Harry Potter und der unendliche Kampf
Disclaimer:
Harry Potter und alle Charaktere und Orte aus Harry Potter sind Eigentum von J.K. Rowling und ggf. Ihren Publishern. Dies ist eine Fan-Geschichte, mit der kein Geld gemacht wird. Eine Verletzung der Rechte Dritter ist nicht gewollt.
Kapitel 6
Als Chris aufwachte, fand er einen Brief neben sich auf dem Bett liegen.
"Komm bitte um 20 Uhr heute Abend in mein Büro. Gez. Professor Albus Dumbledore PS: Ich liebe Salmiak Pastillen"
Chris legte seine Stirn in Falten. Was konnte Dumbledore von ihm wollen? Nun, er würde es heute abend herausfinden.
Um 19:55 Uhr stand Chris vor dem Eingang zu Dumbledores Büro und sah auf den Wasserpeier.
Ginny: Was machst du denn hier? Hat dir Dumbledore auch eine Nachricht geschrieben?
Sie kam kurz nach ihm an.
Chris: Hallo, Ex-Freundin. (er zwinkerte) Ja, hat er. Weisst du worum es geht?
Ginny streckte ihm die Zunge raus.
Ginny: Nein, keine Ahnung. Und was sollte das mit den Salmiak Pastillen?
Kaum hatte sie es gesagt, nickte der steinerne Wasserspeier und die Geheimtür öffnete sich und eine Wendeltreppe kam zum Vorschein.
Chris: Nach dir (er grinste)
Ginny ging auf die Treppe und Chris folgte ihr zügig. Kaum hatten sie die Treppe betreten, begann diese wie ein Aufzug nach Oben zu gleiten. Sie klopften an die Tür von Dumbledores Büro und traten ein. Hermine saß auf einem Stuhl vor Dumbledores Schreibstisch, Dumbledore saß auf seinem Sessel und hatte die Hände gefaltet.
Dumbledore: Ah, Mrs. Weasley, Mr. Stevenson. Setzen sie sich bitte.
Er deutete auf zwei weitere Stühle die vor seinem Schreibtisch standen. Ginny und Chris sahen sich kurz an und setzten sich dann. Wenige Augenblicke später klopfte es erneut an die Tür und Harry und Ron traten ein.
Ron: Was macht DER denn hier?
Er funktelte Chris böse an.
Dumbledore ignorierte den Ton in Rons stimme.
Dumbledore: Ihr werdet gleich alle erfahren, warum ihr hier seid. Bitte, setzt euch.
Harry und Ron setzten sich auf die beiden verbliebenen Stühle vor dem Schreibtisch. Dumbledore wartete einige Augenblicke, bis er alle Augen auf sich gerichtet wusste.
Dumbledore: Ich glaube, Chris hat euch etwas zu sagen.
Chris klappte der Mund auf und wollte protestieren, aber Ron kam ihm zuvor. Er stieß beinahe seinen Stuhl um als er aufstand und rief
Ron: Aha! Er ist also wirklich ein Todesser!
Dumbledore senkte seinen Blick und guckte über die Ränder seiner Brille Ron musternd an.
Dumbledore: Würde es ihnen etwas ausmachen, sich wieder zu setzen, Mr. Weasley?
Ron fühlte die Blicke auf sich und setzte sich peinlich berührt wieder auf seinen Stuhl.
Dumbledore blickte wieder zu Chris.
Dumbledore: Ich denke, es ist an der Zeit das alle es erfahren. Ein solches Geheimnis kann man nicht ewig bewahren und.. Wie mir berichtet wurde.. (Hermine rutschte unruhig auf ihrem Stuhl hin und her), hat dieses Geheimnis dazu geführt, das sich einige der besten Freunde in Gryffindor am Streiten sind. Und das in einer Zeit, in der Zusammenhalt das Wichtigste von Allem ist.
Chris stieß einen schwall luft aus. Am liebsten hätte er sich jetzt eine Zigarette angezündet. Alle Blicke waren auf Chris gerichtet. Hermine kaute nervös auf ihrer Unterlippe. Chris schloss für einen kurzen Moment seine Augen, öffnete sie wieder und begann zu reden.
