Chapter 2 - Tradin' War Stories


"Das nicht dein Ernst sein."
Derek sah wütend in das Gesicht seines entschlossenen Bruders.
"Diese Mission ist Selbstmord, sie bedeutet dein Tod. Verstehst du nicht?"
"Du hast Connor nicht kämpfen sehen. Ich spüre, dass mehr hinter ihm steckt."
"Kyle", sagte Derek besorgt, "ich will dich nicht schon wieder an die Maschinen verlieren."
"Wirst du nicht." John kam mit Allison um die Ecke und kam nicht umhin den Streit zu überhören.
"Schau ihn dir doch an, er ist ja noch nicht einmal richtig erwachsen, wie wollt ihr überleben", abfällig musterte Derek John,
"und Allison ist kaum älter als er."
"Vielen Dank auch", fuhr ihn Allison wütend an.
"Tschuldige, ich wollte Dich nicht beleidigen, aber der dort, ich trinke meine Pisse, wenn der lebend zurückkommt."

"Du kannst dich immer noch entschließen mit uns zu kommen, ich hatte gehofft du hättest deine Meinung geändert."
Derek rollte mit den Augen.
"Ich hatte gehofft, dass Du deine Meinung geändert hast."
"Er hat mir das Leben gerettet, ich vertraue seinem Urteil."
"Ich sag dir, der Junge bedeutet deinen Tod, er wird dich umbringen."

Johns Magen drückte sich zusammen - es war etwas Wahres an Dereks Aussage dran, irgendwann musste er Kyle, seinen Vater zurückschicken, wohl wissend dass er beim Schutz seiner Mutter gegen die Maschine sterben würde.
"Ich traue ihm nicht, er könnte einer von ihnen sein, ein Gray, wie Fisher, Charles Fisher! Wenn meinem Bruder etwas zustößt Connor, kommst du am Besten gar nicht erst zurück."
Damit zog Derek weg.

Das Trio machte sich zum Ausgang, raus ins Freie, einem Wolken verhangenen Nachthimmel.
Allison und Kyle waren die einzigen gewesen, die sich bereit erklärt hatten, John zu unterstützen.
Irgendwie konnte John verstehen weshalb Derek es als Selbstmord bezeichnet hatte.
Dennoch hatte er sich mit seinem Entschluss über die Woche der Vorbereitung abgefunden. Diese Welt war anders, er hatte alles verloren.
Von John Henry, wie ihn das flüssige Metall nannte, gab es keine Spur, und somit auch keine Möglichkeit Camerons Chip wieder zu erlangen.
Er fühlte sich einsam und depressiv.
Nur Kyle und Bedell respektierten ihn, und nur Allison versuchte sich mit ihm zu anzufreunden, was seinen Schmerz nicht gerade linderte, da sie ihn an Cameron erinnerte.

"Schaut, ein Sturm zieht auf."
Kyle blickte zu Allison:
"Was soll uns das kümmern, wir hocken die meiste Zeit eh in den Bunkern"

Kyle trug auf dem Rücken den Raketenwerfer, um die Schulter eine schwere Tasche mit der Munition.
John hatte den Sprengstoff, sowie die Pfeilpistole. Alle drei waren mit Plasmagewehren und einigen Handgranaten ausgerüstet.

"Dein Bruder, er ist ziemlich auf dich fixiert."
Die Unterhaltung mit Derek hatte bei John ein paar Fragen geweckt.
"Ja, ich bin das einzige was er noch hat. Wir haben unsere Eltern beim Bombenangriff verloren. Er hat sich um mich gekümmert.
Dann verlor er mich an die Maschinen, das hat er sich nie verziehen."
"Wie bist du entkommen?"
"Ich war im gleichen Trakt des Century Work Camp eingesperrt wie Bedell , nach Jahrelangem planen konnten wir und 18 weitere fliehen.
Dem Rest konnten wir leider nicht helfen. Sie sind jetzt wahrscheinlich Tod. Manchmal sehe ich ihre Gesichter im Schlaf, wie sie mich anflehen ihnen zu helfen. Wir waren wie Tiere eingesperrt, unser Verstand zersetzte sich langsam, viele konnten spüren wenn einer dabei zugrunde ging, noch bevor er es selbst wusste."

