Fade to black
Halli hallo, wie versprochen melde ich mich auch mal wieder
Bin momentan ein klein wenig im Dauerstress, ist aber ab mitte oktober wiede vorbei, dann habe ich wieder mehr Zeit zum schreiben lol Wer wissen möchte was mich den so auf trab hält, der sollte mal unter www.donttouch-event.de reinschauen.
So nun zu den zahlreichen Reviews (darf ich die überhaupt noch beantworten ?)
Harry Black Potter: (abgekürzt HBP Half Blood Prince, was ein Zufall) so zu deiner ersten Frage: Wir werden sehen was Voldi vorhatt, aber ich kann dir schonmal sagen, das du auf dem falschen Dampfer bist :g: Zu der anderen Review, nein ich versuche nicht schleichwerbung für Rockmusik zu machen, auch wenn ich selber eine ähnliche richtung höhre (aber mehr Alternative und Crossover) Es hat eigentlich mehr mit Derek und Jay zu tun, die ich ganz bewusst in der Boker/Rocker Scene angelegt habe weil ich diese erstens: gut kenne und zweitens: bisher keine Geschichten kenne in denen solche Nebenfiguren aufgetaucht sind, einfach mal was neues halt.
Und um das nochmal zu betonen (falls mal wieder einer auf den gedanken kommt) Derek ist keine superversion von mir selbst sondern ein richtig mit Block und Bleistift entwickelter charakter, der vollständig frei erfunden ist.
Lady Claw: Also richtig geplant ist die länge nicht, habe aber beschlossen die eigentliche fortsetzung nicht zu schreiben und diese Geschichte dafür länger zu machen. dauert also noch ein bissl (grins)
silvertrust: Ja hast recht, es wird bald was passieren. aber die unverzeihlichen hatten sie noch nicht sondern 'allgemeine Schwrze Magie'
Dax: :-)
Jeanuts: Also für die Blutbank isset nicht, soviel kann ich verraten... ;-)
Thorin Eichenschild: Vielleicht nicht ausführlich aber auf alle Fälle begeißtert aufgenommen (lach)
Mr Unknown: Dankeschön ! Werd ich machen
Alex Black5: Werde mir mehr mühe geben um schnbeller zu sein,. bzw wieder schneller zu werden
Vorndess: Ich könnte ja schneller schreiben wenn nicht immer ein bestimmter chara fehlen würde (lachtsichtot) Ne mal im ernst, bald gibbet jenuch spannung und Action ;-)
Schokki: Wieso nerven ? Freue mich immer wenn jemand was so nettes schreibt (laughs)
Lord Adolf Voldemort Hitler: Danke, Komplimente hört man immer gerne.Also von der Disco habe ich noch nie gehört, klingt aber interessant lol
So, genug gequasselt
Viel Spaß
26. Pflichttermine
„Sehr gut Mr. Potter, aber Sie müssen noch mehr üben, wenn Sie einmal so schnell wie Miss Granger werden wollen. Nun verwandeln Sie Ihren Arm zurück!"
Harry, der konzentriert seinen Arm betrachtete konnte nur leicht nicken.
Das Konzentrieren zerrte sehr an seinen Kräften und es war schmerzhaft, wenn der Arm sich so in die Länge zog.
Doch er würde es aushalten.
Langsam brachte sich sein Arm zurück in seine ursprüngliche Form und der Schmerz ließ nach.
Erleichtert seufzte er auf und schüttelte das gemarterte Körperteil ausgiebig.
„In Ordnung, damit beenden wir unseren heutigen Unterricht", sagte McGonagall und lächelte die beiden an.
Die zwei verabschiedeten sich und kehrten in ihre Gemächer zurück.
Obwohl Hermine jetzt sprechen konnte, weigerte sie sich dennoch, in den Mädchenschlafsaal zurückzukehren oder Harry gehen zu lassen (auch wenn sie es nicht laut aussprach). Seltsamerweise verstand sie sich mit Lavender und Parvati besser denn je. Die beiden schienen irgendetwas zu ahnen und beteiligten sich nicht mal an der allgemeinen Gerüchteküche bei diesem Thema, obwohl sie zu den berüchtigtsten Klatschbasen gehörten. Nein, Harry hatte sogar erlebt, wie sie eine Gruppe Mädchen die sich über Hermine das Maul zerrissen hatten, nicht gerade leise zur Schnecke gemacht hatten.
Das gab den beiden einen sympathischen Zug.
Wie dem auch sei, es lief alles wieder in einigermaßen geregelten Bahnen, obwohl es Sara immer noch sehr schlecht zu gehen schien.
