@swunz: Und wieder danke für dein Rev. Ist ja nicht schlimm wenn du mal nicht dazu gekommen bist eines zu schreiben. Ich stelle trotzdem weiter on *g* Aber ich freue mich wenn ich weiß, dass ich ein paar Leser habe, die meine Geschichte mögen.
@Lady_Rosha: Auch dir danke für's Rev. Schön zu sehen dass ihr alle dabei bleibt auch wenn ich einmal nichts von euch hören sollte. Ich hoffe, du hast dich gut von der Grippe erholt und bist wieder gesund und munter. Die Vergebung sei Euch gewährt, holde Lady!!!
@Matorif: Hola, wieder ein so dickes Lob von dir. Danke!!! *rotwerd* Ich stell mir beim Schreiben auch immer vor, wie das aussehen würde und vor allem, ob ich mir die entsprechende Figur auch so vorstellen kann. Du kannst ja gleich weiter lesen, ob Sesshoumaru Kagome nun rettet…oder ob das Mädel das vielleicht selbst in den Griff kriegt??? Dieses Kapitel ist recht kurz. Und im nächsten kommt dann endlich Inu Yasha dahergepoltert…
@kagome_02: Hey, danke für den Kommentar! Es freut mich, dich wieder unter meinen Stammlesern zu wissen. *freu*
@Soobin: Hallöchen! Ich möchte dir noch etwas mehr zu deiner Rev schreiben, weil du da ein heißes Eisen angefasst hast. Ich wusste nämlich lange nicht so recht, wie ich Sesshoumaru anreden lassen soll. Es gab einige Übersetzungskommentare bei den Animes, in denen beschrieben wurde, dass Sesshoumaru von sich selbst nie mit ‚ich' spricht (wobei es da im Japanischen jede Menge Wörter für gibt), sondern mit etwas, was sie dann mit ‚this Sesshoumaru' übersetzten. Ich habe schon ewig keinen deutschsprachigen Anime mehr gesehen, da ich das Original bevorzuge. Wie wurde denn da übersetzt? Ich glaube, mit ‚ich, Sesshoumaru' wenn ich mich recht entsinne. Aber eigentlich entspricht seine Anrede eher dem uralten ‚Euch' von anderen und 'Wir' für sich selbst. Ich habe das teilweise übernommen. Zumindest Rin und Jaken sprechen ihn so an um ihre Ehrerbietung zu zeigen. Kagome durfte dafür als freche Neuzeitgöre gleich ‚du' sagen und der Herr Dämon hat es gnädigerweise akzeptiert. Aber ab und zu muss dann so ein erlauchter Hammer rein wie:
"Keiner schreibt Sesshoumaru vor, was er zu tun hat." *g*
Aber jetzt geht es weiter…viel Spaß beim Lesen!
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Fliegen
„Inu Yasha!" schrie sie aus Gewohnheit aus Leibeskräften. Aber der Hanyou war ja gar nicht in der Nähe. Ob Sesshoumaru ihr helfen würde? Wild warf sie den Kopf hin und her auf der Suche nach der einzigen Person, die sie jetzt noch retten konnte. Doch von ihm fehlte jede Spur! Warum sollte er ihr auch helfen? Er hatte sie ja fallen gelassen. Ob er wirklich so kalt und grausam war sie einfach auf dem Erdboden zerschellen zu lassen? Und das womöglich nur wegen einer kleinen Bemerkung über Rin? War es für ihn so schrecklich wenn seine Gefühle offenbart wurden?
Sie starrte voll Angst auf die Erde hinunter. Sie konnte schon die Einzelheiten der Gegend unter ihr erkennen. ‚Wieso hilft mir denn keiner? Muss ich so sterben? Wieso hat er das getan?'
Sesshoumaru schwebte in einigem Abstand schräg über ihr, so dass sie ihn nicht sehen konnte. Er wunderte sich, dass das Mädchen in ihrer Not nach seinem Bruder schrie. Beschütze er sie immer? War er ständig da um sie zu retten? Wie vertraut waren die beiden wohl miteinander wenn sie in ihrer Todesangst nach ihm rief?