Allison sah Kyle mitfühlend an.
"Das tut mir leid."
"Kein Grund für Mitleid; in einer Welt voller Leid, was macht das Leid eines einzelnen aus.
Sieh dich um, nichts als Leid, täglich, es macht keinen Zweck darüber zu reden wenn es direkt vor einem liegt.
Jeder trägt sein Leid, seinen Stein Allison, ich wie du. Jeder versucht aus dem was er hat, das Beste für sich zu machen."

Allison blickte Gedankenverloren in die Ferne, auch sie kannte Leid.
Sie hatte mit knapp vier Jahren ihre Eltern verloren, hätte Bedell sie damals nicht gefunden, wäre sie nicht mehr am Leben.
Sie dachte über Kyles Worte nach, Verbitterung sprach aus ihm. Was war der Grund ihrer Mission?
Sie war nicht zum Wohle eines einzelnen, sondern zum Wohle aller.
Ihr Blick streifte zu John, dem der diese Mission bis ins kleinste Detail sorgfältig geplant hatte.
Er strahlte Hoffnung aus und dafür bewunderte sie ihn.

"Warum bist du hier?"
John sah Kyle immer noch an. Ihm war nicht klar wie Kyle ihm mehr vertraute, als seinem Bruder.
"Wir kennen uns, nicht wahr, aus einer Zeit bevor die Bomben fielen - Park, Baseball"
Es war nicht ganz die Antwort die er haben wollte und dem Thema ausweichend blickte er zu Allison:
"Und Du?" Allison sah ihn an, wurde rot, stolperte und fing sich noch im letzten Moment.
John sah zu Kyle, der ihn angrinste und leicht zuzwinkerte.
'Oh Gott', dachte sich John.
Es hatte ihm gerade noch gefehlt, dass sich Allison in ihn verguckte. So nett sie auch war, so sehr er sie auch mag, erinnerte sie ihn an Cameron. Bei dem Gedanken etwas mit Allison anzufangen kommen in ihm Schuldgefühle auf.
Es wäre nur eine Lüge. Er würde Allison aufs Äußere beschränken, da sie ihn an Cameron erinnerte, oder Cameron aufs Äußere beschränken. Seine Gedankengänge verwirrten ihn. Er fühlte sich schon vom ersten Tag zu Cameron hingezogen, und dabei hatte sich nie viel geändert.
Er hatte versucht - sich selbst dazu gezwungen - andere Mädchen zu treffen. Er war nur an verrückte Blonde Hühner geraten - Cheri und Riley.
Bei dem Gedanken an Riley, die sich ihm geradezu aufgezwungen hatte, dachte sich John, dass es ihn mit Allison auch schlimmer hätte treffen können. Er war zum Teil glücklich darüber, dass nichts übers Geknutsche hinaus zwischen Riley und ihm lief.
Sie war aus der Zukunft gewesen, nur dazu da ihn von Cameron fernzuhalten, leider - so räumte er heute ein - mit Erfolg.
Es war nichts als eine große Lüge gewesen.
Sie hatte ihn wahrscheinlich nicht einmal geliebt - ihm war es egal, er hatte sie eher als einen Freund betrachtet.
Schockiert von den vielen Parallelen blieb John den restlichen Weg stumm.


