So, es wird mal wieder Zeit für ein neues Kapitel. Sorry dass es so lange gedauert hat, ich hatte viel zu tun.

Soobin: Ich bin es soooo leid, dass Kag und Inu im Anime nie zusammen kommen. Seit über 150 Folgen rennen die nebeneinander her und nix passiert. Da musste ich auf meine Art etwas dagegen unternehmen :o) Freut mich sehr, dass es dir gefällt. Und ich liebe einfach starke Frauen. Ich habe mit Kagome noch einiges vor…

Lady Rosha: Die ewige Streiterei der beiden kann man ja so schön beenden, nicht? Fand ich auch und hab's geschrieben. Und die Möglichkeiten mit dem Verwandeln haben mich einfach so gereizt, dass ich Kagome das mal ‚am eigenen Leib' erfahren lassen musste hihi Wer hat schon nen Freund, der solche Variationen aufweißt…das muss frau doch nutzen lol

kagome: Danke, danke, danke, für deine Komplimente!!! Das freut mich immer wieder…

Vegeta20: Hui, eine neuen Leserin??? Vielen Dank für das viele Lob!!! rot werd Ich hab's einfach nicht mit der japansichen Art, dass zwei sich jahrelang anhimmeln und nichts läuft. Ich hab da eine richtige Beziehung draus gemacht. Und Sesshoumaru wird auch noch ne Menge lernen. Der wird bei mir auch noch viel mehr Tiefe zeigen als im Original. Macht mehr Spaß so. Bleib dabei, ich hab noch einiges vor und freue mich über jeden Leser!!!!

Eskaria: Hi Lady, ja, hast recht, ich hab schon lange nichts mehr on gestellt und es wird Zeit. Also hier das nächste Kapitel, dass du ja schon lange kennst... Bussi – Hi (aber an deinen Sess in der Wanne kommt nix ran ;o))

Gerüche

Irgendwann in der Nacht waren sie zum Schloss zurückgekehrt. Es war kalt geworden, die Wiese war von Tau bedeckt und schimmerte im Mondlicht, ein leichter Wind zog auf. Kagome fror. Sie hatte ja keine Ausrüstung dabei, keinen Schlafsack oder Decken. Und warum sollte sie in der Kälte frieren wenn sie doch ein schönes Bett zur Verfügung hatte? Also überredete sie Inu Yasha mit ins Schloss zu kommen, zeigte ihm das Zimmer, dass Sesshoumaru ihr zugewiesen hatte und zog ihn dort in ihr Bett.

Der Hanyou war furchtbar müde. Er war tagelang ohne Rast unterwegs gewesen um Kagome zu suchen, und schon vor ihrer Entführung war er völlig erschöpft gewesen vom letzten Kampf. Dann noch die Keilerei mit Kouga, die Verwandlungen und die wilden Stunden mit Kagome…

Aber eigentlich hätte er lieber draußen auf einem Baum geschlafen als in diesem Schloss voller Erinnerungen. Jedoch wollte er seine endlich wieder gefundene Freundin auf keinen Fall alleine lassen, schon gar nicht wenn sein Bruder in der Nähe war. Er traute ihm nicht, auch wenn Kagome ihn in Schutz nahm. Und er genoss es, alleine und ungestört neben dem Mädchen liegen zu können. Davon konnte er nie genug bekommen, kam es doch ohnehin so selten vor. Meist war irgendeiner ihrer Gefährten bei ihnen, und er hätte es nie gewagt vor den Augen anderer Kagome anzufassen. Also willigte er ein und kam mit. Mit einem breiten Grinsen grub er sich in die seidenen Decken und zog Kagome stürmisch an sich. „Aber Inu Yasha!" schalt sie ihn, aber das Lächeln auf ihrem Gesicht drückte etwas anderes als Empörung aus.

...

Sesshoumaru hatte seinen Bruder gerochen, als der nachts ins Schloss gekommen war. Er wunderte sich, dass er überhaupt kam. Er hatte das Schloss in all den Jahrzehnten, seit er nach dem Tod von Mutter und Vater weggelaufen war, nie mehr betreten. Wahrscheinlich hatte das Mädchen ihn überredet. Sesshoumaru zog amüsiert eine Braue hoch. Sein Bruder tat eh fast alles, was das Mädchen wollte. Was er nur an ihr fand? Nun, sie war eine Miko. Und sie würde sehr viel Macht entwickeln, wenn sie so weiter machte. Ob es das war was seinen Bruder so anzog?

