A/N: OKAY!!! Nun, wer es immer noch nicht gelesen hat, obwohl ich es sicherlich nun oft genug geschrieben hab, das ist eine Geschichte, die STOLZ UND VORURTEIL als Vorlage hat. Ich werde es nämlich langsam ein bisschen leid das ich das immer wieder als Vorwurf zu hören kriege.

JA, ich nehme das als Vorlage und ich hatte nie vor es als ganz allein MEINE Geschichte aus zu geben, also hier noch einmal…

Die Geschichte ist größten Teils, als Vorlage, von Jane Austen, die Figuren gehören J.K. Rolling ich bringe meine eigenen Ideen mit ein und hoffe, das sie euch gefallen…

Also dann…

ENJOY!!!

6.Dunkle Augen

Mir schien das es nicht einmal 10 Minuten dauerte, bis das ich am Ziel war. Diese paar Meilen waren im Hand um drehen hinter mir gewesen.

Als ich an Meryton vorbei ging konnte ich schon die roten Jacken der Offiziere sehen, die einem bei diesem scheußlichen Wetter und den vielen braun Tönen sofort ins Auge stachen, das Regiment war da.

Das hatte mich eigentlich wenig verwundert, wo doch Parvati und Padma fast jeden Tag nach Meryton gingen, nur um die Fosters zu besuchen, Mrs. Lavender Foster war ganz angetan von Parvati und ihrem Wesen.

Nun, mir sollte es recht sein, da ich noch nichts mit den Offizieren am Hut hatte, konnte ich ungestört den Weg weiter nach Netherfield fort setzten. Wo ich auch direkt in das dortige Mittagessen rein platzte.

Die dortige Gesellschaft schien nicht gerade von meinem Auftritt begeistert zu sein. Wie dem auch war, der Weg nach Netherfield war ja auch durch und durch mir Schlamm bedeckt gewesen, man hatte also auch schlecht von mir erwarten können, das ich sauber dort an käme.

Während Ginny nur noch wenige hundert Meter von dem Anwesen entfernt war, war im Hause Netherfield eine recht gemütliche Runde entstanden.

Das Mittagessen war köstlich und alle unterhielten sich in dem schönen Esszimmer. Miss Parkinson, die auf Wunsch hin neben Mr. Malfoy saß, konnte ihre Zunge mal wieder nicht zügeln und fuhr über ihre Bekannten her, als wären sie Fremde.

„Weißt du, liebste Millicent, die gute Lady Cho Chang hat ihren Ballsaal dieses Mal im französischem Stil um gestaltet. Es soll grauenhaft aussehen.", Miss Parkinson hatte ein helles Vergnügen am Tratschen und lies sich das von niemandem kaputt machen.

Gerade in diesem Augenblick kam einer der Diener herein um, so wie es sich gehört, Ginny vor zu stellen.

„Miss Virginia Weasly ist hier, Sir."

Mr. Zabini und Mr. Malfoy standen sofort auf, als sie die Schritte von Ginny hörten, die so gleich auch in den Saal kam.

Nach einer kurzen Verbeugung und einen Knicks ihrer Seits trat wieder Stille ein. Ihr Aussehen war durch den Spatziergang nicht gerade verbessert worden. Ihre Wangen waren leicht gerötet, ihr Haarknoten hatte sich gelöst und an ihren Füßen war noch Schlamm vom Weg.

„Meine Güte, Miss Weasly, sind sie hier hin gelaufen?", fragte Miss Parkinson, ohne Vorstellung, ohne Vorwarnung, gerade heraus mit einem Sarkastischem Unterton.

Ohne auch den geringsten Zweifel oder die geringste Beschämung bejahte Ginny.

Dann trat wieder Stille ein.

Ginny konnte diese Stille aber nicht lange ertragen und viel gleich mit der Tür ins Haus : „ Entschuldigen sie bitte mein aufdringliches Benehmen, Mr. Zabini, aber wie geht es meiner Schwester?"

