Hallo meine lieben Leser,
erst hatte ich keine Zeit, und dann ließ das FF.net mich lange nicht rein. Tut mir leid, dass ihr so lange warten musstet, aber jetzt ist es endlich soweit. Inu Yasha kommt, und zwar nicht gerade mit der besten Laune…*g*
@Matorif:
Hola, du bist ja viel unterwegs! Schön dass du trotzdem immer die Zeit findest, mir einen Kommentar zu meinem neusten Kapitel zu schreiben. Danke, das ist wirklich sehr aufmerksam von dir. Also den Sprung Kagomes in Inu Yashas Arme von Kirara herab fand ich ebenfalls sehr gelungen. *ich auch will* Dafür ergeben sich nun vielleicht mit ihren neuen Fähigkeiten neue Möglichkeiten *g* Vielleicht wird ja auch Inu Yasha mal fliegen können, in der einen oder anderen Form…warte es mal ab! Viele liebe Grüße – Hi Yasha (ebenfalls Rose)
@Soobin:
Hallo, danke für deine ausführliche Beschreibung was die Anrede Sesshoumarus betrifft. Ich hab sogar ein altes Video gefunden, aber diese hochnäsig, arrogante Stimme, die Sesshoumaru da hat, halte ich einfach nicht aus. Na mit Fürsten und Könige liegen wir ja bei unserem Lord eigentlich ganz richtig. Mir ist immer noch nicht ganz klar, wie mächtig sein Vater eigentlich war und er und Brüderchen wohl noch werden können. Da warte ich auch noch auf den dritten Kinofilm und werde meiner Fantasie ordentlich Freiraum gönnen *g* Ja, jetzt kommt Inu und es geht rund. Viel Spaß mit dem Kapitel!!!
@Nachtengel: Fliegen ist nie schlecht. Kikyo konnte sich auch schnell fortbewegen, obwohl sie ihre Seelenfänger dazu benutzte. Aber ich hab noch mehr Mikos gefunden, die fliegen konnten. Also warum nicht auch Kagome! Viel Spaß beim Lesen und danke für dein Rev!!!
@kagome02: Danke dass du vorbei geschaut hast. Ja, jetzt geht erst mal der Zoff los. Aber lies selbst!
@Lady_Rosha: Na ja, als Lachen würde ich das nicht bezeichnen. Sesshy grinst aber immerhin frech. Vielleicht hat ihn die Rettungsaktion im Dorf doch etwas fröhlich gestimmt? Immerhin darf die gute Kagome sich bei ihm so einiges rausnehmen, wie zum Beispiel den Herrn Dämonen jagen. *g*. Auch dir viel Spaß mit Inu Yasha Auftritt. So long…
@Eskaria: Danke für's Rev. Und auch ich warte sehnsüchtig auf deine Fortsetzung!! Dein armer Sesshoumaru…*schniff* Na dafür lebt meiner noch, und wie… Danke fürs Korrekturlesen, meine liebe Lektorin!!!! Küsschen!
Treffen der Brüder
Sesshoumaru war schon wieder in der Luft. Kagome stieß sich vom Boden ab und glitt hinter ihm her, in Richtung auf die Lichtung zu, auf der sie Rin zurückgelassen hatten. Was nun wohl kommen würde? Inu Yasha platzte bestimmt vor Wut.
Normalerweise war sein Beschützerinstinkt schon auf 180 wenn sich eine Gefahr nur näherte. Und seine Kraft wuchs ständig, wenn er sie verteidigte. Sie war immer wieder erstaunt, zu welchen Leistungen er fähig war, besonders wenn es um sie ging. Alle spotteten über ihn als schwachen Halbdämon, aber sie hatte noch keinen vollen Dämonen gesehen, der es mit ihm aufnehmen konnte, wenn er mal so richtig in Fahrt war. Aber sie wusste auch, warum das so war und ihr wurde dabei warm ums Herz. Inu Yasha war deswegen so gefährlich, weil er an ihr hing, weil er sie liebte, sie mit seinem ganzen Herzen verteidigte. Ein Dämon kämpfte nur aus Bosheit oder Eigennutz, oder sogar nur, weil ein anderer ihn manipulierte. Manche hatten zwar gewaltige Kräfte, aber ihnen fehlte meist der innere Antrieb.
