Heute brauch ich mich gar nicht groß aufzuhalten: es geht weiter mit Rin, und Inu kehrt zurück...für all seine Fans!

Allen meinenlieben Reviewern hab ich ja schon geschrieben. Abram, ich freu mich wirklich sehr dass du wieder dabei bist!

Rins neues Leben

Rin lernte unheimlich schnell. Sie half Kaede in ihrem Garten und lernte die Erkennung und Behandlung von Krankheiten so schnell wie den Umgang mit Kräutern und dem Herstellen von Salben und Umschlägen. Sie schaute sich Kagomes Schulbücher an und ließ sich von ihr viele Dinge erklären. Sie lernte mit viel fröhlichem Lachen das Radfahren sowie mit ernsthafter Konzentration Kampftechniken von Sango. Selbst den durchtriebenen Miroku konnte sie mit ihrer Unschuld bekehren, sodass er sie anstatt mit seine Gelüsten zu verfolgen mit Entspannungstechniken vertraut machte und sich mit ihr über Philosophie und Religion unterhielt. Aber am meisten liebte sie die Frauenrunden, bei denen die drei so unterschiedlich alten Frauen ihr Tipps und Ratschläge wie auch viele lustigen Anekdoten aus ihrem Erfahrungsschatz als Frauen mit auf den Weg gaben. Sie hatte eine rasche Auffassungsgabe und eine endlose Neugierde, die sie vorantrieb, immer mehr und mehr zu lernen. Aber bei allem behielt sie sich eine Freude und Reinheit des Herzens, die all die Menschen um sie herum bezauberte.

Kagome packte verlegen die Malstifte aus, die sie Rin aus ihrer Welt mitgebracht hatte, als sie noch ein Kind war. Sie hatte sie ihr bei ihrem nächsten Besuch mitbringen wollen. Shippo liebte diese Stifte über alles. Sie schenkte sie Rin mit dem Hinweis, dass ihr das Malen ja vielleicht auch als erwachsener Mensch noch gefallen könnte. Und so zog dieseabends mit dem kleinen Fuchs los und wurde an vielen Stellen des Dorfes malend vorgefunden. Die Menschen des Dorfes mochten die junge Frau, sie war herzlich, freundlich und hatte ein fröhliches Wesen. Aber sie wurde auch zusehend trauriger. Oft beobachteten sie sie, wie sie mit dem kleinen Fuchs an ihrer Seite in der Abendstimmung saß und die Hütten und Felder, Wiesen und Bäche auf ihr Papier bannte und dabei immer wieder in Gedanken versank. Sie sahen ihren Blick traurig in die Ferne schweifen, und wenn sie sich ihr näherten, um das Bild zu bewundern, erkannten sie dort mit wunderbarer Detailgenauigkeit ihre vertraute Umgebung wieder, aber immer war auf dem Papier ein großer, schlanker Mann in weißer Kleidung und weißen, langen Haaren zu erkennen, dessen ungewöhnlichen Male im Gesicht und der tiefblaue Halbmond auf der Stirn nicht die von Inu Yasha waren, den sie alle kannten. Viele fragten nach dem Mann, den das Mädchen immer wieder malte, und sie erzählte, dass dies Sesshoumaru sei, der Halbbruder Inu Yashas, der sie bald abholen werde. Die Dorfbewohner wunderten sich. Wieder eine Frau die einen Dämonen liebte.

Manche erinnerten sich noch, wie Inu Yasha vor über 50 Jahren bei seiner Jagd nach dem Juwel der Vier Seelen das ganz Dorf in Schutt und Asche gelegt hatte, bis ihre damalige Priesterin Kikyo den Dämon bannen konnte. Auch sie war in ihn verliebt gewesen und musste dafür sterben. Aber die Sache war sehr verwickelt gewesen, ein anderer, mächtiger Dämon hatte die Finger im Spiel gehabt, hatte Kaede ihnen erklärt. Kagome hatte Inu Yasha wieder befreit, und seither hatte er ihnen geholfen, ihr Dorf zu schützen. Er war ein wilder Junge mit unglaublichen Mächten, aber Kagome konnte ihn mit der magischen Kette bändigen, die Kaede ihm damals umgelegt hatte. Und nun wurde sie auch ohne diese mit ihm fertig. Er trug sie nicht mehr. Dafür schien er nun in das junge Mädchen verliebt zu sein. Sie stritten zwar sehr viel, aber er wich nicht von ihrer Seite und lungerte ständig im Dorf herum, wenn sie in ihrer Welt jenseits des Brunnens verweilte.

