

Dann war da Ron gewesen, den sie vom ersten Augenblick an Süß gefunden hatte. Er war sehr Groß, Stark und liebevoll. Außerdem so ruhig und ausgeglichen (Obwohl Ginny erzählt hatte, das er vor den Ferien noch ein Jährzorniger und absolut unsteter Mensch gewesen sein soll, einfach unvorstellbar).

Er hatte ihr Hogwarts gezeigt und sie mit lustigen und teilweise Unglaublichen Geschichten seiner bisherigen Schulzeit erheitert.

Dann war da Hermine Granger.

Sie war sogar in Amerika so etwas wie eine Legende. Man hörte viele Geschichten von der Genialen Hogwarts Schülerin aus einer Muggelfamilie, die eine gute Freundin des großen Potter war.

Sara hatte gedacht, dass sie ebenfalls erhaben und unantastbar wäre. Aber das stimmte nicht.

Sie war so nett zu Sara gewesen.

Die beiden hatten die Gleiche Wellenlänge was Bildung anging. Sie beide lasen sehr gerne und diskutierten über den Unterricht. Niemals hatte sie eine so gute Freundin gehabt und soweit Sara es beurteilen konnte, beruhte das auf Gegenseitigkeit.

Auch der Abend in der Krankenstation als Ron und Hermine sie nach ihrer Meinung zu Harry gefragt hatten war ein ganz besonderer Moment für sie gewesen.

Sie hatte sich Privilegiert gefühlt. Verstanden und Dankbar für das Vertrauen das man ihr Entgegenbrachte.

Dann diese Unglaubliche Geschichte mit Sirius Black, diese Geschichte über die Les a Fant Terrible, die eigentlich nur Harry etwas anging.

Aber er wollte sie dabei haben.

Man hatte sie aufgenommen, genau so wie sie war. Sie hatte wunderbare Freunde gefunden.

Und nun mussten sie alle leiden, nur wegen ihr.

Ron war von Hermine weggestoßen worden.
Er tat es zwar oberflächlich ab, doch Sara wusste wie sehr es ihn verletzt hatte.

Harry war schwer verletzt. Er wäre fast gestorben um sie zu retten.

Doch Hermine hatte es natürlich am schlimmsten getroffen.

Sara konnte nicht leben in dem Bewusstsein, das ihre Freundin die Qualen erlitt, die eigentlich für sie bestimmt gewesen waren.

Sara Spencer, das hatte auf dem Brief gestanden, nicht Hermine Granger sondern Sara Spencer.

Warum?

Warum war es nur so gekommen und nicht wie es sein sollte?

Sie schlich sich in die Krankenstation.

Sie wollte sich wenigstens bei Hermine entschuldigen, bevor sie Sühne leisten würde. Es war beschlossen.

Leise öffnete sie die Tür und schlüpfte herein. Niemand war zu sehen.

Sie schlich zu Harrys Bett, wo sie die Silhouetten der beiden erkennen konnte.

„Es tut mir leid Hermine.", flüsterte sie unter Tränen und mit zitternder Stimme.

„Du dürftest nicht so leiden. Ich sollte es sein, nicht du! Ich! Es tut mir leid was du durchmachen musstest und auch jetzt noch durchmachst. Ich hoffe du wirst es verarbeiten…"

Sie hielt einen Augenblick inne und holte zitternd Luft.

„Morgen schon werde ich nicht mehr da sein und ihr werdet wieder sicher leben können. Ich werde es wieder gut machen, mit…mit meinem Leben. Du warst die beste Freundin die ich jemals hatte…werde wieder Glücklich."

Sara schlich sich heraus und lenkte ihre Schritte zum Astronomieturm.

Sie würde einfach herunterspringen, das war ihr Plan.

Wegen ihr hatten Todesser Angegriffen, wegen ihr wurde Hermine entführt. Sie konnte damit nicht länger leben.

Auf dem Turm angelangt sah sie in die Tiefe.

Der schwarze endlos scheinende Abgrund hieß sie willkommen.

Sie starrte hinunter in die gähnende Tiefe und spürte den Drang mit ihr eins zu werden.

Nur ein kleiner Schritt und es war getan.

Sie verlor sich eine kleine Weile in diesem Gedanken.

„Das solltest du dir noch mal gut überlegen.", knurrte eine Stimme hinter ihr.

Sara erschrak heftig.

Sie drehte sich um, doch konnte in der Dunkelheit niemanden erkennen.

