The Legacy of Canary Wharf - Chapter Five

Author: Milady Dragon

Disclaimer: I don't own Torchwood, because I would have treated it better

Author's note: Sorry this has taken so long, but real life has done it to me again, and then for some reason FFN wouldn't let me post anything, it kept timing out. Thanks for being patient, and I hope you enjoy this chapter. Next should be up in a couple of days.

25. September 2007

In dem einen Moment sah Ianto zu Lisa und fragte sie, warum sie Tanizaki umgebracht hatte.

Im nächsten Moment hatte sie ihm einen Schubs gegen, der ihn in seiner Stärke überrascht hatte, und die schwere Metalltür wurde vor seiner Tür zugeschlagen und verschlossen.

Er stieß mit seinem ganze Körper gegen die Tür und wäre er ein Mensch gewesen hätte er sich damit seine eigene Schulter zerschmettert. „Lisa!", rief er durch das schmale Fenster. „Was tust du?"

Er sah ihre Bewegung hinter der Tür durch das Fenster und dann war ihr Mund auf Höhe der Öffnung. „Du willst wissen, warum ich ihn getötet habe?", fragte sie in einem sing-sang Ton. „Ich werde es dir sagen … weil er einer der Kurzlebigen war, dieses dieses Ding entwickelt haben, mit dem sie mich gequält haben. Nein, er war niemals wirklich da, wenn sie es getestet haben, aber ich habe sie seinen Namen sagen gehört, während ich um Gnade gebettelt habe. Sie haben ihn dafür gelobt, dass er die Idee überhaupt erst hatte."

Ianto stockte erschrocken der Atem. Nein …

„Es war nicht einfach ihn zu finden", fuhr sie fort, „aber ich habe es getan. Du hast mir den Computer da gelassen, erinnerst du dich? Du hast gedacht, ich könnte mich allein langweilen über den Tag und ich habe die Zeit genutzt. Er hat mir gehört in dem Moment, als er auf unsere Mail geantwortet hat. Er war den einzige, den ich für das zahlen lassen konnte, was sie mir angetan haben.

„Du hattest deine Rache", sagte Ianto verzweifelt. „Lass uns raus und wir können einfach gehen. Wir können immer noch nach Hause gehen!"

„Aber ich bin noch nicht fertig", antwortete sie, das Schmollen in ihrer Stimme war offensichtlich. „Da ist eine ganze Welt voller Kurzlebiger, die es nicht verdienen zu leben." Sie machte eine Pause und Ianto konnte ihr atmen durch die Tür hören. „Komm mit mir", wisperte sie. „Wir können jeder unsere Rache an den Menschen haben, die uns weh getan haben."

„Jeder Mensch, der uns irgendwann einmal geschadet haben mag, ist längst ot", erwiderte Ianto. Sein Herz blutete in seiner Brust. „Diese Menschen da draußen sind unschuldig. Sie haben uns nichts getan!"

Er war sich der Ironie seiner Worte sehr bewusst. Er hatte so viel Zeit damit verbracht die Kurzlebigen für das zu verurteilen, was ihm angetan worden war, dass er begonnen hatte, sie alle zu hassen, zum Teil sogar seine eigenen Kollegen. Und nun versuchte er einen anderen Drachen davon zu überzeugen, dass sie es wert waren, zu leben.

Lisa lachte. „Ich habe gehört, wie geringschätzig du selbst über die Menschheit gesprochen hast, Ianto. Du weißt, dass du das selbst nicht glaubst."

„Ja, das habe ich. Aber das heißt nicht, dass ich sie töten will oder werde. Ich wollte nur, dass wir nach Hause gehen können." Er lehnte sein Gesicht gegen das kalte Metall. Er musst irgendwie zu ihr durchkommen.