Sie hatte seit einer Woche den Krankenflügel nicht verlassen und weigerte sich mit irgendjemandem zu sprechen.
Ron saß öfter schweigend an ihrem Bett, den Wunsch nach Ruhe und Zeit respektierend.
„Verdammt!", sagte Harry laut, als er sich bei dem Gedanken an Ron an etwas erinnerte.
Hermine sah ihn fragend an und er begann zu erklären: „Wir wollten doch in zehn Minuten mit Ron ins Mungos um die anderen zu besuchen!"
Hermine klatschte sich vor die Stirn.
Durch das harte Training hatte sie beide es vergessen.
Sie beeilten sich in ihr Zimmer zu kommen und sich fertig zu machen.
Mit zehn Minuten Verspätung erschienen beide frisch geduscht und umgezogen vor Dereks Büro und klopften an die Tür.
„Herein!", knurrte Dereks Bass und Harry öffnete die Tür, wo Ron schon ein wenig ungeduldig wirkte.
„Da seid ihr ja endlich!", rief er ungehalten.
„Sorry, wir hatten gerade Animagus bei McGonagall und haben total die Zeit vergessen", sagte Hermine mit einem entschuldigenden Ton.
Wie immer, wenn Hermine etwas erklärte, hatte das eine ganz und gar beruhigende Wirkung auf jeden von ihnen.
Sie waren eben zu froh darüber, dass sie wieder ihre Stimme benutzte, als dass man ihr lange böse sein konnte.
Ron winkte auch schon ab und wandte sich an Derek.
„Ich denke, wir können dann", sagte er und zum zweiten Mal in dieser Woche reisten sie per Portschlüssel ins Mungos.
Sie erreichten die Eingangshalle und ignorierten den Empfangstresen, da sie wussten wo sie hin mussten.
Die angegriffenen Schüler lagen in der Abteilung für Fluchschäden im Sicherheitstrakt. Nur engste Verwandte und Freunde durften sie besuchen und das auch nur, wenn sie eine Genehmigung hatten.
Derek als Major im Regulatorenkorps brauchte keine Genehmigung dafür und da die anderen als enge Freunde und Verwandte galten, brauchten sie sich nicht als Regulatoren zu erkennen zu geben, was ganz gut war.
Ihre Einstellung sollte zumindest bis zu Sirius' Gerichtsverhandlung geheim bleiben.
Sie erreichten das Zimmer in dem Ginny, Susan Bones und Amanda Tippet untergebracht worden waren.
Sie beschworen Blumensträuße und betraten das Krankenzimmer, wo ihnen Ginny schon entgegenstrahlte.
„Hey, welch seltener Besuch! Ihr habt Glück, Mum ist vor zehn Minuten gegangen."
Ron und Harry verdrehten die Augen.
Mrs. Weasleys Mütterlichkeit hatte eine Art neuen Höhepunkt erreicht und sie hatte sofort die anderen Mädchen aus Ginnys Krankenzimmer ‚adoptiert' und erdrückte sie genau so mit ihrer Fürsorge wie alle anderen auch.
„Und, wie geht es so?", fragte Hermine freundlich und legte den Blumenstrauß auf Ginnys Nachtschrank.
„Mehr schlecht als recht. Es ist ziemlich langweilig und jeden Tag müssen wir etwa fünfzehn verschiedene Heiltränke schlucken, echt abartig."
Hermine nickte voller Mitgefühl.
Sie wurde am Ende ihres fünften Jahres von dem gleichen Fluch getroffen und konnte sich nur zu gut daran erinnern, wie widerlich die Heiltränke gewesen waren, die sie damals jeden Tag schlucken musste.
„Wann kommt ihr raus?", fragte Ron neugierig.
„Erst nächste Woche", mischte sich Susan mit enttäuschter Stimme ein.
Harry nickte ihnen mit einem Lächeln zu und verschwand dann mit Ron um Neville und Dean zu besuchen und die Mädchen etwas alleine zu lassen.
Ron hatte es Dean hoch angerechnet, dass er versuchte sich zwischen Pettigrews Fluch und Ginny zu schmeißen, auch wenn es nicht viel gebracht hatte.
Dennoch hatte es ihn schlimmer getroffen als alle anderen.
Er konnte sich noch nicht richtig bewegen, doch Neville war schon wieder recht munter und hatte die Gelegenheit genutzt, seine Eltern hin und wieder zu besuchen.
So auch dieses mal, als sie das Zimmer erreichten in denen die Jungen mit einigen anderen lagen.
