Fade to black
Disclaimer: Gehört mir was, ich glaube nicht. Aber wenn ich die Kohle hätte, würde ich mir das Copyright kaufen ;-)
So da la, ich hab euch lange genug schmoren lassen oder? Das nächste chap ist da und dieses mal habe ich sogar eine BETA Leserin.
Also, Herzlichen Dank an Lobarie (küsschenaufdiewangedrück) War echt schnell bearbeitet, doch irgendwie müssen wir das mit den Anhängen hinkriegen, weil in dem Mailtext so doofe Codierungen drin sind die ich alle von Hand wegeditieren musste. Aber das schaffen wir schon ;-)
Nun wird es Zeit für meinen Lieblingsteil, die Interaktion mit den Lesern :-)
Sweet-Chrissi: Drücken mag ich lieber als Drohungen :g: Und danke für die Review.
Roter Draconis: Hast ja auch recht ;-)
silvertrust: Danke und hau mal bei deinen Storys n' bisschen rein. Ich bin so gespannt wie's weitergeht das ich ganz nerviös (das ist n' Insider) werde. (Sorry, hatte wieder n' Clown zum Frühstück)
Alex Black5: Sorry, ich beeil mich ja (schmoll) ;-) Zu den Fragen, nö, Harry merkt es nicht und Ron ist Vertrauensschüler. Mit den Muggels, mal sehen. Einfach weiterlesen (grins)
sycron: Danke, denke ich. Hier bitte, das nächste chap
Totolos: Bei Anime schau ich eigentlich eher Sacen im Stil von Hellsing. Aber jetzt wo du es sagst... Daran hatte ich aber echt nicht gedacht. Und freut mich, das Lily dir gefällt.
Dax: Du verstehst es einen auch ohne Worte richtig gut zu motivieren. Danke.
laser-jet: Ne, eigentlich dachte ich bei Lilys chara Entwicklung eher an unterwürfige Diener, was mich dierekt zu den Hauselfen brachte. Daher habe ich ihr gemüt ähnlich gestrickt. Die wird sich aber noch entwickeln (oder tut sie ja schon)
Schnuffel: Ja, ein bisschen Ruhe muss ja auch mal sein. Und zu den Ahnbahnungen die ich Versprochen habe, kann ich nur sagen, das es sowohl Positive wie auch Negative geben wird.
Vorndess: Danke, Danke. :-)
Beta Lobarie: Du weißt ja schon wies weitergeht (grins) Nochmal Danke! Du hast super Arbeit geleistet! Das nächste Chap kommt bestimmt!
Dezideria: Huh, das erinnert mich so n' bisschen an Misery von King...;-) Ne mal im ernst, Danke für das Lob :-)
Und nun wie immer
Viel Spaß
20. Eine unangenehme Weihnachtsüberraschung.
"Siehst du? Sie sieht immer nur auf den Boden und im Unterricht hat sie auch schon lange nichts mehr gesagt", zischte das blonde Mädche ihrer Freundin zu. Die Brünette nickte verschwörerisch während sie Hermine Granger und Harry Potter verstohlen mit den Augen folgte.
"Ich habe gehört sie und Potter hätten sich heimlich verlobt oder sogar geheiratet. Das könnte auch der Grund sein, weshalb Dumbledore ihnen erlaubt in eigenen Räumen zu wohnen."
"Ja, das habe ich auch gehört, aber dafür benehmen sie sich zu seltsam. Sie waren schon seit Ewigkeiten nicht mehr in der Großen Halle. Potter war nicht mal bei der Siegesfeier nach dem Quidditchspiel!"
Harry
seufzte genervt auf. Das Getuschel um sie herum wurde immer
schlimmer.
Egal,
wohin er auch ging, überall steckten sie die Köpfe zusammen
und tratschten.
Na gut, was würde er denken, wenn zwei seiner Mitschüler beiderlei
Geschlechts plötzlich ihre privaten Räume hätten? Ganz
sicher genau
das, was hier so als Gerücht herumschwirrte.
Harry hasste all diese zusätzliche Aufmerksamkeit, aber wenn sie die Wahrheit wüssten, wäre es sicher noch viel schlimmer, als es jetzt shon war.
Doch das Allerschlimmste war, dass seit dem Vorfall nach Halloween nicht ein Todesserangriff mehr stattgefunden hatte. Nicht dass es schlimm wäre, dass keine unschuldigen Menschen leiden mussten, doch es war auch beunruhigend.
