Fade to black


Disclaimer: Mir gehört nix, macht aber nix.

HALLO! Da bin ich (endlich) wieder und schicke erst einmal ein Großes SORRY! für das späte Update. Ich war in der letzten Zeit nicht im Land sondern bei so einer sch... Notfall Montage in Ungarn mit super 14 Stunden Schichten. Kam alles etwas überstürzt. (Nachmittag am Arbeitsplatz, chef kommt angerannt und ruft "Ab nach Hause! Packen du musst morgen in Ungarn sein weil bla bla bla...) Und außerdem hatte ich meinen Laptob nicht dabei (heul)Werde versuchen wieder Regelmäßiger ein Update zu schicken, versprochen!

So und nun noch einmal zu meinen fehlenden Französischkenntnissen. Ich werde nie wieder eine Bezeichnung benutzen die ich nur vom hören her kenne und entschuldige mich noch mal dafür. Wundert mich aber, dass alle mit Französischkenntnissen sich erst jetzt melden. Vorerst werde ich die Kapitel so belassen. Wenn ich den mal Zeit habe, werde ich die Vorhergegangenen Kapitel Korrigieren (Großes Indianerehrenwort)

Nun zu den Reviews (froi)

Roter Draconis: Tut mir auch dieses mal sehr leid wegen der Verspätung.(siehe oben) Ich hoffe, das ich dich nicht mehr so lange warten lassen muss ;-)

Vorndess: Dann freu dich, der wird noch öfter kommen (grins)

Schokki: Danke für die Blumen, aber um als ernsthafter Schriftsteller zu arbeiten ist meine Rechtschreibung wohl zu mies ;-)

laser - jet: Freit mich wenn mein schwarzer Humor ankommt!

Dax: Hier ist es

Lobarie: Wie immer einen Riesendank, dass du dich unerschrocken auf die chaps stürzt die ich fabriziere. Insbesondere das du sie so schnell bearbeitest (küßchenaufdiewangedrück)

rainman 70: Ich weiß;-) Bald wird sich einiges Auflösen, also dranbleiben.

silvertrust: Wir werden sehen, ob du der verworrenen Story bald noch richtig folgen kannst ;-) Mein verwirrtes Hirn arbeitet wieder auf Hochtouren. Und ja, bei der Entwicklung von Kane habe ich mich tatsächlich stark an Hellsing orientiert, daich den chara von Allucard faszinierend finde. Eine der besten Vampirversionen die ich kenne. Will aber nich plagiieren und hab auch genug euigenes Einfließen lassen ;-)

hbt3: Jetzt wo du es schreibst erinnert es mich auch daran. Aber ZU gut sind die zwei nicht, ich denke dieses chap wird ein wenig aufklärung bieten ;-) Und die Blutsauger bekommen noch ihren Part (grins)

sweet Chrisi: Danke! lass dich überraschen!

Jeanuts: Eigentlich schreibe ich vor, aber die vorgeschriebenen chaps sind irgendwie verschwunden, weshalb ich jetzt quasi in Echtzeit schreiben muss. Und die Mittel die eingesetzt werden, werden bald noch ein Thema sein. einfach weiterlesen (grins)

Alex Black5 :Hi Hi, ich glaube aufklärung für deine erste Frage erhältst du, wenn du weiter liest ;-) Mit dem Geheimniss um Sara lass ich mir glaube ich noch ein wenig Zeit (teuflischlach) Und das mit Jarod ist eigentlich einfach (habe ich nur nicht richtig reingeschrieben, werde ich bei der nachbearbeitung wohl noch anfügen) Die L.C's spürten sein Blut wo durch Remus' genetische Anteile (also auch der Werwolf) vorhanden sind, Lily dagegen prüfte seine Aura, wo durch Jarods unfähigkeit sich zu Verwandeln die Präsenz des Wolfes fehlte.Nix verstanden? Macht nix, einfach noch einmal lesen ;-)

Yippiehh: Nun, für n' kleinen Zwischenkampf muss man nicht alle Register ziehen und ich bin nicht Tolkien (Schade eigentlich)Vielleicht hätte man mehr draus machen können, aber es ist nicht sehr motivierend, wenn man alles schon fertig hatte und es dann nochmal schreiben muss (wobei dann viele Details fehlen die ich nicht mehr auf die Reihe gekriegt habe) Ich gelobe aber Besserung (handaufsherz)