Das Zimmer wurde belegt von Dean, Neville, Terry Boot, Jonas Shaw und Michael Corner.
„Wie geht's?", fragte Ron freundlich.
„Geht so", gab Dean in einem doch recht fröhlichen Tonfall zurück.
„Freut uns zu hören", sagte Harry und grinste die anderen an.
„Wo ist Neville?", fragte Ron in die Runde.
„Besucht seine Eltern.", gab Dean zurück, worauf Rons Gesichtsausdruck sich ein wenig verfinsterte.
Harry bemerkte es und versuchte schnell das Thema zu wechseln.
„Und? Wann kommt ihr wieder raus?"
Den Rest der Zeit plauderten sie über eher belanglose Dinge, wie was sie in der Schule verpasst hatten und so weiter.
Etwa zwei Stunden später holte Derek sie dann ab um nach Hogwarts zurückzukehren.
Wie immer, wenn sie das Mungos besucht hatten, war die Stimmung ein wenig gedrückt. Das machte ihnen immer wieder bewusst, wie gefährlich das Spiel war, das ihnen von Voldemort aufgezwungen worden war.
Als sie wieder in Dereks Büro waren und sich gerade von ihm verabschieden wollten, hielt er sie jedoch zurück.
„Da gibt es etwas, was wir noch besprechen müssen."
Die drei Jugendlichen sahen ihn interessiert an.
„Wir drei werden morgen nach dem Frühstück per Portschlüssel nach Den Haag reisen und etwa eine Woche dort bleiben", kündigte er an.
„Was?", fragten sie erschrocken.
„Ab morgen beginnt Sirius' Gerichtsverhandlung. In Anbetracht dessen was vor kurzem geschehen ist, wollte ich euch nicht zu sehr unter Druck setzen, aber macht euch drauf gefasst, morgen mit mir abzureisen. Ihr braucht eure Ausgehuniformen, normale Sachen zum Wechseln und eine Menge Geduld. Solche Gerichtsverhandlungen können beizeiten sehr verworren und kompliziert sein."
Die drei nickten nur und wurden quasi entlassen.
Ron wollte noch einmal bei Sara im Krankenflügel vorbeischauen, während Harry und Hermine sich ausgelaugt zu ihren Räumen begaben.
Das Animagustraining früher am Tag forderte nun seinen Tribut ein.
„Was denkst du, wird das morgen?", fragte Harry sie während sie die Gänge entlangliefen.
„Nachdem, was ich über die Verfahrensregeln gelesen habe, wird der Fall erläutert, die Anklageschrift verlesen und die Anfangsplädoyers gehalten. Vielleicht auch schon die ersten Zeugen gehört."
Harry musste lächeln.
Natürlich hatte sie sich schon ausgiebig mit dem Thema auseinandergesetzt.
„Dann, meine Liebe, erkläre mir doch bitte, was genau auf uns zukommt", forderte er sie mit einem Grinsen auf, während er die Tür zu ihren Räumen öffnete.
„Aber mit Freuden", antwortete sie…
Sara saß in der Krankenstation und grübelte. Ron saß ihr still gegenüber und gab ihr stumm die Kraft, die sie brauchte, um weiterzumachen.
‚Was wird er denken, wenn er erfährt wer mein Vater ist? Wird er mich fallenlassen? Einfach vergessen? Oder ist es ihm egal? Wird es Harry egal sein? Der Mörder seiner Eltern und so vieler anderer ist mein Vater? Jeder wird mich hassen…'
Solche und ähnliche Gedanken kreisten jetzt schon seit über einer Woche in ihrem Geist.
‚Warum hat Mum mir das nie erzählt? Wie konnte sie sich nur auf solch ein Ungeheuer einlassen?'
Sie bewegte sich im Kreis, kam weder vor, noch zurück.
Egal wie oft sie es drehte und wendete, sie kam einfach zu keinem Ergebnis.
Außerdem war sie sich nicht sicher, ob sie es den anderen erzählen wollte. Aber sie hatte doch auch von den ‚Les enfants terrible' erfahren. Hatte sie dann das Recht ihnen solche Informationen vorzuenthalten?
Sara kam einfach nicht weiter.
‚Werden sie noch zu mir halten, wenn sie es erfahren?', fragte sie sich immer und immer wieder.
Es wurde später und die Besuchszeit neigte sich dem Ende zu.
Ron erhob sich und gab ihr einen sanften Kuss auf die Stirn, ehe er zum Gryffindorturm zurückkehrte.
Ließ sie mit ihren Gedanken alleine.
Stunden später war sie natürlich immer noch nicht zu einem Schluss gekommen und beschloss, dass sie frische Luft brauchte.
