Hallo liebe Leser, ich habe wieder ein neues Kapitel für euch. Kagome wendet ihre neuen Fähigkeiten an!
@kagome: Danke für dein Lob, das freut mich sehr wenn dir meine Geschichte gefällt.
@Matorif: Kagome ist schon ein lieber, freundlicher Mensch, das merkt bestimmt auch Sesshoumaru. Die Aufzählung ihrer Fähigkeiten durch ihn habe ich vor allem deswegen gemacht, dass meine lieben Leser sich vorstellen können, was sie alles lernen kann. Aber sie wird einiges davon auch sehr schnell nutzen (im nächsten Kapitel). Sie hat Sesshoumarus Aufzählung schon gehört ;o) Um Tessaiga geht es viel später noch mal im 2. Teil meiner Geschichte. Er will es haben, bekommt es aber nicht. Ich habe eine andere Lösung für dieses Problem. *g*
@Soobin: Ja, Kagome hat viel Ähnlichkeit mit Rin. Das meint auch der sanfte Riese Jinenji mal in der Serie, als Rin bei ihm vorbei kommt. Ich habe Kagome sehr überschwänglich reagieren lassen, weil ich ihre Unbefangenheit und ihr fröhliches Temperament so mag.
@Lady_Rosha: Das freut mich wenn dir meine Beweggründe gefallen!!! Der Sesshy wird auch noch ganz schön von der lieben Kagome erzogen *gg* Das wird dir sicher gefallen.
@Eskaria: Ein bisschen dauert es noch, dann kommt er, dein Lieblingsdämon!!! Aber das weißt du ja schon. Dir verdanke ich es, dass das Kapitel wieder so gut überarbeitet wurde! Danke, meine liebe Lektorin!!! *küsschen*
Verletzungen
Sie war den ganzen Tag unterwegs und heilte alle Tiere, die sie irgendwo verletzt finden konnte. Rin war ihr zu Hilfe gekommen. Als sie hörte, dass sie Besuch hatten, fragte sie Sesshoumaru, ob sie mit dem Mädchen gehen dürfte. Kagome wunderte sich, dass er ihr das Mädchen bedenkenlos anvertraute, aber vielleicht hielt er sich auch irgendwo im Hintergrund verborgen und beobachtet sie, wie er es bei seinem Bruder ja anscheinend auch oft gemacht hatte. Sehen konnte sie ihn auf alle Fälle nicht.
Rin erzählte ihr viel von ihrem Leben mit Sesshoumaru. Sie schien sehr glücklich zu sein nach dem Tod ihrer Eltern wieder so etwas wie eine Familie gefunden zu haben, wenn er auch nicht gerade ein sehr fürsorglicher Vater war. Im Schloss versorgte Jaken sie mit Essen, aber wenn sie unterwegs waren und ihr der Magen knurrte, musste sie fischen oder sich etwas auf den Feldern stehlen. Aber es schien ihr nichts auszumachen, hatte sie doch lange Zeit für sich selbst gesorgt. Ihr war es genug dass Sesshoumaru auf sie wartete bis sie mit essen fertig war.
Kagomes Freude an ihren neuen Fähigkeiten hatte sich auf Rin übertragen, und so kehrten sie abends sehr fröhlich, aber auch sehr erschöpft zum Schloss heim.
Rin war müde, aber auch sehr aufgeregt, da sie sonst selten Besuch im Schloss hatten, schon gar keinen menschlichen. Sie wohnten dort alleine, hatte sie Kagome erzählt. Der grüne Zwerg Jaken musste für sie sorgen, aber sie mochte ihn nicht besonders und ärgerte ihn, wann immer sie nur konnte. Aber Sesshoumaru liebte sie über alles.
Jaken holte sie zum Abendessen in einen großen Raum. Dort war ein Tisch mit reichlich Speisen beladen und die beiden Mädchen stopften sich genüsslich voll. Jaken räumte den Tisch wieder ab und verschwand. Sesshoumaru kam herein und schickte die müde Rin zu Bett. Sie folgte gehorsam und verließ den Raum. Kagome wunderte sich wie sich die Kleine ohne Klagen und Murren wegschicken ließ, ohne einen Gute-Nacht-Kuss, ohne ein liebes Wort. ‚Sie hat hier auch klein leichtes Leben', dachte sie traurig. ‚Dabei ist sie so ein liebes Ding.'
Sesshoumaru selbst setzte sich neben Kagome auf den Boden, mit dem Rücken gegen einen Pfeiler gelehnt.
