Hallo Leute: weiter geht's...ich hab noch einiges zu erzählen

Geli: Leider lässt der werte Lord noch ganz schön auf sich warten. Und da der gnädige Herr ja nicht zu speisen braucht (er kann doch Sonnenenergie durch die Haut aufnehmen), wird ihn wohl auch der Hunger nicht heimtreiben. Schade, was? Danke für dein dickes Lob, es freut mich immer wenn es euch gefällt.

Navara-Baby: Mit Kagura geht es diesmal wieder weiter, Sessh lässt auf sich warten, und was Naraku wohl macht? Ob Sessh ihn wohl erwischt hat? Die Auflösung kommt bald...und das Ende auch? Noch geht's weite, viel Spaß beim Lesen!.

Julia: Danke, meine Liebe, für das Rev! Ja, die Mama ist schon lieb. Den Opa fand ich am Anfang irgenwie komisch, aber inzwischen mag ich den. Ein irrer Typ! Und wie die alle auf Inu abfahren...echt goldig. Stell dir mal vor wie es doch normalerweise läuft wenn man nen Rocker mit heimbringt...tja, und Kagome hat nen Typ mit Hundeohren. Bussi - Hi

und last but not least: der liebe Matorif: Das war ja eine Freude wieder von dir zu hören. Danke für dein nettes Review! Ich fand auch dass die Beziehung zwischen Inu und Kag bei Weitem überfällig war. Es wurde immer angedeudet, aber wie bei Akte X- nie fanden sie richtig zusammen. Frustrierend, was? Aber das kann man als Autor ja ändern. Wenn du ein Action-Kapitel willst: ich hab grad eins in meiner anderen Story - ai shite iru-. Aber hier musst du noch ein wenig warten.Aber es wird ihn geben: den abslout ultimativen Kampf in dem mit allen Mitteln gekämpft wird. Aber bis dahin dauert es noch ein wenig, es wird Verknüpfung von Schicksalen geben, unerwartete Bünde, und dann geht es aber ab. Hoffentlich hälst du es noch so lange aus. Meld dich mal wieder mit einer Mail wenn du Zeit hast. Ganz liebe Grüße und eine herzliche Umarmung - Hi

Wieder ein Kapitel von Eskaria: Dankeschön an sie!

Machtkämpfe

Auch Kagura hatte inzwischen ihre gewohnte Kaltblütigkeit zurück gewonnen. Wenn es ihn nicht störte, so ohne Kleidung auf dem Boden zu sitzen, warum sollte es sie stören? Sie hatte schon Naraku gesehen, wenn er sich wieder einmal ‚neu anordnete', da war das hier ein ästhetisch weitaus ansprechenderer Anblick. Mit ruhiger Stimme meinte sie: „Du befindest dich im Berg Hakurei, Mensch. Dort, wo du gestorben bist!"

Der Mann zu ihren Füßen kniff kurz die Augen zusammen, dann schien er sich zu erinnern. Er warf einen kurzen Blick auf seinen rechten Arm, stemmte dann beide Arme auf den Boden und hievte sich hoch. Vor Kagura blieb er dann abwartend stehen.

„Und du bist…?"

Seine Stimme klang gelangweilt und dass er sich zudem nicht an sie zu erinnern schien, ärgerte Kagura.

„Ich bin diejenige die dich erweckt hat…und ich werde diejenige sein, die dich wieder vernichtet, solltest du dich mir widersetzen!"

Sie sah, wie sich seine Augen erneut zusammenkniffen, doch dieses Mal nicht vor Überraschung, sondern vor Ärger.

„Ich nehme keine Befehle von schwachen Frauen entgegen!"

Damit wandte er sich ab und ging dann entschlossen davon. Kagura hatte nicht damit gerechnet, dass er sich ihr sofort anschließen würde. Mit einem leichten Lächeln auf den Lippen hob sie den Fächer und ließ ihn in seine Richtung schwingen. Nun konnte er beweisen, ob er die Mühe, ihn zu erwecken überhaupt wert gewesen war. Die Windwirbel schossen auf seinen ungedeckten Rücken zu. Im letzten Moment sprang er zur Seite und wirbelte dabei wieder zu ihr herum. In seinen Augen brannte nun ein geheimes Feuer – das Feuer des Kampfes, entfacht durch den immerwährenden Wunsch zu siegen und nicht unterzugehen. Ohne ein Wort der Überraschung setzte er sich in Bewegung und rannte auf sie zu. Geschickt wich er dabei ihren Windattacken aus, kam bereits gefährlich nahe an sie heran.

