Harry Potter und der unendliche Kampf

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Harry Potter und alle Charaktere und Orte aus Harry Potter sind Eigentum von J.K. Rowling und ggf. Ihren Publishern. Dies ist eine Fan-Geschichte, mit der kein Geld gemacht wird. Eine Verletzung der Rechte Dritter ist nicht gewollt.

Kapitel 12

Als Chris am nächsten Morgen aufwachte, war das Erste das er sah Hermines Gesicht. Ihre Hand lag auf seinem Arm und hatte ihn wohl geweckt.

Hermine: Na du Langschläfer. Du hast das Frühstück verpasst.

Chris rieb sich den Schlaf aus den Augen.

Chris: Oh.. Wie spät ist es?

Hermine küsste ihn.

Hermine: Gleich 9 Uhr.

Chris: Ron und Harry?

Hermine: Quidditch spielen, im Garten..

Chris: Oh..

Hermine stieg zu ihm ins Bett.

Chris: Miss Granger, was tun sie denn da?

Hermine grinste.

Hermine: Ich denke, ich verführe meinen Freund...

Sie kroch unter die Bettdecke, drückte sich seitlings an Chris und legte einen Arm um ihn.

Er streichelte ihren Rücken mit einer Hand und küsste sie auf die Stirn.

Chris: Ich denke, ich sollte öfters verschlafen

Hermine zog seinen Kopf zu sich und küsste ihn abermals.

Hermine: Wir können nicht lange hier bleiben, wenn uns jemand so sieht.. Macht das einen falschen Eindruck.

Chris: Hmm.. Ja, das stimmt. Wir könnten uns einschließen..

Hermine: Das wäre denke ich noch schlimmer.

Chris: Oh.. Naja. Dann könnten wir vielleicht-

Hermine brach seinen nächsten Vorschlag mit einem Kuss ab, krabbelte aus dem Bett und zog ihn an der Hand mit sich.

Hermine: Komm, bevor wir wirklich liegen bleiben.

Widerwillig stand Chris auf, gähnte und streckte sich.

Hermine: Nette Boxershorts. (sie grinste)

Chris: Nun, dann sind wir jetzt quitt, oder?

Hermine: Quitt? Du vergleichst mein knappes Höschen mit deinen langen Boxershorts und meinst wir sind Quitt? Oooh nein, das kannst du dir abschminken. Los, mach dich fertig. Ich warte im Wohnzimmer auf dich.

Nachdem Chris frisch geduscht und umgezogen ins Wohnzimmer kam, sah er schon Hermine in ein Buch vertieft auf dem Sofa sitzen. Er setzte sich zu ihr und schaute ihr über die Schulter.

Chris: Was liest du?

Hermine zeigte ihm den Buchtitel.

Hermine: Ich lerne nur schonmal ein wenig, die Schule wird in 2 Wochen wieder geöffnet hat Dumbledore gesagt. Das sind immerhin 2 Wochen an Unterricht, die uns fehlen.

Chris: Aber.. Meinst du nicht, du solltest dich wie die Anderen auch erstmal eine Zeit lang ausruhen?

Hermine: Ja. Natürlich. Aber doch nicht den ganzen Tag. Du kannst ja nach Draussen und den Anderen beim Quidditch zusehen, ich komme gleich nach. Ich will nur noch eben dieses Kapitel zuende lesen.

Chris schüttelte den Kopf und legte einen Arm um sie.

Chris: Dazu ist später auch noch Zeit.

Hermine lehnte sich an Chris und las weiter, brach aber kurze Zeit später ab.

Hermine: Chris.. Du musst wirklich nicht.. Du kannst ruhig gehen, wenn du willst.

Chris: Ich würde lieber bei dir bleiben. Aber wenn ich dich störe, dann...

Hermine: Nein, nein wirklich nicht. Es ist schön dich bei mir zu wissen. Nur.. Ist es nicht ein wenig langweilig?

Chris küsste ihre Wange.