"Mist! Es sieht aus als würden sie einige Maschinen verladen."
John nahm Kyle das Fernglas ab und schaute hindurch. Er sah wie zwölf identische Maschinen in einen Transporter stiegen.
Die Gesichter waren ihm bekannt und er wusste gleich, das eine davon durch die Zeit zurückgeschickt wird um seine Mutter umzubringen und er sich einer von ihnen stellen, sie umzuprogrammieren und zu seinem Jüngeren Ich schicken musste.
"Wir sollten uns beeilen, nicht dass eine Massenladung beginnt."
John sah von Kyle, dem er das Fernglas zurück händigte, hinauf zum Himmel und entdeckte die patrouillierende HK-Airial - das Trio duckte sich hinter dem Autowrack - den Scheinwerfer auf den Boden gerichtet, suchte sie das Gelände nach Besonderheiten ab.

Nach ein paar Minuten fliegt sie wieder davon. Keine Zeit verlierend richtet sich John auf. Sein Blick kreuzt sich mit Allisons - sie wirkt besorgt - und kommt mit Kyles zum stehen.
"10 Minuten, schießt nicht bevor ich wieder vom Dach bin und den Zünder betätigt habe. Sollte die Drohne Über mir sein, schaltet sie zuerst aus, vom Himmel aus bin ich ein leichteres Ziel."
John drehte sich um, und lief in die spärliche Landschaft, der Fabrik entgegen. Hinter ihm konnte er noch Allisons Stimme vernehmen, die ihm viel Glück wünschte.


Allison bringt ihr Plasmagewehr in Anschlag, neben ihr lädt Kyle den Raketenwerfer.
Sie schaut durch das Zielfernrohr, und erkennt wie John im Schutze der Dunkelheit von Deckung zu Deckung rennt.
Den Scheinwerferkegeln ausweichend. Ihre Gedanken driften ab. Es fällt ihr schwer sich auf die Mission zu konzentrieren.
'Da treffe ich einmal einen Jungen den ich interessant finde, und er bringt sich hierbei um.'

Sie seufzt, vielleicht, war es gerade das draufgängerische an ihm das ihn interessant machte - andererseits war er aber auch logisch, berechnend.
Trotzdem war er stets alarmiert, als könnte jederzeit neben ihm eine Granate einschlagen. Eine gute Kombination wie sie fand.
Über die Woche hinweg hatte sie versucht ihn näher kennen zu lernen - nach ihrer Einschätzung mit gemischtem Erfolg.
John war irgendwie unnahbar, was ihm eine mysteriöse Aura gab und ihn nochmals interessanter machte.
Man konnte nur an seiner Schale kratzen, innen drin bleiben seine Geheimnisse dicht verschlossen.
Er war nett, freundlich - sie bezeichnete ihn als Freund, hoffte sich insgeheim aber mehr. Sie war aber zu schüchtern um ihn zu drängen.
Außerdem hatte sie Angst, dass er sie abweisen würde und danach nichts mehr mit ihr zu tun haben wolle.
Wer immer diese Cameron war, sie hatte einen guten Geschmack.

Durch das Zielfernrohr sieht sie, wie sich der beladene Transporter in Bewegung setzt.
Neben ihr hat Kyle den Ladevorgang des Raketenwerfers beendet, und observiert den Himmel:
"7 Minuten."
Allison schwenkt zurück zu John und stellt fest, dass er die Wand der Fabrik erreicht hat, ohne die Patrouillen zu alarmieren.
'gut, der erste Teil ist geschafft'
Die Anspannung in Allison lässt nach.


Außer Atem zieht John die Pfeilpistole, aus der per Luftüberdruck Projektile geschossen werden können.
Sein Plasmagewehr bleibt per Lederriemen lose an ihm hängen.
Aus dem Lauf der merkwürdigen Pistole ragt ein Enterhaken, an dem ein Seil befestigt ist.
Sorgfältig zielt er auf die obere Dachkante, betätigt den Abzug und trifft.
Zufrieden mit sich selbst krangelt er sich, die Hände am Seil und die Füße an der Wand hoch.

