@Kari: Kagome wird bei mir immer mächtiger. Ich mag starke Frauen!!! Schön wenn dir das auch gefällt!
@Matorif: Du wirst Sesshoumaru bei mir noch ganz andere Dinge sagen hören…*g* Er wird noch einiges erleben, was ihn sehr verändern wird, zumindest einer Frau gegenüber. Und Kagome braucht wirklich niemanden mehr fürchten…aber auch sie ist nicht perfekt und wird nicht alles verhindern können. Aber mehr verrate ich nicht. Ganz liebe Grüße *rose*
@Soobin: Hallöchen, meine treue Leserin. Ja, Kagome entwickelt sich, und die Beziehung zwischen ihr und Inu auch *g* Da wird es noch so einiges geben. Mir war das brave Leben der beiden in Manga und Anime zu fad. Viel Spaß bei den zukünftigen Folgen: Hi-chan
@Lady-Rosha: Hallo Lady, ja, ich fand das auch nett, zwei Tai-Youkais und ein Mädchen, dass ihnen die Ohren lang zieht. Freut mich dass dich das auch begeistert. *g* Das Lob von Sess hat sie Eskaria zu verdanken, sie hat es vorgeschlagen und ich fand es super passend. Es wurde auch wirklich Zeit dafür. So, jetzt wird es heiß…viel Spaß beim Lesen!
@Kagome: Da freue ich mich aber das du so begeistert von meiner Geschichte bist. Danke für das viele Lob!!! Bussi – Hi
@Eskaria: Hallo Kari, wie immer hab ich dir die besten Formulierungen zu verdanken. Danke für deine liebe Hilfe und Unterstützung!!! Bussis – Hi-chan!!
14_Alleine mit Inu Yasha
Kouga war wieder weiter gezogen. Natürlich nicht ohne vorher Kagomes Hand gehalten und sich vergewissert zu haben, dass es ihr wirklich gut ging. Inu Yasha hatte wie immer bitterböse geschaut und knurrend daneben gestanden. Und Kagome hatte es wie immer gefallen.
Ach, dieser Kouga! Er sah einfach zu gut aus! Kagome musste sich eingestehen, dass der Wolfsdämon ein äußerst attraktiver Mann war. Seine große, schlanke Gestalt, die langen, schwarzen Haare und der sehnsüchtige Blick aus seinen eisblauen Augen konnten Kagome schon verwirren. Und erst diese langen Beine…
Sie wusste schon, warum Inu Yasha so furchtbar eifersüchtig war. Ihr gefiel es, von Kouga hofiert zu werden. Seine direkte, fordernde Art brachte Inu Yasha wohl besonders deswegen auf die Palme, weil dieser sich selbst nie getraut hätte, so um Kagome zu werben. Kagome wusste, dass sie ihn reizte wenn sie Kouga lange und ausgiebig versorgte, wenn er verletzt war oder ihm ihre Hand nicht entzog, die er bei all ihren Treffen immer hielt. Sollte Inu Yasha sich nur ein bisschen ärgern. Er hätte ruhig auch mal vor anderen zeigen können, wie er zu ihr stand.
Sesshoumaru war schon lange mit Rin aufgebrochen, wohl um zum Schloss zurück zu kehren. Kagome saß mit Inu Yasha noch am Feuer auf der Wiese. Die Dämmerung brach langsam herein.
„Inu Yasha, wie konntest du dich nur verwandeln bloß um Kouga zu schlagen? Er ist doch unser Freund", schalt Kagome den jungen Dämon. „Pah, deiner vielleicht!", blaffte der nur zurück und sah sie böse an. „Der macht mich einfach wahnsinnig! Dieser Mistkerl grabscht immer an dir herum. Der soll sich um seinen eigenen Kram kümmern!"
Kagome lächelte und beugte sich zu Inu Yasha hinüber. Sie hob ihre Hand und strich ihm damit über sein Gesicht. „Komm, sei nicht so eifersüchtig. Du weißt, zu wem ich gehöre", meinte sie keck und gab ihm einen kurzen Kuss. Dann legte sie ihre Hände um seinen Hals und zog ihn zu sich herüber. Inu Yasha brummelte immer noch verärgert. Schmollend schob er die Hände in die Ärmel seiner weiten Jacke und wollte sich schon abwenden. Aber Kagome kannte das schon zu Genüge. Nein, sie hatte keine Lust auf einen Abend voller Schweigen. Sie packte ihn an den Schultern und drehte ihn zu sich her. Angriff war hier die beste Verteidigung, das hatte sie schon lange gemerkt.