Chris: Ich kann ein wenig langeweile gut gebrauchen denke ich, nach dem ganzen Kämpfen und...

Hermine legte ihr Buch beiseite und drehte sich zu Chris, ein Bein auf dem Sofa angezogen.

Hermine: Tut es noch weh?

Sie fuhr mit einer Hand über Chris Oberkörper.

Chris: Es.. Nein, (sie hob eine Braue). Oh, na gut. Ja, es tut noch weh. Der Aufprall vom Fluch hat mich ziemlich zusammengedrückt. Die meissten Verletzungen waren innerlich. Madam Pomfrey hat schon gesagt das es sein könnte das ich noch eine ganze Zeit lang Schmerzen hab, also kein Grund zur Sorge.

Er hob ihr Buch auf und hielt es ihr hin. Sie zögerte einen Moment, aber nahm es, lehnte sich wieder in seinen Arm und las weiter. Nach ein paar Minuten, sprach sie leise zu ihm, den Blick noch ins Buch gerichtet.

Hermine: Danke..

Chris: Hm?

Hermine: Du weisst schon... Das du.. Das du mich gerettet hast..

Chris strich mit seiner Hand über ihren Arm und küsste ihre buschigen Haare.

Hermine legte ihr Buch weg, sie hatte das Kapitel zuende gelesen.

Hermine: Wie hast du es eigentlich geschafft noch rechtzeitig da zu sein? Ich hab dich gesehen, als Voldemort gerade den Fluch auf mich schoss.. Aber, du warst hinter ihm. Und dann.. Dann warst du plötzlich vor mir, aber das kann nicht sein, du hättest apparieren müssen um so schnell da zu sein, aber das geht nicht auf dem Hogwarts Gelände.

Chris überlegte einen Moment, ob er ihr die Wahrheit sagen sollte.

Chris: Ich habe irgendwie die Zeit angehalten, ich weiss nicht wie, es ist einfach passiert

Sie sah ihn mit offenem Mund an.

Hermine: Du hast.. Der Spruch um die Zeit anzuhalten ist so ziemlich eine Legende, er ist so komplex und schwierig... Man nimmt an das kein Zauberer mächtig genug wäre...

Dann wurde sie wütend.

Hermine: Warum hast du das getan? Der Fluch ist verboten, aus gutem Grund. Für jede Minute ein Jahr.. Ein Jahr deines Lebens, weg. Verloren, für immer..

Chris: Ich hatte es nicht geplant. Ich stand da, hinter Voldemort und hab dich gesehen. Und den Todesfluch und.. Ich hab einfach die ganze Zeit gedacht ich bin zu spät, oh gott ich bin zu spät, wenn ich doch nur die Zeit anhalten könnte und dann.. Naja, dann wurde alles langsam. Sehr, sehr, sehr langsam.

Hermine: Wie lange..

Chris: Ich weiss nicht.. Ich hab überlegt, wie ich dich retten kann. Ich hab versucht dich aus der Bahn des Fluches zu ziehen, aber ich konnte dich nicht bewegen und auch sonst nichts im Raum. Es war alles wie festgefroren.

Hermine nickte.

Hermine: Alles ausser dir ist in der Zeit gefangen wenn du den Zauber sprichst. In wirklichkeit kannst du alles bewegen, nur.. So langsam, das es aussieht als würde es sich nicht bewegen. Aber trotzdem, tust du es.. Du... Du hast mich geküsst, oder?

Chris: Woher weisst du..? Ja...

Hermine: Ich weiss nicht... Ich hatte dieses Gefühl, bevor ich merkte das du auf einmal vor mir standest. Dann.. Dann sind wir quitt. Ich hab dich geküsst, als ich dachte du wärst gestorben...

Chris: Eeeew...

Sie sah ihn tadelnd an.

Chris: Sorry..

Hermine: Mach sowas nie wieder.. Du hast wer weiss wie viele Jahre deines Lebens für mich geopfert. Ich... Das kann ich nie wieder gut machen.

