Fade to black


Disclaimer: Gehört alles nicht mir!

So, nächstes chap für euch!

silvertrust: Nö, Kane hatte im letzten Kapitel premiere. miot Sara musst du dich noch etwas gedulden (aber nicht lange) und mit Hermine hast du wohl recht lol

Alex Black5: Gute Nachrichten, isch denke, das ich bald wieder mehr Zeit haben werde ;-) Und ich denke die boxershorts hebt Jay sich für ne gaaanz besondere gelegenheit auf :-)

Vorndess: Wenn es keine Umstände macht hätte ich ihn gerne wieder...hättest ihm ja wenigstens erst n' Drink spendieren können ;-)

Sweet Chrissi: Danke, war aber meiner Meinung nach nicht so gut wie das 'Original ', aber was soll man machen? (seufz) Und keine künstliche Hetze. ich denke der kleine Mann hat Priorität ;-)

Jeanuts: Bald gibt es mal wieder ne kleine Aufklärungsrunde ;-) Bis dahin Geduld.

Schokki: Wie gesagt, ich habe Gnade mit euch, aber noch nicht im diesen chap ;-)

m-in-m: Ich bin jetzt mal fies und sage nix. Aber Geduld ist eine Tugend (diabolischenlachanfallhab)

Roter Draconis: Jupp, denken kann er auch. Aber bald wird etwas geschehen...ich liebe fiese Vorankündigungen ohne inhalt ;-)

frodobeutlin: Na, das bleibt abzuwarten, weil auch das einen Hintergrund hat. Werde aber mal lieber nicht zuviel verraten...

Liriel Hastur: Hoffentlich sind die Fische nicht sauer ;-) Mit den Kapiteln könntest du recht haben. Ftb sollte eigentlich n' zweiteiler werden, aber ich überlege schon, ob ich nicht einfach eine Große Story drauß machen (grübel) die Idee mit meinem Chef ist gut lol aber bitte so, das ich noch volles Geld krieg ;-) Und die Idee mit den klonen kam mir im suff (mal wieder...) aber eigentlich eher von dem PS Game Metal Gear Solid, zumindest die Grundidee.

Yippieh: Hoffe du verzeihst mir, aber auch da waren Infos drin, die später noch von belang sein werden. Und mit dem verlieren der dateien... ich hab n' USB Stick, ist aber manchmal sehr chaotiusch. Ich kann mir echt nicht erklären wie die Dateien verloren gegangen sind... hatte leider kein Backup der 'Hauptgeschichte' gemacht.

Thorin Eichenschild: Erst mal DAN KE für das viele Lob. Nun ja, Gotic ist nicht mein fall und Kaffee trink ich nur zum Frühstück. Also, falls du es wissen willst, Derek ist keine Super Version von mir selbst, sowas versuche ich zu vermeiden, auch wenn die Grundlegenden Vorlieben übereinstimmen mögen. Habe halt noch nie n# guten Jungen wie ihn irgendwo gehabt und wollte mal was neues machen. Na, egal. Und das mit Hermine mag dir vielleicht auf den Keks gehen, ist aber wichtig für ihre und auch Harrys Chara entwicklung, daher hab bitte Gnade mit mir.

So, nun noch mal vielen dank an Lobarie, die wie immer sehr schnell und gut gearbeitet hat.

Viel spaß!


23. D.A.
Die anderen Schüler waren endlich wieder da.

Die Zeit der Langeweile war endlich vorüber.

Es war ja nicht so, dass sie die anderen nicht leiden konnte oder so, ganz im Gegenteil. Aber Harry und Hermine versuchten immer noch irgendwie in die Normalität zurückzufinden, während Ron nur noch Augen für Sara hatte.

Nicht, dass es zu langweilig gewesen wären, nein.

Einen Riesenangriff sah man nicht alle Tage, aber dennoch fühlte sie sich ausgeschlossen und war froh, dass alle ihre Freunde wieder in der Schule waren. So konnten sie endlich weitermachen, wo sie aufgehört hatten.

Ja, so war es.

Sie, die kleine Ginny Weasley hatte die D.A. übernommen als Harry kein Interesse mehr daran zeigte sie weiterzuführen, beziehungsweise sich einfach nicht darum gekümmert hatte.

Mit der Hilfe von Luna, Neville und Dean hatten sie es geschafft weiterzumachen, doch bald würden sie auf eine Sackgasse zulaufen.

