Liebe Fans, hiermit wünsche ich euch Frohe Weihnachten und schöne Feiertage. Fast, aber auch nur fast habe ich gedacht, dass ich die Story ein Jahr lang unterbrechen muss, weil ich euch dieses Kapitel pünktlich am 24. prädentieren wollte. Ein Weihnachtskapitel nach Weihnachten macht ja wenig Sinn, nicht wahr? Also habe ich bis 2 Uhr nachts durchgeschrieben und war dann aber so fertig, dass ich beschlossen habe, es erst nach ein paar Stunden Schlaf hochzuladen.
Also dann, let's rock!
Ach ja: Leider gehört nichts mir. Leider, leider, leider.
Merry
Christmas, everyone
Sirius Black stand im Wohnzimmer und schmückte den Weihnachtsbaum. Oder besser: Er ließ den Weihnachtsbaum sich selbst schmücken, schaute dabei zu, korrigierte hie und da etwas und sang God rest ye merry Hippogryffs. Harry wohnte nun schon fast 2 Monate bei ihnen (in 2 Wochen war es soweit) und hatte sich schon recht gut bei ihm und Remus eingelebt. Bei dem Gedanken an Remus musste der Hundeanimagus schmunzeln. Nachdem sie sich an dem Tag, an dem sie Harry zu sich geholt hatten, geküsst hatten, waren sie wieder unzertrennlich geworden. Natürlich küssten und berührten sie sich nicht, wenn dieser in der Nähe war, der arme Junge musste sich schließlich auf eine komplett neue Lebenssituation einstellen. Dem schwarzhaarigen Zauberer lief immer noch ein kalter Schauer über den Rücken, wenn er an den ersten morgen dachte, den Harry mit ihm und Remus verbracht hatte.
O - o - O
Sirius würde von etwas sehr laut Klappernden wach.
„Harry!" Das war der erste Gedanke, der ihm durch den Kopf ging. Er sprang auf und rannte in Rekordgeschwindigkeit nach unten in die Küche, wo er das Geräusch gehört hatte. Unten angekommen, sah er Harry in einem Haufen Scherben in der Küche sitzen. Sofort kniete er sich zu seinem Patensohn und sammelte die Scherben auf.
„Sir, sie müssen die Scherben nicht aufheben, ich mache das."
Sirius glaubte sich verhört zu haben. Sein eigener Patensohn sprach ihn mit „Sir" an und siezte ihn. Er möchte nicht wissen, was diese, diese ... Muggel seinem kleinen Harry noch angetan hatten. Hatte Harry Remus gestern nach dem Schrank-Vorfall nicht auf „Sir" genannt? Merlin sei Dank war er aus Azkaban freigekommen, denn sonst würde Harry immer noch bei seinen Muggel-Verwandten wohnen.
„Das ist schon gut Harry, du musste die Scherben nicht aufheben, du bist doch erst fünf. Du kannst dich außerdem schneiden und dann blutest du."
„Aber Sir..."
„ „Sir" musst du mich nicht nennen, Harry, und du musst auch nicht „sie" zu mir sagen. Ich bin dein Pate du sorge für dich. Sag doch Sirius zu mir, oder wenn du willst, Padfoot. Weißt du, dass das dein erstes Wort war? Nun ja, es hörte sich mehr wie „Pah'foo" an. Was wolltest du eigentlich so früh in der Küche Harry, es ist ja noch nicht einmal," er sah auf die Küchenuhr „sechs Uhr. Viel zu früh."
„Onkel Vernon wollte immer, dass ich um sechs schon das Frühstück gemacht habe. Ich dachte das wollten sie auch Sir..."
„Harry, was habe ich dir eben gesagt?"
Harry senkte den Kopf. „'Tschuldigung. Ich dachte, das wolltest du auch, Sirius."
Sirius merkte, dass es dem Jungen schwer fiel, ihm beim Sprechen anzusehen und auch die Verwendung des Vornamens bereitete ihm Probleme. Er stand seufzend auf, nahm Harry auf die Arme, zückte seinen Zauberstab, zauberte den heruntergefallenen Teller wieder ganz, levitierte ihn in den Schrank zurück und sagte zu Harry: „Nein, Harry. Ich mag morgens um sechs noch kein Frühstück. Und hier in diesem Haus wirst du nie in deinem Leben Frühstück machen müssen. So, und was hältst du davon, wenn du noch ein bisschen schläfst?"
