Tja, viele Reviews hab ich ja nicht gerade gekriegt -schnüff-, aber herzlichen Dank für die wenigen. Und auchgleich weiter mit der Story. Rin macht sich so ihre Gedanken, und kämpft mir ihrem neuen Leben. Da geht ihr so vieles durch den Kopf...lest selbst...
Neue Gefühle
Rin war noch unterwegs. Die Sonne ging schon bald unter. Als feuerroter Ball stand sie am Horizont und hüllte den Wald ihn ein dämmriges, aber warmes Leuchten. Die raschelnden Blätter hatten goldene Umrisse, Mücken tanzten im sanften Lufthauch vor der feurigen Silhouette, die Ähren der Gräser auf der vor ihr liegenden Wiese wiegten sich sanft im Wind und zeichneten ihre Umrisse zart gegen das Orange des Himmels wider.
Sie hatte für Kaede Heilkräuter im Wald gesucht und war weit vom Weg abgekommen und durch das Unterholz geschlendert, um ihren Korb mit den seltenen Pflanzen zu füllen, die so gut bei der Wundheilung halfen. Sie hatte die Zeit vergessen, war ganz in ihre Suche vertieft, als sie den Waldrand erreichte und ihr Blick auf die riesige, untergehende Sonne fiel.
Vor ihr lag eine leicht abfallende Wiese, die an einem Abhang endete. Am Ende der Wiese entdeckte sie ein Paar, das umrahmt vom kupferfarbenen Licht der Sonne nebeneinander im Gras saß. Das Mädchen hatte den Kopf gegen die Schulter des leicht hinter ihr sitzenden Mannes gelehnt, der sie sanft in seinem Arm hielt. Rin sah seine langen, weißen Haare, die bis zum Boden reichten und seinen Rücken vollständig bedeckten. Sie hielt kurz den Atem an, so bekannt erschien ihr diese Flut an seidigen Strähnen. Aber es waren nicht die von ihrem geliebten Sesshoumaru-sama sondern die seines Bruders Inu Yasha. Sie sah seine Hundeohren sich gegen das glänzende Licht abzeichnen und seine rote Kleidung unter den Haaren durchschimmern. Sie hörte auch sein Lachen, als er sich mit dem Mädchen in seinem Arm mit sanfter Stimme unterhielt. Es musste Kagome sein, die so an ihn gelehnt dasaß.
Leise seufzend blieb Rin an einen Baum gelehnt stehen und beobachtete das vor ihr ruhende Paar. In Japan galt es als unschicklich, sich in der Öffentlichkeit zu berühren. Daher zogen sich die Paare zurück in die Abgeschiedenheit ihrer Häuser oder die Einsamkeit der Natur, um sich nahe sein zu können. So herrschte auch zwischen Kagome und Inu Yasha eine scheue Distanz, wenn ihre Freunde anwesend waren oder sie in der Hütte bei der lieben, alten Kaede verweilten. Kaede wusste wohl, dass die beiden ein Paar waren. Und sie selbst hatte die beiden ja im Schloss erlebt, wo sie einen viel offeneren Umgang miteinander gehabt hatten. Sie hatten sich dort wohl sehr wohl gefühlt, es war ja auch vor vielen Jahren Inu Yashas Zuhause gewesen. Ihre Gedanken schweiften zurück an die gemeinsam verbrachte Zeit, an die wilden Spiele mit Inu Yasha im Garten, an die fröhliche Stimmung, wenn sie ganze Nachmittage mit Kagome plaudernd durch die Gegend gezogen war. Damals war sie noch ein Kind gewesen und sie hatte sich nicht viele Gedanken darüber gemacht wenn sie die beiden Arm in Arm durch den Garten spazieren sah. Ach, das war erst wenige Wochen her. Wie hatte die Welt sich verändert, wie hatte sie sich verändert!
Sie sah an sich herab, an ihrem so erwachsenen Körper. Die sanften Rundungen ihrer Brust unter ihrer Bluse waren für sie immer noch ungewöhnlich, wenn sie sich auch inzwischen etwas daran gewöhnt hatte.
Damals hatten Kagome und Inu Yasha im gleichen Raum geschlafen, hatten zusammen gebadet und waren den ganzen Tag gemeinsam unterwegs gewesen. Ihr war ihre Verliebtheit damals gar nicht so ins Auge gesprungen, ihre Welt war die eines Kindes gewesen, das sich einfach gefreut hatte, dass sie spielen konnte, Abwechslung und Unterhaltung hatte und die Menschen um sie herum fröhlich waren.
Sie sah weiter verträumt auf das Paar vor sich. Inu Yasha hatte Kagome sanft mit dem Arm in seinen Schoß gezogen und beugte sich nun über sie, um sie zu…küssen. Seine langen Haare fielen nach vorne und sie konnte nur erahnen, was die beiden wohl miteinander machten. Sie mussten sich wohl sehr lieben. Was das wohl war, Liebe? Ob es anders war als das, was sie für Sesshoumaru-sama empfand? Sie liebte ihn so sehr, sehnte sich nach ihm, sah überall sein Bild vor ihrem inneren Auge stehen. Sie vermisste ihn, konnte nachts kaum schlafen und wartete ungeduldig darauf, dass er wieder kommen würde. Aber war das das gleiche Gefühl, dass die beiden vor ihr füreinander empfanden? Sie hatte Lord Sesshoumaru schon immer geliebt, vom ersten Augenblick an als sie ihn damals im Wald entdeckt hatte. Aber sie war die ganze Zeit ein Kind gewesen, nun war sie auf einmal erwachsen.
