Vielen Dank für die vielen Reviews, die ich jetzt schon von euch bekomme. Das freut mich natürlich sehr. Es wird noch einige Überraschungen geben, ihr werdet sehen…

@Eskaria: Auch dieses Kapitel enthält wieder viele Tipps und Ergänzungen meiner werten Lady. Danke für deinen unermüdlichen Einsatz!!! Schreib auch du schnell ein neues Kapitel, wir warten schon sehnsüchtig drauf!

@Lady_Rosha: Danke für dein Interesse an meiner Story! Ja, seltsame Situationen wird es noch jede Menge geben, gerade was den mürrischen Sesshoumaru betrifft. Da habe ich noch eine ganze Menge auf Lager *wissend grins*

Deine Freundin dragonfly kann sich nun auch gerne eintragen. Sorry! Ich bin immer nur nach Mitternacht im FF.net drin und übersehe da anscheinend dauernd etwas! Natürlich freue ich mich auch über Revs von anonymen Leuten, ich habe das natürlich gleich umgestellt!!!

@Nachtengel: Danke für dein Lob!  Eine Miko ist eine Priesterin. Bei Inu Yasha rennen die alle mit so weiten, roten Hosenröcken (Hakama) und weißen Blusen (Motzuki) rum und haben magische Kräfte. Kagome ist eine, die alte Kaede und auch deren Schwester Kikyo.

@Soobin: Ja, seine Mutter war eine Priesterin! Und schau mal welche…

Ich habe mir da einiges zusammen gebastelt. Mal sehen, ob es dir gefällt. Würde mich freuen dich zu meinen Stammlesern zählen zu dürfen. Viel Spaß noch!!!

An alle:

Eine meiner Ideen habe ich im Trailer für den 3. Kinofilm (Inu Yasha vs. Sesshoumaru) wieder gefunden. Hat irgendjemand den neusten Film schon gesehen? Wer weiß, was da passiert?

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Miko

„Was? Deine Mutter? Dann…, dann war sie doch ein Mensch!", fuhr Kagome ungläubig auf. Sie sah ihn mit weit aufgerissenen Augen an. Das konnte doch nicht war sein! Hatte sie sich verhört?

Ihr fielen die ganzen Szenen ein, wo Sesshoumaru Inu Yasha wegen seiner Verbindung zu Menschen und seines Menschenblutes aufs Tiefste beleidigt hatte. Dieser Mann war immer so arrogant gewesen, hatte sich immer als etwas Besseres gefühlt als sein kleiner Bruder. Und nun das?

Irgendwie musste Kagome ihrer Empörung Ausdruck verleihen.

„Und du regst dich so tierisch auf, dass Inu Yashas Mutter ein Mensch war? Was soll das denn?", funkelte sie ihn empört an.

„Nun, meine Mutter war eine sehr mächtige Frau, keine gewöhnliche Sterbliche!", meinte Sesshoumaru nur kühl.

„Na und, deswegen bist du doch trotzdem nur…ein Hanyou!?!", flüsterte Kagome auf einmal mit gesenkter Stimme und sah den Dämonen überrascht an. Gerade eben hatte sie realisiert, was es bedeutete, wenn Sesshoumaru eine menschliche Mutter hatte. Noch mehr verwirrte sie dann allerdings seine Antwort.

„Nein, nicht mehr!" Er war ganz ruhig und schaute wieder in die Ferne. „Als sie merkte, dass ich unter meinem Mischlingsblut litt, dass ich von den Bediensteten gefürchtet und verachtet wurde, fragte sie mich, was sie tun solle. Sie könne mich in einen Menschen verwandeln, …oder in einen vollen Dämonen."

„Was? Ich dachte, Priesterinnen können Dämonen nur ihre Kraft rauben?" „Nein, sie können auch Kraft geben, nur tun sie es meist nicht." „Na, kein Wunder, es gibt ja wohl kaum Dämonen, die das verdient hätten.", entgegnete sie nur patzig.

„Meine Mutter hat meinem Vater viel Kraft gegeben. Sie haben gemeinsam die Dämonen bekämpft, die das Land überfallen hatten und die Menschen vernichten wollten. Zusammen waren sie unbezwingbar. Sie meinte, er habe es verdient von ihr gestärkt zu werden."

