So, wohlbehalten bin ich zurück von der AnimagiC - Mann, war das geil. So viele Kostüme, so viel Spaß und Aufregung. Ein tolles Wochenende.

Und gleich geht es wieder weiter mit der Story. Danke, Julia, fürs Beta-Lesen! Und danke den vielen Lesern, von denen der eine oder andere doch ein Rev da lässt. Da macht es gleich noch mehr Spaß. Wobei meine Reserven so langsam aufgebraucht sind. Ein Kapitel hab ich noch, dann muss ich wieder fleißig schreiben.

Tally: Da konnte ich dich wohl überraschen indem ich so schnell weiter gemacht habe..und du hast keine Nervenkrise bekommen. Uff! Und danke für die Urlaubswünsche. War zwar bloß ein Wochenende, aber es war gigantisch.

Azhura: Komm wieder raus aus dem Sessel! Ja, viel Schmacht und Schmalz gab es in dem letzten Kapitel. Ich musste dem Sesshy doch mal auf die Beine helfen...das arme Herz vertrocknet sonst noch. Der hat viel zu lernen, auch wenn er sich für so cool hält. Fanarts mal ich nicht, bin total unbegabt im Zeichnen. Aber ich kenne ein paar, die echt gut sind und auch bei Animexx sind. Schau mal unter Dolly, die wohnt hier um die Ecke und zeichnet fantastisch. Nur will sie gerade alles aufgeben...furchtbar, bei dem Talent! Und Mizu-mizu-chan kenn ich auch...trallala

Geli: Ah, schön dass du so begeistert bist (lechz - hört sich sooo gut an). Da schreib ich glatt wieder weiter. Hoffentlich gelingt es mir auch, dich mit action-geladeneren Szenen zu fesseln. Es geht dem Höhepunkt (und Ende) entgegen.

Navara-Baby: Auch dir ein dickes Bussi. Mann, ich konnte sie doch nicht sterben lassen. Kam er doch bisher immer so schön herbeigesaust wenn Klein-Rin mal wieder den Abgrund runterstürzte. Diese 'Tradition' soll er nur mal nicht aufgeben.

Kr15is: Hey, was hast du für einen seltsamen Namen. Erklär doch mal wie du dazu kommst. Und danke für dein Lob. Ich geb mir Mühe dass es auch weiterhin so bleibt.

Julia: Danke dass du mir auch ein Rev gegeben hast...obwohldu die Story ja eh schon kennst. Ja, auch wenn der coole Herr auch ach so logische Gründe hat, aber er wird schon noch merken, dass man auch seinen Gefühlen gehorchen muss, sonst wird man nur unglücklich. Hab dir ein paar AnimagiC-Fotos geschickt. Danke, bussi - drück


Kagomes Plan

Es waren schon einige Wochen vergangen seit Sesshoumaru aufgetaucht und mit Rin zu seinem Schloss aufgebrochen war. Kagome saß nachdenklich am kleinen Bach vor Kaedes Hütte. Sie machte sich Sorgen um Rin. Wie es ihr wohl ergangen war? Wie sie sich wohl fühlte? Ob Sesshoumaru mit den neuen Gefühlen zurechtkam, die die nun erwachsene Frau ihm entgegen brachte? Die junge Miko runzelte die Stirn. Das war genau das Problem. Scheute sich doch der sonst so mächtige Dämonenlord vor nichts mehr als vor menschlichen Gefühlen? Zwar hatte er die kindliche Liebe Rins immer wohlwollend geduldet, aber was war diese im Gegensatz zu der alles verzehrenden Leidenschaft, die ein erwachsener Mensch empfinden konnte?

‚Ob das nur gut geht?' grübelte das junge Mädchen, die Stirn gekraust und den verhangenen Blick auf die schäumenden Wirbel des kleinen Baches gerichtet, dessen munteres Plätschern heute nicht bis zu ihren Ohren durchdrang. Sie machte sich wirklich große Sorgen. Rin war zwar erstaunlich schnell gereift, ihr Selbstbewusstsein war so schnell gewachsen wie ihr Körper, vielleicht weil sie schon als Kind mutig und schlagfertig war, aber sie war doch ihren Gefühlen ausgeliefert, die sie verletzlich und empfindsam machten. Sie würde nach ihr sehen müssen, sobald wie möglich.

Entschlossen setzte Kagome sich auf. Ja, sie würde bald aufbrechen, um Rin zu besuchen. Dann könnte sie wenigstens eine ihrer Sorgen loswerden. Vielleicht konnte sie Rin ja helfen, besser mit dem weißhaarigen Dämon auszukommen…und vielleicht konnte sie diesem ein paar Ratschläge geben, wie er mit einer verliebten, erwachsenen Frau umgehen soll. Zumindest hatte er damals ihren Rat angenommen, den sie ihm für den Umgang mit dem kleinen Mädchen gegeben hatte.