Momo-chan21989: Nö, hatte nie Französich (verschämtschau) Wie gesagt, ich finde es ein wenig schade, das alle mit Französischkenntissen sich erst jetzt melden.Außerdem schreibe ich erst seid kurzem mit Beta. Nun, bei Gelegenheit werde ich alles Korrigieren (siehe oben)

m-in-m: GRATULATION! DU BIST MEIN 100ster REVIEWER! Gewonnen hast du einen Keks, den du dir aber selber kaufen musst ;-) So, nun erst mal danke für das viele Lob. Du musst mich nicht siezen. Ich meine, hey! ich bin 23 und nicht 230! ;-) mit den les enfants terribles hat sich geklärt. Wurde wohl oft genug durchgekaut oder? Und du solltest nich zu neidisch auf lobarie sein, weil sie sich nun mkit meiner miesen Rechtschreibung Rumplagen darf (grins) Viel Spaß beim weiterlesen!

frodobeutlin: Wer sagt das die zwei zur Seite des Lichtes gehören? Die wurden immerhin von Voldemord geschaffen oder? Na ja, einiges wird sich noch klären ;-)

So, jetzt hab ich aber genug gesabbelt, dieses Kapitel widme ich m-in-m, meiner hundertsten Reviewerin!

Viel Spaß!


22. Gedanken

Es war der Morgen des 31. Dezembers, als Harry wieder einmal gedankenverloren auf dem Balkon des Astronomieturmes saß und grübelte.

Das war eine seiner Hauptbeschäftigungen seit diesem seltsamen Weihnachtsfest.

Er hatte viel nachzudenken, über Derek, Lily, Hogwarts, Sara, die Riesen und vor allem über Hermine, die immer mehr die Alte wurde aber immer noch kein Wort sprach.
Lily war seit Weihnachten vollkommen aufgekratzt, genau wie Derek.
Die beiden kamen ihm vor wie Rottweiler, die Blut geleckt hatten und nun mehr wollten (und Harry kannte sich da aus, wegen Tante Magda).

Sechs Riesen, sie hatten mit rein physischer Gewalt bezwungen!

Sie waren brutal und rücksichtslos vorgegangen, aber das Allerschlimmste war, dass es den beiden einen höllischen Spaß gemacht haben musste.
Oft hatte Harry überlegt, was es wohl bedeutete ein 'Les enfant terribles' zu sein. Nun verstand er besser was Derek mit der demoralisierenden Wirkung meinte.
Brutales Vorgehen und Spaß am Töten zeichneten sie aus. Nein, niemand würde sich gerne mit jemandem anlegen, der zu so etwas in der Lage war.
Voldemort hatte sich eine Armee erschaffen, die ihren Namen alle Ehre machte. Er hatte nun endgültig die Mittel um die Welt zu beherrschen.

Wer konnte sich gegen solche Kreaturen wehren?
Wie konnte man jemanden bekämpfen, der keine Angst vor einem hatte oder um sein Leben, der Spaß am Kämpfen hatte?Harry beschloss Derek aufzusuchen und mit ihm zu sprechen. Vielleicht würde er wenigstens ein paar Antworten auf seine Fragen bekommen.Seine Gedanken schweiften zu den Riesen ab.Warum zum Teufel schickte er sie?Vor allem musste der dunkle Lord doch wissen, dass die Riesen Hogwarts nicht wirklich angreifen konnten.
Mit einem Schaudern erinnerte sich Harry an die uralte Magie, die nun dumpf im Hintergrund pulsierte, jederzeit bereit Angreifer abzuwehren.
Warum machte er das? Es war doch sinnlos.
Aber andere Fragen drängten sich auf.
Warum wollte er Sara?
Sie selbst wusste es nicht, das konnte er durch seine Legilimentik spüren.

Es war schon fast, als wolle Voldemort ihnen mit seinen Attacken etwas sagen, aber Harry konnte beim besten Willen nicht herausfinden, was es sein sollte.

Nein, auf diese Frage würde er so schnell wohl keine Antwort erhalten.

Der Wind frischte auf und Harry genoss die Kälte, die sich über sein Gesicht legte.

Es war auf eine eigentümliche Art gemütlich, warm eingepackt in der beißenden Kälte zu sitzen.

Es klärte die Gedanken und machte seinen Kopf frei.

Harry lies seinen Blick über die Ländereien schweifen.

Rein gar nichts erinnerte mehr an den Angriff der Giganten. Wieder lag die Landschaft weiß und unberührt vor ihm.

Harry seufzte.