„Wie hieß sie denn, deine Mutter?" „Midoriko", flüsterte Sesshoumaru nach einigem Zögern leise.

Durch Kagomes Kopf schossen Bilder: das versteinerte Abbild einer schönen, jungen Priesterin in einer Höhle, ihre Rüstung, die vielen versteinerten Dämonen, die Wunde in ihrer Brust, aus der der Juwel der Vier Seelen getreten war.

„Was? Midoriko war deine Mutter?", hauchte sie total überrascht. Sie sah ihn völlig entgeistert an.

„Du hast von ihr gehört?" fragte er mit erstauntem Blick.

„Ja, Sango hat uns die Höhle gezeigt, in der sie versteinert wurde." Einen kleinen Augenblick lang glaubte Kagome so etwas wie Schmerz in seinen Augen zu sehen, als er an das Grabmahl seiner Mutter erinnert wurde. Aber schnell wandte er den Blick ab.

„Sie wurde dort hinein gelockt um zu sterben. Mit meinem Vater zusammen war sie unbesiegbar. Das wussten die mächtigen Dämonen, die hinter den Angriffen steckten. Also lockten sie die beiden jeweils getrennt in eine Falle. Meine Mutter wurde in diese Höhle gelockt, mein Vater wurde im Norden von einem riesigen Katzenyoukai und seinem Volk angegriffen, mit dem er lange kämpfen musste, bis er den Dämon endlich töten konnte und die Katzen Reißaus nahmen. Danach brach er sofort auf meine Mutter zu suchen. Aber als er selbst schwer verletzt an der Höhle eintraf, in der sie 3 Tage gegen die Übermacht der Dämonen gekämpft hatte, war sie bereits tot. Er war tief erschüttert über ihren Tod. Er hatte sich nie verziehen, dass er nicht bei ihr gewesen war und sie beschützen konnte. Er trauerte lange um sie, genas kaum von seiner Verletzung.

In dieser Zeit traf er auf eine Menschenfrau, die er gerettet und die sich in ihn verliebt hatte. Sie versuchte, seine Wunde zu pflegen, aber Erfolg hatte sie wohl eher bei der in seinem Herzen als der an seinem Körper. Aus dieser Beziehung ging mein kleiner Bruder Inu Yasha hervor. Mein Vater starb, als er sie beschützen wollte. Dieses schwache Weib hat ihn in den Tod gezogen."

Kagome glaubte in seinen sonst undurchdringlichen Gesichtszügen einen Moment Gefühle aufblitzen zu sehen, die sie sehr an Hass und Wut erinnerten. Doch noch ehe sie sich vergewissern konnte, war sein Gesicht wieder ausdruckslos geworden.

Was hatte diesen Mann so verletzt?

Er muss Vater und Mutter sehr geliebt haben. Und er war wohl einfach eifersüchtig auf die neue Stiefmutter gewesen. Um den Vater zu entlasten, versuchte er ihr die Schuld an seinem Tod anzuhängen und verachtete alles, was mit ihr zu tun hatte, also auch den kleinen Stiefbruder.

„Was geschah denn?" Sie sah Sesshoumaru mitfühlend an, ihre Anteilnahme schien den erzürnten Dämon wieder etwas zu beruhigen.

„Inu Yashas Mutter wurde entführt. Vaters Gegner machten sich seine Gefühle für diese Frau zu nutzen und lockten ihn hoch im Norden in ein Tal. Ein mächtiger Taiyoukai stellte sich ihm dort entgegen, gegen den er mehrere Tage kämpfte und den er nur versiegeln, aber nicht besiegen konnte. Sein Name war Ryuukotsei. Du kennst ihn, du warst bei seinem Kampf gegen Inu Yasha dabei."