Keiner von ihnen war Harry und wusste soviel über Verteidigung wie er, sie besaß auch bei weitem nicht seine Führungsqualitäten, aber dennoch war es ihr gelungen, die D.A. weiterzuführen und das sogar mit Erfolg.

Dennoch würden sie bald wieder Harry bitten müssen zu helfen, da sie auf eine Sackgasse zusteuerten. Obwohl Ginny irgendwie dagegen war, schließlich wusste sie von der Sonderbehandlung, die ihr Bruder und die beiden anderen genossen hatten.

Sie würden keine D.A. mehr brauchen.

Aber dennoch...

Eigentlich war es Hermines Idee gewesen und sie benutzten auch noch die Zauber, die Hermine recherchiert hatte.

Sie würden so nicht lange weitermachen können, sie mussten Harry, Hermine und Ron wieder in die D.A. holen, wenn sie Fortschritte machen wollten, aber wie es jetzt aussah...

Na ja, Schwamm drüber, denn jetzt, wo alle aus den Ferien zurückkehrten, wollte Ginny ein Treffen ihres Führungsstabes arrangieren, um die Ereignisse während der Ferien zu besprechen.

Neville und Dean sprach sie noch am Abend im Gemeinschaftsraum an und nutzte die Münze um Luna zu rufen.

Sie machten sich auf zum Raum der Wünsche und vergewisserten sich, dass er nicht von irgendjemand anderem belegt worden war.

Da dies nicht der Fall zu sein schien, trotteten sie hinein und setzten sich an den kleinen Konferenztisch, den sie sich gewünscht hatten.

„So, es ist Einiges passiert, was ich euch mitteilen muss", begann Ginny die Sitzung.

„Zunächst einmal habe ich einige interessante Schildzauber gefunden, die wir ausprobieren sollten. Dann ist hier Einiges gelaufen, von dem ihr noch nichts wisst, da der Tagesprophet sich mal wieder ausschweigt."

Die anderen drei sahen Ginny neugierig an, die das Ganze genoss, ehe sie die Bombe platzen ließ.

„Acht Riesen haben an Weihnachten Hogwarts überfallen und wurden von Fischer und dieser Lily fast im Alleingang erledigt."

„Das ist doch unmöglich!", warf Neville erschrocken ein, während Luna verträumt wie immer aussah und Dean nur die Augen aufgerissen hatte.

Ginny winkte ab.

„Im Ernst, Neville. Acht Riesen haben Hogwarts angegriffen. Fünf haben Fischer und Lily mit Hilfe von Besen und Schwertern getötet. Die anderen drei wurden durch eine Schockwelle, die von Hogwarts selbst kam, buchstäblich in Stücke gerissen."

Dean schüttelte ungläubig den Kopf.

„Das ist doch völlig unmöglich. Ich meine, so Riesen sind doch bestimmt an die acht Meter groß!"

Ginny nickte während Luna kicherte.

Alle sahen sie verwundert an.

Luna schaute sich leicht lächelnd um und erklärte: „Das wundert mich nicht."

„Was meinst du damit, Luna?", fragte Neville misstrauisch.

„Na, diese Lily ist mit Sicherheit eine 'Les enfants terrible'. Das ist die geheime Armee, die von du-weißt-schon-wem geschaffen wurde. Sie haben auch Kapstadt ausgelöscht. Sie sollen so gut wie unbesiegbar sein."

Ginny verdrehte die Augen.

Das war genau die Art von Geschichte, die man von Luna erwarten konnte.

Sie entschloss sich, das Thema Riesen fallen zu lassen und sich anderen Dingen zu zuwenden.

„Nun, wir sollten unsere nächste Sitzung am Dienstag halten. Wenn der Raum frei ist. Wir sollten uns aber morgen nach dem Unterricht noch einmal treffen um diese Schildzauber zu lernen."

„Ist in Ordnung", sagte Neville und grinste leicht.

Luna nickte verträumt und Dean zwinkerte.

„Dann wäre das geklärt. Bis morgen dann", sagte Ginny und schloss damit die Sitzung.

Luna und Neville verließen beide den Raum, während Ginny und Dean zurückblieben.

Kaum hatten die anderen den Raum verlassen, gaben sich die beiden einen leidenschaftlichen Kuss.