Chris: Es gibt... Eine Prophezeihung. Diese Prophezeihung betrifft drei Leute in diesem Raum. Voldemort wird im letzten Kampf mit Harry Potter, jemanden der Harry sehr nahe steht, mit dem Avada Kedavra Fluch belegen. Harry wird zu dieser Person laufen und noch während er um sie trauert, ebenfalls sterben. Voldemort würde den Moment Nutzen und Harry in den Rücken schießen, sozusagen.
Harrys Augen weiteten sich zu einem Entsetzen.
Harry: Aber.. Was.. Warum erfahre ich erst jetzt davon, warum.. Die Prophezeihung kann nicht wahr sein, oder? Das heisst wir verlieren, egal was passiert? (fragte er aufgeregt Dumbledore)
Dumbledore: Nein, die Prophezeihung geht noch weiter. Chris hier, ist ein überragend guter Zauberer, wie einige von ihnen vielleicht schon bemerkt haben (er sah Ron musternd an und blickte dann wieder zu Chris). Erzähl weiter.
Chris: Nun... (es war ihm etwas peinlich). Die Person, die Harry nahe steht, die der Grund ist, warum Harry abgelenkt ist.. Ich liebe diese Person. Und ich werde an ihrer Stelle sterben und Harry wird Voldemort töten während er abgelenkt ist.
Ron sank tief in seinen Stuhl.
Ron: Das heisst also, entweder Stirbt Chris, oder die Person die er liebt und die Welt mit ihr, weil Harry nicht mehr da ist um V-Voldemort aufzuhalten?
Dumbledore: In der tat, so scheint es. Und die Prophezeihung ist authentisch, leider. Chris hat sich schon vor langer Zeit dazu entschieden, sein Leben herzugeben um die Person zu retten, als er noch nicht einmal wusste wer diese Person ist. Das, denke ich, heisst das er kein Todesser ist, Mr. Weasley.
Ron wurde mindestens so rot wie seine Haare.
Harry: Also.. Also ist Ginny, diese Person?
Dumbledore sah einen Moment zu Harry und dann wieder zu Chris.
Chris: Nein, Ginny ist es nicht.. Wir sind nicht mehr zusammen.
Ron fiel sichtlich ein Stein vom Herzen.
Ron: Aber wer.. Wer dann?
Hermine rümpfte die Nase. Mal wieder vergaß Ron einfach das sie ein Mädchen war und das jemand sie lieben könnte, obwohl er doch meinte das er selbst sie lieben würde.
Hermine: Ist es nicht offensichtlich, Ron? Er liebt dich. Du bist es der in Gefahr ist.
Ron wurde noch viel röter. Er sah mit schrecklich verdrehter Miene zu Chris herüber.
Dumbledore hüstelte um einen Lacher zu unterdrücken der ihm beinahe entwischt wäre.
Ginny hatte die ganze Zeit geschwiegen. Sie sah Hermine an. Jetzt konnte sie verstehen, warum sie ihn hatte abblitzen lassen, warum sie ihm aus dem Weg gegangen war, obwohl sie für ihn Gefühle hatte. Sie wollte ihn schützen. Sie wollte nicht, das er für sie starb.
Dumbledore: Ich glaube, sie haben noch eine Person in diesem Raum vergessen, Mr. Weasley. (er lächelte zu Hermine)
Ron folgte Dumbledores Blick.
Ron: Oh.. Oh.
Hermine versuchte niemanden direkt anzusehen.
Die 5 Freunde verließen mit gesenkten Blicken Dumbledores Büro und gingen ohne ein Wort miteinander zu wechseln in den Gemeinschaftsraum. Sie setzten sich in die Ecke vor dem Kamin und schwiegen eine ganze Weile, alle tief in Gedanken versunken. Ron war es, der das Schweigen als erster Brach.
Ron: Ähm.. Estutmirleidchris.
Chris: Hm?
Ron senkte kurz den blick und sah ihn dann wieder an.
Ron: Es tut mir leid.. Das ich dich für einen Todesser gehalten habe und.. Nun.. Du weisst schon.
Chris: Kein Problem, ist schon in ordnung. Du wolltest nur deine Schwester beschützen.
Ron nickte. Im großen und ganzen war die Stimmung im Raum sehr bedrückt. Chris warf einen raschen Blick zu Hermine. Sie starrte auf ihre Füße und schien angestrengt nachzugrübeln. Ein Königreich für ihre Gedanken, dachte sich Chris.