„Ja, stimmt, er war sehr mächtig! Ich dachte damals, Inu Yasha hätte keine Chance gegen ihn!" Die Erinnerung an diesen schrecklichen Kampf ging ihr durch den Kopf. Inu Yasha war alleine aufgebrochen, um Ryuukotsei zu besiegen. Der Taiyoukai hatte Inu Yashas Vater besiegt, er war an den Wunden dieses Kampfes gestorben, hatte Toutousai ihr erzählt. Ein Sieg über den Todfeind des Vaters würde Tessaiga, das zerbrochen und mit einem Reißzahn Inu Yashas repariert worden war, wieder leichter machen. Inu Yasha hätte dem gebannten Riesendämonen nur das Herz herausschneiden müssen, aber Naraku hatte ihn erweckt indem er die Kralle schmolz, die ihn bannte. Der Kampf, der entbrannt war, war furchtbar gewesen.

Sie begann zu erzählen: „Inu Yasha hatte sein Schwert verloren und verwandelte sich in einen Youkai, wie er es immer tut wenn sein Leben bedroht wird und er Tessaiga nicht bei sich hat. Aber diesmal war es anders gewesen. Obwohl er, wenn er sonst verwandelt war nur noch seinen Instinkten folgte, hatte er damals die Kraft und den eisernen Willen, Tessaiga wieder an sich zu bringen. Mit der ultimativen Technik des Schwertes, Bakuryuuha, konnte er den riesigen Dämonen dann endlich besiegen."

Sesshoumaru nickte. „Ja, ich habe es gesehen." „Was, du warst auch dort?" „Ich sagte dir doch, ich beobachte meinen Bruder und seine Entwicklung schon lange Zeit."

Er blickte sie eindringlich an. „Begreifst du es nicht? Inu Yasha konnte ihn nur besiegen, weil du dabei warst. Du hast ihm die Kraft gegeben, du hast ihm seinen Willen erhalten trotz der Macht seines Youkai-Blutes Tessaiga zu führen. Du hast ihn befähigt, Bakuryuuha anzuwenden. Er war eigentlich viel zu jung dazu, hatte viel zu wenig Übung und Erfahrung mit dem Schwert. Toutousai hat das gewusst. Aber Inu Yasha konnte es trotzdem. Du hast ihm unbewusst die Kraft gegeben wie früher meine Mutter meinem Vater. Nur gemeinsam konntet ihr diesen Dämon besiegen!"

Sein Blick ruhte auf ihr und folgte ihrem verwirrten Mienenspiel. Sie schien wirklich keine Ahnung zu haben, welche Fähigkeiten sie besaß und welche Auswirkungen diese auf seinen kleinen Bruder hatten. Sie meinte wohl, dass alles ihm alleine zuzuschreiben war.

Kagome wiederum betrachtete den Dämon unauffällig. Er saß immer noch neben ihr auf der Treppe. Die langen Haare wehten leicht im Wind und reichten dennoch bis auf die Stufen hinter ihm. ‚Genau das gleiche Silber wie bei Inu Yashas Haar', dachte sie und war schon versucht hineinzugreifen, wie sie das bei dem Hundejungen öfter tat. Ein misstrauischer Blick seitens Sesshoumaru, dem ihr forschender Blick nicht entgangen war, ließ sie aber schnell innehalten.

Der Stoff seiner Kleidung glänzte in der Sonne. Seine Rüstung trug er heute nicht. Das lange Fell, das er sonst um seine rechte Schulter trug, lag um ihn herum ausgebreitet.

Noch nie hatte er länger mit ihr geredet. Er hatte sie früher nur abgewehrt und verspottet, hatte auch versucht sie anzugreifen, aber sie hatte sich immer gegen ihn wehren können. Aber wenn sie bedachte, wie mächtig er war, dann hatte er wohl seit dem Giftangriff im Grab seines Vaters nie mehr ernsthaft versucht sie zu verletzen.

Später hatte er ihr sogar Ratschläge gegeben, Damals auf dem Feld… als er Inu Yasha herausforderte und ihm dabei Tessaiga abnahm und Inu Yasha sich verwandelt hatte. Sesshoumaru hatte ihr gesagt, was sie tun müsse, damit das nicht wieder vorkomme.

Sie sah ihn fragend an. Wollte dieser Mann ihr wirklich helfen? Konnte sie ihm vertrauen?