Harry nickte kaum merklich und fragte dann sehr leise, ob er bei Sirius mit im Bett schlafen dürfte, fast schon eine Ablehnung erwartend.
Sirius lachte nur und nahm Harry mit in sein Zimmer.
Später, als Sirius dann aufwachte, sah er Remus in einem Sessel neben dem Kamin sitzen. So leise und vorsichtig wie nur möglich um Harry nicht zu wecken stand er auf und setzte sich zu seinem neu wiedergefundenen Liebsten auf den Schoß.
„Moony, ich hatte heute morgen ein sehr eigenartiges Gespräch mit Harry. Er hat ..."
„Ich weiß, Padfoot. Ich habe euch gehört. Wir müssen uns besonders anstrengen, dass der Kleine uns vertraut. Er ist schon viel zu erwachsen für sein Alter. Pads, er ist fünf. Er sollte 'rumkleckern, Lärm machen und fröhlich sein. Das ist bei Harry nicht der Fall. Wir sollten dafür sorgen, dass es so wird."
Gerade, als sie sich küssen wollten, murmelte Harry etwas vor sich hin. Mit einem Blick beschlossen die beiden in stummen Einvernehmen, dass sie sich in nächster Zeit nicht vor Harry küssen und zärtlich sein würden. Die Welt des Jungen war schon genügend auf den Kopf gestellt worden. Das letzte, was ihm jetzt fehlte, waren zwei schwule Zauberer.
Später an diesem Tag bekamen sie Besuch von Dumbledore, der den Schutzzauber durchführte. Harry sah den mächtigsten Zauberer dieser Zeit ehrfürchtig an, machte aber anders als andere Kinder keine frechen Bemerkungen über seinen Bart oder seine grellfarbige Robe. Sirius beschloss, dass sich das ändern musste.
O - o - O
Sirius hörte fröhliche Stimmen von draußen. Er schmunzelte. Das waren die beiden Menschen, die ihm am meisten bedeuteten. Harry hatte sich inzwischen wirklich gut eingelebt. Er war wieder ein fröhliches Kind geworden, das gerne und viel lachte und nur ab und zu Sachen machte, die ihm von den Dursleys eingebleut wurden. So zum Beispiel am Tag des ersten Schnees.
O - o - O
„Darling, es hat geschneit."
„Lass mich schlafen, Remus. Ich bin müde."
„Du wolltest doch mit Harry einen Schneemann bauen, sobald der erste Schnee fällt. Hast du das vergessen? Nun, es hat heute nacht geschneit. Und wie. Es liegen mindestens 30 cm. Und perfektes Wetter zum rausgehen haben wir auch. Also los, raus mit dir, du räudiger Köter."
„Bleibst du bei mir liegen, wenn ich das hier mache, Remus?"
Mit diesem Worten küsste der Schwarzhaarige seinen sandhaarigen Freund und zog ihn in eine innige Umarmung.
„Siriuuuuuuus! Remuuuuuuuus! Aufstehen! Es hat geschneiiiiiiiiiiit! Juhuuuuuu, wir bauen einen Schneemann."
Remus löste sich von Sirius und seufzte. „Ein Timing wie James hat Harry ja schon." Sirius musste bei dieser Bemerkung lachen. „Aber ich würde sagen, das schreit nach einer Fortsetzung heute Abend, Pads. Wenn da draußen nicht dieses kleine Monster herumtoben würde, würde ich glatt bei dir im Bett bleiben."
Remus schwang sich aus Sirius' Bett und ging durch die Verbindungstür in sein Zimmer herüber. Harry war nämlich ein cleverer Bursche. Er würde sofort anfangen, Fragen zu stellen, wenn Remus im Schlafanzug aus Sirius Zimmer kam. Dass sie ein Paar waren, wollten sie ihm zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. Die Sache mit dem Werwolf hingegen mussten sie, oder besser er, ihm bald beibringen. Der Tag vor dem letzten Vollmond war ein kleiner Kampf gewesen, da sie Harry in Ermangelung eines besseren Ortes zu Albus nach Hogwarts gebracht hatten. Dumm nur, dass sie gegangen waren, als Harry nach der großen Schlossführung erschöpft eingeschlafen war. Sie haben danach eine gute Woche gebraucht, bis sie wieder soweit wie zuvor waren. Das war jetzt zwei Wochen her. Irgendwann in der Woche musste er es dem Kleinen sagen, das war das mindeste. Er musste ihm sagen, dass sie ihn nicht aus Böswilligkeit eine Nacht weggaben. Es war doch nur zu seinem eigenen Schutz. Hoffentlich verstand er das.