Doch nicht Mr. Zabini antwortete ihr, sondern zu ihrer Verwunderung war es Mr. Malfoy, der ihr die Antwort gab: „Sie liegt oben im Bett."

Leicht verwirrte dankte Ginny.

„Könnten sie mir zeigen in welchem Zimmer sie liegt."

Dieses Mal sprang Mr. Zabini hastig hervor und rief einen Diener. „Natürlich, Natürlich.", rief er. „ Dobby wird ihnen dieses Zimmer zeigen."

Der Diener, mit dem Namen Dobby trat hervor und wandte sich an Ginny.

„Bitte, Miss, folgen sie mir, Miss." ,sagte er und ging auch schon los, Ginny musste sich beeilen um mit ihm Schritt zu halten.

Kaum war Ginny außer Hörweite, konnte Miss Parkinson nicht mehr an sich halten.

„Habt ihr ihren Unterrock gesehen? Mindestens 10 Zentimeter im Schlamm. Und das solle die Ortschönheit sein, die an zweiter Stelle steht? Dann will ich nicht wissen wie all die anderen Mädchen aussehen!"

„Aber, aber, Pansy.", meinte Miss Zarbini. „Sie ist doch hier hin gelaufen."

„So benimmt sich aber keine Dame.", beharrte Miss Parkinson. „Du hattest recht, Draco. Was du mir gestern über sie erzählt hast ist völlig war. Kein Wunder das du nicht mit ihr tanzen wolltest. Wer würde den schon mit der tanzen wollen?"

„Nun aber ruhig, Pansy. Sie ist hier hin gelaufen um ihre Schwester zu besuchen.", warf Mr. Zabini ein. „Und ich versteh gar nicht was du an ihr aus zusetzten hast. Ich fand sie heute eigentlich noch schöner als gestern."

Miss Parkinson verdrehte die Augen. „Du, mein lieber Blaise, bist ja auch immer zu gutmütig, ich verstehe auch gar nicht warum du ihre Schwester hier schlafen gelassen hast. Bei mir wäre sie direkt nach dem Essen raus geschmissen worden."

Nun stand Mr. Zabini wieder auf. „Das wäre falsch gewesen, du siehst doch wie schlecht es ihr geht."

Miss Parkinson wandte sich nun an Mr. Malfoy. „Ich hoffe doch, Draco, das du mir nun nicht auch noch in den Rücken fällst. Du hast sie gestern als hübsch doch nicht sonderlich schön beschrieben, ihr Gesicht als einfälltig und normal, hast du jetzt auch deine Meinung über sie geändert?"

Er musste ihr eine Antwort schuldig bleiben, da Mr. Zabini über soviel Gemeinheit kopfschüttelnd auf stand und den Raum verlies.

„Eins muss man ihr aber lassen.", meinte Miss Zabini, um das Gespräch wieder in eine bessere Richtung zu lenken. „Sie ist gut zu Fuß."

Miss Parkinson nahm sofort wieder ihre Chance war. „Aber ihre Erscheinung heute Morgen. Fast wie eine Wilde. Ich konnte mich fast nicht beherrschen, was fällt ihr ein so lange über Land zu wandern, nur weil ihre Schwester eine Erkältung hat… ihre Haare."

Nun war auch wieder Miss Zabini in die Fänge der Lästerei hinein gekommen, nicht das sie eine schlechte Person war, aber das Lästern war ihre Leidenschaft und so konnte sie nicht wieder stehen.

„Ich weiß und ihr verdreckter Unterrock. Ganz sicher hat sie irgendwo Zentimeter tief im Schlamm gesteckt."

„Dir ist das sicher aufgefallen, nicht Draco?", wandte sich Miss Parkinson and Mr. Malfoy.

„Ja, das ist mir aufgefallen."

„Ich könnte mir vorstellen das sie ihre Schwester nicht so rum laufen lassen würden."

„Nein.", antwortete Mr. Malfoy. „Nein, ganz gewiss nicht."

„Sie machen sich solche Umstände meinetwegen.", klagte Hermione ihrer Schwester ihr Leid.