Chris: Nun, ich werd mich mal hinlegen. Bis morgen dann
Chris stand auf und ging.
Die Anderen sahen im nach und wünschten ihm eine gute Nacht.
Ginny stand ebenfalls auf.
Ginny: Ich werde auch mal, Hermine, kommst du mit?
Hermine sah geistesabwesend zu ihr auf und nickte dann. Sie ging mit Ginny in den Mädchenschlafsaal und ließen die beiden Jungs alleine.
Ron stieß einen schwall Luft aus.
Ron: Was für ein Riesenschlamassel.
Harry: Das kannst du laut sagen.
Ron: Immerhin, wissen wir jetzt das du Voldemort besiegen wirst, Harry.
Harry: Ja... Aber zu welchem Preis. Und es stimmt. Natürlich würde es mich mitnehmen wenn Chris stirbt, aber.. Ich wäre nicht so am Boden zerstört wie.. Wie wenn es Hermine treffen würde. Meine beste Freundin. Ich denke, ich könnte mich wirklich nicht mehr konzentrieren, wenn ich sie sterben sehen würde.
Ron machte den Mund auf und wieder zu.
Ron: Wie kann er mit soetwas klar kommen? Ich meine... Zu wissen das er sterben wird, wenn er.. Wenn er Hermine beschützt.
Harry schüttelte den Kopf.
Harry: Ich hab keine Ahnung. Ich möchte jedenfalls nicht an seiner Stelle sein.
Ron: Ja.. Er glaube ich auch nicht. Erinnert mich an jemanden.
Das brachte Harry für den Bruchteil einer Sekunde zum Schmunzeln.
Harry: Es muss irgendeinen Weg geben, um Beide zu retten.
Ron überlegte eine Weile.
Ron: Meinst du nicht, Dumbledore hätte es uns gesagt, wenn es einen Weg gäbe?
Harry: Vielleicht kennt er nur noch nicht den Weg. Ich bin mir sicher er grübelt schon eine ganze Weile darüber nach.
Ron: Wenn nichtmal Dumbledore weiss, was man tun könnte...
Harry: Dumbledore ist nicht allwissend. Er ist Mächtig, ja. Aber auch er schafft nicht alles ohne Hilfe. Wir. Ich, du und Hermine, waren es die Voldemort all die Jahre immer wieder aufgehalten haben. Mit Hilfe von Dumbledore natürlich. Aber dennoch, wir waren es. Und wir haben auch jedesmal heraus gefunden, wie wir es tun mussten, ohne Hilfe von Dumbledore.
Ron: Hm, da hast du einen Punkt.
Am nächsten Tag redeten die 5 Freunde noch etwas nervös miteinander, wegen der Situation in der sie sich befanden. Aber immerhin redeten sie alle wieder. Und nach zwei Wochen, waren alle wieder die dicksten Freunde.
Chris: Du solltest vielleicht nicht so viel Essen Ron, wenn du einen Quaffel in den Magen kriegst könnte das unschön aussehen.
Ron: Iff muff micff fürs fspiel stärken.
Harry lachte, Hermine und Ginny verdrehten die Augen.
Sie hatten heute ihr erstes Quidditch Spiel mit Chris als Jäger und gleich gegen Slytherin. Chris war gut, sehr gut sogar, aber Harry war dennoch etwas nervös. Er wollte nicht, das Malfoy gewinnt. Um keinen Preis.
Harry: Seid ihr beide so weit?
Ron und Chris nickten, Ron stopfte sich noch schnell ein Brötchen in den Mund und stand auf.
Ginny: Chris?
Chris drehte sich zu Ginny.
Chris: Ja?
Sie küsste ihn flüchtig auf den Mund.
Ginny: Mach Malfoy für mich fertig.
Chris grinste.
Chris: Ich werds versuchen.
Er stand auf und ging mit Harry und Ron zu den Umkleiden. Ron sagte nichts zu dem Kuss. Normalerweise wäre er ausgerastet, aber unter den gegebenen Umständen, ließ er es zu. Sie waren immerhin zusammen gewesen, sie hatten sich ohnehin oft genug geküsst und es war auch nur ein sehr kurzer kuss.
Hermine: Musste das sein...
Ginny: Nun, ich hab dir gesagt du sollst es ihm endlich sagen, sonst würde ich dich mit.. Anderen Mitteln dazu bringen.