...

Es war schon hell als Sesshoumaru am nächsten Morgen erwachte. Er stand auf, kleidete sich an und ging langsam zum Zimmer des Mädchens. Als er sich näherte, konnte er die beiden schon riechen. Ihre Körper waren nicht mehr zu unterscheiden, jeder war voll mit dem Geruch des anderen bedeckt. Sie lagen nackt und ineinander verschlungen auf dem Bett. Und da war noch ein Geruch, der Geruch nach Paarung.

Sesshoumaru zog verächtlich die Nase hoch. Also hatte er sie doch zu seinem Weib genommen! Dabei hatte er das damals abgestritten, als er ihn bei dem ersten Treffen, bei dem sie dabei war, danach fragte.

Nun, vielleicht war sie es damals noch nicht gewesen. Menschen waren langsam in ihren Entscheidungen, das wusste er. Und sie wollten sich nur paaren, wenn sie etwas für den anderen empfanden. Nicht wie Dämonen, die sich nahmen was sie wollten. Ob sein Bruder sich auch da an das Mädchen angepasst hatte?

Er selbst hatte sich schon öfter eine Dämonenfrau mit in sein Bett genommen. Das bedurfte keiner langen Verhandlungen, keines langen Wartens. Wenn sie wollten, kamen sie mit und verschwanden wieder, wann es ihnen beliebte. Er hatte kaum Erinnerung an sie. Sie kamen und gingen.

Er schaute durch die dünne Türmatte hindurch auf das schlafende Paar. Da war noch etwas…der Anblick von vollkommener Zufriedenheit und Glück, der auf den Zügen der beiden lag. Vertrautheit und Zuneigung spiegelte sich in ihrer Haltung wieder, wie sie den anderen umfingen, festhielten, schützten, völlig friedfertig und entspannt lagen sie da. Sesshoumaru betrachtete sie lange und spürte…Neid.

Er zog die Brauen hoch. Warum sollte er seinen Bruder um ein Menschenweib beneiden? Sie waren schwierig, kompliziert und hatten einen eigenen Willen, den sie ständig durchsetzten wollten. Und erst diese lästigen Gefühle!

Nun, dieses Mädchen war durchaus sehr anziehend. Obwohl sie noch sehr jung war, war ihre Figur die einer Frau. Ihre Gestalt war schmal, das Gesicht hübsch mit den rehbraunen Augen, die Beine sehr lang, die Brüste schön und fest. Sie war klug, hatte ein offenes, freundliches Wesen und war jederzeit hilfsbereit und verständnisvoll, lauter Eigenschaften, die sie als Mensch sehr auszeichneten. Seine Mutter war ihr sehr ähnlich gewesen, sie hatten auch beide das gleiche stürmische Temperament.

Aber was wollte ein Dämon mit einem Menschenweib anfangen? Er wusste nicht, was es war, was seinen Vater als auch seinen Bruder so an diesen Wesen anzog.

Er würde das Mädchen wohl nicht fragen können, ob sie ihm die Gelegenheit geben wollte, das zu testen. Er wusste von seiner Mutter, dass Menschen ihre Partner nicht einfach tauschten. Sie gefiel ihm, er würde sich gerne von ihr zeigen lassen, was hinter diesen Gefühlen steckte, was sie bedeuteten, was das war was sie Liebe nannten...

Rin liebte ihn, das wusste er, aber sie war ein kleines Mädchen und liebte ihn wie einen Vater. Auch ihn verband irgendetwas mit Rin, dem er sich schon lange nicht mehr entziehen konnte. Aber die Macht in den Gefühlen zweier erwachsener Menschen, diese riesige Kraft, die daraus erwachsen konnte, hatte er noch nie erlebt. Er würde gerne wissen was dahinter steckte. Er würde es gerne selbst einmal erleben.

Als er bemerkte dass sein Bruder erwachte, verschwand er schweigend.