„Ich hab dich vermisst, Sweetheart", hauchte Dean ihr zu.

Das erste Mal, seit die Schüler angekommen waren, hatten sie die Gelegenheit, alleine zu sein.

„Ich dich auch", flüsterte sie, ehe sie sich erneut küssten und ein wenig schmusten.

Nach einer Weile unterbrach Dean ihr Tun.

„Was meinst du, wann wir endlich aufhören können, uns immer nur heimlich zu treffen?", fragte er.

Ginny seufzte leicht.

Sie konnte ihn verstehen, denn schließlich mochte sie dieses Versteckspielen genau so wenig wie er.

„Ich weiß nicht", erwiderte sie nachdenklich.

„Du weißt, dass Ron ausrasten wird, wenn er von uns erfährt."

„Mach dir um Ron keine Sorgen. Er ist viel ruhiger als im letzten Jahr", gab Dean unbekümmert zurück.

„Ich glaube, dass er in alte Gewohnheiten verfällt, wenn er von uns erfährt. Und ich weiß, wozu er in der Lage ist, wenn er einmal wütend wird."

Dean grinste verschmitzt.

„Können wir nicht Spencer voraus schicken, damit sie ihn ein wenig im Zaum hält?"

Nun musste auch Ginny grinsen.

„Das wäre aber sehr hinterhältig, meinst du nicht auch?"

„Um zu überleben ist alles erlaubt", war seine schelmische antwort.

Ginny musste noch mehr grinsen.

„Vielleicht sollten wir das wirklich tun. Ich habe zwar nicht so viel mit Sara zu tun, doch eigentlich verstehe ich mich mit ihr ganz gut."

„Also ist es abgemacht?", fragte er.

Ginny seufzte.

„Ja, wir beginnen das Projekt 'Ron aufklären, ohne in den Krankenflügel geflucht zu werden'."

Er grinste breit.

„Keine Sorge, das schaffen wir schon."

Was sollte man sagen?

Sara dazu zu bewegen, sie zu unterstützen war sehr viel einfacher als Ginny gedacht hatte.

Dieses Mädchen war ziemlich nett und Ginny begann mehr Zeit mit ihr zu verbringen.

Die Rothaarige erfuhr auch, dass Sara einige Sachen von Ron gelernt hatte, die ihnen in der D.A. nützlich sein konnten.

Ginny entschloss sich, Sara in die D.A. aufzunehmen, ohne dass Harry, Hermine und ihr Bruder davon Wind bekamen.

Sie wollte die drei so lange es möglich war heraushalten.

Zumindest bis Hermine wieder auf dem Damm war.

Sie machte jeden Tag mehr und mehr Fortschritte, sprach aber immer noch nicht.

Von Sara hatte sie erfahren, dass man Hermine mit einem Fluch namens ‚Oblivia Pilatus' belegt hatte, der wirklich schwere Schäden in der Seele anrichten konnte.

Laut Sara wirkte der Fluch im Großen und Ganzen wie ein Dementor, nur noch viel schlimmer. Er überschrieb außerdem alle glücklichen Erinnerungen und verkehrte sie ins Gegenteil.

Es war sehr schwer den Fluch zu brechen und mit den Nachwirkungen fertig zu werden könnte unter Umständen Jahre dauern.

Hermine tat ihr leid.

Ginny wollte gar nicht erst wissen, wie es war, wenn alle guten Erinnerungen plötzlich schrecklich wurden.

Grauenvoll!

Nun ja, doch jetzt stand Wichtigeres an als zu grübeln, Saras D.A. Einführung.

Neville hatte bereits das O.K. gegeben, was bedeutete, das der Raum der Wünsche frei war.

Ginny traf Sara kurz davor um sie den anderen vorzustellen, die sich bereits versammelt hatten.

Die D.A. war gewachsen seitdem Ginny sie betreute.

Dreiundvierzig Mitglieder erwarteten sie bereits, als die beiden den Raum betraten.

Sara staunte nicht schlecht bei all den Mitgliedern, die sich hier eingefunden hatten.

Ginny begleitete sie an das eine Ende des Raumes, wo bereits Dean, Neville und Luna auf sie warteten.

Die Mitglieder musterten Sara interessiert, die nun ein wenig schüchtern wirkte, ähnlich wie bei ihrer ersten Begegnung im Hogwarts Express.