Hermine: Ich.. Es ist nicht leicht, Ginny.
Ginny verdrehte die Augen.
Ginny: Oh, Hermine. Er liebt dich. Und du liebst ihn. Was ist daran schwer?
Hermine: Ich hab Angst.. Ich will nicht.. Ich will nicht das er stirbt, Ginny. Ich will es nicht..
Ginny legte eine Hand auf Hermines.
Ginny: Ich weiss... Aber wenn du rumsitzt und du dich so rumquälst macht es das doch auch nicht besser. Für keinen von euch beiden. Vielleicht dauert es noch Jahre, bis die Prophezeihung eintritt. Im Endkampf zwischen Voldemort und Harry. Keiner von uns weiss, wann das soweit sein wird. Willst du wirklich abwarten bis es soweit ist und dir dann ewig vorwerfen, das du die Zeit die du noch mit ihm hattest, vergeudet hast?
Hermine biss sich auf ihre Lippe.
Hermine: Nein.. Aber.. Jedesmal wenn ich ihn ansehe, dann muss ich daran denken und... Ich will es einfach nicht wahrhaben.
Ginny nickte. Dann nahm sie ihre Hand und zog sie vom Stuhl.
Ginny: Na gut, ich geb dir noch ein paar Tage. Aber jetzt komm, wir müssen ihn beim Spiel unterstützen.
Die beiden verließen mit einem Schwall von Schülern die große Halle, welche alle die Tribünen des Quidditch Feldes als Ziel hatten.
Harry war mit seinem Team noch einmal letzte Spielzüge durchgegangen.
Harry: Okay, alle bereit?
Die Anderen nickten ihm zu.
Harry: Dann los.
Sie gingen mit ihren Besen aufs Spielfeld, wo sich die Slytherins auch langsam einfanden.
Madam Hooch kam zu beiden Teams und holte die Kapitäne in die Mitte des Spielfeldes.
Hooch: Möchten sie Kopf, oder Zahl, Mr. Potter?
Harry: Kopf.
Madam Hooch warf eine Münze in die Luft. Zahl.
Hooch: Mr. Malfoy, sie entscheiden. Möchten sie in der Süd oder in der Nordkurve spielen.
Draco: Südkurve.
Madam Hooch nickte ihm zu. Kein Slytherin wagte es in der Nordkurve zu spielen. Dort saßen die Gryffindor Zuschauer und würden ihren Hüter ausbuhen und vom Spiel ablenken, unter ohrenbetäubendem getöse.
Madam Hooch vergewisserte sich das alle Spieler auf den Besen waren und öffnete dann die Kiste mit den Bällen. Sie pfiff in ihre Pfeife. Das Spiel begann.
Harry und Draco verfolgten den Schnatz, doch verloren ihn schon nach wenigen Sekunden aus den Augen.
Lee Jordan: Wilkommen zum Gryffindor gegen Slytherin Quidditch Spiel. In der Gryffindor Mannschaft gibt es einen neuen Spieler, Chris Stevenson, der heute als Jäger spielt und da hat er auch schon den Quaffel und rast auf das gegnerische Tor zu. Er fliegt einen Feuerblitz X2, es gibt nichts besseres am Markt, damit lässt er die anderen Spieler weit hinter sich...
Nach einer halben Stunde stand es 90 zu 20 für Gryffindor. Chris hatte sich gut gemacht und alleine 5 der Tore geschossen. Harry hatte den Schnatz gesehen und war in einen Sturzflug gegangen, dicht gefolgt von Malfoy, doch er würde ihn nicht mehr rechtzeitig einholen. Harry griff den Schnatz und beendete das Spiel.
Lee Jordan: Harry Potter hat den Schnatz gefangen! 240 zu 20, Gryffindor gewinnt das Spiel!
Die Menge Jubelte und die Spieler flogen zum Boden und stiegen von ihren Besen. Die Gryffindors rannten aufs Spielfeld um ihrer Mannschaft zu gratulieren. Einige klopften Chris auf den Rücken und gratulierten ihm zu seinem ersten gewonnenen Spiel für Gryffindor.
Begleitet von einer Traube aus Gryffindors, gingen Harry Ron und Chris zum Gryffindor Gemeinschaftsraum. Kaum waren sie dort, bekamen sie auch schon Butterbiere in die Hand gedrückt.
Chris grinste und stieß mit Harry und Ron an.