Sie senkte bedrückt ihren Blick.

Chris nahm ihren Kopf in eine Hand und hob ihn an damit sie ihn ansah.

Chris: Hey..Ich wollte sowieso mein Leben für dich opfern.. Eigentlich wäre ich garnicht hier. Was machen dann ein paar Jahre mehr oder weniger schon aus. Wenn ich wirklich in 5 Jahren mit dem Rauchen aufhöre, gleicht sich das schon wieder aus..

Hermine schlang die Arme um ihn und weinte. Seine gerade erst verheilten Rippen, die immer noch etwas angeschlagen waren, ächzten unter dem Druck den Hermine auf sie ausübte. So doll drückte sie ihn an sich.

Er strich ihr über den Rücken und überlegte fieberhaft was er sagen könnte, aber ihm fiel nichts ein. Eine Minute später löste sich Hermine von ihm und rieb sich die Tränen aus den Augen und grinste ihn dann an. Frauen und ihre Gefühlsschwankungen, dachte sich Chris.

Hermine: Komm, gehen wir nach Draussen.

Sie zog ihn mit sich in den Garten und setzte sich mit ihm auf die Bank die dort an der Hauswand stand. Sie sahen den Anderen zu wie sie Quidditch spielten. In Chris Blick lag Neid, er wollte auch mitspielen. Aber selbst wenn er seine Gesundheit trotz der Warnung von Madam Pomfrey aufs Spiel setzen würde, würden die Schmerzen ihn am Spielen hindern. Hermine sah ihn einen Moment an, drückte seine Hand, küsste ihn auf die Wange und legte schließlich ihren Kopf auf seine Schulter, wieder dem Spiel folgend. Sie musste sich irgendwas überlegen um ihn aufzuheitern. Als das Spiel zuende war und alle schon von ihren Besen stiegen und auf die Beiden zu kamen, kam Hermine endlich eine Idee. Sie ließ Chris Hand los, rannte Ginny und Andrea entgegen und ging mit ihnen ein paar Schritte abseits um sie in ihren Plan einzuweihen. Ginny grinste vergnügt und Andrea bekam ein Funkeln in ihren Augen.

Ron: Man, ist echt schade das du nicht mitspielen kannst.

Ron und Harry setzten sich zu Chris auf die Bank und sahen zu den Mädchen rüber die immer noch miteinander redeten und ab und zu ein Giggeln und Kiechern hören ließen. Ron verzog das Gesicht.

Ron: Was hecken die wohl aus?

Harry: Nichts gutes, denke ich. Wir sollten vorsichtig sein. IMMER WACHSAM! (machte er Moody nach)

Die Drei lachten und beschlossen den drei Mädchen nicht noch mehr Zeit zu geben, böse Pläne zu schmieden.

Ron: Was führt ihr im Schilde?

Er beäugte sie misstrauuisch. Hermine, Andrea und Ginny sahen sich an und gingen dann auf ihre jeweiligen Freunde zu um sie auf die Wange zu küssen.

Ginny: Wir dachten uns, wir könnten ein kleines.. Picknick im Wald machen. Ein bisschen abseits von den Erwachsenen, ihr wisst schon. Nur wir 6. Ein paar Butterbier, ein paar Spiele...

Mit diesem Vorhaben gingen sie ins Haus und tauchten kurze Zeit später, beladen mit Butterbier wieder auf und zogen ihre Freunde mit sich in den Wald. In einer Lichtung breiteten sie eine große Decke auf dem Boden aus und setzten sich auf die eine Seite und bedeuteten ihren Freunden sich auf die Andere zu setzen. Harry, Ron und Chris sahen sich an, die Mädchen hatten irgendwas vor, aber was das war wusste keiner von ihnen, also setzten sie sich. Ginny verteilte an jeden ein Butterbier. Scheinbar, hatten sie sich umsonst Sorgen gemacht, denn bislang war nichts passiert. Sie hatten nur über vergangenes und kommendes geredet und gelacht. Als Chris jedoch seine Flasche leer hatte, stieß Ginny Hermine an und nickte zu Chris.