Auf halben Weg überlegt er sich ob es so eine gute Idee war.
Er gab gerade ein sehr gutes Ziel ab und er hatte ausdrücklich den Befehl gegeben, nicht zu schießen.
Angst machte sich in ihm breit.
'hoffentlich habe ich die Patrouillen auch richtig eingeschätzt, sonst heißt es bye-bye zukünftiger Anführer des menschlichen Widerstands, pff, als ob die Leute hier einen Scheiß auf mich geben.'
Er war verärgert über Dereks Verhalten, schließlich hatte er doch seinen Bruder gerettet.
Für jemanden, der so auf seinen Bruder fixiert ist wie Derek, sollte das doch etwas bedeuten.


"3 Minuten"
Kyle schaute durch das Fernglas und observierte jede Bewegung von John. Anspannung lag in seiner Stimme.
"Der Junge ist Unglaublich, die hälfte des Sprengstoffs ist platziert."

'Hat er etwas bemerkt, oh Gott, wie peinlich. Hoffentlich quetscht er mich nicht aus'
Allison fühlte sich immer weniger wohl, wie ein kleines Kind, das von den Eltern beim Naschen erwischt wurde.
Durch ihr Zielfernrohr sah sie wie John die vorletzte Ladung platzierte, als Kyle plötzlich aufschreckte.
"Scheiße, die Drohne"
Kaum waren seine Worte aus dem Mund sah Allision durch das Zielfernrohr wie John in gleißendes Licht gehüllt wurde.
Die HK-Airial eröffnete das Feuer.


John fühlte sich gut, nur noch ein Sprengsatz und es war geschafft.
Plötzlich hörte er ein surrendes Geräusch, es kam aus der Luft.
'verdammt, das kann nicht wahr sein, das waren nie im Leben 10 Minuten'
Ahnend was kommen würde, wurde John von einem Scheinwerferkegel aus der Luft erfasst. Die Drohne kam aus der Deckung der Wolken.
John rollt sich zur Seite. Die Einkommenden Plasmageschosse verfehlen ihn knapp.
Kaum auf den Beinen hechtet er sich hinter einen Massiven Kamin, der weitere Geschosse abblockt.
Die Schüsse stoppen, das surrende Geräusch verlagert sich nach links, John geht rechts um den Kamin herum das Plasmagewehr im Anschlag. 'keinen Grund mehr leise zu sein'
Er erblickt den Hinterteil der Drohne und eröffnet das Feuer, ohne Erfolg.
Die Drohne ist zu schnell, steigt im Zickzack, seinen Schüssen ausweichend auf, sich ihm ausrichtend, über den Kamin hinaus.
Der Gejagte wird wieder zum Jäger.


Allison blickt Kyle mit furchtvollem Blick an.
Er zielt mit dem Raketenwerfer auf die Drohne, drückt aber nicht ab. Keiner von beiden hat bislang geschossen.
"Es ist aus, sie haben ihn entdeckt, schieß endlich, scheiß auf den Schießbefehl."
Kyle drückte ab.
Er brauchte keine Zeit um die schlichte Argumentation oder die für sie ungewöhnliche Ausdrucksweise zu überdenken.
Der Fall war klar, die Maschinen waren so oder so schon alarmiert.
Sekundenbruchteile später und die Drohne explodiert.
'Volltreffer'

Während Kyle nach seinem Plasmagewehr greift, visiert Allison durch das Zielfernrohr den Eingang an.
Die großen Tore öffnen sich, um die 'Missgeburten' zu entlassen.
Allison eröffnet auf sie das Feuer.


John duckt sich vor den umher fliegenden Trümmerteilen und wird glücklicherweise von den Großen und Schweren verschont.
Seine Weste hatte das meiste abgefangen.
An seinen Armen sieht er zahlreiche Schnitte und Wunden.
'oberflächliche Verletzungen.'

