Chapter 8 - Machines & Weapons
Part 1 - Déjà Vue
Sie hatte recht gehabt.
John schlug in einem Wutanfall den Monitor vom
Tisch. Er zerschellte zwischen Wand und Boden.
Lauter kleine
Scherben.
Er fasste sich an die Stirn. Er war am Ende seiner
Kräfte. Es hatte keinen Sinn. Er löste den Chip aus seiner
Halterung und schaute ihn an. Der Chip war für ihn ein Fluch und ein
Segen. Es war Cameron, doch auch die Person, die ihn versuchte
umzubringen, und der Mörder von Allison.
Bei dem Gedanke an Allison flossen die Tränen.
Was würde sie bloß von ihm denken. Was würde sie sagen. Hatte sie
es verstanden, eins und eins zusammengesetzt, als vor ihr 'Cameron'
stand?
Ihm wurde schlecht bei dem Gedanke. Er hatte Allison
geliebt. Cameron war bloß eine Maschine mit der einzigen Funktion zu
töten. Obwohl er auch sie geliebt hatte, war sein Hass auf sie jetzt
tief verwurzelt.
Er legte den Chip in die Mitte des Tisches und
holte einen Hammer.
Mit Schwung holte er aus und schlug zu...
"Ich will zu Connor."
"Er
empfängt keinen. Ich kann ihm ausrichten, dass du hier
warst."
"Siehst du das, das Armband, es ist anders als
deins. Ich bin Connors Freund! Also lass mich durch."
"Connor
hat keine Freunde, er hat nur Allison. Und die ist gerade bei
ihm."
"Sie ist schon hier?"
"Ja, sie kam
etwas vor dir an. Sie sind gerade zusammen, äh, dort drin, du
verstehst. Ich wusste zuerst gar nichts von ihr, wurde frisch
eingeteilt. Wollte sie nicht durchlassen und habe meine Waffe auf sie
gerichtet... Hat mir nen bösen Blick von Connor beschert. Verstehst
du, ich will ihn nicht noch mal verärgern."
Die Wache verzog
das Gesicht.
Kyle nickte. Im Prinzip wussten nur die Leute im
alten, verlassenen HQ von Johns Beziehung zu Allison. Er zeigte es
nicht sonderlich in der Öffentlichkeit.
"Sag ihm einfach,
dass Kyle hier war, und dass ich mit ihm reden muss... Er weiß doch,
dass der alte Bunker entdeckt wurde?"
"Ähm, ich denke
schon, ich habe ihm Powells Notiz durch den Türspalt geschoben."
Kyle rollte mit den Augen. Und sowas schimpfte
sich Widerstandskämpfer, eine Person ohne jegliches Rückgrat.
Wer
immer diese Wache ausgesucht hatte, es war ganz bestimmt nicht John
gewesen.
Diese Wache, war einfach nur unfähig.
John stand im Raum, der Hammer lag schlaff in
seiner Hand.
Sein Gesicht war blass, er hatte wässrige Augen.
Er sah hinüber zu dem erschlafften Köper
'Camerons'. Der Kreislauf schloss sich wieder - wie es schien.
Sie
erinnerte ihn an das Bild das er zuletzt von ihr sah:
Den
bewegungslosen Körper von ihr, die vielen Wunden, das ganze Chrom
das freigelegt war, ihr enthülltes linke Auge. Der geöffnete
CPU-Port.
Sie hatte sich zur Befreiung Sarahs komplett
geopfert, weil er es so wollte, er wollte seine Mutter befreien, sie
versuchte ihn davon abzubringen, er wollte nicht auf sie hören,
beschuldigte sie, entzog ihr jegliches Vertrauen.
Sie bewies ihm,
dass sie sich um ihn sorgte, er ihr etwas bedeutete. Sie befreite
Seine Mutter, und wurde dabei so gut wie zerstört - niemand wird
getötet, niemand - diese Mantra hatten sie ihr eingeredet. Sie hätte
sich besser wehren können, sie hätte das Gefängnispersonal töten
können, aber sie tat es nicht. Keine ihrer Kugeln traf einen Werter.
Im Gegenzug wurde sie von allen Seiten mit heftigem
Maschinengewehrfeuer beschossen. Sie war am Ende ein Wrack gewesen,
seinetwegen. Ein Geist, ohne funktionierenden Körper - wobei dass
wiederum auch nicht richtig war. An seinem 16ten hatte sie ihm ja
einen Geburtstagskuchen holen wollen, und wurde von einer Autobombe
erfasst. Die Explosion stieß ihr ein Stück Metall durch den
Endoschädel, und beschädigte den Chip. Am Ende ist sie zu seinem
Schutz gegangen, ob sie sich zerstören, oder einen neuen Körper
beschaffen wollte, sie tat es seinetwegen.
Alte Schuldgefühle kamen in ihm hoch.
Doch die Person vor ihm war nicht Cameron,
zumindest nicht die, die er im Jahre 1999 kennen gelernt hatte.
Sie
war eine gefühllose Maschine die seine Freundin getötet hatte, aber
auch die, aus der seine Cameron hervorkommen könnte. 'Seine' Cameron
hatte Allison also auch getötet, dennoch hatte er sie geliebt. Ihm
blieb nichts mehr, außer diese regungslose, leere, gefühlslose
Hülle vor ihm, diese wunderschöne, schreckliche Hülle.
Er brach weinend zusammen und schaute mit Entsetzen seine Hände an.
"Diese Wache, Connors Wache, sie ist
unfähig."
"Ich weiß."
Kyle sah Wells verdutzt
an.
"Powell hat sich auch schon bei mir beschwert. Schau mich
nicht so an, ich bin dafür nicht verantwortlich. Ich hab sie nicht
ausgesucht. Das war Winfield. Er meinte zu mir, dass er die besten
Soldaten an der Front, zum kämpfen, brauche, und dass somit Connors
Schutz nur wenige übrig bleiben, was aber genügen würde, wie er
meinte, wenn wir gewisse Laute wie Powell nicht aufgenommen hätten.
Hast du eine Ahnung, was er damit gemeint hat?"
