Danke, danke, danke für die Reviews, Eilantha, aleksandramalfoy und Nyarna! Und vielen Dank für eure Geduld :) Diesmal hatte ich das Kapitel wirklich fast zwei Monate halbfertig rumliegen, aber Klausurstress und Betriebspraktikum haben mir Steine in den Weg gelegt. Aber besser spät als nie ;)

Eilantha: Das Treffen beschreiben? Das Kapitel besteht quasi aus diesem Treffen Hoffe, es gefällt dir.
Aleksandramalfoy: Hui, so viel Lob #rotwerd# Freu mich, dass es dir so gut gefällt. Und keine Sorge, die Geschichte ist inzwischen zu lang, um sie aufzugeben – seh ich gar nicht ein ;) Dauert halt nur immer ein bisschen, weil ich im Dauerstress bin… Aber bald ist ja die Klausurphase vorbei…
Nyarna: Naja, das mit dem Herzrausreißen ist nicht ganz wörtlich, aber fast. Kommt im nächsten Kapitel, wenn alles gut läuft ;) Übrigens bin ich wegen deinem Review am Überlegen, ob ich Gwens Aufenthalt im Lager nicht doch noch reinbringen soll… muss mal schauen, wo es passt. Es ist übrigens nicht ganz so schlimm, wie man denken könnte, deswegen wär's vielleicht doch ganz interessant… Wegen der Länge mal wieder: Das hier sollte eigentlich nur der erste Teil des Kapitels werden, und dann ist es schließlich ein ganzes geworden. Geplant sind zwei Weitere plus Epilog… Hoffe mal, dass alles klappt, wie es soll.

A/N: Ich sag es schon mal vorweg: Ich glaube nicht, dass Severus die Seite gewechselt hat, weil er gemerkt hat, welche Menschen wegen der Prophezeiung in Lebensgefahr sind. Dafür, dass ich dem Thema ein ganzes Kapitel gewidmet habe, ist es doch recht simpel.

Kapitel 11: Ufer

"Passiontide
An angel by my side
But no Christ to end this war
To deliver my soul from the sword
Hope has shown me a scenery
Paradise poetry
With first snow Ill be gone.

Higher than Hope my cure lies."

Nightwish – Higher than Hope

°°°

Bellatrix scheint mit ihren Gedanken ebenfalls bei dem kommenden Abend zu sein. Sie starrt mit gerunzelter Stirn auf den Deckel des Memoiren-Albums.

Wieder einmal muss ich mich erst daran erinnern, dass auch sie inzwischen die Todessertreffen fürchten muss.

Die Lestranges hatten lange Zeit immer eine Sonderstellung bei ihrem Herrn gehabt, die sie sich durch ihre Treue erkämpft hatten, durch ihre Art, die Befehle, die ihnen gegeben wurden, bis aufs I-Tüpfelchen zu erfüllen, sodass der Dunkle Lord nie einen Anlass hatte, unzufrieden mit ihrer Arbeit zu sein.

Doch nach dem Fiasko im Zaubereiministerium im letzten Jahr waren sie in der Hierarchie ein ganzes Stück nach unten gerutscht – zumindest Rodolphus und Rabastan, aufgrund der Tatsache, dass sie sich erneut hatten verhaften lassen.

Aber auch Bellatrix musste feststellen, dass ihr Herr ihr bei weitem nicht mehr so blind vertraute, wie er es einst getan hatte – wenn man beim Dunklen Lord überhaupt von ‚blindem Vertrauen' sprechen kann – er vertraut niemandem. Er entscheidet bloß, auf wen er sich verlassen kann, sodass seine Befehle mit dem erwünschten Erfolg ausgeführt werden, was bei Bellatrix seit dem Malheur mit der zerstörten Prophezeiung ja offensichtlich nicht mehr garantiert war.

Wie sehr ihr das zusetzt, ist offensichtlich. Der Dunkle Lord ist alles für sie. Sie hat die Hölle für ihn auf sich genommen, und sie hat die Hölle in ihre Gegenwart mitgenommen – weil sie ihren Glauben in ihn nicht aufgeben wollte.

Doch der Dunkle Lord vergibt nicht schnell. Seine treueste Dienerin hat ihn enttäuscht, und sie zahlt dafür auf die gleiche Weise wie alle anderen, ohne Rücksicht auf das, was sie für ihn getan hat.

Selbst ich komme nicht um einen Funken Bewunderung herum, dass sie sich von all dem nicht von ihrem Glauben abbringen lässt, wo ihr Mann doch schon seit einiger Zeit nicht mehr sicher ist, ob er das Richtige tut.

Oder ist der seltsame Ausdruck, der sich auf Bellas Gesicht legt, möglicherweise doch ein leiser Zweifel?

Diesmal bin ich es, der nachfragt: „Alles in Ordnung?"

Bellatrix zuckt zusammen, als hätte ich sie angeschrieen. Dann nickt sie langsam. „Hör mal", beginnt sie zögernd, „warum vertraut unser Herr dir so sehr?"