Er platziert den letzten Sprengsatz und macht sich zu seinem Enterhaken.
In der Ferne sieht er Plasmaschüsse die in Richtung Fabrik gehen, sowie Plasmaschüsse, die Nahe Kyles und Allisons Position einschlagen.
Als er über die Dachkante schaut, schreckt er zurück, gerade noch rechtzeitig um den Schüssen zu entgehen.
Unter ihm stand eine Maschine, das spärliche Licht reflektierte von ihrer chromartigen Oberfläche.
'Verdammt, Es hatte das Seil entdeckt und die Drohne alarmiert'

John wusste, von Mann zu Maschine hatte er auf diese Entfernung kaum eine Chance.
Die Maschine war schneller und widerstandsfähiger. Sie konnte, wenn er nicht sorgfältig genug zielte einige Plasmaschüsse aushalten.
John nahm eine Granate, zog den Stift. Er wartete bis sie groß und rissig wurde bevor er sie über die Dachkante falle ließ.
Kaum auf dem Boden angekommen explodierte sie, und beschädigte die Maschine.
Sie war kurze Zeit bewegungslos - darauf hatte John gewartet.
Aus der Deckung schoss er auf sie, bis vom Torso nichts mehr übrig war. Danach ließ er sich am Seil herab.


Allison schwenkte ihr Gewehr in Richtung John.
Sie und Kyle hatten die großen Tore in Beschuss genommen.
Die Maschinen gaben auf aus ihr zu fliehen und blieben hinter den 'sicheren' Mauern.
'gut, das macht unser Vorhaben leichter'
Sie nahm die Maschinen rechts und links von John unter Beschuss, die ihn erkannt hatten und nach ihm schossen.
John rannte in gerader Linie von der Fabrik weg. Das Kreuzfeuer hinter ihm einprasselnd.
'Bewegung, die Beste Deckung. Sich zu verstecken ist eh keine Option, es würde einen Bewegungsunfähig machen, es leichter machen, für die Maschinen ihn zu umzingeln.'
Allison konnte drei der sechs Maschinen die ihn anvisierten ausschalten.
Das Gewehr schwenkend durch das Zielfernrohr schauend erblickte sie wie John den Zünder drückte.
Die Explosion war gewaltig.
Die Fabrik stürzte wie ein Kartenhaus zusammen.
Die einstürzenden Wände begruben die umstehenden Maschinen, und hüllten die Umgebung in Rauch und Staub.

Kyle und Allison sahen im Rauch einen dunklen Schatten.
Allison senkte mit dem Druck ihrer Hand die Waffe Kyles, der den Schatten anvisiert hatte.


"John, du lebst."
Er erstarrte perplex, nicht wissend wie er sich verhalten sollte - gemischte Gefühle in seinem Magen.
Kaum hatte er das Autowrack erreicht, kam Allison, aufgewühlt aber glücklich auf ihn zu gerannt und umarmte ihn.

Kyle räusperte sich:
"Wir sollten von hier so schnell wie möglich verschwinden. Die Maschinen werden bald wieder hier sein."
Allison, die dadurch die Nähe zu John bemerkte, ließ schnell von ihm schnell ab, rot werdend im Gesicht.

