So, und weil noch Ferien sind und das letzte Kapitel wieder nur eine Rückblende auf Kagomes Fähigkeiten ware...hier gleich ein neues Chapi wo es wirklich zur Sache geht...
Gemeinsamer Kampf
Die Gruppe war nahe beieinander gelandet und schauten zu der Blase hinüber. Sie konnten darin Kagura mit Rin auf dem Arm erkennen wie auch Naraku. Der langhaarige Dämon stand in wehende Gewänder gekleidet und mit einem Brustpanzer geschützt hinter Kagura und dem Kind und blickte verblüfft zu ihnen herüber. Er hatte damit gerechnet, dass Sesshoumaru bald wieder auf der Bildfläche erscheinen würde aber nicht damit, dass er in Begleitung käme. Sesshoumaru schien seine Gefolgschaft ebenfalls zu verwirren. Er schaute mit erhobenen Brauen und schweigender Miene auf die kleine Gruppe.
Kagome versuchte hastig das weitere Vorgehen zu planen und gab Anweisungen an ihre Freunde und den Dämonen, bevor dieser wieder auf eigene Faust loszog. „Inu Yasha, du brichst mit Tessaiga durch die Barriere, Sesshoumaru, du holst dir dann sofort Rin. Sango, Miroku, ihr lenkt Kagura und Naraku ab indem ihr sie sofort angreift und ich versuche euch zu unterstützen und zu schützen." Die Freunde nickten nur und griffen nach ihren Waffen, nur Sesshoumaru schaute sie immer noch zweifelnd an. „Es ist meine Sache, ihr habt damit nichts zu tun." Seine Stimme war kühl und abweisend wie immer. „Du brauchst Tessaigas Macht, das weißt du. Also halte endlich die Klappe und mach mit!" Inu Yasha hatte seinen Bruder wie üblich gereizt angefahren und war dann schon auf die Barriere losgestürmt.
Die Freunde setzen hinterher, und ließen den verärgerten Sesshoumaru zurück. Diesem blieb nichts anderes übrig als sich schnell der Gruppe anzuschließen.
Inu Yasha hob sein Schwert über den Kopf und stürmte auch schon knurrend auf den verdutzen Naraku los. Der überraschende Angriff konnte ihnen nur Vorteile verschaffen. Was sollte er auch noch lange mit seinem Bruder herumstreiten, das brachte eh nichts. Er sah nur noch das verängstigte Gesicht des kleinen Mädchens, dass von Kagura mit Gewalt auf dem Arm gehalten wurde. Sein Schwert begann sich in einen Wirbel einzuhüllen und färbte sich dann langsam rot je näher es der Barriere kam. Inu Yasha hatte sie in wenigen Sprüngen erreicht.
Sango und Miroku rannten knapp hinter Inu Yasha her, Miroku hielt seinen Stab mit eisernem Griff fest, Sango hatte ihren riesigen Bumerang wurfbereit in der rechten Hand hinter ihrem Rücken. Kagome schwebte immer noch über ihnen in der Luft. Sie beobachtete genau Narakus Reaktion, um schnell eingreifen zu können, wenn es für sie gefährlich wurde. Sie hatte ihren Bogen in der Hand und einen Pfeil bereits angelegt. Auch Sesshoumaru näherte sich, allerdings war der Energieball um ihn verschwunden. Er schwebte seitlich an die Gruppe heran, sein Gesicht konzentriert und unbewegt wie immer, sein Körper angespannt und doch elegant, nur seine langen Haare flatterten locker im Wind.
Naraku hatte keine Zeit, sich auf die ungewöhnliche Situation einzustellen. Er hatte mit einem Kampf mit Sesshoumaru alleine gerechnet und war völlig erstaunt, dass der Einzelgänger tatsächlich Unterstützung mitgebracht hatte, die ihm auch noch durchaus gefährlich werden konnte. Er starrte verblüfft auf das sich nähernde Schwert in den Händen des Hanyou, das sich bereits vollkommen rot verfärbt hatte. Er wusste, was dies bedeutete, hatte es doch schon einmal seine Barriere durchdringen können.
„Kaze no Kizu!" Inu Yasha hieb mit einem lauten Schrei in Richtung der Barriere. Ein heller Blitz löste sich von der Schwertspitze und raste auf die Hülle zu. Er prallte auf die Oberfläche der Blase, die sich zu Verbiegen und Verziehen begann. An der getroffenen Stelle öffnete sich ein Spalt, der immer größer wurde und die verborgenen Personen freigab. In diesem Augenblick kam Sesshoumaru vorbeigeschossen und riss der verblüfften Kagura die kleine Rin aus den Armen. Im gleichen Augenblick schleuderte Sango ihren Bumerang nach Naraku und seine Helferin, die sich beide schnell in Sicherheit bringen mussten. Inu Yasha hatte sein Schwert bereits wieder erhoben und setze zum nächsten Schlag an und Kagome hatte schon einen Pfeil auf Naraku abgeschossen. Der so bedrängte Naraku hatte keine Zeit mehr, Rins Entführung zu vereiteln.
