Fade to black
Disclaimer: Mir gehören nur einige Figuren aus dem Plott, der Rest der verehrten J.K. Rowling.
Wie versprochen das nächste kap ;)
Und das folgende kommt nächste Woche. Einverstanden?
Danke für die Reviews, dachte schon ihr hättet aufegegeben hihi.
Viel spaß!
37. Nichts wirklich schlimmes...
Lynn tigerte unruhig herum und fand einfach keine Ruhe. Vincent lehnte bequem an einer Wand und betrachtete das unruhige Verhalten seiner Alpha mit einer gewissen Sorge.
„Du bist doch wohl nicht immer noch unruhig wegen diesem Schossvampir der IVZ oder?", fragte er.
„Nein Vincent es ist anders. Ich kann es nicht erklären...etwas ist seltsam. Ich fühle Dinge...Gefühle, Sorge, Panik, aber diese Gefühle gehören mir nicht."
„Äußert sich das noch anders?", fragte er und registrierte jede Regung der Werwölfin aufs genauste.
Vincent war schon immer gut darin gewesen Mimiken zu beurteilen, außerdem mochte er Lynn, daher war er besorgt.
Sie war so anders als Fenrir, dieser war einfach nur brutal gewesen, zu seinen Opfern wie auch zu seinen eigenen Rudel.
Lynn dagegen kümmerte sich um ihre Leute und befahl die Jagd nur wenn es sein musste um ihre inneren Wölfe zu beruhigen. Und selbst dann griffen sie nur Menschen an, wenn es sich nicht vermeiden lies, wie letzten Vollmond.
Und schon stand ein Werwolfjäger auf der Matte und tötete drei von ihnen.
Seitdem schien Lynn irgendwie abwesend.
„Dieser Vampir...er hat etwas ausgelöst. Ich weiß er wollte mich mit seiner Telepathie auskundschaften. Seitdem ist eine Region meines Gehirns aktiv die ich nicht kenne und nicht mal meine Okkulumentik kann das kontrollieren. Ich habe Träume Vincent. Ich träume von einem Schloss in den Bergen, Zauberer und Hexen, Junge Zauberer und ein Wappen."
Vincent wurde Hellhörig.
„Was den für ein Wappen?"
„Ich weiß nicht genau...ein Wappenschild mit vier teilen, ein Löwe, eine Schlange, ein Adler und ein Dachs, jeder auf einem anderen Farbgrund."
„Hogwarts."
„Wie bitte?"
„Das Wappen das du beschrieben hast ist das Wappen von Hogwarts. Fernir und ich sind dort damals zur Schule gegangen."
Lynn sah ihren Vertreter mit großen Augen an.
„Bedeutet das die Lösung zu meinem Problem ist dort, direkt unter Dumbledores Nase?"
„Scheint so.", erwiderte er und beobachtete wie Lynn erneut unruhig hin und her tigerte.
Sie setzte sich und spielte nervös mit ihren Haaren herum.
Vincent wusste, das ihr raffinierter Verstand auf Hochtouren arbeitete. Er hatte keine Ahnung welche Variabeln sie gegeneinander aufwog, doch er zweifelte nicht an ihr. Sie war mächtig, sowohl als Zauberin als auch als Wolf und ihr Intellekt schien allem überlegen was er kannte, mit Ausnahme von Voldemort und Dumbledore vielleicht.
Sie hatte stets Kluge und für ihr Alter Weise Entscheidungen für das Rudel getroffen, nie hatten sie Leute verloren. Außer unter dem letzten Jägermond als die Wölfe in ihnen sich kaum noch lenken ließen.
„Ich werde nach Hogwarts gehen."
„Was?"
Vincent fuhr überrascht aus seinen Gedanken hoch.
„Ich werde nach Hogwarts gehen, ich habe Probleme und dort ist allen Anschein nach der Ursprung, ergo werde ich dort hin gehen und rausfinden woran das liegt."
„Du kannst nicht nach Hogwarts gehen, das Schloss wurde erweckt, wenn man dort jemanden schaden will wird es zuschlagen und die Gefahr vernichten.", erwiderte er aufgebracht.
„Ich will doch niemanden schaden, nur wissen was los ist. Hör zu, ich kann mich kaum noch auf das wesentliche konzentrieren. In diesem Zustand stelle ich eine Gefahr für das Rudel dar. Das kann ich nicht dulden. Ich muss wissen was los ist und es in Ordnung bringen."
