Fade to black


Disclaimer: Wer es bis zu diesem Kapitel geschafft hatt müsste dat eigentlich schon auswendig können hrhr

So den leute, weil ich in den letzten Monaten eher durch abstinenz geglänzt habe, kommt das neue chap doch ne Woche eher als angekündigt hihi. Ich denke da ist eher keiner sauer oder ;)

An meiner anderen Fic arbeite ich ab heute weiter, da ich die unterlagen verlegt hatte, aber da wird auch bald was passieren.

Meine antworten auf die Reviews erhaltet ihr wieder über die reply funktion, falls ihr einen Account bei fanfiction net habt, allen anderen darf ich auf grund der neuen bestimmungen nicht mehr antworten, hinterlasst eine e mail wenn ihr so etwas möchtet :)

Mein Dank gilt Lobarie, die dieses kap wieder Beta gelesen hat, nachdem mein unselliger e-mail account wieder richtig funktioniert.

Nun wünsche ich wieder ungebändigtes Lesevergnügen bei:


30. Das Gewissen der Waffe…
"Bitte erheben Sie sich für die ehrenwerten Vorsitzenden des Gamots", schallte die Stimme des Gerichtsdieners durch den Saal.

Sofort verstummten alle Gespräche und die Anwesenden erhoben sich.
Die elf Richter betraten den Saal und setzten sich auf ihre Plätze. Sofort setzten sich auch alle anderen Anwesenden und gespannte Stille herrschte im Saal.

„Die geschworenen Richter haben sich bis vor wenigen Minuten beraten. Meine Frage an den Sprecher, sind Sie zu einem Urteil gekommen?"

„Das sind wir, ehrenwerter Vorsitzender", sagte einer der sechs geschworenen Richter, die auf der untersten Ebene der Richterbank saßen, nachdem er sich erhoben hatte.

„Wie lautet das Urteil?"

„Die ehrenwerten Geschworenen erklären hier in diesem Saal, mit all diesen Abgeordneten der IVZ Mitgliedstaaten als Zeugen, den Angeklagten Sirius Ian Black in allen Punkten und einstimmig für nicht schuldig."

Es wurde unruhig in der Halle als alle Anwesenden begannen, wild zu tuscheln.

„Ruhe, oder ich lasse den Saal räumen", erklang die magisch verstärkte Stimme des Vorsitzenden.

Langsam ebbte das Getuschel der Menge ab und es kehrte wieder Ruhe ein.

„Begründen Sie das Urteil", forderte der Vorsitzende des Gamots.

„Alle Zeugen sagten eindeutig aus, dass sie nicht wussten, ob der Angeklagte der Geheimniswahrer war oder nicht. Durch Sichtung der Überwachungssphäre, die unter Geheimhaltung fiel, konnten jedoch eindeutig die Aussagen von Remus Lupin, Harry Potter, Ronald Weasley und Hermine Granger, dass Peter Pettigrew noch lebt und ein treuer Anhänger des dunklen Lords ist, bestätigt werden. Des Weiteren befinden wir die Aussage von Derek Fischer, der die Loyalität des Angeklagten einschätzte, als absolut glaubwürdig."

„Erkennen die Berater des Vorsitzenden dieses Urteil an?", fragte der Vorsitzende.

Nacheinander standen die vier Richter auf der zweiten Ebene der Richterbank auf und sagten: „Ich erkenne das Urteil und die Begründung der ehrenwerten geschworenen Richter an."

„Mit der Bestätigung des Urteils erkläre ich dieses von diesem Augenblick an für rechtskräftig. Haben die ehrenwerten Geschworenen sich über eine Entschädigung für Mr. Black beraten?"

„Das haben wir, ehrenwerter Vorsitzender."

„Dann verkünden Sie das Ergebnis."

„Dem freigesprochenen Sirius Ian Black wird unverzüglich der ausgefallene Verdienst von der IVZ nachgezahlt. Des Weiteren erhält er eine Entschädigung in Höhe von fünfhunderttausend Galleonen pro Jahr in Haft und auf der Flucht, zu zahlen vom Britischen Zaubereiministerium. Alle seine Rechte und Privilegien werden ihm von heute an wieder zuerkannt."

