Harry Potter und der unendliche Kampf

Disclaimer:

Harry Potter und alle Charaktere und Orte aus Harry Potter sind Eigentum von J.K. Rowling und ggf. Ihren Publishern. Dies ist eine Fan-Geschichte, mit der kein Geld gemacht wird. Eine Verletzung der Rechte Dritter ist nicht gewollt.

Kapitel 5

Am nächsten Morgen wachte Chris früh auf. Sehr früh. Es war Wochenende, Samstag. Keine Schule. Er sah auf seine Armbanduhr. Es war gerade mal 4 Uhr morgens. Was solls, sagte er sich und stand auf. Er könnte sowieso nicht mehr einschlafen. Er zog sich rasch an und achtete darauf keine lauten Geräusche zu machen um die Anderen nicht zu wecken. Er zögerte einen Moment als er an Rons Bett vorbei kam, ging dann jedoch die Treppe runter, durch den leeren Gryffindor Gemeinschaftsraum und zum Portrait Eingang in der Wand. Als er hindurch ging, bemerkte er nicht, wie jemand vom Sofa vor dem Kamin verbogen aufstand und ihm folgte.

Chris setzte sich an den Baum im Schlossgarten und steckte sich eine Zigarette an. Er sah auf den See hinaus und beobachtete die Krake, wie sie versuchte ein paar Vögel die zu nahe an der Wasseroberfläche flogen zu schnappen. Er bemerkte Hermine erst, als sie vor ihm stand und er auf ihre nackten Beine starrte.

Chris: Ist es so früh am Morgen nicht ein wenig zu kalt für einen Rock?

Hermine setzte sich vor ihm im Schneidersitz.

Hermine: So muss ich mich für den Unterricht nicht umziehen, der Rock gehört doch zur Schuluniform. Blöde englische tradition.

Chris: Nun, sie hat auch ihre Vorteile.

Chris zeigte auf eine Stelle zwischen Hermines Beinen. Man konnte ein Stück von ihrem Höschen sehen. Hermine errötete und glättete ihren Rock um die Stelle wieder zu bedecken.

Hermine: Du bist mit Ginny zusammen hab ich gehört.

Chris: Ja.. Das bin ich.

Was will sie auf einmal von mir? Will sie mich jetzt doch haben, nur weil Ginny mich will, fragte er sich.

Hermine: Liebst du sie?

Chris wollte darauf nicht antworten.

Chris: Ich denke nicht, das dich das was angeht. Warum redest du auf einmal überhaupt mit mir? Das letzte mal als ich was von dir gehört hab, bist du davon gelaufen.

Hermine: Hör auf mit dem Mist, das ist ernst. Liebst du sie?

Jetzt wusste Chris worauf sie hinaus wollte.

Chris: Oh.. Die Prophezeihung.. Nein. Nein, das tue ich nicht. Bevor du mir jetzt was an den Kopf wirfst, sie liebt mich auch nicht. Wir sind noch nicht lange zusammen. Gefühle ändern sich nicht so schnell..

Hermine nickte erleichtert. Und wenn sie ehrlich war, nicht nur weil das Ginny ausser Gefahr brachte, sondern weil sie dann vielleicht doch noch eine Chance hätte. Was redete sie da, Ginny war ihre beste Freundin, sie konnte ihr schlecht einfach ihren Freund ausspannen. Das würde sie nicht tun. Und vielleicht würde Chris sie auch gar nicht mehr wollen.

Hermine: Es tut mir leid das ich weggelaufen bin. Und das ich dir aus dem Weg gegangen bin. Ich hab nicht nachgedacht. Ich dachte... Ich dachte, wenn du aufhörst mich zu lieben, dann müssten weder du noch ich sterben. Ich dachte es wäre das beste. Ich hab nicht daran gedacht, das du dich in jemand anderen verlieben würdest. Irgendwann...

Langsam verstand Chris die Ereignisse der letzten Woche. Er hatte sich immer gefragt, warum Hermine scheinbar so übergeschnappt war. Warum sie ihn so im Stich ließ. Das war ihr nicht ähnlich, überhaupt nicht.

Chris: Oh man.. Na das war doch mal die Idee des Jahrhunderts. Wenn es so einfach wäre, wäre ich auch darauf gekommen. Oder zumindest Dumbledore.

Hermine senkte schuldig ihren Kopf.