"Nein,
nicht die Geringste. Powell scheint korrekt zu sein. Nichts
Auffälliges, na ja, okay...",
Kyle musste kurz Grinsen, er
vergaß für einen kurzen Moment hierbei das Leid, das ihn gerade
durchfuhr,
"...er vergöttert John ein bisschen zu sehr. Aber
sonst."
"Eben, aber ich werde dahinter bleiben,
vielleicht ist ja doch etwas dran. Jeder hat sein Schmutziges
Geheimnis."
"Ach Winfield spielt sich nur auf, er ist
unzufrieden, weil wir seine Entscheidung kritisieren. ganz
einfach."
"Ja, das würde zu ihm passen. "Sie waren
fertig, ihre Teller am Büffet zu beladen und setzten sich.
"Es tut mir leid."
John ließ den Hammer fallen.
Streichelte ihr
Haar, ihre Wange, und weinte kniend in ihrem Schoß. Die Dinge hatten
sich geändert.
Er konnte sie nicht zerstören, sie sah aus wie
Allison, sie war Cameron.
Doch er konnte sie nicht mehr lieben, er
liebte sie nicht mehr. Er hasste sie, er liebte nur die Erinnerungen
an sie, die diese Cameron nicht mit ihm teilte.
Er ging zu dem Tisch, fühlte mit seinen Fingern
die Delle, die er mit dem Hammer reingeschlagen hatte.
'Was soll
ich bloß tun, ich sollte sie zerstören, sie wird versuchen mich
wieder umzubringen."
Er schaute den Chip an, den er in der anderen Hand
hielt.
Er erinnerte sich an Cameron, als sie zwischen den
Lastwagen eingeklemmt war und ihn anflehte sie nicht zu deaktivieren,
zu zerstören.
Er hatte sie deaktiviert. Er wollte sie reparieren.
Seine Mutter wollte ihn davon abhalten, sie verbrennen.
Fast hätte
er sich wieder ihr unterworfen, sich ihrer Meinung untergeordnet -
mit dem Wissen, dass sie falsch lag.
Aber dies hier war anders. Sie war anders. Es
hatte keinen Sinn.
Er würde sich wenigstens noch von ihr
persönlich verabschieden - er wusste, es war blöd,
sentimental.
Aber vielleicht beruhigte es ja sein Gewissen.
Er kramte in einer Ecke und holte zwei versteckte
Waffen zum Vorschein. Eine Beretta 9mm - sie war gegen einen
Terminator eigentlich ziemlich nutzlos - und sein Plasmagewehr.
Mit
seinem Plasmagewehr zielte er auf ihre rechte Stirnhälfte, setzte
den Chip wieder ein, verschloss den Port und ging ein paar Schritte
zurück.
'Camerons' Körper zuckte - sie aktivierte sich
wieder.
Sie starrte in den Lauf der Waffe.
"Willst du mich
zerstören? Ich sehe es hat nicht geklappt."
'Cameron'
drückte den Halbkreis ihrer Haut zurück auf den Endokopf.
"Es
tut mir Leid."
Sie betastete ihre Wange - die Zusammensetzung des
Schweißes hatte sich geändert.
John hatte ihre Wange
gestreichelt. Sie schaute ihn mit überraschten Augen an - er wich
ihrem Blick, ihren braunen Augen, aus.
"Ich will noch nicht
gehen, John."
Er schaute sie mit wässrigen Augen an.
"Kann
ich nicht noch ein bisschen Zeit in Betrieb bleiben, John? Bitte? Es
macht keinen Unterschied, oder?"
"Was willst DU
machen."
Zischte John, sein schlechtes Gewissen vermischte
sich mit Hass, sein gegenüber war nur eine Tötungsmaschine...
"Mir
ist es egal, alles was du machst..."
Sie schaute ihn mit
diesen braunen Augen an, denen er nicht Widerstehen konnte, sie
wusste es anscheinend einzusetzen, sie lernte schnell, da war sich
John sicher. Es war gefährlich, eine schlechte Idee:
"Okay,
keine schnellen Bewegungen! Wenn ich mich bedroht fühle schieß
ich."
Sie nickte, er zeigte vor ihr, auf den Tisch:
"Du
weißt wie man Schach spielt?"
'Cameron' schaute auf das
Schachspiel, als John sich ihr gegenüber setzte:
"Ich kenne
die Regeln."
"Gut, ich habe schon lange keinen mehr
gehabt, gegen den ich spielen konnte."
'Cameron' war sich unschlüssig, sie berechnete, dass Johns Chancen zu gewinnen weniger als 0,0001% waren. Sollte sie es ihm sagen? Das würde wiederum bedeuten, dass ihre verbliebene Zeit kürzer würde. Sie entschied sich, es ihm nicht zu sagen.
Sumner setzte sich zu Wells, Kyle gegenüber und
nickte ihm zu.
"Hey Sumner, was macht die Suche nach meinem
Bruder."
Er blickte auf:
"Ich tu alles was ich kann
Kyle, du hast mein Wort drauf."
"Warum lässt mich John
nicht selber nach ihm suchen?"
"Er sagte, dass Menschen,
die jemanden der ihnen Nahe stand verlieren, dumme Dinge tun. Er will
das Risiko ausschließen, dass du dich bei der Suche selber in Gefahr
begibst, Dummheiten tust."
"Das hat er gesagt? Ich
wollte ihn sehen, wenn er Allison verliert... sollten wir ihn dann
etwa auswechseln?!"
"Niemand kann den Widerstand so
führen wie John, er ist unersetzbar...",
warf Wells ein.
Sumner sah ihn an:
"Hoffen wir bloß, dass dieser Tag nie
kommt."
John grübelte über dem Schachfeld.
Es schien
als sei sie ihm immer mehrere Schritte voraus.
"Ich hätte dir sagen sollen, dass deine
Chancen zu gewinnen weniger als 0,0001% sind. Ich werde
Gewinnen."
John blickte auf, in das blanke
Gesicht:
"Wenigstens lebe ich noch",
seine Augen
begannen zu wässern,
"kann man nicht von jedem behaupten,
der dich getroffen hat, oder?"
"Es tut mir Leid um
deinen Verlust."