Aber das war nicht alles, was ihr Kopfzerbrechen bereitete. Sie wartete auf Narakus Auftauchen. Er war nicht tot, Sesshoumaru hatte ihr erzählt, dass er sich aufgelöst hatte, aber nicht dass er gestorben wäre. Bestimmt würde er zurückkommen und sich rächen. Und möglicherweise an demjenigen, der ihn so lange verfolgt und gejagt hatte, an dem großen Dämonenlord. Und Naraku liebte nichts mehr, als Wesen bei ihren tiefsten Gefühlen zu packen und ins Verderben zu stürzen. Auch das war ein Grund, die Reise anzubrechen, um zu sehen, wie Sesshoumaru zu Rin stand. Wenn sich seine Gefühle zu dem zauberhaften Mädchen vertieft haben sollten, dann hatte auch er einen schwachen Punkt, eine verletzliche Stelle, die der boshafte Halbdämon grausam nutzen würde. Aber Kagome konnte sich kaum vorstellen, dass der große Hundedämon seinen Gefühlen in so schneller Zeit freien Lauf lassen würde. Ob er überhaupt etwas für die arme Rin empfand?

Kagome seufzte. Aber egal bei wem Naraku zuerst auftauchen würde, er würde Unheil stiften. Sie mussten ihn besiegen, ein für alle mal und endgültig. Aber wie konnten sie das nur erreichen? Bisher hat sich der wandlungsfähige Halbdämon als unbesiegbar erwiesen. Er hatte sich in eine Wolke aufgelöst, in seine Bestandteile zerlegt und war entflohen, ungreifbar und unzerstörbar. Sie waren inzwischen in der Lage mit dem roten Tessaiga Narakus Schutzschild zu durchbrechen, aber jeder Angriff auf den Hanyou endete erfolglos. Kagome hatte selbst oft genug mit angesehen, wie Naraku verschwand, egal wer ihn angegriffen hatte. Ob Tessaigas fürchterliche Attacken, ob Sesshoumarus ganze Macht, selbst ihre heiligen Pfeile konnten ihn nicht lange aufhalten. Aber die Pfeile konnten ihn immerhin für einige Zeit lähmen.

Kagome schob grübelnd die Faust unter ihr Kinn. Vielleicht war das eine Möglichkeit seiner habhaft zu werden. Wenn sie die Pfeile in ihrer Macht noch verstärken könnte…aber wie? Konnte sie mit ihren neu erlernten Kräften nachhelfen? Vielleicht könnte sie auch hierzu bei ihrer Reise Sesshoumaru fragen…ihr selbst fiel einfach nichts ein. Schutzschilde, Heilkräfte, die Kunst des Fliegens, alles erschien ihr hier nutzlos. Wenn sie die Kraft des Bogens verstärken könnte? Da fiel ihr blitzartig eine Szene ein, als sie mit Kikyo in einer Höhle gefangen war und dort von einem starken Dämon bedroht wurde, der von der Decke herab ragte aber für die beiden Priesterinnen unerreichbar war. Kikyo, die sehr geschwächt war, trug ihr auf alle Splitter des Juwels, die sie bei sich trugen, an einen Pfeil zu binden und mit diesem den Dämonen zu beschießen. Es hatte damals geklappt, sie hatten das von der Decke hängende Scheusal besiegt. Warum sollte das bei Naraku nicht auch klappen? Aber sie hatten keine Splitter mehr. Wo sollten sie nur welche herbekommen?

Kagome setzte sich auf. Sie dachte angestrengt nach. Wo waren noch Bruchteile des Juwelen, die Naraku noch nicht eingesammelt hatte? Kouga hatte noch zwei in seinen flinken Beinen…und Kohaku, der kleine Bruder von Sango, hatte noch immer einen in seinem Rücken. Wo der nur sein konnte? Seit Narakus Verschwinden waren seine Abkömmlinge auf freiem Fuß, er konnte sie nicht mehr überwachen. Ob sie Kohaku finden konnten? Vielleicht würde Sango wissen, wo er sich aufhielt. Aber selbst wenn sie ihn fänden, die Entnahme des Kristallsplitters würde ihm den Tod bringen. Nur die dunkle Macht des Juwels hielt ihn noch am Leben. Und sie war machtlos, konnte sein Leben nicht erhalten. Sie konnte es versuchen, aber sie konnte nur heilen, nicht Tote zum Leben erwecken…bei diesem Zusammenhang blitzte eine Erinnerung in ihr auf…genau so etwas war ihr schon einmal durch den Kopf gegangen…sie sah die schlanke Gestalt des Hundelords vor sich…und sein Schwert Tenseiga. Ja, das war es! Sesshoumaru konnte mit dem Schwert seines Vaters die Totendämonen vertreiben, die die Seele des Sterbenden in die Hölle ziehen wollten. Er könnte Kohaku wiederbeleben, wenn sie ihm den Splitter entfernen würden. Damals hatte sie noch zu ihm gesagt, dass sie ihn und Tenseiga holen würde, wenn sie es bräuchte. Das war die Lösung! Dann könnten sie den Splitter bekommen ohne Sangos Bruder opfern und ihr das Herz brechen zu müssen.

