Fade to black
Disclaimer: Mir gehört nur der Plot, nicht mal die Rechtschreibfehler...die gehören Lobarie g
So, da bin ich wieder :-) Meldungen über mein ableben waren übereilt. Ich danke dem Kollegen Schreibblokade für das "schnelle" gelingen dieses Kapitels lol
indy: Danke und leider war es doch so (sorry)
Dax: ;-)
stormmaker: Danke, ging aber leider nicht schnell
Schokki: Den Haag wurde ganz bewusst gewählt...mir gefällt die Idee das Zauberwelt und Muggelwelt mehr gemeinsamkeiten haben als man denkt. Und die Dementoren spielen noch ne Rolle
Mr.Unknown: Danke, und mir macht es spass sie zu schreiben und natürlich solche Reajtionen zu bekommen
Harry Black Potter: Danke und freu dich sschon auf die nächsten kapitel. Ach und das Event war klasse ;-)
silvertrust: Fudge kommt noch (evilgrinz)
alyssa03: Wieso zu deiner Schande? ;-) Ja hab den HBP gelesen und fand zumindest die 2.te hälfte gut, aber davon wird hier nix einfließen, dazu hab ich eine neue Fanfic angefangen:-)
Thorin Eichenschild: Ich hoffe auch, das ich bald mal wieder so n schönen schreibkick wie am Anfang bekomme. Aber ich habe wieder viele gute Ideen gesammelt lol
Alex Black5: Ich sollte mir langsam mal Stress machen, meine einstellung ist momentan unter aller S, aber passt schon g HBP hab ich gelesen und es werden noch n paar Kapitel, da ich keine Fortsetzung schreibe sondern die gleich mit einbinde.
Vorndess: Ich mag überraschungen. Und ehrlich, ich werde mich bemühen wieder so schnell zu werden wie früher, häng aber irgendwie durch momentan ;-)
Carika: Danke, ich hoffe auch, das ich schnell weiterschreibe
Bilbo Beutlin: Welcome Back und viel Spass beim Nacharbeiten...Weggetreten ;-)
Lord Adolf Voldemort Hitler: Danke Danke (stolzbin) und ja, werde versuchen wieder etwas flotter zu werden.
und nochmal Schokki: Jetzt! ;-)
Wieder einmal Special thanx an Lobarie, die hier Beta liest (Ich bin so böse dass sogar meine Rechtschreibung schlimm ist har har)
Viel Spaß
11. Die Schwarze Sprache
„Als ersten Zeugen rufe ich Miss Amanda Kline in den Zeugenstand."
Eine ältere Dame mit einem straffen Haarknoten und einer dicken Hornbrille erhob sich von der Zuschauertribüne und begab sich zu einer Bank, die neben der Richterbank positioniert worden war.
Einer der Rotuniformierten schritt auf
sie zu und stellte mit klarer Stimme einige Fragen.
„Für das Protokoll, sind Sie
Amanda Kline, Wohnhaft in Miami Florida, Vereinigte Staaten von
Amerika?"
Die ältere Dame nickte.
„Für das Protokoll ist eine verbale Antwort erforderlich", sagte der Offizier freundlich.
„Ja, das bin ich", sagte die Dame daher mit einer erstaunlich kräftigen Stimme.
„Schwören Sie die Wahrheit zu sagen, bei Merlin und den Mächten der Magie selbst?"
„Ja, ich schwöre", erwiderte sie.
Der Rotuniformierte nickte und ging sicheren Schrittes auf seinen Posten zurück.
Ankläger Smythe stand auf,
räusperte sich kurz, ehe er ein sympathisches Lächeln auf
seine Züge zauberte und sich der Zeugin nährte.
„Misses Kline...", begann er
freundlich. „Stimmt es, dass Sie zwischen 1962 und 1986 eine
leitende Position in der Spionageabwehr und Verteidigungsabteilung
innerhalb des IVZ Nachrichtendienstes inne hielten?"