Hermine: Ich hab mir gedacht, wir könnten vielleicht was spielen. Es ist ein Muggel Spiel (Ron verdrehte die Augen) Macht aber viel Spaß (sie sah Ron dabei eindringlich an).

Ron: Oh na gut, dann raus damit Hermine, was ist es?

Hermines Miene hellte sich auf.

Sie nahm Chris leere Flasche und legte sie in die Mitte zwischen sich und den Jungs.

Hermine: Wir drehen abwechselnd die Flasche und der auf den die Flasche zeigt, muss sagen ob er Wahrheit oder Pflicht wählt. Der der die Flasche gedreht hat, denkt sich dann passend dazu etwas aus. Entweder, das "Opfer" auf das die Flasche zeigt muss etwas, wenns geht peinliches, erzählen, oder aber wenn Pflicht gewählt wird, etwas tun.. Das kann so ziemlich alles sein, hauptsache, es ist gemein. (sie grinste) Wer etwas nicht sagen oder machen will, der scheidet aus und verliert die Runde und muss zur Strafe ein Butterbier exen, also in einem Zug austrinken. Die Flasche wird dann nochmal gedreht, von dem der vorher dran war. Man darf aber nur 2 mal ausscheiden, beim dritten mal, verliert man damit das Spiel.

Rons Miene hellte sich ebenfalls auf.

Rons: Hört sich gut an. Wer fängt an?

Hermine: Wenn du schon fragst, dann dreh die Flasche.

Ron kniete sich hin und drehte an der Flasche. Sie wirbelte umher und wurde langsamer und langsamer, bis sie auf Ginny stehen blieb.

Ron stieß einen Triumph schrei aus.

Ron: Ha! Endlich kann ich dir mal eins Auswischen.

Hermine: Du musst jetzt wählen, Wahrheit oder Pflicht, Ginny?

Ginny sah ihren Bruder abschätzend an und entschied sich für -

Ginny: Wahrheit.

Ron grinste hämisch.

Ron: Hast du jemals Harry ein Gedicht geschrieben...? Zu... Valentienstag vielleicht?

Ginny sah ihn mit weit offenen Augen an. Das würde er ihr büßen.

Ginny: Ja... (sagte sie leise und versuchte Harrys Blick auszuweichen)

Harry: Du warst das? Mit den.. Augen so grün wie Froschpickel und..

Ginny: Ist ja schon gut, ich war jung und dumm und..

Harry lachte, kniete sich kurz hin, beugte sich zu ihr und küsste sie. Das erhellte ihre Miene wieder.

Hermine: Also Ginny, du bist dran die Flasche zu drehen.

Ginny: Gut, ich hoffe es wird Ron. (sie sah ihn finster an und Ron schluckte sichtlich, er hatte nicht an die Rache gedacht)

Ron hatte jedoch Glück, denn die Flasche traf Hermine.

Ginny: Wahrheit oder Pflicht?

Hermine: Nun... Wahrheit.

Ginny: Mit wem hattest du deinen ersten Kuss? Viktor Krum, oder Chris?

Hermine verfluchte sie still, ihr so in den Rücken zu fallen. Aber gut, darum ging es in dem Spiel. Jeder spielte gegen jeden.

Hermine: Krum...

Chris: Du warst mit Viktor Krum zusammen? Dem bulgarischen Quidditch Spieler?

Hermine nickte, mit hoch rotem Kopf.

Chris: Meine Güte, und da dachte ich du würdest nichts von Quidditch halten.

Die Anderen lachten.

Hermine drehte die Flasche und sie zeigte auf Harry, dessen Lachen so gleich erstarb.

Hermine: Wahrheit oder Pflicht, Harry?

Harry: Nun, da es noch keiner hatte.. Pflicht.

Hermine überlegte angestrengt.