Ron: Auf ein gelungenes Spiel! 220 Punkte im Voraus.
Harry: Prost!
Chris: Prost!
Harry: Du hast dich heute echt gut gemacht Chris, danke. Ich hatte schon Angst. Weil wir befreundet sind. Als Ron ins Team kam gabs schon Gerüchte, ich würde nur meine Freunde ins Team aufnehmen und, naja jetzt du.
Chris grinste.
Chris: Kein Thema.
Chris leerte sein Butterbier.
Chris: Ahhh. Ich hol mir noch eins, wollt ihr auch noch eins?
Harry und Ron sahen sich an und dann auf ihre mehr als halb vollen Butterbierflaschen und dann Chris leere. Sie setzten die Flaschen an und versuchten sie zu exen.
Chris: Ich deute das mal als ein Ja (grinste)
Chris ging schnell zum Kasten und holte drei Butterbiere. Als er Ron seins in die Hand drückte, hatte der gerade noch an seinem letzten Rest zu tun, nahm aber die Flasche entgegen.
Ginny: Hey, ihr habt super gespielt heute.
Sie kam von hinten angeschlichen und piekste Chris in den Rücken, der sich an seinem frischen Bier verschluckte und fast Ron angespuckt hätte.
Chris: Sorry, Ron.
Ron: Kein Problem (er lachte)
Ginny: Sag mal Ron, besäufst du dich?
Ron hatte noch immer beide Flaschen in der Hand.
Ginny: Du auch, Harry?
Er hatte ebenfalls zwei Flaschen in der Hand, nur Chris hatte seine weggebracht, als er sich eine neue holte.
Chris: Ja, die Beiden sind einfach unverantwortungslos (gluckste er)
Ron wollte gerade protestieren aber lachte dann und brachte schnell mit Harry seine leere Flasche weg.
Ron: Hier, Ginny.
Er drückte ihr eine Flasche Butterbier in die Hand.
Ginny: Das ist das alkoholfreie, oder?
Sie öffnete es und trank einen schluck.
Ron: Nein, natürlich nicht, wir sind volljährig.
Ginny: Nun.. Ich nicht. Aber trotzdem danke.
Sie nahm hastig noch einen Schluck und verschwand dann bei den anderen Gryffindors.
Ron: Oh, das hatte ich vergessen, Mum bringt mich um
Chris: Ach was, es ist nur ein Butterbier. Du must schon einige Flaschen davon trinken, damit du was merkst.
Sie redeten eine Weile über Quidditch und feierten mit den anderen, dann entschuldigte sich Chris, schnappte sich noch eine Flasche Butterbier und schlich sich nach Draussen in den Schlossgarten. Er steckte sich eine Zigarette an, setzte sich ins Gras und lehnte sich an den Baum. Kaum hatte er sein Butterbier geöffnet und einen Schluck getrunken, als sich auch schon Hermine zu ihm setzte, sie musste ihm gefolgt sein, als er die Party verlassen hat.
Chris: Wie in alten Zeiten, wie?
Er grinste und nahm einen kräftigen Schluck, bevor Hermine ihm die Flasche abnahm und selbst einen Schluck trank.
Hermine: Es ist verboten, alkoholische Getränke auf dem Schulgelände mit sich zu führen, auch wenn du Volljährig bist. Ich bin Prefäktin, weisst du?
Chris sah sie an und musterte sie einen Augenblick.
Chris: Deja vu.
Er zog an seiner Zigarette, nahm Hermine wieder die Flasche ab und trank sie aus. Mit einer Handbewegung zauberte er sie weg.
Chris: Nun, du wirst mich doch nicht verpetzen, oder? Ich bin mir sicher, wir können uns irgendwie einigen...
Auch Hermine kam die ganze Szene jetzt bekannt vor und als sie sich daran erinnerte, was letztes mal vor einige Wochen passiert war, wurde sie leicht rot. Sie holte ein Butterbier unter ihrem Umhang hervor, öffnete es hastig und trank einen großen Schluck, vielleicht sogar mehrere wie Chris meinte.
Chris: Du hast dein eigenes Butterbier mit und trinkst mir meins weg? Schämen sie sich, Mrs Granger. Und sie wollen ein Vorbild für unsere Schüler sein?
Hermine kiecherte und reichte ihm die Flasche. Er nahm einen kleinen Schluck und gab sie ihr wieder.
