Tja, da hab ich doch wo gelesen dass so lange Wartezeiten bei den Kapiteln nicht sehr beliebt sind. Also hab ich mich aufgerappelt und euch ein neues Chapi on gestellt. Ob Kagome herausfindet was in ihrer letzten Nacht wirklich passiert ist? Immerhin, sie versucht es…was wirklich war kommt im nächsten Kapitel…versprochen…
Hallo Lara: ja, der Sessy ist so einer…oder hat sie es doch nur geträumt? Ist ja auch ein hübsches Kerlchen…da könnte doch ein Mädel mal schwach werden, zumindest im Traum, findest du nicht??? Also, lies mal weiter was da wohl dahinter stecken könnte. Viel Vergnügen!!!
Hi Geli: Gut aufgepasst: ja, der Herr Dämon und die menschlichen Gefühle, die bereiten ihm schon gewaltigen Verdruss. Einerseits sich drüber lustig machen…und dann…doch neugierig sein. Ein schweres Leben hat er da und müsste dringend mal auf die Psychiater-Couch…Ey, und es freut mich dass dir meine Kag so gut gefällt.
Hi Liel: Tja, Träume sind Schäume, oder wie war das? Mal sehen, was da noch kommt…sorry, die Auflösung kommt doch erst im nächsten Kapitel…dann aber bestimmt. Ich stell's auch bald on, versprochen!!!!
Abgesetzt haben sie die Serie übrigens nicht, es war das offizielle Ende im TV (aber ohne Ende der Geschichte), es soll aber OVAs geben und dann den Spielfilm. Ob da der große Showdown kommt???
Na, ich hab mir ein eigenes Ende geschrieben…bald….wenn Kagome soweit ist, geht's los…
Einen lieben Gruß auch an alle meine Leser…schreibt mir ob es euch gefällt.
So, und nun geht's endlich weiter…
Menschliche Gefühle
„Jetzt habe ich schon so viel gelernt! Danke, Sesshoumaru!" Kagome sah den Dämon freudestrahlend an. Er lächelte zu ihr zurück. „Ich danke dir auch für dein Geschenk!", entgegnete er und hielt seinen linken Arm leicht in die Höhe.
„Na, mir wäre es am liebsten, wenn du ihn vor allem nutzt um Rin damit zu tragen!" Er sah sie etwas irritiert an. „Na ja, ich möchte nicht, dass du diesen Arm nutzt um ihn gegen mich oder meine Freunde zu erheben." Er senkte seinen Blick und schaute schweigend zu Boden. „Ich werde keinen von euch verletzen.", sagte er ruhig und leise. Kagome warf ihm einen kurzen, lächelnden Blick zu und nickte.
Er wandte sein Gesicht ihr zu. „Und mir wäre am liebsten, wenn du deine Fähigkeiten weiter ergründen und vertiefen würdest. Welche du genau hast, kannst nur du selbst herausfinden. Aber tue es langsam und vorsichtig, vergesse dabei nicht dich selbst. Ihr Menschen seid so schwach, ihr habt schon solche Probleme damit mit euren Gefühlen umzugehen. Zusätzlich über solche Kräfte zu verfügen kann schnell zu viel sein."
‚Na das sagt ja gerade der Richtige' dachte sich Kagome nur. ‚So wie er seine Gefühle verbirgt, hat er damit tausendmal mehr Probleme als ich. Und er warnt mich, damit nicht umgehen zu können?' Sie sah ihn zweifelnd an.
„Hatte deine Mutter Probleme damit?" „Nein, sie hatte eine äußerst starke Persönlichkeit. Aber ich habe schon andere Priesterinnen daran zerbrechen sehen. Diese Frau namens Kikyo zum Beispiel." Kagome lief beim Nennen dieses Namens sofort rot an und senkte den Kopf.
„Du kennst sie, sie hat dich schon öfter angegriffen. Die Last der Gabe und ihre Gefühle für meinen Bruder waren mehr als sie verkraften konnte. Sie ließ ihre Aufgabe im Stich, wollte nur noch ihrem Herzen folgen und wurde damit zum Ziel Narakus Heimtücke. Diese Frau zerfiel völlig. Als ich sie wieder sah, war sie nur noch eine leere Hülle aus Hass und Wut. Hüte dich so zu werden wie sie. Du bist stärker als sie, viel stärker. Aber hüte dich vor deinen Gefühlen. Auch sie sind stark." Er sah ihr eindringlich in die Augen.
Kagome sah ihn erstaunt an. Woher wollte er das wissen? Hatte er sie mit Inu Yasha gesehen?
Aber er hatte Recht. Ihre Gefühle waren über die Zeit sehr stark und intensiv geworden. Stand ihr Kikyos Schicksal bevor? Würde sie sich aufgeben nur um ihrer Liebe zu folgen?
Bisher gab es dafür keinerlei Anhaltspunkte. Sie hatte so selten Gelegenheit dazu, ihre Gefühle auszuleben, dass ihr das schon wehtat. Inu Yasha sah sein großes Ziel darin, die Splitter zu sammeln und Naraku zu vernichten und trieb dazu ständig alle an. Ihr persönliches Glück musste dabei in den Hintergrund treten. Aber sie war immer bereit, ihre Fähigkeiten einzusetzen und alle bei der Suche nach den Splittern zu unterstützen. Sie nahm gerne die großen Schwierigkeiten in ihrer Welt in Kauf um dieses Ziel zu verfolgen. Das einzige, was sie sich wünschte, wäre, das Inu Yasha auch vor den Freunden offener zu ihr stehen würde.