John senkte seinen Blick, er konnte es nicht
ertragen, der Hass übernahm ihn wieder:
"Es ist nicht so
einfach, du kannst das nicht einfach sagen ohne es zu meinen. Nur um
mich zu besänftigen."
"Kann ich nicht einfach gehen,
und wir vergessen, dass wir uns getroffen haben."
"Du
hast Allison getötet, dass kann ich dir nicht verzeihen."
"Es tut mir Leid."
"Du hast
versucht mich zu töten."
"Es tut mir Leid."
"Die
Maschinen haben mich schon mein ganzes Leben umbringen wollen, sie
töteten meinen Vater, ich bin ohne Vater aufgewachsen, sie
versuchten meine Mutter zu töten, mich zu töten! Die Maschinen
kennen keine Gnade, kein Mitleid, also zeige ich gegenüber ihnen
kein Mitleid, keine Gnade. Was ist deine Ausrede?! Warum sollte ich
dich gerade mit dem Mord an meiner Freundin, und den versuchten Mord
an mir selber gehen lassen?!"
Er schaute sie wütend an,
Tränen flossen.
"Es war meine Mission..."
"Und
doch sitzt du hier."
"Ich bin anders."
John
zuckte und senkte seinen Blick wieder.
"John?"
Er
schaute hasserfüllt auf:
"Ja?"
"Was ist deine
Ausrede? Warum sitzen wir hier?"
John fasste sich mit der
freien Hand an die Stirn, sie erinnerte ihn sonderbarerweise an seine
Cameron.
'Sie lernt schnell, warum sitze ich überhaupt hier mit meinem Mörder. Ich hätte sie zerstören sollen, dennoch bring ich es einfach nicht über's Herz.'
"Ich,... ich lern dich kennen."
Er
zwang sich sie anzuschauen.
"Ist es nicht ungewöhnlich dafür
mit einer Waffe seinem Gegenüber zu bedrohen?"
John machte
seinen Zug:
"Es ist nötig, oder nicht? Ich kann dir leider
nicht trauen."
"Ich will dich nicht mehr töten."
"Das
sagt sich leicht."
"Deine Waffe, sie ist auf dieser
kurze Entfernung nutzlos, ich könnte dich entwaffnen, bevor du es
realisieren würdest. Die menschlichen Reflexe sind für mich zu
langsam."
John blickte überrascht auf.
"Ich habe es
berechnet."
"Du denkst also daran mich zu töten."
"Das
ist Skynets Software, sie warnt mich. Du würdest dich doch auch
bedroht fühlen, wenn ich eine Waffe auf dich richten würde."
John
zischte:
"Ich wäre tot!"
"Wenn ich wollte,
wärst du jetzt tot. Wir hätten diese Konversation nicht,
John."
"Nenn mich nicht John! Du bist kein Freund!"
Er
schaute sie hasserfüllt an.
'Cameron' neigte leicht ihren Kopf:
"Es
tut mir Leid."
"Hör auf! Hör auf! Du bist eine
Maschine! Nur eine Maschine! Du hast keine Gefühle! Du weißt nicht
mal selber was du bist. Du reagierst ohne dir Gedanken über deine
Handlungen zu machen! Du bist bloß...",
John stand
aufgebracht auf, sein Plasmagewehr im Anschlag, auf sie gerichtet. Er
zitterte, der Finger am Abzug zitterte...
"Willst du mich
etwa umbringen?"
"Ich kann dich nicht umbringen, du
lebst nicht einmal. Du bist bloß tote Materie, die zu einem Monster,
einem Freak zusammengewürfelt wurde - du bist ein
Frankensteinmonster."
'Cameron' durchstöberte ihre
Datenbanken:
"Das Frankensteinmonster hatte Gefühle. Es hat
böse Sachen getan aber es bereut."
John zitterte noch stärker. Langsam hob Cameron
ihre linke Hand und senkte den Lauf seines Gewehrs.
"Bitte,
noch nicht. Lass uns bitte noch zu ende spielen."
Er schaute
mit wässrigen Augen in ihre. Sie machte ihren Zug.
"Schach-Matt!
Ich gewinne."
"Und jetzt?"
Ihr blankes Gesicht
drehte sich zu ihm.
"Ich weiß nicht. Ich hätte dich gerade
entwaffnen sollen, meine Software hatte es mir gesagt. Ich habe mich
anders entschieden. Jetzt musst du dich entscheiden. Es liegt in
deiner Hand."
John brach wieder in Tränen aus, so musste es
enden...
"John?"
Er schaute sie wieder
an.
"Danke... Ich bin dir nicht böse wenn du abdrückst. Ich
würde es tun. Es ist alles in Ordnung. Es tut mir leid."
John
schloss seine Augen, er nahm seine Beretta aus seinem Holster, lud
die erste Kugel in den Lauf und streckte die Pistole, mit dem Griff
zu ihr, ihr entgegen.
'Camerons' Blick wanderte von der Pistole in
Johns Augen.
"Beweise es!"
'Cameron' neigte ihren
Kopf:
"Was?"
"Willst du mich
töten?"
"Nein."
"Versprich es!"
Sie
nahm die Pistole und visierte ihn an.
"Versprich es!"
John
wurde unruhig, er spielte mit seinem Leben - aber es hatte ja schon
einmal geklappt bzw. es würde noch einmal klappen.
'Subject Identified:
John
Connor'
'Terminate'
'Termination Override'
Sie händigte die Waffe, mit dem Lauf zu ihr, ihm
wieder aus:
"Versprochen."
John legte die Waffen
weg.
"Gut, ich verspreche es auch."
"Macht uns das zu Freunden?"
John
schaute auf:
"Ich weiß es nicht. Was meinst du?"
"Ich
weiß es nicht. Menschliche Beziehungen sind komplex, schwierig."
"Es
ist aber anders, nicht wahr? Ich wäre die erste Person mit einer
Freundschaft zu einem Cyborg. Es ist nicht leicht, wir werden
sehen..."
"Darf ich bleiben?"
"Willst du
denn? Hast du überhaupt Bedürfnisse?"
"Ich will dich
nicht töten, ist das kein Bedürfnis?"