Auf dem Weg zurück zog John das Foto seiner Mutter aus der Tasche.
Die Morgendämmerung kam und enthüllte tiefschwarze Wolken. Das Wetter hatte sich verschlechtert.
"Wer ist Sie? Du starrst jetzt schon eine viertel Stunde auf das Foto."
Die Frage kam von Kyle, er hatte einen interessierten Ausdruck auf seinem Gesicht.
'ob sie ihm gefällt', fragte sich John, im Inneren lachend, da er die Antwort schon kannte.
Allison starrte traurig auf das Foto.
'Ist sie Cameron? Sie ist zwar schön, aber ich gefalle ihm doch besser, oder? Man das Leben stinkt!'
"Meine Mutter, Sarah Connor. Sie hat mir beigebracht zu kämpfen, zu überleben."
Erleichterung macht sich in Allison breit 'Oh Gott, bitte lass ihn diese Cameron vergessen.'
John erzählte in aller Kürze, von seinem Training im Dschungel, seinen harten Lektionen.
Kyle ließ den Blick nicht von dem Foto. John fuhr weiter:
"Sie bringt mir Glück, ich möchte, dass du das Foto nimmst, es soll auch dir Glück bringen."
John gab Kyle das Foto.
"Ich soll das Foto deiner Mutter annehmen?"
"Es ist nur ein Foto von ihr, die Gedanken an sie bleiben in mir. Die Erinnerungen sind das Wichtigste."
Kyle wusste darauf nichts zu erwidern. Er wollte Conner nicht verletzen.
Außerdem übte die Frau auf dem Foto eine große Anziehung auf ihn aus - laut John musste sie einen großen Willen gehabt haben.
So steckte er es ein.


"...die Explosion war gewaltig und mittendrin Connor"
John kommt um die Ecke und sieht, wie Kyle umringt von Soldaten von den gemeinsamen 'Ausflug' erzählt - mit darunter Derek.
Die Soldaten hören ihm gespannt zu, Derek erkennt John:
"Stopp, Kyle. Da kommt er, der Retter der Menschheit",
Derek sieht John an - seine Stimme wirkt genervt,
"hey Connor, komm mal her, mein Bruder hier schmückt seine Geschichte aus."
"Ah, kein Grund irgendetwas auszuschmücken. Es war unglaublich. Wir haben sie platt gemacht", erwidert Kyle,
"mir fällt grade ein, wolltest du nicht irgendwas mit deinem Urin machen, falls John lebend zurückkommt?"

Die Soldaten um ihn herum lachen. Derek schaut seinen Bruder verärgert an:
"Halt den Mund, das kannst du nicht ernst meinen!"
"Mir ist es eigentlich egal" - Kyle grinst seinen Bruder an - "Aber wäre ich John, würde ich darauf bestehen."
Derek schaut perplex in das Gesicht von John.
Für einen Moment stellt sich John vor wie Derek seinen eigenen Urin trinkt. Es wäre zweifellos ein Spaß.
Dennoch würde er damit Derek vor den anderen degradieren.
"Nah, hier stinkt es schon genug, keinen Grund den Geruch mit seinen Urin zu verfeinern."
Alle außer Derek lachen.

Er starrt John tief ins Gesicht, bevor er sich zum gehen abwendet. John ruft ihn zurück:
"Derek, wer ist Charles Fisher?"
Derek dreht sich um, blickt ihn mit eiskalten Augen an.
"Er arbeitet für die Maschinen, er ist ein Gray, der Schlimmste von allen. Er zeigt den Maschinen wie die Leute 'ticken'.
Ich kam in den Genuss einer unangenehmen Unterhaltung mit ihm."
"Er hat dich gefoltert? Wie bist du entkommen?"
"Fisher bricht deinen Geist, er foltert dich psychisch. Ich hatte Glück..."
Damit ging Derek davon und ließ John nachdenklich zurück.

Was würden die Leute bloß von ihm denken, wenn er Maschinen umprogrammieren würde? - oder von Cameron erfuhren?

Aus dem Schatten kommt Bedell auf John zu:
"Scheinst ja großen Eindruck auf Derek gemacht zu haben - Retter der Menschheit"
Er lacht.
"Vorschläge was wir tun sollten?"
"Die Maschinen werden nach uns suchen. Wir können solange nichts tun. Sie werden die Gegend nach uns durchkämmen. Wir dürfen nicht entdeckt werden, wenn ein Bunker entdeckt wird muss er aufgegeben werden. Sonst fallen alle."

"Ein Domino-Effekt."
Bedell verstand. John hatte Recht. Er mochte die Idee nicht, doch sie hatten keine andere Wahl.
Die Maschinen würden sie sonst alle auslöschen.