Hallo Leute, es geht schon wieder weiter. Die beiden werden noch so manchen Kampf mit ihren Gefühlen ausausfechten. Und ich würde gern mal hören, wie es eurer Meinung nach weiter gehen soll.

Navara-Baby: Tja, das wird noch lustig werden. Es geht gleich wieder um die beiden. Viel Spaß beim Lesen...Hi

Hallo Xena: Schön von dir wieder mal zu hören. Die neuen Kaps hab ich dir ja schon geschickt. Aber nicht vergessen: ich änder sie manchmal bevor ich sie on stelle. Würde mic freuen wenn du weiterhin hier vorbei schaust. Liebe Grüße - Hi

Azhura: Mann, du warst ja fleißig. Und danke für die vielen, vielen Reviews. Davon kann ich aber auch nie genug bekommen! Tja, ich wolltes mal krachen lassen bei Inu und Kag. Und die Verwandlungen haben total Spaß gemacht. Und ich wollte Rin unbedingt reif für Sess machen, aber wie? Musste sie halt schnell älter werden lassen, denn eine andere wollte ich als Partnerin für ihn nicht dulden. Nur mit Banko: Ich will mich nicht mit fremden Federn schmücken. Kagura war ja nun frei und ich wollte ihr einen Partner verpassen. Ich dachte zuerst an den süßen der Donnerbrüder. Aber den hat Inu ja total zerhackt. Dann vielleicht Banko. Den konnte man ja wieder mal zum Leben erwecken. Und da der Eskarias absoluter Liebling ist, hat sie sich auch bereit erklärt, diese Kapitel zu schreiben. Und zwar herausragend gut, wie ich finde. Applaus an sie! Also schreib uns nur tausend Reviews! Bussis -Hi

Eine neue Herrin im Schloss

Ihr Flug zum Schloss dauerte nicht lange. Obwohl Sesshoumaru erschöpft sein musste, hatten sie in nur wenigen Stunden nach Sonnenuntergang die Hügel erreicht, auf dem das herrschaftliche und doch verlassene Anwesen lag. Sesshoumaru hatte sich ohne Worte zurückgezogen, wohl um sein Äußeres wieder in Ordnung zu bringen. Rin stand etwas befangen in dem großen Garten, wo er sie abgesetzt hatte. Dieses Schloss war so lange ihr Zuhause gewesen. Und jetzt fühlte sie sich auf einmal so fremd. Sie wünschte, der große Lord wäre bei ihr. Aber er hatte sich schon immer für längere Zeit alleine gelassen und sie hatte sich nie beschwert. Sie war einfach nur glücklich gewesen bei ihm wohnen zu dürfen. Warum fühlte sie jetzt auf einmal anders? Rin wusste es nicht.

Sie legte ihr Bündel auf der Treppe ab und schlenderte hinüber in den Stall um A-Uhn zu begrüßen, den zweiköpfigen Drachen, den Sesshoumaru als Reittier hielt. Dieser freute sich sehr sie zu sehen, hob den Kopf und schnaubte erfreut in ihre Richtung. Er hatte sie sofort wieder erkannt, obwohl sie sich so verändert hatte. Sein tierischer Instinkt ließ sich nicht von ihrem neuen Aussehen täuschen. Er schien gut gepflegt zu sein. Jacken, der grüne Zwerg, hatte seine Dienste wohl auch in ihrer Abwesenheit zu voller Zufriedenheit erfüllt. Nachdenklich bot sie dem großen Tier etwas Futter an, was dieses wie immer mit großer Gier verschlang. Aber Rin verspürte nicht mehr wie früher die Begeisterung in sich, die sie empfunden hatte, wenn sie ihn streichelte und liebkoste. Warum nur war ihr A-Uhn nicht mehr so wichtig?

Verwirrt ging sie zurück ihre Habseligkeiten holen und schlenderte zu ihrem Zimmer. Sie musste selbst lächeln als die vielen Spielsachen darin sah, die Kagome mit ihr eingekaut hatte. So lange hatte sie ohne jegliche Kindersachen in diesem kargen Zimmer gewohnt. Und auch ohne Schmuck und Verzierung, ohne Decken und Spielgerät war es das schönste Zimmer der Welt für sie gewesen. Nun war sie auf einen Schlag aus all diesen Dingen herausgewachsen. Sie musterte den Stapel Kleidung, der in einer Truhe lag. All diese Dinge passten ihr nicht mehr, all die schönen Seidenkimonos waren ihr hoffnungslos zu klein. Sie hatte nur die wenigen Kleidungsstücke, die Kaede und ein paar Frauen aus dem Dorf ihr geschenkt hatten. Mit einem Seufzer packte sie ihr Bündel aus, räumte die alten Kindersachen auf die Seite und legte die neue Kleidung in die Truhe. Irgendwie fühlte sie sich verlassen in ihrem Zimmer.