„Ich kann deine Meinung nicht ändern?"
„Nein kannst du nicht."
Vincent diskutierte nicht weiter.
Er konnte in ihrer gesamten Mimik und Gestik pure Entschlossenheit erkennen und wusste daher das es nichts gab mit dem er sie überreden konnte. In diesem Punkt war sie genau wie Fenrir.
„Bitte sei vorsichtig. Fenrir wollte allein auf die Jagd und kam nie wieder. Ich würde das Rudel nicht zusammenhalten können wenn mit dir das gleiche geschieht."
„Ich werde versuchen vor dem nächsten Mond wieder hier zu sein."
„Viel Glück Lynn, komm gesund wieder."
Lynn nickte ihm zu und mit einem Schwung ihres Zauberstabes flog ein Rucksack auf sie zu.
„Kümmere dich um unsere Leute. Und versucht nicht den Nachwuchs zu holen. Der Vampir hat sicherlich seine Häscher zurückgelassen damit sie über das Dorf wachen."
Vincent nickte knapp während Lynn eine Feder nahm und ihren Zauberstab darauf richtete.
„Portas!", intonierte sie klar und deutlich ehe sie die Feder berührte und im nichts verschwand...
Lynn hasste es mit Portschlüsseln zu reisen, besonders über solche Distanzen. Das schlug ihr immer auf den Magen.
Nach einer Ewigkeit spürten ihre empfindlichen sinne die Umkehr des Wirbels und sie bereitete sich auf den Aufprall vor.
Sauber Auf den Füßen stehend kam sie in der Umgebung von Hogsmeade an und kämpfte kurz gegen die Übelkeit dieser Reise.
Sie wusste aus Vincents Erzählungen, das der Verbotene Wald hier angrenzte, welcher direkt nach Hogwarts führte.
Die Schutzzauber würden sie nicht als Bedrohung erkennen, da sie nicht vor hatte jemanden zu schaden. Nur diese Bilder, die Gefühle...
Sie wollte verstehen woher es kam und Hogwarts war der einzige Anhaltspunkt den sie hatte.
Die Umgebung kam ihr so seltsam vertraut vor, obwohl es das erste mal war, das sie auf diesem Grund wandelte.
Schnell pirschte sie sich in den Wald.
Seine vielen unterschiedlichen Gerüche strömten auf Lynns durch die Wolfssinne geschärfte Nase ein und sie atmete tief durch.
Dieser Wald roch anders als die rumänischen Wälder, aber dennoch roch er so wild und so echt wie es Wälder selten taten.
Sie filterte den Geruch von reichhaltigen Wild, von Trollen, Waldelfen, Einhörnern, Zentauren und vielen anderen mystischen kreaturen. Dieser Wald war magisch und lebendig. Die perfekte Umgebung für einen Werwolf.
Langsam bahnte sie sich ihren Weg durch das Dickicht, als ein ihr unbekannter Geruch in ihre Nase strömte und sie warnte.
Sie konnte es nicht definieren, aber der Geruch verhieß Gefahr.
Dazu kam ein menschenartiger Geruch und der süße Duft einer Frau.
Langsam pirschte Lynn sich an die Gerüche heran.
Sie stockte und konnte nur mühevoll ein aufkeuchen verhindern.
Dort auf einer Lichtung saßen drei Gestalten und unterhielten sich. An sich nix ungewöhnliches, nur das der eine ein Riese war...
Noch nie hatte sie einen Riesen gesehen. Sie lebten normalerweise in den Bergen und die mieden sie mit ihrem Rudel. Wölfe standen mit ganz oben auf deren Nahrungsliste.
„...wunderbare fortschritte Gwarp. Also, ich komme übermorgen wieder, dann üben wir das Schreiben. Sei brav und benimm dich."
„Gwarp hat verstanden. Werde brav sein kleine Amy."
„So ist es fein Gwarpi.", sagte ein Riesiger Mann mit wilden haaren, der ein wenig nach Riese roch.
„Dann lass uns nach Hogwarts zurück Hagrid."
Der Mann Namens Hagrid schulterte eine Gewaltige Armbrust und bewegte sich mit der Frau von dem Riesen Weg.
Lynn nahm ihre Fährte auf und folgte ihnen im sicheren abstand, wobei sie einen Großen Bogen um die Lichtung schlug.
Der Riese war ihr nicht geheuer...
