Fade to black


Disclaimer: allet beim alten...

Nun ja, entweder machen einige von euch sommerpause oder der Half blood Prince war so schockierend, das ihr verlernt habt zu schreiben ;-)

tz tz

silvertrust: Keine Sorge, mit alex hab ich noch so einiges vor ;-) Nun zur anderen Frage...lesen! Dann siehst auch du klarer (grinz)

Roter Dracois: Hmmm, werden wir ja sehen ;-)

Jeanuts: Wie gesagt, jetzt wird einiges aufgelöst ;-) und für diese Story kommen noch einige chaps. Sollte erstz n' dreiteiler werden, hab mich aber entschlossen die ersten zwei Teile zusammen zu fassen.

Vorndess: Danke und ich werd es in die nächsten chaps einfließen lassen.

Harry Black Potter: Danke, werd versuchen so weiter zu machen

Lady-Claw: Vielen Dank und Grüße zurück!

Sweet Chrissi: Ich kann nur wiederholen, lesen!

Danke an Miceboy für die e-mail!

Und noch mal fetten Dank an Lobarie, die Beta liest!

Was noch?

ah ja, Viel Spaß!


25.Das Herz des Unbarmherzigen
Sara saß im Gemeinschaftsraum und lernte.

Ron und die anderen hatten irgendetwas mit Derek zu besprechen und sie durfte heute ausnahmsweise mal nicht mit, doch das nahm sie den anderen nicht krumm.

Stattdessen hatte sie beschlossen ein wenig mehr zu lernen, als sie plötzlich dieses gänzlich unvertraute warme Gefühl spürte.

Sie faste überrascht in ihre Robentasche und zog die Galleone heraus, die sie von Ginny erhalten hatte.

Verdutzt sah sie wie die Nummer am Rand das heutige Datum und eine Uhrzeit in etwas fünf Minuten darstellten.

Sie sah sich um und erkannte Ginny, die ihr fröhlich zuwinkte.

Sara musste lächeln und erhob sich.

Ohne große Umwege begab sie sich zum Raum der Wünsche, wo nach und nach immer mehr Schüler eintrafen und sich fröhlich unterhielten.

Neville war bereits da und betrachtete zufrieden die Versammelten.

„Hey Neville, worum geht's?", begrüßte sie ihn.

„Ah, unser neustes Mitglied. Wir möchten die anderen informieren, was aus dem Gespräch mit Ron geworden ist, da unter ihnen schon die tollsten Geschichten kursieren."

„Verstehe", erwiderte sie.

Ginny, die den Gemeinschaftsraum später als Sara verlassen hatte, kam nun zu ihnen und lächelte fröhlich.

„Und alle da?"

„Nee, Dean, Luna und Susan fehlen noch", sagte Neville und besah sich die Schnatternde Schar, die sich vor ihnen versammelt hatte.

„IIIIIIIHHHH!", schrie plötzlich eine Drittklässlerin in der vordersten Reihe und deutete mit panischem Gesicht auf dem Boden vor Sara, wo eine Ratte mit silberner Pfote sie eindringlich zu mustern schien.

„Das ist doch nur ne Ratte, Kate...", versuchte ihr Nachbar sie zu beruhigen, doch dann geschah die Katastrophe.

Nicht wenige schrien auf, als die Ratte sich in einen kleinen pummeligen Mann mit wässrigen Augen, einer spitzen Nase und einem hämischen Grinsen verwandelte.

„Crucio!", bellte er und vier Schüler wanden sich unter den unvorstellbaren Qualen des Cruciatus Fluches.

Neville und Ginny reagierten als erste und schossen Schocker ab, die der Mann aber mühelos abwehrte.

„Erbärmlich!", kommentierte er hämisch und mit einem Schwung seines Zauberstabes wurde die erste Reihe der D.A. zurückgeschleudert.

Sara überlegte fieberhaft was sie tun konnte und beschwor den mächtigen Vallum Schild, den sie von Ron gelernt hatte um Ginny, Neville und sich selbst und dass keine Sekunde zu früh, den schon zuckten schwarze Blitze in Richtung Neville und Ginny, die aber abgeschmettert wurden.

Der ganze Raum bestand nur aus Chaos.

Bunte Blitze erhellten den Raum, prallten aber allesamt am Schild des Eindringlings ab, der immer noch hämisch lachte.