Eines Abends saß Rin wieder versunken vor Kaedes Hütte über ihrem Zeichenblock und malte den Sonnenuntergang hintern den Hügeln des Dorfes, als Shippo neben ihr aufsprang und losrannte. Sie hob den Kopf und sah überrascht Inu Yasha auf die Hütte zukommen. Shippo rannte ihm jubelnd entgegen und sprang ihm sofort auf die Schulter und überschüttete ihn mit Fragen. Der Hanyou gab ihm aber nur karge Antwort, beobachtete dafür die junge Frau, die mit ihrem Malzeug vor der Hütte saß. Er zog prüfend die Luft ein…und stutzte.

„Du riechst wie Rin…" Dabei schaute er die Frau prüfend an. „Rin, bist du das?"

Er blieb mit verdutztem Gesicht vor ihr stehen. Rin nickte leicht. Kaede kam von Shippos Rufen angelockt aus ihrer Hütte und erblickte den Hanyou, der seit dem Kampf nicht mehr zurückgekehrt war. Er war abgemagert und seine Kleidung teilweise zerrissen, aber offenbar war er nicht verletzt. Da würde sie wohl wieder seine Sachen flicken dürfen, denn jemand anderen hatte der herrenlose Herumtreiber ja nicht, der sich um ihn kümmerte. Kagome hatte es schon öfter angeboten, aber das Mädchen hatte mir ihrer Schule genug zu tun, als dass sie auch noch diesen wilden Jungen versorgen konnte, der ständig seine Sachen kaputt machte.

„Und? Habt ihr Naraku besiegt?" Kaede sah den Hanyou fragend an. Der schüttelte nur widerwillig den Kopf.

„Nein, der hat sich irgendwo verkrochen. Aber immerhin haben wir ihn bis in die Wüsten Chinas gejagt. Vielleicht taucht er so schnell nicht wieder auf." Sein Blick blieb an der erwachsenen Rin hängen, die ihn fragend ansah. „Wo ist Sesshoumaru-sama?"

„Ah, der hält immer noch Wache. Er ist ziemlich sauer und will nicht aufgeben, zu suchen. Ich soll dir ausrichten, dass er kommen wird, um dich zu holen. Aber was ist nur mit dir passiert?"

Inu Yasha konnte nicht den Blick von dieser großen, schönen Frau wenden, die nun vor ihm stand. Sie hatte Rins Züge und ungefähr ihren Geruch, aber sie war wohl 20 Jahre alt, sah älter aus als er selbst. Er konnte sich erinnern, dass ihm irgendetwas komisch vorkam als er Rin damals nach der Schlacht auf dem Boden liegen sah, aber er war viel zu beschäftigt mit Narakus Verfolgung gewesen. Und sein Bruder hatte es ja mal wieder super eilig gehabt und konnte nicht warten. Der hatte kein Wort darüber verloren, dass mit Rin etwas passiert wäre, hatte nur still und wütend vor sich hingebrütet.

„Das war Naraku, er hat mich altern lassen." Rin sprach leise, aber sie lächelte verlegen dabei. Offenbar hatte sie den Schock über ihre Veränderung schon verwunden. „Geht es dir gut?" Der Hanyou, mit dem sie noch vor Wochen durch den Garten des Schlosses getollt war, sah sie fragend und besorgt an. Sie nickte nur. Kaede erzählte ihm genauer, was vorgefallen war, so, wie es Kagome ihr erzählt hatte. „Wir haben uns um sie gekümmert. Es ist alles in Ordnung!" Erleichterung, aber auch Wut und Ärger standen in seinem Gesicht.

„Wo ist denn Kagome?" „In ihrer Welt Zuhause. Wir haben sie heimgeschickt, weil sie so viele Prüfungen hat und lange in der Schule gefehlt hatte." Das Gesicht des Halbdämonen wurde länger. Enttäuscht schaute er Kaede an. "Na, geh schon. Wir kommen hier bestens zurecht!" „Wirklich?" „Ja, mach dass du fort kommst…" Er nickte und sprang ohne Gruß davon. Seine Gestalt war nur noch als roter Tupfen in den Wipfeln der Bäume zu erkennen.

So, ich konnte es mir nicht verkneifen: Wer richtet Inu Yashas kaputte Sachen? Wo der sich doch dauernd alles zereisst.Hinter jedem Held steht eine Frau die flickt -grins-

Wenn's euch gefallen habt, dann schreibt mir doch ein Rev...würde mich sehr freuen. Und: mich hat die Muse überfallen. Nachdem alles, was ihr hier lest, sdoch schon viele Monate auf dem Buckel hat (ja, Julia, ich horte), habe ich wieder angefangen neue Kapitel zu schreiben...und es flutsch. Ich hoffe, es wird euch gefallen.

Liebe Grüße

Eure Hi