So, jetzt haben die beiden genug gerauft. Kagome platzt der Kragen und sie greift ein...
@Matorif: Bei mir ist Kagome die Stärkste, du wirst schon sehen… Aber es hat Spaß gemacht, die beiden voll zu entwickeln und mal richtig die Fetzen fliegen zu lassen.
@Soobin: Ich fand es schon immer sehr seltsam, wie Kouga dargestellt wurde. Er hatte erst 3, dann 2 Splitter, und rastet trotzdem nicht aus. Der einzige, der dem Juwel gegenüber immun ist, ist Sesshoumaru. Und der ist ein Tai-Youkai. Also die Folge…Kouga ist es auch *g* Und Inu Yasha darf ruhig auch mal stärker werden. Kagomes Einfluss ist da sehr entscheidend.
@kagome. Schön dass du noch mitliest. Gewinnen wird hier keiner, sonst hätten wir ja einen Streit weniger ;o)
@Lady-Rosha: Ich finde die beiden auch lustig, aber warum sie sich immer streiten? Kagome hat sich doch ziemlich eindeutig entschieden…und sie wird auch hier die Entscheidung treffen. Ich mag nun mal starke Mädels *g*
@Eskaria: Ja, ich konnte den guten Kouga einfach nicht sterben lassen…so kommt er mir nicht davon. Wo er doch so was Großes ist…
Die Streitschlichterin
„Jetzt reicht's! Die sind doch beide verrückt! Die legen das Tal gleich in Schutt und Asche und bringen sich aus reinem Blödsinn um!" schimpfte Kagome auf einmal wütend. Sie richtete sich mit geballten Fäusten auf.
"Was muss ich tun?", fragte sie leise an Sesshoumaru gerichtet, unsicher, wie sie die beiden aufhalten sollte. Er saß immer noch völlig unbeteiligt da, das kleine Mädchen versteckte sich derweil angstvoll hinter seinem Rücken, betrachtete aber mit großen Augen den Kampf der gewaltigen Tiere im Tal.
„Du bist wirklich noch langsamer von Begriff als es mein Bruder ist!", meinte Sesshoumaru nur gelangweilt. „Also noch einmal für dich, und glaub mir das ist das letzte Mal, dass ich es dir erkläre…dann muss es nämlich auch so eine Blitzmerkerin wie du es bist, kapiert haben. Du musst es einfach wollen! Geh hin und tu, was immer du willst! Wenn du stark genug bist, wird es klappen!" Er verstummte und sein Blick fing wieder die zwei riesigen Tiere im Tal unter ihm ein. Ein leichtes Lächeln zog über sein Gesicht, als er die missglückten Versuche seines Bruders sah, den Wolf zu übertreffen.
Sie hob schweigend ihren Kopf und wandte ihren Blick zu den beiden streitenden Riesendämonen, die immer noch in der Ebene herumtobten. Keiner konnte gegen den anderen die Überhand gewinnen.
Langsam aber entschlossen ging sie hinunter auf die Wiese und stellte sich mitten ins Tal. Sie stand ruhig da und versuchte sich zu konzentrieren, obwohl die beiden schon wieder in wilder Hatz auf sie zu rannten. Sie wirkte so verloren und zerbrechlich gegenüber den riesigen Körpern, die auf sie zustürmten und sie wohl über den Haufen rennen würden, dennoch blieb sie tapfer stehen. Dieses Verhalten rang Sesshoumaru nun doch etwas Bewunderung ab.
Sie schloss die Augen, stand einfach still da. Der Wind spielte in ihren langen, schwarzen Locken. Ihre Arme hingen an ihren Seiten herab, nur die verkrampften Fäuste ließen auf eine große, innere Anspannung schließen.
Da fing ihre Gestalt langsam an bläulich zu schimmern. Eine zarte Hülle blauen Lichts schloss sie ein, kaum sichtbar.
Obwohl die beiden Tiere weiter auf sie zustürmten, hielt sie ihre Lider geschlossen, ihr Gesicht ruhig und unbewegt und wandte ihre Gedanken völlig in ihr Inneres. Sie hörte nichts mehr von ihrer Umwelt, nicht das Stampfen der riesigen Tatzen auf dem Boden, sie spürte nicht mehr, wie die Erde bebte und konnte auch den Lufthauch nicht erkennen, den die Tiere bei jeder Bewegung erzeugten. Ihr Bewusstsein ruhte vollkommen in ihr selbst, formte dort die Macht, die ihre Fähigkeiten ihr ermöglichten.
Das sanfte Gleißen um sie wurde stärker, umhüllte sie und wuchs ständig. Das Flirren ging in ein Summen über, das die Aufmerksamkeit der beiden streitenden Dämonen auf sich zog. Sie ließen voneinander ab und blieben kurz vor der Priesterin abrupt stehen.