Kurze Zeit später saß die kleine Familie beim Frühstück und Harry plapperte aufgeregt über das, was er alles im Schnee machen würde. Bei den Dursleys durfte er nie im Schnee spielen. Diese Bemerkung überraschte Remus und Sirius nicht mehr nach alledem was Harry mehr oder weniger versehentlich herausgerutscht war. Nachdem sie ihr gemütliches Adventsfrühstück beendet hatten, sagte Remus zu Harry, dass er sich doch nun schon einmal für draußen fertig machen sollte. Als sie dann in Harrys Zimmer kamen um ihn abzuholen trauten sie ihren Augen nicht. Harry saß vor dem Kamin in nichts weiter als seinem Schlafanzug, obwohl er sich vorher schon angezogen hatte.
„Harry, wieso hast du deinen Schlafanzug wieder an?"
„Tante Petunia hat mich immer im Schlafanzug im Winter nach draußen geschickt, Remus. Sie hat gesagt ich verdiene es nicht anders."
Auf Grund dieser Worte war Sirius schon wieder nah am explodieren. Wenn er nicht absolut gegen Schwarze Magie wäre, würde er jetzt diese Muggel besuchen und ihnen ein paar Flüche um die Ohren schießen. Remus hatte ähnliche Gedanken. Nur drehten sich diese darum, dass er seinem Wolf gerne einmal in Gegenwart dieser Muggel freien Lauf lassen würde. Sobald diese Gedanken gedacht waren, schämten sich beide dafür. Das war wohl der Beschützerinstinkt, der selbst aus den liebenswürdigsten und sanften Menschen wilde Bestien machen konnte. Remus fasste sich als erstes wieder.
„Na komm, Harry. Wir ziehen dir deinen Schneeanzug an. Der hält dich schön warm. Ein Schlafanzug ist nur fürs Bett."
„Ich hatte früher kein Bett, Remus. Nur einen Schrank. Warum kuckt Sirius so komisch?"
„Das weiß ich nicht, Emerald. Sirius, warum kuckst du so komisch?"
„Ja, genau. Warum kucke ich so komisch? Ist es so besser?" Er zog eine wilde Grimasse, die nur unter Zuhilfenahme von Magie möglich war. Harry fing wie verrückt zu kichern an, so dass auch Remus und Sirius mitlachen mussten.
Sie verlebten einen schönen Tag im Freien, der nur von einem kurzen Mittagessen unterbrochen wurden. Abends zündeten sie die dritte Kerze des Adventskranzes an und Harry durfte ein kleines Geschenk (ein Malbuch) öffnen. Er hatte schon an der zwei vorherigen Sonntagen ein kleines Geschenk öffnen dürfen und schon Malstifte und einen Stoffhirsch (der ein bisschen nach Prongs aussah, wie Sirius felsenfest behauptete) bekommen. Das war eine Tradition der Familie Lupin, die Remus weiterführen wollte.
In der kurzen Zeit, in der Harry in sein Zimmer rannte (mit viel Lärm, worüber Remus froh war) raunte er seinem Liebsten zu, dass dieser sein Geschenk später in seinem Zimmer bekommen würde. Sie küssten sich kurz, da Harry „Ich bin eine Herde Hippogryffs" spielte, als er wieder die Treppe herunterlief. Aber sie sollten sich eigentlich nicht beschweren, sie hatten ihm das Spiel ja gezeigt und ihm gesagt, das könne er so oft spielen, wie er wollte.
Die Adventszeit war wunderschön. Sie unternahmen viel miteinander, gingen auf Weihnachtsmärkte und zündeten jeden Abend ihren Adventskranz an, Sonntags natürlich immer eine mehr, und tranken Kakao oder Tee und aßen dazu Plätzchen und Stollen, den Remus von einer Ur-Ur-Ur-Großtante (oder so ähnlich, wahrscheinlich war es nur eine Tante oder Großtante) aus Deutschland geschickt bekam.