Kagura hatte, nachdem sie mit verdutzten Gesicht zusehen musste, wie ihr das Kind entrissen wurde, in ihr Haar gefasst und eine Feder heraus gezogen, die sich schnell vergrößerte. Sie sprang mit einem abfälligen Lachen auf die Feder, bevor der Schlag des großen Schwertes die sich auflösende Barriere erreichte. Sie hatte keine Lust für Naraku zu sterben. Es war seine Schuld wenn er den großen Hundedämon unterschätzt hatte. Von ihr aus konnten sie ihren Herren ruhig vernichten, sie wäre so froh, endlich frei zu sein. Aber sie musste in der Nähe bleiben, falls Naraku sie rief. Jede Missachtung seiner Befehle hatte sie bisher mit grausamen Strafen und Folter büßen müssen. Das wollte sie nicht noch einmal riskieren. So blieb sie auf ihrer Feder in der Luft und beobachtete den Kampf ohne einzugreifen.
Naraku war von Kagomes Pfeil nur gestreift worden, da er noch blitzschnell ausweichen konnte. Er duckte sich auch unter dem anfliegenden Bumerang weg. Langsam schien er seinen Schreck zu überwinden, denn er fing an laut zu lachen.
„Freut euch nicht zu früh, ihr habt keine Chance gegen mich!" Er blickte Sesshoumaru nach, der mit dem kleinen Mädchen im Arm Richtung Boden schwebte. „Ha, du wirst nicht lange Freude an ihr haben!" Und bevor ihn die Energiewelle Tessaigas traf, erhob er beide Hände und schleuderte den beiden einen violetten Energiestrahl hinter her. Der Strahl holte die beiden blitzschnell ein und umhüllte sie leuchtend. Kagome hatte keine Gelegenheit mehr rechtzeitig einzugreifen obwohl sie ihren Bogen bereits weggeworfen hatte und ihre Hände ebenfalls nach den beiden ausstreckte um sie mit einer Barriere zu schützen. Aber Narakus Energiestrahl war schneller.
Dann erfasste Tessaigas Energiewelle Naraku. Er schrie auf als sie ihn traf, Arme und Beine wurden vielfach getroffen und in Stücke gerissen, seine Kleidung wurde zerrissen und sein halbnackter Körper kam zum Vorschein. Aber wie so oft blutete er nicht, sondern fing an sich zu verwandeln. Viele Fangärme schossen aus dem verwundeten Körper und griffen sich drehend und windend nach Inu Yasha, Sango und Miroku. Inu Yasha zerschlug sie sofort mit Tessaiga, musste aber ständig mit großen Sprüngen ausweichen. Miroku hieb mit seinem Stab nach den Armen und schütze damit auch Sango, die hinter ihm stand und mit dem inzwischen zurückgekehrten Bumerang erneut ausholte und ihn nach Narakus Fangarmen warf.
Sesshoumaru war inzwischen geschützt in Kagomes Barriere etwas abseits auf dem Boden gelandet. Er starrte auf das kleine Mädchen in seinen Armen hinunter. Er konnte deutlich spüren, dass sie sich veränderte, dass irgendetwas in ihr vorging.
Rin hatte mit so viel Hoffnung nach ihm geschaut, als er aufgetaucht war. Ihr Sesshoumaru-sama war gekommen um sie zu befreien. Und er hatte sogar Freunde mitgebracht. Schon nach kurzer Zeit hatte er sie wieder in seinen Armen gehalten. Sie war so glücklich wieder bei ihm zu sein. Aber seit dieses helle Leuchten sie erfasst hatte, war ihr schwindelig geworden. Kurze Zeit darauf fiel sie in Ohnmacht.
Sesshoumaru schaute auf sie hinab und rätselte, was mit ihr geschah. Was hatte dieser teuflische Naraku mit ihnen angestellt? Er spürte nur eine starke Energie in dem Mädchen. Auch ihm war leicht übel, aber er konnte die Auswirkungen mit Leichtigkeit unterdrücken.
Inu Yasha schwebte inzwischen nach einem gewaltigen Sprung hoch über dem Kopf Narakus und holte mit lautem Schrei zu einem gewaltigen Hieb aus. Sango und Miroku brachten sich schnell in Deckung, nur Naraku war dem Angriff schutzlos ausgeliefert.
„Kaze no Kizu!" Ein wütender Donner folgte dem vielfachen Wirbel aus seiner Klinge. Die Wirbel fuhren in Narakus Körper, zerfetzten die Fangarme und ließen sie in kleinen Stücken zu Boden prasseln. Überall klatsche Fleisch von Narakus Armen auf die Erde, von ihm selbst war nur noch der Torso schwebend in der Luft zu sehen, eingehüllt in violette Rauchfahnen.
Noch einmal schlug Inu Yasha zu, der nackte Torso wurde weiter zerrissen, nur der Kopf Narakus blieb übrig, der hämisch lachend in einer violetten Wolke verschwand.
„Du kannst mich nicht töten. Ich bin unsterblich!"
Die Wolke fuhr in einem schnellen Wirbel in den Himmel und begann zu verschwinden, wie sie es schon so oft getan hatte.