„Es ist dein zu Hause, Ianto. Nicht meines. Ich werde diesen Ort jetzt verlassen. Du hast die Wahl: komm mit mir oder bleib bei diesen Menschen, die dich nicht verstehen und dem einen, der dich zurückgewiesen hat. Ich würde dir das niemals antun; das weißt du, oder nicht? Ich würde bis in alle Ewigkeit bei dir bleiben, ich würde mich willig an dich binden. Ich weiß, dass du das willst." Sie unterbrach sich selbst und plötzlich hörte er das erste Mal seit tausend Jahren die Sprache der Drachen, die gewispert von ihren Lippen kam … es war sein Name, sein wahrer Name, einer den er niemals jemand anderem als ihr verraten hatte.

Oh, er wollte das. Er wollte mehr als alles andere die Möglichkeit haben sein langes Leben mit einem Gefährten und Kindern verbringen und er wollte verstanden werden. Er konnte sich dieses Leben mit einer Familie und Frieden so gut vorstellen, in den Bergen rund um Ddraig Llyn …

„Ianto."

Die vertraute Stimme durchbrach seine Träumerei und er drehte sich um, um zu Jack zu sehen, der direkt hinter ihm stand. Jacks Hände waren in seinen Taschen vergraben und er sah so voller Wehmut zu Ianto, dass es diesem fast die Tränen in die Augen trieb. Warum hatte Jack ihn nicht schon so ansehen können, bevor sie in dieser Situation gelandet waren? Warum hatte er damit so lange gewartet?

„Geht nicht", murmelte Jack. „Du bist kein blutrünstiger Mörder. Du magst uns nicht leiden können, aber du respektierst uns. Du respektierst, was wir tun, um diesem Planeten zu helfen. Und du weißt, dass sie es verdienen zu leben. Du hast zu viele sterben sehen, um es nicht zu wissen."

Das war seine Wahl: Lisa, die wie er war und trotzdem so offensichtlich geschädigt durch die Experimente, die man an ihr durchgeführt hatte; oder Jack, der Mann, den er liebte und den er dennoch nicht haben konnte. Er hatte geglaubt, diese Wahl längst getroffen zu haben, als er Lisa aus den Trümmern von Canary Wharf gerettet und sie vor Jack versteckt hatte. Er hatte geglaubt, er sei vollkommen von Jack zurückgewiesen worden; er hätte eine kurzlebige Frau dem ewigen Drachen vorgezogen, dem einen Wesen, das wirklich nachvollziehen konnte, was es bedeutete für die Ewigkeit zu leben. Der Mann, der standhaft daran glaubte, allein zu bleiben, auch wenn er es nicht musst, und der alle um ihn herum damit verletzte.

Und dann war da Lisa; der letzte Drache neben ihm selbst, die so viel durchgemacht hatte, die so viel schlechtes gesehen und erlebt hatte, und von der er geglaubt hatte, sie hätte all das unbeschadet überstanden … nur dass er sich darin geirrt hatte. Jetzt wollte sie Rache nehmen an Menschen, die schon lange tot waren, und sie war bereit jeden zu vernichten, der sich ihr in den Weg stellte. Sie war bereit ihrem eigenen Friedvollen Wesen den Rücken zu kehren, um diejenigen zu vernichten, von denen sie dachte, sie hätten sie verletzt, und sie dachte dass er das selbe fühlte, wie sie.

Es war nicht wirklich eine Wahl."

„Lass mich raus", antwortete er. „Ich komme mit dir."

Dem Schock in Jacks Gesicht zu begegnen war schrecklich. Aber Ianto konnte das nicht zu sich durchdringen lassen.

Er wusste, was er zu tun hatte.

„Verdammte Scheiße", fluchte Owen. Ianto hatte fast vergessen, dass er auch hier unten war. „Du willst deine Freunde für einen mörderischen, verrückten Drachen betrügen?"

Ianto schnellte nach vorn und packte Owen am kragen, stieß ihn gegen die Wand. „Wage es nicht", grollte er. Er ließ seine Augen ihre natürliche Form annehmen. „Du hast kein Recht, so über sie zu sprechen. Du hast keine Ahnung, was sie durchstehen musste … was wir durchstehen mussten! Du hast kein Recht, über uns zu urteilen!"

Ianto fühlte Hand auf seinen Schultern, die ihn von dem erschrockenen Arzt weg zogen. „Hör auf!", knurrte Jack. „Du bringst ihn noch um!"