„Liebst du meinen Bruder?", fragte er sie nach einer Weile leise. Kagome nickte nur. „Nun, das wird schwer für dich sein! Ich weiß nicht, was Kikyo mit ihm getan hat. Es wäre möglich, dass sie ihn verflucht hat."
„Kann eine Miko das denn?" fragte Kagome. „Ja, wenn sie stark ist, und diese Frau hatte große Kräfte."
Kagome erinnerte sich an all ihre Treffen mit Kikyo. Immer hatte sie sich gewünscht, dass Inu Yasha sie nie vergessen sollte. Das war ihr größter Wunsch gewesen, ja sie war richtig besessen davon gewesen. Sie glaubte Kagome damals nicht, dass Inu Yasha ständig an sie dachte und sie auch nie vergessen hatte so lange sie ihn jetzt kannte. Wie viel Leid hatte ihr das schon bereitet, wie oft hatte sie schon aufgeben wollen deswegen. Sie war immer wieder damit konfrontiert worden und hatte beschlossen, dass sie einfach zu ihrer Liebe zu Inu Yasha stehen wollte egal was da sonst noch war. Aber es war eine sehr harte Probe, und sie hatte schon oft fliehen müssen weil sie es nicht mehr ertragen hatte. Danach war sie damit etwas besser klargekommen, da Inu Yasha Kikyo nicht mehr nachgelaufen war und sie nur noch zufällig getroffen hatte. Aber auch diese Treffen waren ihr unter die Haut gegangen, weil sie die Verbindung zwischen den beiden deutlich hatte spüren können. Sie wäre immer am liebsten weggelaufen.
War das ein Fluch? Oder war das Inu Yashas Liebe zu Kikyo? Sie wusste nicht wie es wohl sein würde, die erste Liebe hinter sich lassen zu müssen. Inu Yasha war ihre erste Liebe. ‚Vielleicht kann man die nie vergessen, vielleicht trägt man das ja wirklich ein Leben lang mit sich herum?', dachte sie.
Sesshoumaru ergründete ihr Gesicht. Die kleine Falte zwischen ihren Brauen und das tiefe Grübeln waren nicht zu übersehen.
„Du kannst ihn von diesem Fluch befreien, wenn es einer ist. Du kannst auch seine Gefühle beeinflussen", meinte er bedächtig.
Sie dachte nach. Gefühle beeinflussen, das war eine mächtige Gabe. Ob sie die wirklich beherrschte? Und ob sie es auch wollte?
Lange blickte sie schweigend vor sich hin, dann hob sie ihre Stimme und schaute den schlanken Dämon unverwandt an.
„Ich weiß nicht, ob Inu Yasha verflucht ist. Es ist schon möglich, er hat diese Frau nie vergessen und das tut mir weh. Aber ich wollte, dass er entscheidet, dass sein Herz entscheidet wen er liebt. Wenn ich ihn beeinflusse, weiß ich nicht, ob er mich aus sich heraus liebt oder weil ich ihn manipuliert habe. Gefühle sollen frei sein, nur dann haben sie auch Wert." „Auch wenn du dafür Leid auf dich nehmen musst?" fragte der Dämon leicht erstaunt. Kagome nickte nur.
„Hmm, Leid scheint ihr Menschen ertragen zu können wenn ihr zu euren Gefühlen steht. Rin kam zu mir mit gebrochenem Bein und zerschlagenem Gesicht nur um mich zu sehen. Und bei all dem hat sie gelächelt nur weil ich sie angesehen habe. Die Stärke menschlicher Gefühle sind mir unheimlich… doch würde ich sie gerne begreifen." Seine Stimme wurde leiser mit den letzten Worten, er drehte sein Gesicht zur Seite und der Blick seiner goldenen Augen verlor sich wie so oft in der Ferne.
Kagome sah ihn ungläubig an. Was sagte er da? Er wolle menschliche Gefühle begreifen?
„Gefühle kann man nur erleben, sonst begreift man sie nie. Man muss sich dazu öffnen und die Gefühle fließen lassen. Wenn du dich verschließt, wirst du sie nicht erfahren können."
Er nahm ihre Belehrung kommentarlos und wie gewohnt ohne eine Regung auf.
Einer Eingebung folgend, setzte sie noch eine Äußerung hinzu.
„Und du kannst sie nicht stehlen. Gestohlene Gefühle sind keine echten, es ist nur ein Trugbild, in das man eintaucht."
Sie fixierte den Dämon dabei scharf, versuchte zu erkennen, ob sich irgendeine Reaktion auf seinen verschlossenen Zügen abzeichnete. Nichts! Keine Reaktion! Er sah sie unverwandt an, die Augen kühl, der Mund ausdruckslos.
Hatte er vielleicht doch die Finger im Spiel gehabt bei ihrem seltsamen Traum letzte Nacht? Sie seufzte auf. Ach, sie würde es nie herausfinden.