Mit einer fließenden Bewegung und einem gemurmelten Spruch, ließ er einen violetten Schweif durch eine Reihe Schüler fahren, die daraufhin besinnungslos zusammenbrachen.

Ginny und Neville schleuderten immer mehr Flüche auf den Fremden, doch nichts hatte eine Wirkung.

Ron hatte Recht behalten, so hätten sie nie eine Chance.

Saras Gedanken rasten auf der Suche nach einem wirkungsvollen Angriffzauber, doch sie fand nichts.

Ron hatte ihr nur Verteidigungen beigebracht, verdammt!

Der Todesser wiederholte seine fließende Bewegung, dieses Mal waren Ginny und Neville sein Ziel.

Jemand sprang in den Weg, um den Fluch abzufangen, Dean!

Doch es war sinnlos.

Der mächtige dunkle Fluch zerstörte Saras Schild und fuhr durch Dean, Ginny und Neville, die ebenfalls bewusstlos zusammenbrachen.

Sara schrie verzweifelt, als ein tiefroter Blitz durch ihren Körper fuhr, alles was sie dann noch sah, war Schwärze...


Saras Geist war träge.

Ihre Kehle war wund und alles an ihrem Körper schmerzte.

Ihre Augenlieder schienen von Blei beschwert, so dass es ihr unmöglich war, die Augen zu öffnen.

Langsam sickerten Erinnerungen in ihr Bewusstsein, verloren sich aber in der Sinnlosigkeit.

Eine halbe Ewigkeit lag sie so da, ehe sie spürte wie ihr Kopf angehoben und ihr etwas eingeflösst wurde.

Langsam rann die Flüssigkeit ihre Kehle hinab und breitete dabei eine Wärme in ihrem Körper aus.

Die Schmerzen verschwanden und sie fühlte sich plötzlich wach und erholt.

Nun konnte sie genau hören was um sie herum vorging.

Eine vertraute Stimme sprach: „Und wann wirkt es, alter Giftmischer?"

Eine andere Stimme, die sie ebenso gut kannte antwortete mit einem öligen Ton: „Sofort. Ich verschwinde nun, sie soll mich nicht erkennen."

Saras Herz machte einen Satz.

Das war eindeutig die Stimme von Snape gewesen.

„Ja, mach, dass du wegkommst, es wäre ungünstig, wenn sie dich erkennt. Ich kümmere mich um alles Weitere."

Auch diese Stimme war ihr so vertraut. Sie klang fast wie Harry, nur ein wenig ausgeprägter und so kalt...

Die Minuten vergingen und Sara beschloss vorsichtig ihre Augen zu öffnen.

Sie erkannte, dass sie auf einem weichen Himmelbett lag, in einem großzügigen, luxuriös eingerichtetem Raum.

Die Möbel bestanden aus altem und edlen Holz, ein tiefroter schwerer Samtteppich war ausgelegt worden. Die Wände waren mit ebenfalls edlem Holz vertäfelt und der ganze Raum wurde von Kerzen erhellt.

Eine Gestalt mit schwarzem Umhang stand an der Tür und schien mit jemanden zu sprechen.

Kurz darauf drehte er sich zu ihr um und sie schloss hastig die Augen.

Sie hörte die gedämpften Schritte, die sich ihr näherten und roch etwas Unerwartetes.

Der Duft von Tee stieg ihr in die Nase.

„Jetzt hör auf Theater zu spielen und steh endlich auf, sonst wird dein Frühstück noch kalt!", sagte die kalte und doch so vertraute Stimme.

Erschrocken schlug Sara die Augen auf und blickte in ein vertrautes Gesicht, aber das konnte doch nicht sein...

Smaragdgrüne Augen, wuscheliges schwarzes Haar...

„Harry...?", fragte sie entsetzt.

Der Angesprochene lachte kalt.

„Nicht ganz, mein Name ist Alexander. Jetzt steh auf und frühstücke erst mal. Das war 'n heftiger Schocker, den du abbekommen hast."

Nun fielen Sara die ganzen Kleinigkeiten auf, wie hatte sie nur denken können, dass dies Harry wäre?

Der Junge war viel älter als Harry und hatte keine Narbe. Zudem schienen seine Augen kälter als der Winter selbst zu sein.

Er levitierte ein Tablett zu einem kleinen runden Tisch und setzte sich an selbigen.