Schnell weiter, wo gab es noch Splitter? Kouga würde die seinen bestimmt freiwillig hergeben und ihr sogar bei dem Kampf gegen Naraku beistehen. Dann hatten sie schon drei. Existierten überhaupt noch mehr?

Kagome grübelte, aber es fielen ihr keine Splitterträger mehr ein. Naraku hatte alle Scherben eingesammelt oder sie anderen abgenommen.

Gut, sie hatte 3 Splitter. Die konnte sie an einen Pfeil binden und auf den schwarzhaarigen Dämon abschießen, sobald Inu Yasha dessen Schutzschild durchbrochen hatte. Und dann? Die Macht der gereinigten Splitter würden Naraku nur geringfügig aufhalten, er würde sie so schnell er konnte mit seinem bösen Geist verseuchen, so dass ihr Glanz verschwinden und ihr trübes Leuchten nur noch die dunkle Macht des Halbdämons verstärken würde. So weit durfte es gar nicht kommen. Aber was konnten sie tun? Keine Macht war stark genug, um Naraku zu trotzen, nicht Tessaigas Attacken, nicht Sesshoumarus gewaltige Kraft, nicht ihre Zauberkünste oder Mirokus heilige Bannsprüche, keiner war ihm gewachsen. Keiner! Also wie sollten sie ihn nur aufhalten?

Kagome knabberte verzweifelt an ihren Nägeln. Es musste doch eine Lösung geben! Wieder ging sie ihre Erinnerungen durch. Wer hatte von Narakus Ende gesprochen? Kikyo…sie erinnerte sich, wie die leichenkalte Miko geschworen hatte, dass sie Naraku läutern und dann in die Hölle ziehen wollte. Läutern! War eine Miko in der Lage, die ganze böse Energie aus dem Halbdämonen herauszuziehen und ihn samt dem Juwel, den er in seinem Besitz hatte, zu reinigen? Nun, die mächtige Midori hatte es gekonnt, sie hatte den Juwel erschaffen und die schwarze Energie aller sie angreifenden Dämonen in dem Kristall bannen können. Ob sie, Kagome es dann schaffen könnte, die dunkle Macht eines Dämonen zu bannen? Naraku war mächtig, aber es war nur einer, sie mussten ihn stellen bevor er seine Abkömmlinge um sich scharen konnte. Vielleicht war sie ja so weit, dass ihre Kräfte dazu ausreichten. Es musste einfach gelingen, eine andere Chance hatten sie nicht.

Wenn sie es wirklich schaffen sollte, was würde danach kommen? Naraku würde geläutert werden. Was würde mit den vielen Dämonen in ihm geschehen? Würden sie nicht versuchen zu fliehen, um ihr eigenes Leben zu retten? Kagome hatte die Wettbewerbe beobachtet die Naraku abgehalten hatte, um nur die stärksten der Dämonen in sich zu vereinen. Immer wieder hat er ausgewählt, sich immer wieder neu zusammengesetzt und sie konnten sicher sein, dass er die niederträchtigsten und abscheulichsten Wesen in sich vereinigt hielt. Wehe wenn diese losgelassen wurden! Sie würden jede Hilfe brauchen, um mit dieser Flut an Monstern fertig zu werden. Sie würden Helfer brachen, starke Kämpfer, mächtige Priester, verbündete Dämonen, jeden, der eine Waffe tragen konnte und eine Chance hatte, gegen einen fliehenden und um sein Überleben kämpfenden Dämon bestehen zu können.

Eine andere Chance hatten sie nicht, und sie hatte viel zu tun, zu planen, vorzubereiten. Entschlossen stand sie auf, wischte sich die Hände ab und ging in die Hütte, um ihre engsten Freunde in ihr Vorhaben einzuweihen.