Ich hebe die Augenbrauen. „Ist das nicht offensichtlich?"

Sie winkt unwirsch ab. „Das meine ich nicht. Ja, du hast Dumbledore aus dem Weg geräumt. Aber war vor ein paar Wochen. Er hat die aber schon vertraut, als du wieder zu uns gestoßen bist."

„Hat er nicht", erwidere ich. „Er-"

„Er hat auf jeden Fall schon lange vor dem Mord an Dumbledore aufgehört, an dir zu zweifeln. Warum?"

„Die Wege des Herrn sind unergründlich." Ich knacke mit den Fingerknöcheln. „Du kennst doch seine Mittel und Wege, herauszufinden, ob ihn jemand belügt oder nicht."

Sie schließt kurz die Augen. „Selbstverständlich. Ich war auch ein paar Mal selbst dabei. Aber…"

Überrascht setze ich mich auf. „Er hat noch nie Legilimentik auf dich angewendet?" Das erschien mir geradezu unmöglich – ich kenne keinen einzigen Todesser, dessen Geist von den mentalen Fingern des Dunklen Lords unangetastet geblieben ist.

„Nicht, seitdem ich aus Askaban raus bin", antwortet Bellatrix leise.

Ein unangenehmes Schweigen breitet sich zwischen uns aus.

Und ich dachte, mich könnte nichts mehr überraschen in diesen Kreisen… Doch dass der Dunkle Lord auf Bellatrix anscheinend so große Stücke hielt, dass er sie nicht auf Zweifel oder Betrug prüfte, als er sie aus Askaban befreite – das scheint mir wie ein kleines Wunder.

Nicht, dass sie sich nicht gegen seine Übergriffe wehren könnte – sie ist eine passable Okklumentikerin. Doch ich bezweifle, dass sie stark genug ist, um Ihn vollständig aus ihren Gedanken heraushalten zu können.

Vielleicht ist sie deshalb so nervös. „Hast du Angst?", frage ich leise.

Sie lacht trocken auf. „Wovor genau? Davor, dass mein Herr erfährt, wie nahe mir die Vergangenheit geht? Davor, dass er durch diese Schwäche noch negativer über mich urteilt? Oder davor, dass wir eigentlich alle seit geraumer Zeit in Lebensgefahr schweben?"

„Es ist ja nicht so, dass Letzteres etwas Neues für uns ist…" Ich setze mich ein wenig gerader hin und lehne den Kopf gegen den Bettpfosten.

Sie schluckt. „Ehrlich gesagt…" Sie scheint unschlüssig zu sein, ob sie weitersprechen soll.

„Was?"

„Ehrlich gesagt bin ich ganz froh darüber. Und je niedriger die Überlebenschance ist, desto besser."

Es gelingt ihr nicht, mich bei diesen Worten anzuschauen, so bemerkt sie meine verdutzte Miene nicht.

„Ich will das Ende dieses Krieges nicht miterleben. Egal, wie er ausgeht."

Diese Worte schockieren mich. Sie stammen nicht von der Frau, die ich fast dreißig Jahre kenne. Nicht von der Frau, die nach dem Kriegerstern benannt wurde und nach diesem Motto lebte. Sie passen einfach nicht zu der Bellatrix, die ich kannte. Oder die ich zu kennen glaubte.

Diese Worte sind nicht durch Askaban in ihr gereift, da bin ich mir sicher.

„Wenn die gewinnen, sind wir sowieso so gut wie tot", redet sie weiter. „Die werden uns wieder nach Askaban bringen wollen, aber bevor ich nochmal auch nur einen Fuß in diese Festung setze, beende ich das alles lieber selbst, als dass ich für den Rest meines Lebens dort vor mich hin vegetiere-"

Schon die Tatsache, dass sie diese Möglichkeit in Erwägung zieht, offenbart endgültig, dass auch sie an ihrem Herrn zu zweifeln beginnt.

„- und wenn wir gewinnen… Ich weiß nicht, ob ich so leben will. Ich weiß nicht, ob ich für Ihn kämpfen will, wenn Er mir nie wieder so vertraut wie früher. Er vergibt nicht. Ich will nicht mit der Gewissheit leben, dass wir das erreicht haben, wofür wir so lange kämpften, wenn ich dann durch meine eigenen Leute sterbe. Durch meinen Herrn…"

Sie kann nicht weitersprechen. Wieder glitzern ihre Augen gefährlich, und die Tränen, die daraus hervortreten, sind die bitteren Zweifel, die sie sich eingestehen muss – ob sie will oder nicht.