Langsam folgte sie der Fährte, bis sich vor ihr der Wald teilte.
Der Abend dämmerte schon und Lynn legte sich auf die Lauer.
Sie beobachtete wie der Halbriese Namens Hagrid die Frau zum Schloss brachte und dann in seiner kleinen Hütte am Rande des Waldes verschwand.
Lynn saß noch eine weile im Dickicht und genoss den Blick auf das imposante Schloss.
Es war wirklich beeindruckend.
Eine Weile versank sie in dem Anblick und lauschte den Geräuschen des Waldes.
Seitdem sie das Rudel führte, hatte sie selten einmal Ruhe. Das rasten tat ihr gut, fern ihrer Verantwortung und dem ganzen Stress.
Sie saß einige Zeit dort, anschließend zog sie eine Schwarze Robe über, die wie sie wusste den Schulroben hier sehr ähnlich sah.
Eine Schülerin mehr oder weniger würde nicht auffallen.
Sie schlich sich an der Hütte vorbei in das Schloss.
Als sie die Eingangshalle betrat, spürte sie wieder diese seltsame Vertrautheit. Sie hatte diesen Raum schon einmal gesehen.
Hinter den gewaltigen Flügeltüren zu ihrer Rechten konnte sie Gespräche und Gelächter aus vielen Kehlen hören.
Der Duft von köstlichem Essen und der vielen Schüler überreizte ihre Sinne, so das ihr ein wenig Schwindelig wurde.
Sie war nur damit beschäftigt, die vielen Eindrücke zu verarbeiten, so das sie nicht bemerkte das sich ihr jemand nährte.
„Miss Granger, was machen sie hier?"
Lynn fuhr erschrocken herum und erkannte das besorgte Gesicht einer älteren und eigentlich recht streng wirkenden Frau.
Sie musterte Lynn, welche gerade wohl sehr erschrocken wirkte und ihre Gesichtszüge wurden weicher.
„Hermine, ich weiß das es ein ziemlicher Schock war, dennoch solltest du dich noch schonen. Harry wird dich nach dem Essen besuchen. Wir reden später noch einmal. Schaffst du es alleine?"
In Lynns Kopf arbeitete es fieberhaft.
Diese Frau schien sie mit einer Schülerin zu verwechseln. Hoffentlich würde es nicht auffallen.
„Ähm, sicher. Entschuldigung, mir geht's nicht sonderlich.", brachte sie hervor.
„Soll ich dich begleiten?"
Die Stimme dieser Frau war mehr als besorgt.
„Ähhh, nein. Nur keine umstände ich schaff es schon."
Die Frau warf ihr noch einen besorgten Blick zu, ehe sie sich in Richtung der Großen Flügeltüren wandte und in der Anschließenden Großen Halle verschwand.
Lynn atmete einmal tief durch.
Das wäre fast ins Auge gegangen.
Sie suchte sich eine Seitentür und linste hinein. Es war eine Art von Schrank.
Sie versteckte sich darin und versuchte erst mal ihre Gedanken zu sortieren.
Diese Frau hatte geglaubt sie zu kennen...diese Hermine Granger musste ihr sehr ähnlich sehen. Sie beschloss, dieser spur nachzugehen, immerhin war auch dies ihr einziger Hinweis bisher.
Sie hätte nie gedacht, das Hogwarts so Riesig war und so viele Menschen beherbergte, also musste sie jede Spur verfolgen, die sich ihr bot.
Diese besorgte Frau meinte Harry würde diese Hermine besuchen. Nur welcher Harry war gemeint...Harry Potter etwa?
Sie hatte ihn nur einmal gesehen, vor einigen Wochen als sie die Kirche in Little Whinging aufsuchte.
Schon damals war ihr ein seltsam Vertrauter Geruch an ihm aufgefallen. Ein Fremdgeruch, denn er war zu schwach um von Potter selbst zu stammen.
Diese Spur war vielleicht heißer als sie dachte.
Die Flügeltüren wurden Aufgemacht und viele Schüler strömten in verschiedene Richtungen heraus und Lynn geriet leicht in Panik.
Wie sollte sie Potter nur unter all den Leuten finden?
Seine Fährte konnte sie auch nicht aufnehmen. Es war zu lange her als das sie sich an diesen Geruch wirklich erinnern konnte, außerdem waren es einfach zu viele Gerüche hier.
Der Strom an Schülern versiegte langsam und nur noch drei Leute trotteten sich unterhaltend aus der Halle.
