Hallo liebe Leserchens, es geht weiter mit einem neuen Kapitel.
@soobin: Danke für deine treue Leserschaft! Ich gestehe dir auch ein, dass ich deswegen so schnell hoch laden kann, weil ich diese Geschichte schon fertig in der Lade liegen habe. Ich kann aber schon so viel verraten: es gibt nocheinige Überraschungen!!! Ich hoffe, dass sie dir alle gefallen.
@swunz: Ja, bei Kagome geht es gerade erst los, dass sie ihre Kräfte kennen lernt. Das geht in den nächsten Kapiteln noch weiter. Sie wird damit auch noch einiges ‚anstellen'. Aber lies selbst…
@Lady_Roha: Nein, es stimmt nicht, Midoriko ist wohl nicht Sesshoumarus Mutter. Ich habe zumindest keine Anhaltspunkte dafür gefunden. Aber ich wollte seiner Arroganz, was sein reines Dämonenblut betrifft, einen kleinen Dämpfer geben. *fies grins* Und ich wollte eine Erklärung, warum er deswegen so furchtbar auf seinem Bruder rumhackt. Und am schlimmsten hackt doch der, der selbst auch betroffen ist. Außerdem brauchte ich einen Lehrer für Kagome, einen mit Miko-Erfahrung! Und voila: wir haben einen Sesshoumaru mit Miko-Mutter. So schnell geht das! *g* Dafür war es dann aber auch eine ganz Edle (es soll ja nicht unter Niveau sein beim edlen Lord des Westens *hach*)
@Eskaria: Ach, liebste Lady, dein Sesshoumaru gefällt mir aber auch gut! Was der alles anstellt! Und immer wieder Danke fürs Durchlesen!
@Matorif: Danke für deine vielen Reviews. Da macht es gleich noch mehr Freude, wieder ein Kapitel On zu stellen. Auf das Alter gehe ich in einer der nächsten Kapitel noch mal ein, wo es darum geht, ob Inu Yassha schon reif genug ist. Für was, verrate ich noch nicht.
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„Was willst du denn nun überhaupt von mir? Warum hast du mich hierher gebracht?"
Sesshoumaru wandte langsam den Kopf zu ihr und sah sie ernsthaft an.
„Die Dämonen werden wieder übermächtig im Land, Naraku sammelt seine Kräfte und wird immer stärker. Da sollten die, die Macht haben, diese auch nutzen können." meinte er ruhig.
Er beugte sich leicht nach vorne und sah sie lange schweigend an, erforschte ihr Gesicht, sah ihr eindringlich in die Augen als ob er in ihr lesen wollte. Kagome hielt diesem Blick stand, aber es war schon ungewöhnlich die ihr eigentlich so vertrauten goldenen Augen in einem ganz anderen Gesicht wieder zu finden. Die Streifen an den Wangen und der Halbmond auf der Stirn waren ihr so fremd, die Züge waren verschlossen und unergründlich, nicht offen und mitfühlend wie bei Inu Yasha. Ob sie es wagen konnte sich auf ihn einzulassen? Sie spürte keinerlei bösen Mächte, keine böse Aura, nichts das gegen sie gerichtet wäre.
„Gut!" sagte sie langsam und drehte ihr Gesicht zu ihm hin. Sie war ihm ganz nahe, er schaute ihr weiter schweigend direkt in die Augen. „Gut!" sagte auch er und stellte seine Musterung ein. Er stand langsam auf und schritt die Treppen hinunter. „Komm mit", forderte er sie auf.
Sie gingen langsam und schweigend nebeneinander durch den Garten im Innenhof. In einer Ecke stand ein Busch, dessen Blüten von zahlreichen Schmetterlingen besucht wurden. Die bunten Falter, die wild umherflatterten, zogen Kagomes Aufmerksamkeit auf sich. Sie rannte zu dem Busch und sah mit freudigen Augen auf die bunte Pracht. Ihr Blick schweifte über die schönen Muster und Farben der Flügel. Doch plötzlich stockte sie. Auf einer Blüte saß ein Falter, dem die Hälfte des linken Flügels fehlte. Er konnte nur taumelnd fliegen und fiel fast von der Blüte.