„Damit ist Recht gesprochen worden. Die Verhandlung ist geschlossen!"

Harry war wie betäubt...

Sein Pate war frei...frei...FREI!
Sirius strahlte, während Fudge und Smythe wie geprügelte Hunde von dannen schlichen.

„Wie ich es erwartet hatte", erklärte Derek mit einem Grinsen.

Hermine fiel Harry um den Hals und gab ihm vor allen Anwesenden einen Kuss.
Ron lachte ausgelassen und schloss die beiden in seine Arme.
Es herrschte unbändige Freude im Saal.
Sogar Deckert grinste breit schlug mit Kane ein, der ihm die fünf bot.
Nur Jay saß etwas zurückgezogen in einer Ecke und konnte seiner Freude nicht so richtig Ausdruck verleihen.
Zu schwer wog das Wissen...Wissen, welches er nicht nutzen konnte.
Er konnte nur hoffen, dass sie es tun würde...dass sie sich durchringen konnte...
Der Regulator wurde aus seinen Gedanken gerissen, als Sirius ihre Kammer betrat, gefolgt von Amy und Madison.

Harry fiel seinem Paten in die Arme, Tränen des Glücks bahnten sich den Weg aus ihren Augen.

Nachdem Harry sich von Sirius gelöst hatte wurde der Ex-Häftling von Hermine in den Arm genommen, die ebenfalls vor Glück zu weinen schien und ihm einen Kuss auf die Wange gab, was den ehemaligen Frauenhelden tatsächlich zum Erröten brachte.

Ron nahm Sirius ebenfalls in die Arme...und brach ihm fast die Rippen.
Derek war gerade dabei Amy für ihre gute Arbeit zu belohnen, mit einem Kuss der sich gewaschen hatte.
Es herrschte ausgelassene Stimmung.

„Das muss gefeiert werden!", rief Sirius aus.

Und so zogen sie in einen kleinen holländischen Club um zu feiern.
Jay brachte es nicht übers Herz, ihnen die Freude zu nehmen...immerhin hatten sie es verdient.
Es war ein langer Weg bis zu diesem Punkt...ein langer und sehr steiniger Weg. Er versuchte so gut es ging Fröhlichkeit vorzutäuschen. Und es gelang, immerhin war er ein exzellenter Schauspieler.

Doch seine Maske war nicht gut genug...zumindest nicht für seinen Halbbruder. Immerhin kannten sie sich seit ihrer Geburt.
Derek zog Jay also später am Abend zur Seite.

„Was ist los, Mann...ich sehe doch, dass dich etwas beschäftigt."

„Tja Derek...ich habe den Fall so gut wie gelöst...zumindest den größten Teil aller Rätseln."

„Und wo ist der Haken, der für deine miese Laune verantwortlich ist?"

„Da gibt es ein paar...unter anderem, dass ich geschworen habe, die Fresse zu halten."

„Uh...Scheiße."

Jay grinste Derek an und erwiderte: „Das kannst du laut sagen. Aber ich kann nix machen...nur warten und miese Laune schieben."

„Wie schätzt du die Chancen, dass sich das Warten lohnt?"

„Ganz ehrlich?"

Derek nickte.

„Also ich glaube, eher wirst du Amys Kinderwunsch nachgeben."

Derek verzog das Gesicht.

„So schlecht?"

„So schlecht..."


AUFSTEHEN! LAUFEN VIER RUNDEN! KEINE ALTERNATIVE VERHANDELBAR!"

Die Elite der D.A. erhob sich schwerfällig und begann zu laufen, ganz wie Lily es befohlen hatte.
Okay, dass es knüppelhart werden würde, hatte Sarah gewusst, aber so?Lily war schlimmer als die ganzen Drill Sergeants, die Sarah damals in den Muggelfilmen gesehen hatte.Für jemanden, der eigentlich nur Befehle ausgeführt hatte, verstand dieses Mädchen es auch exzellent, Befehle zu erteilen.