Flackerndes Licht flammte auf und nun sah sie Derek Fischer, der Lässig an einer Säule lehnte und eine Hand voll Flammen zu tragen schien, was sehr beeindruckend wirkte und ein unheimliches Licht spendete.

Der Große, Muskelbepackte Regulator mit seinen Rockerklamotten, der Sonnenbrille und den harten Gesichtszügen, welche von diesem ewigen selbstgefälligen Grinsen beherrscht wurden, wirkte in dem flackernden Licht noch sehr viel eindrucksvoller als sonst.
Er stieß sich von der Säule ab und schwenkte seine linke Hand, worauf zwei bequeme Sessel erschienen.

„Setz dich Sara, wir haben einiges zu besprechen."

Er hielt die Hand mit den Flammen hoch in die Luft und nahm sie wieder herunter.

Das Feuer jedoch, Schwebte nun in zwei Meter achtzig Höhe und erleuchtete den Raum.

Er setzte sich und deutete mit einer herrischen Geste auf den anderen Sessel.

Saras Knie waren weich und sie fühlte sich kraftlos und Panisch.

„Jetzt setz dich verdammt noch mal bevor du aus den Latschen kippst! Kaffee? Tee?"

Sara empfand die leichtfertige Art des Großen Mannes als sehr irritierend. Und woher wusste er eigentlich was sie vorhatte?

„Lily warnte mich das du wahrscheinlich eine Dummheit vorhast. Sie hat gehört was du zu Hermine sagtest und mir sofort Bescheid gegeben. Und siehe da, sie hatte Recht. Jetzt setz dich bitte hin, damit wir reden können!"

„Lily? Sie war doch gar nicht da.", erwiderte Sara verwirrt und lies sich endlich in den Sessel fallen.

„Schon vergessen was sie ist? Wenn sie nicht gesehen werden will, dann sieht man sie auch nicht. Aber sei versichert, sie war da. Sie ist Hermine nur selten von der Seite gewichen seid sie wieder da ist. Sie schützt ihren verwundeten Geist vor Alpträumen und zuviel negativer Energie. Ein begabtes Mädchen, in der Tat."

Sara wusste nicht was sie sagen sollte, daher fragte sie das erste was ihr einfiel.

„Und…wie haben sie mich gefunden?"

„Erstens sind wir nicht im Unterricht. Ich bin jetzt Derek und das Du ist Pflicht. Ey, das Reimt sich ja. Aber zum Punkt, du hast Angst und bist wütend auf dich selbst. Deine Aura strahlt wie n' verdammter Weihnachtsbaum. Für jemanden wie mich ist es eine leichte Übung dich aufzuspüren. Schon vergessen womit ich mir meine Brötchen verdiene?"

Dieser Kerl war einfach unglaublich.

„Aber wir sind nicht hier um über mich zu reden.", fuhr er fort. „Nein, wir sollten uns über die Riesen Dummheit unterhalten die du Vor hast. Ohne Besen vom Astronomieturm zu Hüpfen scheint mir der Gesundheit nicht gerade zuträglich, genau so, wie unberechtigte Selbstvorwürfe."

Sara schüttelte den Kopf. Tränen rannen ihr aus den Augen.

„Von wegen unberechtigt! Es hätte mich treffen sollen, nicht Sie! Es hätte mich treffen sollen! Ich bin schuld das alle leiden müssen, ich allein! Ich kann damit nicht leben! Das muss ein Ende haben!"

Derek schüttelte amüsiert den Kopf doch seine Stimme war ernst und eindringlich.

„Bullshit! Wer ist schuld? Du? Jetzt erzähle ich dir mal n' paar Takte zu Schuld. Ich bin schuld! Ich habe nicht gemerkt das man n' Portschlüssel erstellt hatte, obwohl die Sicherheit der Schüler meine aller erste Priorität ist! Unterrichten kommt erst an zweiter Stelle. Aber ich habe es nicht verhindert. Es ist meine Schuld!"

Sara sah ihn entsetzt an.

„Das ist doch Schwachsinn.", murmelte sie.

„Glaubst du?", fragte Derek herausfordernd und fuhr fort.

„Harry denkt es ist seine Schuld. Er glaubt er hätte schneller bei ihr sein müssen, oder es wie ich im voraus ahnen müssen. Er hätte sie viel schneller finden müssen. Außerdem werden eh alle angegriffen die ihm nahe sind, weil er ist was er ist. Harry sagt es ist seine Schuld."

Sara schüttelte den Kopf, doch Derek lies sich nicht beirren.

