Fade to black


Disclaimer: Wie immer gehört mir nix...

So, es hat gedauert mit diesem Kapitel, doch ich lebe noch. Leider hatte ich ne echt fiese Schreibblokacde, dafür ging es die letzten tage Schlag auf Schlag. Das bedeutet es sind wieder zwei kappies im vorraus fertig, weshalb das nächste update sicher schneller da ist!

Ach, an meine Beta Lobarie, Hab leider bei nem PC Crash deine email addy verloren. Bitte schick sie mir noch mal, danke im vorraus.

Genug gesülzt,

Viel spaß!


36.Jägermond


Sybille rannte wie noch nie zuvor in ihrem leben. Ihre Jungen Beine trugen sie fort, durch den dichten rumänischen Wald der ihr Heimatdorf umgab.

Die Eiskalte Luft, welche sie pfeifend in ihre Lungen sog brannte wie Feuer in ihrem Gesicht, auf und in ihrem Körper, doch sie rannte weiter.

Es war Panik, nackte Panik die sie dazu bewog halbnackt durch den finsteren Wald zu rennen.

Der Mond stand Voll und geradezu unnatürlich Groß am sternenklaren Nachthimmel und drang selbst in die tiefe Finsternis des Dickichts vor, durch das sie rannte wie der Teufel.

Jägermond, hatten die alten ihres Dorfes dieses Phänomen genannt.

Die Jäger kamen wenn der Mond sie rief, jagten ihre Beute...und heute nacht glaubte Sybille nicht mehr daran das dies nur Aberglaube ihrer Dorfältesten war. Sie glaubten ja auch an Vampire und Magie...Zauberer und Hexen die unter ihnen lebten, unerkannt aber präsent.

Nun wusste sie das dieser Aberglaube wahr war. Nun glaubte sie daran, den die Jäger waren heute in ihr Dorf gekommen...hatten sie alle in Stücke gerissen. Die starken Männer, die sie verteidigen wollten. Die Frauen, Kinder und Alten.

Die Jäger kannten kein erbarmen und nun war sie die Beute.
Dieser Gedanke beseelte ihren Überlebensinstinkt, trieb sie dazu so schnell zu rennen wie es ihre Beine vermochten.
Sie war doch noch viel zu Jung um zu sterben. Gerade gestern erst war sie vierzehn Jahre alt geworden.
Gestern noch gab es keine Jäger, keine Sorgen...gestern waren es noch Geschichten um die Jüngsten zu ängstigen und zu erheitern.
Doch nun schwirrten die grauen Silhouetten der Monster vor ihrem Auge und ließen sie vor angst rennen.
Diese Ungeheuer, die in ihrer Gier nach Blut niemanden verschonen würden.

Sie glaubte den hechelnden heißen Atem der Verfolger bereits in ihrem Nacken zu fühlen und versuchte noch schneller zu rennen.

Doch ihre Beine hatten das Maximum ihrer Leistungsfähigkeit erreicht.
Sie fühlten sich an als wären sie mit Blei beschwert.
Ihr Rasendes Herz schien aus ihrem Brustkorb ausbrechen zu wollen und sie hatte fürchterliches Seitenstechen.Ihr war schlecht und vor ihren Augen begannen schwarze punkte zu tanzen.

Sybille strauchelte und schlug hart gegen etwas hartes und kaltes.

Als sie auf dem Boden aufschlug erkannte sie ein paar Robuste Springerstiefel.

Sie sah weiter hoch und erkannte eine dunkle Gestalt, die mit glühenden Roten Augen auf sie herabsah.

Diese Augen brannten sich in ihren Geist und ließen die Panik mit neuer Kraft in ihrem Kopf explodieren.

„Guten Abend junge Dame...", sprach die Gestalt mit einer Stimme, die wie ein kalter, eisiger Windhauch wirkte.

„Sage mir junge Lady...möchtest du sterben...? Oder wählst du das Leben...?

Sybilles gelähmter Verstand brauchte ein wenig um die Worte zu verarbeiten die ihr gegenüber sprach.

„Leben...ich will leben...bitte..."