„Das ist korrekt, Mr. Smythe", erklärte die Dame mit ruhiger Stimme.
„Ist es ebenfalls korrekt, dass Sie von 1978 bis zu Ihrer Pensionierung im Jahre 1986 die Leiterin der Spionageabwehr und Verteidigungsabteilung waren?"
„Völlig korrekt, Mr. Smythe", erwiderte sie nur.
„Fiel es in Ihren Aufgabenbereich, Maßnahmen zum Schutz von besonders gefährdeten IVZ Angestellten zu begutachten und abzusegnen?"
„Ja, das lag in der Tat in meinem Aufgabenbereich."
„Können Sie uns etwas über James Potter erzählen?"
Mrs. Kline schob sich ihre Brille zurrecht und erwiderte: „Selbstverständlich kann ich das. War zu meiner Zeit Vollstrecker im Regulatorenbüro und zwar ein wahrhaft Exzellenter. Hielt bereits nach einem Jahr den Rang eines Master Sergeant inne, was selbst in den Zeiten des Kriege,s in denen man unheimlich schnell befördert werden kann, bemerkenswert war. Vierunddreißig direkte Einsätze im Feld und alle ein Erfolg. Außerdem stand er dreimal dem dunklen Lord gegenüber und konnte entkommen. Ein bemerkenswertes Individuum."
Smythe lächelte freundlich und fuhr fort: „Würden Sie sagen, dass James Potter durch diese Erfolge in Gefahr geraten ist?"
„Das können Sie laut sagen. Der dunkle Lord wollte ihn loswerden. Ihn und auch seine Frau und das Kind, den kleinen Harry. Es hat viele Anschläge auf die drei gegeben. Wir haben dadurch viele Leute verloren."
„Was hat James Potter unternommen um sich zu schützen?"
„Nun, als sich die Anschläge häuften, schlug Albus Dumbledore die Verwendung eines Fidelius Zaubers vor, um die Potters zu schützen. Ein sehr exotischer und daher fast unbekannter Zauber, wie ich sagen muss. Ich kann nicht behaupten, dass ich vorher davon schon einmal gehört hätte. Aber die Idee war ansprechend und gewann daher meine Zustimmung."
„Können Sie mir etwas über Sirius Black sagen?", fragte der Ankläger nun.
„Oh in der Tat, in der Tat, das kann ich. War genau wie Potter, ein absolut genialer Kopf. Hielt zwar nicht viel von Autorität, war aber ein absolut zuverlässiger Mann."
„Nun ja, von zuverlässig kann keine rede sein", warf Smythe wie nebenbei ein.
„Einspruch, Meinungsäußerung!", rief Madison dazwischen.
„Einspruch stattgegeben. Behalten Sie Ihre Meinung für sich Mr. Smythe."
Der Angesprochene nickte nur und wandte sich wieder seiner Befragung zu.
„Mrs. Kline, würden Sie uns erklären, wie der Fideliuszauber funktioniert?"
„Natürlich. Ein Geheimnis, in diesem Fall der Aufenthaltsort der Familie Potter, wird in dem Inneren einer lebendigen Seele versteckt. Nichts und niemand könnte an dieses Geheimnis herankommen, es sei denn der Geheimniswahrer stirbt oder verrät es aus freien Stücken."
„Können Sie uns sagen wer der Geheimniswahrer der Potters war?"
„Soweit ich weiß, Mr. Black ."
„Ich danke Ihnen Mrs. Kline."
Thurgot Smythe setzte sich neben einen zufrieden aussehenden Fudge, während hinter der Wand im Nebenraum Harry um seine Selbstbeherrschung kämpfte.
„Entspann dich, Harry", sagte Derek, der direkt neben ihm saß.
„Lass ihn erst mal machen, dann werden Madison und Amy ihn zerfetzen."
„Na hoffentlich", grummelte Harry, doch ein sanfter Händedruck von Hermine beruhigte ihn wieder.
Nun stand Amy auf und nährte sich der Zeugin, scheinbar vollkommen gelassen.