O - o - O
Sirius vernachlässigte kurz den Weihnachtsbaum und sah durch das Terrassenfenster seinen beiden Männern beim Herumtollen im Schnee zu. Harry hatte ursprünglich beim Baumschmücken helfen wollen, hatte dann aber einen kleinen Nervenzusammenbruch, als Sirius eine Wunderkerze anzündete. Durch seine Schluchzer konnten sie nur Wortfetzen verstehen, die Remus und ihm an die Substanz gingen. ( Aua ... Dudley ...brennen ... Aua … nicht helfen … noch so klein …) Remus wendete dann kurz Okklumentik an, um an Harrys Erinnerung zu gelangen. Was er dort sah, glich schon fast Folter. Ein dreijähriger Harry klemmte mit einen Stück viel zu weitem T-Shirt in einer Schranktür fest. Die freien Stellen seiner Haut wurden immer wieder von Dudley Dursley mit einer Wunderkerze malträtiert. Harry schrie vor Schmerzen auf, aber Dudley hörte nicht auf und Petunia, die alles aus der Küche sehen musste schritt nicht ein.
Das reichte. Remus schnappte sich Harry, half ihm seinen Schneeanzug anzuziehen und ging mit ihm in den Garten, wo sie jetzt eine wilde Schneeballschlacht veranstalteten.
Plötzlich traf etwas Sirius am Hinterkopf. Es war eine Baumkugel, die sich selbständig gemacht hatte, weil eine Eule, die aus dem Kamin kam, ihre Flugbahn gestört hatte. Er hexte die Kugel wieder in ihre Bahn und nahm dem Vogel den Brief ab, den dieser am Bein trug.
„Na, meine Schöne. Von wem kommst du denn?"
Die Eule schuhute.
„Ach, du sollst auf eine Antwort warten? Kleinen Moment." Bevor er jedoch den Brief las, gab er der Eule ein paar Eulenkekse und Wasser, damit sie sich stärken konnte. Er sah noch einmal zu Remus und Harry, die sich jetzt eher mit Schneebrocken anstelle von Schneebällen bewarfen, und öffnete den Brief. Als er den Absender sah, zog er eine Augenbraue nach oben. Er kam von Andromeda, seiner Lieblingscousine.
Lieber Sirius,
ein schöner Cousin bist du, wenn du mir nicht mal nach deiner Freilassung die Aufwartung machst oder mir wenigstens einen Brief schreibst. Aus der Zeitung muss ich von deiner Freilassung erfahren und von Dumbledore muss ich erfahren, dass du jetzt der Vormund des jungen Harry Potter bist und mit ihm bei Remus Lupin lebst. Wenn du dich jetzt fragst, was ich bei Dumbledore mache, ganz einfach, meine tollpatschige Tochter hat das halbe Tränkelabor in die Luft gesprengt und Severus wollte sie von der Schule werfen lassen.
Aber das tut jetzt nichts zur Sache. Wie kommst du dazu, bei Remus Lupin zu leben? War das nicht der junge Mann, mit dem du in der sechsten Klasse zusammengekommen bist? Hattet ihr euch nicht während des Krieges getrennt? Stand er nicht unter Verdacht, ein Todesser zu sein? Ich habe ja nie daran geglaubt. Ja, deine Cousine weiß viel von deinem Leben, das du so geheim wie möglich gehalten hast.
Nun aber zum eigentlichen Anlass meines Briefes: Ich möchte euch drei gerne am 24. Dezember zum Essen einladen. Ich hoffe, das ist jetzt nicht zu kurzfristig, aber ich würde mich sehr freuen. Bitte schicke Orpheus deine Antwort mit, er ist instruiert auf sie zu warten. Meine Familie und ich würden uns sehr freuen, wenn ihr an diesem Tag um 18 Uhr zu uns kommen würdet.
In Liebe,
Andromeda Tonks
P.S.: Die Flooaddresse lautet Tonks' Home, Nottinghamshire.
Sirius schüttelte den Kopf. Der Brief war so typisch für seine Cousine. Er ging nach draußen, um Remus zu fragen, ob er damit einverstanden war, kam zuerst aber gar nicht dazu, weil er von einer wahren Schneelawine getroffen wurde. Als er den letzten Schnee abgeschüttelt hatte hörte er ein zweistimmiges Lachen.
„Jaja, das ist sehr witzig, oder? Remus, Andromeda hat geschrieben, sie lädt uns für morgen um 18 Uhr zum Essen ein. Kann ich zusagen?"
Remus bejahte dies und so machte sich Sirius daran seiner Cousine zu antworten.
Liebe Andromeda,
es ist zwar in der Tat etwas kurzfristig, aber wir kommen morgen Abend gerne zum Essen.