Sie schlich sich aus der Krankenstation und begab sich zum Astronomieturm.
Wieder stand sie am Abgrund und starrte hinunter. Es war eiskalt und dennoch tat es ihr gut hier zu stehen.
Sie wollte dieses Mal nicht ihr Leben beenden, wie damals, als Derek sie hier erwischt hatte. Nein...
Alles was sie wollte, war ein wenig frische Luft.
Sie hörte ein Rascheln hinter sich und musste lächeln.
Wie konnte sie nur glauben, dass er es
nicht bemerken würde?
Wahrscheinlich passte Lily wieder auf
sie auf, wie sie auch über Hermine gewacht hatte.
„Keine Sorge, dieses Mal habe ich nicht die Absicht einen, wie sagtest du? Kunstsprung zu vollführen", sagte sie ohne sich umzudrehen.
„Was meinst du damit?", fragte eine andere Stimme als die, die sie erwartet hatte.
Erschrocken machte sie einen Satz und drehte sich um.
Ron blickte sie verwirrt an.
„Hast du mit jemand anderem gerechnet?", fragte er.
„Um ehrlich zu sein, ja", erwiderte sie verlegen.
„Aha", murmelte er betrübt, doch sie legte beruhigend ihre Hand auf seinen Arm.
„Ich hatte damit gerechnet, dass Derek hier auftaucht und mich wieder von einer Dummheit abhalten möchte", erklärte sie sanft.
Er blickte sie ernst an.
„Heißt das, du wolltest schon mal eine Dummheit, wie du es ausdrückst, begehen?"
Sara fühlte sich ertappt und entschloss sich, Ron in die Geschehnisse von damals einzuweihen und erklärte es ihm vorsichtig.
Er nickte nur, sagte aber nichts.
Eine Weile saßen sie schweigend zusammen, ehe sie wieder die Stille durchbrach.
„Wie hast du erfahren, dass ich hier bin?"
„Lily", erwiderte er einfach.
Sie hätte es sich aber auch denken können.
Ron blickte sie ernst an.
„Erzählst du mir jetzt, was dich beschäftigt?"
Sara schwieg betreten.
„Wovor hast du Angst?", fragte er sanft.
„Davor, dass ihr mich hassen werdet", erwiderte sie leise.
„Warum sollten wir das tun?", fragte er überrascht.
„Ihr werdet es, wenn ihr erfahrt was los ist."
Tränen liefen ihr Gesicht herunter.
„Stell uns auf die Probe", forderte Ron.
Sie schwieg eine Weile.
„Ich…ich habe meinen Vater getroffen", sagte sie leise.
Ron hörte aufmerksam zu und wollte sie nicht unterbrechen.
„Mum hat mir nie von ihm erzählt, selbst dann nicht, wenn ich sie hartnäckig gefragt habe und jetzt verstehe ich warum…"
Sie weinte jetzt hemmungslos und klammerte sich verzweifelt an ihn.
„Er...er hat mich empfangen und es mir gesagt…der...der dunkle Lord…er ist mein Vater."
Ron war geschockt.
Okay, das erklärte natürlich, weshalb sie nichts gesagt hatte.
Nur langsam löste er sich aus dem Schock dieser Eröffnung und wurde sich des verzweifelt schluchzenden Mädchens in seinen Armen bewusst.
„Schhht, ist doch gut. Du kannst auch nichts dafür", sagte er sanft.
Sie sah ihn ungläubig an.
Eigentlich konnte er selbst nicht so recht glauben, wie gut er das aufnahm.
„Also, Voldemort ist dein Vater, und? Hast du darum gebeten? Wieso sollten wir dich deshalb hassen?", fragte er weiter.
„I…ich bin die T…Tochter eines Monsters", schluchzte sie.
„Und kannst du etwas dafür? Du wusstest es doch selbst nicht. Deshalb werden wir uns nicht von dir abwenden", erwiderte er.
„Warum…? Warum bist du so?", fragte sie mit tränennassem Gesicht.
„Warum bin ich wie?", stellte er die Gegenfrage.
„W…warum bist du nur so…verständnisvoll? Warum bring dich nichts aus der Ruhe? Nicht mal etwas, das mich fast verzweifeln lässt? Warum bist du so?"
Ron lächelte.
„Ich bin so, weil ich nur so eine Chance habe, lebend aus der ganzen Geschichte herauszukommen. Wenn meine Wut über mich bestimmen würde, könnte ich nicht überleben", erwiderte er sanft.