Er goss sich selbst eine Tasse Tee ein und blickte zu Sara, die sich zögerlich erhob.

Auf sein Nicken hin, setzte sie sich ihm gegenüber und bemerkte erst jetzt, wie hungrig sie war.

Schweigend aß sie ein wenig Toast, Schinken und eine Schüssel mit Cornflakes, so dass der schlimmste Hunger gestillt war.

Tausende Fragen schwirrten ihr dabei durch den Kopf und sie fragte sich, ob sie es wagen sollte, sie zu stellen.

Alexander goss ihr eine Tasse mit Tee ein, die sie schweigend annahm.

Nach dem ersten Schluck, entschloss sie sich, es zu riskieren und fragte: „Wo bin ich hier?"

Alexander lachte leise.

„Wir sind beim Lord, mehr wirst du darüber nicht erfahren."

„Bin ich eine Gefangene?"

Eigentlich erschien ihr die Frage dumm, aber welcher Gefangene wurde schon in einem solch luxuriösen Zimmer untergebracht?

„Nicht in dem Sinne. Eher ein ganz besonderer Gast, der einigen strengen Regeln unterworfen ist", erwiderte ihr Gegenüber.

Diese Antwort verwunderte Sara dann doch.

„Und was soll das alles?", fragte sie vorsichtig.

„Das wirst du von seiner Lordschaft erfahren."

Panik stieg in Sara hoch.

Sie sollte den Lord sehen? Was wollte er nur von ihr?

Was hatte das alles zu bedeuten?

„Keine Sorge, dir wird nichts geschehen", sagte Alexander mit einer seltsamen Wärme in der Stimme, die ganz und gar nicht zu ihm passte.

Er nahm noch einen tiefen Schluck aus seiner Tasse und erhob sich.

„Ich werde in zehn Minuten wiederkehren. Dort im Schrank findest du einige Roben. Versuche nicht zu entkommen, das würde nur schief gehen."

Und schon war er verschwunden.

Saras Gedanken drehten sich im Kreis, doch sie hatte keine Wahl.

Sie suchte sich eine rote Robe aus, die so gut passte, als wäre sie eigens für sie gemacht worden und wartete ab bis ihr Wärter wiederkam.

Pünktlich zehn Minuten nachdem er den Raum verlassen hatte, öffnete er auch schon die Tür.

„Folge mir", sagte er einfach und drehte sich auf dem Absatz um.

Sie folgte ihm durch das riesige Gebäude, dessen Wände von Energiekugeln erhellt wurden.

Überall liefen seltsame Menschen herum.

Einige sahen Sirius und Derek ähnlich.

Andere wieder Jarod, Harry oder Lily.

Waren das ‚Les enfants terribles'?

Sara erschrak, als eine Gruppe von riesigen Wölfen ihnen entgegenkam.

„Keine Sorge, sie tun uns nichts.", sagte Alexander ohne sich umzudrehen.

Sie erreichten eine große Doppelflügeltür, die der ‚Les enfants terrible' aufschob und sie mit einer Verbeugung hineinbat.

Sara tat wie ihr geheißen und betrat eine Art Thronsaal.

Der Boden war wie in ihrem Zimmer mit rotem Samtteppich bedeckt. Kunstvolle Gemälde zierten die Wände und auf einem kleinen Podest stand ein mit kunstvollen Schlangenornamenten bedeckter Thron, auf dem jemand saß.

Doch so hatte Sara sich den dunklen Lord wirklich nicht vorgestellt.

Von Harry wusste sie, das er glühende rote Augen hatte und das Gesicht einer Schlange.

Doch dort saß nun ein Mann Anfang vierzig, aber wahrscheinlich älter.

Zauberer alterten langsamer als andere Menschen.

Er hatte schwarze Haare, grüne Augen und ein fein geschnittenes Gesicht.

Er lächelte sie warm an und fragte: „Ist sie das, Alexander?"

„Ohne den geringsten Zweifel, Mylord", erwiderte dieser.

„Sehr gut, ich bin sehr zufrieden. Du kannst gehen."

„Stets zu Diensten."

Alexander verließ den Thronsaal und ließ die beiden allein zurück.

Der Mann erhob sich elegant und schritt langsam auf sie zu.

„Sara. Lass dich ansehen. Es ist sehr lange her."

Ihre Gedanken rasten vor Angst.