Voldemort hatte mit seinem Angriff auf Kapstadt seine Macht und Dreistigkeit gezeigt. Es war eine Botschaft, dass er sie nicht fürchtete und tun und lassen konnte, was er wollte.
Und nun ließ er sie schmoren. Das machte alle mürbe.
Derek hatte erzählt, dass auch andere illegale Aktivitäten stark zurückgegangen waren und die Auroren und Regulatoren auf Abruf standen, was viele nervös machte.
Dumbledore
hatte beschlossen die Ruhe so gut es ging zu nutzen um die Macht des
Phönixordens weiter auszubauen.
Er
hatte mittlerweile viele Verbündete gefunden. Der
Nachrichtendienst der IVZ
und die Regulatoren waren nur der Anfang gewesen. Er hatte noch die Unterstützung
der Liga gegen die dunklen Kräfte erworben, wo viele freiberufliche
Schwarzmagie-Jäger Mitglied waren. Außerdem noch andere nützliche
Organisationen, die Harry jedoch nicht im Einzelnen kannte.
Wie dem auch sei, die Ruhe war trügerisch. Voldemort plante was, darauf würde er seinen Feuerblitz verwetten.
Doch auch er blieb nicht untätig.
Zusammen mit Hermine und Ron trainierte er härter denn je an seiner magischen Ausdauer und am schnellen und perfekten Ausführen von Flüchen.
Mit
Dereks Hilfe versuchte er mächtiger zu werden um auf eine Ebene
zu stoßen,
auf der er es mit Voldemort aufnehmen konnte.
Und
er würde es schaffen. Er war fest entschlossen, also trainierte
er hart um
seine Magie immer besser konzentrieren und bündeln zu können.
Hermine
sprach zwar immer noch nicht, aber auch sie schien entschlossen mächtiger
zu werden, um nie wieder irgendjemandem hilflos ausgeliefert zu sein,
ein Grund den Harry nachvollziehen konnte.
Außerdem
verhielt sie sich ihm gegenüber ganz anders als früher.
Er war ihr Held, in gewisser Weise. Das wusste er. Und außerdem war es angenehm mit ihr zu leben, ganz anders als er es sich vorgestellt hatte.
Sie kannten sich so gut, dass es keine Unannehmlichkeiten gab.
Harry verhielt sich wie ein perfekter Gentleman und hielt immer abstand zu ihr, es sei denn, sie wollte nicht alleine sein. Sie teilten sich den gleichen Raum, allerdings mit getrennten Betten.
Doch nachdem Lily Hermines Geist nicht mehr säuberte, hatten die Alpträume begonnen. Sie konnte ja nicht ewig davor fliehen.
Es kam öfters vor, dass sie schweißgebadet aufwachte und anschließend zu Harry ins Bett schlüpfte um seine Nähe zu spüren. Und er hatte nichts dagegen.
Tatsächlich hatten sich die Gefühle, die er im Krankenflügel gehabt hatte nur noch intensiviert.
Es zählte nur, dass es sie beschützte, egal wie. Niemand würde es mehr wagen, seiner Hermine weh zu tun!
Nur wenn sie bei ihm lag, schien sie sich sicher zu fühlen und konnte ruhig schlafen. Doch ihre inneren Dämonen, die Erinnerungen, plagten sie immer noch, auch in ihren wachen Stunden.
Dumbledore hatte erklärt, dass es auch mit dem Fluch zu tun hatte, mit dem die Todesser sie belegt hatten.
Er hatte sie gezwungen alles wieder und wieder zu erleben, da er teilweise die Fähigkeiten der Dementoren imitierte. Außerdem hatte er die Erfahrung verschlimmert und fest in ihr Gedächtnis gebrannt.
Doch als kleiner Lichtblick war bald Weihnachten.
In diesen unsicheren Zeiten wollten die meisten Eltern ihre Kinder nah bei sich haben.
Tatsächlich
würden nur ihre Freunde, sie selbst und Draco Malfoy ihre Ferien in
der Schule verbringen.
Harry
freute sich sehr darauf, dass sie bald so ziemlich alleine sein würden.
Das bedeutete, dass er nicht mehr dieses verdammte Getuschel ertragen
musste. Außerdem könnte er Hermine vielleicht dazu bringen
öfter hinaus
zu gehen.
Momentan verschanzte sie sich lieber in ihren Räumen um zu lesen.
Verwandlungen stand für sie als allerletztes Unterrichtsfach vor den Ferien auf dem Programm.
Und eben dahin waren sie unterwegs.
Sie erreichten das Klassenzimmer und setzten sich wie immer nach ganz hinten, ein wenig abseits der restlichen Klasse.