Hermine: Hol einen Apfel. Und keine Magie, Harry, ich pass auf.

Harry sah sie fragend an.

Harry: Wo soll ich denn einen Apfel herbekommen?

Hermine sah über seinen Kopf hinweg. Er drehte sich rum und sah einen großen Apfelbaum. Jetzt dämmerte es ihm. Er stand auf und ging rüber zu dem Baum. Die anderen sahen ihm nach. Er drehte sich noch einmal zu ihnen um und kletterte dann den Baum hoch. Er kam mit hoch roter Miene wieder zurück und drückte Hermine den Apfel in die Hand.

Harry: Schon gut, schon gut, ich bin ein lausiger Kletterer.

Hermine grinste und biss in den Apfel.

Hermine: Danke, Harry.

Nun drehte Harry die Flasche. Es traf Chris.

Harry: Wahrheit oder Pflicht?

Chris: Nun, ich denke nicht das Madam Pomfrey es gutheissen würde wenn ich auf Bäumen rumkletter, also nehme ich mal Wahrheit.

Harry überlegte, wie er Hermine eins auswischen konnte, obwohl Chris dran war.

Harry: Was kannst du an Hermine am wenigsten Leiden?

Er sah zu Hermine, sie schien aber nicht böse zu sein.

Chris: Ähm.. Also.. Ich kann eigentlich alles an ihr leiden..

Ginny: Ooooh nein Chris. Es heisst Wahrheit, also los, spucks aus. Irgendwas an ihr regt dich sicher auf.

Er sah entschuldigend zu Hermine, aber sie nickte nur.

Ginny drückte ihm noch ein Butterbier in die Hand, um ihn lockerer zu machen sagte sie und verteilte auch an die Anderen und sich selbst noch eines.

Chris: Nun... Sie ist manchmal...

Er öffnete schnell die Flasche Butterbier in seiner Hand und trank einen großen Schluck. Die Anderen hingen an seinen Lippen, es war zu schön, so war Schadenfreude doch bekanntlich die beste aller Freuden.

Chris: Also.. Sie ist manchmal etwas dickköpfig wenn sie von ihrer Meinung überzeugt ist und dann kann man machen was man will, aber sie nicht dazu bringen ihre Position zu überdenken. Sie ist es einfach zu sehr gewohnt immer richtig zu liegen und das tut sie auch meisstens, aber nunmal nicht immer, das kann niemand.

Er sah etwas ängstlich zu Hermine, doch sie schien ihm nicht böse zu sein auch wenn sie einen Moment nachzudenken schien.

Jetzt drehte Chris die Flasche und es traf Ron.

Chris: Wahrheit oder Pflicht?

Ron: Pflicht.

Chris: Ah, ich hoffe du wirst mich nicht dafür hassen.

Chris winkte mit seiner Hand und Ron stand auf einmal in einem pinken Tütü vor ihnen.

Chris: Nun.. Tanz

Chris grinste. Ron sah an sich hinunter und wurde urplötzlich roter als es seine Haare jemals waren. Als alle anfingen zu Lachen, musste er aber ebenfalls Lachen. Er sah einfach zu Komisch in dem Ballet kostüm aus und fing an sich zu drehen und umherzuspringen, bis sich alle auf dem Boden kringelten.

Ron: So, genug der Vorstellung? Chris, könnte ich wieder meine normalen Klamotten haben?

Chris winkte wieder mit seiner Hand und Ron wurde von seiner Strafe befreit. Ron drehte die Flasche und sie landete auf Harry.

Ron: Wahrheit oder Pflicht?

Harry: Wahrheit.

Ron überlegte lange.

Ron: Hattest du jemals mehr als nur freundschaftliche Gefühle für Hermine?

Harry schluckte und dachte ernsthaft darüber nach lieber ein Butterbier zu exen.

Hermine und Ginny schienen ihn mit ihren Blicken geradezu zu durchboren.

Harry: Ich.. Nun ja, also... Das ist schon lange her.. Und es war nur kurz... Mehr.. Ähm...