„Wer sind Sie? Doch nicht Sie-wissen-schon-wer?"

Der Mann grinste schelmisch.

„In der Tat eine sehr interessante Frage. Ich habe viele Namen und Gesichter. Heute kennt man mich im Allgemeinen als Lord Voldemort oder auch er-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf und das passende Gesicht dazu habe ich auch, doch nicht jetzt. Nun stehe ich hier als Tom Riddle und trage auch dessen Gesicht."

„Was soll das alles?", fragte Sara ängstlich.

„Du musst dich nicht fürchten. Ich könnte dir nie etwas antun."

Sara verzweifelte fast.

Was hatte das alles zu bedeuten?

„Setz dich erst einmal", sagte Tom und mit einem Schwenk seiner Hand erschienen zwei bequeme Sessel.

Sara tat, was er wollte, da ihre Beine unter ihr nachzugeben drohten.

„Nun, wo soll ich beginnen?", fragte der Mann eher sich selbst als sie.

„Vor einiger Zeit, als ich noch auf dem Höhepunkt meiner Kraft war, da gab es mich schon zweimal. Als Voldemort verbreitete ich Schrecken überall auf der Welt. Doch selbst ein mächtiger Schwarzmagier wie ich hat gewisse Grundbedürfnisse, die er zu erfüllen versucht. Eine Frau, ein Heim, ein Kind…"

Sara konnte nicht fassen, was sie da hörte.

„Du siehst deiner Mutter sehr ähnlich. Sie fand kurz nach deiner Geburt heraus, wer ich wirklich bin und floh mit dir in die Staaten. Doch ehe ich euch wiederfinden und alle Missverständnisse beseitigen konnte, wurde ich geschlagen. Doch nun, wo ihr nach England zurückgekehrt seid und ich wieder einen Körper besitze, verspürte ich den Wunsch, meine Tochter zu sehen, die man mir so lange Zeit vorenthalten hat."

„Das ist nicht wahr…", flüsterte Sara entsetzt.

„Oh doch", erwiderte er mit einem breiten Grinsen.

„Sie…Sie sind…?"

„Dein Vater, ganz richtig."

Tränen liefen über Saras Gesicht.

Das konnte nicht sein…

Dieses…dieses Monster sollte ihr Vater sein?

„Nun ja, aber leider ist dieses kleine Wiedersehen nicht alles, wofür ich dich brauchte", sprach er sanft.

Blitzschnell packte er ihr Handgelenk und ritzte mit einem Dolch, der in seiner anderen Hand erschien, eine Wunde hinein.

Wie aus dem Nichts erschien eine Phiole unter ihrem Arm und fing das Blut auf, das heruntertropfte.

Anschließend verschwand die Phiole und Voldemort berührte mit einem Finger sanft den Schnitt, der daraufhin verheilte.

Sara war zu geschockt, um von all dem etwas mitzubekommen.

„Es war sehr schön dich zu sehen, aber du solltest nicht zu lange von der Schule wegbleiben. Der alte Narr könnte krank vor Sorge werden und das wollen wir doch nicht."

Deutlich hörte man die Häme im letzten Satz.

„Wir werden uns wiedersehen wenn die Zeit reif ist, meine Tochter. Alexander?"

„Was wünscht ihr, Mylord?"

"Geleite Sara sicher zurück in die Schule und pass auf, dass dich niemand sieht."

„Sehr wohl Mylord…"


„Die Überprüfung von Spencer ist nun vollständig", verkündete Deckert den Anwesenden.

„Na, dann rück raus mit der Sprache!", forderte Jarod ungeduldig.

„Sackgasse", sagte Deckert düster.

„Hättest du die Güte, das genauer ausführen?", ließ sich Kane vernehmen, der höhnisch grinsend kopfüber an der Decke stand.

„Der Name Spencer taucht nicht vor 1981 auf, etwa vier Monate nach der Geburt von Sara, laut der Urkunde, die wie alle Papiere eine qualitativ sehr hochwertige Fälschung ist. Es gibt in England keine Daten über eine Familie namens Spencer. Sie tauchen erst in den Staaten auf. Ich habe versucht irgendetwas zu finden, aber es gibt rein gar nichts was mich zu dem Schluss kommen lässt, dass irgendjemand Hochgestelltes nicht möchte, dass man weiß, wer sie wirklich sind."

„Diese Familie wird immer interessanter", kommentierte Jarod nachdenklich.