Ich weiß, wie es ist, an seinem eigenen Glauben zu zweifeln. Wahrscheinlich bin ich der lebende Beweis für Zweifel an dem, von dem ich weiß, dass es richtig ist. Und das schon seit etwa sechzehn Jahren…

°°°°°
Flashback
°°°°°

Das Bild, das Hogsmeade an jenem 24. Februar bot, als ich neben den Drei Besen apparierte, hätte genauso gut auf einer Weihnachtskarte abgedruckt sein können, obwohl das Fest der Liebe schon zwei Monate zurücklag:

Die Straßen waren zugeschneit, die Häuserdächer schienen Mützen aus Puderzucker zu tragen. Von der Hauptstraße aus konnte ich hinter Wolken- und Nebelschleiern schwach Hogwarts erkennen, wie es altehrwürdig das Dorf überragte. Der Anblick der erleuchteten Fenster machte mir ein wenig Mut. Ich registrierte ganz schwach, dass mir dieses alte Schloss auf seltsame Weise das Gefühl vermittelte, nach Hause zu kommen.

Die Schneeflocken fielen unablässig, als ich das Tor hinter mir ließ und die Treppe zum Portal hinaufstapfte.

Die Eingangshalle war es warm, der Boden war übersäht von den nassen Fußstapfen der Schüler, die wohl von draußen sofort zum Abendessen gepoltert waren. Aus der Großen Halle drang gedämpftes Gemurmel von denjenigen, die um diese späte Zeit wohl als letzte beim Essen saßen.

Ich begegnete niemandem, doch auf halben Weg zum Schulleiterbüro wurde ich von meiner ehemaligen Verwandlungslehrerin aufgehalten, die mich nach einem kurzen Frage-Antwort-Spiel davon in Kenntnis setzte, dass Dumbledore nicht da sei und verärgert hinzufügte, dass er ein Vorstellungsgespräch mit einer Anwärterin für die Wahrsagelehrstelle in Hogsmeade führte.

Beinahe musste ich über ihre stetige Abneigung gegen dieses „schwammige" Fach lächeln. Zumindest das hatte sich nicht verändern.

Versuchen Sie es im Eberkopf", riet sie mir. Hinter ihrer gezwungen freundlichen Miene konnte ich sehen, dass sie sich fragte, was zum Teufel ich hier zu suchen hatte.

Im Eberkopf (der noch weniger einladend aussah, als in unserer Schulzeit, sodass ich mich ernsthaft fragte, warum wir damals so oft hergekommen waren) hatte ich allerdings ebenso wenig Glück wie bei meiner ehemaligen Verwandlungslehrerin. Der griesgrämig wirkende alte Wirt, der mir auf seltsame Art bekannt vorkam, knurrte, dass „der Direktor im Moment oben in einer Besprechung stecke und nicht gestört werden wolle."

Oben… Meines Wissens wurden die Zimmer im ersten Stock des Eberkopfs nächteweise vermietet. Warum stellte sich die Bewerberin für den Wahrsageposten ausgerechnet hier vor?

Ich schaute mich um. Die Treppe lag ziemlich dicht am Ausgang. Wenn ich hier im Pub wartete, war die Gefahr ziemlich groß, den Schulleiter zu verpassen. Und wer wusste schon, wie lang das Vorstellungsgespräch noch dauern würde?

Vielleicht sollte ich einfach oben warten… auch auf die Gefahr hin, von diesem missmutigen Alten in der Luft zerfetzt zu werden.

An diesem Abend war der Pub recht voll, sodass es kaum auffiel, als ich die Treppe hinauf schlich.

Der Flur im ersten Stock war nur spärlich beleuchtet, eine einzige Fackel brannte am gegenüberliegenden Ende und aus zwei Türschlitzen fielen kleine, warme Lichtspuren auf den staubigen Holzboden.

Die Stille hier oben war nach dem Lärm unten im Pub, aus dem die Geräusche nur noch außergewöhnlich gedampft heraufdrangen, im ersten Moment geradezu drückend.

Nach ein paar Minuten der Gewöhnung jedoch konnte ich auch aus einem der Zimmer Stimmen vernehmen. Eine von ihnen, die eines Mannes, kam mir sogar sehr bekannt vor…

Ich pirschte mich ein wenig näher an die Tür heran, hinter der ich die Redner vermutete.

Tatsächlich… das war unverkennbar die Stimme von Albus Dumbledore.

Jetzt konnte ich sogar einige Wortfetzen verstehen.

„… nun, Sybill, ich denke, dass Sie… , aber leider… in Hogwarts…"

Eine Frau mit rauchiger Stimme antwortete leicht ungehalten: „Die Hohe Kunst des Wahr… schon immer unterschätzt, Professor. Aber das…"

Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Also war zumindest dieses Phänomen noch nicht aus Hogwarts verschwunden: Die unerklärliche Abneigung von Verwandlungslehrern gegen das ach so schwammige Wahrsagen.

Gerade wollte ich mich zurückziehen – immerhin klang das gerade Gehörte schon beinahe nach einer Absage, also müsste der Direktor bald aus dem Zimmer kommen – als ein plötzliches starkes Husten hinter der Tür meine Aufmerksamkeit erregte.