LILY HAT NICHTS VON PAUSE GESAGT!", brüllte diese und trieb Susan Bones mit Funken aus ihren Zauberstab an, da diese etwas zurückgefallen war.

Das Erstaunlichste an der ganzen Sache war eigentlich, dass Lily nicht nur dastand und die Befehle erteilte, sondern auch jede Übung mitmachte...dennoch war bei ihr nicht eine Schweißperle zu sehen und ihr Atem blieb vollkommen ruhig.

„STOP! SCHOCKZAUBER WERFEN! GEGEN DIE NORDWAND! AUF LOS! LOS...LOS...LOS...LOS...LOS...LOS...LOS...LOS...!"

Sarah glaubte gerade sie könnte keinen Funken Energie mehr für Schockzauber aufbringen als Lily brüllte: „STOP!"

Mit normaler Stimme fuhr sie fort: „Lily meint, für heute hat die D.A. genug geübt. Sie möchte, dass alle etwas essen und sich dann regenerieren. Lily möchte, dass alle morgen eine Runde um den See joggen für Konditionsaufbau. Sie denkt, dass die D.A. in zwei Tagen wieder herkommen sollte."

Sie lächelte schüchtern, welch ein Kontrast zu dem Drill Instructor von vor wenigen Minuten.

Die Schüler zerstreuten sich keuchend und schwer atmend. Lily kam zu Sarah und half ihr, da diese von einem fiesen Schwindelgefühl befallen wurde und glaubte sie würde jeden Augenblick zusammenbrechen.
Ihr war richtig schlecht von den Anstrengungen der vergangenen Stunde.

„Nicht böse mit Lily sein...sie will nur helfen", erklärte die Rothaarige eingeschüchtert, als sie die schnaufende Sarah stütze.

„...keine...Angst...ich bin nicht...böse mit...dir...", keuchte Sarah zwischen den schweren Atemzügen.

Lily lächelte erleichtert und sagte dann: „Lily glaubt, dass sie etwas übertrieben hat...sie sollte viel weniger fordern."

„...das...wäre...eine...gute Idee...", schnaufte Sarah und wollte sich setzen, doch Lily hielt sie aufrecht.

„Sarah Spencer sollte sich nicht hinsetzen. Wenn sie steht ist das besser für die Sauerstoffversorgung", erklärte sie.

„...Danke...Lily..."

„Lily mag Sarah Spencer gerne", erklärte diese mit einem schüchternen Lächeln.

Nach einigen Minuten, als Sarahs Atem sich einigermaßen beruhigt hatte, ließ Lily zu, dass sie sich hinsetzte.
Die Rothaarige beschwor einen Tisch und Stühle, das hatte sie erst einen Tag zuvor von McGonagall gelernt und sie war sehr stolz darauf.

„Lily denkt, es ist Zeit für eine Mahlzeit. Sie fragt laut nach Dobby."

Mit einem Knall erschien auch schon der exzentrische Hauself vor ihnen.

„Miss Lily hat nach Dobby gerufen?"

„Ja, Lily möchte Dobby fragen, ob sie und Sarah Spencer etwas zu essen bekommen können?"

„Dobby bringt den jungen Misses sehr gerne etwas zu essen", quiekte Dobby erfreut.

„Lily sagt Danke. Sie mag Dobby."

Der Hauself schien zu erröten und verschwand mit einem Knall.

Sarah hatte diese Konversation interessiert beobachtet.
Wieder wurde ihr bewusst, wie ähnlich das Gemüt der Les enfants terrible und das der Hauselfen war...ein Leben um zu dienen...
Wenige Augenblicke später erschienen jede Menge Hauselfen und deckten den Tisch für sie.
Lily nickte mit einem Lächeln und setzte sich zu Sarah.

„Lily mag das Essen hier viel lieber als das in ihrer Parzelle", erklärte die Rothaarige, als sie sich eine ähnlich große Nahrungsmenge sicherte, wie Ron es normalerweise tat.

Sarah lächelte leicht, als sie bemerkte, wie jemand an ihrer Trainingshose zupfte.