Ein Riesiger Kerl in ihrem Alter, der Verdächtig nach schwarzer Magie roch, ein Mädchen, ebenfalls in ihrem Alter, deren Geruch sie irgendwie an Voldemort erinnerte und ...ja, tatsächlich. Es war Harry Potter.
Nun da sie ihn in der Nase hatte erkannte sie seinen Geruch wieder.
Der Fremdgeruch, der ihr so bekannt vorkam haftete wieder an ihm, nur viel intensiver als beim letzten mal.
Lynn beobachtete sie ruhig, sie durfte nicht auffallen.
„So, viel Spaß. Ich werde Hermine besuchen."
„Grüß sie von mir.", sprach das Mädchen und drückte Potter einen Kuss auf die Backe.
„Und keine sorge. Ich kenne niemanden der Reifer dafür wäre als ihr beide.", meinte der große Junge und versetzte dem kleineren einen kräftigen Schlag auf die Schulter.
Der Junge und das Mädchen nahmen einen Treppenaufgang links der Halle, während Potter sich zur Stirnseite begab und dort eine breite Steintreppe emporstieg.
Lynn gab ihm eine Minute Vorsprung und schlich hinterher, seinem Geruch folgend.
Sie hoffte, das sich diese seltsamen Treppen in der Zwischenzeit nicht bewegt hatten.
Etwa in Höhe des dritten Stocks führte der Geruch sie in einen Gang. Weiter vorne konnte sie bereits Potters Militärisch wirkende Schrittfolge hören. Das Tempo war ungeheuer Stabil wie Lynn fand.
Langsam schlich sie um Ecken und bewegte den kopf in alle Richtungen um andere Personen zu wittern, die sie sonst vielleicht überrascht hätten.
Nach einer Weile gesellte sich zu Potters Fährte ein starker Medizingeruch. Die Krankenstation schien nicht mehr weit entfernt zu sein.
Sie linste um die Ecke und erkannte das Potter durch eine Tür schritt und diese hinter sich schloss.
Lynn musste vorsichtig sein, der Medizingeruch war so durchdringend, das sie kaum etwas anderes wittern konnte, es sei den es war bereits sehr nahe.
Sie schlich zur Tür und legte die Ohren an, doch sie sollte nicht mehr dazu kommen das Gespräch zu belauschen.
Wie aus dem nichts kam ein Geruch starker Schwarzer Magie von ihrer Rechten und sie spürte wie ihr ein Zauberstab an die Schläfe gehalten wurde.
Wie war das möglich?
Sie hatte nichts bemerkt. Nichts und niemand war so leise, als das sie mit ihren empfindlichen Wolfsohren die Schritte nicht bemerken würde!
„Langsam umdrehen und Hände hinter dem Kopf verschränken...", befahl eine eiskalte weibliche Stimme.
Lynn tat wie ihr geheißen.
Langsam drehte sie sich um und ihre Augen Weiteten sich vor Schreck.
„Eine P.E.? Was machst du den hier? Weißt du überhaupt wer ich bin?"
Ärger schwang in ihrer Stimme mit.
Wie kam eine von Voldemorts Kreaturen hier rein? Und warum hielt sie ihren Stab gegen sie gerichtet? Sie waren doch verbündete!
„Nein das weiß ich nicht Wolf. Und mein Name ist Lily Black, ich gehöre nicht mehr zu den Waffen!"
Die Stimme des Mädchens war eiskalt. Lynn hätte keine Chance zu fliehen, das wurde ihr bewusst. Und wenn sie angreifen würde, hätte sie auch keine Chance. Zum einen wusste sie, wie schnell diese Soldaten waren, zum anderen würden Hogwarts Schutzzauber sie aller Wahrscheinlichkeit nach zerfetzen.
„So ist es brav Wolf, denk nicht mal dran."
Lynn zog ihre Okkulumentik Schilde nach oben.
Mist!
Sie hatte nicht mal gemerkt das man in ihre Gedanken gehuscht war.
„Was willst du Wolf? Und keine Lügen, ich brauche keine Legilimentik um zu sehen ob jemand lügt."
„Ich wollte mir Hermine Granger ansehen.", gab Lynn widerwillig zu.
„Dazu bekommst du Gelegenheit...ich denke sie sollte über dich entscheiden.", erwiderte Lily und im letzten Teil des Satzes schien ihre Stimme einiges an Kälte zu verlieren.