„Worüber machst du dir Sorgen?", fragte Mona, die seit gestern mit ihrer Gruppe arbeitete.

„Na ja, immerhin wurde sie gestern entführt, oder? Ich mache mir Sorgen um Ron, er könnte in alte Gewohnheiten zurück fallen und etwas Unüberlegtes tun."

Deckert nickte verständnisvoll.

„Er ist ja auch dein Schützling, kein Wunder, dass du dir Sorgen machst."

Jarod wollte gerade etwas erwidern, als Remus in den Raum geschneit kam.

„Hier seid ihr also!", rief er aus.

„Was gibt es denn, alter Wolf?", fragte Kane mit einem Grinsen.

„Malfoy hat sich gerade bei mir gemeldet. Er hat noch einige Spione, von denen keiner etwas wusste und einer von ihnen hat Sara lokalisiert. Sie befindet sich im Hauptquartier des dunklen Lords und soll angeblich von ihm persönlich empfangen worden sein. Ein Spion des Ordens bestätigt diese Information."

Die Anwesenden waren aufgesprungen und Kane hatte sich von der Decke abgestoßen und stand nun mit zwei Beinen auf der Erde.

„Was hat das nur wieder zu bedeuten?", fragte Jay misstrauisch.

„Keine Ahnung, ich erwarte jedoch jeden Augenblick neue Infos", erwiderte Remus ruhig.

Plötzlich spürte Jay ein Vibrieren in seiner Tasche.

Er kramte seinen Mehrwegespiegel hervor und erkannte Derek, der sehr ernst wirkte.

„Hey Jay, ihr könnt die Fahndung einstellen, Sara ist wieder da."

„Was?", fragte alle verwundert. Sogar Kane wirkte überrascht (Was ehrlich gesagt eine Premiere darstellte).

„Sie stand einfach mitten in Hogsmeade und wurde von einem Auroren aufgegriffen, der sich wunderte, warum sie nicht in der Schule war. Im Augenblick wird sie im Krankenflügel behandelt. Es fehlt ihr nichts, sie steht aber unter Schock und reagiert kaum."

„Wieder der Oblivia Pilatus?", fragte Jay wütend.

Er hatte es nie ganz verdaut was man mit Hermine angestellt hatte, da sie ebenfalls zu seinen Schützlingen zählte.

„Nein, keinerlei physische, psychische oder magische Verletzungen. Nur Reste eines kleinen Heilzaubers und eines Energietrankes, den man ihr eingeflösst hatte. Jay, du solltest kommen und dich mal mit Ronnie unterhalten, er dreht bald durch."

„Ich werde mir n' Portschlüssel besorgen", erwiderte Jay ruhig.

„Und bring das Zeug für unsere Neuen mit. Wir müssen sie bei der Stange halten, sonst flippen sie aus. Das Beste wird sein, sie erst mal zu beschäftigen."

„O.K. Bin in spätestens in ner halben stunde da.", sagte Jay und trennte die Verbindung.

Er sah seine Gruppe an und schüttelte den Kopf.

„Remus, nimm Cordelia Spencer vorläufig fest und verhöre sie, ich will wissen was zum Teufel es mit ihr auf sich hat! Ich werde mit Sara sprechen, wenn sie sich erholt hat. Wir sehen uns, wenn ich wieder da bin. Deckert, Kane? Könntet ihr mir helfen, das ganze Zeug für unsere Neuen zusammenzusuchen?"

„Aber mit Freuden", erwiderte Kane…


„Keine Angst, es wurde rein gar nichts mit ihr gemacht", versuchte Dumbledore ruhig zu erklären.

„Und warum ist sie dann so?", fragte Ron, der nur mühsam seinen Zorn zurückzuhalten vermochte.

„Das können wir nicht sagen, aber es ist ihr kein Leid zugefügt worden, so wie Hermine. Sie scheint einfach nur große Angst gehabt zu haben", versuchte Dumbledore das Gemüt des rothaarigen Riesen zu beruhigen.

Ron schnaubte und begann wieder unruhig hin und her zu laufen.

Harry sah sich das wieder mit an, während er an einer Wand lehnte und versuchte die schwelende Wut unter Kontrolle zu behalten, die sich seiner bemächtigte.

Derek tauchte auf und sah ernst aus, was wirklich selten bei ihm war.