Hermine: Ich weiss.. Es tut mir wirklich leid, das ich nicht für dich da war. Weiss Ginny.. Von der Prophezeihung?

Chris schüttelte den Kopf.

Chris: Ich hatte angst sie würde dann auch weglaufen.. Wie du. Ich brauchte jemanden, verstehst du? Ich hatte Angst. Es hat so weh getan. Ich...

Hermine: Ist schon gut, du brauchst dich nicht rechtfertigen. Und.. Solange du sie nicht liebst, ist sie auch nicht in Gefahr, also muss sie es im Moment auch noch nicht wissen.

Die beiden schwiegen eine Weile.

Hermine: Ron denkt, du wärst ein Todesser.

Chris verschluckte sich am Rauch seiner Zigarette und hustete.

Chris: Er denkt.. Was?

Hermine: Weil du ihn ohne Zauberstab und ohne Zauberspruch durch das halbe Zimmer geschleudert hast, denkt er du bist etwas anderes als du vorgibst und würdest warscheinlich für die dunkle Seite arbeiten, da du es sonst nicht geheim gehalten hättest.

Chris: Aber du denkst das doch nicht auch, oder?

Hermine: Natürlich nicht! Ich kenne die Wahrheit doch. Aber Ron.. Ich denke es ist nur weil du mit seiner Schwester zusammen bist. Er kann es nicht leiden, egal mit wem sie etwas hat. Ich denke der einzige bei dem er nicht so reagieren würde, wäre Harry. Vielleicht reagiert er gerade deswegen so, weil er will das Ginny irgendwann Harry heiratet, damit die beiden Brüder sind. Was? Guck mich nicht so an, es ist möglich. Als Ginny ihren ersten Freund hatte, ist Ron ausgerastet und hat sie angeschrien, warum sie nach all den Jahren auf einmal Harry aufgegeben hat, wo sie ihn doch so lange geliebt hat.

Chris: Da ist was dran.. Es könnte wirklich so sein. Aber, ich weiss nicht. Ich denke er will sie einfach beschützen.

Hermine: Natürlich, das auf jeden fall. Ron ist ein guter Kerl. Ich meine ja nur, das das nicht der einzige Grund sein muss.

Ginny: Was ist mit meinem Bruder?

Weder Chris noch Hermine hatten bemerkt, wie Ginny vom Schloss zu ihnen herüber gekommen war.

Chris: Nichts. Wir haben nur über seine.. Reife geredet, was die Freunde seiner kleinen Schwester angeht.

Ginny verzog das Gesicht und streckte ihm dann die Zunge raus.

Ginny: Ich bin nicht klein.

Sie setzte sich neben Chris und steckte ihren Arm durch seinen Hindurch, warscheinlich auch um Hermine zu zeigen das er ihr, Ginnys, Freund war und sie sich fragte was Hermine so früh, oder besser mitten in der Nacht, mit ihrem Freund alleine im Schlossgarten machte. Hermine versuchte es zu ignorieren, auch wenn ihr Herz zu explodieren drohte, als Ginny Chris kurz auf seine Wange küsste.

Ginny: Ich bin aufgewacht und hab gesehen das du nicht in deinem Bett warst (sagte sie zu Hermine). Was macht ihr beide hier um diese Uhrzeit?

Hermine biss sich auf die Lippe.

Hermine: Ich musste mit Chris reden.. Wegen Ron.

Ginny: Weil er denkt Chris wäre ein Todesser?

Ginny schnaubte.

Chris: Du weisst davon?

Ginny: Und ob ich das weiss. Er ist zu mir gekommen und hat ein riesen Theater gemacht, ich solle mit dir Schluss machen, du wärst Voldemorts rechte Hand und was weiss ich was noch alles. Langsam regt er mich wirklich auf. Er soll endlich seine vorlaute Klappe halten und mich meine eigenen Entscheidungen treffen lassen. Todesser.. Wie kommt er nur auf so einen Schwachsinn.

Chris warf kurz einen Blick zu Hermine.

Hermine: Er reagiert doch nur über, Ginny.. Du weisst doch wie er ist, er meint es nicht böse.

Ginny: Ja, das hat Chris gestern auch schon gesagt, aber das hat das Fass zum Überlaufen gebracht. Wenn er noch mal versucht dich zu Schlagen, verhex ich ihn so sehr das nicht einmal Mum ihn wieder erkennen wird.