Inu Yasha war nun mal kein normaler Junge, kein normaler Freund, wie sie ihn in ihrer Welt haben könnte. Manchmal wäre ihr ein solcher Freund lieber. Sie dachte an Houjou-kun, wie einfach und unkompliziert der dagegen war. Aber der hatte sie nie wirklich interessiert.
Zuerst hatten ihr Inu Yashas Stärke und seine Wildheit imponiert. So einen Jungen hatte sie noch nie gesehen, so viel Kraft noch nie erlebt. Aber er war frech, hatte keinerlei Respekt und war sehr ungehobelt, misstrauisch und launisch. Den Respekt ihr gegenüber hatte sie ihm langsam beibringen können, die von Kaede verzauberte Kette um seinen Hals hatte sie dabei immer wieder unterstützt.
Sie hatte auch schnell bemerkt, dass sie Gefühle in ihm zum Vorschein brachte, die oft sehr überraschend aus ihm heraus brachen. Seine erste Umarmung hatte sie total überrumpelt, sie war danach wochenlang wie ein kopfloses Huhn durch die Gegend gerannt. Er war von Anfang an sehr an ihr interessiert gewesen, es gab viele Annäherungsversuche, und er hätte sie schon zu Beginn beinahe geküsst, wenn sie ihn nicht vor Schreck weggestoßen hätte.
Als ihr klar wurde, dass sie vieles davon ihrer Ähnlichkeit mit Kikyo zu verdanken hatte, war sie sehr gekränkt gewesen. Und wie oft hatte sie beobachten müssen, wie sehr er an dieser Frau noch hing, ob nun aus Dankbarkeit wie er ihr weiß machen wollte oder immer noch aus unerfüllter Liebe. Denn seit Kikyo damals wieder belebt worden war, existierten in ihrem Herzen nur noch Berechnung und Hass, keine Liebe mehr für ihn. Sie spielte ihr eigenes Spiel und hatte es verloren. Sie wollte Naraku selbst zur Strecke bringen, die Verliebtheit des Diebes Onigumo in ihm nutzen, von der sie sicher war dass sie ihn unfähig machen würde, sie jemals zu verletzen. Aber ihr Plan war nicht aufgegangen, Naraku hatte sie getötet am Berg Hakurei, nachdem er sich seines Herzens entledigt hatte.
Inu Yasha hatte sehr unter ihrem Tod gelitten, sich verantwortlich dafür gemacht, weil er sie nicht hatte beschützen können. Aber er wollte auch Kagome schützen, und er konnte nur bei einer sein. Und wer diese eine war, bei der er wirklich sein wollte, das war ihm schon bald klar geworden, wenn er es auch nicht ausgesprochen hatte. Lange Zeit konnte er Kagome nicht in die Augen schauen, wenn er Kikyo getroffen hatte, aber schon vor ihrem Tod hatte sich das gewandelt. Seit ihm bewusst geworden war, dass er Kagome liebte, fiel es ihm nicht mehr so schwer mit all diesen Gefühlen umzugehen. Seither waren sie sich immer näher gekommen.
Sie hatten nur die Neumondnächte, in denen sie allein und unbeobachtet waren. Inu Yasha war in seiner menschlichen Form immer sehr sanft und ruhig. Es fiel ihm viel leichter über seine Gefühle zu reden und diese auch auszuleben So behutsam und vorsichtig waren sie beide gewesen, weder Inu Yasha noch Kagome hatten vorher eine richtige, intime Beziehung gehabt. Sie hatten sich endlos unterhalten an den abendlichen Feuern und dabei scheu die ersten Berührungen gewagt, die Hand es anderen gehalten, sich umarmt und endlich geküsst. Sie ließen sich Zeit, ihre Körper zu erforschen, sich überall zu streicheln und zu berühren. Alleine um sich zu trauen sich gegenseitig auszuziehen hatten sie Wochen gebraucht, schöne und aufregende Wochen. Kagome konnte ewig in seinen langen Haaren wühlen, er konnte sich nicht an ihr satt riechen. Oft lagen sie stundenlang eng umschlungen am Feuer, und wenn er mit ihr schlief, dann immer so sacht und zart wie er es nur konnte. Noch nie hatte sie ihn heftig erlebt. Ob sie sich das überhaupt wünschte?