„Wieso lebt ihr ganz alleine hier?", fragte Kagome ihn neuigierig. „Ich möchte keine Menschen um mich herum haben.", meinte er nur knapp. „Weil es mal welche gab, die dir weh getan haben? Aber das ist doch schon lange her. Nicht alle Menschen sind so."
„Die meisten Menschen fürchten sich vor Youkais und wollen nichts mit ihnen zu tun haben." „Aber dann kannst du auch nie etwas über menschliche Gefühle lernen." Er sah sie nur mit hochgezogenen Brauen an.
„Ja, du könntest ruhig auch mal derjenige sein, der etwas lernt. Dein Schwert Tenseiga zum Beispiel entfaltet nur seine volle Macht, wenn du lernst mit Menschen umzugehen und sie zu mögen und zu schützen. Ich habe es dich noch nie richtig benutzen sehen."
„Nun, ich habe Rin!" meinte er knapp und ging auf die Fähigkeiten seines Schwertes nicht weiter ein.
„Na, wie ich dich kenne hast du sie auch nur mitgenommen um herauszufinden, ob du davon irgend etwas hast. Du bist immer so berechnend und kalt.", entfuhr es ihr. Sie biss sich schon auf die Lippen. Ups, war sie zu weit gegangen? Das war ganz schön frech ihrem Gastgeber gegenüber.
Er blieb aber ganz ruhig sitzen und sah sie nur amüsiert an. Ihr Mut und ihr lockeres Mundwerk schienen ihn nicht zu stören. „Zu Beginn ja,", gab er zögernd zu, „aber ihr Wesen hat mich fasziniert. Obwohl sie so klein und schwach war und ich ihr Angst einjagte und sie abwehrte, kam sie immer wieder zu mir zurück als ich verletzt war. Sie brachte mir Essen und war glücklich nur weil ich sie einmal ansah. Ich verstand sie nicht, aber sie rührte etwas in mir. Daher erweckte ich sie auch wieder zum Leben als die Wölfe sie zerfleischt hatten. Ich wollte ihre Seele ergründen".
„Ja, aber dann musst du dich auch um sie kümmern!" „Aber das tu ich doch", meinte er erstaunt. „Ach, Männer!", schnaufte Kagome nur mürrisch. „Rin ist doch noch so klein, sie braucht Nähe und Zuwendung, jemanden, der sie auf den Arm nimmt, ihre Hand hält, sie tröstet, wenn sie Angst hat oder es ihr schlecht geht. Jemand, der liebevoll mit ihr umgeht. Das ist es, was du von ihr lernen kannst. Alle Menschen brauchen das, nicht nur die kleinen, und Dämonen sind da auch nicht anders.", endete sie mit leiser werdender Stimme.
Es entstand eine lange Pause. Der Dämon sagte nichts, schaute aber nachdenklich und leicht irritiert. „Warum tust du so, als ob du das alles nicht bräuchtest? Kannst du dir nicht vorstellen, Freunde zu haben? Fröhlich mit anderen Menschen zu sein, ihnen Vertrauen zu schenken, sich auf sie verlassen können? Nicht mehr einsam zu sein? Es gibt noch mehr freundliche Menschen außer Rin, die nichts gegen Dämonen haben.", bohrte Kagome nach.
„Ich möchte nicht meine Macht einbüßen nur wegen Gefühlen gegenüber Menschen. Mein Vater wurde unglücklich deswegen, es kostete ihm sogar das Leben. Inu Yasha wurde wegen seiner Gefühle verraten und gebannt. Was sollte ich denn davon haben?", schnaubte er nur herablassend.
„Bist du so alleine und verlassen denn glücklich? Du hast keine Freunde, niemanden, der dich unterstützt, niemand, der dir hilft." „Ich brauche keine Freunde, ich bin mächtig genug um mich alleine gegen jeglichen Feind zur Wehr zu setzen!", meinte er nur kühl.
Inu Yasha war auch so gewesen, dachte Kagome nach. Er wollte den Juwel um stärker zu werden und nie mehr die Hilfe anderer zu benötigen, nie mehr verletzt zu werden. Sie musterte den jungen Dämonen, seine verschlossenen Züge. Er tat ihr leid, so einsam seit vielen Jahrhunderten. Er musste wohl über dreihundert Jahre alt sein, Midoriko war vor so vielen Jahren gestorben. Eine so lange Zeit ohne Freunde, ohne Gefährten, ohne Familie, welch ein trauriges Leben.