Wie konnten die Leute, die auf der Seite des Lichts kämpften nur so brutal sein?

Wie konnte Hogwarts selbst so brutal sein?

Er bekam das Bild der Riesen nicht mehr aus dem Kopf.

Insbesondere des Riesen, den er mit seinem Feuerzauber getroffen hatte.

Das alles ließ ihn an den Tag denken, an dem er Hermine befreit hatte.

Er hatte getötet...

Und das Allerschlimmste war, dass er erst jetzt anfing es zu bereuen.

Wie konnte das nur sein?

War er schon wie Voldemort und seine Todesser?

Bedeutete ihm ein Leben nichts mehr?

Hatten die dunklen Künste, die er nun beherrschte, ihn verdorben?

Ging das wirklich so schnell?

Oder realisierte sein träger Verstand erst jetzt, was er eigentlich getan hatte?

Fragen...

Noch mehr Fragen...

Und keine Antworten; es war frustrierend.

Wie so oft zuvor lamentierte Harry mit seinem Schicksal.

Warum konnte er nicht normal sein?

Einer von vielen anderen um die sich niemand scherte?

Grübeln bringt nichts, auf das wesentliche Konzentrieren Potter...

Harry stand auf und lief zügig in Richtung von Dereks Büro, wo dieser sicher bei Rockmusik und einer guten Tasse Kaffee, die Füße hochgelegt hatte.
Auf seine ganz spezielle und unvorhersehbare Weise war Derek ziemlich berechenbar, so komisch das auch klingen mochte.

Im Schlossinneren war es ebenfalls kühl und zugig, zumindest in den Korridoren.
Jedoch nicht so kalt wie draußen auf dem Astronomieturm.
Harry begann leicht zu schwitzen und lockerte seine dicken Winterroben, die er für seinen Ausflug angezogen hatte.
Er begegnete keiner Menschenseele.
Das Schloss wirkte immer so seltsam ruhig wenn in den Ferien kaum ein Schüler verblieben war, es war so unpassend...
Harry schüttelte mit einem Grinsen den Kopf.

Gedanken waren schon seltsam, wie sie von wichtigen Themen in die Absurdität abschweifen konnten ohne das man es realisierte.

Eigentlich sollte sein Geist disziplinierter sein.
Harrys Gedanken kehrten jäh in die Gegenwart zurück, als er die Tür zu Dereks Büro erreichte.

Dumpfe Rockmusik wummerte im Raum und ließ die Tür leicht zittern.

Das rang Harry ein weiteres Lächeln ab.

Wie gesagt, auf seine eigene, unberechenbare Art und Weise war Derek sehr berechenbar.

Harry klopfte und fast im selben Augenblick wurde die Musik leiser und ein knurriges „Herein" ertönte.

Harry öffnete die Tür und seine Vermutung wurde bestätigt.

Derek saß zurückgelehnt in seinem Stuhl, die stiefelbewehrten Füße auf dem Schreibtisch. In der einen Hand eine dampfende Tasse und in der anderen Hand eine zu korrigierende Hausaufgabe, auf der eine flotte Schreibefeder wütete und über deren Rand eine schwarze Brille Harry anblitzte.

„Hey Harry! Was treibt dich denn her? Oder sollte ich lieber fragen warum du erst jetzt auftauchst?"

Der Angesprochene konnte sich ein weiteres Grinsen nicht verkneifen.Derek wusste schon in etwa warum er zu ihm kam.
Natürlich...

„Ich denke, das kannst du dir denken oder?", stellte er daher die Gegenfrage.

Der Regulator nickte nur mit einem Grinsen und legte die Hausaufgabe aus der Hand, während Harry sich auf den Stuhl vor dem Schreibtisch setzte und überlegte, wie er seine Gedanken am besten ausdrücken konnte.

„Kaffee?", fragte Derek gerade.

Harrys Grinsen wurde ein wenig breiter.

Diese Verhaltensweise hatte der Regulator mit Albus Dumbledore gemeinsam, nur das es bei diesem halt Kaffee war und nicht Zitronenbonbons.

„Nun, ich denke eine Tasse kann nicht schaden.", erwiderte der Junge-der-lebt und wenige Minuten später hielt auch er eine dampfende Tasse in der Hand.

„Also, stell deine Fragen.", sagte der Deutsche und nahm einen tiefen Schluck.

„Keine Chance dir irgendetwas vorzumachen, oder?"

Anstatt zu antworten grinste der Deutsche nur.