Ron und Sara gesellten sich kurz darauf zu ihnen und auch der Rest der Klasse traf nur wenig später ein.
Professor McGonagall hielt wie immer ein eisernes Regiment in ihrem Klassenraum und ließ sich kein bisschen von der Weihnachtsstimmung beeindrucken, die von den meisten Schülern Besitz ergriffen hatte.
"Heute gibt es einen kleinen Infokurs zu der Animagusverwandlung", kündigte sie an.
Einige in der Klasse stöhnten laut auf.
"Das Thema hatten wir doch bereits Professor", protestierte Justin Finch Fletchley.
Die Professorin schaffte es mit einem einzigen strengen Blick die Schüler zum Schweigen zu bringen.
"Das ist korrekt. Wir haben besprochen, was Animagi sind und was für gesetzliche Bestimmungen in Bezug auf diese Selbstverwandlungen gelten. Was ich heute mit Ihnen besprechen möchte, ist wie man zu einem Animagi werden kann und was für Vor- und Nachteile sich daraus ergeben."
Nun hatte sie wieder die volle Aufmerksamkeit zu dem Thema.
"Die Animagusverwandlung ist ein festgelegter Reflex, der antrainiert werden kann. Derjenige, der zu einem Animagus werden möchte, muss erstens ein mächtiger Magier sein, zweitens ein gewisses Talent für zauberstablose Magie, insbesondere transfiguraler Vorgänge besitzen. Außerdem muss er ausdauernd sein, was Schmerzen angeht, da die Verwandlung in den ersten Monaten mit starken körperlichen Schmerzen verbunden ist. Weiterhin sollte derjenige über eine gute geistige Kontrolle verfügen. Nicht viele besitzen all diese Fähigkeiten!"
Harrys
Gedanken schweiften ein wenig ab.
Er
hatte noch nie wirklich darüber nachgedacht ein Animagus zu
werden, aber es
könnte nützlich sein.
Außerdem
waren sein Vater und sein Pate ebenfalls Animagi gewesen.Besaß
er denn all die Fähigkeiten, die vorausgesetzt wurden?
Also, mächtig war er mittlerweile. Das Regulatorentraining hatte ihm eine gute Ausdauer und Konzentration beschert. Die Schmerzen würde er wohl ertragen können, nach allem was er schon erlebt hatte. Zauberstablose Magie konnte er auch sehr gut, aber wie war das mit transfiguralen Vorgängen?
Also, wenn er es richtig verstanden hatte, dann meinte McGonagall damit stablose Selbstverwandlung. Aber konnten das nicht nur Metamorphmagier?
Harry seufzte genervt und schob eine Haarsträhne beiseite, die ihm ins Gesicht fiel. Er war schon lange nicht mehr beim Friseur gewesen, daher... Moment mal!
Genau, das war es!
Er hatte doch damals seine Haare wieder nachwachsen lassen, als Tante Petunia sie zwangsweise geschnitten hatte. Damals hatte er noch gar nicht gewusst, dass er ein Zauberer war. Eine stablose Selbstverwandlung.
Damit müsste er alle Kriterien erfüllen. Sollte er ernsthaft darüber nachdenken ob...
"...Sie Interesse daran haben sollten zum Animagus ausgebildet zu werden, melden Sie sich nach dem Unterricht bei mir. Wir werden dann überprüfen, ob Sie geeignet sind. Allerdings sind Personen, auf die alle Merkmale zutreffen und die sich dann erst einmal den Schmerzen unterziehen sehr selten. Deshalb gibt es nicht viele Animagi. Überlegen Sie es sich gut."
Als Aufgabe sollten sie ein wenig über alle Animagi herausfinden, die in den letzten zehn Jahren registriert worden waren.
Harry entschloss sich, seine Professorin anzusprechen, ob er geeignet wäre ein Animagus zu werden. Das würde ihn schon reizen.
Er wandte sich an Hermine und sagte: "Ich wollte noch kurz mit McGonagall reden. Möchtest du mit oder wartest du lieber?";
Sie
schaute ihm in die Augen und er konnte ihre Neugierde erkennen. Das hieß,
dass sie mit wollte.
Er
konnte alles in ihren Augen lesen, so dass sie ihm nie aufschreiben musste,
was sie sagen wollte. Es war faszinierend.
Sie erreichten die Professorin, die ihre Unterlagen zusammenpackte.
"Ähm, Professor?"
"Was gibt es, Mr. Potter?",fragte seine Lehrerin ohne aufzusehen.
"Ich wollte mich für eine Animagusausbildung bewerben", erwiderte er mit sicherer Stimme.