Und nun hatte Inu Yasha auch noch hilflos zusehen müssen, wie sie entführt wurde. Er hatte keine Möglichkeit gehabt, einzugreifen, da ihm in der Neumondnacht seine Kräfte gefehlt hatten. Und das Schlimmste: der Entführer war sein eigener, ewig verhasster Bruder. Sie wusste, das würde gewaltigen Ärger geben!
Ob sie es schaffen würde, ihn zu beruhigen bevor er auf seinen Bruder losging? Und wie würde dieser sich verhalten? Sesshoumaru war eindeutig mächtiger als Inu Yasha und es würde ihm ein Leichtes sein, sich zu verteidigen und Inu Yasha zu entwaffnen. Würde er die Gelegenheit mal wieder nutzen, um seinen Bruder zu reizen und sich mit ihm messen?
Wer griff eigentlich an von den beiden? Früher war es eindeutig Sesshoumaru gewesen, er hatte Tessaiga gewollt. Aber inzwischen war sie sich nicht mehr so sicher. Inu Yasha ging immer sofort auf ihn los wie auf ein rotes Tuch. Und Sesshoumaru reizte ihn ständig mit seiner herablassenden Art. Aber wollte er die Kämpfe? Provozierte er sie um seinen Bruder zu testen? Oder waren sie gar nur…ein Spiel für ihn?
Bald hatten sie die baumlose Fläche erreicht, Kagome sah die kleine Wiese im Wald schon vor sich. Sie entdeckte einen roten Punkt auf ein paar Baumstämmen, und ihr Herz schlug höher. Bestimmt war das Inu Yasha, er war also tatsächlich da. Es war so ungewöhnlich, ihn aus dieser neuen Perspektive aus der Luft zu entdecken. Sie konnte ihn kaum erkennen, auch Rin konnte sie nirgends sehen. Als sie sich schnell näherte, erkannte sie jedoch beruhigt, dass Rin auf Inu Yashas Beinen saß und er sich mit ihr unterhielt. Die beiden schienen sich angefreundet zu haben. Wie lange Inu Yasha wohl schon da war? Wohl lange genug um mit dem kleinen, aufgeweckten Mädchen Freundschaft geschlossen zu haben.
Lautlos näherte sich Kagome den beiden. Als sie schon beinahe den Boden erreicht hatte, schoss Inu Yasha plötzlich hoch, das kleine Mädchen schnell unter den Arm geklemmt. Er hatte wohl etwas gehört und den Bruder, der noch weiter entfernt war, gerochen. Vorsichtig setze er Rin ab und stellte sich dann gleich schützend vor sie als er sich umdrehte. Seine langen Haare wirbelten um ihn und Kagome konnte nur wenig von seinem völlig verwirrten Gesichtsausdruck erhaschen. Seine Hand aber war bereits am Griff von Tessaiga. Sie landete vor ihm und legte schnell ihre Hand auf seine um ihn daran zu hindern, das Schwert zu ziehen.
„Kagome, wo kommst du denn her?", fragte er sie mit völlig verblüfften Gesicht. „Kannst du…fliegen?" Völlig erstaunt schaute er sie mit seinen großen, honigfarbenen Augen an, den Kopf dabei leicht schräg gelegt.
„Ja, aber das erkläre ich dir später genauer. Ich möchte vor allem dass du weißt, dass dein Bruder mir nichts getan hat…", versuchte sie gerade zu vermitteln als Sesshoumaru auch schon hinter ihr auf der Wiese landete. Inu Yasha fing sofort an zu knurren und zog gegen ihren Protest Tessaiga aus der Scheide. Das Schwert verwandelte sich augenblicklich in die riesige Waffe, die den Bruder schon mehrmals schwer verletzt hatte.
„Lass das, Inu Yasha!" versuchte Kagome es nochmals. Aber auch Sesshoumaru hatte bereits ebenfalls sein Schwert gezogen, und diesmal war es nicht Tenseiga. Beide standen sich gegenüber und schauten sich grimmig an.