„Mach dir keine Sorgen, liebe Hermione.", musterte sie Ginny auf. „Ich weiß nicht wen deine Anwesenheit mehr erfreut, Mama oder Mr. Zabini."

Damit konnte sie ihr ein kleines Lächeln abringen

Ein klopfen lies beide hochschrecken und nach einem „Herein." kam unerwarteter Weise Mr. Zabini herein. Hermione lief leicht rosa an und versuchte ihr durchs Fieber benässte Gesicht halb unter der Decke zu verstecken.

Also machte Ginny den Anfang einer Konversation.

„Danke, das sie sich so rührend um meine Schwester kümmern.", meinte sie. „Ich glaube sie ist hier noch viel besser aufgehoben, als bei uns zu Hause."

„Es ist mir ein Vergnügen.", meinte Mr. Zabini mit einem Lächeln. Dann schien er kurz zu überlegen, lief leicht rosa an und setzte schnell fort. „Es ist natürlich kein Vergnügen, das sie krank ist… sondern das sie hier ist… krank."

Er schien schon wieder alles durch einander zu bringen, nur Hermione bemerkte davon nicht viel, da sie eingeschlafen war. Darum gingen Ginny und Mr. Zabini raus vor die Tür.

„Und denken sie das es ihrer Schwester einiger Maßen besser geht?", fragte Mr. Zabini voller vor Eifer.

„Ich denke es geht ihr gar nicht gut. Ihr Fieber ist noch immer sehr stark und sie braucht viel Schlaf um sich zu erholen. Ich danke ihnen, das sie sich so gut um sie kümmern, das tut ihr sehr gut."

„Ich werde sofort einen Arzt schicken lassen und ich bestehe darauf, das sie auch hier verweilen, während ihre Schwester krank ist."

Ginny spürte wie ihr Herz einen kleinen Hüpfer machte, das würde Hermione sicher gut tun, das sie hier wäre.

„Ich danke ihnen Herzlich.", sagte Ginny, der diese Freude ins Gesicht geschrieben war.

So kam es das Ginny und Hermione beide auf Netherfield blieben, Ginny verlies das Zimmer, in dem Hermione untergebracht worden war nur äußerst selten, so dass sie ihrer Schwester eine Hilfe sein konnte, wann immer diese sie braucht.

Wenn Hermione schlief oder es Essen gab, dann stand Ginny leise auf und ging nach unten, um den anderen Gesellschaft zu leisten.

An diesem Abend waren Mr. Malfoy und Miss Zabini alleine im Wohnzimmer, jeder hing so seinen Gedanken nah.

In den letzten Tagen war Mr. Malfoy noch ruhiger gewesen als sonst, den langsam aber sicher kamen ihm Zweifle bei den Dingen, die er sagte.

Er hatte Ginny die ganze Zeit über beobachtet und ihm waren einige Dinge mehr als zu vor aufgefallen. Die Gesichtszüge, die er Pansy als so einfälltig beschriebe hatte, wurden in seinen Augen immer klüger. Oder ihre Augen, diese Augen, die irgend etwas unerklärliches an sich hatten.

Nach dieser Entdeckung lies die nächste nicht mehr lange auf sich warten. Immer wieder vielen ihm kleine Belanglosigkeiten auf, kleine Dinge, ohne Bedeutung, aber doch so welche, die ihn besonders darauf aufmerksam machten was er noch alles über sie lernen musste.

Millicent setzte sich zu ihm als er gerade wieder mit seinen Gedanken bei Miss Ginny Weasly war.

„Na, Draco. Langweilst du dich schon wieder?", fragte seine Freundin Millicent ihn unverblühmt.

„Nein, ich muss sagen das meine Gedanken positiver Natur waren.", antwortete Draco ihr.

„Aha und welche Art von positiv war ihr Gedanken Gang?"

„Ich habe drüber nach gedacht wie viel Freude ein schönes Paar dunkle Damenaugen jemandem machen können."

Millicent grinste. „Und welche Dame macht ihnen den mit ihren Augen solch eine Freude?"