Sie gab Chris einen kurzen Kuss auf die Lippen. Hermine sah weg.

Hermine: Ich werd dann mal wieder, bis später ihr zwei.

Sie ging mit eiligen Schritten wieder zum Schloss zurück und lehte sich an das Schlosstor, nachdem sie die Pforte hinter sich geschlossen hatte. Wenn sie gewusst hätte, das sie Ginny und Chris knutschen sehen würde, wäre sie im Bett geblieben. Sie hatte nichts erreicht. Sie hatte Chris nicht gesagt, das sie ihn auch liebte. Sie wusste jetzt nur, das Ginny "noch" nicht in Gefahr schwebte. Zumindest, redeten sie jetzt wieder miteinander. Aber nur, wenn Ginny nicht dabei ist, dachte sie sich dazu.

Ginny: Ihr habt nicht wirklich über Ron geredet, oder? Ich kenne Hermine lange genug um zu wissen, wann sie lügt. Sie ist meine beste Freundin.

Chris steckte sich eine Zigarette an.

Chris: Doch, haben wir. Unter anderem...

Ginny: Und.. Was war das andere?

Chris: Sie hat mir erzählt warum sie so reagiert hat, warum sie mir die letzten 2 wochen aus dem Weg gegangen ist..

Ginny: ...das sie einen großen Fehler gemacht hat?

Chris nickte.

Chris: So in der Art

Ginny sagte einen Moment nichts und sah auf den Boden zwischen ihren Beinen.

Ginny: Vielleicht sollten wir Schluss machen.

Chris verschluckte sich abermals am Rauch seiner Zigarette und hustete.

Ginny: Du liebst sie doch. Und ich liebe Harry. Wenn es jetzt nicht mehr auswegslos aussieht, solltest du deine Chance nutzen..

Chris: Aber -

Ginny: Versteh mich nicht falsch, ich habe die Zeit mit dir genossen, wirklich. Es war schön, ich hab mich bei dir geborgen gefühlt. Und sicher. Und alle meine Sorgen waren wie weggeweht in den Momenten wenn wir.. Nun.. Du weisst schon. Aber, wir beide wussten von Anfang an, das es keine Beziehung auf Dauer wird und auch wenn es früh ist, ist der Moment vielleicht gekommen es zu beenden. Ich will nicht diejenige sein die dir die Chance vermasselt mit der zusammen zu kommen die du liebst. Ich meine, wenn Harry.. Wenn er irgendwie.. Dann würde ich..

Chris: Ich weiss.. Vielleicht hast du recht. Ich weiss es nicht. Das kam alles etwas plötzlich.

Ginny legte ihren Kopf auf seine Schulter, griff seine Hand und hielt sie, Finger ineinander verhakt.

Ginny: Es ist Samstag, oder? Wir nehmen uns noch dieses Wochenende. Zusammen. Nur wir beide.. Ein Wochenende an das wir uns später Erinnern können...

Chris: Ist das nicht.. Etwas seltsam? Ich meine.. Wenn wir schon wissen das wir schluss machen?

Ginny: Ich mag dich und du bedeutest mir viel, ich finde es nicht seltsam. Ich werde die Zeit mit dir nie vergessen. Uns (sie zeigte dabei auf sich selbst und ihn). Bislang war die Beziehung mit dir noch meine Beste, auch wenn sie kurz war. Nur, ich weiss das mein Herz eigentlich jemand anderem gehört, nur das dieser jemand nicht an mir interessiert ist... ( sie sagte den letzten Teil ganz leise)

Chris küsste sie auf den Kopf und drückte ihre Hand.

Chris: Okay, Ginny. Dann ist es abgemacht.

Sie küssten sich und verbrachten die restliche Zeit bis zur ersten Stunde damit, zu versuchen dem jeweils anderen den Atem zu rauben.

Es klingelte, die letzte Stunde für heute war zu ende und die Schüler packten hastig ihre Sachen zusammen und gingen aus dem Klassenzimmer. Chris sah Ron und Harry vor sich und seufzte als er ihnen mit großem Abstand aus der Tür folgte. Er ließ den Kopf sinken und wäre vor Schreck beinahe gestorben als jemand ihn von hinten umarmte und an sich drückte. Ginny kiecherte.