„Mrs. Kline? Wissen Sie wer den Fideliuszauber bei den Potters ausführte?"
„Soweit ich weiß, nur die Schutzbefohlenen und der Geheimniswahrer. Laut meines Wissens, war Lily Potter eine äußerst begabte Hexe, insbesondere in Beschwörungsmagie und Zauberkunst, es wäre daher nicht nötig gewesen noch jemanden hinzuzuziehen."
„Das bedeutet, es gibt keinerlei Beweise dafür, dass Sirius Black wirklich der Geheimniswahrer der Potters war."
„Nicht das ich wüsste."
„Ich danke Ihnen, Mrs. Kline."
Derek grinste.
„Das ist meine Süße."
Harry verdrehte die Augen und verfolgte weiter das Geschehen.
Mrs. Kline wurde aus dem Zeugenstand entlassen, nachdem Smythe es abgelehnt hatte noch weitere Fragen zu stellen.
„Als nächstes ruft die Anklage Mister Gerald Fitzpatrick in den Zeugenstand..."
So ging es eine Weile weiter.
Die Anklage rief vor allem Zeugen auf, die damals im magischen Katastrophenschutz tätig waren und die Tatorte gesehen hatten. Sie verlasen Protokolle der Muggelaugenzaugen und zu guter Letzt verhörten sie noch einige ehemalige Arbeitskollegen von Sirius, die alle bestätigten, dass er der Geheimniswahrer der Potters gewesen war.
Als Letztes rief die Anklage Dumbledore in den Zeugenstand, der zu Harrys Bestürzung bestätigte, dass er damals annahm, Sirius sei der Geheimniswahrer gewesen, während Amy ihre Fragen immer so stellte, dass sie alle aussagten, dass sie es glaubten, aber nicht wussten.
Harry traute seinen Ohren nicht. Nicht mal Amy und Madison taten etwas.
„Ruhig Blut, Harry, das ist Taktik", meinte Jay, der Harry besorgt musterte.
„Damit ist die Anhörung der Zeugen der Anklage beendet. Der Gamot vertagt sich auf Morgen, elf Uhr. Dann werden wir mit den Zeugen der Verteidigung beginnen. Die Sitzung ist geschlossen", sagte der oberste Richter.
Sofort brach Stimmgewirr aus, als die Richter sich erhoben und den Saal verließen.
Harry saß noch immer auf seinem Platz.
Nach seinem Verständnis war es nicht gut gelaufen.
Smythe hatte es fast fertig gebracht IHN zu überzeugen, dass Sirius schuldig war und er kannte die Wahrheit.
Hermine, die immer noch seine Hand hielt, drückte ein wenig fester und erlangte so seine Aufmerksamkeit.
„Wir müssen gehen, Harry."
Er nickte langsam und stand auf.
Hermine führte ihn zurück ins
Hotel, während sich ihn seinem Kopf die Gedanken jagten.
Wenn es so weiterlief, würden sie
Sirius für schuldig befinden...
Mit diesen beunruhigenden Gedanken,
glitt er langsam in einen unruhigen Schlaf...
„Ich krieg dich Potter!", brüllte Dudley wütend, als Harry seine Beine in die Hand nahm und so schnell lief, wie nur er das konnte.
Ja, er war schnell. Schneller als
Dudley, Piers oder die anderen Freunde von Dudley Dursley.
Diese Schnelligkeit hatte ihn bisher
vor zu vielen Schlägen seitens seines Cousins bewahrt, doch
gerade wäre es fast schief gegangen.
Es war üblich, dass die Nachbarschaft des Ligusterwegs einmal im Jahr eine große Sommerparty feierte und dieses Mal waren die Dursleys dran mit dem Ausrichten.
Unglücklicherweise wurden auch
Dudleys Freunde und deren Eltern dazu eingeladen.
Piers hatte ihn von hinten gepackt,
während Dudley sich schon freudig auf ihn stürzen wollte.
Glücklicherweise konnte Harry sich
befreien, bevor sein Cousin es schaffte, ihn zu schlagen.