„Dann wirst du leben Junge Lady."

Eine starke Hand, die kälter war als die kalte Luft ergriff sie und hob sie ohne mühe hoch.

Ihr panischer Aufschrei erstickte in ihrer kehle ehe sie ihn ausstoßen konnte als der unbekannte sie hinter sich fallen lies und blitzschnell zu seinem Gürtel griff.

Kein Mensch konnte sich so schnell bewegen.

Ein unheimliches Heulen erschütterte die Gestirne...die Jäger waren gekommen.

Nun explodierten Schüsse und Jaulen war zu hören.

Der unbekannte stieß ein schauriges lachen aus...es war gleichzeitig Wahnsinnig, kalt und dennoch so kontrolliert...man konnte es nicht beschreiben.

Die dunklen Schatten der Jäger Sprangen heran und wurden von den einschlagenden kugeln zurückgeschleudert.

Nur ein besonders großer Schatten wich den Schüssen aus und landete auf einer kleinen Lichtung, so das Sybille zum ersten mal wirklich sehen konnte, was es war, was ihre Leute getötet hatte...

Ein Riesiger Wolf mit glühenden roten Augen und nachtschwarzem Fell stand dort im fahlem licht des Jägermonds.

Sein Rücken schimmerte silbern und die Langen bedrohlichen Zähne fletschte er ihnen mit einem dunklen Grollen entgegen, während Geifer aus dem Maul tropfte.

„Alpha...Wölfin...?", fragte der Fremde der sie beschützte verwundert.

Tatsächlich schien der Fremde, der so eiskalt wirkte, verwirrt zu sein von dem was er sah.

Sybille hörte ein klicken und das leere Magazin fiel auf dem Waldboden.

„Alphawölfin...ich habe keine Munition mehr...das bedeutet ich kann euch nicht töten...und ihr mich auch nicht. Dieses Mädchen gehört nun mir...nimm dein Rudel und verschwinde, hier kann keiner von uns gewinnen."

Der Wolf stieß noch einmal ein dunkles Grollen aus, so das sich die anderen dunklen Schatten langsam wieder in den Wald schlichen und mit der Dunkelheit verschmolzen.

Der Große Wolf Entspannte anschließend seine mächtigen Kiefer und sah sie an.

Nun wirkte er nicht mehr bedrohlich...eher wie ein Großer Hund mit bedrohlichen roten Augen.

„Ein Paradoxon...Wölfin...eine echte Alpha.", der fremde schien irgendwie amüsiert zu sein.

Die Wölfin leckte sich über das Maul und drehte sich um ehe auch sie mit dem dunklen Wald verschmolz.

Der Fremde wandte sich wieder an Sybille.

„Nun, was machen wir mit dir junge Lady...?"

Sie war zu ängstlich, zu verwirrt und zu panisch um den sinn seiner Worte zu begreifen.

Der fremde lächelte sie an und nun konnte sie sein fein geschnittenes Gesicht im fahlen Mondlicht erkennen...doch ihr blick blieb an den bedrohlichen Fangzähnen hängen, die nun aufblitzten.

Das war doch nicht möglich...die alten hatten recht gehabt.

Nur weil sie zu ausgelaugt und zu erschöpft war, konnte sie nicht aufspringen um erneut vor einer finsteren Kreatur zu fliehen.

„Mikesch komm heraus, es ist vorbei. Ich denke das beste ist, wenn du dich um sie kümmerst."

Ein rascheln war hinter ihr zu hören und Sybille hätte fast vor Erleichterung geweint, als sie ihren guten Großvater Mickesch erkannte, der sich nun auf sie zu bewegte.

Er schloss seine Enkelin glücklich in die Arme und begann sie zu trösten, ehe er seine Worte an den Fremden richtete.

„Ich danke euch Lord Kane...ihr habt die Bedrohung von dem Dorf abgewendet. Dieses Rudel wird so schnell nicht wiederkommen."

„Das ist meine Aufgabe Junger Mikesch. Allerdings hat es viele Opfer gegeben nicht wahr?"

„Ja...viele Tote...und einige die mit dem fluch gestraft wurden.", erwiderte der alte Mann traurig.