Sesshoumaru stand inzwischen wieder neben ihr, folgte ihrem Blick und entdeckte ebenfalls den verletzten Schmetterling. „Heile ihn!", forderte er sie auf.
„Ja wie denn?" „Du musst es nur wollen! Nimm ihn in deine Hand und berühre ihn. Und dann musst du einfach nur wollen, dass er heilt." „Bist du sicher?" fragte sie skeptisch. „Meine Mutter hat es mir so erzählt. Probier es aus!"
Kagome nahm den verletzten Falter behutsam aus der Blüte und setze ihn auf ihre linke Handfläche. Die rechte Hand wölbte sie vorsichtig darüber. Sie schloss die Augen und konzentrierte sich mit ihrer ganzen Energie auf den verletzten Flügel.
Sesshoumaru sah, wie sich um sie und vor allem um ihre geschlossenen Hände eine feine, blaue Aura bildete. Eine ganze Weile stand sie so da mit einem angestrengten Ausdruck im Gesicht, gehüllt in das Leuchten um ihren Körper,.
Dann entspannte sie sich wieder, die Aura verschwand und sie öffnete die Augen und ihre Hände. Neugierig untersuchte sie den Falter, und wirklich, der Flügel war wieder komplett, und er glänzte als ob es nie eine Verletzung gegeben hätte.
Sesshoumaru betrachtete fasziniert ihr Minenspiel als sie begriff, was sie gerade fertig gebracht hatte. Ihre Augen leuchteten vor Freude und sie schaute lange dem Schmetterling nach, der über die Büsche davon flog. Dann hüpfte sie jubelnd durch den Garten.
Ein Lächeln schlich sich auf sein Gesicht. Wieder diese menschliche Freude, diese totale Begeisterung jemanden helfen zu können, und wenn es nur ein kleines Tier war, die ihm so gänzlich unbekannt war.. Er hatte dies bei Rin schon so oft gesehen und wunderte sich trotzdem immer wieder über die Intensität dieses Gefühls bei den Menschen.
„Du bist noch sehr jung, aber du hast starke Mächte in dir. Vielleicht könntest du so stark werden wie meine Mutter damals war."
Kagome bekam gar nicht ganz mit was er sagte. Sie war so begeistert von ihrer neu entdeckten Fähigkeit.
„Oh, ich kann heilen! Ich freu mich so. Kann ich auch größere Tier heilen? Kann ich Menschen heilen? Kann ich auch große Verletzungen heilen? Was kann ich denn noch?", bestürmte sie ihn ganz aufgeregt.
„Du kannst jede Verletzung heilen, an jedem Wesen - wenn du nur übst. Du kannst Schutzschilde errichten, kannst deine Macht gegen Feinde einsetzen. Du kannst sie wie bisher mit einem Pfeil auf ein Ziel konzentrieren, aber du kannst dir auch ohne Waffen jeden Gegner vom Leib halten, kannst ihnen ihr Bewusstsein nehmen. Du kannst dich damit fortbewegen, ob unter Wasser oder in der Luft, du kannst schnell sein als wie ein Blitz. Du kannst den Tod längere Zeit fern halten, aber du kannst Tote nicht wieder zu Leben erwecken…das kann nur Tenseiga."
„Na, dann komm ich zu dir und hole dich mit Tenseiga, wenn ich das mal brauche" rutschte es ihr heraus. Sie lächelte ihn dabei strahlend an.
„So, tust du das?" fragte er sie langsam und sah sie nachdenklich an. Er war überrascht über ihre vertrauensvolle Aussage. Wieso war sie nicht misstrauischer ihm gegenüber? Noch nie hatte ihm jemand vertraut außer Rin, selbst sein Diener Jaken nicht, das wusste er.
Glaubte sie wirklich, dass er mit ìhr kommen würde?
Aber sie war schon weg gesprungen in den Garten, um nach weiteren verletzten Tieren Ausschau zu halten. „Ich muss üben!" rief sie ihm noch zu.