Er schaffte es Ianto von Owen fort zu ziehen und schob den Drachen von sich. Wut und Schmerz sprachen aus jeder von Jacks Bewegungen und alles, woran Ianto denken konnte, war das irgendwie wieder gut zu machen.

Ianto lief zurück zu der sich öffnenden Tür. Er schlüpfte hindurch, schob sie hinter sich wieder zu und ließ die beiden Männer eingesperrt zurück. Er sah zu Lisa; sie strahlte geradezu, ihr Lächeln erhellte ihr wunderschönes Gesicht.

Aber jetzt konnte Ianto etwas anderes in ihrem Ausdruck erkennen. Er schaffte es kaum sein Schaudern zu unterdrücken. „Komm", sagte er, nach ihrer nun warmen Hand greifend. „Ich muss etwas holen und dann können wir gehen."

Hand in Hand liefen sie in Richtung des Hauptraums der Basis. Ianto wollte nicht nachdenken; er wollte nicht einmal in Erwägung ziehen, was nun passieren würde. Es war schrecklich genug, dass er Jack verraten hatte …

Auf halbem Weg nach oben wurde der Lockdown aktiviert.

Ianto wusste, dass Jack dafür verantwortlich war. Mit Sicherheit hatte der Captain über ihr Kommunikationssystem Toshiko gewarnt.

„Was ist das?", fragte Lisa besorgt.

„Sie haben die Basis abgeriegelt", erklärte Ianto. „Keine Sorge, ich kann das Programm überschreiben."

Sie lächelte zu ihm und Ianto erwiderte es. Sein Brust schlug so hart in seiner Brust, dass er sich wunderte, ob sie es nicht hören musste.

Der Arbeitsbreich war verlassen. Jack musste Gwen und Tosh befohlen haben, zu gehen, sobald der Lockdown gestartet war und er war froh, dass sie nirgends zu sehen waren. Ianto setzte Lisa auf das Sofa. „Ich bin gleich zurück", sagte er und drückte ihre einen Kuss auf die Stirn. Sein Magen fühlte sich an, als hätte er Säure getrunken.

Ohne zu ihr zurück zu sehen lief er in Jacks Büro und zu dem geheimen Archiv. Jack hatte ihm die Codes vor Jahren anvertraut – er hatte ihm vertraut! - und er brauchte nur einen Moment um es zu öffnen und zu finden, wonach er suchte.

Es war ein schmuckloses Schwert, einschließlich des mit Leder umbundenen Griffs vielleicht achtzig Zentimeter lang. Es war schartig und ungepflegt, und dennoch sah man ihm an, dass es einst eine gute Waffe gewesen war.

Es war von dem so genannte Ritter getragen worden, der seine Mutter getötet hatte.

Ianto starrte auf das Schwert. Er konnte nichts gegen die Übelkeit tun. Das Schwert mochte nicht nach viel aussehen, doch es war von dem Blut eines Drachen getränkt worden und das verfärbte die Waffe. Ein einzelne Träne fiel auf das Metall und es war erst dieser Moment, in dem Ianto bemerkte, dass er weinte.

Er schob es zurück in die schlichte Scheide und band sich den alten Ledergurt um die Hüfte. Er wischte die Tränen aus seinen Augen, dann drehte der Drache sich um und kehrte zu Lisa zurück, die auf ihn wartete.

Lisas Augen verengten sich, als sie das Schwert sah. „Warum willst du das mitnehmen?", forderte sie zu wissen. Sie stand auf und alles in ihrer Haltung war abwehrend.

Natürlich wusste sie, was es war; Ianto hatte die blutrünstige Geschichte von dem Massaker an seinen Eltern mit ihr geteilt. „Eine Erinnerung … mehr nicht", sagte er. „Ich kann es nicht hier lassen."

„Ich denke, es ist ein bisschen schaurig das Schwert mit dir zu tragen, mit dem deine Mutter getötet wurde", erwiderte sie. Sie trat einen Schritt zurück, aus seiner Reichweite hinaus.