Harry schüttelte den Kopf und beschloss endlich zur Sache zu kommen.

„Wie du dir vorstellen kannst habe ich eine ganze Menge Fragen.", sagte er daher schlicht.

Derek rieb sich sein Kinn und erwiderte: „Du hast die wahre Natur von Lily und mir gesehen und fragst dich nun, ob das auch in dir steckt."

Harry nickte.

Dieser Kerl schien Gedanken lesen zu können.

„Ja. Das ist tatsächlich eine der Fragen, die mich beschäftigt. Du weißt, wie ich Hermine befreit habe?"

Der Regulator nickte.

„Ich habe getötet. Doch erst jetzt mache ich mir Vorwürfe. Bin ich wie ihr? Macht es mir vielleicht sogar Spaß, ohne dass ich es bemerke? Liegt es an den Genen? Oder an den dunklen Künsten, die du mir beigebracht hast?"

Derek nahm einen weiteren Schluck aus seiner Tasse.

„Schwere Fragen, einfache Antworten. Nein, Nein, Nein und Nein."

Harry wirkte verwirrt.

Derek seufzte und ging mehr ins Detail: „Du hast getötet aus nur einem Grund, nämlich weil Hermine bedroht wurde. Dein eigenes ethisches Verständnis spielt dir hier einen Streich. Du hast, ohne es zu bemerken, Prioritäten gesetzt, die das Töten in diesem Fall einfach rechtfertigen. Dass du dir jetzt Vorwürfe machst, liegt einfach an deinem Verstand, der dir nun ein schlechtes Gewissen befiehlt, einfach weil es rein logisch gesehen das Richtige wäre ein schlechtes Gewissen zu haben. Du bist auch nicht wie Lily oder ich. Wir wurden anders erzogen. Wir wurden erzogen, das Kämpfen zu genießen. Man kann nur gut sein in etwas, das man gerne macht. Das werden wir auch nie mehr los werden. Zu den dunklen Künsten, das ist nur Magie die man benutzen kann. Die kann einen nicht verderben."

Diese Erklärung war auf eine Weise schwer zu verstehen und auf der anderen Seite so simpel.

Vielleicht war sie auch nur schwer zu akzeptieren.

Derek stellte seine Tasse ab und erhob das Wort.

„Du musst langsam begreifen, dass man manchmal keine Wahl hat. Manchmal muss man einfach tun, was nötig ist um zu überleben oder zu beschützen. Gewissen und Ethik sind schöne Sachen, aber manchmal finden sie einfach keine Anwendung. Manchmal kann man einfach nicht anders. Das ist etwas, was ich dich nicht lehren kann. Jeder Auroren- oder Regulatoren-Rekrut muss das für sich selbst herausfinden. Mein Rat ist: Akzeptiere es. Das sind Tatsachen, die man nicht ändern kann."

Harry beschloss, dass er sich drüber später den Kopf zerbrechen konnte und wechselte das Thema.

„Was mich auch interessieren würde ist, warum Voldemort die Riesen geschickt hat. Und warum er so an Sara interessiert zu sein scheint."

„Das sind in der Tat sehr gute Fragen. Zu Sara, kann ich dir nichts sagen. Das würde ich selbst gerne wissen. Aber die Riesen waren eine Botschaft."

Harry nickte bedächtig.

„Etwas Ähnliches hab ich mir auch gedacht, aber ich kann mir da keinen Reim drauf machen.", sagte er.

„Ich glaube, dass sie nur eine Botschaft waren. Voldemort wollte uns wissen lassen, dass er noch da ist und immer noch eine Bedrohung darstellt. Selbst wenn Lily und ich sie nicht aufgehalten hätten, hätten sie nur minimalen Schaden an der Schlossmauer verursachen können ehe Albus das Gemäuer geweckt hätte. Sie hatten nicht den Hauch einer Chance."

„Aber warum hat er sie dann geschickt?", fragte Harry.

„Diese Riesen waren sehr schwach. Ich denke, er hat sie als entbehrlich angesehen. Du musst wissen, das die Riesen ihm nichts bedeuten und schwache Riesen erst recht nicht. Er hat sie einfach verheizt."

„Einfach verheizt?", fragte Harry sichtlich geschockt.

Der Regulator nickte nur.

„Ich geh dann mal, ich muss nachdenken", seufzte Harry.

„Tu das! Und kommt noch mal zu mir um über das Angebot zu sprechen."

Harry runzelte die Stirn.