Nun rannte er um sein Leben, wie so oft zuvor.
Hoffentlich würden die Jungen bald
die Lust daran verlieren, ihn zu jagen.
Er wollte doch nur seine Ruhe, war das
denn so schwer?
Er rannte und rannte, bis er endlich
ankam, wo er ankommen wollte.
Der Friedhof von Little Whinging.
Nicht dass Dudley und Konsorten Angst
vor einem Friedhof hatten, aber Harry kannte sich hier sehr gut aus
und es gab jede Menge verstecke Pfade.
Und heute hatte er Glück….
Scheinbar stand eine Beerdigung an, so
dass Dudley und die Anderen sich wohl nicht trauten ihm zu folgen.
Schon einmal hatten sie Harry verfolgt,
während es eine Beerdigung gab, worauf Pater Faithley Dudley an
den Ohren ziehend vom Friedhof verwiesen hatte.
Und Pater Faithley vergaß nichts.
Harry verlangsamte seine Schritte,
während er sich möglichst unbemerkt an der Prozession
vorbeimogelte, die dem Sarg folgte.
Er schlüpfte in die kleine
Kapelle des Friedhofs.
Es war seltsam…
In dieser kleinen Kapelle hatte er sich immer sicher gefühlt.
Sie war sein Hafen, wenn er ein
Versteck brauchte und Ruhe…
Er hatte einen Platz, eine kleine,
nicht einsehbare Nische, ganz in der Nähe des Beichtstuhls.
Dort saß er gerne und dachte
nach.
Über sein elendes Leben bei den
Dursleys, wie seine Eltern wohl gewesen waren.
Er wusste ja praktisch nichts von
ihnen.
Da heute eine Beerdigung war, würde
der Pastor nicht vor ein paar Stunden zurückkehren, dass wusste
er aus Erfahrung.
Er hielt also auf seine Nische zu, nur
war da schon jemand…
In seiner Nische, vom Schatten verborgen, saß ein Mädchen und weinte leise.
„Hallo?", fragte Harry überrascht.
Das Schluchzen verstummte und das
Mädchen sah auf.
Er konnte ihr Gesicht nicht sehen, da
sie zu tief im Schatten saß.
„Hallo…", gab sie leise zurück.
Harry wusste nicht was er tun sollte,
aber seine Instinkte befahlen ihm, sich zu setzen, daher tat er das
einfach.
Das Mädchen schwieg und er tat es
ihr gleich.
„Wer bist du?", fragte das Mädchen, wieder so leise.
„Ich bin Harry" antwortete er einfach.
Wieder herrschte eine Weile Stille.
„Warst du ein Freund von ihr? Ich kenne dich nicht", fragte das Mädchen zaghaft.
„Ein Freund von wem?", fragte Harry und versuchte nicht allzu neugierig zu klingen.
„Von…von…"
Das Mädchen schluchzte wieder.
„…von Evelyn…."
Harry wusste nicht recht was er tun
sollte.
Er war etwas mit der Situation
überfordert.
„Nein, tut mir leid, aber ich kenne keine Evelyn", versuchte er höflich zu sagen.
„…was…was machst du dann hier…?"
„Ich verstecke mich vor meinem Cousin", erwiderte er.
Harry wusste nicht warum er dass sagte….er kannte das Mädchen nicht einmal.
„Ach so…", sagte sie nur und war wieder still.
So verblieben sie einige Minuten, Harry
auf dem kalten Steinboden und das Mädchen in der Nische.
Sie hatte diese Evelyn wohl gut gekannt
und schien sehr traurig.
Harry wusste wie es war, Menschen zu
verlieren. Aber bei diesem Mädchen war es anders.
Wer auch immer diese Evelyn gewesen
war…sie hatte sie gekannt. Er wusste aber gar nichts von seinen
Eltern. Nicht mal wie sie aussahen.
„Woran denkst du…du siehst so traurig aus…?", fragte das Mädchen leise.