Mit einem Schwung ihrer linken Hand öffnete Lily auf magische weise die Tür und Lynn drehte sich herum.
Sie konnte Harry Potter erkennen, der auf einem Krankenbett saß und die Hand von einem Mädchen hielt, welches darin lag.
Die Wölfin taumelte zurück als hätte man ihr einen Schlag versetzt.
Sie kannte diesen Geruch...und dieses Mädchen sah aus wie ihr eigenes Bild im Spiegel.
„Nicht möglich...", hauchten die Wölfin und das Mädchen gleichermaßen entsetzt...
„Ron hat ein paar Steinsplitter abbekommen. Lily hat sich den Arm gebrochen, Derek und mir geht's gut. Aber so wie ich verstanden habe ist Tonks schwer getroffen worden und wurde zusammen mit ein paar anderen Auroren mit einem Portschlüssel ins Mungos geschafft. Zehn Auroren sind tot..."
Harry fiel es schwer diese Worte zu sprechen. Sie hatten einen hohen Blutzoll bringen müssen. An die zivilen Opfer wollte er nicht mal denken...zu viele mussten es sein. Das ganze Dorf war entvölkert.
Harry beobachtete seine Freundin genau, die in ihrer sitzenden Haltung ins wanken geriet und plötzlich zusammensackte.
Panik stieg in ihm auf.
Hatte sie irgendein Fluch erwischt?
„HILFE! ICH BRAUCHE SOFORT HILFE!"
Mit einem Zischen erschienen Kingsley, Ron und Derek an seiner Seite.
Ron kniete sich sofort hin und sprach einen Diagnose Zauber.
„Ich kann nicht feststellen woran es liegt. Ich vermute blanke Erschöpfung. Da sind keine negativen Energien oder Flüche in ihrer Aura."
Harry atmete erleichtert auf und hob seine Freundin sanft hoch.
„Braucht ihr mich noch?"
„Nein, die Formalitäten kläre ich ab. Ich werd mit Lily hier bleiben, sie durchforstet noch mit den Auroren das Dorf.", erwiderte Derek ruhig.
„Der Apparationsschutz ist deaktiviert, ihr solltet keine Probleme haben hier wegzukommen.", brummte Kingsley mit seiner dunklen und beruhigenden Stimme.
„Ich werde sie zur Sicherheit auf die Krankenstation bringen."
Mit diesen Worten Disapparierte Harry mit der Bewusstlosen Hermine zum Hogwarts Tor, Ron folgte dichtauf.
„Parzielles Reisen?", fragte er.
Harry schüttelte den Kopf.
„Zuviel Schwarze Magie, das will ich jetzt nicht riskieren."
So trug er sie zur Krankenstation wie schon bei dem Angriff vor Halloween.
Madame Pomfrey wollte anscheinend gerade heraus und lief praktisch in Harry hinein.
„Mister Potter! Was ist geschehen?!?"
„Wir wurden zu einem Notfalleinsatz gerufen. Es war alles schon vorbei, da wurde sie plötzlich ohnmächtig.", erklärte Harry hastig.
„Legen sie Hermine auf das Bett dort.", befahl Pomfrey und machte sich eiligst an die Untersuchungen.
„Keine Flüche, aber seltsame Werte...", murmelte Pomfrey vor sich hin. Anschließend wisperte sie noch etwas wie :" kann nicht sein..."
„Was ist mit ihr Madame Pomfrey?", wollte Harry besorgt wissen.
„Ähhh, nichts schlimmes Mister Potter...ähh, würden sie so gütig sein die Krankenstation zu verlassen, ich muss noch einige Untersuchungen durchführen. Sie können in ein paar Stunden wiederkommen, dann kann ich ihnen eine genaue Diagnose liefern."
Der schwarzhaarige war verwirrt, wegen dem seltsamen Tonfall in dem die sonst so energische Krankenschwester sprach.
Er verlies die Krankenstation und rannte geradewegs in Ron und Sarah, die sich über die heutigen Geschehnisse unterhielten.
„Oh Harry, wie geht es Hermine?", wollte Sara wissen.
„Ich weiß es nicht...Pomfrey sagt ihr würde nicht wirklich was fehlen aber..."
„Aber was?", hackte Ron nach.
„Ich werde das Gefühl nicht los, das sie mir etwas verschwiegen hat.", erwiderte der Jungregulator unsicher.