Draco erwiderte gerade aus. „Die von Miss Virginia Weasly."

„Virginia Weasly?", wiederholte Millicent. "Ich staune. Seit wann bewunderst du den ihre Augen? Darf man vielleicht bald gratulieren?"

Nun war es an Draco zu grinsen. „So eine Frage hatte ich erwartet. Die Phantasie einer Frau kennt keine Grenzen. Aus Bewunderung macht sie Liebe und aus Liebe gleich Ehe. Ich wusste das du mich beglückwünschen wolltest."

„Ich versteh, ich scheine keinen Spaß mehr über so etwas machen zu können. Dann ist es ja so gut wie abgemacht. Aber müsste ihr Auftritt, als sie her gekommen ist sie nicht vielleicht in deinen Augen sinken lassen. Ich meine nach dem Spaziergang?"

„Im Gegenteil.", Draco schmunzelte als er an ihre Erscheinung zurück dachte. „Ihre Augen haben durch die Wanderung wunderschön gestrahlt."

Am nächsten Tag zur Mittagszeit kam Ginny wieder nach unten, da Hermione gerade schlief. In den letzten vier Tagen hatte sie sich gut mit allen in Netherfield vertragen. Mr. Zabini und Miss Zabini hatten darauf bestanden von ihr beim Vornahmen genannt zu werden. Diese Bitte hatten sie dann auch sofort für Ginny erwidert.

Die Sonne war hell und schien in den Salon. Ginny las, ebenso wie Blaise, Millicent spielte Klavier, während Mr. Malfoy sich seinen Briefen widmete. Miss Parkinson lief durch das Zimmer und gab hier und da ein paar Kommentare.

„Du schreibst ungewöhnlich schnell, Draco, hat dir das schon jemals jemand gesagt?", kam es irgend wann aus ihrer Richtung.

Ohne von seinem Blatt Papier auf zu blicken antwortete er. „Du irrst, Pansy. Ich schreibe ungewöhnlich langsam."

„Diese Flut an Briefen, die du zu bewältigen haben." Schnell schaute sie auf die Briefe von Mr. Malfoy. „Und dann noch geschäftliche Briefe. Nein, wie verhasst währe mir das."

Kurz sah er auf. „Na wie gut ist es dann, das ich sie schreiben muss und nicht du."

„Teil deiner Schwester bitte mit, das ich sie gern wieder sehen würde. Ich vermisse sie so schrecklich."

„Darum hast du mich schon im letzten Brief gebeten."

„Du weißt doch wie sehr ich die Kleine liebe. Wie groß ist sie den jetzt? Ob sie schon so groß wie ich ist?"

„Sie dürfte nun etwa so groß wie Miss Weasly sein."

„Na ja, auch egal, ich vergöttere sie auf jeden Fall, ihr Entwurf für den kleinen Tisch rief wahre Begeisterungsstürme in mir hervor."

Ginny verkniff sich ein lachen. Miss Parkinson wild vor Freude im Zimmer herum springen zu sehen war allein schon in ihrer Phantasie sehr lächerlich.

„Ich werde es in dem nächsten Brief schreiben.", sagte Mr. Malfoy. „Hier habe ich keinen Platz mehr dafür."

„Ach, sie ist ja so gebildet. Sie spielt das Piano Forte, wie keine zweite. Spielen sie den auch, Miss Ginny?", fragte Miss Parkinson.

Ginny schaute von ihrem Buch auf. „Ja, aber nur sehr schlecht." Einen Rot Ton konnte sie dabei auf ihren Wangen nicht verkneifen.

Mr. Zabini schaute nun auch von seinem Buch auf. „Heut zu Tage sind alle jungen Mädchen gebildet. Sie singen, sie tanzen, sie zeichnen. Sie sprechen Französisch, Italienisch, sie sticken und tun wer weiß was noch."

Mr. Malfoy blickte von seinem Brief auf.

„Es gibt wahrscheinlich kaum eine junge Dame, die man nicht als kultiviert bezeichnen kann.", endete Mr. Zabini.