„Hört sofort auf damit!" rief Kagome den beiden zu. Rin lugte entsetzt hinter Inu Yasha hervor. Als sie sah, dass der eben noch so nette Onkel im roten Anzug auf einmal sein Schwert gegen ihren Sesshoumaru zog, packte sie ihn entrüstet am Stoff seiner Hose und zerrte daran.
„Du darfst Sesshoumaru-sama nichts tun. Steck sofort dein Schwert weg!", schimpfte sie.
„Rin, geh zurück!" Der Dämon wies sie mit dunkler, ruhiger Stimme nur kurz zurecht und sie folgte sofort ohne weitere Fragen, ließ Inu Yasha los und ging mehrere Schritte zurück.
„Ihr beiden hört jetzt sofort auf!", befahl Kagome mit strenger Stimme. Die Brüder hielten jedoch weiter die Schwertspitzen aufeinander gerichtet, jedes Schwert war umgeben von seiner eigenen Aura, gefährlich und todbringend, und keiner gab nach. Die Spannung zwischen den beiden war deutlich zu spüren, die Schwerter fingen an Funken zu sprühen und ihre Energien prasselnd zu entladen.
Die beiden jungen Männer standen sich immer noch schweigend und drohend gegenüber, keiner bewegte sich, aber um die Klingen begannen sich nun Wirbel zu bilden. Violette und blaue Entladungen blitzten zwischen den scharfen Schneiden hin und her.
„Jetzt reicht's!" Kagome blickte verärgert auf und ging einen Schritt auf die beiden Streithähne zu. Sie blieb stehen, schaute die unversöhnlichen Geschwister noch einmal an und berührte dann die beiden mächtigen, drohenden Schwerter mit jeweils einer Fingerspitze. Ein blaues Leuchten erschien und…augenblicklich verschwanden die Auren der Schwerter: Tessaiga wurde wieder klein und schmal und Toukijins böses Leuchten war verschwunden. Die Wirbel lösten sich auf, die Luft um die beiden wurde wieder still und unbeweglich und nur der sommerliche Lufthauch mit seinem Duft nach Blumen und Harz umgab sie. Beide schauten verblüfft, aber sie schienen immer noch nicht bereit, die drohende Haltung deswegen aufzugeben.
„Was hat er mit dir gemacht? Warum schützt du ihn, Kagome?" fragte Inu Yasha gereizt.
„Er hat mir geholfen." Einen Moment wirkte Inu Yasha verwirrt, doch schon kurz darauf kehrte sein trotziger Ausdruck auf sein Gesicht zurück. „Wobei denn? Musste er dich dazu entführen?"
„Nun, er hat mir geholfen meine Fähigkeiten zu entwickeln. Ich habe einige Dinge gelernt und ich denke, dass wir diese Fähigkeiten gut im Krieg gegen Naraku brauchen können. Also hör auf ihn zu bedrohen. Hört beide auf! Und steckt endlich die Schwerter weg und benehmt euch mal vernünftig." Sie blaffte die beiden laut und wütend an. Die beiden Brüder schauten sich verblüfft an. Kein Mensch hatte sich jemals getraut, so mit ihnen umzugehen, außer vielleicht vor langer Zeit ihre Mütter.
„Wie hast du mich gefunden?" fragte Kagome und versuchte, Inu Yasha ein wenig abzulenken. „Nun, ich konnte euch nicht folgen in der Neumondnacht. Also bin ich erst zu Sango und Miroku gelaufen um ihnen zu erzählen was passiert war und dass ich dich suchen würde. Eure Spur hatte ich verloren, aber ich dachte mir, dass er mit dir ins Schloss kommen würde. Also lief ich Tag und Nacht und fand deine Spur wieder, die genau bis hierher führte. Ich beschloss hier zu warten. Das Mädchen meinte ohnehin, dass ihr bald zurückkommen würdet." Bei diesem Satz wies er zu Rin hinüber.
Kagome zog Inu Yasha am Arm mit sich, weg von Sesshoumaru. Endlich schob der Hanyou Tessaiga in die Scheide, nachdem er noch einmal misstrauisch zu seinem Bruder geblickt und sich vergewissert hatte, dass auch der sein Schwert wieder eingesteckt hatte. Sesshoumaru ging langsam und schweigend mit der kleinen Rin neben sich hinter ihnen her. Er schien ihn tatsächlich nicht weiter angreifen zu wollen, aber Inu Yasha traute dem Frieden nicht. Bei Sesshoumaru wusste er nie genau, woran er war und es schien seinem Halbbruder so gar nicht ähnlich, einfach Ruhe zu geben und ihnen friedlich zu folgen. Aber Kagome schien das als selbstverständlich zu nehmen. Was hatte sie mit ihm angestellt? Und was hatte sie wohl in den letzen Tagen mit ihm erlebt?