Ginny wandte sich an die Menge und begann laut und gut vernehmlich zu sprechen.

„Bevor wir heute mit unserem Training beginnen, möchte ich euch allen unser neustes Mitglied vorstellen. Einige von euch kennen Sara bereits, die ja neu an unserer Schule ist. Sie ist sehr intelligent und kennt schon einige Sachen, die uns nützlich sein könnten. Sie wird nun unterschreiben. Bitte einen kräftigen Applaus für Sara."

Die Menge johlte und klatschte, während Sara sich mit hochrotem Kopf in die Liste eintrug.

Dann begann das Training.

Wie immer teilte Ginny die Menge in drei Gruppen auf.

Neville und Luna übernahmen die Anfänger, Dean die Fortgeschrittenen, während Ginny normalerweise die sogenannte Elite, die aus den meisten Gründungsmitgliedern bestand, trainierte.

Heute übernahm Susan die Gruppe, während Ginny mit Sara sprach um einige Sachen die sie von Ron gelernt hatte, in den Trainingsplan aufzunehmen.

Eigentlich lief alles wie immer.

Die Gruppen trainierten eine halbe Stunde lang, dann sollten zehn Minuten Pause folgen, ehe eine weitere halbe Stunde trainiert wurde.

Doch als Ginny dieses Mal die Pause ausrief, begann jemand links neben ihr zu klatschen, nur war da niemand.

Alarmiert richteten die meisten ihren Zauberstab auf die Stelle, von der das Klatschen ertönte.

Dieses hörte auf und eine große, rothaarige Gestalt wurde sichtbar.

„RON?", rief Ginny geschockt.

Ihr Bruder schenkte ihr ein Grinsen während er sorgfältig den Tarnumhang zusammenlegte, der ihn bis gerade eben verborgen hatte.

„Überraschung", sagte er mit einem amüsierten Ton.

Die meisten schienen sprachlos.

Ron sah sich in Ruhe um und sein Grinsen wurde breiter.

„Ihr habt ganz gute Arbeit geleistet, aber glaubt ihr, das würde für einen echten Todesser reichen?"

Ginnys Schock wich der Wut, die sich bei seinen Worten aufwallte.

„Natürlich können wir es gegen Todesser aufnehmen", erwiderte sie zornig.

„Das werden wir ja sehen", sagte er mit einem Grinsen und beschwor einen Schild um sich herum.

Ginny verstand nicht was er vor hatte, als Schreie an ihr Ohr drangen.

Blitzschnell wirbelte sie herum und erkannte, das einige D.A. Mitglieder von roten und schwarzen Lichtstrahlen niedergestreckt wurden.

Als sie erkannte, von wem diese Strahlen ausgingen, stieg Panik in ihr auf.

Eine schwarze Robe mit Kapuze und einer schwarzen Maske...

Ein Todesser...

HIER?

Ginny hatte keine Zeit drüber nachzudenken, denn sie musste einem schwarzen Lichtstrahl ausweichen, der nun auf sie zuschoss.

Ziemlich unelegant warf sie sich zur Seite und entging nur knapp dem Fluch, dessen Energie sie spüren konnte.

Die D.A. Mitglieder reagierten endlich, indem sie Schockzauber, Ganzkörperklammern und andere Flüche auf den Todesser warfen.

Doch nicht ein Fluch durchdrang den Schutzschild.

Der Todesser bewegte sich mit tödlicher Präzision, schleuderte Flüche oder benutzte seine Füße und Hände um die D.A. Mitglieder auszuschalten.

Mit einer unheimlichen Geschwindigkeit fielen Ginnys Kameraden der Bedrohung zum Opfer.

Wie war das möglich?

Sie waren über vierzig Mann und dennoch konnten sie rein gar nichts gegen einen einzelnen Todesser ausrichten!

Ihre Gedanken wirbelten so schnell, dass sie ihren Bruder nicht erkannte, der mit einem süffisanten Grinsen an einer Wand lehnte und das Schauspiel genoss.

Sara dagegen bemerkte es.

„Was soll das alles?", fragte sie aufgebracht, während er sie in sein Schild einschloss und weiterhin grinste.

„Nur eine kleine Lektion. Keine Sorge, niemanden wird etwas Ernsthaftes passieren. Ich will nur nicht, dass sie eines Tages blind in ihr Verderben rennen."

Sara sah ihn streng an.

