So, endlich geht's weiter mit den beiden Streithähnen. Und Kagome wird noch ihr blaues Wunder erleben…
@Lady_Rosha: Jetzt kommt's raus wer Kouga ist. Der sollte auch im Manga etwas Besonderes sein. Es war nämlich immer komisch, dass er sich nie verwandelt hat. Warum eigentlich? Also bei mir ist er mächtig…
@Eskaria: Na, eingeholt habe ich dich noch lange nicht. Solange du so fleißig weiter schreibst…Aber den armen Kouga einfach so sterben zu lassen *heul* Bei mir ist er dafür in voller Kraft *g*
@Soobin: Das freut mich wirklich sehr dass dir die Story immer noch gefällt. Noch ein Kapitel, dann geht es auch mal wieder mit etwas anderem weiter…
Verwandlungen
"Warte nur, mit dir werd ich immer noch fertig. Ich hab noch mehr auf Lager" brüllte Inu Yasha total wütend. Kouga reizte ihn immer noch bis auf Blut. Er war ungeduldig geworden, da er immer noch keinen eindeutigen Vorteil auf seiner Seite hatte. Es kam ihm seltsam vor, dass Kouga trotz seiner Verwandlung immer noch mithalten konnte. Aber da er vollkommen in den Kampf vertieft war, kam er nicht dazu, sich irgendwelche Gedanken zu machen.
Inu Yasha sprang zur Seite, etwas entfernt von dem schnaufenden Wolf. Er richtete sich auf und schaute Kouga grimmig an. Kagome erstarrte. Was hatte er vor? Sonst preschte er nur immer ungestüm auf seine Gegner zu ohne Unterlass, bis er sie besiegt hatte. Warum hielt er inne? Was hatte er denn noch „auf Lager"? Doch nicht etwa…?
Sie zuckte zusammen vor Schreck und schaute völlig erstarrt und leichenblass zu Inu Yasha hinüber. Sesshoumaru musterte sie amüsiert, während sich Rin ängstlich hinter ihm versteckt hielt und mir großen Augen den Vorgängen auf der Wiese zusah.
Die Zeit schien still zu stehen. Auch Kouga war stehen geblieben und schaute verdutzt auf den aufgerichteten Hundedämon mit den funkelnden roten Augen. Ein Wind kam auf, der aber nur um Inu Yasha zu wehen schien, ähnlich wie wenn Tessaiga sich verwandelte. Aus dem Wind wurde eine Böe, dann ein Windstrudel, der seine Gestalt einhüllte. Inu Yashas Haare wurden hochgerissen und dann verschwand er in dem Tornado.
‚Das kenne ich doch, das habe ich schon einmal gesehen…' durchfuhr es Kagome entsetzt. „Oh Gott, er wird doch nicht…Das hat er doch noch nie gemacht, das kann er doch gar nicht…", flüsterte sie nur noch unzusammenhängend.
„Er sollte es langsam können, er ist inzwischen alt genug dazu!", meinte Sesshoumaru nur knapp. „220 Jahre sind auch für einen Hanyou Zeit genug, um so langsam erwachsen zu werden. Das Blut meines Vaters war schon immer sehr stark in ihm. Eigentlich zu stark für seinen schwachen Körper, aber du hast ihn gestärkt seit du mit ihm zusammen bist. Es hat ausgereicht, ihm seinen Verstand zu bewahren, wenn er sich in einen vollen Dämon verwandelt, vielleicht reicht es auch aus, um aus ihm das zu machen, was sein Vater war, ein Tai-Youkai. Soll er's doch ausprobieren".
Das also versuchte er nun zu werden, dachte Kagome entsetzt. Daher kannte sie diese Verwandlung, sie hatte sie damals bei Sesshoumaru gesehen, als er sich in der Grabstätte seines Vaters in diesen riesigen Hundedämon verwandelt hatte.
Der Windtrichter wurde immer größer, er reichte schon über die Baumwipfel. Kouga stand erstarrt auf der Wiese und blickte gebückt nach oben. Er wirkte winzig neben dem Tornado.
Da kam aus der Wolke eine riesige weiße Pfote hervor, die gleich nach Kouga trat. Dieser sprang zum Glück geistesgegenwärtig davon. Eine zweite Pfote kam aus dem Wirbel, und als der Wind sich langsam legte und der Staub wieder zu Boden sank, war da ein riesiger weißer Hund zu erkennen mit glattem, langen Fell, roten Augen und kleinen, kurzen Ohren auf seinem Kopf. Ein breiter, violetter Streifen auf jeder Seite rahmte sein Gesicht. Das Maul war weit aufgerissen, gefährliche Reißzähne schauten hervor, ein Knurren tief aus seiner Kehle ließ die Erde erbeben. Er war etwas kleiner als Sesshoumaru als Hund, aber für den winzigen Kouga spielte das wohl keine Rolle.
„So so, er kann es also endlich!", meinte Sesshoumaru nur trocken, während er auf seinen verwandelten Bruder blickte. „Vater hätte sich gefreut, wenn er seinen Kleinen noch so hätte sehen können".
Der riesige Hund ging gleich auf Kouga los, versuchte ihn mit den Pfoten zu schlagen oder mit dem Maul zu schnappen. Kouga konnte nur auf Grund seiner Schnelligkeit immer wieder ausweichen, aber seine Kräfte ließen spürbar nach.
„Inu Yasha, hör auf!", gellte Kagome und rannte auf die Wiese hinaus und auf den großen Hund zu.
„Ach, lass das nur meine Sorge sein!", rief Kouga, der sie herbei rennen sah. „Der weiß nicht wer ich bin. Ich werde ihm schon Respekt einflößen! Hab keine Angst, Kagome! Du wirst sehen, wer hier wahre Größe besitzt!", schrie Kouga schnaufend, aber flapsig zu ihr herüber.
‚Ist der wahnsinnig? ' dachte sie nur verzweifelt. ‚Was soll das mit der wahren Größe wenn er doch so winzig gegenüber Inu Yasha ist? '
Aber da begann schon der gleiche Wind um Kouga zu wehen. Kagome schaute total verblüfft zu ihm hin. Was war nun wieder los? Ihr reichte es langsam an Aufregung. Ihr war schon ganz schlecht davon. Und was kam nun noch? Besorgt auf einem Finger beißend blickte sie zu Kouga hinüber. Selbst der große Hund war stehen geblieben und schaute mit schief gelegtem Kopf zu. Der gleiche Trichter bildete sich, Kouga verschwand in einer Staubwolke und man hörte nur noch sein Lachen.
Aus dem Tornado kamen zottige, braune Wolfstatzen heraus, gleich darauf eine schöne, braune Mähne, ein langer, schlanker Körper mit zottigem Fell und ein Kopf mit eisblauen Augen. Der Wolf war ein Stück größer als der weiße Hund, und er bewegte sich sofort äußerst schnell. Er fegte herum und ging sofort dem kleineren Hund an die Gurgel. Beide verbissen sich und flogen in hohem Boden über die Wiese, rutschen viele Meter weit in den Waldrand hinein. Bäume krachten unter dem Gewicht der riesigen Tiere. Kaum waren sie gelandet, ging die wilde Hatz gleich wieder in die andere Richtung los. Der Hund verfolgte diesmal den Wolf und versuchte ihn in die Hinterläufe zu beißen. Er schnappte kurz, der Wolf heulte auf und riss sich herum, Grassoden spritzen auf, die riesigen Krallen gruben sich in den Boden und es ging wieder zurück dem Hund hinterher.