Ron und Sarah sahen ihren Freund mit Großen Augen an. Das war so gar nicht Pomfreys Art, sie war eigentlich erschreckend direkt.
Die drei beschlossen sich in Harrys und Hermines Räume zurück zu ziehen, um dort einen Tee zu trinken und auf Nachricht von Pomfrey zu warten.
Eine halbe Stunde später gesellte sich Lily zu ihnen und berichtete noch von der Erfolglosen suche nach verbliebenden Todessern.
Ron blickte die Rothaarige an und fragte dann: „Lily, was ist das Alphaprotokoll?"
Die les enfants terrible sah ihn an und erwiderte: „Wenn Der Vorgesetzte einer Gruppe getötet wird, oder keine befehle mehr erteilen kann, dann gibt es Vier Protokolle, die Ausgeführt werden können. Epsylonprottoll ist Rückzug. Gammaprotokoll bedeutet, alles töten was sich bewegt. Betaprotokoll bedeutet die Sekundärziele der Mission mit allen Mitteln erfüllen. Das Alphaprotokoll weißt alle Waffen an sich in Formation zu begeben und einen Zerstörerischen Zauber zu benutze, bei dem alle Lebensenergie verbraucht wird. Sie wären explodiert und hätten uns mit sich in den Tot gerissen..."
Ron und Harry erbleichten.
Da hatten sie Glück gehabt...
Die Zeit floss zäh wie Teer dahin, als jemand an die Tür klopfte.
Harry unterbrach sein Gespräch mit Ron und bat den Besucher herein.
Die Tür öffnete sich und Daphne Greengras, eine Slyterhin aus ihrem Jahrgang die zur Zeit eine art Praktikum bei Madame Pomfrey absolvierte, schaute herein.
„Potter? Poppy schickt mich. Sie würde dich gerne sprechen...Allein."
Harry nickte seinen Freunden zu und begleitete Daphne schweigend zum Krankenflügel.
An der Tür lies sie ihn alleine und ging den gang hinab, wahrscheinlich zu ihrem Gemeinschaftsraum.
Harry betrat den Krankenflügel und erkannte das Hermine immer noch schlief.
Madame Pomfrey stand neben dem Bett und auch Professor McGonagal, die eine seltsame Mine zur schau trug.
„Bitte schließ die Tür Harry."
Der Gryffindor wunderte sich.
Sonst gebrauchte die Professorin seinen Vornamen nur in ihren Animagusstunden oder wen sie unter sich waren.
Harry tat wie ihm geheißen und McGonnagal versiegelte die Tür mit einem Schweigezauber.
„Was ist los?", fragte Harry besorgt.
„Sie müssen sich nicht aufregen Mister Potter. Miss Granger hat nichts schlimmes...obwohl ich denke das dies im Auge des Betrachters liegt."
Der Junge Mann sah die Krankenschwester verständnislos an.
„Was ist hier los, bitte jetzt mal Klartext!", forderte er.
McGonagal und die Krankenschwester warfen sich einen seltsamen Blick zu, ehe letztere Fortfuhr mit ihrer Erklärung.
„Also, ich konnte seltsame Werte bei ihr erkennen, der Hormonhaushalt spielte verrückt. Ich hatte dann eine Vermutung, doch dafür musste ich einige andere Tests durchführen..."
Harry sah sie erwartungsvoll an, doch McGonagal sprach nun weiter.
„Diese Tests sind absolut sicher und, Harry ich bin mir bewusst das dies nun schwer für dich wird..."
Wieder eine Pause.
Harry ging dieses ewige um den Brei herumreden tierisch an die Nerven und er wollte schon wieder Aufbrausen als Hermines stimme ertönte.
„Ich bin Schwanger Harry."
BANG!
Der Kopf des Schwarzhaarigen war mit einem Schlag leer von allen Emotionen. Er versuchte nur die Worte zu verarbeiten die er gerade eben gehört hatte, doch es gelang erst nicht so richtig.
„Wie war das?"
Hermine richtete sich auf und ihre Stimme klang sehr unsicher als sie erneut sprach.
„Ich bin Schwanger. Dein Kind wächst unter meinem Herzen.
Das nächste was Harry wusste war, das er mit tierischen Kopfschmerzen auf einen Stuhl levitiert wurde und ihm Madame Pomfrey einen Aufpäppeltrank einflößte.
Allen Anschein nach war er einfach nach hinten umgekippt und hart aufgeschlagen.