John kam einfach
nicht gegen die Logik von 'Cameron' an, so gab er nach:
"Okay,
du darfst bleiben."
"Das heißt wir sind Freunde und ich
darf dich beim Vornamen nennen."
John senkte seinen Blick, er
wusste nicht, ob er dafür bereit war, oder ob er es jemals
wollte:
"Du darfst dich uns anschließen..."
"Ich
werde dich beschützen."
'Cameron' sah ihn an, er blickte sie
überrascht zurück.
'Subject Identified:
John
Connor'
'Mission: None'
'Mission Override'
'Mission:
Protect'
Ihre Augen leuchteten blau auf.
"Das ist
es doch, was Freunde tun, oder? Sich gegenseitig beschützen."
"Unter
anderem, du weißt, es wird nicht einfach für dich. Viele Menschen
wurden viel Leid durch Skynet und die Maschinen zugefügt."
"Ich
weiß."
John war sich nicht einmal sicher, ob sie
Freundschaft richtig verstand.
"Du weißt, dass Skynet
Maschinen zurückschickt? Um dich zu töten und seine eigene Erbauung
zu beschützen und sich auszuweiten?"
"Ja, das habe ich
schon mein ganzes Leben gewusst."
"Ich kann dich zur
neusten Anlage führen, ich weiß wo sie liegt."
John schaute
überrascht auf:
"Sie wird gut überwacht sein, nicht
wahr?"
"Ja, aber Skynet weiß noch nichts von meinem
Verrat, von meinem Versagen. Ich kann Kontrolle über einige von
Skynets Einheiten erlangen."
"Die Frage ist, ob ich dir
trauen kann."
Er starrte in das blanke Gesicht, es zeigte
keine Regung.
"Egal was ich mache, du kannst dir sicher sein,
dass ich ab sofort deine Interessen wahre."
"Kannst du
die Maschinen permanent an dich binden?"
"Ja, aber dann
weiß Skynet Bescheid."
"Wo ist es, wo steht die
Zeitmaschine?"
"Topanga. Topanga Canyon."
Part 2 - Trust & Lies
"Eure Waffen, gebt sie ab!"
Mehrere schwer bewaffnete Soldaten vor seinem
Quartier.
Er hatte diese unfähige Wache ersetzt und seinen Schutz
aufgestockt - oder besser gesagt 'Camerons' Schutz.
Perry,
Winfield und Morton gaben ihre Waffen ab. Eine der Wachen kam vor und
tastete sie ab, um sich zu vergewissern.
"Niemand kommt
durch, verstanden. Wer Waffen mit sich trägt muss sie fallen lassen.
Wenn nicht erschießt ihr sie, verstanden. Macht keine
Fehler!"
"Verstanden, Sir. Sie können sich darauf
verlassen."
Die Wache gab vier anderen Handzeichen, um die
zwei Enden des Ganges abzusichern.
Winfield:
"Das sind ganz schön viele
Wachen. Diese Sicherheit ist doch nicht nötig."
Perry:
"Sir,
was ist denn los. Sie lassen sich kaum mehr blicken, und sind nur
noch dort drin. Was ist denn so wichtig."
John:
"Skynet.
Tretet ein. Wir müssen sprechen."
John führte sie in sein Quartier.
Morten
schloss die Türe und erblickte 'Cameron' in dem Stuhl. Er wurde
unruhig.
"Oh, ich wusste nicht das Allison hier ist. Ich,...
ich glaube ich sollte lieber wieder gehen..."
Seine Hand war
schon am Türgriff, als er einen scharfen, eiskalten Blick von John
bekam:
"Das ist nicht Allison. Sie ist nicht einmal ein
Mensch."
Alle schauten sie und ihn perplex an.
John:
"Es
ist nicht Allison, es sieht nur so aus wie Allison."
Alle
schauten ihn an. Sein Gesicht war blank.
John:
"Es ist eine
Maschine."
Winfield:
"Sie muss zerstört
werden."
Perry:
"Wie lange?"
John:
"Ich
denke, nachdem Sumner Allison zu dem Bunker in der Innenstadt
gebracht hat. Ich habe die Bestätigung gerade bekommen, auch er
wurde entdeckt und alles Leben darin vernichtet."
Morten sah
ihn mit entsetzten Augen an:
"Wir müssen es vernichten,
sofort. Jetzt, gleich hier. Sie könnte uns alle umbringen."
John
ging auf ihn ein paar schritte zu, er wich aus:
"Ich würde
nichts Unüberlegtes tun. Sie ist nicht deaktiviert, weißt du. Sie
ist nur im Stand-by, ich würde sie nicht bedrohen, an deiner Stelle.
Sie ist keine Gefahr mehr. Ich habe sie umprogrammiert, zu meinem
Schutz. Außerdem brauchen wir ihre Hilfe."
Morten:
"Das
ist Krank! Sie sieht aus wie Allison!"
John:
"Wäre
es dir lieber sie würde als Chromskelett herumlaufen?"
Morten
wich seinem Blick aus.
Perry:
"Hilfe? wozu brauchen wir
die Hilfe dieser Maschine?"
John:
"Skynets
Geheimwaffe. Wir müssen sie zerstören."
Winfield:
"Es
gibt sie also? Was ist es?"
John:
"Es kann den
Verlauf der Zeit ändern."
Morten:
"Und wenn sich die
Maschine wieder aktiviert, sie wird uns alle
umzubringen!?"
Winfield:
"Was ist, wenn das
Umprogrammieren nicht funktioniert hat? Was dann? Das Risiko ist zu
groß! Ich kann diese Entscheidung nicht dulden. Wir müssen es
zerstören, wir müssen sie alle zerstören!"
John schlug aus Wut mit der Faust auf den Tisch.
Die anderen schreckten zurück:
"Ihr wisst gar nichts! Meine
Entscheidung wird geduldet und damit hat es sich. Und wem das nicht
passt der wird auch meinen nächste Entscheidung nicht mögen, aber
sie ist Notwendig und ich werde sie durchführen. Ich werde ihren
Chip dazu benutzen auf einen Schlag mehrere Maschinen für den
Widerstand umzuprogrammieren."