Es tut mir leid, dass ich dir noch keinen Brief geschrieben habe oder dich besucht habe, aber wir hatten mit Harry so viel zu tun. Das alles würde aber jetzt zu lange dauern, es in einem Brief niederzuschreiben. Ich werde es dir morgen in Ruhe erzählen.
Sirius Black
Er band der Eule, Orpheus, seine Antwort ans Bein und schickte sie wieder zurück durch den Kamin. Dort blieb er kurz stehen und sah sich um. Ja, sie hatten ein schönes Zuhause. Es war hell und freundlich und es tat ihm nach den vier Jahren im schrecklichsten aller Gefängnisse gut. Er hatte in den ersten Tagen nach seiner Begnadigung sehr schlecht geschlafen und in einer Nacht, nachdem er aus einem Alptraum aufgewacht war seine Lampe erloschen war, hatte er einen Panikanfall erlitten. Er konnte keine dunklen und abgesperrten Räume ertragen. Aus diesem Grund zog er auch seine Bettvorhänge nie zu. Er legte grundsätzlich einen Stillezauber über sein Bett, damit Harry nicht von seinen Schreien geweckt wurde, das wollte er nämlich auf keinen Fall.
Der nächste Tag kam schnell. Gegen fünf machten zogen sie sich um, damit sie zu Andromeda und ihren Familie flooen konnten. Um Punkt 18 Uhr stiegen sie in den Kamin und keine 5 Sekunden später, standen sie bei Andromeda im Flur, wo sie schon von ihr, ihrem Mann Ted Tonks und zwei jungen Frauen erwartet wurden. Moment, hatte Andromeda nicht nur eine Tochter? Eine Freundin von ... Nymphadora, genau , konnte es nicht sein, dazu sah sie zu sehr nach einer Black aus. Aber Narzissa hatte einen Sohn, und der war in Harrys Alter und eine ältere Tochter konnte sie nicht haben, sie war so alt wie Lily uns James. Da kam schon eher Bellatrix in Frage. Aber das war auch unmöglich, er hatte nie erfahren, dass sie schwanger war. Und seine Mutter hätte ihm das bestimmt geschrieben, nur um ihn zu verhöhnen, dass das Kind seiner verhassten Cousine die Linie der Blacks weiterführen würde.
„Sirius!" Andromeda zog ihren Cousin in eine innige Umarmung. „Schön, dass es geklappt hat. Das ist Remus, nicht war. Hallo Remus. Willkommen. Kommt nur herein." Sie zog Harry ebenfalls in eine Umarmung und hob ihn zu sich auf die Hüfte.
Ted räusperte sich.
„Oh, tut mir Leid. Du kennst Ted noch, oder Sirius?" Die beiden schüttelten die Hände. „Und das sind meine Nymphadora..."
„Mum, nenn mich nicht so, der Name ist schrecklich."
Andromeda winkte aber nur ab. „Und ihre Cousine Kathryn Black."
Also doch eine Black. Sirius nahm sich fest vor, Andromeda zu fragen, wer denn ihre Eltern waren. Es kamen nicht viele in Frage.
Das Essen schmeckte vorzüglich. Sie redeten und lachten viel und die beiden 15-jährigen jungen Frauen kümmerten sich lieb um Harry. Remus hätte schwören können, dass Nymphadora, oder auch Tonks, wie sie von allen genannt werden wollte, ihn ab und zu anblinzelte, ging aber nicht darauf ein. Und Kathryn warf Sirius fast durchgehend mörderische Blicke zu. Sirius wusste nicht, was er ihr getan hatte, da er sie vorher noch nie gesehen hatte.
Nach dem Essen setzten sie sich ins Wohnzimmer, wo ein riesiger Weihnachtsbaum auf sie wartete. Unter diesem lagen 8 kleine Päckchen, jedes liebevoller als das nächste verpackt.
„Bei uns ist es Tradition, dass jeder am 24. ein kleines Geschenk aufmachen darf. Ich habe mir die Freiheit genommen, jedem von euch auch etwas zu schenken."
„Andromeda, das wäre doch nicht nötig gewesen ..."