„Alles was du tust…alles was ihr tut, tut ihr für den kommenden Kampf, den euch m…mein V…Vater aufzwingt…warum akzeptiert ihr das einfach?"
„Weil wir in dieser Beziehung nicht die Wahl haben. Ich bin Harrys Freund geworden und habe alle Konsequenzen daraus akzeptiert, auch wenn man es damals nicht ahnen konnte. Ich werde immer tun was nötig ist, um den Weg, den ich eingeschlagen habe bis zum Ende zu gehen. Genau so ist es mit dir. Ich habe dich angenommen, mit allen Konsequenzen, die sich daraus ergeben und nichts wird mich davon abhalten…"
Sie beendete seine Rede mit einem zärtlichen Kuss.
Seine Worte waren so verständnisvoll und so tröstend und sie war dankbar ihn zu haben.
Eine Weile standen sie schweigend in der Kälte, ehe er wieder das Wort ergriff.
„Ab morgen werden Harry, Herm und ich für eine Weile weg sein."
„Wohin geht ihr denn?", fragte Sara überrascht.
Er grinste spitzbübisch und sagte: „Das bleibt unter uns, oder?"
Sie nickte und er fuhr fort: „Morgen beginnt Sirius' Gerichtsverhandlung. Wir werden als Zeugen aussagen."
Das verstand sie natürlich.
„Wie lange werdet ihr fort sein?"
„Ich weiß es nicht, aber Amy schätzt, dass die Verhandlung etwa eine Woche in Anspruch nimmt. Es ist ein brisanter Fall."
„Eine Woche ist lang", sagte sie traurig.
„Ja, aber dir wird nicht langweilig werden. Ich eule dir jeden Tag. Außerdem fängt Lily ab übermorgen an, die D.A zu trainieren. Und in ein paar Tagen kommen die anderen aus St. Mungos wieder. Du wirst gar keine Zeit haben mich zu vermissen…"
„Ausgezeichnet, das heißt wir können sofort los", sagte Derek mit einem breiten Grinsen, als die drei Jungregulatoren vor ihm standen.
Er nahm eine alte Zeitschrift, die Hermine skeptisch musterte (Playmate, Dezember Ausgabe) und verwandelte sie in einen Portschlüssel.
Anschließend spürten sie alle wieder das vertraute Zerren am Bauchnabel, das wie immer bei Auslandsreisen sehr lange anhielt, ehe die Gruppe sauber auf den Füßen im Foyer ihres Hotels landete.
Derek wandte sich an den Portier und begann schnell mit ihm in einer unbekannten Sprache zu sprechen, ehe er sich zu den dreien wandte und ihnen die Verschlussrunen für ihre Zimmer aushändigte.
„Was ist denn das?", fragte Harry überrascht.
„So etwas wie ein Schlüssel. Einfach gegen die Tür drücken und schon öffnet sie sich", erklärte Derek, ehe er Richtung Fahrstühle marschierte gefolgt von seinen Schützlingen.
Er drückte den Knopf für die dritte Etage und begann zu erklären: „Wir müssen gleich im Gericht sein, daher solltet ihr euch alle schon mal in Schale werfen. Immerhin wollen wir ja Eindruck machen oder?"
Die drei nickten und als sie in der dritten Etage ankamen, suchten sie ihre Zimmer auf.
Ron und Derek hatten Einzelzimmer, während Hermine und Harry zusammen eines bezogen, genau wie in Hogwarts.
Harry gefiel das Hotel.
Alles war sauber und geschmackvoll eingerichtet. Die Wände waren mehr pastellfarben, während die Möbel etwas altmodisch, aber dennoch dezent wirkten.
Das Zimmer hatte ein gemeinsames Schlaf und ein kleines Wohnzimmer sowie ein großzügiges Bad.
Harry blieb im Wohnzimmer um sich umzuziehen, während Hermine sich in das Schlafzimmer zurückzog.
Mit einem Schwenk seiner Hand, vergrößerte er sein Gepäck auf Originalgröße und suchte eine der Ausgehuniformen heraus.
Die Sachen saßen einfach perfekt und als Harry sein Spiegelbild prüfte, musste er grinsen.
Die Uniform stand ihm ziemlich gut, das musste er zugeben.
Sie bestand aus auf Hochglanz polierten Springerstiefeln, einer schlichten schwarzen Filzhose, einem weißen Hemd, einem Jackett mit silbernen Knöpfen und einem schwarzen Umhang mit rotem Innenfutter, welcher von silbernen Schnallen gehalten wurde.
Er nahm das kleine Schmuckkästchen und befestigte das Regulatorenabzeichen auf seiner Brust, ehe er die Rangabzeichen an den Kragen seines Jacketts pinnte.