„Ich habe mit dem Hauptquartier gesprochen. Jay wird bald hier ankommen und ein paar Kleinigkeiten für euch dabei haben", verkündete er ernst.

„Das interessiert mich im Augenblick 'n verdammten Sch…"

„Nur immer ruhig, Ron!", fuhr Derek dazwischen.

„Ihr habt noch 'n paar Kleinigkeiten zu lernen und außerdem gibt es 'ne kleine Überraschung, die euch sicher gefallen wird, sozusagen als Zugabe. Aber genug davon. Willst du mich später ins Mungos begleiten? Dann kannst du deine kleine Schwester besuchen."

Diese Worte hatten eine beruhigende Wirkung auf Ron, der jetzt nur noch besorgt wirkte.

„Wie geht es ihr? Gibt es was Neues?"

„Sie ist über'm Berg", erwiderte Derek ruhig.

Harry erkannte wie Rons Gesicht sich ein wenig aufhellte und auch ihm selbst fiel ein Stein vom Herzen.

Er wollte gerade etwas sagen, als sich auch schon die Tür zum Krankenflügel öffnete und Hermine gefolgt von Lily heraustrat.

„Wie geht es ihr?", fragte Ron sofort.

„Bleib ruhig. Sie sagte, dass sie nur Zeit zum Nachdenken braucht", erwiderte Hermine sanft.

Wie immer wenn er ihre Stimme vernahm, breitete sich eine tiefe Wärme in Harry aus.

Sie konnte wieder sprechen, auch wenn man ihr anmerkte, dass dies noch ganz ungewohnt für sie war.

„Wieso Zeit zum Nachdenken?", fragte Ron enttäuscht.

„Ich kann es dir auch nicht sagen. Das war alles was sie uns mitgeteilt hat, aber sie möchte jetzt alleine sein."

Ron nickte, doch man konnte die Enttäuschung auf seinem Gesicht sehen.

Harry bemerkte wie Derek unauffällig Lilly zunickte, die ebenso unauffällig zurücknickte.

Seltsam.

„Ah, ich dachte schon, dass ich euch hier finde", ertönte eine vertraute Stimme hinter ihnen.

Alle wandten sich Jarod zu, der nun auf sie zu kam.

„Das ging ja hurtig", kommentierte Derek.

„Kane und Deckert haben mir beim Packen geholfen", sagte der Regulator mit einem breiten Grinsen und wandte sich Hermine zu.

„Du sprichst wieder, wie ich höre?", fragte er.

„Ja", antwortete sie leise.

Er grinste wie ein Schneekönig und wandte sich dann Ron zu, wobei seine Miene schlagartig wieder ernst wurde.

„Tut mir leid für dich, Ron. Kommt erst mal mit, da gibt es zwei bis drei Sachen, die wir klären müssen."

Ron nickte nur und folgte Jay.

Derek bedeutete Hermine und Harry ihm ebenfalls zu folgen, während Dumbledore nur lächelte und Lily wieder eine ähnlich wachende Position einnahm wie damals bei Hermine.

Sie begaben sich in Dereks Büro, wo Jarod drei kleine Päckchen aus seiner Reisetasche holte und vergrößerte.

„So, zuerst ist hier eure Grundausstattung. Für jeden ein Handy, ein Mehrwegespiegel, Flohpulver, vier Kampfuniformen, zwei Ausgehuniformen, eine Pistole mit Silbermunition, ein Iado Schwert, ein Werk über die Grundregeln der IVZ und ein Werk über geltendes magisches Recht. Außerdem kriegt jeder von euch das hier."

Mit diesen Worten reichte er den drei Jugendlichen je einen offiziell wirkenden Umschlag.

Harry nahm den, der an ihn adressiert war, riss ihn auf und begann zu lesen.


An: Vollstrecker Harry J. Potter
Status: Auf Abruf
Betreff: Fallangebot nach § 3 Abs. 4. Interne Regelung des Regulatorenbüros

Sehr geehrter Mr. Potter,
Als Mitglied des freien Vollstreckerkorps, steht es Ihnen nach § 10 Interne Regelung des Regulatorenbüros zu, sich selbst einen Fall zur Bearbeitung auszuwählen.
Da Sie derzeit mit Ihrer Schulischen Ausbildung beschäftigt sind, haben Sie allerdings nur die Möglichkeit, sekundär an dem Fall mitzuarbeiten, bekommen aber nach § 16 der Internen Regelung des Regulatorenbüros, alle relevanten Informationen über folgenden Fall in einem Monatsbericht mitgeteilt.