Kagomes Aura wuchs und wuchs, sie war schon halb so groß wie die der Dämonen. Sie hielt die Augen weiter geschlossen. Ihr blasses Gesicht leicht erhoben, stand sie ganz ruhig da.
Die beiden Dämonen standen direkt vor ihr, ihre schräg gestellten, riesigen Köpfe senkten sich und schauten die junge Frau an, die so unbeweglich vor ihnen stand. Sie war so klein, so verletzlich, ihr Kopf reichte nicht einmal bis zu den gesenkten Nasen der Tiere, die nun schnüffelnd vor ihr standen. Keines rührte sich mehr von der Stelle.
Ihre Aura wurde noch größer, die blaue Hülle begann zu lodern, griff hinüber auf die beiden Dämonenkörper und hüllte sie ein. Hund und Wolf standen nur zitternd da, schauten Kagome und die Aura verwundert an.
Dann wechselte die Farbe der Aura, wurde langsam rosa. Blitze gingen auf die beiden Dämonen über, die anfingen zu winseln und zu zucken, aber sie waren nicht mehr in der Lage, sich von der Stelle zu bewegen. Die Blitze prasselten nun vermehrt auf die beiden ein und ihre Körper fingen an zu schrumpfen. Langsam wurden die riesigen Tiere immer kleiner, die Schultern reichten nicht mehr bis zu den Baumwipfeln sondern kamen der Erde wieder näher, die großen Köpfe mit den gewaltigen Rachen, in die ganze Häuser passten, wurden wieder kleiner, wenn auch die schrecklichen Reißzähne deswegen nicht weniger furchterregend aussahen. Dann verwandelten die Tiere sich wieder zurück in die Menschengestalten. Die Körper wurden in eine aufrechte Haltung hochgezogen, die Schnauzen wurden kleiner und zogen sich soweit zurück, dass die menschlichen Gesichter wieder zu erkennen war. Die Pelze verschwanden, Inu Yashas rote Kleidung schimmerte durch und bei dem Wolf verschwand das Fell bis auf die wenigen Stücke, die er immer als Mensch trug. Beide hatten noch blutrote Augen und spitze Fangzähne, die ihnen aus Mündern ragten, als die beiden nebeneinander auf der Wiese standen und das Mädchen immer noch erstaunt ansahen. Doch auch die Zähne verschwanden noch und die Augen änderten wieder ihre Farbe, die Inu Yashas wandelten sich zu einem leuchtenden Gold, die des Wolfes zu einem tiefen Eisblau.
Die Aura sank in sich zusammen, wurde wieder blau und endete als strahlende Umhüllung des Mädchens. Ganz ruhig und gefasst stand sie da und griff sich die inzwischen wieder in die vollkommene Menschenform verwandelten Streithähne an den Ohren.
„Es reicht, das ist genug!" herrschte sie die beiden an. „Spielt nie mehr mit euren Mächten um euch gegenseitig zu bekriegen. Wir haben genug Feinde, bei denen wir diese Mächte wirklich brauchen können. Aber ihr beide habt keinerlei Grund euch an die Gurgel zu gehen. Hört auf mit diesem Mist, oder ich zieh euch noch mal die Ohren lang!"
Dann ließ sie die beiden los und ging langsam zurück zu Sesshoumaru, der immer noch mit höchst belustigtem Blick gelassen an seinem Baum lehnte.
„Dann ist er also ein Tai-Youkai! Sie sind es beide!", murmelte sie.
„Ja, und ich gratuliere dir zu deiner Leistung. Du scheinst endlich eine richtige Miko zu werden." meinte er immer noch amüsiert, stand auf und schlenderte davon.
Rin stand ebenfalls schnell auf. Die Kleine war offensichtlich erleichtert, dass ihre neue Freundin alles zum Guten hatte wenden können. Sie hatte ziemliche Ängste ausgestanden als die riesigen Tiere vor ihr auf der Wiese herumgetobt hatten. Aber sie vertraute voll auf ihren Meister Sesshoumaru. Er hätte nicht zugelassen, dass ihr irgendetwas passiert wäre. Sie lächelte Kagome an und beeilte sich dann, um mit dem großen Dämonen Schritt halten zu können, der schon ein gutes Stück vor ihr lief.
Kouga und Inu Yasha hatten wie gebannt der Priesterin nachgeschaut. Eine Weile blieben sie noch erstarrt stehen, dann wandten sei die Köpfe, blickten sie sich gegenseitig an und rannten dann kurz entschlossen Kagome nach. Beide schauten das Mädchen erstaunt an.
„Was war denn das?", fragten sie gleichzeitig.
„Das kann ich euch auch fragen!", meinte sie nur schnippisch. „Macht nie mehr so einen Mist!" Böse funkelte sie die beiden an.
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Achtung: Ich gehe mit dem nächsten Kapitel auf Rating R, da gibt es eine heiße Nacht…