Die Tür zum Schlafzimmer öffnete sich und Hermine kam heraus.
Als sie ihn erblickte, gab sie vor in Ohnmacht zu fallen und lachte.
„Oh man, jetzt weiß ich was viele Frauen an Männern in Uniform finden", rief sie aus, was Harry ebenfalls ein Lachen entlockte.
„Wenn das ein Kompliment sein sollte, gebe ich das gerne zurück."
Hermine trug die gleichen Sachen wie er, nur dass sie hochhackige Schuhe, einen knielangen Rock und Seidenstrümpfe trug.
„Na dann, auf ins Gefecht", rief Harry.
Im Foyer trafen sie Derek und Ron, die ebenfalls die Uniformen trugen, nur das bei Derek noch einige Auszeichnungen auf der Brust prangten.
„Wir laufen zum Gericht. Hier ist Appariersperrzone", verkündete Derek mit einem Grinsen und verließ das Hotel.
Sie befanden sich im magischen Viertel von Den Haag in Holland, wo der internationale Zaubergamot der IVZ seinen Hauptsitz hatte.
Nach einer Viertelstunde erreichten sie schließlich den imposanten weißen Bau, der von einer Menge Grünanlagen umgeben war.
„Willkommen am größten Zaubergamot der Welt", verkündete Derek, ehe er einen der Nebeneingänge ansteuerte.
Harry blickte zum glasverkleideten Haupteingang, wo sich ganze Armeen von Reportern tummelten und er war dankbar, einen anderen Eingang benutzen zu können.
Der Nebeneingang wurde von Männern in roten Uniformen bewacht, die ihnen salutierten als sie eintraten.
Die vier Regulatoren erwiderten den Gruß, ehe sie einen mit weißen Marmor ausgelegten Flur betraten.
„Eins noch, das hier ist ein offizieller Anlass, daher bitte gepflegt ausdrücken und die Ränge benutzen wenn wir nicht unter uns sind. Ab jetzt bin ich Major Fischer, okay?"
Die drei nickten und ließen sich von Derek durch das riesige Gebäude führen, ehe sie einen Raum erreichten, in denen andere Regulatoren warteten.
Sie erkannten Remus sofort, der sie breit lächelnd begrüßte und ihnen gratulierte.
Harry musterte die andern beiden Männer.
Der eine wirkte eher breit, hatte ein kantiges, hartes Gesicht und einen kurzen militärisch wirkenden Borstenschnitt.
Der andere war recht groß und hager. Er hatte ein aristokratisch wirkendes, feines Gesicht und trug eine rote Sonnenbrille. Sein langes blondes Haar hatte er mit einem schwarzen Band zurück gebunden und ein überlegenes Lächeln zeichnete sich auf seinem Gesicht ab.
Er trug im Gegensatz zu den anderen keine Rangabzeichen und hatte eine seltsame Ausstrahlung.
Alle seine Instinkte sagten ihm, dass er gefährlich war, wie ein Raubtier.
Der Mann drehte sich um und schien Harry zu fixieren, ehe er breiter grinste und dabei seine Fangzähne entblößte.
„Sehr gute Instinkte, unser Frischling", kommentierte er mit seiner charismatischen Stimme, die zu seinem Äußeren passte.
„Sie...sie sind ein Vampir!", stellte Harry überrascht fest.
„Als ich zuletzt versuchte in einen Spiegel zu sehen, war ich noch einer", erwiderte der Vampir spöttisch, worauf der Mann mit dem militärischen Haarschnitt genervt die Augen verdrehte.
Derek musste lachen und begann die Anwesenden vorzustellen.
„Der dort ist Master Sergeant William Deckert, aber alle nennen ihn nur bei seinem Nachnamen", sagte er und deutete auf den Mann mit dem Borstenschnitt, der die drei scharf ins Auge fasste.
„Der Vampir ist Major Kane, Nachnamen verrät er nicht, genauso wie sein Alter. Er ist bereits seit hundertfünfzig Jahren ein Regulator und immer noch mit Spaß dabei."
„Jede Existenz verlangt ein wenig Würze", sagte Kane mit einem Grinsen.
„Keine Angst, ich beiße nicht…zumindest keine guten Jungs."
Die drei lächelten nervös und Derek begann sie vorzustellen.
„Also, hier haben wir Harry, der Große ist Ron und das ist Hermine."
Kanes Grinsen wurde breiter.
„Jay hat ne Menge von euch erzählt, wir kennen euch besser als ihr glaubt. Und Derek, wie bekommt dir das Leben als Professor so?"