Sybill, ist alles in Ordnung mit Ihnen?" Dumbledores Stimme klang besorgt.

Ein ungesund klingendes Keuchen, gefolgt von hektischem Stühlerücken, in das eine heisere, raue Stimme herein sprach:

Der Eine mit der Macht, den Dunklen Lord zu besiegen, naht heran… jenen geboren, die ihm drei Mal die Stirn geboten haben, geboren, wenn der siebte Monat stirbt… und der Dunkle Lord wird Ihn als sich Ebenbürtigen kenn-"

Mir blieb kaum Zeit, mir über die Bedeutung dieser Worte klar zu werden, als ich plötzlich eine Hand in meinem Nacken spürte, die mich unsanft nach hinten riss – einen Moment später fand ich mich Auge in Auge mit dem wutschnaubenden Wirt des Eberkopfs wieder.

Du bist wohl ein Anwärter auf ein Hörgerät – oder war verstehst du unter ‚bitte nicht stören'?", herrschte er mich an, in einer Lautstärke, dass Dumbledore und seine Wahrsageanwärterin sich spätestens jetzt gestört fühlen mussten – wenn Letztere nicht bereits an ihren heiseren Worten erstickt war…

Ich konnte selbst in meiner Verwirrung noch eine kleine Lüge zurechtstammeln: „Ich… ich bin die falsche Treppe hochgelaufen…" Noch während ich die Worte aussprach, wusste ich, dass der Wirt mir nicht glauben würde. Kein Wunder – so viele Treppen gab es in seinem Pub schließlich nicht.

Red keinen Unsinn", rief der Wirt, „du wusstest ganz genau, dass du hier oben keinen Zutritt hattest. Los jetzt, raus, oder-"

In diesem Moment öffnete sich die Zimmertür; ein erstaunlich blasser Albus Dumbledore und eine verwirrt aussehende, dürre Frau, die an ein übergroßes Insekt erinnerte, starrten uns an.

Was ist denn hier los?", verlangte der Schulleiter zu wissen. Seine Augen weiteten sich kaum merklich, als er mich erkannte.

Dieser unverschämte Lümmel hat sich erdreistet, an der Tür zu lauschen", erklärte der Wirt und schüttelte erbost seinen graubehaarten Kopf.

Die Augen der Wahrsageanwärterin wirkten hinter ihren dicken Brillengläsern so groß wie Untertassen. „Na so etwas!" Sie schnaubte ärgerlich, schwankte und musste sich am Türrahmen festhalten, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren.

Ich bin die falsche Treppe hinaufgestiegen", wiederholte ich, diesmal mit festerer Stimme.

Dann werde ich mal dafür sorgen, dass er die richtige Treppe nach unten und die richtige Tür nach draußen findet", verkündete der Wirt und griff schon wieder nach meinem Genick. Ich versuchte, mich seinen Klauen zu entwinden und Dumbledore anzuschauen.

Professor, ich muss mit ihnen reden. Es… es ist dringend…"

Die Frau und der Wirt schnaubten nun gleichermaßen. „Erst an Türen lauschen, und dann behaupten, etwas zu sagen zu haben", murmelte die Wahrsageanwärterin kopfschüttelnd.

Was für eine blöde Kuh, ärgerte ich mich.

Auf das Gesicht des Schulleiters jedoch war ein befremdlicher Ausdruck getreten, als wisse er nicht, was er von der ganzen Situation halten solle. „Warte vor dem Pub auf mich, es dauert nicht mehr lange."

Daraufhin setzte mich der Wirt vor die Tür und knallte selbige lautstark hinter mir zu.

Ich lehnte mich dagegen, schloss die Augen und versuchte, ruhig durchzuatmen, aber es gelang mir nicht. Die plötzliche Kälte drang auf meinen Körper ein.

Was ich gerade gehört hatte, raubte mir den Atem. Eine Seherin, die die Geburt eines großen Widersachers des Dunklen Lords voraussagt… was für eine Nachricht! Wenn diese Prophezeiung sich denn erfüllen würde.

Doch diese Sybill hatte nicht mehr wie sie selbst geklungen. Zwischen der Stimme, mit der sie die ‚Kunst' des Wahrsagens verteidigt und der, mit der sie diese Voraussage gemacht hatte, lag gut eine Oktave – und auch die aufgesetzte Mystik war verschwunden.

Und was sollte geschehen, wenn diese Prophezeiung tatsächlich wahr wurde?

Eine plötzliche Erkenntnis durchzuckte mich: Der Dunkle Lord hatte bei seinen Ausflügen in meine Gedanken nie nach Zweifeln oder Beziehungen zu Verrätern gesucht. Bloß nach Informationen – Informationen wie dieser, die ich gerade belauscht hatte.