Wieder fiel ihr Blick auf das Paar vor ihr. Inu Yasha schob sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht zurück über seine Schulter. Sie konnte nun Kagomes Arme erkennen. Eine Hand hatte sie unter die Falten seines roten Gewandes geschoben, mit der anderen streichelte liebevoll sein Gesicht. Wie mag sich das wohl anfühlen, die Haut, den Körper eines Mannes zu spüren?
Rin schloss die Augen. Sie sah sich selbst vor sich, wie sie nur vor wenigen Tagen an dem schlanken Dämon gehangen hatte, beide Arme um seinen Hals geschlungen und ihren Kopf an seine Brust gebettet. Sie lies die Erinnerung in ihr hochsteigen, die Wärme seines Körpers, der Duft seiner warmen Haut, das Spiel seiner Muskeln wenn er sich bewegte, das sanfte Pochen seines Herzens, die zarte Berührung seiner langen Haare auf ihrer Haut. Bei dem Gedanken wurde ihr auf einmal heiß. Ein wohliger Schauer lief ihr den Rücken hinunter und ließ ihre Härchen an den Armen sich zu einer Gänsehaut aufrichten. Was war das? Sie fror doch gar nicht. Aber sie konnte nicht anders als weiter an die zurückliegenden Berührungen von Sesshoumaru-sama und ihr zu denken.
Kagome hatte große Veränderungen in ihr früheres Leben gebracht. Er war seit ihrem Besuch viel zärtlicher und vertrauter mit ihr umgegangen. Er hatte seine jahrelange Distanz aufgegeben und es langsam gestattet, dass sie ihn berühren durfte. Ja, er hatte sogar die ersten Schritte unternommen als er ihr die Hand gereicht hatte. Damit hatte sie nie gerechnet, dass der edle Lord Sesshoumaru einem kleinen, unbedeutenden Mädchen wie ihr erlauben würde ihn zu berühren. Später durfte sie sogar bei ihm auf dem Schoß sitzen und schlief dort so manches Mal am Abend ein.
Sie seufzte. Ach wie gerne würde sie wieder auf seinen Beinen sitzen, an seine Brust gelehnt und die Wärme seines Körpers spüren, seinen Herzschlag und seine tiefe, dunkle Stimme hören. Die Erinnerung an ihn überschwemmte sie, sie glaubte seinen Geruch in der Nase zu spüren, seine Berührung zu fühlen. Ihr Herz wurde eng, es sprengte ihr fast die Brust und sie stand heftig atmend da, erfüllt voll Sehnsucht und einem unbekanntem Drängen.
Sie blickte mit verschwommenem Blick auf das Paar im untergehenden Sonnenlicht. Sie küssten sich lange und intensiv, schauten sich verklärt lächelnd an und streichelten sich immer wieder gegenseitig. Tiefer Friede ging von den beiden aus, sie schienen völlig losgelöst von ihrer Umgebung zu sein und nahmen weder Rin noch irgendwelche anderen Dinge um sie herum wahr. Für die beiden existierte nur der andere in ihrer augenblicklichen Welt.
Inu Yasha schob seine Hand unter Kagomes Schuluniformoberteil und streichelte sanft ihren flachen Bauch. Rin stutze, Kagome ließ ihn ohne Zögern gewähren. Wie sich das wohl anfühlte, die Hand eines Mannes auf dem nackten Bauch zu spüren?
Rin spickte vorsichtig hinter ihrem Baum hervor und sah zu, wie die Hand des Hanyou weiter nach oben glitt und auf der Brust des Mädchens verweilte. Es schien ihr nichts auszumachen, im Gegenteil, Kagome schien seine Berührung zu gefallen.
Rin blickte auf ihre eigene Brust hinab. Noch kein Mensch hatte sie berührt…und auch kein Dämon. Sie selbst hatte sich beim Baden viel Zeit genommen um unbeobachtet ihren Körper zu erforschen, die Form mit den Händen zu ertasten, ihre neuen Konturen zu erfassen und in sich aufzunehmen. Er war ihr so fremd, dieser Körper. Die Sinneswahrnehmung auf der Haut war vollständig anders, viel empfindlicher als früher. Jede kleine Berührung ließ ihr einen Schauer über den Rücken laufen. Ihren erwachsenen Körper in ihren neuen Kleidern zu spüren war bei jedem Schritt ein völlig neues Erlebnis. Die Berührung des Stoffes auf ihrer Haut, das Reiben der Kleidung wurde mit einer ungewohnten Intensität in ihr aufgenommen.
Wieder blickte sie auf das Paar. Die beiden waren verstrickt in wilde, intensive Küsse und ihre Hände fuhren mit leidenschaftlichen Bewegungen über den Körper des anderen. Inu Yasha zog Kagomes Oberteil nach oben und legte ihre Brust, die noch durch dieses seltsame Stoffteil mit den Trägern bedeckt war, frei. Er bedeckte ihren Bauch und ihre Brust mit Küssen, und sie grub sich mit der einen Hand in seine langen Haare. Mit der anderen öffnete sie sein Oberteil und zog es ihm von der Schulter. Rin schaute vorsichtig zu ihnen hinüber. Die beiden zogen sich gegenseitig aus um sich noch intensiver spüren zu können. Beide saßen schon halbnackt da, die Arme immer noch ineinander verschlungen, die Blicke mit einer aufsteigenden Glut und Leidenschaft erfüllt, die Rin unbekannt und fremd waren, aber auch eine Neugierde und ein Sehnen in ihr geweckt hatten.
Wieder seufzte sie leise und löste sich langsam von dem Baum, an den sie sich gelehnt hatte. Sie packte ihren Korb fester in ihre Hände und zog sich leise wieder in den Wald zurück, die beiden ungestört hinter sich lassend.