Chris: Gut, jetzt sind wir quitt. Irgendwie schmeckt das Butterbier nach Kirsche. Vorhin auch schon.
Er sah sich verduzt die Flasche an und bemerkte dann, das Hermine noch röter geworden war.
Hermine: ...Kirsch Lippenbalsam..
Chris: Oh... Oh stimmt ja. Wir haben uns indirekt geküsst. Zwei mal. Mrs Granger, wollen sie mich etwa verführen?
Er stand auf und stand tadelnd vor ihr.
Sie lächelte und stand ebenfalls auf. Sie sahen sich tief in die Augen. Hermine war nur ein kleines Stück kleiner als Chris, vielleicht 15 cm, daher musste sie nicht weit nach Oben schauen. Sie hatte beim Aufstehen die Flasche auf dem Boden gelassen. Sie trat einen Schritt auf Chris zu und er sah wie sie auf ihrer Unterlippe kaute, ein klares Zeichen dafür das sie nervös war, oder angestrengt nachdachte, oder beides. Chris spürte wie sein Puls zu rasen anfing. Oder hatte er das schon die ganze Zeit? Er wusste es nicht.
Chris: Hermine, ich...
Doch Hermine machte Schhhht. Sie stand jetzt direkt vor ihm. Sie senkte ihren Blick, nahm seine Hände, eine nach der anderen und legte sie sich selbst um die Taille. Dann sah sie ihn wieder an. Chris hatte sie nicht aus den Augen gelassen.
Chris: Gott ist die süß
Als er bemerkte das er es laut gesagt hat und Hermine ein Kiechern unterdrückte, bewegte sie blitzschnell ihren Kopf ein Stück vorwärts um den Moment nicht zu verlieren. Ihre Lippen berührten sich. Dann öffneten sich Hermines Lippen und Chris tat es ihr gleich. Als er spürte wie ihre Zunge sich den Weg in seinen Mund bahnte, wanderten seine Hände höher, an Hermines Rücken und er drückte sie an sich und küsste sie als wäre es der Erste und zugleich der letzte Kuss in seinem Leben. Als sie den Kuss lösten um nach Luft zu schnappen, bemerkten sie das es angefangen hatte zu Regnen. Ziemlich stark sogar. Hermines Umhang war schon völlig durchnässt, nur ihre Voderseite war noch trocken, da sie eng an Chris gedrückt war während dem Kuss. Ihre Vorderseite, dachte Chris und verlor sich in Gedanken. Er musste ziemlich blöd geguckt haben, denn Hermine lachte jetzt Lauthals.
Hermine: Genug geglotzt (fragte sie frech)?
Chris riss sich abrupt zusammen.
Chris: Was? Ich? Nein, also...
Hermine kiecherte nur, packte seine Hand und zog ihm im Schnellauf zum Schloss.
Hermine: Machen wir lieber das wir reinkommen.
Ihre langen braunen Haare wehten vor ihm im Wind, völlig durchnässt. Ein paar Tropfen liefen ihren Hals hinunter, in ihren Nacken.
Chris bemerkte eine peinliche Beule in seiner Lendengegend und war froh das Hermine ihm den Rücken zugekehrt hatte.
Sie schlichen sich rauf in den Gryffindor Gemeinschaftsraum und schafften es, nicht von Filch bemerkt zu werden. Die Party war schon so gut wie Zuende, nur noch Harry, Ron, Ginny und Neville waren da.
Ginny: Wir hatten uns schon gefragt, wo ihr seid.
Ginny zog ihren Zauberstab, richtete ihn nacheinander auf Hermine und Chris und sagte einen Zauberspruch, der im nu das Wasser aus ihren Klamotten sog und sie wieder trocken waren als wären sie nie draussen, im ströhmenden Regen gewesen.
Chris: Danke, Ginny.
Ginny: Keine Ursache. Also, wo wart ihr?
Hermine wurde wieder rot und stammelte.
Hermine: Nun, wir.. Also..
Harry unterbrach die peinliche Situation mit einem lauten Gähnen.
Harry: Ich denke ich werde mal Schlafen gehen. Ginny?
Ginny: Hm? (sie starrte immernoch Hermine und Chris an)
Harry: Gute Nacht, Ginny.
Ginny sah zu Harry rüber.