„Das ist wirklich eine ganz gemeine Aktion von dir!", schimpfte sie.

Ron zuckte mit den Schultern, während er weiterhin den Raum beobachtete.

Neville und Ginny waren die einzigen, die noch standen, aber auch nur, weil sie bereits den neuen Schildzauber beherrschten, den Ginny recherchiert hatte.

Neville gelang es, den Todesser mit einem Entwaffnungszauber zu treffen.

Triumphierend hielt er den gegnerischen Zauberstab in die Höhe, während Ginny einen Schocker auf ihren Feind schleudern wollte.

Sie hielt entsetzt inne, als sie erkannte wie Neville von einem roten Lichtstrahl aus der Hand ihres Feindes niedergestreckt wurde, während der Zauberstab in die andere Hand des Todessers schwebte.

Noch ehe sie auch nur einen überraschten Laut ausstoßen konnte, wurde sie bereits von einem Fluch getroffen und alles wurde schwarz...

Als Ginny die Augen wieder öffnete, blickte sie in das grinsende Gesicht ihres älteren Bruders.

Ein taubes Gefühl beherrschte ihren Körper, während sie kraftvoll auf die Beine gezogen wurde.

Benommen sah sie sich um und erkannte, dass alle D.A. Mitglieder sich langsam wieder aufrappelten und teilweise noch wankten.

„Tja, das war wohl nichts", dröhnte Rons Stimme überlegen.

Ginny wurde wieder sauer.

„Sag mal spinnst du? Was sollte das?"

Ron lachte aus vollem Halse, während Ginnys Blick auf die Gestalt mit den Todesserroben fiel.

„Ja, es war sehr lustig, Harry. Aber jetzt nimm die verdammte Maske ab!", rief sie zornig.

„Das ist nicht Harry", sagte Ron.

„Wie?", fragte Neville perplex. „Wer dann? Hermine?"

Rons Grinsen wurde breiter.

„Auch nicht. Ich habe euch gegen einen echten Todesser kämpfen lassen. Zumindest einen ehemaligen."

Ginny war vollkommen verwirrt.

„Snape? Ich hätte nie...", Doch sie wurde von Rons Gelächter unterbrochen.

„Snape. Also wirklich Gin! Als ob Snape...Oh man, ich kann nicht mehr."

Wieder bekam er sich nicht ein vor lachen.

„Wer ist es denn jetzt?", fauchte Ginny wütend.

„Ja ne, ist klar. Nimm die Maske ab", rief Ron dem Verhüllten zu und kämpfte gegen weitere Lachanfälle.

Der Maskierte streifte die Kapuze ab und zog sich die Maske vom Kopf.

„LILY?", rief Ginny entsetzt.

„Positiv", erwiderte Lily und schien verlegen zu lächeln.

„Hätte ich mir ja denken können", murmelte Sara.

„Du sagtest doch etwas von einem ehemaligen Todesser", wandte sich eine entsetzte Ginny an ihren Bruder.

„Ja. Zeig es ihnen.", erwiderte Ron, der sich nun wieder unter Kontrolle hatte.

Lily nickte und krempelte den rechten Ärmel ihrer Robe hoch, um den umstehenden das dunkle Mal zu zeigen, welches dort ins Fleisch eingebrannt worden war.

Die meisten reagierten entsetzt und begannen wieder nervös mit ihren Zauberstäben herumzuspielen.

„Keine Sorge, sie ist auf unserer Seite", rief Ron aus, was aber nicht sehr beruhigend zu wirken schien.

Dean ergriff nun das Wort.

„Hättest du jetzt die Güte uns zu erklären, was das Ganze sollte?"

Ron nickte und erhob seine Stimme, so das ihn jeder hören konnte.

„Nun ja, ich beobachte euch schon seit 'ner ganzen Weile. Erst mal finde ich es gut, dass ihr die D.A. weitergeführt habt. Wir waren leider mit anderen Dingen beschäftigt. Nun, egal. Ich wollte euch nicht so erschrecken. Eigentlich wollte ich euch zeigen, dass ihr gegen einen richtigen Todesser keine Chance habt. Zumindest nicht so. Dies dort ist Lily. Ich weiß, dass ihr alle von ihr wisst, aber das darf diesen Raum nicht verlassen, verstanden? Wir beide haben uns entschlossen euch zu helfen. Wenn Hermine wieder auf dem Damm ist, wird Harry sich wohl anschließen, aber bei allem Respekt vor eurer Leistung Ginny, Neville, Luna und Dean, muss ich euch sagen, dass ihr unsere Hilfe braucht."