Winfield:
"Das kann nicht ihr Ernst sein,
Sir"
Perry:
"Connor, ich habe ihre Art der
Informationsbeschaffung immer geduldet. Aber die Maschinen
umzuprogrammieren, ich weiß nicht ob ich das unterstützen
kann."
John:
"Unsere Soldaten können nicht
repariert, oder neu aufgebaut werden. Maschinen schon. Wir werden
Skynet mit ihren eigenen Soldaten besiegen. Es wird funktionieren.
Und jetzt geht, bereitet eure Männer vor, wir brechen auf. Ich habe
die Koordinaten der Geheimwaffe. Und noch etwas, diese Unterredung
bleibt unter uns. Wenn ich herausfinde, dass irgendeiner gezwitschert
hat, kann er sich an die Wand stellen. Wegtreten."
Winfield und Morten gingen, Perry stand noch neben John, den Blick auf 'Cameron' gerichtet:
"Wir müssen Reden, Sir."
"Was
gibt es denn noch. Ich habe es euch alles gesagt, euch eingeweiht.
Jetzt müsst ihr beweisen, wie ihr mit diesem Vertrauen umgeht."
"Das
ist es nicht direkt, Sir. Es ist nur,... Ihr spielt mit dem Feuer. Es
werden viele nicht verstehen. Ich kann es selber kaum nachvollziehen.
Die Maschinen sind nun mal unser Feindbild, das was vor Skynets
Vorhang ist."
"Ja, ihr müsst verstehen, dass die
Maschinen und Skynet keine Synonyme sind. Die Maschinen sind nur
programmiert. Sie tragen nur Skynets Befehle aus. Skynet ist unser
Feind. Es zieht hinter dem Vorhang die Fäden."
"Ich
fühle mich unwohl bei dem Gedanken, dass wir von Maschinen ersetzt
werden."
"Maschinen können keine Menschen ersetzten.
Maschinen sind aber ersetzbar. Wir können Skynet mit seinen eigenen
Waffen schlagen. Zu viele unserer Soldaten sind gefallen, und es
werden jeden Tag mehr. Kann ich mich auf dich verlassen,
Perry?"
Perry zögerte, er war sich unschlüssig:
"Vom
militärischen Standpunkt aus betrachtet kann ich es verstehen. Aber
es scheint falsch. Was wenn die Maschinen böse werden und uns
unvorbereitet angreifen?"
"Maschinen werden nicht böse,
sie tun, was man ihnen sagt."
"Ich will, dass jede
Maschine, die in irgendeiner Weise Fehler macht, seien es auch nur
subjektive, zerstört wird, augenblicklich. Dann, nur dann lass ich
meinen Einfluss gelten, und stimme dem zu, versuche es mit den
anderen zu schlichten. Außerdem brauche ich noch eine
Überredungsgrundlage."
"Ja, scheint in Ordnung zu
gehen. Es wird wahrscheinlich eh nötig sein. Wir sind ja hier
schließlich keine Metallliebhaber."
Perry blickt den regungslosen Körper von
'Cameron' an:
"Und was ist mit ihr? Sie sieht aus wie
Allison..."
Er beobachtet Johns Bewegungen sehr genau.
"Sie
hat Allison getötet, jetzt habe ich nur noch Hass in mir. Ich bin
komplett alleine. Jetzt braucht ihr euch wenigstens keine Sorgen mehr
machen, es würde mich 'jemand' manipulieren..."
"Lustig,
wissen sie Sir, die meisten würden zur Maschine 'es' sagen, Sie
sprechen über es mit 'sie'."
John schaute ihn mit eiskaltem
Blick an:
"Worauf willst du hinaus, Perry!? Sie ist eine
Terminatrix, ein weiblicher Terminator!"
"Nun, sie
wissen, wie das ausschaut."
"Die Wenigsten wussten von
meiner Beziehung zu Allison, wie schaut das aus?"
"Nun,
ich denke aber die wichtigen Personen werden sich wundern."
"Ich
liebe sie nicht, wenn du das meinst, ich ekele mich, wenn ich sie
anschaue, sie hat meine Allison getötet. Aber ich brauche sie, und
ich hasse mich dafür. Es gibt keine andere Möglichkeit. Und jetzt
verschwinde!"
Perry ging. John fasste sich an die Stirn. Die
Konversation mit Perry war an seine Substanz gegangen.
Aber er
hatte Recht. Was würden die Leute von ihm denken. Ihm war es
eigentlich ziemlich egal, niemand kümmerte sich um seine
Gefühlslage, kümmerte sich um ihn, persönlich. Sie wollten ihn nur
als kalt, kalkulierenden Feldführer, nichts weiter. Niemand kümmerte
sich darum, wie es in seinem Inneren aussah.
Er brach in Tränen aus - hatte sich in seinem
Leben jemals irgendeiner, wirklich um ihn gekümmert?
Seine
Mutter? - vielleicht, aber sie wollte ihn nur als großartigen
Kämpfer sehen, ihn abhärten.
Cameron und Allison - ja, sie
sorgten sich um ihn, bei Allison war er sich sogar sicher, dass sie
ihn von ganzen Herzen liebte - und jetzt war sie Tot, getötet durch
ein zweitklassiges Abbild, einer gefühllosen Maschine...
Eine flache Hand berührte ihn an der
Schulter.
Augenblicklich schreckte er zurück. Er sah 'Cameron',
die ihn mit dem blanken Gesicht anschaute:
"John, ist alles
in Ordnung?"
"Du,... du solltest in Stand-by sein!"
"Ich
weiß, ich hab dich getäuscht."
"Warum?"
"Macht
es einen Unterschied? Du hast deine Männer auch getäuscht - ich bin
nicht umprogrammiert."
"Ja, es ist ein Unterschied, ich
habe für dich gelogen..."
"Ich habe auch für dich
gelogen, ich kann dich nicht beschützen, wenn ich im Stand-by-Modus
bin."
"Du lügst öfters, nicht wahr?"
"Wenn
es erforderlich ist. Außerdem wollte ich mir einen Eindruck über
deinen Kommandostab machen."
"Du hast Dinge gehört, die
ich gesagt habe, böse Dinge..."