„Ich werde veranlassen das einige meiner Männer hier warten...falls das Rudel den nachwuchs holen möchte. Nun entschuldigt mich, ich muss zurück. Ich habe heute einiges gesehen das meiner Aufmerksamkeit bedarf. Mikesch, Junge Lady ich wünsche euch Glück und Gnade."

Mit diesen Worten löste der Mann der sich Kane nannte zu schwarzen Nebel auf und verschwand...doch Sybille konnte nichts mehr erschrecken.

Sie war einfach zu froh darüber überlebt zu haben...und ihren Großvater wieder zu haben...und zu traurig um alle die sie verloren hatte...in dieser schrecklichen Nacht...unter dem Jägermond...


Hermine schreckte aus dem Schlaf auf und atmete heftig.

Sie war von einem öligen Schweißfilm überzogen und grauenhafte Bilder wallten sich vor ihrem geistigen Auge auf...zerfetzte Menschen...blut überall.

Sie sah hinunter zu Harry, der neben ihr lag und immer noch friedlich schlief.

Sie stand auf und begab sich ins Wohnzimmer, wo sie sich ein Glas Wasser einschenkte und in einem Zug leerte.

Es war seltsam..

Hermine hatte öfter Alpträume. Aber vor ihrer Seelenwanderung hatten diese eigentlich immer von den drei Ungeheuern gehandelt, die versucht hatten in sie einzudringen...doch seitdem sie wusste, das es Greyback war, der Evelynn auf dem Gewissen hatte, träumte sie von blut...von Körperteilen und unsäglicher Brutalität.

Besonders wenn wie heute der Mond voll am Himmel stand.

Sie träumte sie wäre ein Wolf...ein Wolf der Hungrig war...ein Wolf der keine Gnade kannte.

Und sie war nicht irgendein Wolf...sie war der Alpha...das mächtigste Tier des Rudels. Alle folgten ihr, niemand wagte es sich ihr zu wiedersetzen. Sie jagte alles was reiche Beute versprach, Männer, Frauen, Kinder...sie kannte kein erbarmen nur ihr Ziel.

Zu Fressen...

Hermine schenkte sich ein weiteres Glas Wasser ein und trank, während sie versuchte die Bilder abzuschütteln...

Es war als würde sie den metallenen Geschmack des Blutes immer noch auf ihren Zungenknospen fühlen, immer noch die widerliche süße des Fleisches schmecken das sie als Wolf in ihrem Traum gefressen hatte.

Unwillkürlich würgte sie bei der Erinnerung.

Warum nur träumte sie so schreckliche Dinge?

Waren es noch Nachwirkungen des Oblivia Pilatus?

Oder wurde sie einfach nur verrückt?

Hermine grinste unwillkürlich. Es war einer der geheimen Witze, die sie stets amüsiert hatten.

Mann sagte ihr immer nach sie wäre brillant. Und Genie und Wahnsinn liegen dicht beieinander.

Da man ihr ja schon immer gesagt hatte, das ihre Lernerei nicht normal sei, fand sie dass schon immer witzig. Hoffentlich endete sie nicht mit einer Dose Zitronedrops in ihrer Tasche wie Dumbledore.

Lernen war übrigens ein gutes Stichwort, ein gutes Buch ist immerhin das beste mittel um Alpträume zu vertreiben und sich ein wenig abzulenken.

Insbesondere wäre es nützlich, da in wenigen Tagen die Abschlussprüfungen für dieses Jahr geschrieben wurden, und diese würden wichtig sein, damit sie sah, wobei sie bei den UTZ's am meisten achten musste.

Irrationaler Weise machte sie sich immer Sorgen um ihre Zensuren, obwohl sie sich Bewusst war, das sie schlau war und es immer locker schaffen würde.

Diese sorge kam bereits aus ihrer Kindheit, seid sie gesehen hatte was Lynn für Ärger bekam, wenn die Zensuren nicht so gut waren.

Natürlich waren ihre Eltern nicht so streng, dennoch wollte Hermine immer alles machen, damit sie stolz auf sie sein konnten.

