Traurige Nachricht: Eskaria hat mich verlassen. Sie kann leider aus Zeitmangel nicht mehr an unserer geimeinsamen Story weiterschreiben. Schade! So musste ich selbst in die Tasten hauen und hoffe, dass ihr die Stil- und vielleicht auf Gesinnungsänderung bei ihrem Pärchen für gut heissen könnt.

Navara-Baby: Ja, geküsst wird vielleicht noch mehr. Mal abwarten...und danke fürs Rev!

Azhura: Aber Mädel, komm wieder hoch! Aber ich bin entzückt, dass es dir so gut gefällt. Ja, ich hab noch mehr parat mit dem edlen Prince of Ice und der Schönen: ob er schmelzen wird? Ich hab die Woche nicht ganz geschafft weil ich das Kapitel halt überraschend selbst schreiben musste, aber hier ist es...wenn auch nciht mit deinem Lieblingpairing. Aber die kommen wieder, bald, sehr bald. Danke für dein wirklich wildes Review!

Geli: danke, danke, auch wieder unter den Lesern? Es freut mich so wenn's euch gefällt. Ich schreib auch fleißig weiter...

Julia: Ja, dwen Jaken rumschütteln macht bestimmt Spaß. Und auf was sich der werte Herr da noch einlässt? Ich mach's aber spannend...jawoll. Du lässt ihn ja auch nicht so schnell zum Zuge kommen in deiner Story. Schreib du schön weiter...freu mich auf jedes Kapi und jede Mail. Bussi!

und noch kr15is: Danke für dein Review. Ja, ich hab nicht mehr viel von Sango und Miroku geschrieben, und auch Kaede mit Freund nicht mehr erwähnt, weil ich das Hauptaugenmerk auf anderen Personen habe. Aber ish werd's mir merken und da wieder was einfließen lassen. Ich versprechs...unhd hoffe, dir gefällt es.

Liebe Grüße an alle - Hi

Annäherungen

„Dämliche Stück!" „Eingebildeter Lackaffe!" Kaguras böser Blick landete auf seinem höhnisch grinsenden Gesicht. Spöttisch lächelte der langhaarige Krieger sie an, bot ihr galant die Hand wenn sie über Unebenheiten des Weges hinwegkletterten, gab sich als vollkommener Gentleman. Und sie kochte vor Wut. Dieser eingebildete Kerl sollte ihr nicht so durchkommen. Nur weil er es gewagt hatte, sie zu küssen, sie, die Windbraut, die nur die Freiheit kennt, die keiner berühren darf, keiner erobern kann. Was bildete der arrogante Kerl sich nur ein?

Sie hatte ihm neue Kleidung besorgt vor ein paar Tagen, hatte ihm am Waldrand sitzen lassen und aufgetragen, auf sie zu warten. Sie hatte schöne, seidene Kleidung gewählt, ähnlich derer, die er früher getragen hatte. Er war tatsächlich noch da als sie zurück kam, saß unbeteiligt an einen Baum gelehnt am Rand des Waldes und beobachtete sie, wie sie mit ihrer Feder landete und ihm mit kühlem Blick das Bündel hinwarf, dass wohl seine neue Kleidung enthielt. Er stand lässig auf und schnappte es sich. Dann zog er betont langsam den inzwischen zerfetzten Umhang aus, den er seither getragen hatte, stand auffällig lange nackt vor ihr, drehte und wendete sich und zog dann gemächlich die neue Kleidung an. Sie tobte innerlich, vor allem deswegen weil sie nicht vermeiden konnte, ihn anzustarren, was er mit einem frechen Grinsen quittierte. Der Mistkerl wusste genau, wie schön er war, und er ging damit hausieren, wollte sie beeindrucken.

Verdammt gut sah er ja schon aus. Absolut perfekt gebaut, wohlproportioniert, ein Gesicht zum Träumen, tief dunkelblaue Augen, lange, schwarze Wimpern, und einen Augenaufschlag, in dem die all zu große Gefahr bestand, hoffnungslos zu ertrinken. Sie musste sich schwer zusammen reißen und schnell das dunkelviolette Kreuzmal auf seiner Stirn betrachten, wenn ihr Blick wieder einmal zu lange diese schönen Augen fixierte. Aber sie wollte ihm nicht den Gefallen tun und seinem Charme zu erliegen. Nein, das sollte nie geschehen! Sie würde doch keine Schwäche zeigen, ihm gegenüber schon gar nicht. Sie war hier der Herr!

