Weiter gehts, Verfolgungsjagd bis...ja, ob sie ihn kriegen? Lasst euch überraschen...

Navara-Baby, Lara:Jetzt geht es ja weiter...wenn es auch lange gedauert hat.

Liel: Sie versuchen ja es ihm heimzuzahlen, dem üblen Naraku. Ob es klappt? Schaun ma mal...aber der kriegt auf alle Fälle noch sein Fett weg - und danke für deine Chapis...war ein Spaß die Beta zu lesen...freu mich auf deine Story!

Geli: Deine Vorahnungen werden sich bestimmt bestätigen (Geli, die Seherin). Schaust halt ma wie es weiter geht...

Grüße an alle

Hi-chan

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Bis nach China

Die beiden Hunde setzten der Rauchwolke nach. Inu Yasha hatte seinen Bruder bald eingeholt. Seine neue Gestalt war für ihn noch ungewohnt, aber er lernte seine Bewegungen schnell zu steuern und erreichte bald eine atemberaubende Geschwindigkeit, so dass er mit dem großen Bruder durchaus mithalten konnte. Die beiden riesigen Hunde hetzen gemeinsam dem verhassten Naraku hinterher, ihre langen Schweife teilten die wenigen Wolken, die am blauen Himmel standen. Immer wieder wollte der schwarzhaarige Dämon entkommen, aber die Brüder kreisten ihn ständig ein. Es gab kein Entrinnen…aber fangen konnten sie ihn auch nicht. So oft sie auch mit den Tatzen nach der Wolke hieben, nach ihr mit ihren Fängen schnappten, sie stob zwar in alle Richtungen auseinander aber nur um sich immer wieder zu vereinen und den zerstörten Dämonenkörper in ihrem Inneren wieder zusammenzufügen. Narakus hämisches Gelächter begleitete sie die ganze Zeit auf ihrer wilden aber erfolglosen Jagd.

Auch der Giftatem Sesshoumarus konnte dem Rauchgebilde nichts anhaben. Aber aufgeben wollten die beiden Hundebrüder auch nicht. Zu viel Unrecht, zu viele Gemeinheiten hatte dieser verfluchte Dämon ihnen angetan und sie wollten ihre Rache. Dieser alles verachtende, arrogante Schönling sollte büßen für seine Taten und endlich unschädlich gemacht werden, sonst würde kein Wesen mehr Ruhe vor ihm und seinen teuflischen Vorhaben haben. So trieben sie die Wolke mit den sich immer wieder vereinigenden Überresten von Narakus Dämonenbrut und seines eigenen Körpers vor sich her.

Sie hatten schon die japanischen Inseln verlassen und sahen den endlos glänzende Pazifik vor ihnen liegen, ließen aber nicht von ihrem Ziel ab. Weiter und weiter hetzten sie den Dämon in seinem Wirbel, bis am Ende des glitzernden Meeres schon wieder Land auftauchte. So erreichten sie China und trieben ihn weiter hinein in das große Land. Ein gewaltiger, gelber Fluss war jetzt unter ihnen zu erkennen mit vielen Schiffen und kleinen Booten darauf. Immer noch tanzte Naraku in seiner Wolke vor ihnen her und sie überquerten ihn weiter jagend grüne Täler und Wälder. Ihre riesigen Schatten streiften über das Land zu ihren Füßen, ansonsten war ich Flug völlig lautlos.

Die Menschen bemerkten sie kaum, so hoch am Himmel fegten sie über sie hinweg. Nur wenn sie die schnell gleitenden Schatten entdeckten, die über das Land huschten, erhoben sie die Köpfe um nach deren Ursache zu suchen. China war das Land der Sagen und Märchen, in dem jedes Kind mit Geister und Drachen aufwuchs. Dämonen am Himmel zu sehen war für diese Menschen nichts Außergewöhnliches, durchzog sich doch ihre ganze Mythologie mit diesen Wesen. War es da so erstaunlich sie des Tages am Himmel zu erblicken wenn am Abend zuvor noch von ihnen am Feuer erzählt wurde? Kinder und Alte rissen ihre Köpfe hoch, zeigten wild gestikulierend auf die riesigen Hunde, die über den wolkenlosen Himmel über ihr Land hetzten, einer seltsamen, dunklen Wolke hinterher. Lange blickten sie ihnen nach und unterhielten sich aufgeregt, was das wohl für Wesen waren. Dann stürmten sie hastig davon damit sie schnell allen Bekannten von dem seltsamen Anblick erzählen konnten. Bilder wurden daraufhin gemalt, Geschichten erzählt und ausgeschmückt und alle bewunderten diejenigen, die die Gnade hatten, diese Wunderwesen erblickt zu haben. Schon früher waren solche Dämonen in ihrem Land gesichtet worden. Riesige Dämonen und Geister, die über den Himmel wanderten, hinaus aufs Meer oder die Täler und Flüsse entlang bis tief ins Innere des großen Landes. Auch solche Hunde waren schon dabei gewesen wie die, die gerade gesehen wurden, mit weißem Fell und Malen im Gesicht und an den langen Beinen. Die Sage lautete, dass auch damals, vor einigen Hundert Jahren, der Hundedämonen einen dunklen Halbmond auf der Stirn hatte wie einer von denen, die sie gerade gesehen hatten. Auch er trieb damals seine Beute vom Meer her tief hinein ins Landesinnere, aber es waren damals eine Brut niederer Dämonen gewesen. Tausende dieser hässlichen Geschöpfe verdunkelten damals den Himmel und erschreckten die Menschen zu Tode. Nur gut dass der große, weiße Hundedämon sie damals alle verjagt hatte. Ein Lord soll er gewesen sein. Diese Geschichte blieb lange in den Köpfen der Menschen haften und sie erzählten sie noch viele Jahrhunderte weiter und hielten sie so lebendig. Und nun zogen wieder große, weiße Hunde über ihren Himmel, die einen Dämon jagten. Bestimmt war der durch und durch böse und die Hundedämonen beschützen sie und ihr Land vor diesem Übel wie damals der große Lord.