„In der Tat, Blaise. Man benutzt diese Wort viel zu oft. Ich persönlich kenne nur eine Hand voll Damen, die sich als kultiviert bezeichnen lassen.", sprach Mr. Malfoy.

„Mehr als ein halbes duzend kenne ich auch nicht.", mischte sich Miss Parkinson ein.

Ginny schaute schon wieder von ihrem Buch auf. „Sie scheinen klare Vorstellungen in der Hinsicht zu haben."

„Oh ja, die habe ich.", sagte Mr. Malfoy ohne auf zu sehen.

„Absolut.", kam es wieder von Miss Parkinson. „Sie sollte Gesang, Tanz und Musik beherrschen. Sich in Malerein auskennen. Sich immer weiter bilden. Die modernen Sprachen kennen."

Sie machte eine kurze Pause. „Und etwas in der Art wie sie läuft oder in ihren Augen sollte auch dabei sein, damit man sie kultiviert nennen kann."

„Und natürlich muss sie sich auch ihren Geist durch eifrige Lektüre weiter bilden.", schloss Mr. Malfoy.

„Mich wundert es das sie überhaupt nur ein Dutzend solcher Damen kennen, ich kenne keine einzige.", warf Ginny ohne Umschweife ein, als sie ihr Buch nun entgültig zu schlug.

„Sie gehen aber sehr hart mit dem ihrigen Geschlecht um, Ginny.", meinte Millicent.

„So eine Frau ist mir einfach noch nie begegnet. Und ich stelle mir ein Treffen mit einer solchen Person als sehr gruselig vor."

„Vielleicht sind sie noch nicht sehr weit in der Gesellschaft herum gekommen, in unseren Kreisen gibt es sehr viele gebildete junge Damen.", meinte Miss Parkinson eisig.

„Ginny, würdest du mit mir ein paar Schritte durch den Raum gehen?", fragte Millicent, als Miss Parkinson geendet hatte. Sie wollte nicht das alles nun in die falsche Richtung kam.

Ginny kam dieser Einladung nach und so gingen Millicent und Ginny ein paar Runden gemeinsam durch den Raum, während sich Miss Parkinson hin setzte.

„Es ist erfrischend wieder ein bisschen zu laufen. Nachdem man nun schon so lange gesessen hat, nicht wahr?", begann Millicent wieder ein Gespräch.

Millicent hatte es sich zur Aufgabe gemacht, nach dem Gespräch zwischen ihr und Draco die ganze Situation etwas lustiger zu machen. Da man in der Stadt nicht oft Chancen zu so etwas hatte, wollte sie es sich hier nicht entgehen lassen etwas Spaß zu haben.

„Willst du dich nicht zu uns gesellen, Draco?"

„Nein, Millicent.", meinte er. „Da du nur zwei Gründe hättest, das ihr zusammen läuft und bei beiden bin ich im Weg."

Millicent lächelte und meinte gespielt unwissend: „Was kann er damit nur meinen?"

Ginny grinste. „Der sicherste Weg ihn zu ärgern wäre ihn nicht zu fragen."

Doch Millicent hatte sich das nicht so überlegt. „Nun sag es schon, Draco, was sollte diese Andeutung bedeuten?"

Mr. Malfoy legte die Feder weg und drehte sich nun zu Millicent und Ginny um, die rechts von ihm standen.

„Nun, entweder, liebste Millicent, sind sie gegenseitige Vertraute und bereden gerade irgendetwas geheimes, oder sie wissen, das die weiblichen Figuren am besten beim laufen zur Geltung kommen.", meinte Mr. Malfoy ruhig und gelassen. „Beim ersten wäre ich nur im Weg, beim zweiten kann ich alles viel besser von hier aus sehen."

„Oh, wie Schockierend.", meinte Millicent lächelnd. „Liebste Ginny, wie können wir ihn für solch eine Antwort bestrafen?"

Ginny blieb vor Mr. Malfoy stehen, während Millicent ein paar Schritte weiter ging.

„Nichts einfacher als das. Wir suchen eine Schwäche und lachen darüber."