Ein weiterer Gedanke lies sie von „nützlichen und unnützen Beschwörungen" aufsehen.

Es würden die letzten Sommerferien bei ihren Eltern sein.

Erst jetzt wurde sie sich dem wirklich Bewusst.

Egal was sie tun würde, sie würde nach dem Abschluss mit Harry in eine gemeinsame Wohnung ziehen….

Vielleicht würde sie höhere Studiengänge besuchen.

Vom Regulatorenbüro wurde so etwas besonders gefördert.

Man sah es gerne wenn die angestellten sich weiterbilden wollten.

Mit dem Geld wäre es dann auch kein Problem. Diese Studiengänge waren zwar teuer, wurden aber vom Büro mit einem Förderfonds beglichen.

Ihrer glänzenden Zukunft in der Forschung die sie immer wollte stand also nichts im Weg. Nicht mal Voldemort.

Doch er würde ein Problem werden, wenn ihr Harry gegen ihn in die Schlacht ziehen müsste, was früher oder später passieren wird.

Doch es sah schon viel besser aus als noch vor einiger Zeit.

Harry war schon immer ein wirklich mächtiger Zauberer gewesen, doch alles was dieses Jahr geschehen war hatte ihn dazu bewogen, dieses Potential auch zu nutzen.

Er lernte, auch ganz von alleine und er nutzte was er hatte auf eine Weise die geradezu unheimlich war.

Auch hatte sie bei ihren Übungen unterschiede zu ihm und Ron kennen gelernt, unterschiede die auch Derek und Jay zueinander aufwiesen wie sie wusste.

Derek und Harry waren eher darauf spezialisiert sich einer Großen Anzahl von Gegnern zu stellen und diese nacheinander auszuschalten. Ron und Jay dagegen waren eher Spezialisten im Kampf Mann gegen Mann.

Es war schon seltsam, obwohl Harry und Ron sich derart weiterentwickelt hatte, das sie einen eigenen Duellierstil besaßen schimmerten ihre Mentoren dennoch durch.

Sie selbst lag irgendwo zwischen den beiden, auch wenn sie wusste, das sie im Nahkampf wahrscheinlich besser ist.

Amy mag zwar eigentlich eine Anwältin sein, sie war aber die einzige Schwarzgurt Trägerin in der IVZ, wie sie erzählt hatte.

Das war der Grund weshalb das Regulatorenbüro sie ständig auslieh von ihrer eigentlichen arbeit, der Paragraphenreiterei, wie die Schwarzhaarige es nannte.

Hermine schlug das Buch zu, da der Weckzauber gerade Harry aus den Träumen geholt hatte. Was eigentlich ein wunder war, den seid einiger Zeit liebten sie sich oft, verschmolzen mit dem anderen und Harry kam seitdem nur schwer aus den Federn.

Verschlafen betrat er das Wohnzimmer und drückte Hermine einen Kuss auf den Mund, der wie immer ein angenehmes Prickeln auf ihren Lippen hinterließ.

„Na, schon wach? Haben die die Bücher aus dem Bett gerufen?", neckte er sie.

„Die Prüfungen kommen halt immer näher.", erwiderte sie mit einem Lächeln, dieses ganz spezielle Lächeln das sie nur für Harry übrig hatte.

Sie wollte ihm nichts von ihren Alpträumen erzählen, er würde sich nur unnötig sorgen machen, und davon hatte er beileibe schon genug.

Im Moment sorgte er sich um Lily, die immer mehr zum Individuum wurde, doch auch immer mehr Heimlichkeiten pflegte.

Harry war im Bad um sich die Zähne zu putzen und die morgendliche Rasur zu erledigen.

Seid einiger Zeit hatte sie schon bemerkt, das er einen starken Bartwuchs besaß.

Als er wiederkehrte hatte sich Hermine bereits fertig angezogen und las immer noch in ihren Büchern.

„Hermine? Können wir reden?"

Sie legte das Buch zur Seite und lächelte ihn an.

„Natürlich können wir reden.", erwiderte sie.

„Also ich habe da einiges festgestellt in letzter Zeit. Zum ersten wegen Lily…"

Hermine sah ihren Freund erwartungsvoll an.