Oh Merlin… was für ein Bild ergibt das? Todesser bekommt Panik, möchte diese verlassen und gerät auf dem Weg nach ‚draußen' an eine solche Information…

Und Dumbledore… Dumbledore würde mir unter diesen Umständen nie glauben. Er würde denken, dass ich ihn für den Dunklen Lord ausspionieren wollte…

Aus diesem Gedanken quoll eine Hoffnungslosigkeit hervor, wie ich sie noch nie gespürt hatte. Sie floss durch meinen ganzen Körper und lähmte meine Gedanken. Mein Atem gelangte nur noch stoßweise an die kalte Winterluft, wo er als weißes Wölkchen hängen blieb.

Ich kniff die Augen zusammen, um einen klaren Gedanken fassen zu können – vergeblich.

Die Tür des Eberkopfs, an der ich noch immer lehnte, gab plötzlich nach, öffnete sich, und ich konnte mich mit Mühe und Not auf den Beinen halten, um mich nicht vor dem Gast auf die Nase zu legen.

Als ich den Kopf hob, erkannte ich meinen ehemaligen Schulleiter, dessen Augen seltsam funkelten.

Sie scheinen heute kein Glück mit Türen zu haben, Severus."

Ausatmend versuchte ich, das Chaos in meinem Kopf zu ordnen. „Da haben Sie wohl Recht, Sir…"

Dumbledore musterte mich einen Moment lang, bevor er wieder das Wort ergriff.

Nun, nachdem ich Sybill Trelawney erfreulicherweise die Stelle als Wahrsagelehrerin geben konnte, würde es mich interessieren, was Ihnen so sehr auf den Nägeln brennt, dass sie dafür an Türen lauschen."

Professor, es tut mir leid, ich hatte wirklich nicht vor, zu lauschen", stürzte es aus mir hervor, ohne, dass ich die Worte zurecht legen konnte. Wann habe ich das letzte Mal dermaßen die Fassung verloren? Und woher kam diese fürchterliche, unerstickbare Panik?

Ich wusste es nicht…

Ich habe Sie gesucht, Professor McGonagall sagte mir, Sie seien hier, und… es ist wirklich wichtig, und alles spricht vollkommen gegen mich… und ich weiß nicht, ob es jetzt überhaupt noch einen Sinn hat…"

Dumbledore hob eine Hand, um meinen Redefluss zu stoppen, und um dafür zu sorgen, dass ich Luft holte – ich war kurz davor, zu hyperventilieren. Mir war kaum klar, was ich da gerade alles so unkontrolliert von mir gegeben hatte – es war, als wäre der Damm gebrochen, mit dem ich über einen langen Zeitraum meine Verzweiflung zurückgehalten hatte.

Beruhigen Sie sich, Severus", sagte der Schulleiter leise, während ich mich wunderte, dass er kaum auf die Szene vor Trelawneys Zimmertür einging und mich bemühte, meinen Atem wieder in den Griff zu bekommen.

Als mir dies halbwegs gelungen war, rückte er sich die Halbmondbrille zurecht. „Und jetzt erklären Sie ganz ruhig, was los ist. Ich denke nicht, dass man den Sinn eines Gesprächs bezweifeln sollte, bevor man es überhaupt begonnen hat."

Ich… ich weiß nicht, wo ich anfangen soll", murmelte ich. Ein paar verirrte Schneeflocken wirbelten durch die Luft. Sie wirkten so verloren, wie ich mich fühlte. „Es… es ist so, dass… oh Gott!"

Ich fuhr mir mit der Hand über die Augen. Konnte ich diesem Mann, der so sehr an das Gute im Menschen glaubte, einfach so ins Gesicht sagen, dass ich für seinen größten Feind arbeitete?

Ich konnte es nicht.

Es war eine Art Reflex, der mich leitete, als ich, ohne darüber nachzudenken, den Ärmel meines linken Arms nach oben zog.

Ein kleines Deja-Vu holte mich ein: Ein hastig hochgezogener Ärmel, der das Dunkle Mal entblößte, und ein Gegenüber, der es wie ein Beweisstück anstarrte – woher kannte ich das bloß.

Dumbledores Blick wanderten von dem hässlichen Mal zu meinen Augen. Er runzelte die Stirn.

Irgendwie schockiert mich das nicht so, wie es sollte", meinte er leise.

Sie wussten es?" Mein Atem beschleunigte sich abermals.

Ich habe es geahnt." Der Direktor blickte wieder auf das Mal herab. „Und ich glaube, ich ahne auch, warum sie hier sind…" Er hob die Augenbrauen.

Die Gänsehaut, die sich auf meiner Haut ausbreitet, stammt nicht nur von der eisigen Kälte hier draußen. Ich bedecke meinen Unterarm und schaffe es kaum, Dumbledores Blick zu halten, als ich anfange zu reden.

Ich halte es nicht mehr aus, Sir. Ich… ich kann einfach nicht länger etwas unterstützen, das ich mit meinem Gewissen nicht vereinbaren kann…"

Sie wollen die Seite wechseln, weil Sie ein schlechtes Gewissen haben?"