Kagome fasste Inu Yashas Hand und schlenderte weiter, fragte ihn über die Freunde aus und erzählte ihm dann ausführlich, was sie hier schon alles gelernt hatte. Der Hanyou konnte es kaum glauben, dass ausgerechnet sein überheblicher Bruder, der Menschen zutiefst verachtete, sich als Kagomes Lehrer betätigt haben sollte. Was hatte er vor? Warum tat er das? Was ging in ihm vor? Er warf ihm immer wieder einen misstrauischen Blick zu, aber Sesshoumarus Miene war unbewegt und unergründlich wie immer. Inu Yasha wurde einmal mehr klar, dass er keine Ahnung hatte, was für ein Wesen sein Bruder eigentlich war. Er hatte sich geändert, die anfänglich heftigen Angriffe, bei denen er Tessaiga erobern wollte, waren in…Geplänkel übergegangen. Er schien akzeptiert zu haben, dass Tessaiga ihm gehörte und er das Schwert voll beherrschte und es um keinen Preis der Welt wieder hergeben würde. Aber was wollte er dann?
Anscheinend hatte er Kagome gut behandelt, sie hätte ihm bestimmt sofort mitgeteilt, wenn sie Angst gehabt hätte. Und er hätte es riechen können. Aber sie lief nun völlig entspannt neben ihm mehr und berichtete ihm aufgeregt und fröhlich von all den neuen Fähigkeiten, die sie nun beherrschte. Sie schien volles Vertrauen in Sesshoumaru zu haben und war in keiner Weise beunruhigt, dass der mächtige Dämon ihnen in geringem Abstand folgte. So beruhigte er sich langsam wieder, warf aber immer wieder böse Blicke zu seinem Bruder.
Die kleine Rin lächelte ihn jedoch immer an, wenn er zu ihr hin sah. Mit ihrem Strahlen schaffte sie es, dass er sein offenes Misstrauen langsam aufgab. Sie rannte zwischen den beiden Brüdern hin und her und war offensichtlich sehr bemüht, keine schlechte Stimmung aufkommen zu lassen. Auch Inu Yashas Aufbegehren über den wieder vorhandenen linken Arm seines Bruders konnte sie mit ihrer Begeisterung über die Heilung ihres geliebten Sesshoumaru-sama sofort wegwischen. Wer konnte schon der Freude eines so netten kleinen Mädchens widerstehen? Er wagte es nicht einmal ihr zu sagen, dass er es war der den Arm abgeschlagen hatte.
So schlenderte er mit Kagome am Arm durch die Wälder und vergaß langsam den Streit mit dem ewig mürrischen Bruder. Kagome war wieder bei ihm, er spürte ihre Wärme und sog tief ihren wunderbaren Duft ein, den er so liebte. Er genoss ihre Fröhlichkeit und ihr heiteres Wesen, ihre Begeisterung für ihre neuen Künste. Er hatte sie so vermisst und sich furchtbare Sorgen um sie gemacht. Er betrachtete ihr strahlendes Gesicht und war sehr erleichtert, sie glücklich und unversehrt vorzufinden. Er wusste nicht, was er gemacht hätte, wenn sein Bruder ihr etwas angetan hätte. Da hätte ihn auch der Gedanke, dass sie einen gemeinsamen Vater hatten, nicht mehr zurückgehalten, sich fürchterlich zu rächen, auch wenn das seine letzte Handlung im Leben gewesen wäre. Denn auch er wusste, dass er gegen den übermächtigen Bruder keine Chance hatte.
Nach einiger Zeit erreichte die kleine Gruppe einen glitzernden, kleinen Fluss. Rin sah mit Begeisterung große, glänzende Fische in seinem Bett schwimmen und bot an, welche zu fangen.