Ginny war frustriert, wütend und froh zugleich.

„Ich denke, das diskutieren wir in einer kleineren Runde. Wir teilen euch das nächste Treffen auf dem üblichen Weg mit. Feierabend für heute."

Etwas widerwillig verlies ein Großteil der D.A. den Raum der Wünsche, den Ron daraufhin in ein kleineres Zimmer mit einem Konferenztisch und einem gemütlichen Kamin veränderte.

Luna, Neville, Dean und Ginny setzten sich auf eine Seite des Tisches, während Ron, Sara und Lily gegenüber Platz nahmen.

Ginny war die inoffizielle Führerin der D.A., daher war sie es auch, die das Wort ergriff.

„Was sollte das heißen, du beobachtest uns schon seit einer ganzen Weile?"

Ron grinste und erklärte: „Seit Hermine entführt wurde in etwa. Ich habe die meisten eurer Sitzungen mit dem Tarnumhang belauscht."

„So lange schon?", entfuhr es Dean.

Der Rothaarige fasste seinen Klassenkameraden scharf ins Auge und sagte: „Wir unterhalten uns auch noch. Aber keine Sorge, ich habe die Privatsphäre geachtet falls es das ist, was dir Sorgen macht."

Dean und Ginny wurden rot, was die übrigen neugierig werden ließ.

„Äh, um wieder auf das Thema zu kommen. Was meinst du mit helfen?", fragte Ginny hastig.

Nun grinste Ron.

„Lily und ich werden euch ein wenig extra Unterricht geben, allerdings nur für die, wie nennt ihr sie? Elite?"

Neville nickte.

„Wir geben der Elite Sonderstunden. Das wird aber knochenhart, das kann ich euch versprechen."

„Positiv", bestätigte Lily froh.

Luna sah Harrys Schwester verträumt an.

„Und du bist also eine der 'Les enfants terrible'?"

„Positiv", erwiderte Lily fröhlich.

„Woher weißt du davon?", fragte Sara entsetzt, während Neville, Dean und Ginny einfach nur erschrocken waren, dass eine von Lunas unglaublichen Storys zu stimmen schien.

„Das werden wir nicht weiter vertiefen, da es niemanden etwas angeht", erklärte Ron ruhig, aber bestimmt.

Luna schenkte ihm ein abwesendes Lächeln, hielt sich aber dran.

Ginny jedoch, war nicht gewillt das Thema so schnell, fallen zu lassen und öffnete schon den Mund.

„Ich mein es ernst, Gin!", sagte Ron mit einer ungewohnten Autorität in der Stimme, was sie tatsächlich verdutzt den Mund schließen ließ.

„Alles was ihr über Lily zu wissen braucht, ist, dass sie auf unserer Seite steht. Sie ist ein wenig anders als andere Menschen und lernt gerade erst wie man normal lebt. Wenn sie euch etwas fragt, antwortet ihr einfach, egal wie naiv die Frage auch sein mag. Nun denn. Um zurück zum Thema zu kommen, wir beide werden von nun an das Training der Elite leiten und auch euch unter unsere Fittiche nehmen. Der Rest bleibt wie gehabt. Ihr seid der Führungsstab. Ich verspüre nicht das Bedürfnis euch die D.A. wegzunehmen, da ihr wunderbare Arbeit leistet. Also keine Angst. Gebt uns einfach eine Galleone damit wir bescheid wissen. Lily unterschreibt auf der Liste und dann wäre zumindest das geregelt. Was haltet ihr davon?"

Neville, Luna und Dean sahen Ginny an und machten ihr so klar, dass es ihre Entscheidung sei und sie sich fügen würden.

Die jüngste Weasley dachte einen Augenblick lang nach.

Sie hatte gewusst, dass sie irgendwann wieder auf die Hilfe von Harry, Hermine und Ron angewiesen sein würden, dennoch hätte sie am liebsten noch eine Weile alleine weitergemacht.

Doch Rons Angebot war nicht schlecht und er schien es ernst zu meinen.

Es würde Ginny weh tun, wenn Harry die D.A. wieder übernehmen würde, da sie ihr ganzes Herzblut da hinein gesteckt hatte.