Sesshoumaru kam einige Zeit später zu ihr. Er fand sie auf ihrem Bett sitzend vor wie sie abwesend vor sich hin starrte. Er selbst war wieder gekleidet wie Rin ihn kannte. Edle, weiße Gewänder aus Seide verhüllten seinen gepflegten, wohl duftenden Körper. Seine langen Haare umhüllten silbern schimmernd seine Gestalt. Rin dagegen trug einen schlichten Yukata, einen Sommerkimono als Schlafgewand. Da er ihr etwas zu klein war, schaute viel von ihren nackten Beinen unter dem Stoff heraus und auch der Ausschnitt war etwas weit geöffnet. Sie war nun mal größer als die meisten Frauen im Dorf und so war es schwer gewesen, etwas Passendes für sie zu finden.

Sesshoumaru kam zu ihrem Bett um ihr Gute Nacht zu wünschen wie Kagome es ihm beigebracht hatte. Völlig irritiert schaute er auf das ungewohnte Bild der schönen, halb nackten, jungen Frau, das sich ihm bot. Rin hatte sich schon freudestrahlend erhoben und kam auf ihn zu gerannt. Und bevor er auch nur reagieren konnte, hing sie ihm schon um den Hals. Sie war zwar immer noch kleiner als er, doch sie reichte ihm nun gut an die Schulter. Sie stellte sich auf die nackten Zehenspitzen und küsste ihn überschwänglich auf die Wange. Dies war zu einem festen Ritual geworden seit Kagome ihren Umgang damals bedeutend verbessert hatte. Früher hatte Sesshoumaru Rin dazu jedoch auf den Arm nehmen müssen.

Er stand völlig versteinert da, die ungewohnte Situation schien ihn zu überrumpeln. Rin wollte sich schon lösen, da fasste sie seine Hals nochmals fester und schmiegte ihre Wange an die seine. „Sesshoumaru-sama, ihr habt mir so gefehlt. Wie ist es euch denn ergangen? Habt ihr Naraku besiegen können? Hat er euch verletzt?" Sie lockerte etwas ihren Griff um dem Youkai in die Augen sehen zu können. Dieser zögerte erst, blickte auf die junge Frau hinab wobei sich ein tiefer Einblick in ihr Dekollete nicht vermeiden ließ. Er runzelte die Stirn. Es war doch zu ungewohnt was er dort vorfand. Hatte er sich noch mit einiger Überwindung an die körperliche Nähe des Kindes gewöhnen können, so wirkte jetzt der plötzliche Anblick weiblicher Rundungen sehr irritierend auf ihn.

„Nein, ich konnte ihn nicht erledigen, er hatte sich vollständig aufgelöst und war verschwunden. Aber antun konnte er mir nichts."

Rin seufzte erleichtert auf und schlang sich wieder innig um Sesshoumarus Hals, wobei sich ihre Körperformen mehr als deutlich gegen den Körper des schlanken Dämonenlords drückten. Dieser löste sich vorsichtig aus ihrem Griff, trat einen Schritt zurück und warf einen kurzen Blick auf ihren etwas verrutschten Yukata. „Morgen werden wir dir neue Kleidung kaufen, Rin. Nun schlaf schön." Dann drehte er sich um und verließ das Zimmer.

Am nächsten Morgen stand A-Uhn bereits im Garten. Jacken lief im Kreis um ihn herum und wartete in Selbstgespräche vertieft auf seinen Herrn. Er schaute Rin völlig verblüfft an, als sie zu ihm trat und ich freundlich begrüßte.