„…ich glaube sie und Ron führen die DA weiter."

„Wie kommst du darauf?", fragte Hermine überrascht.

„Zum einen weil jeden Morgen einige DA Mitglieder um den See rennen als wäre der Leibhaftige hinter ihnen her, ich hab sie öfters gesehen bei unserem Morgentraining. Außerdem sind diese Schüler auch immer dann verschwunden wenn wir Ron und Lily nicht finden können. Ich hab mich ein wenig erkundigt."

„Na das würde einiges erklären.", meinte Hermine nun nachdenklich.

„Da sollten wir mal nachhacken oder?", sprach er versonnen in den Raum, ehe er Hermine vorsichtig ansah.

„Etwas war noch….möchtest du darüber reden?"

Das Mädchen sah ihn überrascht an.

„Worüber reden?"

„Deine Alpträume….ich merke es schon seid einiger Zeit. Eigentlich wollte ich warten bis du selber damit zu mir kommst, aber nun…ich mache mir halt sorgen."

Hermine stand der Mund offen.

Eigentlich hatte sie gedacht, Harry hätte nichts bemerkt.

Sie wollte gerade etwas erwidern, doch ein durchdringender Pfeifton hielt sie davon ab.

Überrascht fuhren die beiden herum.

„Was ist das?", fragte Harry perplex.

„Die Abzeichen…ein Notfall.", rief Hermine überrascht.

Hastig zogen die beiden ihre Einsatzkleidung für Regulatoren an und überprüften ihre Stäbe.

„In die Eingangshalle, Derek wird schon warten.", rief Hermine.

Harry grinste und umfasste ihre linke Hand, ehe sich beide in Nebel auflösten und kurze Zeit später in der Eingangshalle von Hogwarts standen.

Als beide wieder in der Körperlichen Welt manifestiert waren murmelte Hermine: „Faszinierend…so was habe ich noch nie…"

„Da seid ihr, also sind wir vollzählig und das unter drei Minuten, erstklassig. Ron du nimmst Lily, Harry du wieder Hermine, zum Eingangstor, dort Apparieren wir. Konzentriert euch auf die Abzeichen, die ziehen uns zum Einsatzort. Los geht's!"

Wieder wurde sie von Harry gepackt und wieder reisten sie als Nebel. Dieses mal zu den Grenzen des Apparierschutzes.

Derek nahm Lily an der Hand und disapparierte mit ihr.

Die drei Schüler berührten ihre Abzeichen und konzentrierten sich auf das Gefühl das sie dabei verspürten und disapparierten ebenfalls.

Sie kamen auf einem Platz an, der scheinbar als Sammelpunkt für die Einsatzkräfte gedacht war, Auroren rannten hektisch hin und her.

„Was macht ihr den hier?", rief eine überraschte Tonks, die gerade an ihnen vorbeihasten wollte.

„Einsatzalarm.", erwiderte Ron und tippte gegen sein Abzeichen.

Tonks nickte knapp und eilte weiter ohne darüber zu diskutieren. Die drei sahen sich um und erkannten Derek, der mit Kingsley sprach und öfters nickte.

Er winkte die drei heran und sie gesellten sich zu Lily.

„Also, folgende Situation, etwa achtzehn Todesser, wahrscheinlich der speziellen Sorte haben ein Dorf angegriffen. Die Auroren haben n Disapprierschild drüber gelegt ehe sie entkommen konnten. Nun haben sie sich drinnen verschanzt. Wir gehen davon aus, das es keine Überlebenden gab, dafür waren sie zu schnell. Nun planen wir den Sturm. Wir sind die einzigen Regulatoren die im Augenblick auf den Britischen Inseln Operieren. Die Verstärkung aus der Zentrale wird mindestens noch fünf Minuten brauchen, aber die haben wir nicht, gleich werden sie versuchen auszubrechen. Das bedeutet wir stürmen. Shaklebolt unterstellt mir ein Einsatzteam, uns gehört die rechte flanke. Verstanden?"

Die vier nickten knapp und folgten den Großen Regulatoren.