„Es … hilft mir, mich zu erinnern", antwortete er. „Meine Mutter hat mich stets gelehrt meinem Herzen zu folgen, ihm ungeachtet allem anderen zu folgen." Er hatte diesen Rat in letzter Zeit außer Acht gelassen und nun erkannte er, dass seine Mutter recht behielt.

„Du sagtest, du kannst diesen Lockdown aufheben?", erinnerte Lisa ihn.

Ianto nickte und trat zu Toshikos Computer. Er benutzte sein Passwort um die das Lockdown-Programm aufzurufen, innerlich grinsend als er erkannte, wie gut Toshiko war; Jack musste ihr den Befehl gegeben haben, dass seine Codes deaktiviert wurden.

Er fühlte, wie Lisa hinter ihm näher kam, um zuzusehen, wie er das Programm hackte. Sie war so nah, dass er die Hitze ihres Körpers durch die Lagen des Stoffs ihrer Kleidung spüren konnte. Sie war jetzt innerhalb der Reichweite.

Und Ianto fuhr herum, griff nach ihrem Hals und nutzt all seine Kraft um sie still zu halten, als er den Drachentöter aus seiner Scheide zog.

Er erwischte sie im Moment der Überraschung. Lisa war lang genug in Bewegungslosigkeit erstarrt, damit Ianto das Schwert ziehen und es gegen den weichen Punkt unter ihrer linken Achsel richten konnte.

Aber das war alles an Vorteil, das sie ihm gab.

In einem unvermittelten Ausbruch von goldenen Licht verwandelte Lisa sich in ihre Drachengestalt.

Ianto wurde gegen Toshs Tisch zurückgeschleudert, der Zusammenprall ließ das Schwert fast aus seinem Griff gleiten. Sie ragte über ihm auf, ihr schwarzer Körper nahm fast den ganzen Platz zwischen dem Tisch und dem medizinischen Bereich ein. „Wie kannst du es wagen", zischte Lisa. „Wie kannst du es wagen, dich gegen mich zu wenden." Ihr Kopf fuhr vor und alles was Ianto tun konnte, vor den scharfen Zähnen zurück zu weichen.

Er landete ungeschickt, aber er schaffte es das Schwert in der Hand zu behalten. Es gab nur eines, was er tun konnte um sich gegen sie zu wehren und sich vor ihren Klauen und Flammen zu schützen.

Er löste seine eigene Verwandlung aus.

Es war zu wenig Platz für zwei ausgewachsene Drachen, aber Ianto hoffte, dass es keine Rolle spielen würde. Er sprang auf sie zu, wollte sie überrumpeln. Er schaffte es sie auf den Boden zu drücken, nutzte seine Hinterbeine und den Schwanz um sie bewegungsunfähig zu machen. Er umschloss das Schwert so gut er konnte mit seinen eigenen großen, klauenartigen Händen. Er wusste, er musste den richtigen Punkt sofort treffen, wenn er sie schnell töten wollte.

Trotz allem wollte er nicht, dass sie unnötig leiden musste.

Lisa zischte und spuckte unter ihm, versucht verzweifelt sich aus seinem Griff zu winden. Ianto grub seine Klauen in ihre Flanken, er musst sie lang genug auf den Boden halten.

Und dann ergab sich seine Möglichkeit von ganz allein und sein Ziel wurde ihm schutzlos präsentiert.

Ianto stieß das Schwer tief in die ungeschützt Haut ihres Unterarms, trieb es so weit hinein, wie er konnte.

Lisa schrie schmerzerfüllt auf, ein heftiges Schaudern schmiss Ianto fast von ihr, nachdem ihre verzweifelten Versuche sich zu befreien, daran gescheitert waren. „Warum?", entrann es ihren Lippen, zusammen mit ihrem letzten Atem.

Ianto Jones war – einmal mehr – der Letzte.

Er rollte sich zur Seite und zog sie ihn seine Arme, ohne ihr Blut auf seinen Klauen zu beachten. Er schrie seinen Schmerz dem unsichtbaren Himmel entgegen, ohne zu bemerken, dass der Rest des Teams sich um ihn sammelte.

Sein Lied hallte durch die Basis als sein Herz ein weiteres Mal brach.