Sie blickte runter und erkannte Dobby, der verlegen mit den Füßen auf dem Boden scharrte.

„Ja, was ist denn?", fragte Sarah freundlich.

„Dobby dachte sich, die jungen Misses würden sich hierfür interessieren", erklärte der Hauself verlegen und reichte Sarah eine Sonderausgabe des Abendpropheten.

„Danke Dobby, das ist lieb von dir", sagte Sarah.

Der Hauself errötete wieder und verschwand mit einem Knall.

Sarah wandte ihre Aufmerksamkeit der Schlagzeile zu, die da lautete:


Sirius Black freigesprochen!

Den Haag: Drei Tage nach Eröffnung des Prozesses gegen den berüchtigten Schwerverbrecher Sirius Black, der kurz nach dem Fall von Ihm-dessen-Name-nicht-genannt-werden-darf, wegen dem Verrat von James und Lily Potter so wie dem Mord an dem Zauberer Peter Pettigrew und zwölf Muggeln mit nur einem Fluch, in Azkaban eingekerkert wurde, endete heute mit einem spektakulären Urteil.
Die geschworenen Richter des internationalen Zaubergamots in Den Haag erklärten ihn einstimmig für nicht schuldig. Zeitgleich erhoben die Vertreter der Verteidigung schwere Vorwürfe gegen das Britische Zaubereiministerium, das Black illegalerweise eingesperrt haben soll, ohne ihm auch nur eine Chance der Verteidigung zu geben.

„Mr. Black überlegt noch, ob er Anklage gegen das Britische Zaubereiministerium erheben soll oder nicht. Wir sind froh heute einen der größten Justizskandale aller Zeiten aufgedeckt zu haben, denn das Urteil ist eindeutig und fern jeder Diskussion", erklärte Dr. Amelia Fischer, Rechtsvertreterin der IVZ und Professorin für Geschichte in Hogwarts, die Mr. Black rechtlich vertreten hatte.

Gerüchten zu folge kämpft Black bereits seiner Flucht aus Azkaban vor vier Jahren aktiv gegen Todesser.

Mr. Black selber stand nicht für einen Kommentar zur Verfügung.

Einzelheiten des Prozesses können wir Ihnen leider nicht liefern, werte Leserinnen und Leser, da es sich um eine Nicht Öffentliche Sitzung handelte, dennoch bemühen wir vom Abendpropheten uns, Sie so gut es geht zu informieren.

Rita Kimmkorn

Lesen Sie außerdem:

Sirius Black, weißer Magier mit dunkler Familie Seite: 2&3
Die skandalöse Verhaftung Seite: 4
Stimmen zum Urteil Seite: 5
Der Justizskandal und seine Folgen Seite: 6


Sarah strahlte, als sie den Artikel gelesen hatte.

„Kann Sarah Spencer Lily sagen was da steht? Lily kann noch nicht so gut lesen…sie muss noch viel lernen", bat Lily als sie Sarahs Ausdruck erkannte.

„Sirius ist frei", erklärte diese bereitwillig.

„Lily ist glücklich!", jubelte die Rothaarige und nahm Sarah in die Arme, ehe sie quer durch den Raum der Wünsche hüpfte und ausgelassen lachte, das Essen vollkommen vergessend.

Nach einiger Zeit hatte sich die Rothaarige wieder beruhigt und sich wieder zu Sarah an den Tisch gesetzt.

Es herrschte heitere Stimmung, dennoch fiel Sarah auf, dass Lily gegen Ende des Essens wieder stiller wurde.

Und auch sie selbst drohte wieder in ihr Stimmungstief zurück zu fallen, welches sie seit ihrer Entführung beherrscht hatte.

„Sarah Spencer?"

„Ja, Lily?"

„Lily fühlt sich immer seltsam in der Nacht…Sirius Black ist nicht da, Derek Fischer ist nicht da und Amy Fischer auch nicht. Lily mag es nicht…alleine zu sein wenn es dunkel ist."

„Du fühlst dich einsam, Lily", stellte Sarah mit einen sanften Lächeln fest.