Nun widmete ihm seine Hauslehrerin ihre volle Aufmerksamkeit.
"Sind Sie sicher? Wie ich bereits sagte, es ist in der ersten Zeit sehr schmerzhaft. Dass Sie begabt genug sind, kann ich mir ja vorstellen, aber Sie sollten die Anstrengungen, die damit verbunden sind nicht unterschätzen."
Harry lächelte und erklärte: "Ich stand bereits mehr als einmal unter dem Cruciatus Fluch. Ich denke, ich weiß was Schmerzen sind und wie man sie aushält."
Eine Sekunde lang flackerte Besorgnis in McGonagalls Augen auf, doch dann lächelte sie.
"Natürlich Potter. Kommen Sie gegen sechs Uhr in mein Büro, dann werden wir überprüfen ob Sie geeignet sind."
Hermine zupfte an Harrys Robe.
Er drehte sich zu ihr um und blickte kurz in ihre Augen, die einen bittenden Ausdruck hatten.
"Professor? Hermine möchte sich auch melden", sagte Harry schnell.
"Sind sie sicher, Miss Granger?", fragte die Verwandlungslehrerin.
Hermine nickte eifrig.
"Dann werden Sie Mr. Potter begleiten", sagte McGonnagal einfach.
Harry bedankte sich in ihrer beider Namen und verließ gemeinsam mit Hermine den Studiensaal.
Ron und Sara erwarteten sie bereits.
"Warum habt ihr so lange gebraucht?", fragte Ron neugierig.
"Wir haben uns entschlossen Animagi zu werden", erwiderte Harry lächelnd.
Ron hob eine Augenbraue und wirkte kein bisschen überrascht.
"Wundert mich, dass du nicht schon eher gefragt hast."
Harry blinzelte.
"Warum?"
Ron lachte leise, während sie in Richtung des Gastraumes schlenderten, in dem Harry und Hermine untergebracht worden waren.
"Na, wegen deinem Dad. Er war doch auch 'n Animagus. Ich dachte, du würdest seinem Beispiel gerne folgen."
Harry grinste und musste den Kopf schütteln, während er insgeheim Rons neues Wesen bewunderte. Sehr scharfsinnig.
"Tja, das wäre ein Grund. Aber um ehrlich zu sein, habe ich vor heute nie ernsthaft darüber nachgedacht."
Hermine lächelte leicht und blickte Ron direkt an, der den Blick erwiderte und laut auflachte.
"Nein, dazu spüre ich keine Ambitionen. Selbstverwandlung ist echt nicht mein Metier.", beantwortete er die Frage ihres Blickes.
Sara runzelte die Stirn.
"Was ist?"
"Hermine wollte wissen ob ich mich nicht auch bewerben möchte", erwiderte er.
"Ach so.", murmelte Sara, die nun die Zusammenhänge begriff.
Sie verbrachten den restlichen Nachmittag damit, von allen anderen abgeschirmt zu lernen und einen großen Teil der Hausaufgaben und Recherchen zu erledigen, damit sie sich damit nicht auch noch in den Ferien herumschlagen mussten.
Um zehn vor sechs gingen Ron und Sara zurück in den Gemeinschaftsraum, während Hermine und Harry sich zu Professor McGonagalls Büro begaben.
Harry
war schon sehr gespannt darauf, wie der Eignungstest aussehen würde.
Er
konnte ihn sich gar nicht vorstellen, wenn er ehrlich war.
Sie erreichten die Tür und wurden bereits von ihrer Professorin erwartet, die den beiden ein aufmunterndes Lächeln schenkte.
"Guten Abend, ihr beiden!", sagte sie seltsam gut gelaunt.
Harry hatte seine Professorin niemals so ausgelassen gesehen. Normalerweise gab sie immer darauf Acht, eine Aura der Strenge und Unnahbarkeit aufrecht zu erhalten.
"Ich muss gestehen, dass ich mich sehr freue. Seit ich in Hogwarts unterrichte, haben sich noch nie Schüler mit dem Wunsch Animagi zu werden an mich gewandt.", sagte McGonagall lächelnd und bedeutete den beiden sich zu setzen.
"Nun, wir werden mit dem Test beginnen. Zuerst muss ich feststellen, auf welcher Stufe der Macht Sie sich befinden. Wenn Sie zu schwach sind, werden Sie abgelehnt. Anschließend testen wir, inwieweit Sie in der Lage sind, transfigurale Vorgänge an sich selbst auszuführen. Wir beginnen mit Ihnen, Mr. Potter. Wenn Sie so freundlich wären und einen Schockzauber oder etwas in der Art an diese Wand zu werfen. So stark, wie Sie können."
