TRAUER: der Anime ist tastsächlich mit der Doppelfolge 166/167 zu Ende gegangen!!!!!!!!!!! Es gibt nur noch einen Kinofilm kurz vor Weihnachten…wenn ich das mit meinen geringen Japanischkenntnissen richtig gelesen habe…
Dafür habe ich endlich mal etwas Zeit um wieder ein Kapitel on zu stellen. Bei diesem hat es mich echt geritten…und unsere brave Kagome ist mal nicht so unschuldig wie sie sonst immer präsentiert wird ;o) Das gefällt mir, wo ich sie ja sonst auch weit selbstbewusster darstelle als sie im Manga wegkommt.
Und das Mädel hat heiße Träume…wer drin vorkommt werdet ihr gleich erfahren…und: ich wollte diesen ‚Traum' nicht weiter auflösen, keine ‚Deutung' präsentieren, aber da hat Eskaria heftig protestiert, als sie mein Kapitel Probe las…und so gibt es in der nächsten Folge…die Auflösung.
Liel: Danke für dein Lob…jetzt geht es endlich weiter. Und wieder mit…du weißt schon...Ja, Kag und Inu werden gehen, aber der Herr Lord kommt nicht (gleich) mit…das ist aber schon die nächste Geschichte. Schmelzen wird er, aber nur bei einer!!! Lass dich überraschen, die Geschichte hat noch viele Folgen.
Ich hab Mangas meist bei Amazon gekauft oder im örtlichen Mangaladen, der zum Glück sehr gut sortiert ist. Oder auf der Connichi in Kassel…und bei Ebay gibt es auch welche…
geli: Danke, danke, danke!!!! Du hast alles auf einmal gelesen??? Danke dass dir meine Charas gefallen. Ich versuch sie so nahe wie möglich am Original zu lassen, wenn ich mir auch Freiheiten erlaube, was ihre Handlungen betreffen. Ehrlich gesagt weiß ich sogar wie Inu Yasha ausgeht…zumindest das was bisher veröffentlicht wurde.
Andere Stories…da hab ich noch ‚Ai shite iru', ein Love-Story zwischen einem uns wohlbekannten Wolfsdämon und einer Lady aus der anderen Welt…vielleicht gefällt dir das ja auch, das ist aber viel freier geschrieben.
lara: noch ein Sesshy Fan…ja, von dem wird noch viel zu lesen sein!! Willkommen bei meiner Story!!!!!!!!!
Und auch an alle anderen: viel Spaß beim Lesen und lasst mal wieder was von euch hören!!!
Servus
Hi-chan
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Eine seltsame Nacht
Kagome war gerade aufgestanden und Richtung Badehaus unterwegs. Inu Yasha schlief noch, sie konnte ihn heute Morgen nicht wach bekommen. Er war so müde als ob er die halbe Nacht nicht geschlafen hätte. Vielleicht hatte er das ja auch nicht. Sie lächelte still in sich hinein bei dem Gedanken an die letzte Nacht. Aber sie hatte auch einen so merkwürdigen Traum gehabt.
Inzwischen lag sie in dem riesigen Becken mit angenehm heißem Wasser. Sie legte den Kopf auf den Rand des Beckens und grübelte über diesen seltsamen Traum nach, der ihr nicht aus dem Kopf ging.
Zum Einschlafen hatte sie sich noch ganz fest an Inu Yasha gekuschelt. Ihr Kopf war auf seiner Brust gelegen, sie hatte sein Herz schlagen hören können. Er hatte einen Arm um sie gelegt und ihr noch im Halbschlaf das Haar gestreichelt.
