Hallo Leute: dieses Kapitel habt ihr Julia zu verdanken, zumindest dass es so schnell kommt.
Juklia:Danke auch, dass ich mit dir an deiner neuen Story basteln darf. Aber wir drehen den Spieß auch mal um, ich werde deine Hilfe auch noch brauchen, ja? Hast du auch Lust zum Beta-Lesen?
Tallianna Vanamee: ein toller Name! Ich hab auch gleich mal in deine Story reingeschaut. Schade dass die schon fertig ist. Schreib doch mal wieder eine! Es freut mich dass ich deinen Geschmack getroffen habe und du Spass an meiner Geschichte hast.
Navara-Baby: Jetzt geht es um Rin, wie auch noch öfter in den folgenden Kapiteln. Und Naraku geht es schon noch an den Kragen, abe das dauert noch. Denn so einfach ist der ja nicht zu packen...da müssen sich die Freunde noch was überlegen wie sie das anstellen können.
Erwachen
Kagome erwachte in den Armen Sangos, als sie wieder zu Bewusstsein kam. Über ihnen sah sie das besorgte Gesicht Mirokus. Sie rappelte sich schnell auf und sah nach Rin, die immer noch bewusstlos vor ihnen auf dem Boden lag. Ihr Atem ging regelmäßig, sie lag da als ob sie nur schliefe. Sie schien gerettet zu sein. Aber sie hatte Jahre ihres jungen Lebens hergeben müssen. Und sie war nicht in der Lage gewesen, sie besser zu beschützen.
„Rin, es tut mir leid!" Kagome kniete sich vor dem leblosen Körper und streichelte hilflos ihre Wangen. „Rin, verzeih mir!" Ihre Stimme wurde heißer und Tränen traten in ihre Augen. Sie war zu schwach gewesen.
Miroku setzte sich neben das verzweifelte Mädchen. „Kagome-sama, was ist denn geschehen?" „Das war Naraku. Er hat ihr einen Fluch hinterher geschickt. Der ließ sie rapide altern und verfallen. Ich konnte es aufhalten und rückgängig machen, aber nicht ganz." Große Tränen kullerten über ihre Wangen. „Aber du hast ihr das Leben gerettet. Du kannst stolz auf dich sein. Du hast Narakus Vorhaben vereitelt." Miroku versuchte das verzweifelte Mädchen zu trösten. Auch Sango rückte näher und streichelte Kagome sanft den Rücken. „Kagome-chan, du hast alles in deiner Macht stehende getan. Lass uns nach Hause gehen. Es war eine anstrengende Schlacht."
Kagome beruhigte sich nur langsam. Das Mitgefühl ihrer Freunde tat ihr gut, aber sie fühlte sich immer noch schuldig am Zustand des kleinen Mädchens, dass nun eine Frau geworden war.
Sie brachen auf, verfrachteten das immer noch bewusstlose Mädchen auf Kiraras Rücken. Sango hielt sie fest, Miroku saß hinter ihr und hielt den Bumerang. Kagome hatte sich alleine auf den Weg gemacht. Drei erwachsene Personen waren für Kirara genug Last. Sie wollte den hilfsbereiten Katzendämon nicht über Gebühr beanspruchen. Sie wollten zurück zu Kaede um abzuwarten, ob Rin wieder zu Bewusstsein kam und um sich um sie kümmern zu können. Ob Inu Yasha und Sesshoumaru zurückkehren würden, wussten sie nicht. Aber die beiden würden sie schon finden, sie hatten beide ausgezeichnete Nasen und konnten sich daher von ihrem Geruchssinn leiten lassen.
Kaede war ebenfalls entsetzt, als sie mit dem immer noch bewusstlosen Mädchen zurückkamen. Sie erzählten ihr von der Befreiung und dem Fluch und von Rins Zustand. Kaede holte passende Kleidung für Rin, alte Miko Bekleidung, die Kagome auch schon öfter getragen hatte und die noch von ihrer Schwester Kikyo stammten.. Es waren ein roter Hosenrock und eine weite, weiße Bluse. Sie zogen dem Mädchen die teilweise zerrissenen Sachen aus, zogen ihr die neue Wäsche an und legten sie sorgfältig auf einen Futon. Shippo kümmerte sich rührend und besorgt um die ihm unbekannte, junge Frau. Der kleine Fuchsdämon hatte sich große Sorgen um alle gemacht und ließ sich oftmals erzählen, was sich bei dem Kampf genau zugetragen hatte.