„Welches Angebot?", fragte er.

„Das Angebot des Regulatorenbüros.", erwiderte Derek ruhig.

Harry klatschte sich vor die Stirn.

„Oh, verdammt. Nach all dem was passiert ist, hab ich das komplett vergessen.", sagte Harry.

„Mach dir nicht so 'n Kopf drum. Denkt in Ruhe darüber nach und sagt mir Bescheid.", erwiderte Derek.

Harry nickte und verabschiedete sich.

Er machte sich auf den Weg in seine Räume und dachte wieder nach, diesmal über das, was er gehört hatte.

Er hatte zwar Antworten bekommen, doch noch mehr Fragen waren aufgeworfen worden.

Indirekt hatte es auch mit dem Angebot der IVZ zu tun.

Derek hatte durchblicken lassen (wenn es Harry auch erst im Nachhinein klar wurde), dass er wohl öfter gezwungen wäre zu töten, wenn er diesen Weg einschlagen würde.

Aber damit hätte er auch als Auror rechnen müssen.

Wie lange hätte er es geschafft, wenn er ganz normal zum Auroren geworden wäre? Ohne diese Prophezeiung.

Wäre es naiv zu glauben, dass er sowieso früher oder später in der gleichen Situation gelandet wäre?

Harry schwirrte der Kopf.

Könnte er das aushalten?

Zu tun, was nötig ist, wie Derek es ausgedrückt hatte?

Harry wusste es wirklich nicht.

In diesem Augenblick wünschte er sich, mit Hermine reden zu können, doch sie blieb noch immer stumm.

Außerdem war das ein weiteres Thema, aus dem er nicht schlau wurde.

Was empfand er für Hermine?

Eigentlich eine verrückte Frage, schließlich war sie seine beste Freundin.

Aber würde er all das nur für seine beste Freundin tun?

Ups, dumme Frage.

Natürlich würde er.

Aber würde er sich dann auch so fühlen?

Ja, er genoss es, so mit Hermine zu leben, trotz der Gerüchte.

Er liebte ihre Nähe und ihren Geruch.

Tat man das als bester Freund?

Er fühlte sich gut, wenn er sie nur sehen konnte, war das normal?

Außerdem hatte er den Kuss am Weihnachtstag unheimlich genossen. Es fühlte sich so...richtig an, das war es!

Richtig.

Und diese Wut, die ihn immer noch überkam, wenn er daran dachte was man ihr angetan hatte.

War es Mitleid oder Liebe?

Er hatte keine Ahnung und das mochte er gar nicht.

Ehe Harry tiefer in seine Gedanken sinken konnte, hatte er auch schon die Tür zu seinen Räumen erreicht.

Im Aufenthaltsraum saß das Objekt seiner Gedanken und war vertieft in ein Buch über Arithmantik.

Sie sah kurz auf, als er den Raum betrat und schenkte ihm ein Lächeln, ehe sie wieder in ihre Lektüre versank.

Harry setzte sich ihr gegenüber und begann wieder zu grübeln.

Er hasste es, sich zu sehr mit seinen Gedanken zu beschäftigen.

Vielleicht sollte er trainieren gehen.

Sein Blick fiel auf die Bücher, die sich auf dem Tisch stapelten.

Oder vielleicht sollte er auch einfach mal wieder lernen...


„Und wer ist nun bei den Grangers?", fragte Jarod.

„Pozo, Braun und Kizic vom Vollstreckerkorps.", erwiderte der hagere Mann mit einem breiten Grinsen, wobei seine Fangzähne entblößt wurden.

„Außerdem noch einige vom Phönixorden. Albus hat sie geschickt, nachdem ich meinen Spaß mit den Todessern hatte."

Wieder grinste der Vampir.

Der breite Mann mit dem kantigen Gesicht und den kurzen weißen Haaren, der etwas im Hintergrund an der Wand lehnte, schnaubte unwillkürlich.

Jarods Augen blitzten zu ihm herüber.

„Ach, achte nicht auf Deckert. Der ist nur sauer weil ich meinen Spaß hatte und er nicht.", sagte Kane mit unverhohlener Schadenfreude und sein Grinsen wurde breiter.

Wieder ein Schnauben des Regulatoren.

„Ist doch klar. Erst müssen wir Babysitten und dann, wenn mal was passiert, hat der verdammte Blutsauger seinen Spaß und ich muss zusehen. Mal ganz abgesehen davon, dass er sich viel zuviel Zeit gelassen hat, wie immer."