Harry wunderte sich ehrlich gesagt ein wenig, zuckte aber mit den Schultern und sammelte bereits seine magische Energie.
Mit einem lässigen Schlenker ließ er einen hochpotentiellen Schocker an die Wand donnern, was einen ohrenbetäubenden Knall zur Folge hatte.
Die Wand nahm einen intensiv violetten Farbton an.
Ihre Professorin sah Harry ungläubig an.
"Beeindruckend, Mr. Potter. Wirklich sehr beeindruckend", hauchte sie.
Die Verwandlungslehrerin rief sich zur Ordnung, wandte sich Hermine zu und bat sie, es Harry gleichzutun.
Nachdem Hermine ihren Fluch gegen die Wand geworfen hatte, nahm diese ebenfalls einen violetten Farbton an, der allerdings nicht ganz so kräftig war. Dennoch wirkte Minerva McGonagall sehr beeindruckt, was Harry als positiv bewertete.
"Nun ja, mächtig genug sind Sie beide. Das war mehr als ausreichend", erklärte die Verwandlungslehrerin.
Sie machte sich einige Notizen auf einem Pergament, ehe sie die beiden wieder mit einem freundlichen Lächeln anblickte.
"So, nun werden wir ermitteln, ob Sie überhaupt das Talent zum Animagus haben. Dabei werden wir auch gleich herausfinden, welche Gestalt Sie als Tier annehmen werden."
Sie stand auf und bedeutete Harry sich ihr gegenüber zu stellen.
"Sie werden ein Kribbeln spüren, Mr. Potter, aber das ist nicht schlimm. Einfach stillhalten, bitte."
Harry nickte zum Zeichen, dass er verstanden hatte, während Hermine sie neugierig beobachtete.
Professor McGonagall richtete ihren Zauberstab auf ihn und begann leise eine komplizierte Zauberformel zu murmeln.
Harry verspürte das angekündigte Kribbeln, welches durch jede Zelle seines Körpers pulsierte. Ein seltsames Gefühl, so als würde er sich selbst verwandeln und es gleichzeitig verhindern wollen.
Das Gefühl verstärkte sich an seiner Brust und ein seltsames Ziehen begann.
Dann flackerte die Luft vor ihm auf dem Boden und es bildete sich der Umriss eines vierbeinigen Tieres. Es war ein Schatten, der immer festere Konturen anzunehmen schien.
Nach einigen Sekunden stand das Abbild eines riesigen schwarzen Wolfes mit grünen Augen vor ihnen.
Harry und Hermine betrachteten das Tier fasziniert. Professor McGonagall nickte sehr zufrieden und beendete den Zauber.
"Hervorragend, Mr. Potter. Sie besitzen die Gabe und Ihr inneres Tier ist sehr ausgeprägt. Ein Wolf steht für Weisheit, Mut und Freundschaft. Ein sehr passendes Tier."
"Das war mein Tier?", fragte Harry überrascht.
"Ja, Mr. Potter. Ein Animagus kann sich nicht aussuchen, was er wird. Es ist wie mit den Zauberstäben, das Tier sucht sich den Zauberer aus, nicht umgekehrt."
Hermine strahlte Harry an und erhob sich, während er sich mit wackeligen Beinen auf seinen Platz setzte.
McGonagall wiederholte den Vorgang bei Hermine, die dabei ihre Augen geschlossen hielt.
Nach einer Weile begann auch vor ihr sich ein Schatten zu bilden, etwas kleineres mit Flügeln.
Nach wenigen Minuten schwebte vor Hermine in der Luft eine schöne weiße Eule mit braunen Augen.
Hermine wirkte ein wenig überrascht und auch begeistert, während ihre Professorin erklärte: "Eulen stehen für Weisheit und Wissen, ebenfalls sehr passend."
Hermine setze sich zu Harry, nachdem McGonagall den Zauber aufgehoben hatte.
"Vortrefflich, Sie beide besitzen die Begabung und sind mehr als mächtig genug. Sie sind beide angenommen. Wir beginnen Ihre Ausbildung neben der normalen Unterrichtszeit. Je nach dem, wie begabt Sie sind, wird es vier bis fünf Monate dauern bis Sie fertig sind."
"So schnell?", fragte Harry überrascht. Sein Vater und Sirius hatten doch Jahre gebraucht um Animagi zu werden.