"Du brauchst dich nicht
zu Entschuldigen, ich verkrafte es."
John senkte seinen
Blick, er wusste nicht, was er dazu sagen sollte, er wollte sie nicht
Anlügen, und im Moment, war seine Gefühlswelt das reinste
Chaos.
"Du solltest dich in Acht nehmen, ich habe Abneigungen
gegen dich gespürt: Winfield und Morten. Ich traue ihnen nicht.
Perry war aufrichtig."
"Du hast gehört, was er gesagt
hat."
"Ja, es ist zwar eine Verschwendung von Hardware,
aber seine Argumentation war schlüssig. Wir werden ihr wohl folgen
müssen."
John schaute sie verdutzt an. Cameron neigte ihren
Kopf:
"Wir könnten, wenn so etwas Vorfallen sollte, eine
Neuprogrammierung versuchen. Falls sowas überhaupt passiert. Die
Chancen sind niedrig - es ist nur möglich wenn die Maschine
physischen Schaden am Chip erleidet."
'Ach so, sie spricht darüber...'
John war
etwas erleichtert.
"Ja, schon... aber das hatte ich
eigentlich nicht gemeint."
Ihr Gesicht war blank, keine
Gefühle waren abzulesen:
"Du meinst den letzten Teil... Ich
verstehe das Problem nicht. Wir sind nur Freunde, oder? Dies
beinhaltet nicht diese Form der Liebe."
John war erleichtert, aber auch verletzt - 'sie
wird mich niemals lieben'.
"Nein und das möchte ich auch
nicht. Aber du siehst wie Sie aus. Leute werden Fragen stellen, sich
Gedanken machen."
"Dir scheint es nichts
auszumachen."
"Es ist nicht so einfach!"
"Es
tut mir leid."
John senkte den Blick, diese Augen, sie
versuchte ihn nur zu besänftigen...
"John? Wer ist
Cameron?"
Er schaute sie überrascht an, sie hatte es nicht
vergessen, wie konnte sie auch.
"Vergiss es!"
"Der
Name ist schön."
"Er gefällt dir? Dann ist dass ab
sofort dein Name."
"Ich denke ich suche mir meinen Namen
selber aus, danke."
Sie neigte ihren Kopf und beobachtete ihn ganz
genau:
"Wer war sie? Sie sieht aus wie Sie, wie ich, nicht
wahr? Als du bemerkt hast, dass ich nicht Alli..."
"Benutz
diesen Namen nicht! Nicht in meiner Gegenwart! Verstanden!",
John
schnaubte sie wutentbrannt an.
"Es tut mir leid."
"Wenn
du es genau wissen möchtest, sie war..."
Was war sie
überhaupt für ihn gewesen? John war sich unschlüssig,
"die
Person, die ich am meisten geliebt habe, die ich verloren habe, lange
bevor ich und Allison..."
"Und du willst mich nach ihr
benennen? Die Person, die du am meisten geliebt hast, etwas dass du
hasst nach ihr benennen?"
"Sie ist der Grund, warum ich
dich nicht zerstört habe, weil du mich an sie erinnerst. Das ist das
einzig gute, was ich bis jetzt in dir sehe."
"Ich
verstehe, ich werde den Namen nicht annehmen. Er würde mich mit
etwas messen, was ich nicht erreichen kann und du müsstest dich
immer daran erinnern."
"Du hast den Mumm, mich beim
Vornamen zu nennen, ich muss damit leben, also wirst du auch mit
diesem Namen leben."
"Ich dachte wir wären Freunde?
Freunde reden nicht so miteinander, oder?"
"Es ist nicht
so einfach, Cameron, es ist nicht so einfach."
Ihr Gesicht
blieb Blank, er fuhr fort:
"Du wirst dich nicht mit ihr
messen müssen. Siehe es positiv, dass ich etwas anderes als eine
Tötungsmaschine in dir sehe. Also, wie lautet dein Name,
Cameron?!"
"Cameron?"
John nickte.
"Es
tut mir Leid, John."
"Mir auch, Cameron."
Part 3 - Bad Conscience
"Kyle, du wolltest mich sprechen?"
Kyle schaute erstaunt auf:
"John, ich
hätte nicht gedacht, dich hier zu sehen. Du bist doch sonst nur in
deinem Quartier anzutreffen - zu dem man keinen Eintritt erhält,
oder zumindest alle, die nicht Allison heißen. Und, klappt's
wenigstens mit dem Nachwuchs bekommen?"
John senkte den Blick.
'Wenn er nur wüsste,
wenigstens haben die anderen die Klappe gehalten über 'Cameron''
"Na, John, nichts wofür man sich schämen
muss..."
John dachte an die tote Allison, an die 'leere
Hülle' die er Cameron getauft hatte:
"Sie kann keine Kinder
bekommen..."
Kyle schaute in die wässrigen Augen von
John.
"Oh, das tut mir leid, ich... entschuldige."
"Das
muss es nicht, und nein, dass war nicht der Grund. Ich musste den
nächsten Schritt vorbereiten. Ich kenn die Position von Skynets
Geheimwaffe."
"Es gibt sie also wirklich? Was ist
es?"
"Park, Baseball,... Kyle."
"Wie du
meinst?"
"Ja, die Maschinen versuchen mich in der
Vergangenheit zu töten."
"Und du?"
"Ich
tauche nackt von hier auf Morgen auf... mitten aus dem Nichts, schon
mal darüber nachgedacht?"
"Ja schon, du glaubst
wirklich an diesen Scheiß?"
"Du hast mich doch gesehen,
und wiedererkannt? Nicht wahr?"
"Ja, ich denke schon.
Was hast du vor."
"Die Anlage muss zerstört
werden."
"Nein, ich meine mit den zurückgeschickten
Maschinen."
John schaute Kyle an, er musste ihn
zurückschicken, um zu existieren, und Kyle würde dafür mit sein
Leben bezahlen.
"Was soll ich tun Kyle. Die Maschine wird
kommen und versuchen meine Mutter umzubringen, bevor ich geboren
werde. Ich habe darüber keine Macht."
"Du könntest
jemanden zurückschicken, zum Schutz."