Dumbledores Blick war so durchdringend wie der des Dunklen Lords – doch stellte sich das vertraute Gefühl der Angst nicht ein. Tatsächlich war die Panik, die mir zuvor die Luft abgeschnürt hatte, nicht mehr ganz so undurchdringlich.

Ich bereue, was ich getan habe", murmelte ich mit dünner Stimme. „Aber das ist nicht der Grund. Zumindest nicht der alleinige."

Dumbledore schaute mich weiterhin an.

Es… es ist einfach nicht richtig… die Ziele des Dunklen Lords… sind einfach krank… genau, wie seine Methoden. Und wenn die Zukunft so aussieht, wie die Gegenwart – ohne Sicherheit für irgendjemanden, mit dieser ständigen Angst, dass man die Todesanzeige von jemandem, der einem nahe steht, in der Zeitung findet… aber nachdem Sie wissen, was ich bin, und nach dieser Sache dort drin…" Ich nickte in Richtung des Eberkopfs und brachte kein Wort mehr heraus.

Dumbledores Blick war nachdenklich geworden. „Sie haben Recht, nach allem, was ich jetzt über Sie weiß, hätte ich eigentlich allen Grund, an Ihnen zu zweifeln. Dass sie ein guter Schauspieler sind, dürfte wohl jedem, der sie kennt, bekannt sein-"

Sir, bitte-"

- aber ich denke nicht, dass sie so gut sind, dass sie eine solche Panikattacke simulieren könnten."

Wir sahen uns schweigend an. „Zumindest noch nicht", fügte er hinzu.

Nun war es an mir, die Stirn zu runzeln.

Schließlich setzte er sich in Bewegung. „Kommen Sie mit."

Ich war zu verblüfft, um zu widersprechen. „Sir? Was-"

Ich möchte überprüfen, ob Sie tatsächlich ernste Absichten haben, oder ob Sie tatsächlich nur schauspielern. Allerdings wird es hier draußen langsam zu kalt."

Mir blieb nichts anderes übrig, als zu staunen, während ich dem Direktor in Richtung Schloss folgte - darüber, dass er die Möglichkeit in Betracht zog, dass ich nicht als Spion zu ihm gekommen war und darüber, dass er die Nerven hatte, sich Gedanken über die Temperatur zu machen.

Wir schwiegen den ganzen Weg über, bis wir sein Büro erreichten und jeweils auf einer Seite seines Schreibtisches Platz nahmen. Kurz schaute ich mich um – seit dem letzten Mal hatte sich nichts verändert: Noch immer surrten die silbernen Gerätschaften, noch immer hockte Dumbledores Phönix auf seiner Stange, und wie üblich schlummerten sie vergangenen Schulleiter in ihren Bilderrahmen. Nur wenige hatten sich die Mühe gemacht, den Kopf zu heben, als wir den Raum betaten.

Nun", begann Dumbledore, „ich möchte Sie ungern ins kalte Wasser werfen. Ich habe, wie gesagt, vor, zu überprüfen, ob Sie wirklich gewillt sind, ihren Herrn zu verlassen. Sollte ich feststellen, dass dem nicht so ist, und dass Sie im Auftrag von Lord Voldemort-" Ich zuckte unwillkürlich zusammen. „- herkamen, werden Sie verstehen, dass ich Sie den Auroren übergeben muss."

Er wartete mein Nicken ab, bevor er fortfuhr.

Wissen Sie, was ‚Legilimentik' ist?"

Ja, Sir."

Und Okklumentik?"

Ja, Sir."

Beherrschen Sie eines davon?"

Nur die Legilimentik, Sir."

Dumbledore fragte nicht weiter; er schien auch nicht weiter verwundert, obwohl diese Zweige der Magie in Hogwarts nicht gelehrt wurden. Er nickte bloß kurz.

Gut. Ich werde, wenn Sie erlauben, Ihre Gedanken auf die Fakten hin zu durchsuchen, die ich ihnen gerade genannt habe. Das ist die einzige Möglichkeit, um komplett sicher gehen zu können, dass Sie mich nicht belügen."

Ich nickte meine Zustimmung, obwohl es mir vor dem, was gleich kommen würde, graute. Zu bewusst war ich mir des Gefühls, Erinnerungen wie in einer Schleife an mir vorbeiziehen zu sehen, ohne etwas dagegen tun, ohne etwas verbergen zu können.

Sind Sie bereit?"

Ja, Sir."

Also, dann… eins, zwei, drei… Legilimens!"