Seine Hauslehrerin schien den Gedanken erraten zu haben und erwiderte:
"Wenn Sie von einem Profi ausgebildet werden, dann ist dass die übliche Zeit. Ihr Vater und ihr Pate haben zwar Jahre gebraucht um es zu schaffen, aber erstens lernten sie nur nach Büchern, zweitens mussten sie diese erst einmal finden und drittens haben sie wohl mehr Zeit darauf verwendet, nicht entdeckt zu werden, als zu üben."
Das erklärte natürlich alles.
Harry lächelte seiner Lehrerin zu und sagte: "Vielen Dank Professor."
Hermine nickte bestätigend, doch McGonagall winkte ab.
"Ich muss Ihnen beiden danken. Bisher hatte ich nie die Gelegenheit Animagi auszubilden, daher freue ich mich schon. Ich wünsche Ihnen dann noch einen schönen Abend."
Harry und Hermine bedankten sich noch einmal und verließen das Büro.
Minerva McGonagall sank mit einem seeligen Lächeln auf ihren Sessel zurück.
Oh Gott, war das ein Schock gewesen!
Um sicherzugehen, dass sie sich nicht irrte, holte sie eine kleine Pergamentrolle hervor, auf der ein Farbindex abgebildet worden war.
Er begann bei einem leichten, kaum wahrzunehmenden Blau und endete in einem intensiven roten Farbton.
Sie suchte die Farbe Violett, welche sich im hinteren Teil der Farbskala befand und die letzte Farbe vor Rot darstellte.
Sie las die Erklärung daneben um sicherzugehen.
"Zauberer,
die es schaffen, beim Test gegen die Messwand, einen violetten
Farbton zu erzeugen, Zählen bereits zu den oberen Hexenmeistern.
Ihre
magische Kraft beträgt 1000:1 M.E.p.S. (Magische Energie pro Strang)."
Minerva seufzte.
Sie selbst besaß eigentlich nur 850:1 M.E.p.S.
Das bedeutete also, ihre Schüler waren mächtiger geworden als sie selbst.
Natürlich hatte sie bemerkt, dass sich Harry, Hermine und auch Ron weiterentwickelt hatten. Als einige der Wenigen wusste sie von der Ausbildung der drei. Natürlich wusste sie auch, dass insbesondere die magische Ausdauer und die Fähigkeit Magie zu bündeln trainiert wurden. Aber auch die Menge der Grundenergie wurde durch das ständige Üben und richtige Konzentrieren gesteigert.
Das war das letzte Glied in der Kette all dieser Veränderungen, die ihr aufgefallen waren.
Als sie die Drei am Anfang des Schuljahres wiedergesehen hatte, war ihr fast das Herz stehen geblieben. Vor allem Ron, der mit seinen über zwei Metern irgendwie unnatürlich wirkte. Dann diese durchtrainierten Körper und vor allem ihre Art sich zu bewegen.
Waren die Drei vor den Ferien normale Schüler gewesen, die sich normal bewegten, so waren sie nun Kämpfer.
Minerva hatte es oft bei ehemaligen Schülern beobachten können, die sich zu Auroren hatten ausbilden lassen.
Ihre Bewegungsabläufe waren geschmeidig und katzenartig (Sie musste es ja wissen), vollkommen selbstsicher und perfekt koordiniert.
Aber am deutlichsten sah man es ihren Augen an.
Besonders Harry und Ron waren sich ihrer selbst manchmal nicht sicher gewesen. Und Harrys Blick wurde immer ernsthafter und gehetzter, nach all dem was er durchmachen musste.
Nun war ihr Blick wachsam, analytisch und selbstsicher. Eine große Veränderung. Außerdem schafften es vor allem Ron und Harry sich im Unterricht zu steigern.
Sie schienen selbst gar nicht zu bemerken, wie begabt sie eigentlich waren.
Bei Ron lag das jedoch in der Familie. Jeder seiner Brüder, sogar die Zwillinge, waren hochbegabt gewesen. Bei Harrys Eltern war es auch nicht verwunderlich und Hermine war ein Naturtalent. Muggelgeboren aber hochintelligent und begabt.
Solche Leute in einer Klasse zu haben war immer gut, da sich der Rest immer anstrengte, um mit ihnen mitzuhalten.
Minerva lächelte leicht.
Nie hätte sie gedacht, dass Harry einmal so mächtig werden würde, nachdem sie ihn im ersten Schuljahr wieder gesehen hatte. James und Lily wären so stolz...
Harry erwachte, als sein Bett zu federn begann.
Verschlafen richtete er sich auf und wurde von Hermine in die Arme genommen.