Sie erreichten ein Aurorenteam und Derek rief: „Dawlish?"

Der angesprochene nickte.

„Major Fischer, Regulator, ich übernehme auf Anweisung von Shaklebolt ihre Gruppe."

„Verstanden.", erwiderte der Auror und trat zu seinen Kameraden, zu denen sich auch die Schüler stellten.

„Aufgepasst, wir werden keine Gefangenen machen können. Ich kenn die Sorte. Nicht zögern mit dem Finalen Fluch, Verstanden?"

Ein vielstimmiges „Ja Sir" schallte ihm als antwort entgegen.

„Wir Teilen uns auf, Dawlish sie nehmen fünf Leute, Ron begleitet sie. Ihr Zugriffspunkt befindet sich auf zwei Uhr, wir kommen von fünf Uhr. Stilles eindringen und die Regel, erst fluchen, dann fragen!"

„Verstanden, Miller, Roockwood, Pepples, Baker und Shawn, mitkommen!", rief Dawlish und die aufgerufenen folgten ohne Zögern.

Derek wandte sich an die verbliebende Gruppe.

„Ihr zwei sichert unsere Flanken!", rief er und deutete auf zwei Auroren, die Harry nicht

kannte.

„Lily und ich übernehmen die Vorhut, Harry Hermine und ihr zwei seid die Hauptgruppe und ihr beiden sichert die Nachhut!"

Derek deutete auf jeden während er seine Anweisungen gab, damit es keine Missverständnissee gab.

Unter normalen Umständen hätten die Auroren vielleicht protestiert oder bedenken geäußert, insbesondere da so junge Kämpfer unter ihnen waren, doch diese galten nun nicht.

Derek war ihr Gruppenleiter und sie folgten seinen Anweisungen, egal ob sie ihn kannten oder nicht. Das Shaklebolt ihn zu ihrem Gruppenleiter gemacht hatte, sagte einfach alles aus.

„Wir dringen in zwei Minuten ein, Dawlish's Team müsste nun angekommen sein. Ab jetzt nur noch stille Kommunikation!"

Die Auroren nickten.

Derek wandte sich ab und begann mit dem eindringen.

In einer Geduckten Haltung und die Zauberstäbe im Anschlag bewegte er sich mit Lily voran.

Hermine zog ihren eigenen Stab und pirschte an Harrys Seite hinterher.

Derek und Lily checkten die Umgebung und winkten ihnen weiter zu folgen.

Hermine fühlte sich stark an einige Übungen erinnert die sie gemacht hatten. Stilles Eindringen war schwer zu erlernen, und nun würde ein Fehler wahrscheinlich tödlich enden.

Lily reckte ihre geschlossene Faust in die Höhe und die Gruppe erstarrte während sie und Derek mit Zeichensprache eine stille Konservation hielten.

Derek nickte der Rothaarigen zu und streckte seinerseits die hand in die Höhe.

Er drehte die Flache hand schnell und machte verschiedene Zeichen ohne sich nach ihnen umzusehen.

Zwei Finger, Dann zwei Finger einmal rechts einmal links, dann eine Geschlossene Faust mit abgespreizten Daumen und ein einzelner Zeigefinger...

„Gruppe gleichmäßig aufteilen, eine für den linken und den Rechten Straßenzug, dann den Feind lokalisieren und auf Anweisungen warten.", las Hermine aus den Zeichen heraus.

Zusammen mit allen der Rechten Seite folgte sie Derek einen Straßenzug herauf, während die andere Hälfte Lily folgte.

Sie drangen tiefer in das Dorf ein ehe Derek wieder abrupt das Zeichen zum halten gab.

Er sah sich überdeutlich um und nickte in einige Richtungen, ehe er wieder die Hand hob und überdeutlich zur Faust ballte.

Zugriff...

Derek hielt wieder die hand hoch mit abgespreizten Fingern und begann sie einem nach den anderen einzuziehen.

Fünf...

Hermine sah sich um und erkannte die Positionen von Lily und Dawlish.

Vier...

Die Les enfant terrible hielten sich scheinbar auf dem Marktplatz auf, Hermine suchte sich ein Ziel.