Nun zu dem Fall, denen ich Ihnen anbieten möchte:

Fall Nummer: 11 02 434 -0
Bezeichnung: Anti Terror Einsatz gegen die terroristische Vereinigung 1013 (Todesserkult)
Leitender Regulator: Major Jarod Sommer - Universal
Ihr direkter Vorgesetzter und stellvertretender Leiter der Ermittlungen: Major Derek Fischer (derzeit auf Abruf) - Universal

Eingesetztes leitendes Personal:

Major Kane - Universal
Master Sergeant William Deckert - Vollstrecker/Eingreifzauberer
Captain Remus J. Lupin - Ermittler/EingreifzaubererCaptain
Mona Leetsch - Fluchbrecherin/Forscherin

Auf Abruf bereit stehend:

Fluchbrechereinheit: Personalstärke acht Mann
Vollstreckerzüge eins bis drei: Personalstärke je zehn Mann
Diverse Sonderkommandos: Personalstärke verschieden
Ermittlereinheit : Personalstärke elf
Fluchforschungsabteilung

Wenn Sie den Fall annehmen, werde ich Ihnen umgehend alle relevanten Akten zukommen lassen.

Mit freundlichen Grüßen

2nd Lt. Markus Biggs (Personalabteilung.)


„Wir sollen an den Ermittlungen teilnehmen?", fragte Harry überrascht.

„Was dachtet ihr denn? Wir haben euch angefordert. Mal abgesehen davon, erhaltet ihr so alle Informationen, die wir auch bekommen", erwiderte Jarod ruhig.

„Ich sagte doch, das es 'ne kleine Überraschung gibt", fügte Derek hinzu.

„War das der Grund, weshalb Dumbledore wollte, dass ihr uns ausbildet?"

Jarod und Derek schienen verblüfft, ebenso Harry und Ron.

„Du erstaunst mich immer wieder, Herm", sagte Jay und lachte nervös.

„Das ist keine Antwort auf meine Frage", erwiderte Hermine streng, so dass Harry und Ron die Augen verdrehen mussten und darüber lachten.

Das hatten sie wirklich vermisst.

„Auch", gab Derek zu.

„Führst du das auch genauer aus?", fragte Ron mit einem Hauch Ungeduld in der Stimme.

„Nun ja", begann Derek zu erklären.

„Wir selbst können auch nur mutmaßen, aber wir denken, dass Albus wollte, dass ihr euch wehren könnt und außerdem, das ihr voll informiert seid. Aber er kann und will euch diese Infos nicht geben. Er ist halt ein alter Mann und kann nicht aus seiner Haut. Also versuchte er es über Umwege. Er wusste, wenn wir euch ausbilden, könnt ihr euch wehren. Und gerade weil wir euch ausbilden, würden wir euch früher oder später in das Regulatorenbüro aufnehmen, wodurch ihr Zugriff auf alle Infos erhaltet. Er kennt uns genau und konnte das planen."

Harry war ein wenig verblüfft von diesen Informationen.

„Wäre es nicht einfacher gewesen, uns alles zu sagen, was wir wissen wollen?", fragte er.

„Wahrscheinlich, aber so ist Albus halt", erwiderte Jay.

„Nun, da das geklärt ist, sollten wir uns über den Rest eurer Ausbildung unterhalten", sagte Derek.

Die drei Jugendlichen sahen ihn gespannt an.

„Ihr müsst noch die Unverzeihlichen erlernen."

„WAS?", riefen die drei entsetzt, doch Jarod hob beschwichtigend die Hand.

„Das ist Pflicht für alle, die in einer Strafverfolgungsbehörde arbeiten", sagte er ruhig.

„Ihr müsst sie ja nicht einsetzen", fügte Derek hinzu.

Da die drei wussten das Diskutieren nichts brachte, fügten sie sich schließlich ohne weiteren Widerstand.

„Dann sollten wir uns nun anderen Themen widmen", sagte Derek und lächelte leicht.

„Wer will mit ins St. Mungos?"


Na, wie wars?

Nicht zum Monitor sprechen, der hat keine Ohren! Kleines Knöpfchen drücken, da wo " go" drauf steht ;-)