Inu Yasha und Sesshoumaru waren schon lange Zeit unterwegs, ihre wenn auch dämonischen Kräfte begannen langsam zu schwinden, doch immer noch trieben sie ruhe- und rastlos den verhassten Naraku vor sich her. Der versuchte immer noch erfolglos zu entwischen, wurde aber von den beiden großen Tieren immer wieder gestellt und weiter getrieben, hinauf in steinige Berge und Felsen und dann hinein in eine endlose Steinwüste. Kälte stieg von diesem Gelände auf.

In einem endlos langen, öden Tal war Naraku dann plötzlich verschwunden. Die beiden Brüder waren in wilder Hatz über einen Gipfel geschossen, hinter dem die dunkle Wolke gerade verschwunden war. Doch als sie den Grat überwunden hatten und auf der gegenüberliegende Seite wieder in das Tal hinunter glitten, war der Wirbel spurlos verschwunden gewesen. Sie hatten sofort alle Höhlen der Umgebung mit ihren empfindlichen Nasen untersucht, jedes Loch im Boden mit den riesigen Pfoten aufgegraben. Nichts! Sie fanden keinen Hinweis auf Narakus Verbleib. Er musste in der Gegend sein, sie hätte ihn sonst fliehen sehen.

Sesshoumaru feuerte seine Energiestrahlen auf jeden kleinen Spalt den sie fanden, sie durchwühlten die Abhänge und verwüsteten das ganze Tal, aber sie konnten den Dämon nicht finden. Er war wie vom Erdboden verschluckt.

Tagelang trotteten sie abwechselnd durch die Wüste, einer hielt Wache bei dem letzen Ort, an dem sie ihn gesehen hatten, der andere durchsuchte schnüffelnd die Gegend. Sie Wüste war menschenleer, sie begegneten keiner Menschenseele. Nur die Schreie eines Adlers gellten einsam durch die Lüfte.

Viele Tage waren sie schon in diesem Tal. Sie verwandelten sich zurück, nutzten alle ihre Sinne um weiter nach Naraku zu suchen, aber sie blieben erfolglos. Sie konnten ihn nirgends ausmachen. Er war tatsächlich verschwunden.

Inu Yasha beschloss nach Hause zurückzukehren. Er wollte seine Freunde und besonders Kagome wieder sehen. Außerdem hatte die lange Verfolgung an seinen Kräften gezehrt. Er musste sich dringend erholen und sehnte sich nach einem ordentlichen Essen. Bei der langen Verfolgung hatten sie keine Zeit gehabt, sich um Nahrung zu kümmern, die sein Bruder ja eh nicht benötigte. Er sah auch keinen Sinn mehr darin, länger auf Narakus Entdeckung zu hoffen.

Er wandte sich zu seinem Bruder um ihm seine Absicht mitzuteilen. Die beiden hatten die ganze Zeit meist schweigend miteinander verbracht. Sesshoumarus Wut war noch immer nicht verflogen. Rastlos und verbissen hatte er immer wieder die Gegend durchstreift.

„Ich warte noch! So schnell gebe ich nicht auf!"

„Na, mach was du willst. Mir reicht es. Wenn der Kerl bis jetzt nicht aufgetaucht ist, werden wir ewig warten können. Wenn er noch lebt, werden wir über kurz oder lang eh wieder von ihm hören."

Sesshoumaru nickte nur und ließ seinen Bruder ziehen. Ohne Kagomes Anwesenheit war die Stimmung zwischen den beiden beinahe so kühl wie vorher. Gerade als Inu Yasha sich wieder in einen Hund verwandeln wollte um sich auf die Heimreise zu machen, wandte ihm der hochgewachsene Bruder noch einmal das Gesicht zu und sagte leise: „Schau nach Rin! Und sag ihr, dass ich wiederkommen werde!" Diesmal nickte Inu Yasha.

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Vielleicht können sich einige von euch an das Bild erinnern, das Kaede mal aus ihrer Truhe in ihrer Hütte gepackt hat. Darauf war Inu Taiso, also Inus und Sesshoumarus Vater als großer Hund am Himmer abgebildet, wie er eine große Schar Dämonen bis nach China jagte. Diese Story gab es tatsächlich im Anime und darauf habe ich Bezug genommen mit diesem Kapitel hier...Wie der Vater, so die Söhne...