Also Schluss jetzt mit diesen Faxen, mit dieser Erniedrigung an jedem Felsen, über den er ihr so betont freundlich hinüber half. Kurz entschlossen fasste sie sich ins Haar und holte mit elegantem Schwung die Feder heraus, die in den schwarzen Locken steckte. Sofort verwandelte diese sich in ein Gefährt, das vor ihnen in den Lüften schwankte, groß genug um beide aufzunehmen. Kagura klettere flink hinein und wies den Krieger an, sich hinter sie zu setzen. Schweigend folgte er ihrer Aufforderung, nicht ohne sein Bündel zu schultern, das immer noch die klirrenden Reste seiner Hellebarde enthielt.

Sie hatte lange überlegt ob sie es wagen konnte, ihm diese Waffe wieder erneuern zu lassen.

Aber seit dem frechen Übergriff hatte er es nicht mehr auf eine Konfrontation ankommen lassen. Er konnte sich wohl doch noch zu gut daran erinnern, wie sie mit ihm spielen, ihm die Kraft rauben und als leblose Puppe in der Luft baumeln lassen konnte. Oder er hatte andere Gründe, sie in Ruhe zu lassen? Was wohl in ihm vorging?
Sie hatte ihn viel beobachtet, versuchte einzuschätzen, ob er ihr nun zu Diensten sein konnte oder nur eine aufmüpfige Last war, die sie doch nicht für ihre Zwecke nutzen konnte. Er saß oft traurig da, einsam an einem Felsen gelehnt und starrte ihn die Ferne. Er wirkte unglücklich auf sie, teilweise voller Groll. Bestimmt nagte die Wut auf Naraku an ihm, eine Wut, die sie durchaus nutzen konnte, war Naraku doch auch ihr Feind und ihr einziges Ziel war gewesen, mit seiner Unterstützung gegen den verhassten Dämon vorzugehen, wenn er wieder auftauchten würde. Sie wollte frei sein, für immer, nie mehr dienen müssen, sich nie mehr erniedrigen lassen müssen von einem Mann. Und nun raubte der hier ihr den letzten Nerv! Aber mit ihm würde sie fertig werden.

Ein Grinsen huschte über ihr Gesicht. Jetzt saß sie mal längere Hebel, jetzt hatte sie die Macht und konnte bestimmen. Kein höfliches Getue mehr von seiner Seite, der große Gentleman, der dem schwachen Weib weiter half. Jetzt drehte sie den Spieß um. Die Feder zischte hinauf in die Lüfte, und der überraschte Krieger hatte Mühe, sich an ihrem schlanken Körper fest zu halten und nicht hinunter zu stürzen in die Tiefe. Mit einem äußerst zufriedenen Grinsen registrierte sie den vorsichtig suchenden Griff um ihre Taille, der immer fester wurde, je mehr sie die Feder in Kurven und Kreise durch die Lüfte dirigierte. Hier wurde er still, der große, arrogante Mann und ordnete sich unter. Und mit Genugtuung fühlte sie, wie er nah an sie gepresst auf der schwankenden Feder verharrte. Sie genoss seine Wärme in ihrem Rücken und hörte langsam auf, den Weg in Kringel und Kreisen zu wählen. Geradlinig flog sie in die Berge hinauf, in denen sie den legendären Schmied vermutete. Bankotsu schien langsam Gefallen an der luftigen Reise zu finden, nur wenn er zu übermütig über den Rand der Feder nach unten linste, brachte sie ihm mit einem Ruck wieder in eine Haltung, die ihr angebrachter schien, nämlich sich unsicher an ihrem Körper festhaltend. Was sie nicht sah, war das Lächeln in seinem Gesicht, wenn er seinen Griff wieder festigte.

Totosai war erst sehr widerwillig und kaum zu bewegen, das Schwert zu schmieden. Mürrisch drehte er ihnen den Rücken zu, dort drinnen in seiner dunkeln Höhle nahe einem Vulkan. Auch die Versicherung, dass sie die Waffe nur gegen den allseits verhassten Naraku erheben wollten, stimmte den griesgrämigen Schmied nicht um. Er befürwortete zwar, dass diesem Scheusal endlich der Geraus gemacht werden sollte, aber er kannte weder den Krieger, dem die Hellebarde gehörte, noch die Dämonenfrau, die mit ihm gekommen war. Diese stank selbst so nach Naraku, dass er ihr nicht abnahm, dass gerade sie gegen den Halbdämon kämpfen wollte. Das war bestimmt nur ein Trick!