„An meine Eltern…sie sind auch…nicht mehr da…"
„Oh….", erwiderte sie leise.
Die Tür zur Kapelle wurde geöffnet
und jemand rief leise einen Namen, den Harry nicht verstehen konnte.
Das Mädchen stand auf, doch
seltsamerweise lag der Schatten immer noch auf ihrem Gesicht.
Sie kam zu Harry herüber und flüsterte: „Ich muss gehen…zu meiner Mum…"
Sie drückte ihm einen Kuss auf die
Wange und etwas in die Hand. Dann lief sie davon.
Harry blickte verdutzt auf seine Hand,
in der er eine Lilie hielt.
Er drehte sich zu dem Mädchen um,
dass sich noch mal zu ihm umgedreht hatte.
Rehbraune Augen blickten ihm entgegen,
doch seltsamerweise konnte er immer noch nicht ihr Gesicht
erkennen….als ob der Schatten ein Teil von ihr wäre…
„Warum lebst du hier…?"
Harry verstand nicht, was das sollte.
Ihre Stimme war auf einmal so seltsam
monoton.
„Was?", fragte er
„Warum lebst du….hier?"
„Ich verstehe nicht", erklärte Harry verwirrt.
„Du musst nicht hier leben…warum ist es so wichtig?"
„Was soll das?", fragte Harry.
„Du hast andere…warum ist diese so wichtig…warum...hier?"
Dann hörte er den Schrei….
Harry schreckte auf und hatte instinktiv seinen Zauberstab in der Hand, genau wie Hermine.
Sie sprangen aus dem Bett und rissen die Tür vom Hotelzimmer auf.
Auch bei Rons und Dereks Zimmern standen die Türen offen und ihre Bewohner standen mit dem Zauberstab im Anschlag und in Unterwäsche auf dem Flur.
„Beruhigen Sie sich", sagte Ron mit ruhiger Stimme zu einer Frau, die kalkweiß und vollkommen geschockt im Flur stand und zitterte wie Espenlaub.
„Ganz ruhig, sagen Sie uns erstmal was los ist", forderte Derek sie auf und senkte langsam seine Zauberstäbe, da nichts Bedrohliches da zu sein schien.
„E..ei…ein Dementor….hier war ein Dementor", erklärte die Frau mit schriller Stimme.
„Ich habe keinen Dementor gespürt", sagte Ron verwirrt.
Harry wandte sich an Hermine, die dem
ganzen allerdings keine Aufmerksamkeit widmete und bestürzt
Derek anstarrte.
Harry konnte das nicht verstehen und
folgte ihrem Blick, woraufhin er ebenfalls einen Schreck bekam…
Sein nackter Oberkörper war übersäht mit Narben…
Derek lies sich nicht stören und
begab sich zurück in sein Zimmer, aus dem kurz darauf Amy kam,
um die verstörte Frau zu beruhigen.
Als Derek wieder aus dem Zimmer kam,
hatte er sich angezogen und sagte im Vorbeigehen: „Ich gehe kurz
zum Gamot, etwas abklären."
„Um drei Uhr morgens?", fragte Ron verdutzt.
„Passt schon. Versucht noch etwas zu schlafen, es wird heute anstrengend", erwiderte der Regulator, während er den Aufzug betrat.
„Das ist ein Befehl", sagte er noch, ehe sich die Türen schlossen.
Ron sah unschlüssig zu Amy und
zuckte dann mit den Schultern, ehe er sich in sein Zimmer zurückzog.
Hermine ergriff Harrys Hand und zog
auch ihn zurück ins Zimmer…
Sie konnten nicht mehr viel Schlaf
finden diese Nacht.
Hermine wälzte sich im Bett hin
und her, wie Harry hörte und er selbst konnte sich nicht mehr
entspannen.
Der seltsame Traum, der ihm so klar im
Gedächtnis geblieben war, wie sonst nur die Visionen von
Voldemort, ging ihm die ganze Zeit im Kopf herum.