"Diese Viecher
sind auch mit Plasmagewehren hart zu töten. Stell dir das mal mit
ner einzigen 9mm vor. Es ist Selbstmord. Niemand will das, und ich
kann und will keinen dazu zwingen."
"Ich mach es John!
Du kannst mir Vertrauen."
John legte sein Kopf in seine
Hände. Was sollte er nur tun. Es war entweder er oder Kyle. Er würde
einen Freund in den Tod schicken, seinen Vater in den Tod
schicken.
"Es wird dich umbringen Kyle. Es wird nicht eher
ruhen, bis meine Mutter tot ist, und du wirst dabei sterben. Das kann
ich nicht zulassen, Kyle."
"Mich hält hier nichts mehr
John. Ich mach mir keine Illusionen. Mein Bruder, er ist tot... Es
ist außerdem eine Chance dem hier zu entfliehen. Du bist wichtiger
als ich John. Der Widerstand braucht dich. Ich werde deine Mutter
beschützen, mit meinem Leben, falls nötig, du hast mein Wort
darauf."
"Du bist dir wirklich sicher? Es ist
Selbstmord... es wird dich umbringen."
"Und wenn schon.
Wenigstens treffe ich die Legende, Sarah Connor, die Person, die dir
alles beigebracht hat. Wann geht's los?"
"Noch heute,
noch heute..."
John ging zurück in sein Quartier und brach auf seinem Bett zusammen. Er neigte den Kopf vor und erbrach auf den Boden: Was hatte er da gerade bloß getan? Er hatte seinen Vater in den Tod geschickt...
"John?"
Sie hatte er völlig
vergessen. Sie hielt seinen Kopf als er sich erneut übergeben
musste.
"Fass mich nicht an!"
Er schaute mit sie mit
eiskaltem Blick an. Sie ließ ihn los und neigte den Kopf - sie
verstand ihn wieder nicht.
"Ich ertrage es nicht, wenn du
mich berührst... du hast Allison getötet, verstehst du!? Fass mich
nie wieder an! Nie wieder! Versprich es!"
"Versprochen."
"Gut,
wir gehen los."
"Das ist keine gute Idee. Dir geht es
gerade nicht gut, du bist geschwächt. Wir sollten warten, bis es dir
wieder besser geht."
"Warum glaubst du, dass es mir
jemals besser gehen wird? Du kennst mich nicht..."
Sie neigte
wieder ihren Kopf.
"Du weißt nicht wie ich mich fühle,
oder? Du wirst es nie verstehen? Skynet nimmt mir alles. Und meine
Entscheidungen führen dazu, dass Menschen sterben,...
meinetwegen."
"Du bist labil."
John
schnaufte:
"Ja, dass war schon meine Mutter, die Gene sind
eine Bürde, nicht wahr."
"Ich verstehe es. Du hast
niemanden, den du dich anvertrauen kannst, der sich um dich kümmert,
um John, - da ich dir die einzige Person genommen habe. Es tut mir
leid darum."
John war erstaunt, sie verstand anscheinend doch
mehr als er für möglich hielt.
"Du solltest noch etwas
essen bevor wir gehen, dir wird es danach besser gehen. Ich sag der
Wache bescheid, sie sollen dir etwas bringen."
Sie ging zur
Türe.
"Du gibst nicht auf, bis du deinen Willen durchgesetzt
hast, nicht wahr?"
Sie drehte sich zu ihm:
"Wenn es
nötig ist, ja."
"Sind die Maschinen bereit?"
"Ja,
ihre Missionsparameter wurden umprogrammiert. Skynet weiß jetzt von
meinem Verrat."
"Gut, schick sie zum Treffpunkt."
Er versuchte aufzustehen.
Cameron wollte ihm
die Hand zur Hilfe reichen.
Er ignorierte sie.
Part 4 - Topanga Canyon
--
Auf dem Weg zu Topanga Canyon
--
Wells schaute auf, sie waren pünktlich 'Gott sei dank'.
Connor, umringt von seiner Leibgarde trat vor,
zusammen mit 'Cameron'.
"Wells, wir haben nicht viel Zeit,
sie stehen ab sofort unter ihrem Kommando. Sie wird ihnen ihre
Befehle erteilen und diese Truppen hier führen."
"Entschuldigung
Sir, nichts für ungut, aber Allison hier hat nicht die Erfahrung um
so einen Trupp zu führen. Und wer sind eigentlich diese dort, die
habe ich noch nie gesehen..."
Wells starrte, die vielen Hundert, schwer
bewaffneten Soldaten an, die sich deutlich von Connors Leibgarde
absetzten, der kurz 'Cameron' zu blickte und zunickte.
'Cameron'
starrte Wells an, er zurück, sie antwortete:
"Das sind meine Freunde."
Ihre Augen
leuchteten blau auf. Wells fiel vor Schreck rückwärts, rappelte
sich auf, die Waffe im Anschlag.
"Stopp!".
schrie ihn
John an.
"Sie ist eine Maschine!"
"Ja,
diese dort auch..."
Wells starrte ungläubig die vielen
Soldaten an, die alle kurz rot mit ihren Augen aufflackerten.
Zu
beiden Seiten, gingen Widerstandskämpfer in Stellung, nicht wissend,
wie sie sich verhalten sollten. John hatte es sich einfacher
vorgestellt, aber das war es nun mal nicht.
"Was wird hier gespielt Connor? Wer ist sie,
das ist nicht Allison, das war nicht Allison!"
"Nein,
ganz recht, das ist nicht Allison. Wir werden Skynet ab sofort mit
seinen eigenen Mitteln bekämpfen Wells. Ich kann die Maschinen
umprogrammieren..."
"Das glaub ich nicht... du musst, du
bist selber eine."
'Nun, das geht gar nicht in die geplante
Richtung.'
John war sich unschlüssig, was er tun sollte, er
wusste einfach nicht, wie er den aufgebrachten Wells beruhigen
konnte, der jetzt seine Waffe auf ihn richtete, ihn anvisierte.
Alle
schauten John an, sodass keiner bemerkte, wie 'Cameron' sich an Wells
heranschlich.