Derek lachte.
„Es ist viel interessanter als ich dachte, auch wenn ein wenig die Action fehlt. Doch wie du gehört hast, musste ich nicht vollständig untätig bleiben."
„Alle haben ihren Spaß…", murmelte Deckert beleidigt woraufhin die drei Jugendlichen verwirrt wirkten und Kane laut lachte.
„Achtet nicht auf den Miesepeter. Er hat immer einen Grund zu meckern", flüsterte er verschwörerisch.
Die Tür wurde aufgestoßen und Jay kam herein.
„Ah, wunderbar. Damit sind wir wohl vollzählig", rief er als er die Neuankömmlinge betrachtete.
„Ich komme gerade von Sirius, Amy und Madison. Es sieht sehr gut für uns aus", berichtete er dann. „Die Verhandlung wird in zehn Minuten eröffnet. Ihr könnt sie durch die Wand dort verfolgen, wir wollen aber erst, dass ihr herauskommt wenn Madison die Zeugen der Verteidigung aufzählt. Das sollte einen gewissen Überraschungseffekt geben. Da die Verhandlung nicht öffentlich ist, braucht ihr keine Angst zu haben, dass euer neuer Status bekannt wird. Noch Fragen?"
Die drei schüttelten die Köpfe und Kane schien noch etwas einzufallen.
„Macht euch nur keine Sorgen wenn ihr seht, dass Sirius von Dementoren begleitet wird, sie tun ihm nichts."
„Dementoren?", fragte Harry entsetzt.
„Welche sind es denn?", fragte Derek interessiert.
„Samuel und Abraham", erwiderte der Vampir. „Sie haben sich freiwillig gemeldet, konnten Sirius schon immer gut leiden und haben ihn erst mal ne halbe Stunde lang zugetextet."
„Zugetextet?", fragte Hermine verwirrt.
„Zeit für Aufklärung", warf Remus mit einem Lächeln ein.
Derek übernahm das mit Freuden und begann zu erklären: „Ich habe euch doch erzählt, wie Dementoren entstanden sind. Wenn man Draskos, die schwarze Sprache beherrscht, kann man mit ihnen sprechen. Samuel und Abraham sind Dementoren von Lexar Kor, dem Gefängnis der IVZ. Sirius hatte sich wohl damals mit ihnen angefreundet, als er und James dort für einen Monat als Wachen eingesetzt wurde. Ihr solltet wissen, das Dementoren ihre Fähigkeiten zurückhalten können, wenn sie wollen und die beiden sind echt nett und für jeden Spaß zu haben, also keine Sorge."
„Dementoren, die für jeden Spaß zu haben sind…Ich dreh hier irgendwann noch durch", murmelte Ron, was dem Werwolf und dem Vampir, die ihn genau verstanden hatte ein Lachen entlockte.
„So, nun wird es aber Zeit!", sagte Jay und deutete auf die Wand zu ihrer Rechten, die durchsichtig wurde.
Kane lief die Wand hoch und zur Decke, an der er nun kopfüber hing, das Gesicht der Wand zugewandt, während sich die anderen auf die Stühle setzten, die für sie bereit standen.
Die Wand begann sich aufzulösen und ein gewaltiger Raum wurde sichtbar.
Der Fußboden bestand aus weißem Marmor, die Wände waren mit hellem Holz vertäfelt.
Es gab viele gepolsterte Sitzbänke vor denen die Tische der Anklage und der Verteidigung standen, an die sich ein freier Platz anschloss. Den Ende des Raumes bildete ein erhöhtes Podest mit einer gewaltigen Richterbank hinter der die Flaggen aller Mitgliedsstaaten aufgehängt worden waren.
„Wow", entfuhr es Harry.
Die Ränge füllten sich mit Zauberern und Hexen, die allesamt ordentliche Geschäftsroben trugen.
Zwei Männer, von denen Harry einen als Cornelius Fudge erkannte, steuerten auf den Platz der Anklage zu.
Zwei Rotgekleidete Zauberer öffneten eine Tür an der Seite und fünf weitere Gestalten betraten den Raum.
Ein Mann mittleren Alters, den Harry nicht kannte, Amy und Sirius, der von zwei Dementoren flankiert wurde.
Harry stockte der Atem, aber Sirius schien es nichts auszumachen, eher im Gegenteil.
Er trug eine fröhliche Miene zur Schau.
Sie erreichten den Platz der Verteidigung und setzten sich, während die Dementoren in etwa fünf Meter Entfernung vom Platz der Anklage verharrten.