„Lily mag das nicht", wiederholte die Rothaarige leise. „Darf Lily heute bei Sarah Spencer regenerieren?"

Fast hätte Sarah die Frage nicht verstanden, so leise wurde sie gestellt.

Sie überlegte kurz.

Lavender und Parvati als Mitglieder der D.A. Elite wussten von Lily. Hermines Bett stand seit sie damals entführt worden war leer, es sprach eigentlich nichts dagegen.

Mal abgesehen davon konnte sie diesen bittenden, großen grünen Augen einfach nicht widerstehen.

„Kein Problem, Lily. Du kannst gerne heute bei mir im Schlafsaal schlafen."

Die Rothaarige strahlte wieder.

Lily in den Schlafsaal zu bekommen war leichter als gedacht.

Außerdem fühlte Sarah sich in ihrer Vermutung bestätigt, das die Les enfants terribles sich einsam fühlte und nicht etwa ängstlich war. Immerhin war Lily das Gruseligste, was hier rumschwirrte, gleich nach dem Blutigen Baron.

Nun gut, gruselig war sie nur wenn sie wie jetzt, diesen seltsamen Sombra Zauber verwandte.

Es behagte Sarah gar nicht, von einem unförmigen und nicht greifbaren dunklen Schatten verfolgt zu werden.
Sie entspannte sich merklich als Lily wieder ihre normale Form annahm und sich interessiert im Mädchenschlafsaal umsah.

„Ist dies Sarah Spencers Lagerstätte?", fragte sie neugierig.

„Ja, das ist mein Schlafsaal. Du kannst hier in Hermines altem Bett schlafen. Direkt daneben ist meines und dort schlafen Parvati und Lavender", gab die Schwarzhaarige Auskunft.

„Lily mag das", erwiderte Lily glücklich.

Sarah bemerkte, dass sie es wirklich nicht zu mögen schien, alleine zu sein.

Sie machten sich fertig für die Nacht, als Lavender und Parvati schon lange schliefen und es wirklich spät war.

Es dauerte nicht lange und beide waren in Morpheus Reich versunken…

„Los Sarah, wach auf. Wir müssen noch 'ne Runde um den See joggen sonst wird die Sklaventreiberin richtig sauer", rief Parvatis Stimme am frühen Morgen und riss Sarah aus dem Schlaf.

„Genau, dann wird sie richtig fies werden", bestätigte Lavenders Stimme sarkastisch.

„Oh verdammt ihr Idiotinnen, haltet bloß die Klappe!", brauste Sarah auf, doch zu spät…das Dilemma war bereits angerichtet.

„Das war nicht nett von Parvati Patil und Lavender Braun", ertönte Lilys Stimme von Hermines altem Bett her.

Erschrocken fuhren die Mädchen herum und erkannten die Rothaarige, die beide mit Tränen in den Augen musterte.

„Oh Lily, was machst du denn hier?", fragte Parvati überrascht.

„Lily tut doch nur worum Ron Weasley sie gebeten hat…sie will doch nur helfen…", schluchzte diese und verschwand in ihrer Schattenform.

„Na klasse", brummte Sarah mies gelaunt. „Das habt ihr ja toll hinbekommen", fauchte sie die beiden an.

„Wir wussten doch nicht, dass sie hier ist. Außerdem war es gar nicht so gemeint", versuchte Lavender sich zu verteidigen.

„Das tut überhaupt nichts zur Sache! Sie versteht das nicht", erwiderte Sarah giftig. „Geht ihr mal alleine joggen. Ich muss sie finden bevor sie etwas anstellt…Gnade uns Gott…oh verdammt…Harry wird mich umbringen…"

Es dauerte nicht lange bis Sarah Lily gefunden hatte, da sie von Ron die Karte des Rumtreibers erhalten hatte.

Ihr Punkt war seltsam beschriftet gewesen, da er immer noch mit P.E.137 bezeichnet war. Nur sehr schwach und undeutlich stand Lily Black darunter.

Sie war oben auf dem Astronomieturm.