Ginny: Sexueller natur?

Harry wurde putterrot und auch Hermine schien sich plötzlich sehr für ihre Butterbier Flasche zu interessieren, aus der sie einen kräftigen Schluck nahm. Harry nickte und Hermine trank noch einen Schluck als sie das sah. Das hatte sie nicht gedacht, das sie irgendjemand.. Das sie die Hauptrolle in so einer Fantasie spielen würde.

Chris: Nun, wer kann es dir verdenken, Harry. Glaub mir, ich hab das jeden Tag seit ich sie kenne.

Das heiterte Harry auf und er grinste leicht. Hermine wurde jedoch noch röter.

Harry drehte schnell die Flasche. Sie zeigte auf Andrea als sie zum Stillstand kam.

Harry: Wahrheit oder Pflicht?

Andrea: Oh.. Wahrheit.

Harry: Ist Ron ein guter Küsser?

Andrea: Er... (sie sah zu Ron) Ähm...

Ginny: Keine Lügen, Wahrheit oder Exen.

Andrea: Nun... Er braucht denke ich noch etwas mehr Übung.

Ron stand protestierend auf.

Ron: Verrat! Hinterhältiger, gemeiner, Verrat!

Die Anderen lachten.

Andrea sah ihn entschuldigend an.

Ron schmollte noch eine Weile, aber als Andrea ihm zuflüsterte, das sie es später wieder gutmachen würde, erhellte sich seine Miene.

Andrea drehte die Flasche und sie landete auf Ginny.

Ginny: Pflicht.

Andrea: Frag deine Mutter nach ein wenig Zucker für dein Schätzchen. Und komm nicht ohne Zucker wieder.

Ginny weitete ihre Augen.

Ginny: Zucker.. Für mein Schätzchen?

Als sie es sagte, dämmerte es ihr und sie musste lachen. Das würde in der Tat peinlich wären.

Die Anderen folgten ihr und lugten heimlich durch das Küchenfenster um alles zu verfolgen.

Ginny: Ich... Ich brauch etwas Zucker für mein Schätzchen.

Harry musste Ron in die Rippen stoßen, da er sonst losgelacht hätte.

Mrs Weasley starrte ihre Tochter fragend an. Sie musste sich verhört haben.

Molly: Was brauchst du?

Ginny senkte ihren Kopf, sie war schon ziemlich rot geworden und wollte es nicht wiederholen, aber sie brauchte den Zucker sonst würde sie diese Runde verlieren.

Ginny: Ich brauche Zucker. Für mein Schätzchen, Mum.

Molly legte ihre Hand auf Ginnys Stirn um zu sehen ob sie Fieber hat. Dann hörte sie ein Kiechern vor dem Fenster und langsam wurde ihr klar was hier gespielt wurde. Sie holte ein paar Zuckerwürfel aus dem Schrank und gab sie Ginny.

Molly: Nun, dann lass Harry mal nicht warten.

Sie unterdrückte ein Lachen und Ginny wurde beinahe röter als Ron vorher und verschwand eiligst mit dem Zucker nach draussen. Die Anderen brachen in lautes Gelächter aus.

Ron: Einfach spitze, ich hoffe ich werd das nie vergessen.

Ginny streckte ihm die Zunge raus und die 6 gingen wieder zur Decke im Wald.

Ginny drehte die Flasche und betete das sie Ron treffen würde und das tat sie auch. Sie funkelte ihn an und Ron schluckte schwer.

Ginny: Wahrheit oder Pflicht, Bruderherz?

Ron: Pflicht.

Sie wusste zu viel über ihn, Pflicht erschien ihm da besser zu sein, auch wenn er seinen Vater hätte nach Milch von seiner Kuh fragen müssen. Ginny grinste noch einmal diabolisch und setzte dann eine Unschuldsmiene auf. Sie drückte ihm ein Butterbier in die Hand.