Mitten in der Nacht war sie aufgewacht. Sie lag immer noch im Bett in ihrem Zimmer im Schloss. Es war dunkel, sie konnte nur wage Umrisse erkennen. Sie konnte Inu Yasha neben sich erkennen. Er lag auf einen Ellbogen gestützt, den Kopf leicht über sie gebeugt. Seine langen, weißen Haare waren nach vorne gefallen und umhüllten ihn. So konnte sie sein Gesicht nicht erkennen. Er schien sie anzublicken, ganz ruhig, ohne eine Bewegung. „Inu Yasha, was ist los? Kannst du nicht schlafen?" hatte sie im Halbschlaf gemurmelt. Sie hatte keine Antwort erhalten. Sie hatte sich zu ihm umgedreht, nach seinem Gesicht getastet, es vorsichtig mit ihren Händen gefasst. Dann hatte sie ihn sanft zu sich herabgezogen und ihn geküsst.
Irgendwie verhielt er sich seltsam, fast zögernd. Seine Bewegungen waren so sanft, so zart wie sie es von seiner menschlichen Form kannte. Aber es war doch gar kein Neumond! Als Hanyou war er doch viel stürmischer gewesen. Na ja, es war mitten in der Nacht und sie war ihm bisher in dieser Form noch nicht oft nahe gekommen.
Sie griff verschlafen nach seinen Haaren und spielte mit ihnen. Sie liebte es, in diese Pracht weißer, glänzender Haare eingebettet zu sein. Sie umgaben sie wie ein Vorhang, wie ein Schleier. Sie strich mit den Fingern durch die Strähnen hindurch wie mit einem Kamm. Diese endlos langen Haare...so wunderschön…
Sie hielt die Augen geschlossen, spürte wie die Strähnen auf ihrer Haut tanzten, sie sanft berührten. Da kam noch eine Berührung dazu, seine Hand strich leicht über ihren Bauch, ihre Brüste, ihre Schultern. Sie tastete sich am Hals entlang zu ihrem Gesicht hoch, umfuhr die Kante ihres Kinns, tastete sich weiter zu ihrer Nase, ihren Brauen, ihren Lippen vor. Die Fingerspitzen erforschten zärtlich die Linien ihres leicht geöffneten, vollen Mundes. Sie lag nur still da mit geschlossenen Augen und verfolgte wohlig jede Berührung. Dann fühlte sie, wie seine Haare ihr entgegen fielen als er den Kopf beugte um sie zu küssen. Sie fasste ihn um den Hals, zog ihn näher zu sich herab und küsste ihn zurück. Weich und zart berührten sich ihre Münder, so unendlich sanft und lange dass es ihr eine Ewigkeit erschien. Dann lösten er sich wieder, wanderten über ihr Gesicht, streiften es mit den Lippen, der Nase, den Wangen. Sein heißer Atem strich sanft über ihre zarte Haut. Glücklich lächelnd lag sie da und spürte jeder Berührung nach, die ihr so vertraut und doch ungewohnt war.
Sie öffnete die Augen schläfrig einen Spalt breit und musterte ihn. Sie konnte ihn kaum erkennen, sah nur leicht seine honigbraunen Augen schimmern. Irgendwie schien ihr das Gesicht verändert. Sie legte den Kopf ein wenig zurück und ließ ihren müden Blick über sein völlig im Finstern verborgenes Gesicht schweifen. Was war das für ein Schatten auf seiner Stirn? Sie versuchte sein Gesicht genauer zu mustern, aber die Dunkelheit und die sie umgebenden Haare ließen kaum etwas erkennen. Er küsste sie sanft auf die Lieder und so blieb sie mit geschlossenen Augen liegen, gab sich ganz den zarten Berührungen hin.
Sie wusste nicht ob sie wieder eingeschlafen war, alles erschien ihr unwirklich, die Grenzen zwischen Wachsein und Traum verschwammen, waren nicht mehr zu erkennen. Sie konnte sich an einige weitere Szenen erinnern, an zarte Umarmungen, an sein Streicheln, an weitere Küsse, an die Wärme seines Körpers, aber immer wieder war sie wie in eine Art Bewusstlosigkeit abgesackt. Sie musste wohl sehr müde gewesen sein.