„Inu Yasha, du weißt doch wie gefährlich es ist dich in einen Dämon zu verwandeln" schalt sie ihn. Sie hatte seine Hände aus den Ärmeln gezogen und hielt sie fest. „Schau mich an!"
Der Junge schaute immer noch schmollend zur Seite.
„Ach komm, lass das!", meinte sie ungeduldig. Sie fasste seinen Kopf und zog ihn mit beiden Händen zu sich her, so dass er ihr in die Augen sehen musste. „Hey, nicht schmollen!", lächelte sie ihn an und gab ihm einen sanften Kuss auf die zusammen gepressten Lippen. Er wollte sein Gesicht wieder wegdrehen, aber sie packte es fester und küsste ihn erneut. Langsam merkte sie, wie sein Widerstand brach und er ihrem Kuss nachgab. Sie forderte ihn heraus, spielte mit seinen Lippen, knabberte daran und küsste ihn dann verlangender. Sein Mund wurde weicher, er zog sie auf seinen Schoß und küsste sie zurück, die Arme um sie geschlungen. Sie drückte sich an seinen Körper, schlang ihre Arme unter seinen langen Haaren hindurch um seinen Hals. Endlich war das Eis gebrochen. Lange hing sie so an ihm bis sich ihre Lippen wieder lösten.
„Warum hast du dich denn nur verwandelt? Ich habe mir solche Sorgen um dich gemacht." „Na, ich war einfach nur sauer auf den stinkigen Wolf und wollte ihn fertig machen! Aber ich hatte mich voll im Griff, kein Blutrausch!", meinte Inu Yasha schon etwas versöhnlicher.
„Und warum hast du dich zu einem Hund verwandelt? Wie wusstest du dass du es kannst?"
„Na, vielleicht, weil ich so sauer war. Irgendetwas war seltsam in mir, ich habe es einfach probiert. Hat das mit dir zu tun und deinen neuen Kräften?"
„Ich weiß nicht, schon möglich." Sie schauten sich schweigend an, immer noch eng ineinander verschlungen.
„Sesshoumaru sagt, ich könne dir helfen, deinen Willen zu behalten wenn du dich verwandelst, aber ich weiß nicht genau, wie das geht. Ich halte es für gefährlich. Fürchtest du dich denn nicht mehr davor?" Er schüttelte nur leicht den Kopf, schaute sie unverwandt weiter aus seine goldenen Augen an.
„Na mir wäre wohler, wenn ich genau wüsste, wie ich diese Kräfte überhaupt genau einsetzten muss um dir zu helfen, dich zu verändern." „Na, dann probier's doch aus!", meinte er lächelnd. „Wirklich?" Er nickte nur.
Sie schaute ihn erst zögernd an, ergriff dann seine Schultern und schloss die Augen. Sie saß immer noch auf seinem Schoß, er hielt geduldig still und wartete ab, sie in seinen Armen.
Ein violettes Leuchten ging von ihren Händen aus und umgab bald auch Inu Yashas Körper. Er spürte, wie sein Körper sich langsam veränderte. Seine Haare wurden schwarz, die Ohren und die Krallen verschwanden, sein besonderer Geruchsinn verließ ihn.
Sie spürte, wie sein Körper schmaler wurde, die Muskeln gingen zurück, seine sehr jugendliche, schlanke Menschenform war nun unter seiner Kleidung verborgen. Sie kannte diesen Körper zu gut, liebte es ihn zu berühren. Nun hatte sie mit ihren Kräften sogar die Möglichkeit, ihn auch außerhalb der Neumondtage herbeizurufen. Mit strahlendem Lächeln schaute sie Inu Yasha an. Sie schmiegte ihre Wange an seinen Hals, küsste ihn und biss ihm sanft ins Ohr. „Du hast mir gefehlt. Unsere letzte Neumondnacht wurde eh unterbrochen!" Er nahm ihren Kopf vorsichtig in seine Hände und küsste sie. Er hatte sie genau so vermisst. „Jetzt bin ich ja da. Wo waren wir stehen geblieben?" Sie ließen sich auf die Wiese fallen und umarmten sich, wälzten sich kichernd hin und her, mal lag er auf ihr, mal anders herum.