Ginny: Hier, du wirst es brauchen. Deine Aufgabe ist.. Hermine den Liebesbrief zu geben, den du letzten Sommer für sie geschrieben hast. Und nicht nur das, du musst ihn ihr vorher vortragen, auf Knien.

Das war schlimmer als Wahrheit hätte sein können und er verfluchte sich dafür Pflicht genommen zu haben und seine Schwester dafür es ihm anzutun. Hermine sah besorgt zu Ron.

Hermine: Du.. Du kannst aussetzen Ron, wenn du willst, du musst nur die Flasche leer trinken..

Aber Ron schüttelte den Kopf. Er lief ins Haus und kam einige Minuten später mit einem Pergament in seiner Hand wieder. Er räusperte sich und kniete sich vor Hermine. Sie sah nicht weg sondern sah in seine Augen, die auf das Pergament geheftet waren, angst davor eine Träne zu sehen. Sie konnte nur hoffen, das er jegliche Gefühle für sie vergessen hatte und stattdessen Andrea liebte.

Ron: Ich weiss, es ist warscheinlich töricht es dir zu gestehen, aber ich kann an nichts anderes mehr denken als an dich. Wir kennen uns schon so lange und du bist ein so großer und wichtiger Teil meines Lebens geworden und ich habe Angst dich zu verlieren. Ohne dich wäre mein Leben nicht das gleiche und ich war so unglaublich neidisch auf Viktor Krum als du mit ihm auf dem Ball warst. Ich Liebe dich, Hermine Granger. auch wenn du meine Gefühle nicht erwiderst, will ich das du weisst, wie viel du mir bedeutest und das ich sehr wohl weiss, das du ein Mädchen bist und ein wunderschönes noch dazu. In Liebe, Ron.

Doch nicht Ron war es der eine Träne im Auge hatte, sondern Hermine. Sie stürtzte auf Ron zu und drückte ihn an sich, die Arme um ihn geschwungen. Chris und Andrea warfen ihnen eifersüchtige Blicke zu, aber als wenn sie es gemerkt hätten, ließen sich Ron und Hermine los und küssten ihre jeweiligen Partner, um alle Zweifel aus der Welt zu schaffen.

Sie spielten noch bis tief in die Nacht hinein und nur einmal setzte jemand eine Runde aus, als nämlich Ginny Ron auf den Mund küssen sollte. Ron erklärte sich sogar bereit dazu, die Flasche Butterbier mit ihr zusammen zu exen, also hatten sie sich zumindest indirekt geküsst.

Hermine und Chris blieben ein wenig zurück als sie wieder zum Haus gingen.

Hermine: Soso, du hast also jeden Tag perverse Fantasien über mich, ja?

Chris: Ähm.. Also.. Man lebt nur einmal... Man muss die Zeit ja nunmal gut nutzen und-

Hermine kiecherte und hakte ihren Arm bei ihm ein, ihren Kopf auf seine Schulter gelehnt gingen sie leise mit den Anderen ins Haus und trennten sich nach einem langen Kuss, um in ihre Betten zu gehen.

Anmerkung des Autors:

Keine Action in diesem Kapitel, aber unsere Helden müssen ja auch mal etwas ausspannen oder nicht? ;)

Aber keine Sorge, es wird nicht mehr all zu lange so ruhig bleiben. Ich hoffe euch hat das Flaschendrehen Spiel gefallen, ich fand das immer lustig. Habe es erst 2 mal wirklich mit vielen Leuten gespielt und da hatten wir immer eine Menge Spaß. Ist gut um sich auf Klassenfahrten ein wenig näher kennen zu lernen, grade im Teenager Alter wo es schwierig ist so den ersten Kontakt zum anderen Geschlecht herzustellen. Als Junge macht man da ja immer so einen Wandel mit. Erst macht man keinen Unterschied zwischen Mädchen und Jungen, dann wenn man ein wenig älter wird sind Mädchen "doof" und dann noch ein wenig später gibts nichts anderes als Mädchen für einen ;)