Sarah erreichte diesen und fand Lily, die mit verschränken Armen und tränenden Augen mitten auf dem Geländer der Brüstung stand, ohne sich irgendwo festzuhalten.

Leise Schluchzer drangen an ihr Ohr…Parvati und Lavender mussten sie wirklich verletzt haben.

„Lily…?"

„Warum mögen die anderen Leute Lily nicht? Sie will doch nichts Böses", ertönte die leise Stimme der Rothaarigen.

„So ist es doch nicht…", versuchte Sarah zu erklären, doch Lily unterbrach sie.

„Alle haben Angst vor Lily…weil Lily eine Waffe ist…Sie will aber keine Waffe mehr sein…sie will keinem Angst machen…"

Nun fing sie richtig an zu weinen.
Sie sprang vom Geländer herunter und setzte sich mit zum Gesicht hochgezogenen Knien an die nächstbeste Wand.

Sarah tat der Anblick von Herzen weh.

Dieses Mädchen konnte nichts dafür, dass sie war was sie war…und dennoch machte es ihr so zu schaffen.

Sie setzte sich zu Lily und nahm diese in die Arme.

„Schhht, ist ja gut", wisperte Sarah und Lily krallte sich in ihren Armen fest, von heftigen Schluchzern geschüttelt.

„Die anderen verstehen noch nicht was du bist…und viele haben Angst vor dem, was sie nicht kennen. Aber ich weiß, dass du nicht böse bist. Die anderen wissen es auch, aber sie kennen dich noch nicht. Nimm es dir nicht so zu Herzen."

„Lily versteht das nicht…", schluchzte die Rothaarige.

„Du wirst es verstehen…mit der Zeit….du wirst es verstehen…"

Eine ganze Weile saßen sie so da, bis die Rothaarige sich beruhigt hatte.

Zwar hatte der Unterricht schon vor einer Stunde begonnen, doch zum ersten Mal war Sarah es von Herzen egal, was die Lehrer denken würden.

Sie nahm ihre Rolle als Mutterersatz sehr ernst.

Zwar kümmerten sich sonst eher die anderen um Lily, doch nun war nur sie da und sie schuldete es ihnen allen für dieses Mädchen da zu sein.

Außerdem fühlte es sich richtig an hier zu sein und nicht in irgendeiner Vorlesung.

„Warum kann Lily nicht sein wie alle anderen...", murmelte die Rothaarige.

„Lass dir Zeit, Lily...langsam wirst du wie alle anderen...du musst halt noch lernen."

„Lily will keine Waffe sein..."

Sarah fiel etwas ein. Sie entfaltete die Karte des Rumtreibers und murmelte den Spruch um sie zu aktivieren.

„Schau mal her Lily, ich will dir etwas zeigen."

Lily blickte auf. Man sah ihr deutlich an, wie sehr sie geweint hatte.

„Siehst du diese Karte? Sie zeigt alle Menschen auf Hogwarts, auch dich. Damals als du hier her kamst, erzählte mir Ron, dass dein Punkt P.E.137 hieß. Er heißt immer noch so, aber lies was darunter steht."

Lily starrte konzentriert den Punkt an, der ihren alten und ihren neuen Namen trug.

„Da steht ja Lily Black", erkannte sie verwundert.

„Ja. Das bedeutet, dass du langsam aber sicher Lily Black wirst. Noch bist du auch P.E.137. aber je mehr du lernst, desto mehr wirst du Lily Black, bis es P.E. 137 nicht mehr gibt", erklärte Sarah überzeugt.

Lily blickte Sarah mit ihren großen grünen Augen an.

„Heißt das, Lily muss keine Waffe mehr sein, wenn sie nicht möchte?"

„Genau das heißt es. Du musst keine Waffe sein. Aber weil dir das Kämpfen auch Spaß macht, könntest du eine Verteidigung werden, du kannst alles werden was du willst. Es braucht nur Zeit."

„Lily kann werden was sie will...", wiederholte diese noch einmal für sich.

„Genau. Du kannst alles sein was du willst..."


Japp, bald geht es weiter hihi, eventuell schon nächste bis übernächste Woche

Gruß

Z.