„Oh nein. Draco kann man nicht verspotten, er hat keine Fehler."

„Ein perfekter Mensch? Liebste Millicent, ich glaube nicht das es so einen Menschen gibt.", meinte Ginny.

„Da muss ich ihnen zustimmen, Miss Weasly. Ich bin auch kein perfekter Mensch.", warf Mr. Malfoy ein.

„Aber sie zeigen keine Schwäche? Sind sie vielleicht zu stolz, Mr. Malfoy?", fragte Ginny.

Mr. Malfoy schüttelte den Kopf. „Nein, ich glaube nicht. Ich denke nur, das ich es sehr gut schaffe keine Schwäche zu zeigen. Das ich welche besitze, das ist natürlich klar."

„Nun, Mr. Malfoy, dann sagen sie doch, was für eine Schwäche sie haben.", forderte Ginny ihn auf. „Würden sie den ihren Stolz als Tugend oder Markel bezeichnen? Denn wir versuchen einen Fehler an ihnen zu finden."

Mr. Malfoy legte seine Feder wieder ab und schaute Ginny direkt in ihre wunderschönen Augen, die ihn wie durch einen Fluch zu fesseln schienen.

„Ich denke das ich sehr eigensinnig bin.", meinte er nach einer kurzen Weile. „Wenn ich einmal eine Meinung gefasst habe, dann lässt sich diese nur sehr schwer verändern. Ist meine gute Meinung über einen Menschen verloren gegangen, so ist diese gute Meinung für immer verloren."

„Für wahr, das ist ein Markel, aber darüber kann ich beim besten Willen nicht lachen.", meinte Ginny ein wenig weh leidig. „Was für eine Schande für mich, das ich es liebe zu lachen."

„Das scheint wohl in ihrer Familie zu liegen.", meinte Miss Parkinson kalt.

Ein Diener trat ein. „Sir, die Damen sind da, die sie gerufen haben."

„Sehr gut.", meinte Blaise Freude strahlend. „Holen sie sie rein."

„Welche Damen, lieber Bruder?", fragte Millicent.

„Ich habe Mrs. Weasly holen lassen, damit es ihrer Tochter nicht mehr so schlecht geht."

Da kam auch schon Dobby, der Diener wieder, und stellte alle ankommenden Damen vor.

„Mrs. Weasly, Miss Weasly, Miss Weasly und… ähem… Miss Weasly."

Miss Parkinson lies ein stöhnen hören. „Müssen wir denn alle Weasly's dieses Landes empfangen."

Doch niemand hörte auf sie, da alle weiblichen Weasly-Damen gerade rein kamen. Mr. Malfoy und Blaise standen auf, während Millicent und Miss Parkinson sich zu Ginny setzten.

Nicht nur Mrs. Weasly war gekommen, sondern sie hatte auch direkt Myrte, Padma und Parvati mitgenommen.

Nach einer kurzen Unterhaltung verlange Mrs. Weasly ihre Tochter zu sehen, was sie auch direkt tat. Eine halbe Stunde später kam sie dann wieder.

„Und? Was meinen sie, Mrs. Weasly? Geht es ihr schon besser?", fragte Blaise, der die Besorgnis in Person war.

Mrs. Weasly hatte ihren Plan Hermione so lange wie möglich auf Netherfield zu halten noch nicht vergessen und setzt ein besorgtes Gesicht auf.

„Ich fürchte nicht. Sie ist sehr krank und erträgt ihr Leiden stumm. Zum Glück ist sie ein solch nettes Mädchen, aber sie ist immer noch Transport unfähig."

Natürlich wusste Ginny das das gelogen war, aber behielt das für sich. Auch Miss Parkinson und Millicent hatten das bemerkt und ließen darauf hin ein abfälliges Schnauben hören.

Blaise war aber so besorgt um Hermione, das es das gar nicht mit bekam. „Natürlich kann sie bleiben. Gar keine Frage."