„Mir fehlen meine Freunde.", murmelte sie aus den Gedanken heraus." Wann kann ich sie denn wieder sehen?", fragte sie zu ihm gewandt.
„Jederzeit. Ich habe dich nur geholt, weil ich sonst keine Möglichkeit sah, in Ruhe mit dir reden zu können. Du kannst gehen wann du magst, du kannst bleiben solange du möchtest."
„Danke!", sagte sie bescheiden mit gesenktem Kopf. „Danke für deine Hilfe! Aber du hättest mich ruhig fragen können ob ich nicht freiwillig mitkommen will. Es hätte ja nicht gleich eine Entführung sein müssen", meinte sie wieder etwas munterer.
„Mein lieber kleiner Bruder hätte dass nie zugelassen, das weißt du genau.", höhnte er nur. „Er wird ohnehin bald kommen. Ich rieche ihn." Sie sah überrascht zu ihm auf. „Bald?"„Morgen…"
Beide schwiegen. Kagome wusste, dass es dann erst mal Ärger geben würde. Inu Yasha würde wohl nicht so leicht zu beruhigen sein.
„Ich möchte noch etwas für dich tun." Kagome stand langsam auf. „Was denn? Du bist mir zu keinem Dank verpflichtet", erwiderte er nur barsch. Sie ging langsam auf ihn zu, kniete dann neben ihm nieder. Mit hochgezogenen Brauen musterte er sie. Sie hob die Hände und bewegte sie langsam in Richtung auf seine Schultern zu.
„Was willst du?", frage er irritiert und gereizt. „Lass das, niemand fasst mich an!" knurrte er und erhob seine rechte Hand zur Abwehr.
„Ach, dafür hab ich jetzt keine Zeit.", brummte Kagome nur ärgerlich und wischte seine Hand mit einer Handbewegung ihrerseits weg. Sesshoumaru schaute verblüfft. Wieder schnellte seine Hand vor, aber diesmal war sie schneller. Sie hatte ihn schon an beiden Schultern gepackt und als er sie mit Wucht wegstoßen wollte, leuchtete auf einmal eine blaue Aura um ihre Hände und er sank ohne Bewusstsein in sich zusammen.
„Huch, das klappt ja!", grinste sie überrascht. „Was soll ich jetzt auch noch einem vereinsamten Dämonen eine Therapiestunde geben. Der ist ja total verklemmt!"
Als Sesshoumaru wieder zu Bewusstsein kam war es bereits dunkel geworden. Er saß immer noch an die Säule gelehnt in der großen Halle. Er war verärgert darüber, dass das Mädchen mit ihm machen konnte, was es wollte und das wohl auch getan hatte. Er knurrte leise vor Ärger, seine Augen funkelten im Dunkeln rötlich. Was genau hatte sie denn getan? Er schaute sich um, mit seinen Augen konnte er auch im Dunkeln sehen. Sein Blick fiel auf einen Stapel säuberlich zusammen gelegter Kleidung.
Das waren seine Sachen, bemerkte er verblüfft. Sein Oberkörper war nackt! Was hatte dieses Weib mit ihm angestellt?
Er lehnte sich auf die Seite um seine Sachen herüberzufischen…und stutze. Schnell schaute er an seiner linken Seite herab…tatsächlich, da war wieder ein Arm. Er betastete ihn vorsichtig. Er fühlte sich an wie der andere, keine Narbe war zu spüren an der Stelle wo er abgetrennt gewesen war. Als ob er nie gefehlt hätte. Sogar die beiden violetten Streifen um die Handgelenke waren da.
Er nahm seine Kleidung und stand sehr langsam und nachdenklich auf.
Sie hatte schnell gelernt. Und sie hatte ihn beschenkt. Wieder ein Menschenmädchen, das ihm freundlich gesonnen war. Er verstand sie nicht, diese Menschen. Aber er fing an sie zu mögen.
---------
So, hier wurde allen, die Sesshoumaru gerne wieder mit 2 Armen sehen wollen, eine Wunsch erfüllt *g*
Wenn euch das Kapitel gefallen hat, dann schreibt mir doch bitte ein Review. Das würde mich seeehhr freuen!
Vielleicht lernt Sesshoumaru ja auch noch was von Kagome!?! Und es gibt noch einige Enthüllungen was die Fähigkeiten und Identitäten anderer Dämonen betrifft! Also, würde mich freuen wenn ihr dran bleibt!
Hi Yasha