Sie mussten noch etwa fünf Minuten warten, ehe die Rotuniformierten die Tür erneut öffneten und elf Hexen und Zauberer mit samtblauen Roben eintraten.
Sie nahmen ihre Plätze auf der Richterbank ein, wobei einer am höchsten saß, dann zu jeder Seite zwei Zauberer auf einer Höhe und die anderen drei am niedrigsten Punkt.
„Der am höchsten Sitzende ist der Vorsitzende des Gamots. Die vier auf der zweiten Ebene sind hohe Richter, die den obersten Richter beraten und die anderen sechs sind so etwas wie Geschworene", erklärte Hermine ihren Freunden.
Harry wollte gerade eine Frage stellen, als der Vorsitzende das Wort ergriff. Seine Stimme schwebte schwer durch den Saal.
Man merkte, das der Mann Macht besaß und wusste sie einzusetzen.
„Heute verhandeln wir den Fall 'Britisches Ministerium gegen Sirius Ian Black'. Die Vertretung der Anklage möge nun die Anklageschrift verlesen und anschließend ihr Eröffnungsplädoyer halten, ehe die Verteidigung ihr Plädoyer hält und die ersten Zeugen gehört werden. Ich erteile Ankläger Smythe das Wort."
Der ältere Herr, der mit Fudge den Saal betreten hatte.
Harry musterte ihn genau.
Er war eigentlich ein nett aussehender älterer Herr mit schütteren Haar und einem sympathischen Gesicht.
Einzig die durchdringenden braunen Augen verrieten, dass er erbarmungslos sein konnte.
„Der souveräne Staat Großbritannien klagt Sirius Ian Black folgender Vergehen an. Umtriebe mit dunklen Magiern, Brechen eines magischen Schutzvertrages, indirekte Mitschuld durch das Verletzen des Vertrages an der Ermordung des Ehepaares Lily und James Potter, Mord an dem Zauberer Peter Pettigrew, sowie an zwölf Muggeln, die in der Anklageschrift genau aufgezählt werden und zuletzt dem Ausbruch aus Azkaban und dem Entzug der Justiz."
Smythe hatte eine klare und starke Stimme mit der er die Schrift verlesen hatte. Er ließ seinen Blick durch den Raum schweifen und begann sein Plädoyer.
„Die Anklage gedenkt den hier anwesenden Sirius Ian Black der eben genannten Verbrechen zu überführen, indem sie stichhaltige Beweise und unleugbare Fakten auf den Tisch bringt. Obwohl es eigentlich lächerlich ist, ein solch hohes Gericht mit einem Fall zu belästigen, wo die Indizien so klar gegen den Angeklagten deuten wie es hier der Fall ist. Wir werden beweisen, dass der Angeklagte schuldig ist und ihn dorthin bringen, wo er hingehört, nach Azkaban oder Lexar Kor. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit."
Nur schwer konnte Harry die Welle der Wut unterdrücken, die in ihm aufwallte als er diese Worte vernahm. Doch noch ehe er etwas sagen konnte, ergriff der Vorsitzende erneut das Wort.
„Nun bitte ich die Verteidigung ihr Plädoyer zu halten."
Madison stand auf und blickte sich im Saal um.
„Meine Damen und Herren, hohes Gamot, Sirius Black ist unschuldig und dies werden wir im Laufe dieses Verfahrens auch beweisen. Er hat die Potters nicht verraten und auch Peter Pettigrew nicht getötet. Er hat nie mit dunklen Magiern konspiriert, sondern ist im Gegenteil, ein hoch dekorierter Offizier der IVZ. Der Staat Großbritannien wies ihn ohne Gerichtsverhandlung nach Azkaban. Er durfte sich weder verteidigen, noch für sich sprechen. Wir werden nun einen der größten Skandale in der Geschichte der Justiz aufdecken und dafür sorgen, dass meinem Mandanten Gerechtigkeit widerfährt. Ich danke Ihnen für ihre Aufmerksamkeit."
Harry verfolgte das Geschehen im Saal mit gemischten Gefühlen.
Er bemerkte wie Hermine seine Hand nahm und sachte drückte.
„Beruhige dich, es wird alles gut werden."
Er nickte geistesabwesend, ehe er seine Aufmerksamkeit wieder dem Saal zuwandte, in dem bald entschieden werden würde, ob Sirius ein Verbrecher oder Held war…
So ihr wisst wie es geht
Wenn das Event vorbei ist habe ich mehr Zeit zum schreiben, Vielleicht schaff ich aber noch n Update bis dahin
Gruß
Zerengeb