Kagura hatte genug gesehen. Er war würdig an ihrer Seite und für sie zu kämpfen. Sie schlug den Fächer zu, sah sekundenlang die Überraschung in seinen Augen, ehe er durch ihren Blick und die Macht, die sie über ihn hatte und von der er nichts geahnt hatte, wie gebannt stehen blieb. Der Kampfgeist in seinem Blick erlosch, seine Augen wurden glasig, glanzlos und matt. Die Arme hingen kraftlos an seinen Seiten herab. Kagura spürte, wie er sich gegen den Bann zu wehren versuchte, jedoch ohne Erfolg. Nein, sie hatte ihm mit Hilfe des Splitters das Leben geschenkt und nun besaß sich dank dieser Scherbe die Macht über sein Bewusstsein. Ein höhnisches Lächeln zeigte sich auf ihren Zügen als sie auf den stumm dastehenden Mann zuschritt. Ja, sie spürte seinen Widerwillen, aber es nutzte ihm nichts.

Sie wusste, dass er, auch wenn es nicht so wirkte, alles mitbekam. Also ging sie auf ihn zu, blieb nur wenige Millimeter vor seinem Gesicht stehen und sah ihm in die beinahe toten Augen. Dann beugte sie sich vor und während ihre Hand sacht über seine muskulöse Brust strich, flüsterte sie ihm ins Ohr.

„Dieses Mal wirst du wohl eine Ausnahme machen müssen, großer Shichinintai!"

Sie spürte, wie sich sein Fleisch unter ihrer Berührung zaudernd zusammenzog und sie merkte, wie sich die Wut in ihm aufbaute. Ein letztes spöttisches Lachen, dann ließ sie von ihm ab, trat einige Schritte zurück und löste den Bann.

Kraftlos sackte er dann zu Boden, blieb dort, hob lediglich den Kopf und starrte sie böse an. Mit einer achtlosen Bewegung warf sie ihm dann ihren Umhang zu und meinte: „Zieh dir etwas an, bevor du dir den Tod holst. Ich brauche dich lebend…sterben kannst du später!"

Der Mann tat wie geheißen. Als er dann vor ihr stand, notdürftig in den Umhang gewickelt, deutete sie ihm, ihr zu folgen. Ohne ein weiteres Wort an ihn zu verschwenden, ging sie an ihm vorbei. Plötzlich spürte sie sich am Oberarm gepackt und herumgewirbelt. Wieder war ihr Gesicht nur wenig von seinem entfernt, doch dieses Mal waren die mitternachtsblauen Augen nicht matt und glanzlos, sondern gefährlich glitzernd und sehr lebendig.

„Verdammte Hexe! Ich weiß nicht was du von mir willst, aber eines kann ich dir sagen, diese Magie wird nicht ewig funktionieren!"

Seine Stimme kam einem tiefen, drohenden Knurren gleich und genauso plötzlich wie er sie gepackt hatte, ließ er sie auch wieder los. Kagura blieb stehen, schaute weiterhin in seine Augen und lächelte dann leicht.

„So, du willst also wissen, was ich mit dir vorhabe? Nun, du wirst für mich Naraku vernichten!"

Kagura konnte nicht glauben, was sich dieser unmögliche Mensch herausnahm. Ihre Geduld war erschöpft. Kurz konzentrierte sie sich und schon erstarrte Bankotsu. Betont langsam ging sie dann mit einem spöttischen Lächeln im Gesicht auf ihn zu, ging um ihn herum und blieb vor ihm stehen. Wieder waren die Augen wie tot, völlig glanzlos und ohne Seele. Sie sah, wie seine Arme und seine Beine zitterten bei dem Versuch ihren Bann zu brechen. Aber es gelang ihm nicht. Er stand wie erstarrt.

„Nun hör mir mal gut zu, Mensch! Anscheinend bist du etwas schwer von Begriff. ICH sage hier, wann du was tust, ist das klar? Du gehst, wenn ich es sage, du sprichst wenn ich es sage und du kämpfst wenn ich es sage. So einfach ist das. Solltest du das nicht tun, dann stirbst du. Egal wie viele Menschen und Dämonen du in deinem früheren Leben umgebracht hast und wie viele Truppen du befehligt hast, jetzt ist das vorbei. Ich sage das nicht noch einmal, also vergiss es nicht!"