Er blickte auf die junge Miko hinab und wartete, ob sie sich auf ihre Kräfte besinnen würde. Sie war wie Inu Yasha. Erst in wirklicher Gefahr waren sie dazu in der Lage, ihre vollen Fähigkeiten zu entwickeln. Das war auch mit ein Grund dafür gewesen, warum er seinen Bruder immer so verbissen angegriffen hatte. Nur so konnte er herausfinden, wie weit dieser sich schon entwickelt hatte. Ob das Mädchen wohl bestehen würde?
Die Furcht vor dem Aufprall begann Kagome zu lähmen. Wie erstarrt sah sie die Erde auf sich zurasen. Der Wind riss an ihren Haaren und nahm ihr fast die Luft zum Atmen. Das Herz schlug ihr bis zum Hals und ihr war übel vor Aufregung und Angst. Wenn nicht bald etwas geschah würde sie sterben. Und Hilfe war weit und breit keine in Sicht. Es konnte nur noch einen Augenblick dauern, biss sie aufschlug. Panik stieg in ihr auf, ihr Herz schien zu zerspringen. Sie musste etwas unternehmen! Sie wollte nicht sterben. Wie war das beim Heilen? Sie musste es nur wollen…
„Nein…"schrie sie nur noch gellend…und verharrte auf einmal in der Luft. Ihr rasanter Fall hatte gestoppt, sie schwebte einige Meter über der Erdoberfläche in der Luft. Ein leichtes Schimmern war um ihren Körper zu erkennen.
„Uff!", stöhnte sie nur, "geschafft!". Mit wild klopfendem Herzen sah sie auf den Boden der so dicht unter ihr lag. Sie keuchte. Sie konnte die Grashalme und die kleinen Blumen in der Wiese erkennen, und der Duft der Wildkräuter stieg bereits in ihre Nase. Sie sog ihn tief und erleichtert ein. Diese Wiese war nicht ihr Grab geworden! Sie schwebte in der Luft ganz leicht und ohne Anstrengung, ein seltsames Gefühl. Langsam konnte sie die Angst und das Herzrasen wieder besänftigen, ihr Atem wurde wieder regelmäßig und sie sah sich um wo eigentlich Sesshoumaru geblieben war. Der schwebte frech grinsend einige Meter über ihr.
„Na, geht doch!", meinte er nur amüsiert. Also war er doch in ihrer Nähe gewesen!
„Das ist ja wohl die Höhe, ich wäre fast gestorben! Wie kannst du mich nur so erschrecken?" fuhr sie ihn an, aber er schaute sie nur weiter belustigt an. Sie legte erstaunt den Kopf schräg und ließ diesen für ihn absolut ungewöhnlichen Gesichtsausdruck lange auf sich einwirken. Ihr war zwar nach dem Riesenschreck immer noch sehr mulmig zumute, aber Sesshoumarus Gesicht einmal fröhlich zu sehen, auch wenn es nur ein freches Grinsen war, war ein so außergewöhnliches Ereignis, dass sie es kaum glauben konnte.
„Hättest du mich denn gerettet, wenn ich es nicht geschafft hätte?" fragte sie schon richtig verwirrt. „Wer weiß…" entgegnete er nur mit dem gleichen, frechen Gesichtsausdruck. ‚Der scheint sich ja prächtig über meine Angst zu amüsieren', dachte sie empört. Sie hob die Faust und drohte ihm, aber er huschte sofort ein paar Meter weiter durch die Luft, außerhalb der Reichweite ihres Armes. „Na warte…" brummelte sie nur und zischte auf einmal auf ihn zu. Er wich wieder aus, sie preschte ihm hinterher. Innerhalb kurzer Zeit sausten die beiden durch die Luft, sich verfolgend und ausweichend, Haken schlagend und immer schneller werdend.