„Jetzt hört doch mal auf mit dem Scheiß! Ihr klingt wie 'n altes Ehepaar. Lasst uns einfach mal unsere Infos zusammenlegen und sehen, ob wir daraus schlau werden", fauchte Jarod genervt.

Immer das gleiche mit den Beiden.

Kane und Deckert arbeiteten seit über zwanzig Jahren bevorzugt zusammen und keiften sich dennoch bei jeder Gelegenheit an.

Das konnte einen ziemlich nerven!

Der Vampir winkte lässig ab, damit war das Thema erledigt.

„In Ordnung, wir haben also Todesser, die scheinbar planlos die Familie von Herm angreifen, oder es zumindest versuchen.", begann Jarod seine Aufzählung.

„Dann einen Angriff der 'Les enfants terribles', Unsägliche verschwinden oder werden ermordet, was höchst wahrscheinlich ebenfalls auf deren Konto geht, ebenso wie das sinnlose Auslöschen einer Millionenstadt. Dann eine Überläuferin aus der P.E Serie, der Todgeglaubte Sirius Black kehrt zurück durch ein neues Seelenkontinuitätsgesetz, welches wir, nebenbei bemerkt, noch mal ausformulieren müssten und die Überläuferin hat die Spur gegeben, die uns zu einer vollkommen unbekannten Parzelle in Sibirien führt. Dann eine versuchte Entführung, die das falsche Mädchen trifft, welche dann noch von Harry gerettet wird, der mal so eben die effektivsten Apparationssperren der Welt durchbricht während im Zusammenhang ein Spionagering des Phönixordens aufgedeckt wird, geleitet von einem Malfoy, mal abgesehen davon, dass Voldemort die Chance, Harry zu kriegen bewusst nicht genutzt hat. Anschließend noch einen Angriff von Riesen auf Hogwarts, der von vornerein zum Scheitern verurteilt war. Dann noch eine riesige Bestellung von Veritaserum und scheinbar monatliche Lieferung von starken Drogentränken an die Todesser über verschiedene Hehler. Hab ich was vergessen?"

„Ich denke nicht", gab der Vampir Auskunft.

Deckert runzelte die Stirn.

„Wir haben echt viele Infos, doch ich erkenne kaum Zusammenhänge", sagte er nachdenklich.

„Dann lasst es uns analysieren", meinte Jarod und notierte die Infos, die sie hatten auf einem kleinen Notizblock, den er sich von seinem Schreibtisch angelte.

Kane lugte über seine Schulter und sagte: „So wie ich das sehe, können wir in einige Grundkategorien unterteilen."

Deckert und Jay nickten zustimmend.

„Den Angriff in Hogsmeade, die versuchte Entführung und den Riesenangriff fassen wir mal in eine Kategorie. Das alles scheint mit dieser Sara Spencer zusammenzuhängen", kommentierte Deckert.

Jay nickte bedächtig und schrieb Saras Name und die dazugehörigen Ereignisse in eine Spalte.

„Wir sollten ihren kompletten Hintergrund prüfen lassen, vielleicht bringt das was. Eventuell sollten wir den Nachrichtendienst um Hilfe bitten", steuerte Kane bei.

„Einverstanden. Den Angriff auf Kapstadt und ebenfalls den Riesenangriff würde ich als Ablenkung klassifizieren. Machtdemonstrationen oder Einschüchterungsversuche."

Deckert und Kane gaben ihre Zustimmung.

„Die Drogentränke und die unbekannte Parzelle stellen wir in die Kategorie 'Les enfants terrible'. Den Rest stellen wir mal als unbekannt fest.", schloss Jay.

Die Regulatoren starrten eine Weile auf den Zettel, ehe Kane grinste und erklärte: „Und wir sind genau so schlau wie vorher."

Jarod lachte genervt.

„Wir sollten abwarten, was die Überprüfung von Spencer ergibt. Wir sollten auch ihre Mutter und andere Verwandte mit einbeziehen."

Deckert grunzte, während Kane ein Grinsen aufsetzte.

„Also mal wieder warten..."


Ja, ich weiß. nich sonderlich viel.
Wie das vorherige Kapitel ist auch dieses nur 'fast' so wie ich es wollte, aber es ist nun mal frustrierend alles noch mal zu schreiben (seufz)Ich werde mir mehr Mühe geben beim nächsten mal.Trotzdem würde ich mich über eure Meinung sehr freuen

Greetz
Zerengeb