Ginny: Oh, ja, gute Nacht Harry.
Wiederwillig ging Ginny ebenfalls schlafen.
Neville: Also, bis morgen dann.
Ron und Neville gingen ebenfalls und ließen Chris und Hermine alleine zurück. Ron sah Hermine einen Moment entgeistert an, sagte aber nichts.
Chris ging rüber zum Sofa vor dem Kamin und machte sich lang.
Chris: Ich hatte Ron ganz vergessen. Du.. Du hast nicht mit ihm geredet, oder?
Hermine setzte sich in den Sessel neben dem Sofa.
Hermine: Doch, hab ich.
Chris: Oh. Wirklich? Wann?
Hermine: Hm. Vor ein paar Wochen... Als ich vor dir weggelaufen bin.
Chris sah sie an.
Chris: Das.. hätte ich jetzt nicht gedacht.
Hermine schwieg.
Chris: Nun... Meinst du, die anderen..?
Hermine nickte.
Chris: Ja, ich denke auch sie haben sich was gedacht. Ich hoffe das heisst nicht, das Ron wieder anfängt zu denken ich wäre ein Todesser.
Hermine sagte immer noch nichts. Chris setzte sich auf.
Chris: Hermine?
Sie drehte ihren Kopf langsam, geistesabwesend und sah ihn an.
Chris: Wenn du.. Wenn du denkst, das es ein Fehler war, dann..
Sie schüttelte den Kopf, stand langsam auf und setzte sich zu ihm aufs Sofa.
Hermine: Ich wollte nur nicht, das es Ron so erfährt.
Chris fiel ein Stein vom Herzen, er dachte er hätte sie schon verloren, nach diesen wenigen Minunten. Er nickte.
Chris: Wenn nicht schon alle gegangen wären, hätte es niemand bemerkt das wir beide nicht da waren und ich denke auch nicht, als wir wieder zurück kamen. Aber.. Ich mein, wir sind nicht knutschend reingekommen oder so, sie wissen nicht unbedingt das wir..
Hermine schüttelte abermals den Kopf.
Hermine: Natürlich wissen sie es. Ginny weiss es. Sie liegt mir seit Tagen in den Haare damit das ich dir endlich sagen soll das ich dich... (sie wurde puterrot und brach ab) Nun und Ron wird es sich sicherlich denken. Mit der Prophezeihung und all dem. Und Harry.. Nun, Harry ist egal. Er liebt Ginny.
Chris: Er tut was?
Hermine nickte.
Hermine: Schon eine ganze Weile.
Chris: Aber.. Ginny liebt ihn doch auch!
Hermine nickte wieder.
Chris: Nun... Es mag sich dumm anhören, aber.. Warum sind sie dann nicht zusammen? Warum war er dann nicht sauer das ich mit ihr zusammen war?
Chris sah Hermine bei der Erwähnung von seiner Beziehung zu Ginny kurz zusammenzucken.
Chris: Tut mir leid.. Ich..
Hermine schüttelte den Kopf.
Hermine: Es ist meine Schuld, ich hätte dir sagen sollen, was... Was ich für dich empfinde. Nun, also Harry.. Du weisst ja, die ganze Sache mit Voldemort. Es gibt wirklich eine Menge Gründe. Einer ist, das er Ginny nicht in Gefahr bringen will, ich meine, klar, Voldemort würde sicher gerne Harrys Freundin gegen ihn benutzen und Harry würde natürlich für sie sterben, wer immer sie auch ist, ohne nachzudenken. Er will sie nicht in Gefahr bringen. Und dann.. Warum er nicht auf dich sauer war... Ich denke, Harry fühlt sich immernoch minderwertig. Er meint er habe es nicht verdient überhaupt Freunde zu haben, warum sollte er dann Ginny verdient haben. Er will nur das sie glücklich ist, mit jemanden durch den sie nicht zur Zielscheibe wird.
Chris zersauste sein Haar.
Chris: Meine güte ist das alles kompliziert.
Hermine seufzte.
Hermine: Ja, das ist es... Ich denke wir sollten auch schlafen gehen,
Chris nickte. Sie standen auf und gingen in richtung Schlafsääle. Hermine gab ihm einen flüchtigen Kuss auf den Mund und verschwand in den Mädchenschlafsaal. Chris sah ihr noch eine Weile nach und ging dann auch Schlafen.