Sie schob ihm eine Hand unter seine Kleidung, streichelte ihm den Rücken und zog ihm mit der anderen Hand langsam seine Jacke und das Hemd aus. Er half ihr willig mit, umfasste sie als er mit nacktem Oberkörper vor ihr saß, spürte ihren warmen Körper an seinem Bauch, nahm den Duft ihrer Haare auf, spürte, wie ihre langen Locken sanft über seine Unterarme strichen. Immer wider senkte er seine Nase in ihre Haare. „Du riechst so gut"
Sie fuhr an seinen Armen entlang, fuhr mit ihren Fingern über seinen Handgelenke, verschränkte ihre Hände mit den seinen, löste sie wieder und fuhr die kleinen Mulden in den Muskeln seiner Arme entlang, strich über das Schlüsselbein, den Hals hinauf in sein Gesicht. Er beobachtete sie bei ihrem Tun, sah die Gänsehaut, die sie auf seiner Haut verursachte und genoss jede Berührung. Ein vertrautes Lächeln in seinen Augen begleitete sie und ohne den Blick von ihr zu nehmen, zog er sie langsam aus. Inzwischen wurde es schon dunkel.
Er hielt sie gerade im Arm, den Kopf leicht über sie geneigt, die langen Haare fielen um sie herab und bildeten einen undurchdringlichen Tunnel.
„So, was ist jetzt? Mach weiter!", flüsterte er ihr auffordernd zu. „Hmmm? Womit denn? Ich habe doch gar nicht aufgehört." Sie stöhnte auf und schaute irritiert. Seine Küsse an ihrem Hals entlang hatten sie ganz schwach gemacht. „Na, zu üben mich zu verwandeln."
„Ach so…", murmelte sie nur und erinnerte sich wieder, was er meinte. Dass er jetzt noch ‚üben' wollte…aber wenn ihm daran lag, so wollte sie ihm den Gefallen tun.
Sie schlang wieder ihre Arme um seinen Hals und schloss ihre Augen. Das Leuchten begann erneut und hüllte wieder seinen Körper ein. Sie spürte, wie seine Halsmuskeln in ihren Händen breiter wurden, die Oberarme anschwollen und sein ganzer Körper fester und muskulöser wurde. Die Zähne, die gerade noch an ihrem Hals knabberten, waren auf einmal kräftiger zu spüren. Sie öffnete verdutzt die Augen.
Ein und derselbe Mensch, nein Dämon, und doch so unterschiedliche Körper. Sie schaute Inu Yasha blinzelnd an. Seine Haare schimmerten wieder hell, sie konnte das kleine Lagerfeuer hindurch scheinen sehen. Die Fangzähne in seinem Mund gruben sich sanft aber doch deutlich in ihre Haut. Sie suchte seinen Mund um ihn zu küssen und traf dort auf bedeutend forderndere Lippen. Sie hatte auf einmal einen sehr leidenschaftlichen Jungen vor sich, der sich wild und stürmisch über sie hermachte. Nun, irgendwie gefiel ihr das. Sie lehnte sich in seine kräftigen Arme zurück und ließ ihn gewähren.
Er fing an ihren Körper zu streicheln. Sie konnte seine Krallen spüren, aber er ging sehr gekonnt mit ihnen um und entlockte ihr ein wohliges Seufzen. Kurz huschte ihr der Gedanke durch den Kopf, dass er mit diesen Klauen Körper zerfetzen konnte, aber ihre Haut kribbelte bei der Berührung so intensiv, dass sie jegliche Ängste sofort wieder vergaß. Er war so anders als sonst als Mensch, viel fordernder, viel aktiver. Er bearbeitete ihre Haut sowohl mit seinen Krallen als auch mit den Zähnen, jagte ihr eine Gänsehaut nach der anderen über den ganzen Körper. Ihr wurde heiß, sie schien zu brennen, noch nie hatte er sie so stürmisch berührt. Ihre Gedanken schmolzen dahin, sie vergaß die Umgebung, wo sie waren, sie spürte nur noch seine erhitzte Haut, seinen beschleunigten Atem, seine liebvollen, intensiven Berührungen. Er presste sich an sie, schnüffelte an ihr und küsste sie immer wilder und leidenschaftlicher.
Er beugte sich über sie und begann ihre Brüste zu küssen und zu streicheln. Schauer jagten ihr über den Rücken bis tief in ihren Schoß. Ihre Erregung wuchs und wuchs, sie wollte ihn nur noch in sich spüren und schob ihm ihren Körper entgegen, drückte ihren Busen in seine liebkosenden Hände und ihre Hüfte seinem Becken entgegen. Sie fasste seinen Kopf und griff in seine Haare und zog an ihnen. Er machte sie total wild.