"Dir auch Frohe Weihnachten", nuschelte er verschlafen und fischte sich seine Brille vom Nachttisch.
Nun konnte er Hermine erkennen, die ihn anstrahlte.
"Was denkst du, Herm, sollen wir unsere Geschenke aufmachen?"
Sie nickte eifrig und wandte sich dem Stapel am Fußende ihres Bettes zu.
Harry lächelte und tat es ihr gleich.
Von Sirius und Remus bekam er eine hervorragende Buchreihe mit dem Titel 'Magisches Recht für Dummies'.
Dabei war eine Notiz, die da lautete:
'Sehr nützlich wenn du irgendwann als Auror oder Regulator arbeiten möchtest. Hat sogar uns durch die Prüfungen gebracht.
Sirius & Remus'
Er lächelte und legte die Bücher an die Seite.
Das nächste Geschenk war von Ron und Sara. Harry öffnete das Paket, welches merkwürdig zitterte.
Reflexartig
griff er zu, als etwas Goldenes versuchte zu entkommen.
In
seiner Hand hielt er einen Schnatz, der wild mit den Flügeln
schlug.
Harry
bekam den Mund nicht mehr zu.
Das war ja großartig!
Auf dem Schnatz stand eine Widmung.
'Für unseren Freund...', mehr nicht. Aber das war alles, was gesagt werden musste.
Harry war gerührt.
Er belegte den Schnatz mit einem Lähmzauber und legte ihn vorsichtig auf sein Bett.
Von Mrs. Weasley bekam er wie immer einige Pasteten und einen Weasley Pulli, dieses Mal in Grün.
Als nächstes packte er das Geschenk von Amy, Derek und Jarod aus.
Es war eine kleine Schatulle mit einem Brief.
Er öffnete als erstes die Schatulle, in der auf Samt gebettet ein Regulatorenabzeichen lag, auf dem sich ein Schwert mit einem Zauberstab kreuzte. Zwei silberne Knöpfe lagen daneben.
Verdutzt öffnete Harry den Brief und begann zu lesen.
'Sehr geehrter Mr. Potter,
Es
freut uns Ihnen Mitteilen zu können, dass wir Sie gerne als
Regulatoren in
den freien Vollstrecker Korps aufnehmen möchten.
Sie
wurden von einem unserer Offiziere geschult und besitzen die nötige Kenntnis
und Einstellung, um einen solch anspruchsvollen Posten zu übernehmen,
selbst wenn Sie noch nicht volljährig sind. Major Fischer erklärte,
Sie seien eines der größten Talente, das ihm je begegnet
sei.
Selbstverständlich
steht es Ihnen frei, Ihre Schulzeit zu Ende zu führen.
Sie
können dieses Angebot auch ablehnen, ich hoffe jedoch, dass Sie
sich für uns
entscheiden.
Sprechen Sie mit Major Fischer, falls Sie noch Fragen haben.
Mit freundlichen Grüßen:
Jos van Dijk, Direktor'
Harry klappte der Kiefer runter.
Das
Regulatorenbüro wollte ihn tatsächlich schon einstellen?
Wie
kamen die denn darauf? Er war doch nicht mal volljährig!Es
war verlockend, um nicht zu sagen, das wäre ein Traumberuf. Er
wollte ohnehin
Auror werden und das kam dem nicht nur nahe, sondern war sogar besser.
Sein Traum wurde ihm auf einem silbernen Tablett serviert.
Er wandte sich an Hermine, die ihn erstaunt ansah und eine Schatulle hoch hielt, die ebenfalls ein Regulatorenabzeichen enthielt.
"Du auch?";, fragte er perplex.
Sie nickte und begann zu lächeln.
Harry fing ebenfalls an zu strahlen und erklärte: "Wir sollten uns mal mit Derek darüber unterhalten, meinst du nicht?"
Sie nickte enthusiastisch.
So, nun sollten das letzte Geschenk folgen. Es war von Hermine, doch erst wollte er zusehen, wie sie sein Geschenk auspackte. Er war gespannt, wie sie wohl reagieren würde.
Hermine hatte das kleine Päckchen in die Hand genommen und wirkte sehr neugierig. Sie packte es aus und erkannte eine weitere Schatulle, die sie sofort öffnete.
Sie wirkte vollkommen überrascht, als sie ein silbernes Amulett erkannte, in das ein großer Saphir eingearbeitet worden war.
Wenn sie sprechen würde, hätte es ihr wohl die Sprache verschlagen.
Ungläubig sah sie Harry an, der sie anlächelte.
