So, meinen lieben Leserchens, es geht ENDLICH weiter. Verzeiht, ich musste so schuften in der Firma und bin zu nix gekommen...Jetzt sollte es mal zügiger weiter gehen. Das nächste Kapitel ist dann auch 'Sesshoumarus Rückkehr', für alle die schon sehnsüchtig auf jemand Bestimmtes warten...
Navara-Baby: Ja, die arme Rin, bald kommt Erlösung. Aber ob das gut geht? Der kühle Lord und die erwachense Frau?
Karo: Es geht weiter mit Sess, nach diesem Kapitel! Versprochen!
Inu Yasha Love: Und noch ein Sessy Fan...ach, seid ihr ungeduldig...er kommt doch schon bald!
Geli: Ja, ja, Sessy Fans wohin man blickt. Also an Kaedes Freund hab ich nimmer gedacht weil die Stories erst mal woanders spielen, aber ich werd dran denken wenn wir mal wiede im Dorf sind. Versprochen!
Julia: Jetzt gehts in den Endspurt mit deinem Abi, oder? Dann hoffen wir alle auch wieder von dir zu hören! Was DU so mit Sessi vorhast...hier erst mal wieder was von Eskaria...und dann...endlich...the Prince of Ice
Ein Kuss
Zu Fuß machten sie sich auf den Weg ins nächste Dorf. Der Fußmarsch verlief schweigend. Bankotsu ging einige Schritte hinter Kagura, scheinbar in Gedanken vertieft. Doch auch sie grübelte.
Der Mensch schien recht eigenwillig zu sein. Ob sie mit ihm nicht mehr Probleme haben würde, als dass er ihr zu Diensten sein konnte? Jeder andere wäre dankbar gewesen, dass sie ihn wieder belebt hatte, aber er hier? Konnte nichts anderes als fordern und drohen. Ob er ihr nicht irgendwann in den Rücken fiel, wenn sie nicht aufpasste? Sie wusste ja, dass er stark war und wenn er erst mal seine Waffe wieder hätte, wäre er wirklich fast unbesiegbar. Ob sie ihn dann noch halten konnte, sich ihr zu Diensten machen und seinen sturen Willen brechen konnte?
Ganz davon abgesehen, dass sie keine Ahnung hatte, welcher Schmied es auf sich nehmen würde, diese Hellebarde wieder zu erneuern. Natürlich, mit dem nötigen Geld konnte man jeden bestechen, aber sie war sich jetzt schon fast sicher, dass Bankotsu nicht mit irgendeinem dahergelaufenen Schmied zufrieden ein würde. Mit Sicherheit nicht!
Und woher sollte sie jetzt einen guten Schmied nehmen? Sie hatte noch nie einen derartigen Handwerker gebraucht, eigentlich konnte sie jeder über den Tisch ziehen.
Doch dann kam ihr der rettende Gedanke. Sie würde einfach den Schmied aufsuchen, den auch Inu Yasha immer wieder ‚beehrte'. Totosai! Er galt als Meister seines Faches und immerhin hatte er das legendäre Schwert Tessaiga geschmiedet. Für ihn würde es ein leichtes sein, diese Hellebarde wieder zusammen zu flicken. Ganz davon abgesehen, dass er in Einsamkeit lebte und sie so nicht in aller Öffentlichkeit mit ihrem neuen Untergebenen streiten zu brauchte. Denn streiten würden sie noch, das war klar.
„He, sind wir bald da?", riss sie da eben jener Untergebene aus ihren Gedanken. Missmut lag in seiner Stimme.
„Wohin gehen wir überhaupt?"
Sie warf ihm nur einen schnellen Blick über die Schulter zu, antwortete ihm aber nicht. Er würde jetzt lernen, dass er in diesem arroganten Tonfall nicht mir ihr zu sprechen brauchte. Wenn hier einer arrogant war, dann war sie das.
„Hörst du nicht? Nicht nur schwach, auch noch taub?"
Mit einem Ruck blieb Kagura stehen. Dieser…Mensch nahm sich ganz nett viel heraus. Und sie würde ihm hier und jetzt und ein für alle mal zeigen, wer von ihnen beiden das Sagen hatte.
Mit einem liebenswerten Lächeln, das die Augen, die ihn kühl und warnend anblitzten, nicht erreichten, drehte sich Kagura zu Bankotsu um, der abfällig grinsend dastand.