Genau wie der angebliche Dementor und
der vernarbte Oberkörper von Derek.
Die Narben sahen alle sehr alt aus.
Hatte er sie damals bekommen? Unter
Grindelwald?
Er wusste es nicht und würde wohl
auch nie fragen…
Um acht Uhr klingelte der Wecker.
Harry und Hermine standen auf und
machten ihr Morgentraining in Form einiger Übungen, die sie auf
dem begrenzten Raum ausführen konnten.
Anschließend duschten sie
(getrennt natürlich) und zogen ihre Uniformen an, ehe sie sich
mit Amy und Ron trafen.
Sie frühstückten im
Hotelrestaurant und stellten fest, dass Derek nach dem Zwischenfall
gestern nicht mehr zurückgekehrt war.Amy berichtete noch, dass er sich per
Kamin bei ihr gemeldet hatte und wollte, dass sie alle früher
zum Gamot kamen.
So betraten sie bereits um halb zehn
den Saal, in dem sie gestern die Verhandlung verfolgt hatten.
Außer Derek war niemand sonst da.
„Folgt mir bitte", sagte er und verließ den Raum.
Harry fragte sich, was das sollte.
Sie kamen ins Treppenhaus und stiegen
einige Stufen hinab, bis sie scheinbar in die Keller des Gebäudes
kamen.
Zwei Rotuniformierte salutierten ihnen,
als sie einen Durchgang passierten.
Derek öffnete im folgenden Gang
eine Tür und deutete sie hinein.
Harry wurde etwas seltsam zumute.
Als würde jemand nach seinem Geist
greifen.
Knallend ließ er seine
Okkulumentikschilde hochfahren, doch das Gefühl wurde nicht
schwächer.
„Der Grund, warum ich euch hergebracht habe, sind Abraham und Samuel."
„Wer?", fragte Ron verwirrt.
„Die Dementoren!", erwiderte Hermine.
Derek nickte.
„Abraham war gestern in dem Hotel. Die Frau hatte keine Warnvorstellungen. Ich wollte wissen warum."
Alle warteten gespannt.
„Der Grund seid ihr, Harry und Hermine. Sie wollen euch sprechen, ich weiß auch nicht weshalb, sie wollten es nicht verraten."
Hermine und Harry sahen sich überrascht an.
„Ron und ich werden euch nun alleine lassen. Keine Angst, sie werden euch nichts tun."
Ron wirkte wütend.
„Du willst die beiden mit Dementoren in einem Raum lassen? Bist du wahnsinnig?"
Doch Hermine legte dem rothaarigen Riesen beruhigend eine Hand auf den Arm.
„Es ist okay, Ron."
Dieser hielt verdutzt inne.
„Sie haben gestern zu mir gesprochen… im Traum.", erklärte das Mädchen.
Derek nickte nur.
„Dann waren das die Dementoren?", fragte Harry verdutzt.
„Dieser seltsame Traum?"
„Das war Draskos…die schwarze Sprache. Sie sprechen mit euch in euren Erinnerungen", erklärte Derek.
Harry, der sich die ganze Zeit den Kopf darüber zerbrochen hatte, wurde nun neugierig.
„In Ordnung", sagte er.
Ron gab sich geschlagen und verließ
zusammen mit Derek den Raum.
Harry und Hermine sahen sich unsicher
an.
Dann glitt eine andere Tür auf und
ein Dementor schwebte hinein.
Es war faszinierend.
Er schwebte vor ihnen, groß und bedrohlich.
Aber es kam keine Kälte, keine
Schreie…nichts.
Der Dementor zog rasselnd Luft ein und in Harrys Kopf bildete sich
ein dichter weißer Nebel…
„Ich muss gehen…zu meiner Mum…", sagte das Mädchen und Harry betrachtete die Lilie in seiner Hand.
„Warum lebst du hier?", fragte die monotone Stimme des Mädchens.
„Ich verstehe die Frage nicht", sagte Harry wieder.
Plötzlich hörte er Hermines Stimme hinter sich.