Erst ein seltsamer Floh, der hüpfend durch die Gegend sprang, konnte mit seinem Fürreden den Alten überreden, die Hellebarde zu richten. Dafür musste Bankotsu ihm erlauben, ihm von seinem Blut trinken zu lassen, da es angeblich so verlockend schmackhaft roch. Der Krieger fand das absolut lächerlich. Er und Kagura besaßen so viele Kräfte, warum sollten sie dem Schmied nicht einfach damit Beine machen? Aber Kagura machte es wohl Spaß, ihn zu erniedrigen und diesem dummen Flohgeist seinen Arm zu bieten, damit er sich satt trinken konnte. Wütend zog er die Ärmel seines Gewands hoch um dem lästigen Insekt den Zugriff auf seine nackte Haut zu überlassen..

Während der Floh trank und immer dicker wurde, ruhte Bankotsus Blick die ganze Zeit auf Kaguras spöttisch lächelnder Miene. Es schien sie sehr zu erheitern ihn so zu behandeln. Warum war diese Frau so durch und durch verbittert? Nie sah er sie fröhlich oder gar glücklich, nur wenn sie mit ihm spielte, ihre Macht an ihm erproben konnte, erhellte ein Lächeln ihr Gesicht. War das die ganze Freude, die ihr ihr Leben bot?

Sie hatte auf zähes Nachfragen von ihm langsam erzählt, dass sie ein Abkömmling des verfluchten Narakus war, und ihm schoss damals nur ein Gedanke durch den Kopf, nämlich sie sofort zu töten. Sicher war sie mächtig und ohne seine Waffe würde er kaum eine Chance gegen sie haben. Aber die Wut auf den Verrat, den ihr Schöpfer an ihm und vor allem all seinen Kameraden begangen hatten, musste gerächt werden. Da war es ihm egal, welche Chancen er hatte. Naraku hatte sie in den Tod geschickt, einer nach dem anderen wurden sie Opfer dieser seltsamen Gruppe, die dem Mistkerl auf den Fersen war: der seltsame Wolf mit seinem beiden Dienern, die einsame Miko, die leichenblass durch die Gegend geisterte, der mächtige Hundelord aus dem Westen mit diesem kleinen Kind, eine Dämonenjägerin und ein Mönch und nicht zu vergessen die junge Miko mit den gewaltigen Mächten und der seltsamen Kleidung und ihrem Freund, dem weißhaarigen Halbdämonen. Die Schmach, gegen ihn verloren zu haben, nagte immer noch an ihm. Er selbst war ein mächtiger Krieger, der viele Schlachten entschieden hatte, und so ein rotznäsiger kleiner Lümmel hatte gegen ihn gewonnen. Aber nicht der Junge hatte ihn letztendlich getötet, sondern Naraku selbst, dieser Verräter. Manchmal fragte er sich, warum er damals so blind gewesen war und gegen die falsche Seite gekämpft hatte.

Er hatte damals, als sie ihm ihre Herkunft eröffnet hatte, entschieden zu warten, bis er seine Waffe wieder hatte. Und er hatte Kagura beobachtet, wie sie ihn wohl auch. Jeder schätzte den anderen ab, denn beide waren sie Krieger und versuchten heraus zu finden, welchen Nutzen sie vom anderen haben konnten. Ja, sie waren sich ähnlich, sehr ähnlich. Sie war so kühl und freiheitsliebend wie er, kämpferisch und wild, nicht bereit, jemandem gehorsam zu sein. Auch wenn sie ein Abkömmling Narakus war, ihr Herz war frei und schlug nur für sie selbst. Der Halbdämon musste ein starkes Druckmittel haben um diesen rebellischen Geist zügeln zu können. Irgendwie dauerte sie ihn. Sie war so einsam, verlassen und unglücklich wie er. Und schön war sie, wunderschön, ihre schlanke Gestalt, elegante und doch kraftvolle Bewegungen, dazu ein wacher Geist, sarkastischer Humor, unbändige Kraft…und doch umgab sie große Einsamkeit. Sie war die erste Frau in seinem Leben, die ihn tief beeindruckte. Kein unterwürfiges Wesen, das mit gesenktem Kopf geduldig sein Schicksal erwartete wie all die jungen Mädchen in Dörfern und Städten, sondern eine stolze Persönlichkeit, die mit stolz erhobenem Haupte versuchte, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Meist schwieg sie, und er konnte nichts anderes tun als sie zu ärgern, aber er genoss ihre Wärme und so manches Mal gab er einfach schweigend nach wenn sie ihn mit ihren Mächten zwang, sich an ihr fest zu halten. Er musste sich eingestehen, dass es ein wunderbares Gefühl war, diese Frau in seinen Armen zu halten.