Sein altes Gesicht verschwamm vor meinen Augen, als er in meinen Geist eindrang. Eine Flut von Bildern brach über mich herein, und ich konnte nicht die Augen davor verschließen…

Ein paar wenige aus meiner Kindheit – mein Vater, der meine Mutter anschrie, Dads Begräbnis - … aus meiner frühen Schulzeit – Potter und ich standen uns mit erhobenen Zauberstäben gegenüber, doch Andromeda Black verhinderte Schlimmeres -

…Lucius, der unsere kleine Gruppe durch den Verbotenen Wald führte… das leichenblasse, Furcht erregende Gesicht, das zu uns sprach… unsere gemeinsamen Unterrichtsstunden… Evan und ich, wie wir IHM gegenüber unsere Legilimentik perfektionierten …

…Ich sah mich selbst vor dem Dunklen Lord knien, als ich meinen Schwur leistete und das dunkle Mal entgegennahm…

Befehle, die ohne Widerspruch ausgeführt wurden… Augen voller Angst, panische Stimmen, die um Gnade flehten, Schmerzensschreie von Opfern und von Todessern bei ihrer Bestrafung…

Mein aufgewühltes Selbst, dass mit mitten in der Nacht rastlos durch mein Zimmer tigerte, auf der vergeblichen Suche nach einem Ausweg aus dieser Misere…

Gwen, die wie ein Häufchen Elend und schockiert von dem, was sie erfahren hatte, auf unserem Sofa kauerte…

Evan, der uns mit leerem Blick klarmachte, dass er die Reihen der Todesser nicht verlassen würde und mein eigener verzweifelter Wunsch, genau das zu tun…

Gwen, die unter einer Straßenlaterne auf mich zukam…

Reine Panik beim Aufschlagen des Tagespropheten und beim Blick in die Todesanzeigen, Angst, meine Mutter, Gwen, Lily darin wiederzufinden…

Der Hass in Adriennes Augen…

Die zerstörte Aurorenzentrale und die bewegungslosen Körper zwischen den Trümmern… die Angst vor dem, was wir hier vorfinden würden…

Die Stimme meiner Mutter – „…entweder wirst du getötet oder du tust dir selbst etwas an…"

Meine Hoffnung, gesetzt in dieses Treffen...

Der Strom von Bildern riss ab, doch das Entsetzen, das mich mit diesen Erinnerungen wieder eingeholt hatte, blieb und schien sich deutlich auf meinem Gesicht abzuzeichnen.

Dumbledore musterte mich eingehend; es dauerte eine ganze Weile, bis er wieder anfing zu sprechen.

Nun, das sind sehr aussagekräftige Erinnerungen." Ein seltsamer Ausdruck liegt in seinen blauen Augen, doch ich kann ihn nicht zuordnen…

Allerdings wäre es wahrscheinlich noch aussagekräftiger, wenn Sie mir, jetzt, wo Sie sich ein wenig beruhigt haben, ein paar Fragen beantworten könnten…"

°°°

Warum komm ich nicht drum herum, zu denken, dass alles gut wird?"

Ich weiß nicht. Das Risiko ist höher geworden, oder?"

Hmm… aber die Wahrscheinlichkeit, am Leben zu bleiben, wenn sich diese Prophezeiung erfüllt, ist auch größer." Gwen griff nach meiner Hand.

Wir hatten uns auf das Dach zurückgezogen und dank des Wärmezaubers spürten wir die Kälte nicht, wie wir da nebeneinander saßen.

Das Gespräch mit Dumbledore hatte bis weit nach Mitternacht gedauert und als ich von Hogwarts zurückkehrte, war ich zu aufgekratzt, um den Schlaf überhaupt in Erwägung zu ziehen.

Gwen hatte sich meinen Bericht schweigend angehört und nichts in ihrem Gesicht, das ich hier oben in der Dunkelheit nur schemenhaft erkennen konnte, verriet, was sie über die Einzelheiten dachte.

Trotzdem sah sie seltsam beruhigt und zufrieden aus.

Wenn ich bis dahin nicht unter der Erde liege", antwortete ich, doch ich konnte nicht verhindern, dass ich mich von ihrem optimistischen Blick in die Zukunft anstecken ließ. Dieses Treffen mit Dumbledore hatte einen Druck von meinen Schultern genommen, über dessen Ausmaß ich mir kaum bewusst gewesen war.

Ich würde noch früh genug in Teufels Küche landen, es tat einfach zu gut, für ein paar Stunden von der Schwarzmalerei abzulassen…

Mein Kopf sank an ihre Schulter.

Was ist eigentlich mit dieser Prophezeiung? Ich meine,... Er… wird es doch sicher herausbekommen, oder?" Ihre Finger strichen sanft über meine Handfläche.

Dumbledore meinte, ich hätte gerade mal die Hälfte mitbekommen, und es wäre besser, es von selbst zu berichten, als Ihn nach solchen Informationen suchen zu lassen", murmelte ich. „So kann man vielleicht noch retten, was zu retten ist… und wenn ich die Okklumentik schnell erlerne, dann sinkt die Risikogrenze vielleicht doch ein bisschen", fügte ich leise hinzu.

Diese Aussicht, den Dunklen Lord keinen Zugang mehr zu jedem Detail meiner Gedanken gewähren zu müssen…

Gwen antwortete nicht, schaute nur hinauf zum bewölkten Nachthimmel und ihre Finger bewegten sich weiterhin.