„Ich scheine mich für deinen minderen Intellekt nicht verständlich genug ausgedrückt zu haben. Also noch einmal für die ganz Klugen: Du hast nichts zu fordern, nichts zu fragen und nichts in Frage zu stellen. Wann wir wo ankommen, wirst du sehen, sobald wir da sind. Du tust, was ich dir sage und sonst nichts. Wenn du nichts Konstruktives zu sagen hast – was in deinem Fall ungefähr in 95 der Fälle sein wird – wirst du den Mund halten. Des Weiteren tust du, was ich dir sage und dass ohne Murren und Maulen. Damit du es dir besser vorstellen kannst: Wenn ich sage: „Spring!", dann fragst du allerhöchstens: „Wie hoch?", bevor du den Befehl ausführst. Sollte es dir nicht gelingen, dich an die Regeln zu halten, dann nutzt es dir nichts, dass du keine Angst vor dem Tod hast, denn dann wirst du dir bald wünschen, tot zu sein. Und abhängig davon, wie sehr du mich bis dahin geärgert hast, wirst du dir das sehr, sehr lange wünschen, bevor ich dem nachkomme."
Das hämische Grinsen war nach und nach aus Bankotsus Gesicht verschwunden – genau in dem Maße, in dem der Ärger in seinem Blick gewachsen war. Er hatte sich noch nie von einer Frau etwas befehlen lassen, und er würde nun sicher nicht damit anfangen. Frauen hatten ganz bestimmte Rollen in der Gesellschaft und das Beherrschen eines Mannes – eines Kriegers – gehörte nicht dazu. Aber das wusste die Frau, die nun vor ihm stand, wohl noch nicht. Er würde es sie lehren.
Ehe Kagura sich versah, hatte er sie am Genick gepackt und näher an sich gezogen. Ihre Augen waren nur mehr Zentimeter voneinander entfernt und wieder nahm seine seltene Augenfarbe sie gefangen, doch nur solange bis er sprach.
„Merk dir eines: Frauen entscheiden nicht über den Tod. Sie bringen das Leben. Männer bringen den Tod. So war es immer und so wird es immer sein. Du scheinst das nicht zu wissen. Ich werde dir zeigen, was deine Aufgabe ist!"
Mit diesen Worten senkte er den Mund auf ihre Lippen.
Kagura stand für einen Moment wie erstarrt. Der wilde, fast brutale Kuss, den er ihr aufdrängte, erschreckte sie. Seine Hand, die immer noch um ihren Nacken lag, spannte sich an, drückte sie noch näher an ihn. Sie hob abwehrend die Hände, drückte sie gegen seine muskulöse Brust, versuchte so, den Abstand zwischen ihnen zu vergrößern, sich außerhalb seiner Reichweite zu bringen. Panik überkam sie, als sie merkte, dass sie gegen seine Stärke keine Chance hatte. Doch gerade in dem Moment, da sie zum Äußersten greifen und ihre Macht entfalten wollte, spürte sie, wie der Druck auf ihre Lippen nachließ.
Nun sanft, beinahe zärtlich lag sein Mund auf dem ihren, liebkoste sie, streichelte sie. Verwundert über den unerwarteten Umschwung und die Sanftheit vergaß sie darauf, sich zu wehren. Stattdessen versank sie wieder in seinen mitternachtsblauen Augen, die sie keinen Augenblick losgelassen hatten und über ihr erstrahlten. Ihre Hände lagen immer noch locker auf seinem Brustkorb, sie spürte das Schlagen seines Herzens, so regelmäßig und so fest, genauso wie das gleichmäßige Heben und Senken der Brust. Einen Moment war sie versucht, sich gegen diese feste, Schutz versprechende Brust sinken zu lassen, diese Zärtlichkeit zu genießen, die ihr zum ersten Mal in ihrem Leben zuteil wurde.
Doch dann wurden ihr der Spott und die Häme in seinen Augen bewusst und hastig drängte sie ihn beiseite. Bankotsu trat auch gleich einen Schritt zurück, entließ sie aus der Umklammerung und blieb mit einem gemeinen Grinsen im Gesicht etwas abseits stehen.
Kagura wischte sich angewidert mit dem Handrücken über den Mund, was ihn aber nur zum Lachen reizte.
„Es hat dir nicht gefallen?", wollte er dann höhnisch wissen.
„Wenn du das noch einmal tust, dann bist du tot! Egal, was ich vorher gesagt habe. Solltest du dich mir noch einmal auf so unangebracht Weise nähern, werde ich dich umbringen!"
Der Ernst in ihrer Stimme ließ sein Lachen wieder verstummen, nur das zynische Lächeln blieb.
„Wir werden sehen!", murmelte er dann gerade so laut, dass sie ihn noch verstand. Seine Haltung, seine Worte – die reinste Provokation! Kagura ballte die Hände zu Fäusten und biss sich auf die Unterlippe. Mit Mühe verkniff sie sich die Worte, die ihr schon auf der Zunge lagen und nur zu weiterem Streit geführt hätten. Stattdessen drehte sie sich weg und nahm ihren Weg wieder auf. Sie war schon so weit, dass es ihr egal war, ob er ihr folgte oder nicht.
Doch er folgte ihr. Schweigend.