Millicent, die ihren Bruder unterstützen wollte tat es ihm gleich. „Bitte seien sie vergewissert, das Hermione jede Aufmerksamkeit zu teil wird."

Ginnys Mutter lächelte ihr Ich-bin-eine-besorgte-Mutter-Lächlen und dankte nett und höflich.

Dann ging sie ein paar Schritte durch den Raum und setzte sich neben Myrte, Padma und Parvati, die Ginny, Millicent und Miss Parkinson gegenübersaßen. Mr. Malfoy und Blaise standen hinter dem Sofa der drei Damen.

„Sie haben wirklich ein wunderschönes Haus.", lies Mrs. Weasly verkünden. „Ich könnte mir vorstellen, das sie Netherfield nie wieder verlassen wollen, nun, da sie es kennen."

„Ich würde sehr gern für immer auf dem Lande leben.", antwortete Blaise. „Du nicht auch, Draco?"

„Es ist sehr passabel.", meinte Mr. Malfoy kühl. „Auch wenn die Gesellschaft etwas eintönig ist."

„Ach was, von wegen eintönig, so ist es ganz gewiss nicht ,Sir.", fuhr ihn Mrs. Weasly an. Sie war ihm immer noch sauer, das er eine ihrer Töchter so missachten hatte. Das hatte sie ihm noch nicht verziehen. „Mir ist egal wie sie darüber denken mögen, das Leben auf dem Land ist sehr viel angenehmer, als das in der Stadt."

Das war das erste Mal, das Ginny das von ihrer Mutter hörte, sonst war es immer das dass Land ja so öde sei und das sie unbedingt einmal mit den Mädchen in die Stadt müsse. Zumindest predigte sie das immer wieder Mr. Weasly. Dieses Thema waren sie schon so oft durch gegangen, aber Mr. Weasly hatte sich nie dazu bewegen lassen weg vom Land zu gehen.

Aber egal wer es war, Ginny wünschte niemanden das er der Feind von ihrer Mutter war. Nicht einmal Mr. Malfoy, der ihr immer merkwürdiger vor kam. Besonders seit diesen Abend.

Außerdem war es nahe zu lächerlich, wie sich ihre Mutter hier auf führte. Noch lächerlicher war aber das Benehmen von Parvati und Padma, die sich ungestüm einfach so über die Konversation hinweg setzten.

„Mr. Zabini, sie versprachen das letzte mal, als wir sie sahen, das sie einen Ball in Netherfield geben würden!", fiel Parvati mit der Tür ins Haus.

Ginny verdrehte ihre Augen, so dass niemand das sah. Typisch Parvati.

Mr. Zabini wirkte leicht überrumpelt. „Ein Ball?"

Padma nickte bekräftigend. „Auf jeden Fall. Also wenn sie ihr Wort nicht halten, da gebe es einen Skandal."

Nun lächelte Mr. Zabini wieder, es war bemerkenswert, wie schnell er sich von einem Angriff der beiden Mädchen wieder erholen konnte.

„Aber selbstverständlich stehe ich zu meinem Wort, so bald ihre Schwester genesen ist, können sie das Datum bestimmen."

Parvati und Padma warfen sich gegenseitig einen kurzen Blick zu und stießen dann einen Freudeschrei aus, der ihnen einen Missbilligenden Blick von Miss Parkinson ein brachte.

Auch Mrs. Weasly war hin und weg von dieser Geste.

„Siehst du, Parvati, genau das ist die Art, wie sich ein Gentlemen verhalten sollte."

Es war unmissverständlich, das dieses Kommentar gegen Mr. Malfoy ging.

„Das ist genau die Art von Benehmen, die man Großzügigkeit nennt."

Ginny lies sich leicht nach hinten sinken, Millicent schenkte ihre einen Mitfühlenden Blick und dann wünschte sie sich nur noch nicht hier zu sein zu zusehen zu müssen, wie ihre Mutter sich aufführte.

Das wars mal wieder….. Und nun drückt auf das kleine lilane viereck, wo GO drauf steht und schreibt mir ein Kommi.

Eure Fullmoons-Rose!!!