„Ach, jetzt bist du auch noch groß? Dann wirst du wohl ab jetzt großen Ärger machen? Was ist denn mit dir passiert?" Er schien das Mädchen erkannt zu haben, jedoch viel die Begrüßung wie immer nicht besonders freundlich aus. Rin hatte ihn zu oft gefoppt, was er ihr nie vergessen hatte. „Ach, ich bin halt gewachsen. Damit bin ich jetzt viel größer als du und du musst alles machen was ich sage." Rin nutze die Gunst der Stunde und grinste den Zwerg frech an. „Ahhh!" schrie der nur und rannte davon. „Das sehe ich nicht ein. Nur Sesshoumaru-sama ist mein Herr, dir werde ich nicht dienen." Rin lachte nur, packte den kleinen, grünen Gnom am Kragen seines winzigen Mantels und hob ihn hoch. „Ich bin jetzt aber stärker als du!" Der zappelte mit den Beinen und ruderte mit den Ärmchen in der Luft herum. Dann fing er an zu schreien. „Sesshoumaru-sama, helft mir." Die junge Frau kicherte vergnügt und schwenkte den kleinen Mann hin und her.

„Rin, lass das!" kam da eine Stimme von hinten. Sesshoumaru hatte den winselnden Diener gehört und war lautlos herbeigeeilt. Rin setzte das Männchen artig ab und bekam rote Wangen. Verlegen schaute sie zu dem Dämonen auf und lächelte dabei schuldbewusst.

Auf dem Markt in der nahe gelegenen Stadt waren die Waren auf den vielen Verkaufsständen

üppig ausgelegt. Sesshoumaru hatte Rin und Jacken ausnahmsweise zu dem Einkauf begleitet. Sonst hatte er diese niedrigen Tätigkeiten immer seinem Diener überlassen. Die junge Frau war schon vorausgeeilt und betrachtete staunend die schönen Stoffe der Kimonos an einem Stand. Ihre kindliche Begeisterung schien sie bewahrt zu haben, sie löste kaum den Blick von der Seide in ihren Händen, betastete Bänder und Schuhe. Sesshoumaru betrachtete sie versonnen, wie sie die Kleidung an ihren Körper hielt um ihre Größe zu testen, wie sie Farben und Muster begutachtete. Ein paar der Kimonos schienen ihr gut zu gefallen. Sie schaute zu ihm auf um ihn nach seiner Zustimmung zu fragen. Er nickte nur leicht mit dem Kopf. Sie strahlte vor Freude und ließ sich die Wickelkleider einpacken. „Nimm reichlich!" forderte sie der Youkai nur knapp auf. Rin wählte noch mehrere Paare Schuhe, Kämme und Nadeln für ihr Haar und eine große Decke für ihr Bett. Die alte war zu klein geworden. Die Bezahlung musste Jacken übernehmen, ebenfalls das Tragen der großen Pakete. Er schnaufte und ächzte unter dem Berg der Pakete und schimpfte vor sich hin.

Hinter einem Stand mit besonders schönem Haarschmuck stand eine alte Frau und beobachte die seltsamen Einkäufer. Sie tuschelte mit einer weiteren Frau, die neben ihr stand und zeigte auf den weiß gekleideten, großen Mann mit den langen Haaren. Er ähnelte einem Mann, von dem ihre Großmutter ihr berichtet hatte. Diese diente vor langer Zeit im Schloss des großen Hundelords, das weit ab auf dem Lande lag. Niemand aus der Stadt hatte den Lord je gesehen. Man munkelte davon, dass er immer noch auf dem Schloss wohnte seit sein Vater verstorben war, aber nie hatte ihn jemand zu Gesicht bekommen. Und menschliche Bedienstete hatte er schon lange keine mehr. Das Schloss wäre halb verfallen, so sagte man, Doch genau wusste es keiner, weil niemand sich in seine Nähe traute. Nur ein grüner, kleiner Gnom schien die Erledigungen dort zu machen, vielleicht derselbe, der gerade unter eine Berg von Waren taumelnd und schwankend seines Weges ging. Er schleppte ächzend die Pakete, während eine groß gewachsene, junge Frau mit hüftlangen Haaren die Waren auf den Ständen begutachtete. War jener neben ihr wirklich der edle Lord Sesshoumaru von dem die Großmutter damals berichtet hatte? Und gab es wieder eine Lady auf dem Schloss? Schon der Vater des Lords hatte eine Menschenfrau als Gemahlin gehabt. Sollte der junge Lord ebenfalls dessen Vorliebe für eine menschliche Gefährtin teilen?

„Seid ihr Sesshoumaru-sama?" fragte die Alte neugierig als der vermeintliche Lord an ihrem Stand vorbeikam. Der Youkai schaute sie ausdruckslos an. „Warum wollt ihr das wissen?"