Er nahm das Amulett heraus und legte es ihr sanft um den Hals.
"Wie für dich gemacht", stellte er fest.
Sie strahlte, umarmte ihn fest und drückte ihm dann einen Kuss auf die Lippen.
Harry schwirrte der Kopf.
"Danke Herm", sagte er und lächelte noch breiter.
Sie blinzelte ihn verschämt an und deutete auf ihr Päckchen, welches er noch nicht ausgepackt hatte.
Langsam riss er das Papier von dem kleinen eckigen Objekt und er erkannte eine Spieluhr.
Verwundert musterte er den schlichten schwarzen Kasten und öffnete ihn.
Eine sanfte, schwermütige Melodie erklang.
Harry kannte sie, er wusste nur nicht, woher. Sie hörte sich so vertraut und dennoch so fremd an. Plötzlich wurde er sehr traurig.
Bilder blitzten vor seinen Augen auf.
Eine blaue Zimmerdecke. Eine Art Mobilé mit Quaffeln, Klatschern und Schnatzen. Eine Rothaarige Frau, die sanft zu ihm sang, ein Lächeln auf den Lippen.
Mum?
Woher kam das?
Er erinnerte sich an Worte, sanft und melodisch von einer lieblichen Stimme nur für ihn gesungen...
Die Melodie brach ab.
Harry spürte erst jetzt, das Tränen sein Gesicht benetzten.
Was war nur mit ihm los?
Hermine hatte ihn sanft umarmt und er ließ seinen Kopf auf ihre Schulter sinken.
"Danke.", hauchte er mit zitternder Stimme.
Sie verweilten noch eine Weile so da, bis Harry seine Emotionen wieder unter Kontrollen hatte.
Dann machten sie sich fertig für's Frühstück.
Hermine wollte heute zum ersten Mal seit langer Zeit wieder in die Große Halle.
Es waren ja nur noch sie beide, ihre Freunde, Draco Malfoy und einige wenige Lehrer im Schloss geblieben.
Als
sie die Große Halle betraten, herrschte festliche Stimmung,
schon am frühen
Morgen.
Die
Haustische waren zur Seite geschoben worden und vor dem Lehrertisch standen
Stühle für sie, wie immer, wenn kaum ein Schüler im
Schloss verblieben
war.
Sie setzten sich zu Ron und Sara, welche sich glücklich anlächelten, als sie Hermine erkannten, die von jedem freudig begrüßt wurde.
Nur Draco Malfoy hatte sich etwas abseits gesetzt und sah mit neutraler Miene in die Runde.
"Es wurde auch verdammt noch mal Zeit, dass du mal wieder raus kommst um mit uns zu frühstücken", erklärte Ron.
"Wahrscheinlich ist sie nur in ihrem Raum geblieben um deine Essmanieren nicht ertragen zu müssen", lästerte Amy.
Alle lachten und Ron erwiderte: "Immer auf die Kleinen."
"Das macht sie ständig", berichtete Derek seinem 'Leidensgenossen' mit jammernder Stimme.
"Wir sind verflucht, solche Gnome wie wir sind", heulte Ron theatralisch.
"Nicht ganz, zu Hagrid ist sie nicht so, soweit ich weiß", steuerte Dumbledore mit einem Zwinkern bei.
Wieder mussten die meisten lachen.
Das Frühstück verlief entspannt und in guter Atmosphäre.
Harry wurde von McGonagall in die tieferen Geheimnisse eines Animagus eingeweiht, während Ron und Derek eine ernsthafte Diskussion über einen dunklen Fluch führten, den sie im Unterricht untersucht hatten.
Hermine hörte Harry und McGonagall zu.
Hagrid grinste über beide Ohren, während er mit Amy über Grawp's Fortschritte sprach, als plötzlich eine donnernde Stimme die Halle erzittern ließ.
"HAGRID! HAGRID!"
Der Halbriese erbleichte.
"Mein Gott, das ist Grawpi", keuchte er und sprang auf.
Alle anderen taten es ihm gleich.
Sie stürmten nach draußen, wo Grawp nach Luft schnappend in die Knie gegangen war. Ein dickes Rinnsal Blut lief von der Stirn des Riesen. Es wirkte fast wie ein roter Bach.
"Grawp, was ist los? Was ist passiert?", rief Hagrid besorgt.
"Riesen! Viele Riesen. Große Riesen kommen zu Schule..."
Jaaaah, ich liebe Cliffis hihi!
Ihr wisst was zu tun ist wenn ihr wollt das es schnell weitergeht, also fleißig Reviewn
Bis dene