Doch ja, mit dieser Regelung könnte sie leben.

„In Ordnung", erwiderte sie, nachdem sie noch eine Weile das für und wieder abgewogen hatte.

„Deal.", erwiderte Ron und grinste.

Lily unterschrieb die Liste, wobei sich die Mitglieder des D.A. Führungsstabes über die etwas krakelige, kindlich anmutende Schrift des Mädchens wunderten.

Sie wollten gerade den Raum verlassen, als Ron mit einem breiten Grinsen rief: „Ginny! Dean! Wir haben noch ein kleines Gespräch."

Sara warf Ron einen mahnenden Blick zu, der nur zwinkerte, ehe sie zusammen mit Neville, Luna und Lily den Raum verließ.

Ginny und Dean setzten sich mit einem unbehaglichen Gefühl gegenüber von Ron, der noch breiter grinste, als er ihre Mienen sah.

„Ron...", setzte Dean an, doch er wurde unterbrochen.

„Für wie beschränkt haltet ihr mich eigentlich? Und wie könnt ihr beide glauben, ich würde es nicht akzeptieren, dass ihr zusammen seid?", fragte er ruhig.

Ginny sah überrascht auf.

„Also...", setzte sie an, kam aber nicht weiter als ihr Freund.

„Du weißt, das ich mich geändert habe, Gin. Wenn ihr meinen Segen wollt, könnt ihr ihn haben. Aber lasst in Zukunft diese Geheimniskrämerei, okay? Was ihr macht oder auch nicht, geht mich nichts an! Aber sei gewarnt, Dean. Wenn du die Verhütung vernachlässigst und Ginny schwanger wird, dann lernst du mich kennen. So und nun entschuldigt mich. Ich hab noch zu tun."

Mit einem breiten Grinsen verlies Ron das scharlachrot angelaufene Pärchen.

„Was war das denn?", fragte Ginny perplex, als sie sich erholt hatte.

„Das war Ron...glaub ich zumindest.."


Voldemort war hoch zufrieden mit seinem Diener.

„Das sind exzellente Nachrichten, Lucius. Endlich kann ich eines meiner Ziele erreichen."

Der Mann mit den stahlgrauen Augen und dem langen blonden Haar verbeugte sich tief.

„Stets zu Diensten, Mylord."

Voldemort grinste.

„Nun schicke mir Alexander, Napoleon und Wurmschwanz. Sie können diese Angelegenheit weiterverfolgen."

„Wie Sie wünschen, Mylord."

Lucius verließ den Thronsaal um seiner Aufgabe gewissenhaft wie immer nachzukommen.

Ja, Lucius war wahrlich ein treuer Gefolgsmann, auch wenn sein Sohn ein Verräter war. Doch nun sollte es ihn nicht mehr interessieren. Die Verräter würden noch bekommen was ihnen zustand, aber das hatte Zeit...

Gedankenverloren setzte er sich auf seinen wundervollen Thron, der mit kunstvollen Schlangenornamenten verziert worden war.

Bellatrix war eine wahrhaftige Künstlerin, wie er immer wieder feststellen musste, wenn er neue Details in den Zeichnungen seines Throns entdeckte.

Beiläufig streichelte er Nagini, die sich neben seinen Thron zusammengerollt hatte und den Kopf auf eine seiner Armlehnen gelegt hatte.

Seine Geduld wurde nicht lange auf die Probe gestellt.

Schon nach wenigen Minuten knieten die Personen, die er hatte sehen wollen vor ihm.

„Sehr gut, da seid ihr ja. Ich habe einen Auftrag für euch."

„Was wünscht ihr, Mylord?", fragten die drei Knienden wie aus einem Munde.

„Unsere Informationen sind nun komplett. Ich wünsche, dass ihr mir Sara bringt. Doch gebt auf Potter Acht. Er scheint langsam ein ernstzunehmender Gegner zu werden. Falls es zum Kampf kommt, tötet ihn nicht! Dieses Vergnügen werde ich mir gönnen, sobald ich mein Ziel erreicht habe. Nun geht. Enttäuscht mich nicht!"

„Wie ihr wünscht, Mylord..."


Nun ja, ihr wisst, wie ihr mich glücklich machen könnt oder?

Also, worauf wartet ihr?

so long
Zerengeb