„Nun, meine Großmutter diente auf Eurem Schloss." Mit einem Blick auf Rin fuhr sie fort. „Zieht dort eine neue Herrin ein? Könnt ihr Diener gebrauchen? Die Menschen dieser Stadt sind Euch und Eurer Familie in Dank verbunden und gerne bereit, die Dienste für Euch wieder aufzunehmen. Gebt Bescheid wenn Ihr dies Angebot annehmen wollt, werter Herr!"

Sie verneigte sich tief und wartete auf eine Antwort.

„Habt Dank, aber wir brauchen keine Diener." Nach dieser knappen Aussage war er bereits weitergeeilt. Rin hatte dem Gespräch zugehört und schaute die alte Frau nur achselzuckend an. Dann eilte sie ihrem geliebten Herrn hinterher.

Am Abend ordnete Rin ihre neuen Schätze in ihre Kisten und Truhen ein. Ein paar der neuen Kimonos legte sie zum Anprobieren aufs Bett, auf dem bereits die neue Decke lag. Sie knotete gerade einen smaragdgrünen Yukata zu als Sesshoumaru den Raum betrat. Strahlend führte sie ihm das neue Kleidungsstück vor und bevor er noch etwas dazu äußern konnte, war sie ihm vor Freude um den Hals gefallen. „Danke, Sesshoumaru-sama, danke für diese schönen Kleider!" jubelte sie völlig begeistert und drückte ihn fest an sich. Sie ließ ihn wieder los, rannte zum Bett und holte sich das nächste Kleidungsstück, einen Kimono aus dunkelroter Seide mit einem zierlichen Blumenmuster. Völlig unbefangen öffnete sie den Yukata, warf ihn aufs Bett und zog sich den Kimono an. Wie als Kind stand sie völlig unbedarft nackt vor dem Dämonen. Dessen Blick wurde magisch angezogen von den Reizen der Mädchens, der Wölbung der straffen Brüste, wanderte an ihrem flachen Bauch entlang zu den Rundungen ihrer schlanken Hüften, weiter hinab zu den endlos langen Beinen. Er konnte sich einfach nicht lösen von der Betrachtung der perfekten Figur des einst kleinen Mädchens, wurde magisch angezogen von solchen weiblichen Rundungen, die er doch seit Jahrzehnten nicht mehr erblickt hatte. Rin war so beschäftigt dass sie seine Blicke jedoch gar nicht registriert hatte. Sie hatte inzwischen schnell den Kimono übergestreift und war auf das Bett gesprungen.

Dort schritt sie an den Rand hin wo der Youkai stand. Auf dem Bett stehend war sie beinahe gleich groß wie er. Sie trat vor ihn hin, schlang wieder ihre Arme um seinen Hals und…küsste ihn. Erst war es der Dankeskuss des Kindes, ein sanfter Schmatz, doch als ihre Lippen auf den seinen lagen, erfasste sie ein völlig unbekanntes Gefühl, ein Kribbeln und Brennen, ein Hitze, die in ihr aufstieg und sie schwindelig machte. Sie löste sich irritiert von ihm, sah ihm erstaunt in die bernsteinfarbenen Augen, nur um sich ihm dann erneut zu nähern. Sanft und bewusst legte sie ihr Lippen auf seine, schloss ihre Augen und bevor er reagieren konnte, küsste sie ihn tief und innig.

Sesshoumaru stand unbeweglich, beinahe versteinert. Er erwiderte den Kuss nicht, aber er wehrte ihn auch nicht ab. Das Mädchen presste ihren Körper immer stärker gegen den seinen und er bemerkte, wie ihm langsam das Blut zu Kopfe stieg. Seine Lippen vernahmen die sanfte Berührung mit ihrer zarten Haut, sein Körper spürte die Hitze des ihren, den Schwall des Blutes in ihren Adern rauschen, den tiefer gehenden Atem, der ihren Körper erbeben ließ und die Erregung, die auch ihn langsam ergriff. Nein, dies war nicht mehr die kleine Rin, die sich ihm Trost suchend oder dankbar an den Hals warf. Dies war eine erwachsene Frau mit einem verführerisch schönen Körper und einem tiefen Verlangen nach ihm. Und er war für ihre Reize nicht unempfänglich. Aber noch hatte er sie nur als kleines Kind in seiner Erinnerung. Was sie jetzt bei ihm bewirkte, war ihm gänzlich fremd und unbekannt, zumindest war er es nicht von ihr gewohnt. Vorsichtig löste er sich wieder von dem Mädchen.

Rin bemerkte seine Verwirrung und vermied danach die Berührung mit ihm. Er gab ihr von sich aus einen Kuss auf die Wange als er sie verließ.