„Dumbledore sagt es sei seine Schuld. Er ist für jeden Schüler verantwortlich. Er hätte es verhindern müssen. Außerdem ist er der Große Dumbledore und hätte es ahnen müssen noch bevor es passierte. Dumbledore sagt es sei seine Schuld. Ron sagt es sei seine Schuld. Er hätte bei euch sein sollen und Harry sofort holen müssen. Außerdem hätte er genau so wie Harry in der Lage sein sollen sie zu Finden. Draco Malfoy sagt es sei seine Schuld, weil die Todesser die den Portschlüssel ausgelegt hatten Doppelagenten waren. Er hatte das Kommando über sie und er spionierte den dunklen Lord aus. Aber zwei seiner Leute verrieten ihn und erstellten den Portschlüssel. Malfoy sagt es sei seine Schuld. Ich könnte ewig so weiter machen. Ich bin übrigens genauso schuld weil in China n' Sack Reis umgekippt ist. Ich hätte ja dort hinreisen können um es zu verhindern. Siehst du? Es ist Schwachsinn."

Sara war der Kiefer heruntergeklappt.

Derek lies das Flackernde Licht des Feuers über ihren Köpfen ein wenig abdunkeln und nahm seine Brille ab, damit sie ihm in seine Ungleichen kalten Augen blicken Konnte.

„Nun erkläre mir, was sich ändern würde wenn du jetzt deinen Kunstsprung vom Turm vollführst!"

Sara konnte dem stechenden Blick seiner Augen nicht standhalten und sah daher schweigend zu Boden.

„Nun, ich werde es dir mit Vergnügen erklären. Ron würde erst mal wütend werden, vor allem auf sich selbst. Er wird sich die Schuld geben weil er hätte bemerken müssen, was in dir vorgeht und was du Vor hast. Harry wird sich auch die Schuld geben, weil Voldemort ihn auf dem Kieker hat und er dich seiner Meinung nach da rein gezogen hat. Und Hermine wird vollkommen zerstört werden wenn ihre beste Freundin in den Tot springt. Sie gibt sich ja sowieso selbst die Schuld an dem was passiert ist, einfach weil sie schön ist, eine attraktive Junge Frau. Sie glaubt sie sei selbst Schuld an dem Vergewaltigungsversuch, weil sie so schön aussieht. Wenn du dich deswegen vom Turm stürzt wird sie direkt Hinterher hüpfen, weil sie glaubt es sei auch ihre Schuld. Verstehst du es jetzt? Eine endlose Geschichte von Schuld und Sühne ohne Sinn oder Verstand."

Sara konnte darauf nichts sagen. Sie kam sich wie ein dummes kleines Mädchen vor, das von rein gar nichts eine Ahnung hatte. Wo war ihre Schläue wenn sie sie mal brauchte?

„Daran habe ich gar nicht gedacht.", flüsterte sie.

Derek grinste.

„Ab und zu muss jedem Mal ordentlich der Kopf gewaschen werden. Natürlich fühlst du dich Schuldig. Sie ist deine Freundin. Aber wenn du stirbst machst du es nur schlimmer. Aber wenn du lebst, kannst du helfen. Vor allem Ron. Er begehrt dich, aber das weißt du. Wenn er dich nicht hätte, wäre er schon durchgedreht. Du gibst ihm halt, den Mut weiterzumachen. Du musst ihm helfen es zu ertragen und er wird dir helfen es zu ertragen. Zusammen Werdet ihr Hermine helfen können damit zu leben. Zusammen könnt ihr es schaffen. Ihr dürft nur nicht schlapp machen. Es wäre ein Großer Fehler das Heil in Selbstzerstörung zu suchen, wo du gerade in diesen dunklen Stunden am meisten für deine neuen Freunde tun kannst. Harry hat das bereits begriffen nach all dem Scheiß, den er bereits mitmachen musste. Ich kenne ihn ziemlich gut musst du wissen. Er hat auch schon mehr als einmal daran gedacht sich selbst die Lichter auszupusten während er bei mir war. Aber seine Freunde brauchen ihn, darum macht er weiter. Denk mal drüber nach."

Sara kam sich so dumm und egoistisch vor. Derek hatte mit allem Recht was er sagte.

„Ich sollte schlafen gehen.", flüsterte Sara.

„Das solltest du wirklich. Es ist verdammt noch mal viel zu spät um sich hier herumzutreiben. Fünf Punkte von Gryffindor. Und jetzt Marsch in deinen Gemeinschaftsraum."

Sara musste lächeln und erhob sich. Sie dankte Derek und verschwand in die Dunkelheit…


Noch mal danke für die Reviews, ich hoffe davon gibt's noch mehr ;-)