Dann drehte sie sich um und ging den schmalen Grat hinab, der zum Fuß des Berges führte. Erst nach einigen Metern brach sie den Bann und hörte mit Genugtuung, wie Bankotsu wieder zu Boden ging. Einige Sekunden herrschte Stille, dann hörte sie ihn leise einen Fluch ausstoßen, ehe er sich wieder hochrappelte. Halb erwartete sie schon, dass er einen Stein nach ihr warf oder noch schlimmer, sich mit den Überresten seiner Waffe auf sie stürzte, aber nichts dergleichen geschah.

Mit einem herablassenden Blick drehte sie sich also um. Er stand immer noch dort, wo sie ihn gebannt gehabt hatte.

„Ich bin schon zweimal gestorben, Hexe, meinst du, da habe ich Angst vor einem dritten Mal? Du verkennst mich! Tu, was du nicht lassen kannst, aber sei versichert, dass ich dir nicht helfen werde, solange Banryuu nicht wieder geschmiedet in meiner Hand liegt!"

Kagura forschte in seinen Augen. Seine Stimme hatte fest und entschlossen geklungen und auch seine Augen zeigten nicht den kleinsten Hauch von Angst. Es stimmte, was er gesagt hatte. Er fürchtete sich nicht vor dem Tod. Damit fiel ihr stärkstes Druckmittel weg. Sie verbiss sich einen Fluch, der ihr schon auf den Lippen lag. Würde sie auf diese Weise ihre Emotionen zeigen, wüsste der Mensch, dass er einen Sieg davon getragen hatte.

„Warum liegt dir nur soviel an diesem Haufen unnutzen Metall? Ich würde dir eine Waffe besorgen, die dreimal besser ist. Du wärst unbesiegbar!"

Ein Hauch eines Lächelns erschien in Bankotsus Augen. Dann beugte er sich hinab und strich sanft über den Schaft seiner zerstörten Hellebarde.

„Keine Waffe ist stärker als Banryuu. Mit ihm bin ich unbesiegbar."

Kagura lachte abfällig. Sie sah, wie daraufhin das Lächeln aus seinen Augen verschwand und er sie böse musterte.

„Soweit ich weiß, hat Naraku dich besiegt – trotz der Waffe, die dich deiner Meinung nach unbesiegbar macht."

Das schien wieder eine Erinnerung in ihm hervorzurufen.

„Naraku hat mich betrogen. Dafür wird er büßen."

Sein Blick fiel wieder auf die zerstörte Waffe.

„Wirst du mir nun helfen, Banryuu neu schmieden zu lassen oder nicht?"

Kagura seufzte still auf. Er schien nicht von dem Thema ablassen zu wollen. War es da nicht einfacher, nachzugeben?

„Ja, ich werde versuchen, dir zu helfen. Dann bist du mir aber was schuldig, vergiss das nicht, Mensch!"

Ehe Kagura es sich versah, hatte er die kleine Distanz zwischen sich zurückgelegt, sie an den Schultern gepackt und mit seinem Körper gegen den kalten Stein hinter ihr gepresst. Sein Kopf war nur mehr Zentimeter von den ihren entfernt. Sie sah wie hypnotisiert hoch in seine Augen, die eine Farbe hatten, die sie bisher noch nie gesehen hatte.

Sein starker, sehniger Körper drückte sich an sie, ließ sie jeden Muskel und jede Unebenheit spüren. Kagura schluckte, hörte auf seine tiefe, männliche Stimme, als er zu sprechen begann.

„Mein Name ist Bankotsu, nicht du und nicht Mensch, verstanden? Wenn du dir das nicht merken kannst, dann sprich mich in Zukunft nicht mehr an."

Dann, genau so schnell wie er sie gepackt hatte, ließ er sie auch wieder los. Zornig verengten sich Kaguras Augen, doch sie sagte nichts. Was brachte es, mit einem dummen Menschen zu streiten?

Stattdessen löste sie sich von der Wand und meinte nur: „Komm jetzt! Wir müssen dir etwas Ordentliches zum Anziehen besorgen!"

Widerstandslos folgte er ihr.