Drei...

Das Adrenalin begann in ihren Adern noch deutlicher zu Rauschen und ihre knie wurden weich.

Zwei...

Hermine vergewisserte sich, das niemand ihre Fluchlinie kreuzen würde wenn sie vorstürmen würden.

Eins...

Sie atmete noch einmal tief ein und sammelte alle ihre magischen Reserven um im folgenden Kampf hundertprozentig fit zu sein.

Null...

Flüche schnitten sich ihren Weg durch die Nacht auf ihre Feinde zu, die umgehend antworteten.

Explosionen waren zu Hören und das knirschen von berstenden Stein oder Körpern.

In Hermines Kopf tobte ein Feuerwerk aus Gedanken, Sorgen und Zweifel, die jedoch von ihrem Disziplinierten Geist in eine Ecke ihres Kopfes gedrängt wurden in denen sie weiter toben, sie aber nicht stören konnten bei dem was sie nun tun musste.

Es zählten nur ihre Ziele, Feind Visualisieren, Feind anvisieren, Feind Töten und Überleben.

Mann musste wissen was man wollte wenn man kämpft, nur darauf kam es an.

Ihre Instinkte die sie in zahlreichen Trainingsstunden erworben hatte, übernahmen ihr handeln ohne das logische Denken einzuschränken.

Es war als würde ihr Körper von alleine agieren, während ihr Geist analysierte, Lösungen suchte und einzelne Befehle an den Körper gab um ihn zu steuern wenn es nötig war.

Sie schien alles in Zeitlupe zu sehen.

Derek, der seine lässige Kampfposition einnahm und mit beiden Stäben gezielte Flüche in alle Richtungen verteilte.

Harry, der in seiner Haltung dem Deutschen Regulator erschreckend ähnelte, jedoch immer in Bewegung blieb. Die Auroren, die Flüchen auswichen und selber welche schleuderten, allerdings ein wenig hektischer als Harry oder Derek.

Sie selbst Feuerte mit ihrem Stab ohne Unterlass mächtige dunkle Flüche in Richtung der Gegner , während sie mit ihrer linken Hand alle möglichen Gegenstände in das Gegenfeuer lenkte.

Ein dunkler Schatten wetzte von der Westseite auf die Eingekesselten Todesser zu.

Lily...

Sie strahlte wieder diese dunkle Aura aus, die ihr Wesen auszeichnete, während ein breites Grinsen auf ihrem Gesicht erschien. Sie feuerte die Flüche mit einer erschreckenden Geschwindigkeit und die Blutfontänen in den Reihen ihrer Gegner zeigte, das sie sehr treffsicher war.

Sie konnte erkennen, das Ron von der Westseite mit zwei Auroren versuchte die Barrikaden zu vernichten, die ihre Gegner schütze.

Zwei reglose Gestalten lagen dort wo Ron gerade noch Position bezogen hatte.

Harry und Derek waren inzwischen in einer Haltung, die Hermine signalisierte dass sie kurz vor dem Stürmen standen.

Sie nutzte ihre momentane Apparation um auf einen erhöhten Balkon zu gelangen.

Sie Wollte Deckung geben.

Und tatsächlich, von hier oben hatte sie einen besseren Überblick.

Mit vier sicher gezielten Explosivzaubern gelang es ihr eine Lücke in die Barrikade zu reißen und einige ihrer Gegner zu erwischen.

Währenddessen hatten die Les enfant terrible eine der Aurorengruppen ausgelöscht, die aus dem Norden angegriffen hatte.

Die Hauptgruppe wandte sich nun Shaklebolts Team zu, während die anderen gegen einzelne zwei man Gruppen kämpften, die ihren Vormarsch stark bremsten und sich so versteckt hatten, das man sie mit Flüchen kaum erreichen konnte.

Wenn nicht bald etwas passieren würde, würde Shaklebolts Team auch aufgerieben und dann wären sie hoffnungslos Unterlegen.

Hermine erkannte eine hoch aufgerichtete Gestalt in den Reihen ihrer Feinde, die scheinbar Anweisungen gab...