„Harry?"
Er drehte sich um und sie eilte zu ihm.
„Die schwarze Sprache…die Metaphern der Erinnerungen…Ihr müsst begreifen…" sagte die monotone Stimme des Mädchens.
Harry drehte sich wieder um und stellte
fest, dass er größer geworden war.
Er war nun nicht mehr der achtjährige
Harry wie kurz zuvor, sondern wieder so, wie im echten Leben.
Er begriff nun, dass er sich in einer
Erinnerung befand…in seiner Erinnerung.
Hermine ergriff seine Hand und sah ihn verunsichert an.
„Warum lebt ihr…hier?", fragte das Mädchen wieder.
„Weißt du, was dieses Mädchen will?", fragte Harry.
„Wieso Mädchen? Das ist ein Junge", sagte Hermine verwirrt.
Harry musterte sie skeptisch.
„Nein, ein Mädchen…aber ich kann ihr Gesicht nicht sehen."
„Ich sehe einen Jungen, dessen Gesicht ich nicht sehen kann", erwiderte Hermine und runzelte die Stirn.
„Ihr lebt…hier…warum?", fragte das Mädchen wieder.
„Was meinst du mit hier? Diese Erinnerung?", fragte Hermine leise.
Das Mädchen nickte.
„Meinst du mit ihr uns beide?", fragte Harry.
„Ihr…lebt…hier…warum?", wiederholte das Mädchen.
„Wir leben hier…?", fragte Hermine mit seltsam belegter Stimme.
Harry konnte das alles nicht verstehen.
„Wir leben hier… in der Erinnerung… Derek sagte sie sprechen durch Erinnerungen…", murmelte Hermine.
Dann weiteten sich ihre Augen.
„Oh Harry…wir leben hier", sagte sie erstaunt.
„Was bedeutet das?", fragte Harry entnervt.
„Wieso…?", fragte das Mädchen wieder.
„Harry, sie sprechen durch Erinnerungen…unsere Erinnerungen. Ich sehe einen Jungen, du ein Mädchen, aber der Ort ist derselbe. Es sind unsere Erinnerungen, meine und deine."
„Du meinst…du warst hier?", fragte Harry perplex.
„Ja Harry…wir waren beide hier, begreifst du es?"
Das Mädchen sah sie an, doch der
Schatten war von ihren Zügen gefallen als Harry es verstanden
hatte.
Die achtjährige Hermine sah ihn
an.
„Warum lebt ihr…hier? Ihr habt so viele andere…warum ist diese so wichtig…?"
„Es ist uns wichtig", erwiderte Hermine leise.
„Moment mal…was meint sie mit hier, diese Erinnerung?"
„Ja, er meint diese Erinnerung. Er will wissen, warum wir hier leben. Wenn ich es richtig verstehe, ist sie bei uns immer präsent", erklärte Hermine hastig.
Das Mädchen sah sie an und drehte den Kopf zum Beichtstuhl.
„Viel Schmerz…viel Verlust…viel Verzweiflung und Angst…warum lebt ihr…hier…Menschen leben in Angst…in Verlust…warum hier…warum nicht dort?"
„Aber es ist doch Verlust…für mich…Evelyn…", sagte Hermine traurig, doch das Mädchen schüttelte den Kopf und deutete auf den Ausgang.
„Du lebst nicht…dort…du lebst…hier…warum?", sagte sie und deutete auf Harry.
„Mir explodiert der Schädel.", erwiderte dieser.
„Ich glaube…er versteht nicht, warum wir beide die gleiche Erinnerung mit uns herumtragen…warum sie uns so wichtig ist", flüsterte Hermine.
„Nicht in der Angst…nicht wie die anderen…ihr lebt…hier…warum?", fragte die monotone Stimme.
„Weil wir nicht wie andere Menschen sind", erwiderte Harry, der es immer noch nicht so recht begriff.
„Glücklich…alle beide…so lange…nicht wie die anderen Menschen…Abraham muss gehen...", wisperte das Mädchen.