Das kleine Mädchen schien wohl viel Übung zu haben, denn sie war sehr geschickt darin. Die Enden ihres Seidenkimonos hatte sie durch ihren Gürtel gezogen und so stand sie im knietiefen, klaren Wasser des Baches und fing in kurzer Zeit mit bloßen Händen mehrere silbrig schimmernde Leiber, die sie Inu Yasha zuwarf, der am Ufer saß. Kagome suchte in der Zwischenzeit Holz für ein kleines Feuer. Sesshoumaru saß gelassen und unbeteiligt gegen einen Baumstamm gelehnt und sah Rin beim Fischfang zu.
Rin war bald mit ihrer Ausbeute zufrieden und kletterte wieder ans Ufer. Erstaunt sah sie Kagome zu, die mit ihrem Feuerzeug in Sekunden ein Feuer entfachen konnte. Sie bereiteten die Fische zu und brieten sie an Stöcken über dem knisternden Feuer.
Bald aßen alle die gegrillten Fische, nur Sesshoumaru saß schweigend abseits.
Kagome schaute nachdenklich zu dem Dämonen hinüber. Sie hatte ihn die ganze Zeit auf dem Schloss noch nie etwas essen sehen. Immer war sie nur mit Rin im Speisesaal gewesen und hatte mir ihr zusammen die wenigen Mahlzeiten eingenommen, die Jaken dort servierte.
„Was isst du eigentlich? Isst du denn überhaupt was?"
„Der doch nicht, der hat das nicht nötig!" Inu Yasha antwortete etwas höhnisch und mit einem dicken Stück Fisch im Mund.
„Ich kann die nötige Energie direkt aufnehmen." Sesshoumaru blickte zu ihr herüber, den frechen Einwurf seines Bruders ignorierte er kühl.
„Hä? Was heißt denn das?", wollte Kagome wissen. „Er nimmt Sonnenlicht auf, er braucht kein Essen. Viele Youkais können das, darum ist auch ihre Haut meist so blass, damit die Energie des Lichts tiefer in den Körper eindringen kann. Aber da entgeht dir echt etwas, Bruder!" Er schaute spöttisch kauend in seine Richtung. „Du hast doch eh keine Ahnung von den Dingen, die Spaß machen!"
Sesshoumaru hörte gar nicht hin, er ignorierte die Sticheleien und schaute wieder schweigend in die Ferne.
Plötzlich drehte er den Kopf und zog die Luft durch die Nase. „Da kommt der Spaß für dich, kleiner Bruder!" meinte er nur knapp und blieb unbeweglich sitzen.
Kagome und Inu Yasha sprangen auf und schauten in die gleiche Richtung. Dort näherte sich ein Tornado, der genau auf die Gruppe zu hielt. Kagome spürte es schon, mehrere Juwelensplitter, das konnte nur einer sein!
„Kouga!", murmelte sie erstaunt.
Der Wirbel kam direkt auf sie zu, blieb stehen, senkte sich langsam und gab den Blick auf den jungen Dämonen frei: ein großer, schlanker Körper in wenige Felle und eine Rüstung gehüllt, die wilden, wippenden Haare in einem Pferdeschwanz gebändigt, dazu noch ein breites, ledernes Stirnband, das über seinen eisblauen Augen sein Gesicht krönte.
Kouga, der Wolfsdämon, stand vor ihr, nahm sofort ihre Hand und schaute ihr eindringlich in die Augen. „Ich habe gehört dass du entführt wurdest und Hundejunge hier war wieder zu blöde, dich zu beschützen. Daher bin ich gekommen um zu sehen ob es meiner Frau gut geht." Er sah Kagome dabei weiter direkt in die Augen ohne auch nur einen Seitenblick auf Inu Yasha zu verschwenden. Der kochte schon wieder vor Wut wie immer, wenn der Wolfsdämon Kagome so unverschämt den Hof machte. Sesshoumaru betrachtete den Streit amüsiert aus den Augenwinkeln, mischte sich aber nicht ein.
„Da bist du aber spät dran. Kannst wohl nicht mehr schnell laufen, verlauster Wolf? Ich bin schon lange bei ihr, da musst du nächstes Mal früher aufstehen, du lahmer Knochen!", patzte Inu Yasha heraus. Und schon gingen die beiden aufeinander los.