Aber da war ein Anblick, der ihr nicht aus dem Kopf ging. Sie lag da, ihr Körper schwer und müde, sie war gerade wieder aus dem Schlaf erwacht, als sie ihn über sich spürte. Sie öffnete die Augen…und konnte etwas von seinem Gesicht erkennen, der Mond schien inzwischen schräg durch das Fenster herein. Sie sah dunkle Streifen auf beiden Wangen, einen dunklen Halbmond auf der Stirn. Sesshoumaru! Sie zuckte zusammen, wollte sich aufrichten…und sackte wieder zusammen, ihr Bewusstsein verließ sie, sie driftete wieder wie betäubt hinüber in die Welt des Schlafes.
Als sie wieder zu sich kam, dämmerte es bereits, sie sah Inu Yasha neben sich in tiefem Schlaf liegen. ‚Was für ein seltsamer Traum!', dachte sie nur, kuschelte sich an den Hundejungen und schlief wieder ein.
Warum hatte sie das nur geträumt, ging es ihr durch den Kopf als sie in der Wanne lag. Ja, sie hatte viele wilde Träume, an die sie sich gut erinnern konnte. Sie hatte auch schon von manchem Mann geträumt. Von Kouga hatte sie schon geträumt, dass sie ihn an der Hand packte um mit ihm in die dunkelste Ecke seiner Höhle zu verschwinden um dort die wildesten Sachen mit ihm anzustellen. Sie wurde rot bei dem Gedanken. Wenn Inu Yasha das wüsste! Nun, sie hatte es nur geträumt, sie würde es nie tun. Aber sie musste einfach zugeben, dass sie den Wolf sehr attraktiv fand und sich daher solche Träume einfach bei ihr einschlichen. Aber Sesshoumaru? Er war doch Inu Yashas Bruder. Gefiel er ihr denn? Sie grübelte.
Nun, er sah einfach phänomenal gut aus. Sie war noch nie einem Mann begegnet, der so schön war wie er. Er war groß und schlank, seine Bewegungen waren immer elegant und gelassen, einfach cool. Das schmale Gesicht mit den seltsamen Malen sah fremd und exotisch aus, der Körper war absolut wohlproportioniert, die Haut ebenmäßig und glatt. Sie liebte lange Haare und davon konnten beide Brüder reichlich vorweisen. Aber Haare bis in die Kniekehlen hatte sie noch nie bei einem Mann gesehen. Nun ja, bei Dämonen kam das schon öfter vor. Viele trugen lange Haare, das schien wohl Mode zu sein bei ihnen.
Aber das Aussehen alleine war es noch nie gewesen, was sie an einem Mann gereizt hatte. Und reizte Sesshoumaru sie denn?
Ihr war nicht bewusst gewesen, dass sie ihn in irgendeiner Weise begehrt hätte. Er war so absolut unnahbar, zeigte keinerlei Gefühle. Doch, er hatte sich Rin gegenüber schon sehr gewandelt. Und sie hatte ihn schon ab und zu mal lächeln sehen. Aber sie vermisste die tiefe Herzlichkeit, die sie bei all ihren Freunden so sehr mochte, die Wärme, die Freundlichkeit, die Offenheit anderen Menschen gegenüber.
Gefühle waren für sie das wichtigste im Leben. Ein Mensch, der keine zeigte, war für sie wie nicht von dieser Welt. Selbst Inu Yashas Geschmolle und Gezanke waren Anzeichen deutlicher Gefühlsäußerungen. Er war oft schwer zu ertragen, aber sie mochte die Intensität seiner Gefühle, auch wenn diese mal nicht positiv waren. Ein so eiskalter Mensch wie Sesshoumaru war ihr dagegen unheimlich…
Nein! Ihr war nicht bewusst, dass dieser Mann sie in irgendeiner Weise anzog. Woher kam dann nur dieser merkwürdige Traum? Sie schüttelte nur den Kopf. Eine wirklich seltsame Nacht…