Ginny: Was denn? So erschrocken darüber das deine Freundin dich vom Unterricht abholt?

Sie gab ihm einen hastigen Kuss.

Ginny: Professor Flitwick hat uns ein paar Minuten früher gehen lassen.

Chris lächelte sie an.

Chris: Ich hab nur nicht damit gerechnet. Danke, Ginny.

Ginny: Kein Problem. Komm, gehen wir.

Sie nahm Chris an die Hand und zog ihn mit sich, rempelte dabei einen finster dreinblickenden Ron an und würdigte ihn keines Blickes.

Ron: Hast du das gesehen Harry? Was erlauben die sich. Ich kann es nicht verstehen. Vielleicht hat sie doch etwas von V-Voldemort in sich, nachdem sie von ihm besessen war durch das Tagebuch, sonst würde sie sich doch nicht mit ihm abgeben.

Harry verzog sein Gesicht.

Harry: Ron.. Das glaubst du nicht wirklich, oder? Überhaupt, das ganze, Chris ein Todesser, du kannst es doch nur nicht leiden das er mit deiner Schwester zusammen ist. Und jetzt beschuldigst du auch noch sie..

Ron: Oh, na klar. Schlag du dich doch auf seine Seite. Toller Freund, Harry. Toller Freund.

Ron stürmte davon und ließ einen seufzenden Harry zurück.

Hermine wartete im Gryffindor Gemeinschaftsraum darauf das irgendeiner ihrer Freunde kommen würde. Doch es kam niemand. Was war nur los, alles war durcheinander, alle verstritten. Ron ging ihr meisstens aus dem Weg, Ginny war immer mit Chris unterwegs, irgendwo am... Rumknutschen.. Harry war natürlich bei Ron. Und sie war alleine. Sie blickte traurig ins Feuer des Kamins und wollte gerade aufstehen um in die Bibliothek zu gehen, als sie dabei Harry anrempelte der sich gerade zu ihr aufs Sofa setzen wollte.

Harry: Hey, vorsicht Hermine.

Hermine: Oh, Harry, tut mir leid, ich hab dich nicht gesehen. Wo ist Ron?

Harry seufzte wieder.

Harry: Irgendwo am rumnörgeln nehme ich an.

Hermine: Was ist passiert?

Harry: Ach, er hat schon wieder mit dem Chris ist ein Todesser Zeug angefangen und dann hat er sogar Ginny beschuldigt, sie hätte etwas von Voldemort in sich wegen der Geschichte mit dem Tagebuch, sonst würde sie sich ja nicht mit Chris abgeben.

Hermine verdrehte die Augen.

Hermine: Er ist aber auch ein sturer Dickkopf. Meinst du er kriegt sich irgendwann nochmal ein?

Harry: Schwer zu sagen. Vielleicht wenn Chris und Ginny nicht mehr zusammen sind. Vielleicht auch nie.

Hermine: Ich hasse es... Das alles macht unsere ganze Freundschaft kaputt. Seit Wochen sehen wir uns alle nur noch selten. Im Unterricht natürlich, aber das ist nicht das gleiche. Alles wegen dieser blöden Proph-

Hermine hielt sich schnell die Hand vor den Mund.

Harry zog eine Augenbraue hoch.

Harry: Proph...?

Hermine: Nichts, nichts. Ich muss in die Bibliothek. Sorry.

Hermine stand schnell auf und wolte gerade losrennen als Harry sie am Arm packte.

Harry: Hermine..? Was wolltest du sagen? Prophezeihung vielleicht? Was für eine Prophezeihung? Was verheimlichst du uns?

Hermine biss sich auf die Unterlippe und sah ihn flehend an.

Hermine: Harry.. ich kanns dir nicht sagen, ich darf nicht..

Harry ließ ihren Arm los.

Harry: Natürlich. Das Spiel kennen wir ja. Ich bin immer der letzte der es erfährt. Von wegen Dumbledore vertraut mir.

Hermine: Nein, Harry.. Nicht Dumbledore.. Nun, er auch aber... Es ist kompliziert. Es betrifft dich nicht, nun, schon, in gewisser weise, eigentlich ja, aber..

Harry verstand garnichts mehr. Er schüttelte seinen Kopf, stand auf, ging in den Jugenschlafsaal und ließ Hermine alleine zurück.

Sie war den Tränen nahe. Alles ging kaputt..