Langsam fing dieses Spiel an ihr Spaß zu machen. Sie bemerkte, dass sie sich immer schneller und präziser fortbewegen konnte. Einmal hatte sie ihn sogar eingeholt und ihm einen ordentlichen Knuff in die Seite gegeben, bevor er wieder ausweichen konnte. Er schaute sie kurz überrascht an, offensichtlich beeindruckt über den schnellen Fortschritt ihres Könnens. Dann…lächelte er. Seltsam, war dies derselbe Dämon, den sie sonst nur mit versteinerter Miene und beherrschten Bewegungen kannte? Sie hätte nie gedacht, dass sie mit ihm - ja- spielen könnte!
Sie schoss ihm wieder hinter her, diesmal in einer wilden Verfolgungsjagd direkt auf den Boden zu, ein kurzes Abbremsen und beide stieben wieder davon hinauf in schwindelnde Höhen. „Warte nur, ich krieg dich schon noch" rief sie ihm lachend hinter her. Aber mit seiner Geschwindigkeit konnte sie letztendlich doch nicht mithalten.
Irgendwann gab sie erschöpft auf und landete auf dem Boden. Dort hockte sie sich hin, sank nach hinten um und lag dann mit ausgestreckten Armen im weichen Gras. Sie schaute in den endlos blauen Himmel über ihr. Hoch oben, weit entfernt in der flirrenden Luft des heißen Sommertages, sah sie einen Punkt, der ganz langsam größer wurde. Eine Gestalt mit nach oben wehenden, endlos langen, weißen Haaren glitt langsam und sanft der Erde entgegen. Wie oft hatte sie Inu Yasha schon in dieser Pose gesehen, wenn er nach seinen gewagten Sprüngen wieder herab segelte. Sie war jedes Mal fasziniert gewesen bei diesem Anblick: die elegante Haltung, der schlanke Körper, das hübsche Gesicht mit den honigbraunen Augen, die ihr meist schon freudig lachend entgegen sahen. Und nun segelte hier nicht Inu Yasha in seinem roten Feuerrattenmantel auf sie zu, sondern die weiß gekleidete, elegante Gestalt seines großen Bruders. Die Haltung war völlig die gleiche, die Haare nur noch länger, sonst sahen sich die beiden sehr ähnlich.
Kagome schluckte als er schließlich mit dem gleichen Auffedern neben ihr landete, das sie schon so gut von Inu Yasha kannte. Er setzte sich neben sie ins Gras. Sie betrachtete ihn von der Seite. Sein Gesicht war schmaler als das des Bruders, dazu die Zeichen auf Stirn und Wangen, die es so fremdartig machten. Aber wie viel Ähnlichkeit sie doch miteinander hatten. Nun, Inu Yasha würde nie so ruhig und elegant gehen wie Sesshoumaru, er kannte nur rennen und springen. Sie sah seine ewig hüpfende Gestalt im Geiste vor sich und erinnerte sich daran, wie oft er sie auf seinem Rücken mitgenommen hatte. Wie schön es war, dort an ihn gekuschelt zu sitzen, seine Wärme und seine Bewegungen zu spüren. Außer den Neumondnächten war das die einzige Gelegenheit, bei der sie ihm nahe sein konnte.
Sie seufzte. Er fehlte ihr so sehr, obwohl sie nur ein paar Tage getrennt waren. Wie lange es wohl noch dauerte bis er kommen würde? Ob er sich Sorgen gemacht hatte? Na bestimmt! Wahrscheinlich war er sehr wütend und verärgert gewesen.
„Wann kommt Inu Yasha?" fragte sie Sesshoumaru unvermittelt. „Fehlt dir mein kleiner Bruder denn so sehr?", fragte er immer noch grinsend. Sie gab keine Antwort.
„Er ist schon da…"meinte er dann nur und schaute mit einem Nicken in die Richtung, aus der sie gekommen waren.
„Was? Warum sagst du mir das denn nicht gleich?"
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Und wieder Dank an Kari-chan für ihre Lektoren-Dienste!!! Werd bald gesund, damit du uns alle wieder mit deinen wunderschönen Geschichten erfreuen kannst!!!