Dieser bemerkte es zu spät, wollte sein Ziel
wechseln, aber sie entwaffnete ihn.
'Cameron' trug jetzt beide
Plasmagewehre, seines und ihr eigenes:
"Richte nie wieder eine Waffe auf John!
Verstanden!"
"Ich würde auf sie hören, Wells. Sie ist
noch ungeduldiger als ich."
Wells starrte sie ungläubig an,
aufgebracht, hasserfüllt. John fuhr fort:
"Jetzt schauen sie
nicht so drein, sie wird ihnen nichts tun, wenn sie nicht provoziert
wird. Spielen sie einfach mit, sie wird sie zum Einsatzgebiet führen
und den Angriff ausführen. Wenn alles glatt läuft sind wir in ein
paar Tagen wieder in Serano Point und Skynet hat eine weiteren großen
Verlust. Und wir können ihre kleine Eskapade hier vergessen."
"Sir,
bei allem Respekt, sie verlangen, dass ich mit, zusammen mit,
Maschinen kämpfe?"
"Wie wäre es, wenn ich ihr
Plasmagewehr einbehalte, Wells."
Wells sah 'Cameron'
ungläubig an 'es spricht mit mir?!':
"Was soll dass denn
bedeuten?"
"Ihre Waffe ist auch eine Maschine, wenn sie
gerne ohne kämpfen wollen, dann..."
"Ach, halt den
Mund, bring mich doch gleich um, ich rede nicht mit einer Maschine,
das ist Unsinn, als würde man sich mit einer Wand unterhalten. Scher
dich zum Teufel."
'Cameron' schlug ihn mit der Flachen Hand
auf die Brust, er fiel und landete im Dreck.
"Cameron, ich
glaube nicht, dass das nötig war."
John war unruhig, es lief
alles aus dem Ruder...
"Er hat mich beleidigt John. Die
Befehle nicht beachtet, ich stehe über ihm in der
Befehlskette."
John atmete schwer aus:
"Nun, das hat
die Lage aber nicht gerade vereinfacht, oder?"
'Cameron' schaute ihn an und merkte, dass er
angespannt war, ihr Blick wandte sich Wells zu, der auf dem Boden den
Matsch von seinem Gesicht wisch.
"Es tut mir Leid."
Sie
streckte ihm die rechte Hand entgegen.
Wells Kiefer klappte nach
unten. Er sah entgeistert rüber zu John:
"Was ist das? Ein
Trick?" John schüttelte mit dem Kopf. Wells schaute auf zu
'Cameron', die ihren Kopf neigte.
"Nein danke, ich brauch
keine Hilfe!"
Er rappelte sich selber hoch.
'Cameron' starrte
ihre Hand an und sah dann rüber zu John.
"So, ich denke ihr zwei kommt jetzt ganz gut
aus mit einander. Noch nen Tipp Wells. Halte dich an die Anweisungen
von ihr, es wird dir dein Leben retten."
John und seine
Leibgarde gingen. Wells und seine Männer konnten es nicht fassen,
und schauten 'Cameron' fassungslos an.
"Wir sollten uns auf
den Weg machen."
"Ich traue keiner Maschine!"
"Du
musst mir nicht trauen, du kannst John vertrauen."
"Was
hast du mit ihm angestellt?"
'Cameron' drückte ihm sein
Plasmagewehr entgegen und ging voraus:
"Nichts."
--
Feldlager vor Topanga Canyon
--
John trat ein, Perry grübelte über einer
Landkarte.
"Perry, wie schaut es aus?"
"Endlich,
Sir. Wir werden von den Maschinen förmlich in Stücke gerissen.
Hier, hier und hier."
Perry zeigt auf die entsprechenden
Stellen auf der Landkarte.
"Gibt es noch verfügbare Truppen?
Reserven?"
"Winfields Truppen sind theoretisch die
einzig noch verfügbaren. Powell unterstützt schon Sumner an der
Front."
"Gut, er soll sich oberhalb des Canyons in
Stellung begeben und schwere Geschütze mitnehmen, vor allem
Raketenwerfer gegen die HK-Panzer, die dürften gerade unser größtes
Problem sein."
"Sir, diese Truppen sind für die
Verteidigung des Feldlagers bereitgestellt worden."
"Jeder
muss Kämpfen Perry, auch Sie, wenn es sein muss. Ich mach mich jetzt
auf den Weg, ich schlängel mich an dieser Felsenwand vorbei. Es wird
einige Zeit dauern, bis wir den Komplex erreicht haben."
"Wir können sie dort nicht mehr schützen,
dass ist ihnen bewusst, oder?"
"Machen sie sich keine
Sorge, ich habe ein paar metallene Freunde und Truppen, die das Feld
von hinten aufräumen."
Perry verzog das Gesicht. John wollte sich zum
gehen abwenden, als ihn Perry zurückrief:
"Sir, finden sie
es eine Gute Idee, die USS Jimmy Carter mit einem Tripple Eight als
Kapitän zu besetzten. Morten sucht in Serano Point gerade die
Mannschaft aus und hat sich schon beschwert."
"Mensch
und Maschine ergänzen sich, Perry - es ist nötig."
Er ging hinaus und sammelte Kyle und seine Truppen ein.
--
Auf der anderen Seite des Canyons
--
"Stopp."
'Cameron' nickte in eine
Ecke, zu einigen großen Felsen.
Wells und seine Soldaten gingen
dahinter in Deckung.
Die Maschinen sicherten die Umgebung ab.
Endos tauchten auf. Die Maschinen eröffneten das Feuer.
'Cameron'
schoss aus der Deckung.
"Hey, wir können kämpfen! Wir haben keinen
Grund uns hinter Felsen zu verstecken!"
'Cameron' schaute in
das aufgebrachte Gesicht von Wells:
"Niemand hat gesagt, dass
ihr nicht aus der Deckung schießen dürft."
"Wir sind
keine zweitklassigen Soldaten!"
"Nein, aber ich schicke
euch nicht in den Tod. Ich muss Ressourcen schonen."
"Wir
sind keine Ressourcen!"
"Für Skynet schon."
'Cameron' ging aus der Deckung und feuerte.