Rin erwachte am nächsten Tag in aller Frühe. Langsam öffnete sie die Augen und blickte irritiert um sich. Alles war ihr völlig fremd. Sie lag in einem Bett in einer Hütte, die sie nicht kannte und ihr Körper fühlte sich auch seltsam an. Sie forschte nach den letzten Gedanken, an die sie sich erinnern konnte. Der Kamp mit Naraku! Sesshoumaru-sama war gekommen um sie zu befreien, und er hatte Freunde mitgebracht. Kagome war dort gewesen und Inu Yasha, und noch zwei Menschen, ein Mönch in einer weiten, dunklen Kutte und eine junge Frau in einem eng anliegenden Kampfanzug. Sesshoumaru-sama hatte sie geholt, sie in seinen Armen getragen. Und dann erinnerte sie sich an nichts mehr…
Langsam setzte sie sich auf. Sie bemerkte, dass mit ihrem Körper irgendetwas anders war, er war so ungewohnt und fühlte sich nicht vertraut an. Sie trug auch andere Sachen als ihren geliebten orangefarbenen Seidenkimono, den Sesshoumaru-sama ihr geschenkt hatte. Ihr Blick wanderte an ihrem Körper herab…und blieb an ihrem Ausschnitt hängen. Da stimmte doch etwas nicht! Ihr kleiner Aufschrei weckte die anderen Menschen, die noch in der Hütte geschlafen hatten. Sie hatte Brüste…plötzlich waren da zwei wohlgeformte Hügel unter der weiten Bluse zu erkennen, die sie auf einmal trug. Wie konnte das geschehen? Träumte sie? Wie geschockt saß sie dann und blickte völlig überrascht auf ihren Oberkörper hinab. Sie riss die Hände hoch und tastete vorsichtig nach dem warmen, festen Fleisch.
Die anderen Menschen erhoben sich langsam von ihren Futons und blickten zu ihr hinüber. Sie konnte Kagome erkennen und sah mit erschreckten Augen zu ihr hinüber. Sie erkannte auch das junge Mädchen, das an der Schlacht mit Naraku teilgenommen hatte, und der Mönch hob den Kopf um nach ihr zu schauen. Da waren noch eine alte, grauhaarige Frau und ein süßer, kleiner Fuchsdämon, der sich verschlafen die Augen rieb. Zu seinen Füßen schlief eine kleine Katze.
Alle starrten zu dem erschrockenen Mädchen herüber, der die Röte ins Gesicht stieg, als sie bemerkte, dass sie bei der hastigen Inspektion ihrer ungewohnten neuen Körperformen über ihren Busen strich und dabei beobachtet wurde. Schnell ließ sie die Hände wieder sinken und schaute beschämt zu Boden. Nun fiel ihr auf, dass ihr Körper auch viel größer war als zuvor. Sie schlug die Decke zurück und schaute auf den roten Hosenrock, den sie seltsamer weise trug. Sie hatte ewig lange Beine mit ausgewachsenen Füßen, ihr Becken war viel breiter als früher, und die Haare reichten ihr bis weit über den Po. Sie fuhr fort mit ihrer Betrachtung und hielt ihre Hände vor sich und betrachtete die schmalen Finger mit den langen Nägeln. Das waren doch nicht ihre Hände? Was war geschehen? Sie schaute wieder mit einem verzweifelten Blick zu Kagome hinüber. Die war bereits aufgestanden und kam zu ihr herüber und kniete neben ihrem Bett, um sie gleich tröstend in den Arm zu nehmen.
Der Mönch verschwand schweigend durch die Türe. Er ging wohl Feuerholz sammeln und wollte auch die Frauen unter sich lassen.
Rin sah immer noch mit entsetzt aufgerissenen Augen zu Kagome hoch. „Kagome-sama, was ist denn mit mir passiert?" wandte sie sich vertrauensvoll an den einzigen Menschen, den sie kannte. „Rin, es ist alles in Ordnung. Naraku hat dich verzaubert. Er hat dir einen Fluch hinterher geschickt der dich altern ließ. Aber ich konnte den Fluch…stoppen. Leider konnte ich ihn nicht mehr ganz rückgängig machen. Es tut mir leid, verzeih mir, Rin!" Kagome senkte betroffen den Kopf. Sie wollte dem Mädchen nicht auch noch erzählen, dass sie bis zu einervertrockneten Mumie gealtert und beinahe gestorben wäre. Sie hatte schon genug zu verkraften.
Rin ließ die Erklärung durch ihren leeren Kopf hallen, schaute wieder zu Kagome und mit ungläubigem Blick zurück auf ihren Körper. „Gealtert? Bin ich jetzt groß?" Kagome nickte nur betreten.
Rin wollte aufstehen. Kagome erhob sich schnell und reichte dem Mädchen eine Hand, um sie hochzuziehen. Sie ergriff mit der bangen Angst ihre Hand, welche Größe dieser Körper wohl erreichen würde, bis sie ganz erhoben dastand. Langsam begann sie sich aufzurichten. Ihr Kopf wanderte an Kagomes Knien vorbei, erreichte schon ihre Hüfte. So groß war sie früher gewesen, aber nun hockte sie immer noch vollkommen gebückt da. Sie richtete sich weiter auf, sah Kagomes schmale Taille an sich vorbei gleiten, ihre Brust, erreichte schon den Hals und sie stand immer noch nicht aufrecht. Weiter glitt ihr Blick an dem Mädchen gegenüber empor, erfasste ihr Kinn, ihre Lippen, Nase, Augen, ja sogar die Stirn. Erst als sie den Haaransatz des Mädchens vor sich sah, stand sie endlich völlig aufrecht.