„Doch, das ist es." Sie stemmte die Hände in die Hüften und schaute Sirius so resolut an, wie es nur eine Black-Frau konnte. Er sah zu Remus, der aber nur leicht gequält lächelte. Als jeder sein Geschenk ausgepackt hatte, ging Harry mit Dora und Rynn, wie er sie nannte, nach oben, wo sie ihm etwas zeigen wollten. Sirius nutze die Gelegenheit und erzählte seiner Cousine und ihrem Mann mit Remus Hilfe von den bisherigen Wochen mit Harry, dem Zusammentreffen mit den Dursleys und der kleineren und größeren Schwierigkeiten, die sie gemeistert hatten. Bei der Stelle, an der Harry im Küchenschrank schlafen wollte, musste Andromeda kämpfen, um nicht in Tränen auszubrechen. Ted hielt dabei ihre Hand ganz fest.
„Aber eine Frage habe ich noch Andromeda. Wer sind die Eltern von Kathryn. Dem Aussehen und dem Namen nach ist sie eine waschechte Black. Aber sie ist zu alt, um Narzissas Tochter zu sein und außerdem, was sollte Narzissas Tochter bei dir. Sie wird sich doch wohl um ihre Kinder kümmern ..."
„Bevor du weitere Mutmaßungen anstellst. Sie ist die Tochter von Bellatrix. Soweit ich weiß, ist sie aber nicht von Rodolphus Lestrange, sondern das Ergebnis ihrer Todesserinitierung." Sirius Augen wurden groß. Diese Bastarde schreckten vor nichts zurück.
„Sie hat seit dem Tod ihres eigentlichen Vormundes bei Walburga gewohnt, aber als diese im Mai gestorben ist, habe ich das Sorgerecht übertragen bekommen. Sie ist eigentlich ein liebes Mädchen, aber leider nach den Regeln deiner Mutter erzogen worden, seit sie elf war. Merlin sei Dank ist sie bei Nymphadora in Gryffindor. Und ihr Vater, nun ja, wir vermuten, das sie von ..."
„Siriuuuuuuuuus." Harry kam ganz aufgeregt ins Wohnzimmer gestürmt. „Rynn sagt, Mum war ein Schlammblut. Und ich soll dich fragen, was das ist, du weißt das, sagt sie."
Sirius wusste nicht, was er sagen soll, Andromeda hingegen schon.
„KATHRYN ADARA BLACK, KOMM SOFORT HERUNTER!"
Keine drei Sekunden später standen sie und Dora im Wohnzimmer.
„Was muss ich da hören, junge Dame? Wie kommst du dazu, einem kleinen Kind solche Worte zu sagen?"
„Aber es stimmt doch, Andromeda. Großmutter Walburga hat gesagt, Lily Potter wäre ein Schlammblut gewesen."
Bevor Andromeda auch nur antworten konnte, warf Remus ein: „Kathryn, in unseren Kreisen verwendet man dieses Wort nicht. Wir sagen dazu Muggelgeboren ..."
Er wurde von Sirius unterbrochen:" Kathryn, ich werde dir jetzt keine Strandpauke halten, das wird Andromeda noch erledigen. Du bist teilweise von meiner Mutter erzogen worden, jetzt verstehe ich auch, warum du mich während des Essens so giftig angesehen hast. Sie hat dir wahrscheinlich die wildesten Geschichten über Blutsverräter wie mich erzählt. Ich bin dir nicht böse, aber ich bitte dich, lege dein Verhalten ab. Du bist eine Gryffindor. Sie wird dich wahrscheinlich so manipuliert haben, wie mich damals, als ich nach Gryffindor kam, der Sohn einer langen Reihe von Slytherins."
Kathryn wurde ganz klein. Die ruhigen Worte von Sirius trafen sie mehr als jede Standpauke von Andromeda.
„Entschuldigung, ich werde mich bemühen. Deswegen gerate ich auch des öfteren mit McGonnagal aneinander."
Sie saßen noch eine Weile im Wohnzimmer, als Harry langsam einschlief. Kein Wunder, es war bereits weit nach 22 Uhr. Remus nahm Harry und beide verabschiedeten sich von ihren Gastgebern, mit dem Versprechen, vor Sylvester noch einmal zu kommen.
Gerade als die in den Kamin stiegen wurde Harry wach und alles, was Andromeda noch vernehmen konnte war ein „Aber was Muggelgeboren heißt, sagt ihr mir, ja?"
Ui, ein OC. Na ich bin ja mal gespannt, wer ihr Vater ist. Ich weiß nur, dass sie in späteren Kapiteln, wenn Harry in Hogwarts ist, noch sehr wichtig wird. Und das nicht nur wegen ihrem Vater.
Die Autorin freut sich übrigens wieder über Reviews. Merci beaucoup schon mal dafür.