Er wanderte mit seinen Lippen an ihrem Hals entlang, zu ihrem Mund und küsste sie wieder leidenschaftlich. Sie lag da mit geschlossenen Augen und stöhnte leise, als er in sie eindrang. Sie keuchte auf und krallte sich an ihm fest. Dann fuhr sie mit ihren Fingern langsam den kräftigen Rücken entlang hinab zu seinem Hintern, packte ihn und presste ihn damit tief in sich hinein. Er stöhnte, bäumte sich über ihr auf und verharrte so kurze Zeit. Sie spürte die Glut seines Körpers, hörte sein Keuchen, seinen wilden Herzschlag… und spürte auf einmal, dass er sich wieder verwandelte.
Ihr Bewusstsein kam nur langsam wieder zu ihr zurück, sie war noch völlig benommen von ihrer eigenen Hingabe, ihrer Lust. Erst erkannte sie gar nichts, dann hörte sie ein leichtes Rauschen. In der Dunkelheit glomm ein rotes Leuchten um Inu Yashas Körper auf, der nackt über ihr lag. Was geschah nur? Sie hatte doch gar nichts gemacht, keinen Willen ausgeübt ihn verwandeln zu wollen. Was war nur los? Sie hielt sich verdutzt an ihm fest, schaute ihn an. „Was ist los, Inu Yasha?"
Sie hörte nur ein tiefes Knurren aus seiner Kehle und spürte, wie seine Muskeln noch mehr anschwollen, sein Oberkörper noch breiter wurde. Er wurde schwerer, lastete auf ihr mit seinem Gewicht, ganz und gar nicht mehr der schmale Menschenkörper, den er zuerst hatte.
Erschocken schaute sie ihm ins Gesicht, konnte ihn aber wegen der Flut seiner Haare nicht erkennen. Sie schob ihm die Strähnen zur Seite und blickte auf einmal in zwei rot glühende Augen. An seinen Wangenknochen waren die lila Streifen zu erkennen, die er als Volldämon besaß. Lange Fangzähne ragten aus seinem Mund, er knurrte immer noch, sah sie aber nicht bedrohlich, sondern voll Leidenschaft an.
‚Hilfe, ich schlafe gerade mit einem Dämon!' durchfuhr es Kagome.
„Inu Yasha, hörst du mich?" fragte sie verzweifelt und schaute angstvoll in das Gesicht über ihr, das ihr so vollkommen fremd vorkam. Er hatte sich selbst verwandelt! Das tat er doch sonst nur bei großer Bedrohung, wenn er kämpfte, wenn sein Blut in Wallung geriet.
Na ja, in Wallung war er schon geraten, wenn auch auf ganz andere Weise. Ob er ihr wohl was antun würde?
Da schoss auch schon sein Kopf herunter, packte sie am Hals und biss hinein. Kagome erstarrte vor Angst als sie seine kräftigen Fangzähne auf ihrer Haut spürte. Ob er ihr etwas antun würde? Erkannte er sie überhaupt noch? Würde er sie zerfetzten?
Aber er biss nicht fest zu, er packte sie nur immer wieder mit seinen Zähnen an Hals und Schultern, und sie spürte seinen langen Krallen, als er sie fest hielt und stürmisch an sich drückte.
Kagome versuchte ihr wild hämmerndes Herz zu beruhigen. Er würde ihr nie etwas antun, egal in welcher Form, Wie konnte sie nur daran zweifeln? Nur sein wildes Aussehen, seine tiefroten Augen beunruhigten sie doch. Sie versuchte seinen Kopf zu fassen, ihn von seinen Bissen abzuhalten. So ganz geheuer war ihr die Sache nicht. So viel Leidenschaft war nun doch etwas zu viel für sie.
Sie legte ihre Arme auf die ungewohnt breiten Schultern und schloss wieder die Augen. Die Aura erschien um ihre Hände und breitete sich wieder um Inu Yashas Schultern aus, umhüllte langsam seinen Körper. Sie spürte, wie dieser wieder schmaler wurde, die Zähne nicht mehr so in ihr Fleisch drückten, sein Gewicht auf ihr leichter wurde. Sie fuhr ihm durch die wilden Haare, zog sein Gesicht zu sich heran und schaute ihn an. Seine Augen waren geschlossen, die Streifen wieder verschwunden. Sie küsste ihn vorsichtig auf den Mund, wurde von ihm sofort heftig zurückgeküsst und wild umschlungen.
So war es besser, ein ganzer Dämon war ihr für den Anfang etwas zu viel.