Wenn es ihr gelingen würde diesen zu treffen würden die Les enfant terribles keine Anweisungen mehr erhalten, das wäre ihre Chance.

Trotz aller Hektik nahm Hermine sich die Zeit die sie beim Zielen brauchte.

Alles hing von diesem Fluch ab...er durfte nicht daneben gehen...

„Reductio!"

Der mächtige Reductorfluch verlies ihren Stab und suchte sich seinen Weg zu ihrem Ziel.

Der Anführer fuhr herum, doch es war zu spät zum ausweichen.

Der Fluch saß und schleuderte die schwarze Gestalt durch ein Schaufenster.

Die Gruppe welche Schaklebolt in die enge trieb stockte und begann konfus Flüche durch die Gegend zu schleudern.

Sie griffen nun einfach alles an was sich bewegte.

Hermine apparierte zu einem anderen Standort und das keine Sekunde zu Früh, da der Balkon auf dem sie gerade noch gestanden hatte von einer Gelben Kugel zerschmettert wurde.

Schnell suchte sie sich Deckung und versuchte sich zu orientieren.

Derek hatte Lilys Gruppe wieder mit der seinigen vereinigt und sie bildeten weiter vorne eine langgezogene Kampflinie, die allerdings auch schon Lücken aufwies.

Dennoch gelang es ihnen die Les enfant terrible immer mehr zu dezimieren.

Shaklebolts Gruppe hatte sich mit der von Dawlish vereinigt und machte dasselbe.

Plötzlich erhob sich eine schmerzverzerrte Stimme über den Kampflärm.

„ALPHAPROTOKOLL!!!!"

Hermine erkannte das der Anführer sich aus dem Laden geschleppt hatte in den ihr Fluch ihn befördert hatte.

Sie wusste nichts mit diesem Ausspruch anzufangen, doch Lilys schrille Stimme machte ihr deutlich das es etwas ernstes war.

„TÖTET SIE ALLE!!! SCHNELL! KEINE GNADE!!! SCHNELL!! SCHNELL!!!"

Hermine wusste, das man am besten tat was Lily wollte, besonders wenn es ihre Brüder und Schwestern betraf.

Also sammelte sie alle ihre Energie und schleuderte zum ersten mal in ihrem Leben den Todesfluch gegen Menschen.

Die Auroren folgten ihrem Beispiel und das gerade noch Rechtzeitig wie es aussah.

Die Les enfants terrible hatten eine Art Diamantformation eingenommen, doch was auch immer sie vorhatten, sie konnten es nicht zuende führen, da sie alle den grünen Lichtstrahlen zum, Opfer fielen.

Der angeschlagene Anführer richtete seinen Zauberstab auf Hermine, doch ehe er einen Fluch aussprechen konnte wurde er von vier grünen Lichtstrahlen niedergestreckt.

„Sichert die Gegend, vielleicht haben wir welche übersehen!", rief Derek aus.

Die Auroren verteilten sich, während Harry kurz mit Shaklebolt und Lily sprach und anschließend besorgt zu Hermine eilte, die sich erst mal setzen musste und die Übelkeit bekämpfte, die sich während des Kampfes in ihren Magen geschlichen hatte.

„Bist du in Ordnung?"

„Ja Harry, ich bin Okay. Wie geht es den anderen?"

„Ron hat ein paar Steinsplitter abbekommen. Lily hat sich den Arm gebrochen, Derek und mir geht's gut. Aber so wie ich verstanden habe ist Tonks schwer getroffen worden und wurde zusammen mit ein paar anderen Auroren mit einem Portschlüssel ins Mungos geschafft. Zehn Auroren sind tot..."

Hermine sah Harry mit Großen Augen an und ohne Vorwarnung begannen schwarze Punkte in ihrem Sichtfeld zu tanzen.

Das letzte was sie hörte bevor sie in einer Ohnmacht versank war Harrys Stimme, die panisch nach Hilfe brüllte.


Mordrohungen, konstruktive Kritik und angebote Sexueller Dienstleistungen wie immer an mich ;)

Bis nächste Woche

Gruß

Dat Z.