Hallo Leute,
wo seid ihr denn alle? Sind alle beim Skifahren? Es werden ja immer weniger Reviews…aber was soll's, ich hatte auch eine stressige Woche.
Es gibt trotzdem ein kleines Kapitelchen mehr…
@Matorif: Viel Spaß noch in Schwyz!!! Ich warte schon sehnsüchtig auf dein neues Kap NGE!!! Sesshoumaru würde ja schon gerne Tenseiga verwandeln, aber ob er das jemals schafft mit seinem Charakter??? Ich glaube nie! Leider musst du dich noch etwas gedulden bis Inu Yasha kommt.
@Nachtengel: Hallo, schön mal wieder von dir zu hören. Ja, ich komme gut voran. Ich stelle im Schnitt ein Kapitel pro Woche on und werde das auch weiterhin so machen.
@Kagome02: Auch dir vielen Dank dass du mal wieder einen Kommi geschrieben hast. Ich freue mich sehr, wenn dir meine Geschichte so gut gefällt.
@Soobin: Ja, das letzte Kapitel war schon ziemlich anders. Kagome war sehr frustriert und daher auch sehr wütend. Sonst ist sie ja immer ein Sonnenscheinchen. Aber ein Dorf voller Toten würde wohl jeden umhauen (außer gewisse langhaarige Dämonen).
Liebe Grüße an Eskaria, Swunz und Lady_Rosha. *Bussi*
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Der wunde Punkt
Sesshoumaru hatte Kagome schon wieder ohne lange zu fragen einfach gepackt und an sich gezogen. Sie sausten bereits durch die Luft davon. Die Dorfbewohner hatten gar nicht bemerkt was eigentlich los gewesen war, manche sahen kurz dem Flirren in der Luft nach, aber keiner hatte sie wirklich erkannt.
„Lerne das Schwert zu beherrschen!", meinte Kagome diesmal zu ihm und schaute ihn eindringlich an. Sesshoumaru schaute nur uninteressiert gerade aus.
„Warum sollte ich Menschen schützen und wieder zum Leben erwecken wollen?", fragte er nur kühl. „Es könnten deine Verbündete sein, oder Unschuldige, die unter Krieg und Tod zu leiden haben, oder einfach deine Freunde oder Vertrauten." Er wandte den Blick und schaute sie nur zweifelnd an. Mit dem Blick schien er sie fragen zu wollen, ob sie wirklich glaubte, dass er Verbündete bräuchte oder dass er sich gar um Unschuldige kümmerte.
‚Da muss er sich aber noch ganz schön ändern', dachte Kagome bei sich. Es wird genau so schwer für ihn werden wie für Inu Yasha damals mit Tessaiga. Der Vater hatte wirklich jedem Sohn das passende Schwert gegeben. Und Tenseiga wird sich nicht verwandeln, bevor sein Besitzer nicht mehr Anteilnahme und Gefühl für Menschen entwickeln wird.
Wie lange hatte doch Inu Yasha üben müssen, um Tessaiga spontan verwandeln zu können, um ihm die Kraft seiner Attacken entlocken zu können.
Sango hatte ihr erzählt, dass er wochenlang immer wieder mit Kirara verschwunden war um mit dem Youki des Dämons das Kaze no Kizu zu üben. Sie hatten sich beide gewundert, dass Kirara dies so geduldig mitgemacht hatte. Jetzt war ich auch klar warum. Sango meinte, Kirara hätte wohl schon vor vielen Jahrhunderten Midoriko begleitet. Wenn sie Midorikos Gefährte war, dann musste sie auch Inu Yashas Vater Inu Taisho gekannt haben. Daher war sie so gutmütig mit ihm gewesen und ging auf alle seine Wünsche ein. Sie kannte die Blutlinie, roch vielleicht das Blut in Inu Yasha, dass sie schon von früher her kannte.
Um dem Schwert wieder eine neue Fähigkeit zu entlocken, musste Inu Yasha jedes Mal sehr konsequent üben, etwas, was ihm mit seinem wilden, quirligen Naturell sehr schwer fiel. Konzentration und Ausdauer waren wirklich nicht seine Stärken, genau so wenig wie Mitgefühl und Herzlichkeit die von Sesshoumaru.
Kagome gab nicht auf. „War es für dich denn kein schönes Erlebnis, all die Menschen wieder glücklich am Leben und vereint zu sehen?" bohrte sie hartnäckig weiter. Es kam immer noch keine Reaktion von seiner Seite.
Aber er hatte sie doch extra hingebracht! Was hatte er dann damit bezweckt? War er wirklich so herzlos? Wollte er nur sehen, wie Tenseiga sich verwandelt?
„Es hätte doch auch Rin sein können!!!"
Sesshoumaru Brauen zuckten bei diesem Satz. Er drehte langsam den Kopf zu ihr und meinte dann aber nur kühl mit dunkler Stimme: "Keiner schreibt Sesshoumaru vor, was er zu tun hat!"
‚Aha, die schwache Stelle!', dachte sie und grinste in sich hinein. Immerhin hatte er eine. Das kleine Menschenmädchen musste ihm doch sehr viel bedeuten, sonst hätte er nicht diese Reaktion in seinen sonst so kontrollierten Zügen gezeigt.
Sesshoumaru sah zu ihr herab. Er erkannte, dass sie ihn durchschaut hatte, das konnte er an ihrem Lächeln und ihrem Blick ablesen. Es ärgerte ihn…und so ließ er sie…auf einmal los. „Und du solltest lernen alleine zu fliegen!" rief er ihr nur noch mit einem amüsierten Blick hinter her.
Kagome riss entsetzt die Augen auf. Im ersten Moment dachte sie nur: ‚Meine Güte, ist der empfindlich! Was soll denn das?' Doch schon im nächsten Augenblick wurde ihr der Ernst ihrer Lage klar. Panisch begann sie mit den Armen zu rudern, als könne sie dann wirklich fliegen. „Bist du verrückt?", kreischte sie. „Willst du mich umbringen?"
Sie stürzte sofort mit hohem Tempo ins Bodenlose. An ihren Haaren zerrte der Fahrtwind, der kurze Rock peitschte ihr um die Beine. Sie sah wie die Erde mit großer Geschwindigkeit auf sie zuraste. Die Bäume, ernst nur kleine Punkte, wurden größer und größer. Das Adrenalin, das durch ihren Körper schoss, schärfte ihre Wahrnehmung und sie hörte wie die Luft an ihr vorbei pfiff. Sie wusste, nicht mehr lange und ihr Flug wurde würde ein abruptes Ende nehmen. Im Stillen verdammte sie sich noch einmal dafür, dass sie Sesshoumaru so blindlings vertraut hatte.
Das alles schoss ihr innerhalb von Sekunden durch den Kopf, während ihr Blick gebannt am Erdboden hing, der immer näher rückte. Sie kniff die Augen zusammen: nicht mehr lange und sie würde am Boden zerschellen. Oh je, was sollte sie nur tun? Würde er sie wirklich sterben lassen?
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Danke, Kari-chan für deine tolle Hilfe!!! Werd schnell wieder gesund!!!