Alle starrten erstaunt auf ihren neuen Körper. Kagome sah verlegen lächelnd zu ihr auf. „Rin, du bist ja größer als ich!" Rin war völlig verblüfft über diese neue Perspektive. Gestern war sie noch ein kleines Mädchen gewesen, das den Erwachsenen gerade mal bis an die Hüften reichte. Und nun war sie größer als Kagome. Die anderen Frauen standen ebenfalls auf…und sie war auch größer als diese.
Die alte Frau kam langsam zu ihr herüber gelaufen und nahm sie sanft an den Händen. „Sei willkommen in meiner Hütte, hübsche Frau Rin! Es ist mir eine Ehre eine solche Schönheit hier begrüßen zu dürfen." Rin stieg die Röte ins Gesicht. Sie nahm verlegen den Gruß der Frau an, die sich als Kaede vorstellte. War sie wirklich hübsch? Das junge Mädchen mit dem langen Pferdeschwanz kam ebenfalls herbei und nahm sie sanft und freundlich in den Arm. „Hallo Rin, Kagome hat schon viel von dir erzählt. Sei herzlich willkommen…bei uns Frauen. Lass uns zusammen sein und dir helfen. Bestimmt fällt es dir schwer, mit diesem ungewohnten Körper zu Recht zukommen. Aber das gönnen wir Naraku doch nicht, dass wir uns deswegen unterkriegen lassen, was meinst du? Noch dazu, wo du so eine hübsche Frau geworden bist!" Sie lächelte ihr aufmunternd zu. Rin war erstaunt und gerührt über die herzliche Anteilnahme, die ihr die Frauen entgegen brachten. Kagome hatte wohl lauter so nette Freunde. Da kam der kleine Fuchs, der bis dahin nur im Hintergrund gesessen hatte, auf sie zu gerannt.
„Wäh, ich will auch groß und hübsch werden! Ich mag nicht mehr warten. Dann würde mich Inu Yasha auch endlich für Voll nehmen und nicht mehr hauen!" Er rieb sich seine kleinen, grünen Augen, in denen schon die ersten Tränen standen. „Aber Shippo!" rief Kagome vorwurfsvoll. „Das ist auch nicht so einfach plötzlich erwachsen zu sein." „Ich will aber!" trotze der kleine Fuchs unbelehrbar weiter. Rin lächelte, kniete sich zu dem kleinen Fellknäuel und nahm es in die Arme. „Sei nicht traurig, kleiner Shippo, dafür bist du so süüüß." Rin drückte den kleinen Dämon innig an sich. Der schien damit erst einmal getröstet zu sein.
Kagome tauschte einen kurzen Blick mit Kaede. Mit ihrer aller Unterstützung schien Rin ihren ersten Schreck überwunden zu haben.
Da öffnete sich die Türe und Miroku kam mit einem großen Stapel Brennholz auf den Armen, der ihm fast die Sicht verdeckte, herein balanciert. Er legte das Holz vorsichtig neben die erkaltete Feuerstelle, klopfte kurz die Hände ab und richtete sich wieder auf. Sein Blick wanderte zu Rin…und blieb dort erstaunt hängen. Mit offenem Mund stand er da und starrte sie an. Seine Augen weiteten sich und bekamen diesen für ihn typischen, eigenartigen Glanz. Dieses Mädchen…sie stand vor ihm wie eine Erscheinung, eine Göttin: lange, schwarze Haare umrahmten ihr wunderschönes Gesicht. nachtschwarze Augen, volle, rote Lippen, die zarte Haut, der sanfte Schwung ihres Kinns… sein Blick wanderte weiter nach unten. Volle, wohlgeformte Brüste, eine schmale Taille und der kräftige Schwung ihrer Hüften, und dann…endlos lange Beine. Bevor Sango noch irgendetwas unternehmen konnte, fing er an zu stammeln. "Wi-willst d-du m-mir m-m-mein Kind gebären?"
Sango stöhnte empört auf, Kagome hielt den geblendeten Mönch von dem völlig verblüfften Mädchen fern, Shippo lief rot an und Kaede schüttelte nur den Kopf. Rin stand nur mit offenem Mund da. „Hosh-sama, du bist doch unmöglich. Soll das das erste sein, was Rin von einem Mann zu hören bekommt? Na warte nur…", und Sango setzte dem Mönch nach, der die Situation sofort erkannt hatte und nach einem schnellen Kuss auf Rins Hand aus der Hütte geflüchtet war, um Sangos Nachstellungen zu entkommen.
Rin stand immer noch sprachlos da. Shippo war der erste, der etwas erwiderte. „Ach, mach dir nichts draus. Das war ein Kompliment. Der ist immer so." Kaede und Kagome schauten Rin immer noch besorgt an, als sich deren Gesicht schon langsam zu entspannen begann. Ihre Mundwinkel fingen an zu zucken, und kurz darauf musste sie schallend lachen. Erleichtert fielen die beiden Frauen mit in das Gelächter ein. Sie waren froh, dass das Mädchen auf die perversen Späße des Mönches so gelassen reagierte. Draußen hörten sie Sango hinter dem um Gnade flehenden Mönch her rennen.
„Das ist aber lustig bei euch. Sesshoumaru-sama macht leider nie Späße!"