Ich glaube, dass das alles irgendwann vorbei sein wird… aber ich habe trotzdem Angst." Sie drehte den Kopf, um mir direkt in die Augen schauen zu können. „Um dich."

Ich zog sie ein wenig näher zu mir und schwieg. Was hätte ich auch sagen sollen, wo ich doch selbst jeden Tag aufs Neue fürchtete, erfahren zu müssen, dass sie gefoltert oder getötet worden war. Sie bekommt es ja schon beinahe täglich von Evan zu hören.

Und obwohl sie es nie als Grund für eine Trennung infrage kommen lässt, ist uns inzwischen beiden klar, dass wir beide durch unsere Beziehung zueinander in Gefahr sind.

Ein Todesser und eine Frau, die aus einem Gefangenenlager der Todesser ausgebrochen ist.

Sollte man sie irgendwann leb- oder bewusstlos auffinden, dann ist es meine Schuld. Da bin ich mir ziemlich sicher.

Der umgekehrte Fall ist eher unwahrscheinlich. Man sucht sie nicht mehr. Wahrscheinlich, weil die Leute inzwischen größere Probleme haben, als liberale Denker.

Und die Einzige, die Gwen anscheinend am Liebsten wieder hinter Gittern sehen möchte, kann dies nicht zeigen, da sie offiziell für das Ministerium arbeitet und mit Barty Crouch Leute wie mich jagt.

Sie beobachtete mein Mienenspiel. „Ich weiß, was du denkst", seufzte sie leise und beugte den Kopf vor, sodass unsere Stirnen aneinander lehnten. „Hör zu, lass uns wenigstens für heute Nacht diese ganzen Sorgen beiseite schieben, okay?"

Eine Antwort meinerseits war nicht mehr nötig, und als der Wärmezauber wenig später nachließ, bemerkten wir es nicht.

°°°°°
Flashback Ende
°°°°°

Wir haben oft auf dem Dach gesessen, meist nachts, die Dunkelheit ihren schützenden Mantel um uns legte. Wenn wir uns eine Auszeit von der Welt nehmen wollten, wenn Evan in seinen musikalischen Höhenflügen zu kreativ wurde oder wenn wir einfach nur ein wenig Zweisamkeit brauchten.

Manchmal lagen wir nur da, starrten in den Himmel und schwiegen. Ich erinnere mich noch genau, wie Gwen irgendwann die Stille durchbrach und ihre Gefühle einfach heraus sang. Ihre sonst so kräftige und voluminöse Sirenenstimme klang so seltsam, wie ein Hauch, der trotzdem wie Schmirgelpapier über die Haut fuhr… „Say you don't want it, again and again, but you don't, don't really mean it…"

Warum denke ich ausgerechnet jetzt daran?

Warum mussten Bellatrix und ich wie immer alles besser wissen und alte Wunden aufreißen?

Und wie zum Teufel bin ich eigentlich darauf gekommen?

Ach ja, Albus…

Er hat mir bis zum letzten Atemzug vertraut. Und meiner Meinung nach habe ich es missbraucht. Egal, wie er seinen Plan rechtfertigte – für mich ist es definitiv ein Vertrauensbruch, den Mann zu töten, der mir so sehr geholfen hat, der sogar Leute, die mich gerne mehrmals in den Tod geflucht hätten, dazu gebracht hat, mir nicht mehr zu misstrauen.

Der den Grund für sein Vertrauen niemandem verraten hat – es ist ja nicht so, als ginge Leute wie Harry Potter oder Sirius Black mein komplettes Innenleben etwas an, das ich im Laufe der Zeit vor Albus ausgebreitet habe.

Ich weiß nicht, was ich tun soll, wenn der Plan misslingt. Albus meinte, er hätte alle möglichen Personen eingespannt, auch außerhalb des Ordens, und jedem präzise Anweisungen hinterlassen.

Wie soll das bloß funktionieren?

Die Frage stelle ich mir bestimmt zum hunderttausendsten Mal, seitdem ich von den Ländereien von Hogwarts disappariert bin.

Es ist nicht leicht, einem Genie zu vertrauen…

Und wenn ich Bellatrix so anschaue, dann wüsste sie ganz genau, was ich meine, wenn ich sie darauf ansprechen würde.

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A/N: So, ich mache jetzt hier einen Schnitt, oder dieses Kapitel hat am Ende einen Umfang von 25 Seiten. Das hier sind die ersten zwei Stichpunkte von ziemlich vielen anderen, die ich in diesem Kapitel unterbringen wollte… Ich hoffe, die 9 Seiten sind okay? ;)

Lasst mal hören, was ihr dazu sagt. Ich weiß, Severus' Seitenwechsel ist nicht sonderlich spektakulär, aber ernsthaft – glaubt ihr, er würde dann noch leben? ;)