Hermine wippte unruhig vor und zurück und beobachtete Harry genau.
Dieser schluckte den Trank und rieb sich den Kopf.
Er sah Hermine direkt an, die Anwesenheit der beiden Damen hatte er vergessen.
„Du bist schwanger...wie ist das möglich? Wir haben doch verhütet."
Hermine wurde unruhiger und begann zu erklären.
„Wir haben zu schwach verhütet...Wir sind magisch zu stark für den Verhütungszauber, ich hätte mir einen speziellen Trank zusammenstellen lassen müssen. Oh Harry, das ist alles mein Fehler, ich hätte es vorher nachlesen sollen."
Tränen bahnten sich den Weg in ihre Augen und innerhalb einer Sekunde war Harry bei ihr und schloss sie in die Arme.
„Shhhht, das ist doch nicht schlimm. Wir werden also Eltern."
Harry wurde sich in diesem Moment bewusst, das sich ein breites Lächeln auf seinem Gesicht ausgebreitet hatte.
Er realisierte es langsam, Er würde Vater werden...er würde seine eigene Familie haben.
Hermine erkannte sein Lächeln und zwang sich ebenfalls zu einem.
„Du bist nicht sauer?"
„Wieso sollte ich? Ich liebe dich Hermine. Ich liebe euch beide."
Mit diesen Worten streichelte er sanft über ihren Bauch.
Ein verstohlenes Schniefen lenkte Harrys Aufmerksamkeit zurück auf die beiden erwachsenen, die mit ihnen im Zimmer waren.
„Tut mir leid, hab was im Auge...", murmelten Pomfrey und McGonagal unisono und wandten sich ab.
Hermines lächeln festigte sich und Harry gab ihr einen sanften Kuss.
Es war unglaublich, sie würden Eltern werden...
„Ich liebe euch.", flüsterte Harry Hermine noch einmal ins Ohr.
„Ich liebe dich mehr.", wisperte sie zurück.
McGonagal verlies die Krankenstation um Ron, Sarah und Lily zu holen. Harry und Hermine wollten ihnen die Nachricht selber sagen.
Die Reaktionen waren sehr amüsant anzusehen.
Während Ron ähnlich wie Harry stark ins taumeln geriet und sich halt an einer Kommode suchte, stand Sara mit offenem Mund da und Lily hüpfte wie ein Gummiball durch das Zimmer wobei sie immer rief :"Lily wird Tante werden, Lily wird ne Tante werden."
Anscheinend vergas sie sogar die erste Person zu benutzen und strahlte wieder wie ein Kind an Weihnachten.
Harry musste schmunzeln als er die Reaktionen seiner Freunde erkannte und auch Hermine lehnte sich nur an seine Schulter und genoss mit einem Lächeln das so unterschiedliche Verhalten der drei.
Ron fing sich wieder einigermaßen und setzte sich auf einen Stuhl.
Doch wenn er dachte das dies alle schockierenden Nachrichten für heute waren, würde er sich noch wundern. Harry grinste diabolisch und sah seiner Freundin in die Augen.
Diese nickte und der Schalk glänzte in ihnen.
„Ach Ron, Sara? Sagt mal habt ihr nächsten Oktober etwas vor?"
Die beiden sahen Harry verständnislos an.
„Nicht das ich wüsste.", meinte Ron mit schwacher stimme und auch Sara verneinte.
„Ich denke dann haben wir unsere Trauzeugen wohl zusammen oder Harry?", fragte Hermine und lächelte.
„WAS?!?"
Diese Nachricht war anscheinend zuviel für Ron, denn er hatte den mund aufgesperrt und versuchte Scheinbar nur noch zu verarbeiten was er erfahren hatte.
Sara dagegen schlichen sich Tränen in die Augen und sie gab lächelnd ihr Einverständnis.
Der Große Rothaarige holte das nach, nachdem er sich einigermaßen wieder erholt hatte, doch Hermine hatte noch einen letzten Schocker parat.
„Also können wir als Trauzeugen auf euch zählen, auch als Paten?"
Wieder dieser geschockte Blick in Rons Gesicht.
Harry und Hermine mussten sich stark zusammenreißen um nicht laut loszulachen.
„N...Natürlich würde ich auch gerne Pate werden, nun entschuldigt mich, ich muss erst mal was trinken...bitte versucht meine empfindliche Psyche nicht weiter zu beschädigen während ich den Raum verlasse.", erwiderte Ron und wankte zur Tür, die Jedoch von einem Riesigen Regulator aufgeschwungen wurde, der breit grinsend in das Zimmer trat, im Schlepptau Amy, Jay, Sirius und Remus.
„Oha, die Party hat schon angefangen.", rief Derek mit einem breiten Grinsen aus.
„Ihr wurdet Informiert?", fragte Hermine sanft nach
„Kann man so ausdrücken.", erwiderte Amy mit einem Lächeln und lief sofort zu Hermine um sie zu Umarmen.
„Erst mal Herzlichen Glückwunsch, und auch danke."
„Wieso den Danke?", fragte Hermine verwirrt.
„Amy und ich hatten ein abkommen bezüglich unserer Familienplanung.", erklärte Derek.
„Ich hab mich eigentlich immer verweigert. Ich hatte ihr gesagt wenn unsere Schützlinge vor uns Eltern werden, holen wir das nach. Eigentlich hatte ich damit gerechnet das es noch n paar Jährchen dauert."
Nun schauten die anwesenden Überrascht, während Derek in aller Seelenruhe eine Flasche Wacholder und Kaffee zu sich beorderte.
Er nahm einige Schnapsgläschen und schenkte für jeden außer Hermine eines ein.
„Im Münsterland, wo ich lebe ist es Tradition auf den Nachwuchs mit diesem Gesöff anzustoßen, werdende Mütter ausgenommen. Also auf Euch Hermine und Harry, und natürlich auf Potter/Granger junior. Prost."
Mit diesen Worten trank jeder sein Gläschen auf ex leer.
Es schmeckte stark nach Wacholderbeeren und brannte Warm in der Speiseröhre.
Jay und Derek nahmen sich zusammen mit Ron noch einen zur Brust, ehe man auf Kaffee oder Tee anstieß.
Sirius und Remus belagerten die zukünftigen Eltern mit einem breiten Grinsen und es wurden schon Details der Hochzeit besprochen.
Madame Pomfrey, die für Ordnung Sorgen wollte bekam von Derek auch erst mal einen Wacholder verpasst und musste nach Luft ringen als das Getränk ihren Magen erreichte.
Alles in allem war es ein sehr unterhaltsamer Abend und Harry hoffte das sich das wissen vorerst auf diesen kleinen Kreis beschränkte.
Es würde für viel Aufhebens sorgen, wenn bekannt würde, das Harry Potter und Hermine Granger ein Kind bekommen würden, bevor sie die Schule beendet hatten...
Harry hatte den Unterricht Souverän hinter sich gebracht und aas zusammen mit Ron und Sara in der Großen Halle zu Mittag.
Sie hatten einen Zauber um sich gelegt, so das jeder der ihnen zuhörte glauben würde, das sie über Quidditch sprachen, doch in Wirklichkeit gab es natürlich nur ein Thema zwischen ihnen.
Ron schien das ganze noch nicht wirklich realisiert zu haben und heute Abend würden die Grangers eintreffen, damit Harry und Hermine es ihnen selber sagen konnten. Die Dursleys wollte Harry nicht informieren.
Nachdem das essen vorbei war, schlenderten sie gemütlich aus der Großen Halle und verabschiedeten sich voneinander. Ron und Sarah hatten noch was vor und Er selber wollte seine Verlobte und sein ungeborenes Kind besuchen gehen.
In seinem normalen zügigen Schritt, begab er sich zu Krankenstation, doch er hatte das Gefühl beobachtet zu werden.
Ein unförmiger Schatten lies ihn Grinsen, Lily schlich wieder herum.
Er erreichte die Krankenstation und setzte sich zu Hermine, die gerade fertig gegessen hatte wie es wirkte.
Er gab ihr einen Kuss und setzte sich zu ihr auf das Bett, wobei er ihre Hand ergriff.
So saßen sie einige Minuten ohne Worte und waren einfach Glücklich als Plötzlich Lillys dumpfe Stimme von der anderen Seite der Tür erschallte.
Sie konnten nicht verstehen was dort vorging bis Plötzlich die Tür aufschwang und sie Lily erkennen konnten, die ihren Stab auf eine Person vor ihr gerichtet hielt.
Diese drehte sich um und taumelte zurück.
Harry verkrampfte sich genau wie Hermine.
„Nicht möglich..."
So meine Lieben.
Ich hab meine Pflicht getan, nun seid ihr dran.
Bis nächste Woche
Gruß
Dat Z.
